datadirt - English blog            Fotos            Video-Podcasts            datenschmutz Shop            Disclaimer
datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik

SEO-Wissen: von richtigen Keyword-Dichten

KeyworddichteDie sogenannten spielt für die SERP (Search Engine Result Pages) Optimierung eine nicht unbeträchtliche Rolle. Ideal funktioniert ein Suchalgorithmus bekanntlich dann, wenn er Informationen respektive Texte möglichst ähnlich wie ein menschlicher Leser bewertet – aber von einer Annäherung der maximalen an natürlichsprachliche Bedingungen kann noch lange keine Rede sein. SEO-Profis können übrigens getrost direkt bis zum letzten Teil dieses Postings springen – wer den Begriff schon mal gehört hat, aber nix damit anfangen kann, findet im ersten Teil eine Erklärung dieses wichtigen Webseiten-Parameters.

Zum besseren Verständnis ist ein Blick in die frühe Webgeschichte hilfreich: als die Suchmaschinen-Algorithmen noch jung und dumm waren und Larry Page das nach ihm benannte -System noch nicht erfunden hatte, gingen Suchmaschinenbetreiber davon aus, dass eine Seite umso relevanter sein müsste, je häufiger das gesuchte Keyword respektive die betreffende Keywordkombination im jeweiligen Text vorkommt. Dieser allzu simple quantitative Ansatz evozierte in weiterer Folge das sogenannten “Keywordstuffing”: eine Seite, auf der einfach nur 10.000 Mal das Wort “” stand, hätte viel besser gerankt als beispielsweise ein Text, der erklärt, was ist. Googles Pagerank-Verfahren löste dieses Problem zumindest teilweise: den die Anzahl der als -Kriterium lässt sich nicht durch simples Keywordstuffing überlisten. Aber erstens gab’s und gibt’s – man glaubt es kaum – neben Big G noch andere Suchmaschinenbetreiber, und zweitens verlässt man sich ungern auf ein einzelnes Kriterium; denn der Pagerank lässt sich ja wiederum durch gekaufte und/oder Linknetzwerke immer noch sehr gut “überlisten”. Also spielt die auch weiterhin eine beträchtliche Rolle, wenn auch unter völlig verändern Vorzeichen.

Denn anstatt die bloße Quantität zu werten, gehen Algorithmen von statistischen natürlichen Keyworddichten aus – selbstverständlich werden dabei nur die Inhalte ohne HTML-Tags etc. gezählt. Die zugrunde liegenden Zahlen resultieren aus quantitativen Analysen riesiger Textmengen, die sich bekanntlich problemlos automatisiert durchführen lassen. Weiß man also beispielsweise, dass in statistisch durchschnittlichen Artikel über Winston Churchill dessen Name beispielsweise zweimal pro hundert Wörtern vorkommt, so bedeutet dies eine von 2%. Natürlich lässt sich dieses Verfahren mittels zusätzlicher (semantischer) Kriterien verfeinern, aber grosso modo kann man durchaus sagen, dass die Keyworddichten-Analyse in erster Linie ein Mittel gegen Keywordstuffing darstellt. Wie stark die einzelnen Suchmaschinen diesen Faktor in ihrer Gesamtbewertung nun tatsächlich gewichten, ist im Detail nicht bekannt – dass er eine Rolle spielt, allerdings schon.

Die tatsächliche optimale Dichte…

…liegt immer noch, und das ist das Problem, weit über der “natursprachlichen” oder semantischen Dichte. Jedem Journalismus-Studenten wird beigebracht, Wortwiederholungen zu vermeiden, skurrilerweise allerdings sehen SM-Scripts immer noch liebend gerne eine von drei bis zu fünfzehn (!) Prozent. Das muss man sich mal auf der Stil-Zunge zergehen lassen: in einem mittel-langen Posting von 300 Worten über das Thema müsste besagter Begriff bei einer von 10 Prozent nicht weniger als 30 Mal vorkommen! Für SEOs bedeutet das natürlich, bei der Optimierung der Webseiten-Texte auf ausreichende zu achten – was in der Regel der flockigen Lesbarkeit von Texten nicht gerade zuträglich ist. Ein paar kleinere Experimente meinerseits haben allerdings zweifelsfrei ergeben, dass man sozusagen die Wahl hat zwischen Fokus aus lesefreundlichem Stil oder eben auf optimale – irgendwie hab ich ganz und gar nicht das Gefühl, dass die vorgegebenen optimalen Keyworddichten auch nur annähernd auf elaborierten semantischen Kriterien beruhen. Zum Glück ist die allerdings nur ein Faktor unter vielen – also besser nicht übertreiben, aber auch nicht unterhalb der Wahrnehmungsgrenze dahinsurfen: die Minimalhürde von 2% sollte jeder auf Besucher bedachte Web-Publisher sehr wohl überspringen. Weitere Meinungen dazu interessieren mich natürlich brennend.

Die analysieren

Online findet man zahlreiche Keyword-Analyse-Tools. Die meisten davon liefern unsinnige und fehlerhafte Ergebnisse oder funktionieren erst gar nicht – uneingeschränkt empfehlen kann ich allerdings das Keyword-Density Tool von Sistrix – es liefert valide Ergebnisse, auf die sich der besorgte Webmaster durchwegs verlassen kann. Wer mehr Parameter checken möchte, muss auf die kostenpflichtigen SEOmoz Profi-Tools zurückgreifen: mit dem Term Target Tool und dem Keyword Difficulty Checker gelingt so manches Kunststück.

PS: Selbstverständlich ist auch dieser Artikel über nicht bloß ein Posting, sondern ein teilnehmendes . Aufmerksamen LeserInnen dürfte durchwegs nicht entgangen sein, dass dieser Beitrag den Begriff wesentlich öfter enthält als üblich :mrgreen:


Fotocredits: Schlüssel von Name Gabi Schoenemann / Pixelio

21 Kommentare zu „SEO-Wissen: von richtigen Keyword-Dichten“

  • Ich optimiere Texte lieber für Menschen. Aber ein gewisser Kompromiss wird wohl (derzeit noch) unumgänglich sein.
    Mein Beitrag: Keyworddichte ;-)

    direkt antworten

  • keyworddichten gilt auch?

    direkt antworten

    Naja, die Pluralformen werden inzwischen weitgehends berücksichtigt!

    direkt antworten

  • Wow – trotz der vielen Wiederholungen und Eintrag im Metatag bzw. Metadescription nur eine Keyworddichte von fast 2%.
    Echt schwierig einen hohen Wert zu schaffen, ohne die Leser zu verärgern. Ich verwende übrigens SEOQuake, da gibts auch einen brauchbaren DensityChecker im Paket.

    direkt antworten

    SEOQuake ist sehr praktisch, das installier ich auch gleich immer als erstes… und ja: 2 Prozent… heavy, oder? Mit fünf wird das ziemlich unerträglich für den Lesefluss.

    direkt antworten

  • Ähm willkommen im Jahr 2005. Keyword-Dichte spielt fast keine Rolle mehr und jeder der seine Texte danach “optimiert” verschwendet seine Zeit.

    Schau dir das mal an:
    http://www.seomoz.org/article/.....ng-factors

    und verwechsel “Keyword Use in Body Text” nicht mit Keyword-Dichte.

    direkt antworten

    Naja, seh ich überhaupt nicht so. Der SEOMoz-Beitrag sagt da das genaue Gegenteil: die Haupt-Faktoren laut Liste sind ja Keyword Usages in den richtigen Tags. Nachdem man die h’s aber wohl kaum invisible setzen wird, und die KW’s in bold auch super-important sind, beinflusst das natürlich die Overall-Dichte; die zählen Google und Co. ja nicht nur zwischen p’s.

    direkt antworten

  • Hey,

    also ich denke schon dass die Keyworddichte sehr wichtig ist, denn umso höher setzt Google die Prioriät des Keywords. Natürlich sollte man aufpassen den Text trotzdem lesenwert zu lassen. Sonst ist der Traffic schnell wieder weg.

    mfg

    Sebastian

    direkt antworten

  • Interessant, dass die Keyworddichte also solche bei den Search Ranking Factors auf SEOmoz keine Berücksichtigung findet. Am ehesten noch unter dem Punkt Topic Analysis.
    Die Verwendung wichtiger Keywords im Titel und in Überschriften spielt sicher eine viel größere Rolle. Ob die Dichte bei 1%, 2% oder 5% liegt, macht kaum den entscheidenden Unterschied aus.
    Die Keyworddichte und andere interessante Informationen können Firefox-Benutzer auch mit der Extension Search Status anzeigen.

    direkt antworten

  • Anonymous sagte am 10. July 2008 um 23:52

    und welche Keyworddichte hatte dein Blogeintrag? :smile:

    direkt antworten

  • Ich kann mir ehrlich gesagt schwer vorstellen dass Google immer noch Keyword-Dichten über 2% bevorzugt. Das ist dann offensichtlich kein lesbarer Text mehr und für Google ist es leicht im Algorithmus diese Grenze runterzusetzen.
    Die haben soviele Faktoren, warum sollten sie einen offensichtlich falschen Faktor beibehalten, der noch dazu so leicht zu beheben ist?
    Andere Suchmaschinen spielen sowieso kaum eine Rolle, aber für die gilt prinzipiell dasselbe.

    direkt antworten

  • Gerald sagte am 11. July 2008 um 19:57

    die kommentare versauen am ende noch die keyworddichte. besser abschalten ;-)

    direkt antworten

  • Okay, das erklärt mir wie es der Welt gelingt bei Google abzusahnen. Allerdings finde ich nicht zwingend, das wortwiederholungen der lesebarkeit schaden, für manch einen leser eher im gegenteil. macht den text vielleicht nur ein wenig langweiliger.

    direkt antworten

  • Der Witz an der Keywortdichte ist doch, dass ein guter Artikel nur eine sehr niedrige Dichte hat. Jeder Fachartikel wird auf Teufel komm raus versuchen das Thema des Artikels so weit wie möglich mit verschiedenen Worten zu vermeiden. Ergo wird Google sicher viel Wert auf die Keywortdichte legen, allerdings auf einen Wert deutlich unter 2%.

    Nicht vergessen sollte man beim Keywordstuffing allerdings auch falsche Schreibweisen zu berücksichtigen, was ich netterweise gleich mal für Dich gemacht habe :-)

    direkt antworten

    Du meinst “das Thema mit verschiedenen Worten zu vermitteln”, nicht “zu vermeiden”, oder? :mrgreen:

    direkt antworten

  • Bin auch der Meinung, dass die Keyworddichte kein sonderlich wichtiges Kriterium mehr ist. Klar, das Keyword sollte paar mal auf der Zielseite auftauchen, aber ein zusätzlicher Link dürfte größeren Einfluss auf das Ranking haben als eine 1% höhere Keyworddichte.

    direkt antworten

  • Gerald hat es doch schon richtig getroffen im Beitrag :mrgreen:

    direkt antworten

  • Das ich mich bei der Diskussion noch beteilige hat den Grund, der indirekt mit der Keyworddichte zu tun hat. Das ich ein SEO Spezialist bin, mag ich zu bezweifeln mit meinen erst 2 Jahren Erfahrung.

    Ich denke mal, das man auch 15 Prozent an Keyworddichte schaffen kann und der natürlich gewachsene Text trotzdem noch einigermaßen gut lesbar bleibt. Ich jedenfalls habe meine eigene Prozentzahl für mich festgelegt. Ich denke mal dabei nicht ganz falsch zu liegen, da meine Seite oft von einem Robot besucht wird, der meine Keywords ausspäht. Das macht dieser Robot nicht von alleine, es ist ein Tool, das andere Webmaster für sich nutzen, um die Konkurenz auszuspähen. Dafür bezahlen die auch noch Geld.

    Natürlich lässt mich das nicht kalt und bin stinksauer darüber, zumal manche meinen, man könnte doch gleich noch am besten alle guten Texte samt Keywords kopieren, um sie auf seine eigene Webseite zu machen.

    Meist bekomme ich ja schnell heraus wer meine Texte und Keywords auf seine Seite einfügt, doch bis dahin haben die meine Webseite bei, wie Ihr sagt, Big G geschädigt. Ich bin schon am vermuten, das diese kleineren Seiten die meine Keywords und Texte klauen, in irgendeiner Weise mit den Seiten in Verbindung stehen könnten, die in den Serps mit meinen wichtigsten Keywords ganz oben stehen.

    Normalerweise prüft ein Webseitenbetreiber zuerst mal einen gesetzten Link einer anderen Seite, bevor er diesen freigibt.

    Letzendlich bin ich auch davon überzeugt, das die Keyworddichte für die Suchergebnisse von großer Bedeutung sind. Ich werde weiterhin meine Erfahrungen machen auch in Bezug auf Keyword in der URL und der Keyworddichte in der Beschreibung sowie dem Titel der Seite.

    Ich hatte Eueren Blog überhaupt erst bei der Suche nach dem Begriff, SEO-Wissen gefunden.

    Ich bleibe Euch mal eine Weile treu, lasse mir auch die neuen Post´s, auf meine Mail schicken und mache noch ein Lesezeichen. Gruß aus der Pfalz, Rudi

    direkt antworten

    Danke für den ausführlichen Beitrag – du hast recht, ich war erstaunt, wieviele SEO Tools es gibt, die in erster Linie Inhalte und Keywords von konkurrierenden Seiten ziehen. Ich bezweifle ja sehr, dass man damit wirklich erfolgreich sein kann – der derzeit einzig effektive Weg gegen “duplicate content” ist, keinen zu produzieren und selbst zu schreiben :mrgreen:

    Ansonsten gilt bei Big G ja weniger die Regel des stärkeren, sondern wen der Robot zuerst sieht, der ist eben der “Originator”.

    direkt antworten

    Rudi antwortete am 28. September 2008 um 13:20

    Da muß ich Dir recht geben ritchie, deshalb warte ich jetzt lieber erst mal ein wenig bis die Seite im Cache ist, bevor ich den restlichen Text drauf packe.

    direkt antworten

Kommentieren

datenschmutz Fotos

berlin03.jpg berlin13.jpg
Neueste Posts
  • Behaltet euer geistiges Eigentum!
    Jul 3, 2009
    Wer stiehlt hier eigentlich wessen geistiges Eigentum? In diesem Titanic-Text stecken mehr Körnchen Wahrheit als in sämtlichen Studien zu Copyrightverletzungen zusammen. ...
  • Nokia 5800: Konkurrenz fürs iPhone?
    Jul 3, 2009
    Mit Touchscreen, massiv viel Speicher und multimedia-tauglicher Ausstattung präsentiert sich Nokias 5800 als ernsthafte iPhone Konkurrenz. ...
  • Willkommen am neuen Server!
    Jul 1, 2009
    Willkommen am neuen Server - datenschmutz wird ab sofort von einem Quadcore mit 8 Gigabyte RAM angetrieben. ...
  • Gewinn die Linzertorte!
    Jun 30, 2009
    So einfach konnte man noch nie zu einer Original Linzertorte kommen: einfach bis zum 3. Juli @linzerschnitte auf Twitter folgen, und Sie sind bei der Verlosung dabei. ...
  • Blogistan Panoptikum KW26 2009
    Jun 29, 2009
    Jede Menge Spekulationen rund um Facebook, jede Menge Clients für Twitter - das alles und mehr im aktuellen Blogistan-Panoptikum auf datenschmutz! ...
  • Nachruf: Der Moonwalk stirbt mit Michael Jackson
    Jun 26, 2009
    Im Alter von 50 Jahren verstarb Michael Jackson an einem Herzstillstand - paradoxerweise wenige Tage vor der geplanten Comeback-Konzertserie. ...
  • Fake! Youtube-Kinoabend im MuQa
    Jun 24, 2009
    Am 7. Juli lädt die Forschungsgruppe Internet zu einem Youtube-Kinoabend ins Wiener Museumsquartiert - das Motto der Kurzfilmschau lautet "Fake! Realität und Illusion." ...
  • Wenn Playboy-Bunnies Liebe machen
    Jun 24, 2009
    Nicht nur Hugh Hefner hat seine Bunnies - dank diesem personalisierbarem Video kann sich jeder mit Bunny-Liebesgrüßen brüsten. ...
  • Die Vorteile des Online-Einkaufs
    Jun 23, 2009
    Wer schon mal in einer Umkleidekabine belästigt worden ist, weiß die ruhige Abgeschiedenheit des eigenen Wohnzimmers zu schätzen. ...
  • Offset-Visitenkarten aus dem Netz
    Jun 22, 2009
    Logiprint hat sich auf Offset-Druck spezialisert und erlaubt den Upload eigener Visitenkarten-Vorlagen. ...
  • Blogistan Panoptikum KW25 2009
    Jun 22, 2009
    Das Blogistan-Panoptikum ist zurück - nach einwöchiger Pause gibt's mehr zu berichten denn je! ...
  • Sport vs. Drogen: Doping-Doku am Montag auf ATV
    Jun 19, 2009
    Doping ist längst nicht mehr ausschließlich die Domäne von Profi-Sportlern - auch eine Art Vorbildwirkung. Am Montag führt die neue ATV-Doku durch den Doping-Dschungel. ...
  • Romi Szeliga: Humor ist der Knopf...
    Jun 17, 2009
    Der Mitgründer der österreichischen Cliniclowns hielt auf der Identitat09 eine äußerst unterhaltsame Keynote zum Thema Humor und Unternehmen - ich Anschluss an den Vortrag hab ich den Internisten unter anderem nach den physiologischen Auswirkungen des Lachens befragt. ...
  • Geschmacklos identitätsstiftend: Stimmen zur Internetrat-Session
    Jun 16, 2009
    Heute veranstaltet der ÖIR ein Barcamp bzw. Ratcamp an einem hochgeheimen Ort, denn es gilt, unter strengstem Ausschluss jeglicher unkritischen Öffentlichkeit die weiteren Vorgehensweisen zu besprechen. ...
  • Review: Kundenkontakte im Überblick mit ACT!11
    Jun 15, 2009
    ACT!11 präsentiert sich als einsteigerfreundliches Rundum-CRM-Sorglospaket. ...