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YiGGSense: Teile (und beherrsche Dich)

yigglogoSeit kurzem teilt das deutschsprachige Social News Portal Yigg.de seine Werbeerlöse mit den UserInnen und folgt damit dem Beispiel des Infopirat, der gemäß seinem Slogan „Deine Bookmarks – Dein Gewinn“ schon lange die Beute mit der Mannschaft teilt. Um zukünftig Online-Millionär zu werden, benötigt man in beiden Fällen ein Google AdSense Konto. Nach erfolgter Anmeldung wird hinkünftig ein Teil der Klick-Einnahmen auf den eingestellten News den jeweiligen AutorInnen gutgeschrieben.

Yigg verwendet dazu die offizielle Google AdSense Shared Schnittstelle:

Das funktioniert so: Ihr stellt auf YiGG Artikel und Beiträge ein, in deren Umfeld wir Google Textanzeigen schalten. Einen Teil der Einnahmen, die wir mit diesen Anzeigen verdienen, geben wir an Euch weiter – im YiGG Shared AdSense Programm. Damit sind wir die erste deutschsprachige Website, die die offizielle Google Shared AdSense Schnittstelle nutzt. Wir haben einen intensiven Zertifizierungsprozess durchlaufen, bis wir schließlich von Google das „Go“ bekommen haben.

In der Testphase von Juli bis August gibt Yigg sogar die vollständigen Einnahmen der betreffenden Werbeblöcke an die fleißigen NewseinstellerInnen weiter:

In der Einzelansicht einer Nachricht gibt es drei Anzeigenblöcke. Von Juli bis August 2008 gibt YiGG einhundert Prozent (100%) der Einnahmen, die wir aus dem Google AdSense Anzeigenblock auf Einzelansichten von Nachrichten und Spekulationen erzeugen, an die jeweiligen Einsteller der Nachrichten weiter. Die Einnahmen aus den anderen beiden Anzeigenblöcken auf dieser Seite, sowie alle anderen Anzeigenblöcke auf der Site sind von diesem Programm ausgenommen.

Genaue Details zu den Teilnahmebedingungen verraten die FAQs – interessant sind die ersten statistischen Ergebnisse:

Nach vorher durchschnittlich 450 neuen Nachrichten pro Tag wurden gestern 1.000 Nachrichten in die Warteschlange eingestellt. Innerhalb weniger Stunden habt Ihr also über 100% mehr Nachrichten eingestellt als bisher. Das ist super! Damit haben wir bei weitem nicht gerechnet – und wir haben uns sehr darüber gefreut!

Millionär ist allerdings bis zum Wochenende noch niemand geworden, wenn man den ersten Reaktionen der Blogosphäre Glauben schenken darf; aber das kann sich ja noch ändern: hier geht’s zur Anmeldung.

Immer Ärger mit den privaten Nachrichten

Zugleich sorgt die neue News-Ankündigungsfunktion von Yigg für erhitzte Diskussionen, denn was ein nützliches Feature sein könnte, wird derzeit leidenschaftlich missbraucht über-verwendet, wie auch Ric feststellt. Ich persönlich fühl mich da insofern relativ wenig gestört, weil ich meinen Mailfilter ganz gut unter Kontrolle hab… die Yigg-PMs gehen seit vorgestern in den Ordner mit sinnlosen Notifications á la Facebook. Einige fordern allerdings vehement die Abschaffung der Mail-an-alle-Freunde Funktion.

Eines dürfte jedenfalls klar sein: E-Mails werden als wesentlich „intrusiver“ empfunden als Feeds – vielleicht wär’s gar keine so schlechte Idee, mittelfristig derartige Ankündigungen á la Facebook via Feeds darzustellen, und die E-Mail-Funktion als Option anzubieten.

5 comments
Juergen Hoebarth
Juergen Hoebarth

Jop ichhab mit einem der Yigg gründer darüber gesprochen - er meinte das das ganze der erste Ansatz ist - in Zukunft gibts da noch einige updates auf yigg.de - wie das ganze sich ändenr wird hat er noch net erwähnt hab da aber so das ein oder ander zwischen den Zeilen entnehmen koennen - @ yiggsense - find ich nice und richtig reich kann man natuerlich net damit werden - ist aber mal ein Ansatz sozusagen -

Leo (Sixt)
Leo (Sixt)

Ich glaube nicht, dass man da irgendwie nennenswerte Einnahmen generieren kann...das ganze hat einen eher symbolischen Effekt a la wir wollen das sympathische Web 2.0 Unternehmen werden :grin:

Ricardo
Ricardo

Anscheinend haben es die meisten Yigg Spammer verstanden und mich aus der Friendslist entfernt und mir einige Arbeit erspart. Das mit YiggSense finde ich trotzdem ganz toll, da man als Poweruser wohl den einen oder anderen Besucher für Yigg generiert hatte.