Blogparade: Was mit einer Million Euro machen?

bpmillion

Blogparade: 1 Million EuroBlogistan ist groß und doch ein Dorf. Gabaretha, die Autorin von Mach das Beste aus deinem Leben! habe ich über die BC-Gruppen Weblogs in German language kennen gelernt (neue Mitglieder immer willkommen!) und im dortigen Diskussionsforum auch von ihrer aktuellen Blogparade erfahren. Was würdest Du in Deinem Leben verändern oder verbessern, wenn Du jetzt (sofort) über eine Million (1.000.000) EURO frei verfügen und entscheiden könntest? lautet die geradezu klassische Frage. Und unter den bisherigen Teilnehmern bin ich dann auf Meister Yoda gestoßen, der eine sehr altruistische Antwort gibt:

Das Nächstliegende wäre nun, die fiktive Million Euro zu nehmen und sehen, was ich damit alles anstellen könnte. Stattdessen würde ich wohl das Geld verschenken, um so zu bleiben, wie ich bin: einfach gestrickt und meist freigiebig und mehr oder weniger wohlgesinnt. Ich müsste aber darauf achten, dass ich das Geld sofort verschenke, bevor mein Ego überhaupt bemerkt, was da abgeht. Ansonsten würde ich es nicht mehr hergeben, wegen der Gier.

Gaba stellt in ihrem ursprünglichen Beitrag einige weitere Fragen rund ums Thema Geld, etwa ob es glücklich mache. Ich denke, man muss dieses Thema eher von der umgekehrten Seite her betrachten: zu wenig Geld zu haben, macht unglücklich. Was dieses „Zuwenig“ sein mag, liegt nur bis zu einem gewissen Grad im Auge des Betrachters: Grundbedürfnisse, soziale (medizinische) Versorgung, Wohnung und dergleichen sind ein Luxus, der nach wie vor nur einem vergleichsweise geringen Teil der Weltbevölkerung in vollem Ausmaß zugute kommt. Ich selbst bin in der glücklichen Situation, genug Geld zu verdienen, um mir alles leisten zu können, was ich haben möchte. Außerdem bin ich mit meinem Consulting/Blogging-Business in der ausgesprochen glücklichen Situation, dass ich zwar viel arbeite, aber genau das tue, was mir Spaß macht: Glauben Sie mir, so macht sich niemals abendliche Erschöpfung breit :mrgreen:

Die Frage an sich mag für mich ein wenig fiktiver sein als für manche andere, immerhin bin ich ja schon mal unerwartet zu einer größeren Geldmenge gekommen. Mit den 75k Euro, die ich vor einigen Jahren bei der österreichischen Ausgabe der Millionenshow gewann, hab ich unter anderem eine Menge Bücher und mein Motorrad gekauft, außerdem gab das Geld speziell in den ersten Jahren der Selbständigkeit eine gewisse Sicherheit, die manche Entscheidung erleichterte: auch wenn es de facto niemals nötig war, um mich „über Wasser zu halten“. Aber nun zurück zur Hauptfrage:

Was würde ich mit einer Million Euros machen?

Meine Freundin bekäme einen fabriksneuen Alfa mit zu vielen PS, für mich gäb’s wohl eine VMAX 2009 und für uns beide ein Häuschen in der Nähe von Pula. Natürlich müsste eine phatte Party veranstaltet werden und ich würd ausgiebig Geschenke für meine Freunde shoppen. Einen Teil des Geldes ginge an nationale und internationale Hilfsorganisationen, und den Rest sollte ich möglicherweise bei der derzeitigen lieber in Aktien von mit gesunkenen Produktionsbetrieben investieren, anstatt eine Latte von staatlich gedeckten Sparkonten zu eröffnen, aber das müsste ich mir noch genauer überlegen.

Neue PC-Hardware steht nicht auf der Liste, immerhin hab ich mir grad eine Luxus-Workstation zugelegt. Einer gravierenden Aufrüstung unterzogen würde dagegen meine digitales Foto- (Leica!) und Videoequipment. Es dürfen aber keine zu großen Geräte sein, denn die komplette Ausrüstung muss inklusive Laptop in einen gepolsterten Rucksack passen. Mit dem und einem Trolley würde ich mich dann nämlich ein Jahr lang auf die Reise rund um die Welt machen, mir alle möglichen Konferenzen, Barcamps und New Media Venues anschauen, filmen und auf datenschmutz bzw. datadirt drüber berichten. Tja… und nach dem einen Jahr würd ich dann wieder genau dort weitermachen, wo ich dank der Million und der Weltreise aufgehört hätte, um einen ganzen Schatz an finanziell nicht auf zu wägenden Erfahrungen reicher.

Neun Blogger haben bislang insgesamt mit geträumt, auf weitere Beiträge (vor allem von den SEO-Bloggern, die sich über ein zweistelliges „Blogeinkommen“ einen Hax’n ausfreuen) wär ich neugierig. Die bisherigen Paradenteilnehmer: Feel better Blog, Bluetime, Pontifex Maximus, Der Kolumnenknaller, Chakra Balance Blog, Kopfchaos, Yoda’s Blog, Zentao und jréne.

7 comments
Sylvia
Sylvia

Ich finde, die Blogparade sollte noch einmal gestartet werden. Denn mittlerweile habe ich SO viele Ideen, in die ich investieren würde, dass eine Million wohl nicht ausreichen würde :-)

Bernd@Eigentumswohnung
Bernd@Eigentumswohnung

Also so uneigennützig wie Yoda wäre ich wohl nicht. Ich würde eher den anderen Weg gehen, wie wohl die meisten. Ein nettes Häuschen im Grünen oder im Süden, ein schickes Auto und den Rest ganz gut anlegen:-)

Mr. Kostenlos
Mr. Kostenlos

1.000.000€ ? Ich glaube ich würde nicht viel anders machen. Vieleicht würde ich mir 2 Freundinnen leisten, statt derzeit nur einer. :cool:

ritchie
ritchie

Hast du keinen Tipp im Katalog für kostenlose Freundinnen? :cool:

Gaba
Gaba

Lieber Ritchie, vielen Dank für Deine Gedanken und Deine Meinung. Was mir aus Deinem Beitrag quasi "ins Gesicht springt" ist Deine entspannte Einstellung zum Thema Geld. Einer meiner Leitsätze ist: "Entspannung hilft immer!" - und Deine Worte seh ich als deutliches Indiz, dass die Entspannung auch beim Geld angenehme und gute Ergebnisse hervorbringt. Ich freue mich, dass ich Dich durch diese Blogparade ein Stückchen kennenlernen darf und werde Dich und Deinen Blog ab jetzt öfter "heimsuchen". Vielen Dank fürs Mitmachen, Alles Liebe, Gaba

ritchie
ritchie

Danke für die netten Worte! Und ja, du hast da sehr recht: mein Verhältnis ist wirklich eher entspannt - bin ganz deiner Meinung :wink:

ritchie
ritchie

Und so schnell kann's gehen - laut Spammail (soeben durch den Filter gerutscht) hab ich gerade 2 Mio US-Dollar gewonnen :twisted: