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Österreichs Online-Branchenbücher im (SEO) Vergleich

p*n*c Profilseite auf Herold.at

.at Branchenbücher im VergleichDieser Beitrag gehört zu der Serie österreichische Online-Branchenbücher im (SEO) Vergleich. Weitere Postings:
Herold.at | Branchenbuch-Öesterreich.at | Yellowmap.at | FirmenABC.at | Falter Creation | WKO Datenbank | Fazit

heroldlogoOnline-Branchenbücher sind die Web-Directories der Geschäftswelt: selbst im Zeitalter der Web 2.0 Do-it-yourself Hysterie Euphorie feiert das gute alte Premium-Placement Businessmodell fröhliche Urständ. Neben Platzhirsch Herold bieten in .at noch weitere Dienstleister ihre Services feil – gemäß der Theorie von Dr. Theodore Longtail kann’s ja auch für Einzel- und Kleinunternehmen nicht von Nachteil sein, mehr als einmal vertreten zu sein. Aber eignen sich die Branchenverzeichnisse auch für SEO-Zwecke? Ich habe einen näheren Blick auf die populärsten österreichischen Branchenbücher geworfen – und eine kurze Serie draus gemacht – ab heute stelle ich jeden Tag ein Branchenbuch vor und lege dabei speziellen Wert auf die Frage: kriegt man einen Google-tauglichen Backlink ab?

Österreichs Online-Branchenbücher im (SEO) Vergleich

Es handelt sich bei den getesteten Seiten ausschließlich um Branchenbücher, in die sich Firmen (auch) selbst eintragen können. Die meisten Seiten bieten gegen Aufpreis ein „Premium-Placement“ á la Ebay an, also ein Auftauchen am Beginn der Liste respektive eine mehr oder weniger auffällige grafische Kennzeichnung. Wo vorhanden, habe ich die Premium-Möglichkeiten beschrieben – der Fokus liegt jedoch auf der Frage: lassen sich Online-Branchenbücher von Einzelunternehmen sinnvoll SEO-technisch kostenfrei nutzen?

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses ersten Teils habe ich alle Fortsetzungen bereits geschrieben. (Ja ja, der Mann aus der Zukunft! Jetzt wird’s so verwirrend wie in einem Dick-Roman) und darf ein kurzes Fazit vorwegnehmen: die Gratis-Eintragungen erfolgen durch die Bank sehr schnell, wie genau geprüft wird, ob die Daten validiert werden und ob Strategien gegen „Branchen-Spam“ bestehen, konnte ich natürlich nicht überprüfen. Dennoch war ich überrascht, alle Profile spätestens am nächsten Tag online waren. Möglicherweise liegt es ja daran, dass die selige kleine Welt der österreichischen Branchenbücher bislang von SEOs verschont geblieben ist; aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja nach dieser Artikelserie? :devil: Mit dabei im Vergleichstest sind folgende Online-Branchenbücher: Herold, Yellowmap, Branchenbuch-Oesterreich.at, Firmen-ABC und Falter Creation. Aber nun zum Auftakt und zum ersten Kandidaten:

.at-Branchenbücher SEO Vergleich: Herold.at

Herold ist wohl der bekannteste Branchenbuch-Brand in Österreich und versteht eine Menge vom Branchenbuch-Business. Die Online-Aktivitäten begannen bereits vor langer Zeit, Google-technisch ist die Seite entsprechend gut platziert. Der Link zur Neueintragung findet sich Footer – wer suchet, der findet. Gleich im Anmeldeformular zerstört jedoch der Erläuterungstext sofort jegliche SEO-Hoffnungen:

Bitte geben Sie Ihre Haupttelefon- u -faxnummer, bzw. Email-Adresse an, diese werden kostenlos auf HEROLD.at veröffentlicht. Der Homepage-Link, sowie die Darstellung weiterer Telefon- u Faxnummern, bzw. Email-Adressen ist kostenpflichtig.

Also nix mit Backlink – ein Branchenverzeichnis, in das man sich lediglich mit Telefonnummer und E-Mail eintragen kann, ist für den gelernten Geek von äußerst geringem praktischen Wert. Die Auswahl des eigenen Tätigkeitsfeldes ist dafür besser gelöst als bei der Konkurrenz – die Diversifikation der Online-Berufe hat hier allerdings erst begrenzt stattgefunden, daher wähle ich keck „Internet“ als meine Branche. Nach dem Absenden des Formulars erscheint auch hier erstmal ein Bitte-Warten-Button, denn auch Herold prüft jede Änderung manuell.

Die Eintrag erfolgt bereits am Vormittag des nächsten Jahres – neben meinem Namensvetter Dr. Gernot Pettauer findet man nun auch mich in Herolds gelben Seiten. Telefonnummer und E-Mail Adresse werden im Klartext angezeigt, mit dem Link ist’s wie gesagt Fehlanzeige, dafür gibt’s einen recht elegant eingebundenen Routenplaner. Mit Werbung inklusive Pop-Ups geizt die Profilseite dagegen keineswegs:

p*n*c Profilseite auf Herold.at

p*n*c Profilseite auf Herold.at

Über die Kosten der Premium Services – wie eben die besagte URL-Anzeige – schweigt sich die Homepage konsequent aus, ich habe daher via E-Mail nochmal nachgefragt, was denn die Anzeige der URL kostet und ob diese mit oder ohne nofollow eingebunden wird – die Profilseite hat zwar keine Pagerank, die Domain aber einen immens hohen Trust. Bis zur Veröffentlichung des Artikels war ich jedoch nicht in der Lage, den Preis für die Veröffentlichung des Links zu eruieren; ich werde diese Information noch nachliefern.

UPDATE: Eine Eintragung mit Webadresse im Telefonbuch kostet 99 Euro pro Jahr und ist zugleich mit einer Vorreihung des Ergebnisses verbunden, wie meine Nachfrage ergab.

8 comments
Frauke
Frauke

Schaut Euch doch vielleicht mal www.branchenverzeichnis.info an. Die legen laut Startseite besonderen Wert auf SEO. Allerdings sind die Einträge kostenpflichtig, wenn auch eher günstig.

Christoph C. Cemper
Christoph C. Cemper

Hmmm... sowohl der Herold, als auch die WKO sind also klare Fälle von Linkverkauf... was eindeutig gegen die Google-Guidelines verstösst... Ich würde mal davon ausgehen, dass zumindest das deutsche Webspam team davon weiß und diese unwirksam gemacht hat... von einem hohen Trust der Domain könnte man bei Herold zwar ausgehen, aber ich würd mal sagen, die Profilpage ist aber völlig wertlos, wenn sie nicht mal indiziert ist, so zB der Eintrag meiner Firma URL: http://www.herold.at/gelbe-seiten/wien/2ZqlK/cemper-gmbh/ CACHE: http://209.85.135.104/search?sourceid=opera&num=0&ie=utf-8&oe=utf-8&q=cache:http%3A//www.herold.at/gelbe-seiten/wien/2ZqlK/cemper-gmbh/ Das würde zu den 99EUR noch externe Links benötigen um die page zu powern... und da gibts schon bald bessere presell pages als die da... VG christoph

Christoph C. Cemper
Christoph C. Cemper

Hmmm... sowohl der Herold, als auch die WKO sind also klare Fälle von Linkverkauf... was eindeutig gegen die Google-Guidelines verstösst... Ich würde mal davon ausgehen, dass zumindest das deutsche Webspam team davon weiß und diese unwirksam gemacht hat... von einem hohen Trust der Domain könnte man bei Herold zwar ausgehen, aber ich würd mal sagen, die Profilpage ist aber völlig wertlos, wenn sie nicht mal indiziert ist, so zB der Eintrag meiner Firma URL: http://www.herold.at/gelbe-seiten/wien/2ZqlK/cemper-gmbh/ CACHE: http://209.85.135.104/search?sourceid=opera&num=0&ie=utf-8&oe=utf-8&q=cache:http%3A//www.herold.at/gelbe-seiten/wien/2ZqlK/cemper-gmbh/ Das würde zu den 99EUR noch externe Links benötigen um die page zu powern... und da gibts schon bald bessere presell pages als die da... VG christoph

michael kamleitner
michael kamleitner

Gut Idee, diese Artikel-Serie! Für Gewerbetreibende in .at sei noch das Firmen A-Z der WKO (http://firmena-z.wko.at) erwähnt - den nofollow-freien Backlink gibts dort zum Spottpreis des WKO-Beitrags ;)

Jana
Jana

Und wo wir grad beim Thema Herold sind - wenn du mit denen nochmal ins Gespräch kommst, frag doch mal, was deren Image Videos kosten, siehe herold.at/video bzw. "Herold lässt Studenten Imagefilme für 100 Euro drehen" - http://snurl.com/34qoc Auf den Videoseiten gibt es ebenfalls keinen Link - nur eine graphische Einblendubng im letzten Stillframe.

Ritchie Blogfried Pettauer
Ritchie Blogfried Pettauer

Hmmm...€29 für eine PR-Seite ist eh ein vernünftiger Preis; wird aber bei einem Linkdirectory trotzdem wenig bringen

Ritchie Blogfried Pettauer
Ritchie Blogfried Pettauer

Ja, da hast du recht - Herold switcht auch oft; als ich das letzte Mal reingeschaut hab, war ein "noindex" auf der Profile Page..

ritchie
ritchie

Ja, das hab ich bei dir schon gelesen - das ist wirklich heavy! Die "Bezahlung" ist eine Frechheit.