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Rezept: Spezial-Hühnersuppe mit Kräuterfrittaten

27.06.2008, geschrieben von , 5 Kommentare

suppengemuese 150x150 Rezept: Spezial Hühnersuppe mit KräuterfrittatenDer Klassiker gehört zu jener Sorte Essen, die fast nie­mand nicht mag. (Naja, Vegetarier aus­ge­schlos­sen.) Mit Fleischeinlage und fri­schem Gemüse steht die Suppe durch­aus als Hauptgericht ihren Mann. Die Zubereitung ist sim­pel, die Einlage varia­bel von Nudeln über Griesnockerl bis Hühnerleberknödel. Sehr gut zum hier beschrie­be­nen Süppchen pas­sen Kräuterfrittaten, eben­falls eine der leich­te­ren Übun­gen für KüchenbeginnerInnen. Gutes Gelingen!

Aber wozu ein für so etwas Banales wie eine Hühnersuppe? Die Antwort auf diese phi­lo­so­phischste aller Fragen lie­fert ein schnel­ler Such-Rundblick: bei den Google-Top-Treffern sind so gute schlaue Tipps dabei wie “zuerst Suppe , dann einen Hühnersuppenwürfel auf­lö­sen (muss aber nicht sein)”. Für alle Hühnersuppe-Beginner folgt hier also eine recht aus­führ­li­che Anleitung, die garan­tiert zum wohl­schme­cken­den Suppenerfolg führt. Vorsicht, Warnung: wer mal selbst Hühnersuppe gekocht hat, die/den machen in wei­te­rer Folge sämt­li­che Fertigprodukte nicht mehr glücklich!

Generelles zur Hühnersuppentheorie

Da sich die Suppe ganz her­vor­ra­gend ein­frie­ren lässt und der Arbeitsaufwand bei dop­pel­ter Menge nur gering­fü­gig mehr ist, emp­fiehlt es sich auf jeden Fall, gleich mehr zuzu­be­rei­ten. Dafür ist aller­dings ein ordent­lich gro­ßer Suppentopf von Nöten — aber der gehört bekannt­lich sowieso ins Haus. Man kann wahl­weise die fer­tige Suppe mit­samt Fleisch und Gemüse por­ti­ons­weise ein­frie­ren, oder wahl­weise die Hälfte der kla­ren Brühe noch wei­ter ein­re­du­zie­ren (etwa auf ein Drittel), abküh­len las­sen und dann in Eiswürfelsäcke abfül­len: 2 – 3 Stück sind ein gran­dio­ser Ersatz für die besag­ten Suppenwürfel.

Der Geschmack der fer­ti­gen Suppe steht und fällt — wie alle Gerichte — natür­lich mit der Qualität der Zutaten. Da sich mit Hühnerfilet keine Suppe kochen lässt, emp­fiehlt sich auf jeden Fall ein Besuch am Markt oder beim Hendlbauern: je jün­ger das Huhn, desto fei­ner das Resultat: ideal zum Auskochen sind Junghuhnkarkassen, erhält­lich bei jeden Hühnertandler. Die zweit­beste Alternative (wenn auch mit wei­tem Abstand) sind mei­ner Erfahrung nach die gan­zen Tiefkühl-Hühner von Aldi/Hofer.

Beim Suppengemüse sollte man die fer­ti­gen Kombis ver­ges­sen — so gut wie immer sind ent­we­der die Karotten, die gel­ben Rüben oder der Sellerie schon leicht ver­gam­melt — bes­ser alle Zutaten ein­zeln und vor allem als ganze Rüben kaufen!

Zutaten

für 4 – 6 Personen

Suppe

    2 Junghuhnkarkassen
  • 2 große gelbe Zwiebel
  • Meersalz
  • 1 cm fri­sche Ingwerwurzel
  • 5 Lorbeerblätter
  • 2 Schoten Kubebenpfeffer (Langpfeffer)
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • (optio­nal, falls ver­füg­bar: 1 gehäuf­ter TL Angelikakraut)
  • 60dag Hühnerfilet
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Karotten
  • 2 gelbe Rüben
  • 1 Selleriewurzel
  • 1 Stangensellerie
  • 5 Jungzwiebel
  • 1/2 Bund fri­sche Petersilie

Kräuterfrittaten

  • 2 Eier
  • 50g glat­tes Mehl
  • 100ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Esslöffel gehackte, gemischte Kräuter (frisch oder TK)
  • fein gemah­le­ner schwar­zer
  • Öl zum Ausbacken

Zubereitung

Hühnerkarkassen zer­tei­len, sorg­fäl­tig put­zen und waschen, Innereien ent­fer­nen. (Je mehr Haut und Fettschicht man dran lässt, desto fet­ter wird die Suppe. Für eine kräf­tige, aber magere Suppe sollte man Haut und Fettschicht mit einem sehr schar­fen Messer kom­plett ablö­sen und etwas mehr Karkassen ver­wen­den.) In einem gro­ßen Topf (ca. 4l) die Karkassen in unge­sal­ze­nem Wasser leicht spru­delnd auf gro­ßer Hitze ca. 25 Minuten kochen las­sen — dabei mit einem Schaumlöffel all­fäl­li­gen Schaum, der sich bil­det, abschöp­fen. (Wenn man die Karkassen sorg­fäl­tig geputzt und die Innereien ent­fernt, dann schäumt’s aller­dings kaum.)

huehnersuppe 300x225 Rezept: Spezial Hühnersuppe mit KräuterfrittatenNach 25 Minuten die geschäl­ten und hal­bier­ten Zwiebel sowie die gewa­sche­nen Zwiebelschalen, die Ingwerwurzel, die Lorbeerblätter, Kubebenpfeffer und Pfeffer sowie even­tu­ell Angelikakraut zuge­ben, sal­zen und bei redu­zier­ter Hitze wei­tere 45 Minuten zuge­deckt köcheln las­sen. Währenddessen die Knoblauchzehen schä­len und fein­blätt­rig schnei­den, die Jungzwiebel put­zen, waschen und mit etwas grün in 3mm dicke Streifen hacken. Petersilienblätter abzup­fen, waschen und mit­tel­f­ein hacken. Das rest­li­che Gemüse (Karotten, gelbe Rüben, Sellerie, Stangensellerie) schä­len und ent­we­der in ca. 5mm dicke Scheiben oder ein kleine Würfel schneiden.

Nach den 40 Minuten den Topf vom Feuer neh­men, Karkassen ent­fer­nen und die Brühe durch ein Sieb in einen fri­schen Topf sei­hen — sollte ca. 2 Liter Flüssigkeit erge­ben. (An die­ser Stelle könnte man, wenn man mehr Brühe zube­rei­tet wie oben beschrie­ben einen Teil wei­ter ein­ko­chen und als Hühnerwürfel-Ersatz in Eiswürfelpackungen einfrieren.)

Sobald die Hühnerbrühe zu kochen beginnt die geputz­ten und gewa­sche­nen Hühnerfilets im Ganzen ein­le­gen. Etwa 10 Minuten köcheln las­sen, anschlie­ßend das gesamte Gemüse zuge­ben und 10 – 15 Minuten lang wei­ter­sim­mern las­sen — das Gemüse soll weich, aber noch kna­ckig sein.

In der Zwischenzeit in einem hohen Gefäß die bei­den Eier mit einer Prise Salz und der Milch ver­quir­len, lang­sam und unter stän­di­gem Rühren das Mehl sowie anschlie­ßend die gemisch­ten Kräuter und eine Prise Pfeffer zuge­ben. Die Konsistenz der Frittatenmasse muss eher flüs­sig als fest sein.

In einer geeig­ne­ten Pfanne (per­fekt sind natür­lich die spe­zi­el­len, beschich­te­ten Palatschinkenpfannen) sehr wenig Fett (am bes­ten die Pfanne mit einem ölge­tränk­ten Küchentuch aus­rei­ben) auf mitt­lere Temperatur brin­gen, je nach Größe der Pfanne 1/2 bis 1 Schöpflöffel Frittatenmassen ein­gie­ßen und wie Palatschinken — jedoch eine Spur dicker — auf bei­den Seiten aus­ba­cken. (Wenn das Wenden bei der ers­ten nicht klappt: no Prob. Die erste Palatschinke geht meis­tens dane­ben, das ist irgend­wie eine Art Natur-Küchengesetz.) Restliche Kräuterpalatschinken aus­ba­cken, kurz abküh­len las­sen, dann Einrollen und zu schneiden.

Das Hühnerfilet aus der Suppe ent­fer­nen und in kleine Stücke schnei­den. Die Hühner-Gemüsebrühe falls erfor­der­lich noch­mal nach­sal­zen. Anschließend in jedem Suppenteller etwas Hühnerfleisch und einige Frittaten ver­tei­len, mit Suppe samt Gemüsestücken auf­gie­ßen und mit einem Blättchen Petersilie deko­rie­ren. Guten Appetit!


Fotocredits:
Titelbild: Zutaten für Gemüsesuppe von Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Suppenbild: Hühnersuppe von Müllerchen / pixelio.de

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Bisher haben meine Lieblingsleser 5 Kommentare zu "Rezept: Spezial-Hühnersuppe mit Kräuterfrittaten" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • David Identicon Icon

    auf gro­ßer Hitze ca. 25 Minuten kochen las­sen
    Wirklich??? Ich hab das Gefühl, Suppe wird bes­ser, wenn man sie auf gaaanz klei­ner Flamme kocht…

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 27. Juni 2008 um 9:26

    Rindssuppe auf jeden Fall — beim Auskochen der Hühnerkarkassen isses aber bes­ser, anfäng­lich ordent­lich Gas zu geben, damit man gege­be­nen­falls ent­ste­hen­den Schaum gut abschöp­fen kann.

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  • Andreas Identicon Icon

    Ist ja Lustig, heute gab es bei uns auch Hühnersuppe, aber ich kenne die nor­ma­ler­weise mit Eierstich und Gehacktesklöschen :smile:
    Frittaten hab ich noch nie gehört :shock: … man lernt nie aus :wink:

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 28. Juni 2008 um 12:23

    Klingt lecker… ich glaub, Frittaten sind ja was recht typisch Österreichisches.

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  • Lars Identicon Icon
    Lars sagte am 8. April 2010 um 8:02

    Cooles Rezept. Nächstes Wochenende habe ich Zeit, da kann ich das Essen mal ausprobieren.

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