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Timetracking: Zeit sparen beim Zeiterfassen

08.09.2008, geschrieben von Ritchie Blogfried Pettauer, 19 Kommentare

zeiterfassung Timetracking: Zeit sparen beim ZeiterfassenDie für meine Kunden-Verrechnungen erle­digte ich bis­her via Open Office Sheet, was sich eigent­lich recht gut mana­gen lässt. Vor kur­zem habe ich aller­dings nach einer ein­fa­chen Lösung gesucht, die es mir ermög­lich, eigene Projekte wie daten­schmutz mög­lichst genau in Subaufgaben zu zer­le­gen (Recherche, Posten, Programmieren etc.) und diese sta­tis­tisch zu erfas­sen, zudem sollte die Eingabe mög­lichst zeit­spa­rend von der Hand gehen. Ich habe zuerst ein Weilchen über­legt, ob ich eine web­ba­sierte Lösung wie tsheets ver­wen­den soll oder doch eine offline-Software.

Da ich die Jobs, die ich tra­cken möchte, ohne­hin so gut wie aus­schließ­lich am eige­nen Rechner erle­dige, habe ich mich für zwei­te­res ent­schie­den und zwei ver­schie­dene Lösungen mit recht unter­schied­li­cher Oberfläche getes­tet. Klassische Projektmanagement-Software zählt näm­lich nicht zu mei­nen bes­ten digi­ta­len Freunden und ist für One-Man-Shows meist ohne­hin gra­vie­rend über­di­men­sio­niert — da leis­tet mir ein peni­bel struk­tu­rier­tes txt-File in Kombination mit Kalender– und Kontaktverwaltungssoftware bes­sere Dienste: diese Kombination pro­du­ziert für mei­nen per­sön­li­chen Arbeitsstil das beste Verhältnis zwi­schen Effizienz und orga­ni­sa­to­ri­schem Overhead. Die fol­gen­den zwei Freeware-Lösungen pas­sen dage­gen feature-technisch genau zu mei­ner Vorstellung von :

Time-Tracking-Tool

Auf das Time-Tracking-Tool bin ich bei Exanto.de gesto­ßen. Die Software wurde in Java geschrie­ben, resi­diert unter Windows im Taskbar (funk­tio­niert aber OS-übergreifend) und lässt sich via Shortcut zeit­spa­rend bedie­nen. Einzelne Hauptaufgaben kön­nen Subtasks besit­zen, ver­schie­dene Statistik-Views sor­gen für Über­blick. Sympathischerweise setzt ttt auf “vie­wable” Files: sämt­li­che Aufzeichnungen kann man mit einem her­kömm­li­chen Texteditor betrach­ten und ver­än­dern. Automatische Backups sowie eng­li­scher und deut­scher Sprachsupport run­den den Feature-Umfang ab.

ttt-screen

In der Praxis funk­tio­niert ttt beim Anlegen von Tasks und bei der voll­kom­men rei­bungs­los. Vermisst habe ich aller­dings das Feature, die gespei­cher­ten Datenfiles mit einem Texteditor zu bear­bei­ten: TTT spei­chert die Daten im Hex-Formaten, mit csv-Format läuft da gar nix — gerade die­ses Feature halte ich in punkto Portabilität für sehr wich­tig, im Handbuch habe ich dies­be­züg­lich keine Informationen gefunden.

Klok — per­so­nal made easy

Klok benö­tigt Adobe AIR (aber das haben Windows-User wegen Thwirl ohne­hin längst instal­liert :mrgreen:) und besticht auf den ers­ten Blick durch seine optisch gelun­gene Oberfläche. Das Programm ent­stand im Rahmen eines AIR-Programmierwettbewerbs und wurde anschlie­ßend vom Autor als Freeware ver­öf­fent­licht. Ein intui­ti­ves Drag-and-Drop Interface, die Möglichkeit, Projekte und Subprojekte in belie­bi­gen Hierarchien anzu­le­gen und die ele­gante Taskbar-Integration spre­chen für Klok.

klokscreen Timetracking: Zeit sparen beim Zeiterfassen

Im Praxistest aller­dings funk­tio­nierte bei mir das wich­tigste Feature nicht: in der mini­mier­ten Programmansicht sollte es mög­lich sein, der ein­ge­bau­ten Stopp-Uhr mit­zu­tei­len, an wel­chem Projekt man gerade arbei­tet — bedau­er­li­cher­weise bliebt die Dropdown-Box in mei­nem Fall auch nach dem Eintragen etli­cher Projekte gäh­nend leer:

klokmini Timetracking: Zeit sparen beim Zeiterfassen

Vielleicht ein Bug auf­grund eines AIR-Updates — schade, damit schei­det Klok für aus. Die Oberfläche wäre zwar sehr ansehn­lich, Drag and Drop funk­tio­niert ordent­lich: aller­dings feh­len mir in der höchs­ten Zoomstufe der Kalenderansicht eine Minutenskala und die Möglichkeit, Statistiken nicht nur als Kreisdiagramme auszugeben.

Fazit: Verbesserungspotential beim Zeiterfassen

Die eier­le­gende Zeit-Tracking-Sau konnte ich unter den bei­den Freeware-Tools nicht aus­ma­chen: Klok wär hüb­scher, aber die Schnelleingabe funk­tio­niert nicht Das Time-Tracker-Tool ver­rich­tet brav seine Dienste, nur las­sen sich die gespei­cher­ten Files in ande­ren Programmen nicht ver­wen­den. Aber bis die “Time Tracker Klok” mit den Vorzügen bei­der Programme ver­füg­bar ist, werde ich wei­ter­hin ttt verwenden.

legotracking Timetracking: Zeit sparen beim ZeiterfassenDaher eine Frage an die selb­stän­di­gen –Unternehmer in mei­ner hoch­ge­schätz­ten Leserschaft: wel­che Time-Management-Lösungen ver­wen­den Sie? Da gibt’s ja die lus­tigs­ten Möglichkeiten, wie zum Beispiel die­ses groß­ar­tige Kolumne von Michael Hunger über Timetracking mit Lego-Steinchen zeigt (beson­ders gut geeig­net für hap­ti­sche Typen, siehe auch Cafe Autism).

Sorry, there are no polls avail­able at the moment.

Über Hinweise auf gelun­gene Software-Lösungen freu ich mich natür­lich… wie gesagt: das Gelbe vom Ei hab ich bis­her noch nicht gefunden.

Downloads:
Time Tracker Tools (Java 1.5 erfor­der­lich)
Klok (Adobe AIR erforderlich)


Fotocredits
Titelfoto: Zeitreise von Geralt / pixelio.de

 

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Bisher haben meine Lieblingsleser 19 Kommentare zu "Timetracking: Zeit sparen beim Zeiterfassen" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • E. S. Identicon Icon

    Hallo und vie­len Dank vorab ein­mal für die Vorstellung der Programme. Ich habe, trotz des ver­meint­li­chen Bugs Klok instal­liert und aus­pro­biert. In der Tat ansehn­lich! Bug? Ja, aber nur ein klei­ner. Die Drop-Downbox bleibt so lange leer, bis über ein Projekt keine Zeiterfassung statt­fin­det. Sobald man auf dem Hauptbildschirm ein­mal die Zeit erfasst hat für ein Projekt, erscheint das Projekt auch im Dropdown-Menü.

    Viel Spaß!

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  • Luca Identicon Icon

    Sowas habe ich gesucht.

    Kann E.S. nur zustim­men. Klok funk­tio­niert bei mir auch sobald man in der Projektansicht ein­mal auf “work on” geklickt hat. Allerdings tritt der Fehler nach jedem Programmstart erneut auf. Schade, aber für mich kein all­zu­gro­ßes Hindernis.

    Man kann nur hof­fen, dass Klok wei­ter­ent­wi­ckelt wird.

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  • Luca Identicon Icon

    Gerade gese­hen, dass vor 5 Tagen die Beta für 1.5 erschie­nen ist. Leider unter Vista nicht nutz­bar. http://agileui.blogspot.com/20.….-beta.html

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  • Alex Identicon Icon

    Also ich würde dir Kimai emp­feh­len. www.kimai.de

    Vorteile:
    Über­all ver­füg­bar (web­ba­siert), Multi-User, Multi-Gruppen fähig, schnel­les AJAX Interface, Opensource, opti­mal für Designer, Programmierer, Agenturen usw.

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  • Luca Identicon Icon

    @Alex
    Und wenn ich ein­mal kei­nen Zugang zum Netz habe? Klok ist klein und fein und immer, wenn ich arbeite -> am Laptop sitze verfügbar.

    Sieht aber den­noch nett aus. Vielleicht für ein grö­ße­res Projekt.

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    ritchie Identicon Icon

    t-sheets waer ja gar nicht schlecht, aber genau aus die­sem Grund wollte ich eben auch ein offline-Tool nutzen.

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  • Michael Kamleitner Identicon Icon

    Mit die­ser Frage habe ich mich Anfang des Jahres auch rum­ge­schla­gen… die Zeiterfassung per Google Spreadsheet war mir zu müh­sam & unge­nau, v.a. weil meine arbeits­zei­ten stark frag­men­tiert sind (20min da, 5 min dort etc.).

    Recht gut gefal­len hat mir www.rescuetime.com, wel­ches als lokale App im Hintergrund läuft, und anhand der jweils im Fokus lau­fen­den Applikation auto­ma­tisch mit­log­ged. Mit die­sem System wer­den zwar unter­schied­li­che Tätigkeiten (“Development”, “Recherche”, “Office”…) ganz gut autom. erkannt, aber eine Trenung nach Projekten is tna­tür­lich nicht möglich.

    Letztlich hab ich mir eine eigne kleine Webapp gebas­telt, mit der ich quasi wie mit einer Stoppuhr jweils mit 1 Klick angebe an wel­chem Projekt ich grade arbeite. Die gra­fi­sche Auswertung geht dann ganz von selbst und minuten-genau… man muss sich nur mal die Disziplin zum drü­cken der “Stoppuhr” angewöhnen… ;)

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  • Michael Kamleitner Identicon Icon

    aja, screen­shot, falls jemand aus­pro­bie­ren will…

    http://www.flickr.com/photos/subflx/2838994731/

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    ritchie Identicon Icon

    Klingt gut, das werd ich mir mal nae­her ansehen.

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  • Relateme Identicon Icon

    Also ich weiß nicht ob Dir unser Tool dabei was hel­fen kann, denn so wie es jetzt ist, basiert die “Stundenabrechnung” auf der Basis von Ereignissen.

    Also Kunde ruft an, im Ereignis (Event) wird das Telefonat ein­ge­tra­gen (lauf­zeit) und kann nach­träg­lich dann ver­rech­net wer­den.
    http://vimeo.com/1203712?pg=embed&sec=1203712
    Die ers­ten 1,4 Minuten reichen.

    Oder man war bei Kontakt was erle­di­gen (Vorortbesuch) trägt nach­her beim Event ein wie lange man dort war.

    So wie es jetzt ist, ist es nicht Projekt son­dern Kontaktbezogen.

    Das Tool ist sowohl als Onlinversion als auch als Downloadversion für den eige­nen Webserver oder XAMP Version bis zu 3 Mitarbeiter kostenlos.

    WIR SIND ABER NOCH BETA!!! Die Downloadversion noch mehr BETA als die Onlineversion. :)

    Der Vorteil der Beta ist aller­dings, wenn Du defi­nie­ren könn­test was und wie genau Du es haben möch­test könn­ten wir das noch mit rein coden. Solange es nicht zu auf­wen­dig (kom­pli­ziert) wird. Aber Dinge wie Stoppuhr mit­lau­fen las­sen und beim Projekt mit abspei­chern wäre jetzt kein gro­ßes Ding.

    Vielleicht hast ja lust mal rein zu schnuppern.

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    ritchie Identicon Icon

    Mach ich nach dem Urlaub mit Sicherheit… per­so­nen­be­zo­gene Abrechnung find ich eine inter­es­sante Idee.

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  • Martin Identicon Icon
    Martin sagte am 9. September 2008 um 16:01

    Komisch, muss grad ein irrer Bedarf danach sein, habe vor einer Woche mir ebenso die Finger wund gegoo­gelt, habe dann aller­dings zu einer Shareware gegrif­fen weil die Freeware-Tools da alle irgendwo Ihre Mängel haben.

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  • Martin Leyrer Identicon Icon

    Unter Windows leis­tet mit PTM, Personal Task Manager recht gute Dienste.

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  • Peter Identicon Icon

    Im Endeffekt sollen/wollen diese Tools ja die Effizienz stei­gern. Dazu gabs in der Businessweek kürz­lich einen inter­es­san­ten Artikel über ein IBM-Projekt. Dort wer­den mathe­ma­ti­sche Modelle der ArbeiterInnen ange­legt indem prak­tisch alles getra­cked wird um dann Arbeitswege zu ver­än­dern, bzw effi­zi­en­ter zu gestal­ten. Erinnert mich irgend­wie an Taylorismus 2.0
    http://www.businessweek.com/ma.….904806.htm
    Werde mir jetzt mal die Tools anse­hen. Wahrschienlich wirds an mei­ner Disziplinlosigkeit schei­tern. Ich habe die bes­ten Erfolge mit einem lee­ren Zettel und einem Stift gemacht.

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    ritchie Identicon Icon

    Nicht zusaetz­li­chen Verwaltungsoverhead zu schaf­fen ist tatsa­ech­lich die Haupt-Herausforderung. Der gute alte Zettel wird defi­ni­tiv unterschaetzt.

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  • Daniela Identicon Icon

    Hallo zusam­men,
    wir haben den Xpert-Timer ent­wi­ckelt. Er ist aus der Situation her­aus ent­stan­den, dass der Chef andau­ernd wis­sen wollte, was man denn jetzt schon wie lange an wel­chem Projekt gear­bei­tet hat. Wir haben der Über­sicht­lich­keit hal­ber auch eine Zeitleiste ent­wi­ckelt wor­auf man immer die Laufende Projektzeit sehen kann. Und es han­delt sich um eine offline-Applikation. Also quasi fast sie Eierlegende-Zeit-Tracking-Sau :)

    Liebe Grüße aus dem Süden!

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    ritchie Identicon Icon

    Das Programm sieht sehr mäch­tig aus — werd ich dem­nächst mal tes­ten, außer­dem hab ich die Seite verlinkt.

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  • Bene Identicon Icon

    Hallo,

    auch ich habe viel Zeit in die Suche inves­tiert und habe zeit­weise schon gedacht es gibt fast keine Offline-TimeTracking Lösungen. Dass dem nicht so ist, sieht man unter http://sourceforge.net/softwar.….rm_cat=587 . Ich finde http://sourceforge.net/softwar.….rm_cat=587 sieht recht viel­ver­spre­chend aus

    Grüße
    Bene

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  • Bene Identicon Icon

    Hi,

    ich noch­mal.
    Der letzte Link ist http://sourceforge.net/projects/timecult/

    Grüße
    Bene

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