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Mobile Mash-Ups: .at bleibt weitgehend ausgesperrt

zong

zongMeistens leb ich ja recht gern hier in .at-Land. Aber immer, wenn’s ein cooles US-Start-Up gibt, das irgendwas mit mobile Usage zu tun hat UND sich die Mühe macht, europäische Länder mit lokalen Einwahlnummern zu integrieren, ärgere ich mich darüber, dass die Alpenrepublik viel zu klein ist, um sich extra die Mühen einer +43er Nummer auf sich zu nehmen. France, Sweden, Switzerland, UK, Italy… no Aut. Das würd dann wohl richtig teuer werden, dabei verpassen wir einige ziemlich coole Services.

Zum Beispiel Utterz: ich hab bei Loren von dem Mobile-Mash-Up gelesen, das aus (via Handy oder Web) eingesandten Bild-, Text-, Audio- und Videoschnippseln Postings macht, die dann wahlweise am eigenen Blog bzw. auf Twitter, FlickR, Youtube und Co. erscheinen. Die Seite ist auf maximal einfache Bedienbarkeit ausgelegt – alle Inhalte, die innerhalb eines 10-Minuten-Timeframes einlangen, werden zu einem Posting vermantscht: also einfach ideal für jede Art der Liveberichterstattung, auch wenn der Slogan „be herd“ ausgesprochen unsympathisch rüberkommt. Wie das Teil in der Praxis funkt, werd ich allerdings wohl so schnell nicht erfahren, denn Österreich findet sich nicht auf der Liste der unterstützten Länder; und irgendwie vermute ich, dass bevölkerungsreichere Länder da höhere Priorität genießen. Dabei hört sich die Idee wirklich gut an: die Webwelt braucht zweifellos kein weiteres Mashup, das einen Meta-Meta-Feed aus allen Metafeeds generiert, aber die simple Mobile-Einbindung macht durchaus Sinn:

Utterz is the first way you can instantly blog your experiences, thoughts and ideas, anywhere, using all the capabilities of your mobile phone. Utterz mashes together the voice, video, pictures, and text you call or send in and creates an ‚Utter‘ that can immediately update your existing web pages on sites like Blogger, WordPress, Facebook, LiveJournal, MySpace and more.

Zong: via SMS Inhalte bezahlen

Und dann ist da noch Zong: von diesem Billing-Dienstleister habe ich bei Jeremy erfahren: es handelt sich nicht um die Rückkehr einer alten Fernsehshow in neuem Gewand, sondern um den ersten frei verfügbaren Dienstleister für Micropayments via SMS:

Zong is the only web service that enables you to create and launch mobile services in 10 countries in under 10 minutes and generate revenues from each transaction. Through Zong’s intuitive interface, you will create your service in a few clicks, you will then be able to market it to your user base and make money today! Zong is a service of Europe’s Mobile Media solutions leader, Echovox, which has direct connections and relationships with over 50 mobile operators.

Blogger etwa können mit Zong im Handumdrehen Paid Content anbieten, wie das 1938media neulich getan hat: wer die betreffenden Premium-Inhalte lesen möchte, schickt eine SMS an die betreffende Nummer und bezahlt im vorliegenden Beispiel 99 Dollar-Cent für 7 Tage Zugriff auf das gewünschte Posting. Ganz entgegen dem weit verbreiteten Paradigma von „Content wants to be free“ machen bezahlte Postings in vielen Fällen durchaus Sinn; zwar ist bisher noch jeder Anbieter von massentauglichen Premium-Inhalten mehr oder weniger elegant gescheitert, aber das wird sich in Zukunft gravierend ändern: wer nix zu sagen hat, darf auch nicht erwarten, dafür bezahlt zu werden; aber für SEO-Artikel von Rand Fishkin und Co. würd ich sofort bezahlen; werd ich aber nicht, denn natürlich wird auch von Zong .at (noch) nicht unterstützt.

PS: Ich hab zwar keinesfalls vor, hier auf datenschmutz bezahlte Inhalte anzubieten, wär aber sehr dran interessiert, wie die werte Leserschaft dieses Thema grundsätzlich sieht? Besteht Zahlungsbereitschaft oder sind solche Mehrwert-Artikel grundsätzlich undenkbar? Und wie hoch wäre ein akzeptabler Preis für einen Artikel?

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