blogpingrEin neuer Blog-Aggregations-Services nutzt das RPC Protokoll und ergänzt die klas­si­sche –Aggregation um gut durch­dachte neue Features — dar­auf sollte kein Blogger ver­zich­ten. Peter, Betreiber des neuen Services, füllt mit sei­nem Projekt BlogPingR defi­ni­tiv eine Lücke:

Ab sofort kann man auch den Pingservice von http://blogpingr.de anpin­gen. Entweder manu­ell (Formular) oder über die klas­si­sche Schnittstelle (z.B. ). Andere Deutsche Services sind lei­der hoff­nungs­los über­las­tet und ich dachte mir des­halb, dass ich mal selbst so etwas ent­wi­ckeln sollte…

Dabei belässt es BlogPingR aller­dings nicht beim sim­plen Aggregieren und hoher Verfügbarkeit, son­dern will durch ver­schie­dene Maßnahme län­ger­fris­tig die Qualität sichern:

BlogPingr.de hat sei­nen eige­nen Crawler, der die Qualität der Zielseiten prüft und nicht-geeignete Blogs aus­schließt (temp-Blacklisting). Darüber hin­aus wird ver­sucht in der Zielseite ein Thema zu erken­nen und je nach­dem wer­den die pas­sen­den Services aus­ge­sucht, an die der Ping ver­teilt wird.

Mehr Informationen fin­det man in der API Beschreibung; beson­ders span­nend finde ich die Idee der the­men­spe­zi­fi­schen Weiterverteilung: wenn ein sol­cher Service zuver­läs­sige funk­tio­niert, erspart er jedem Blogger die lau­fende Pflege einer eige­nen Ping-Service Liste. Einen sol­chen Service zu “zen­tra­li­sie­ren” macht abso­lut Sinn; ich bin gespannt, wie sich das Projekt — selbst­ver­ständ­lich im Betastadium — wei­ter­ent­wi­ckelt, und wel­che Features der Betreiber sich ein­fal­len lässt; der lang­fris­tige Erfolg steht und fällt mit hoher Verfügbarkeit einer­seits und erfolg­rei­cher Spam-Abwehr; da Peter sich auf diese bei­den Faktoren kon­zen­triert, schaut’s für die BlogPingR Zukunft mei­ner Meinung nach recht rosig aus.

Warum wir über­haupt pingen

Pingdienste nehme manu­elle oder auto­ma­ti­sierte –Meldungen in einem stan­dar­di­sier­ten Format ent­ge­gen und fun­gie­ren als Aggregatoren: anstatt auf den nächs­ten Besuch des Crawlers zu war­ten, las­sen sich mit Pings Services , Google und Co. sozu­sa­gen in Publishing-Echtzeit über neue Artikel in Kenntnis set­zen. Blog-Aggregatoren und Verzeichnisbetreiber neh­men Pings ent­ge­gen, um bei­spiels­weise jeder­zeit die aktu­ells­ten Schlagzeilen eines bestimm­ten Blogs anzei­gen zu können.

Wer WordPress oder ein ähnli­ches Blog-Publishing Tool ver­wen­det, muss seine Pings kei­nes­wegs hän­disch ein­tra­gen, denn die stan­dar­di­sierte RPC-Schnittstelle sorgt dafür, dass sich Maschinen bzw. php-Skripte ganz ohne mensch­li­chen Zutun unter­hal­ten — Pings sind also sozu­sa­gen die gescrip­te­ten Klatschweiber des Web 2.0. Da die meis­ten BloggerInnen lie­ber mehr als weni­ger Leserschaft haben, wer­den Ping-Services gern genutzt, um mit wenig Aufwand zusätz­li­che Web-Präsenz zu gene­rie­ren. Vor gerau­mer Zeit hab ich mal eine Liste mit 65 Ping-Services ver­öf­fent­licht; eine so rie­sige Zahl an Pingdiensten ver­län­gert zwar gering­fü­gig die Publishing-Zeit… aber zumin­dest die wich­tigs­ten Services sollte jeder Blogger anpingen.

Bei WordPress trägt man die betref­fen­den Adresse im Backend unter Settings -> Writing -> Update Services ein (respek­tive auf Deutsch Einstellungen -> Schreiben -> Update Services), dort gehört auch zu Eintrag zur PingR-RPC-Schnittstelle hin, wel­cher da lau­tet:
http://blogpingr.de/ping/rpc2