Interessiert an Web 2.0, Medientechnik, Bloggig und Popkultur? Dann abonnieren Sie doch einfach datenschmutz News bequem via RSS Feed oder E-Mail! Danke für Ihren Besuch und viel Spaß auf meinem Blog.

Die trat bei den gestrigen in verschärfter Form auf: den Vortrag von Thomas Fundneider hab ich leider verpasst, sprach über das Gewicht von Haselnussdosen und die Crowd lag fast richtig.

Alle Präsentationen gibt’s auch online, siehe den Beitrag auf digitalks. Wir mussten allerdings nicht nur das Gewicht besagter Nüsse schätzen, sondern auch in Kleingruppen ein medialer Kleidungsstück crowdsourcen. , , Andi, Jürgen und ich haben uns dabei ein geniales Device ausgedacht: die Twitter-Socke: mittels piezoelektrischer Kristalle lädt sie sich beim Gehen auf und verschickt mit dem eingebauten, autarken GSM-Sendeteil jedesmal ein , wenn sie genug Strom gesammelt hat - mit dem Inhalt, dass wieder genug Strom gesammelt wurde, um eine Twitter-Meldung abzusetzen; in der Version 2.0 vielleicht sogar geocodiert, obwohl wir unschlüssig darüber sind, ob dies dem selbstreferentiellen Zweck nicht eher abträglich wäre.

Allerdings tauchten leise laute Zweifel daran auf, ob wir überhaupt an einem Crowdsourcing- teilgenommen haben - oder doch bloß an einer klassischen Brainstorming-Session. In der Tag geht’s beim Crowdsourcing ja primär darum, simple Tätigkeiten an den “Kunden” auszulagern; oder wie es so schön formulierte: das Wählscheibentelefon wurde anno dazumal erfunden, weil die freundlichen Damen vom Wählamt irgendwann mit den vielen Gesprächen und dem dauerenden Umstecken der Relais überfordert waren… ein spannendes Beispiel aus der Gegenwart ist etwa das Mechanical-Turk Programm von . Wer Crowdsourcing falsch versteht, könnte in der Tat auf die Idee kommen, die Vorstellung, dass sich die breite Masse niemals irre, habe was faschistoides an sich - aber um dieses Rechthaben geht’s gar nicht, sondern um Error-Margins, Normalverteilungen und Kosteneffizienz. Aber wie auch immer - hier ein paar fotografische Impressionen des gestrigen Abends:


 als erste(r) abstimmen: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading ... Loading ...

veröffentlicht am 07. May anno domini 2008.
Tags: , , , , , , , , , ,


  1. Klaus Identicon Icon
    Klaus schrieb am 8. May 2008 [Direktlink]

    Ganz interessant: Mit Mechanical Turk hat sich der Medienkünstler Aron Koblin in seinem Projekt “The Sheep Market” auseinandergesetzt und dabei auch gleich die Befehlskette Mensch-Maschine umgedreht.

    Siehe auch http://www.aaronkoblin.com/, war auch im net.culture.space im Museumsquartier zu sehen (http://www.netculturespace.at).

    [direkt antworten]

    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 8. May 2008: [Direktlink]

    Ja, das ist definitiv eine seiner schönsten Arbeiten.

    [direkt antworten]

  2. Markus Ladstätter Identicon Icon
    Markus Ladstätter schrieb am 9. May 2008 [Direktlink]

    Hallo Ritchie!

    Da möcht ich mich aber bitte auch gleich einmal “reinreklamieren”. Schliesslich war ich in an der Sockenidee auch beteiligt (u.a. mit dem Vorschlag Kalorien zu zählen) :wink:

    [direkt antworten]

    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 10. May 2008: [Direktlink]

    Ja, sorry! Da hast du natürlich völlig recht. Aber im Verwertungs-Rechte-Vertrag stehst du eh drin :mrgreen:

    [direkt antworten]

 

Kommentar schreiben:




oder optional:


Bei Antworten am laufenden bleiben: klicken Sie die Checkbox an, um via E-Mail über weitere Antworten informiert zu werden.
Erlaubte XHTML-Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
verzögerte Veröffentlichung von Beiträgen: Möglicherweise erscheint Ihr Beitrag aufgrund eines unberechtigen Spamverdachts nicht sofort. Er wird später manuell moderiert und freigegeben - ich bitte um ein wenig Geduld.
Werbliche Einträge und Spam-Kommentare sind zu unterlassen. Wenn Sie auf meinem Blog werben möchten, so können Sie mich bezüglich Bannereinschaltungen direkt kontaktieren. Ansonsten werden gewerbliche Einträge pauschal mit 2,3 Fanstastilliarden Francs berechnet - die Rechnung bringt ein bissiger Storch.