Alte Burg GmuendHier in ist die Hölle los! Gestern Alpenrallye und Platzkonzert, heute Oktoberfest… und das sind nur die Highlights des öffent­li­chen Veranstaltungskalenders: äußerst beacht­lich für ein 2.600-Einwohner-Städtchen! Allerdings ver­teilt sich der Großteil der Bevölkerung auf die “hin­te­ren Gassen” und umlie­gen­den Häuser: ledig­lich 37 –in-Kärntner haben ihren Hauptwohnsitz am Hauptplatz. Als eine der weni­gen öster­rei­chi­schen Städte kann die­ser nach wie vor dicht machen, denn die ein­zi­gen vier Zugänge füh­ren durch his­to­ri­sche Stadttore.

Stadtführung im Gmünd
Vor dem Gmünder Stadttor

Das hat damit zu tun, dass Gmünd in grauer Vorzeit zum Bistum Salzburg gehörte, und den erz­bi­schöf­li­chen Geo-Strategen war eine befes­tigte Siedlung aus­ge­spro­chen wich­tig. All dies und noch viel mehr erfuh­ren wir heute von Isolde Schaubach, der char­man­ten Leiterin unse­rer Stadtführung 2.0. Weitere Gmünd Trivia:

  • Es gibt in Gmünd kein Hotel. Pensionen, Gasthöfe und Privatunterkünfte gibt’s genug, aber eben kein Hotel.
  • Die Stadtväter betrei­ben ein Atelier — Künstler kön­nen sich bewer­ben und zwei Monaten gra­tis in Gmünd woh­nen und arbei­ten, der­zeit ist eine junge Bildhauerin aus Montenegro bild­haue­risch zu Gast.
  • Die wurde lie­be­voll restau­riert, eines der größ­ten Probleme bestand im Abtransport der Schuttmengen, die sich im Lauf von zwei Bränden und einem Erdbeben ange­sam­melt hat­ten. Freiwillige Helfer trans­por­tier­ten Schubkarre und Schubkarre ab, bevor mit den eigent­li­chen Renovierungsarbeiten begon­nen wer­den konnte.

Nach der Stadtführung gab’s aus­ge­zeich­nete Blogsuppe, her­vor­ra­gende Spätzle und Eis mit Rumpflau­men, einen Burgrundgang.

Soeben beginnt der inhalt­li­che Teil des Bloggertreffens — aber allein schon für den Stadtrundgang und die Burgführung hat sich die Anreise aus­ge­zahlt. Ulrich spricht gerade über “Internette Dörfer” und die Abbildung dörf­li­cher Info-Strukturen in kom­ple­xen Geo-Informationssystemen: ein hoch­span­nen­des Thema, denn bereits seit 2001 beschäf­tigt sich Tao.at mit dem Thema “vir­tu­el­les Dorf”.

PS: ges­tern Abend war’s auch aus­ge­spro­chen nett — Luk hat mich in mei­nem Zweitlieblings-LaFraise-Shirt abge­schos­sen; das neue und abso­lut geniale Darth Vader Shirt hab ich lei­der knapp ver­passt, es war nach weni­gen Stunden aus­ver­kauft (kein Wunder!).