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Mobile Mash-Ups: .at bleibt weitgehend ausgesperrt

16.05.2008, geschrieben von , Keine Kommentare

zong Mobile Mash Ups: .at bleibt weitgehend ausgesperrtMeistens leb ich ja recht gern hier in .at-Land. Aber immer, wenn’s ein coo­les US– gibt, das irgend­was mit mobile Usage zu tun hat UND sich die Mühe macht, euro­päi­sche Länder mit loka­len Einwahlnummern zu inte­grie­ren, ärgere ich mich dar­über, dass die Alpenrepublik viel zu klein ist, um sich extra die Mühen einer +43er Nummer auf sich zu neh­men. France, Sweden, Switzerland, UK, Italy… no Aut. Das würd dann wohl rich­tig teuer wer­den, dabei ver­pas­sen wir einige ziem­lich coole Services.

Zum Beispiel Utterz: ich hab bei Loren von dem Mobile– gele­sen, das aus (via Handy oder Web) ein­ge­sand­ten Bild-, Text-, Audio– und Videoschnippseln Postings macht, die dann wahl­weise am eige­nen Blog bzw. auf , , Youtube und Co. erschei­nen. Die Seite ist auf maxi­mal ein­fa­che Bedienbarkeit aus­ge­legt — alle Inhalte, die inner­halb eines 10-Minuten-Timeframes ein­lan­gen, wer­den zu einem Posting ver­mantscht: also ein­fach ideal für jede Art der Liveberichterstattung, auch wenn der Slogan “be herd” aus­ge­spro­chen unsym­pa­thisch rüber­kommt. Wie das Teil in der Praxis funkt, werd ich aller­dings wohl so schnell nicht erfah­ren, denn fin­det sich nicht auf der Liste der unter­stütz­ten Länder; und irgend­wie ver­mute ich, dass bevöl­ke­rungs­rei­chere Länder da höhere genie­ßen. Dabei hört sich die Idee wirk­lich gut an: die Webwelt braucht zwei­fel­los kein wei­te­res Mashup, das einen Meta-Meta-Feed aus allen Metafeeds gene­riert, aber die sim­ple Mobile-Einbindung macht durch­aus Sinn:

Utterz is the first way you can instantly blog your expe­ri­en­ces, thoughts and ideas, any­where, using all the capa­bi­li­ties of your mobile phone. Utterz mas­hes toge­ther the voice, video, pic­tures, and text you call or send in and crea­tes an ‘Utter’ that can imme­dia­tely update your exis­ting web pages on sites like Blogger, WordPress, Facebook, LiveJournal, MySpace and more.

Zong: via SMS Inhalte bezahlen

Und dann ist da noch Zong: von die­sem Billing-Dienstleister habe ich bei Jeremy erfah­ren: es han­delt sich nicht um die Rückkehr einer alten Fernsehshow in neuem Gewand, son­dern um den ers­ten frei ver­füg­ba­ren Dienstleister für Micropayments via SMS:

Zong is the only web ser­vice that enab­les you to create and launch mobile ser­vices in 10 coun­tries in under 10 minu­tes and gene­rate reve­nues from each tran­sac­tion. Through Zong’s intui­tive inter­face, you will create your ser­vice in a few clicks, you will then be able to mar­ket it to your user base and make money today! Zong is a ser­vice of Europe’s Mobile Media solu­ti­ons lea­der, Echovox, which has direct con­nec­tions and rela­ti­onships with over 50 mobile operators.

Blogger etwa kön­nen mit Zong im Handumdrehen Paid Content anbie­ten, wie das 1938media neu­lich getan hat: wer die betref­fen­den Premium-Inhalte lesen möchte, schickt eine SMS an die betref­fende Nummer und bezahlt im vor­lie­gen­den Beispiel 99 Dollar-Cent für 7 Tage Zugriff auf das gewünschte Posting. Ganz ent­ge­gen dem weit ver­brei­te­ten Paradigma von “Content wants to be free” machen bezahlte Postings in vie­len Fällen durch­aus Sinn; zwar ist bis­her noch jeder Anbieter von mas­sen­taug­li­chen Premium-Inhalten mehr oder weni­ger ele­gant geschei­tert, aber das wird sich in Zukunft gra­vie­rend ändern: wer nix zu sagen hat, darf auch nicht erwar­ten, dafür bezahlt zu wer­den; aber für –Artikel von Rand Fishkin und Co. würd ich sofort bezah­len; werd ich aber nicht, denn natür­lich wird auch von Zong .at (noch) nicht unterstützt.

PS: Ich hab zwar kei­nes­falls vor, hier auf daten­schmutz bezahlte Inhalte anzu­bie­ten, wär aber sehr dran inter­es­siert, wie die werte Leserschaft die­ses Thema grund­sätz­lich sieht? Besteht Zahlungsbereitschaft oder sind sol­che Mehrwert-Artikel grund­sätz­lich undenk­bar? Und wie hoch wäre ein akzep­ta­bler Preis für einen Artikel?

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