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Spekunauten: via Crowdsourcing Aktien handeln

25.06.2008, geschrieben von , 4 Kommentare

spekunauten Spekunauten: via Crowdsourcing Aktien handelnEigentlich ist der Aktienmarkt, abs­trakt betrach­tet, ja schon per se eine Art Crowdsourcing: kol­lek­tive Kauf– respek­tive Verkaufsentscheidungen sol­len im freien Spiel von Angebot und Nachfrage Preise, Gewinne und Verluste regeln. Je nach eige­nem Glaubensbekenntnis und Präferenz mag man die Börse eher als wis­sen­schaft­li­ches Institut oder als Glücksspiel Casino betrach­ten — und in bei­den Fällen kann’s nicht scha­den, sich mit Gleich– und/oder Andersgesinnten über die eige­nen Pläne zur Vermehrung des Aktienreichtums aus­zu­tau­schen. Eine neue Social Web namens Spekunauten zieht alle Register des , um aus dem Aktienhandel einen kom­mu­ni­ka­ti­ves — und gewinn­träch­ti­ges — Hobby zu machen.

Im Netz exis­tie­ren zahl­rei­che Börsen-Informationsseiten, die dem Auskunft suchen­den Surfer eil­fer­tig ihre Dienste anbie­ten. Nicht sel­ten ver­ste­cken sich hin­ter der­ar­ti­gen Portalen ganz kon­krete Interessen — emp­foh­len wird an Papieren, was die Betreiber an den Mann brin­gen möch­ten. Die Spekunauten sind über der­ar­tige Insider-Vorwürfe erha­ben: denn nicht die Betreiber der Plattform, son­dern die User selbst haben das Wort, wenn es ums Verfassen von Empfehlungen geht. Um die Motivation zu stei­gern, hat die ganze Sache zwar einen gewis­sen spie­le­ri­schen Charakter — aller­dings lässt sich über­durch­schnitt­li­ches Aktiengeschick in wei­te­rer Folge in bare Münze umwandeln.

100.000 Euro Spielgeld für die Registrierung

Wer Spekunaut wer­den möchte, muss sich erst­mal regis­trie­ren und sein eige­nes Profil anle­gen. Die Benutzung der Seite ist kos­ten­los, nach erfolg­ter Registrierung erhält jedes neue Mitglied 100.000 Euro “Spielgeld”, mit denen das eigene Depot geführt wird. Allerdings reicht unkom­men­tier­ter Aktienhandel nicht aus: die Regeln sehen vor dass für jede Transaktion eine kurze Begründung ver­fasst wer­den muss. Die so gene­rier­ten Empfehlungen wer­den wie­derum von ande­ren Usern bewer­tet, so ergibt sich mit der Zeit ein recht genaues Zuverlässigkeitsprofil. Ihre Mission for­mu­lie­ren die Spekunauten wie folgt:

+ Transparenz + Qualität = Steigern Sie Ihren eige­nen Börsenerfolg durch Informationsaustausch mit ande­ren Mitgliedern!

Für bare Münze nehmen

Richtig inter­es­sant wird’s jeweils am Ende des Monats: denn jene Mitglieder, die “den Markt geschla­gen haben”, also deren Depot bes­ser abschnei­det als der Marktdurchschnitt, erhal­ten einen Teil der Einnahmen. Zusätzlich wer­den beson­ders inter­es­sante Empfehlungen (bestimmt von Redaktion und Usern) mit einem Sofortbonus von 10 Euro aus­ge­zeich­net. Der dritte Revenue Stream prä­sen­tiert sich als klas­si­sches Affiliate-Programm: wer neue Mitglieder wirbt, erhält 10% von deren Bonusgutschriften als Werbe-Prämie. Eine Auszahlung, die via Paypal erfolgt, kann bean­tragt wer­den, sobald sich 10 Euro Guthaben ange­sam­melt haben.

spekunauten screen Spekunauten: via Crowdsourcing Aktien handeln

Börsenerfahrungen sam­meln

Grafisch ist die Community anspre­chend gestal­tet und die Betreiber hal­ten mit Informationen nicht zurück. Eine aus­führ­li­che FAQ und der Einsteiger-Guide beant­wor­ten die wich­tigs­ten Fragen. Das System unter­stützt nicht nur Einzelkämpfer, mit der Gruppenfunktion kön­nen gemein­same Depots geführt wer­den — einer Transaktion müs­sen in die­sem Fall min­des­tens 75% der Mitglieder zustim­men. Registrierte User kön­nen gegen­sei­tig Einsicht in ihre Depots neh­men und sich pri­vat oder öffent­lich über ihre Pläne aus­tau­schen. Die Spekunauten betrei­ben auch ein Blog — sel­bi­ges ist aller­dings erst ganz frisch aus dem Ei geschlüpft und harrt der Einträge, die da kom­men mögen.

Fazit: Potentiellen Finanzgenies bie­ten die Spekunauten einen spie­le­ri­schen, aber mög­li­cher­weise durch­aus lukra­ti­ven Einstieg in die Welt der Börse an. Unklar ist aller­dings das Businessmodell im Hintergrund, respek­tive die Revenue Streams der Seite: da die Teilnahme ist, muss das Kapital für die monat­li­chen Auszahlungen schließ­lich erst mal erwirt­schaf­tet werden.

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Bisher haben meine Lieblingsleser 4 Kommentare zu "Spekunauten: via Crowdsourcing Aktien handeln" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • Houserocker Identicon Icon

    Eine gute Idee das ganze… da lohnt es sich doch für beide drü­ber zu schreiben ;)

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  • Andre Identicon Icon

    Bis auf dass 10.000 Euro eigent­lich 100.000 Euro sein müss­ten ein schön aus­führ­li­cher Artikel, vie­len Dank!
    Das Businessmodell “im Hintergrund” exis­tiert natür­lich, dar­über möch­ten wir aber noch nicht allzu viele Worte ver­lie­ren, die Konkurrenz liest ja mit :)

    Grüße aus Berlin,
    Andre

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 10. Juli 2008 um 9:52

    Hi Andre, ups, die alte Zahlenlegasthenie kickt ein :oops:
    Hab’s aus­ge­bes­sert auf 100k. Wünsch euch viel Erfolg — mir gefällt die Seite wirk­lich gut. Macht irgend­wie mehr Spaß als das ganze WoW Gedöns :twisted:

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  • Girokonto Vergleich Identicon Icon

    Hmm die reve­nueshare Nummer gefa­ellt mir gut, viel­leicht mal ich mal mit.

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