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yellowmaplogoDer dritte Teilnehmer am gro­ßen daten­schmutz– SEO-Marathon hört auf den eng­li­schen Namen Yellowmap.at. YM bie­tet zwar einen kos­ten­lo­sen Eintrag ins Verzeichnis an, will aber in ers­ter Linie seine Premium-Produkte an den wer­ben­den Mann oder die Frau brin­gen — mit Bild um EUR 9,90 und ohne für EUR 3,90 pro Monat. Ich habe mir aller­dings ledig­lich die Features des Produkts “WerbeEintrag Free” ange­se­hen; sogar des­sen Beschreibungstext sug­ge­riert ein Upgrade:

Sie möch­ten nur im Branchenbuch mit Ihrer Adresse gelis­tet wer­den und nicht von den zahl­rei­chen Vorteilen eines Werbeeintrag wie bei­spiels­weise der TOP-Platzierung in der Trefferliste pro­fi­tie­ren? Dann buchen Sie ein­fach einen WerbeEintrag Free.

Nein, wir möch­ten nicht, wir blei­ben stand­haft — da ändern auch die vie­len Pop-Ups nix dran: zuerst öffnet sich die Produktübersicht in einem neuen JavaScript-Browser-Window ohne Buttons, der “Mehr Information” Link öffnet dann wie­der eine Subpage der Hauptseite, prak­ti­scher­weise auch gleich in einem sol­chen JS-Fenster… aber ich will nicht pin­ge­lig sein, son­dern mich ein­fach nur regis­trie­ren. Der erste Versuch schei­tert aller­dings kläg­lich: im Formular (natür­lich im Pop-Up, wo sonst?) befin­det sich unter ande­rem das Pflichtfeld “Branche”: keine Liste, kein Auto-Complete, son­dern freier Text. Ich hab dort “Online Marketing” ein­ge­tra­gen, und das war’s dann auch nach dem Betätigen des Submit-Buttons: diese Branche gäbe es nicht, sagte mir Yellowmap. Beginnt meine Realität zu zer­brö­ckeln? Oder hätte ich zuerst die pas­sende Branche raus­su­chen sol­len? Nun gut, im zwei­ten Versuch klappte es mit “Internetberatungen” — ein Hinweis im Formular wäre mehr als angebracht.

Nach dem Abnicken des Bestätigungslinks ist frei­lich erst­mal Sendepause: Yellowmap prüft sämt­li­che neuen Einträge redak­tio­nell, aber sehr flott: bereits am nächs­ten Tag stand ich im Verzeichnis. Und — Volltreffer! Yellowmap erlaubt im kos­ten­lo­sen Profil die Anzeige der eige­nen Homepage, und zwar noch dazu ohne . Über­haupt gefällt mir die Profilgestaltung hier bei wei­tem am bes­ten: Über­blick, Anreise und Bewertungen (die ohne Registrierung abge­ge­ben wer­den kön­nen) sind sau­ber auf drei Karteikarten getrennt, “Send-a-friend”, vCard Download und Druckansicht ergän­zen die gra­fisch über­sicht­lich gestal­tete Subseite. Einziger Nachteil — man ahnt es bereits: alle Profilfenster wer­den via JavaScript-Popup geöff­net, Google indi­ziert sie also nicht.

Yellowmap Profil-Screenshot

Yellowmap Profil-Screenshot

Aber halb so wild: die eigent­li­che Profil-URL steht als Klartext im Sourcecode, man kann also direkt aufs eigene Profil ver­lin­ken und die­sen Link z.B. in einem Blogposting ver­öf­fent­li­chen — damit würde die Seite von Big G indi­ziert und man pro­fi­tiert ein itzi-witzi-teenie-weenie little bit von der “gewal­ti­gen” Domain-Pop von Yellowmap (das nicht mal einen Pagerank hat!).

Fazit: Auch hier ist die Arbeit also bes­ser in ein paar Social Bookmarking Einträge inves­tiert. Die Premium-Produkte kön­nen aus SEO-Sicht übri­gens auch gar nix: man bekommt zwar in der Suchtrefferliste mehr Visibility und zusätz­li­che Gestaltungsmöglichkeiten fürs eige­nen Profil, an der Pop-Up Misere ändert sich dadurch aller­dings rein gar nichts.