Komatrinken hat die­ser Tage einen schlech­ten Ruf, der wohl aufs Trinken gene­rell abfärbt. So lei­det wohl die Einnahme anti­al­ko­ho­li­scher Erfrischungen ganz gewal­tig — warum müsste sonst eine nicht genannt wer­den sol­lende öster­rei­chi­sche Versicherung gemein­sam mit einem Wasserabfüller ganz­sei­tige Inserate mit einer ein­deu­ti­gen Botschaft schal­ten? Die lau­tet übri­gens: Trinkt! Mehr! (Wasser.) Wasser sei gesund und eine wich­tige Basis für ein gesun­des Leben. Stimmt — so ganz ohne wär das Leben ratz­fatz vor­bei. Was mich aber maß­los wun­dert, ist die emp­foh­lene “Tagesdosis”: wie die nach­ste­hende erör­tert, wer­den 1,5l pro Tag und Nase als aus­rei­chend erachtet:

trink

Also wenn ich da an mei­nen per­sön­li­chen Flüssigkeits-Intake denke, dann habe ich das Gefühl, dass ich bei nur 1,5 Litern Wasser ver­durs­ten täte. Und zwar ganz schön schnell. Nehmen wir mal einen typi­schen Tag her: Da wäre mal das Glas Wasser nach dem Aufstehen (0,25l), der große Frühstücks Cafe Latte (0,5l) mit einem wei­te­ren Glas Wasser (0,25l), also hätte ich 2/3 der Tagesdosis bereits intus, bevor ich meine E-Mails che­cke. Aber am Vormittag geht’s wei­ter mit 1 – 2 Gläsern (0,5l) plus min­des­tens 1/2 Liter Wasser oder gesprit­zen Fruchtsaft zum Mittagessen. Bis am Abend werden’s dann noch­mal 2 – 3 Gläser (0,5 Liter), und spä­ter folgt dann ent­we­der ein Liter grü­ner Tee, 1 Liter Wasser oder 2 – 3 Bierchen (je 1l) oder ent­spre­chend mehr, falls ich vor­her trai­nie­ren war. Das macht dann zusam­men 3,5 Liter Wasser pro Tag, und zwar sehr kon­ser­va­tiv gerech­net. Warum ich die­ses in Form von über­mi­ne­ra­li­sier­tem H20 aus häss­li­chen und umwelt­be­las­ten­den Plastik-Gebinden zu mir neh­men sollte, wo in doch bes­tes stei­ri­sches Hochquellwasser aus der Leitung rinnt, wird mir auf ewig­lich ein Rästel blei­ben. Aber 1,5 Liter? Sagt so die Ernährungswissenschaft? Gibt’s Menschen, die so wenig trin­ken? Oder sauf ich bloß wie ein Loch? Fragen über Fragen… wie hal­ten Sie’s mit der Flüssigkeitsaufnahme, hoch­ver­ehrte Leser und Leserinnen?