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Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext

blogstockIch hab bei Dirk die erste methodisch saubere, großangelegte Umfrage zur intrinsischeh Motivation von Alphabloggern gefunden. Die Studie leitet Prof. Dr. Sören zu Fall von der parapsychologischen Fakultät der Bürgeruniversität von Floridsdorf – dieses Stöckchen schnapp ich mir doch glatt.

1. Was war der entscheidende Grund, mit dem Bloggen anzufangen?

Eigentlich wollte ich schon seit Jahren einen aktuellen Online-Pressespiegel für meine diversen journalistischen Veröffentlichungen zusammenstellen; in statischem HTML ist das relativ mühsam, und WordPress erschien mir dabei als geeignetes CMS. Meine erste eigene Online-Publikation war übrigens ein Newsletter zum Thema Napster, Online-Musikdistribution und Co., der damals sogar in der c’t bei den Linktipps erwähnt wurde. (d-news, 1998-2001). Die Jahre davor startete ich gemeinsam mit StudienkollegInnen das „Gray Literature“ Projekt medianexus.net, später dann habe ich eine Weile phpBB verwendet, um auf medianexus.net ein Forum zu betreiben.

Aber die Publikationsform Blog kommt mir bei weitem am gelegensten. Der Name datenschmutz entstand übrigens beim Rumblödeln mit Rudi Lindenhofer in der mobilkom Innovations Abteilung – ich hab damals ehrlichtreu.org und datenschmutz gleichzeitig begonnen und eigentlich nicht vermutet, dass ds recht flott zu meinen „Hauptprojekt“ wird.

2. Hast du ein Lieblingblog?

Nein, nicht eines, sondern eine ganze Latte… und die folgende Aufstellung ist bei weitem nicht vollzählig, diese Blog gehören aber definitiv zu meinen Favoriten: in der deutschsprachigen Blogosphäre Max, Dimido, Georg, Pete, Markus und Metty und im englischsprachigen Rest der Welt schau ich regelmäßig bei Jeremy und Matt rein.

3. Welches Blog hältst du für maßlos überschätzt?

John Chows Blog. Und den Popkulturjunkie.

4. Welches Blog hältst du für total unterschätzt / für zu unbekannt?

datadirt! :mrgreen: Ne, im Ernst: ich halte jedes Blog, dessen AutorIn sein/ihr Herzblut reinlegt, und das weniger als 1.000 Leser am Tag hat, für total unterschätzt. Aber wer dran bleibt und nicht vorzeitig kurzatmig wird, findet auch früher oder später sein Publikum.

5. Wenn du noch mal neu starten würdest, was würdest du ändern?

Ich würde kein deutschsprachiges Blog mehr schreiben, sondern gleich in Englisch beginnen und ein Dual-Language Plugin samt passendem Template verwenden. Damals hab ich mich für deutsch entschieden, weil ich das Blog ja ursprünglich primär als persönlichen Pressespiegel für meine journalistischen Texte verwenden wollte. Allerdings ist die Blogosphäre ein sehr fluides Ding und laufend im Wandel, so was wie ein „ideales Blog“ gibt’s nicht: die Parameter ändern sich laufend, und der beste (imho der einzige Weg), um valide Erfahrungen zu sammeln, ist das gute alte teilnehmende Experiment. Insofern kann ich nur sagen: Ich bereue nix.

6. Würdest du überhaupt noch mal anfangen?

Ja, klar. Das Bloggen hat meine anfänglich recht bescheidenen Erwartungen (siehe Frage 1) bei weitem übertroffen. Und der Spaßfaktor ist mittlerweile sehr gestiegen: in der ersten Zeit ist man ein ziemlicher Einzelkämpfer, aber wenn dann erstmal die Kommentare ins Rollen kommen, wird die Bloggerei gleich dreimal so spannend.

7. Was ist der Lieblingsbeitrag in deinem Blog?

Ich mag meine historischen gap Satire-Kolumnen. Und ich mag jeden meiner Artikel, der viele Besucher anlockt und die Diskussion anregt. :mrgreen:

Weitere Auskünfte über ihre persönlichen Blogger-Experiences erteilen Curi0sities, der Tonnendreher, Jekylla und Neon Wilderness.

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