tunesbaglogoMit Tunesbag teilt man die eige­nen Musiksammlung so bequem wie nie zuvor: nach dem Upload der eige­nen Tracks kön­nen diese mit Freunden pro­blem­los getauscht wer­den, zusätz­lich fun­giert der Service als “” für die eigene Musiksammlung. Die Idee ist grund­sätz­lich nicht neu — simfy und MusikMakesFriends bie­ten ähnli­che Services an und besticht durch einige nette Zusatzfeatures. Derzeit befin­det sich die Seite noch im geschlos­se­nen Teststadium, ich hab aber 10 Einladungen zu vergeben.

Bach dem Upload der eige­nen Tracks (brow­ser­ba­siert oder via Upload-Software mit Winamp/iTunes Unterstützung) wer­den diese fortan Bestandteil der eige­nen Bibliothek und las­sen sich von jedem Rechner mit aus anhö­ren. Und, das ist der Gag bei der Sache, auch mit den eige­nen Kontakten sha­ren. So kommt man im Nu zu mehr Musik — aller­dings stellt sich natür­lich sofort die Frage nach der recht­li­chen Zulässigkeit. Die beant­wor­tet Tunesbag mit dem Verweis auf die Privatkopie: man in Playlisten orga­ni­sie­ren und anhö­ren, aber nicht her­un­ter­la­den. (Und zwar nicht mal die eige­nen — zumin­dest hab ich keine Option dazu gefun­den; das macht die Seite als Backup-Service aller­dings recht fragwürdig.)

Auf –Unterstützung ver­zich­tet die Seite kom­plett, dafür wurde eine Anbindung an die –API geschaf­fen: so lässt sich im Nu eru­ie­ren, wel­che der eige­nen –Freude bereits Tunesbag-User gewor­den sind. Damit nicht genug der Mash-Up Fähigkeiten: Kommentare zu ein­zel­nen Songs kön­nen direkt an Twitter gesen­det wer­den, eine Anbindung ans eige­nen Last.fm Profil sorgt für pas­sende Vorschläge zum gerade gehör­ten Track. Auf netz­wer­tig gibt’s einen recht aus­führ­li­chen Review.

Der Erfolg eines sol­chen Dienstes steht und fällt mir der Skalierbarkeit: sich als zen­trale Musikbibliothek zu eta­blie­ren bedarf bei wach­sen­der Usermenge einer gehö­ri­gen Portion juris­ti­schen “Glücks” und einem ska­lier­ba­ren Konzept zur Kostendeckung: Gründer Hansjörg Posch will den Service anbie­ten und die Traffic– bzw. Speicherplatzkosten via Werbung finan­zie­ren. Die Anbindung an diverse Social Networks garan­tiert tat­säch­lich einen gewis­sen Mehrwert, die Zugänglichkeit der eige­nen von über­all her klingt ver­lo­ckend — in der grauen Vorzeit des Internet hat ja .com wei­land mal ein ähnli­ches Service unter dem Namen “My Music Locker” angeboten…

tunesbagscreenDie Bedienung der Seite geht flo­ckig von der Hand, der Einsatz der moda­len Layer-Fenster ist ebenso gut gelun­gen wie das Design und der Pop-Up Player. Was mir fehlt ist die Download-Funktion für die eige­nen Tracks und eine Möglichkeit der Beschlagwortung. Fraglich ist auch, wie Jörg auf Dauer dem Problem des “Duplicate Content” begeg­nen will: die hoch­ge­la­de­nen Tracks der ein­zel­nen User sind mit Sicherheit nicht durch­ge­hend mit kor­rek­ten ID3-Tags ver­se­hen. Zu guter Letzt bleibt noch die Frage nach der Soundqualität: an ein 320er mp3 auf einer guten Soundkarte und einer ordent­li­chen Anlage kommt das Streaming natür­lich nicht ran. Trotzdem ein net­ter Service für unter­wegs und eine mehr als ele­gante Gelegenheit, in den Genuss neuer Beats zu kommen.

10 Einladungen für tunes­bag zu vergeben

Wer sich das ganze Mal live zu Gemüte füh­ren möchte, sagt ein­fach via Kommentar Bescheid — first come, first serve: 10 Einladungen kann ich verschicken.