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Viral.Marketing: Neckermann lässt die Glocken läuten

11.12.2008, geschrieben von , 22 Kommentare

neckerlogo 1229015456 Viral.Marketing: Neckermann lässt die Glocken läutenCastings sind out, bei der aktu­el­len –Weihnachtskampagne lässt der Versandhändler die eige­nen Mitarbeiter stimm­ge­wal­tig zu Wort kom­men, denn die sin­gen für alle (zukünf­ti­gen) Kunden ein Weihnachtslied. Bei der Verbreitung des Videos setzt man auf den –Effekt: denn jedes Einladungs-E-Mail, das über die NeckerBells Seite vers­schickt wird, erhöht den Counter so lange, bis 500 Geschenke für “Lichts ins Dunkel” gesam­melt sind.

Aufgenommen wurde der Clip in der Murmetropole Graz, wo Neckermann sein Hauptquartier hat. Für die Umsetzung ist die mart­rix zustän­dig. Die betref­fen­den Einladungen kön­nen direkt über die Landingpage ver­schickt wer­den, auf Wunsch auch an mehr als eine Adresse. Obwohl die erst Anfang Dezember begann, wur­den bis­her bereits 353 Packerl gesam­melt — also kann man getrost davon aus­ge­hen, dass der volle 500er bis locker noch erreicht wird. Und so sieht der Clip aus:

0 Viral.Marketing: Neckermann lässt die Glocken läuten

Mir gefällt die Kampagne, weil Neckermann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: zum einen haben die betei­lig­ten Mitarbeiter ein Erinnerungsvideo, zum zwei­ten signa­li­siert der Auftraggeber sozia­les Bewusstsein, indem er den Fokus auf den Spendenaspekt legt und auf Hochglanzvideos verzichtet.

mitarbneck 1229015552 Viral.Marketing: Neckermann lässt die Glocken läuten

Generell scheint Neckermann gerade dabei zu sein, die Netzaktivitäten zu ver­stär­ken: natür­lich liegt für einen Versandhändler der Sprung ins Netz extrem nahe, schließ­lich ändert sich der Touchpoint zum Kunden, wäh­rend die Logistik im Wesentlichen die glei­che bleibt. Neuerdings kön­nen die Bewohner der Virtual Papermint in gewohn­ter Umgebung ein­kau­fen, auch der eige­nen Online-Shop wurde über­ar­bei­tet und bie­tet unter ande­rem Live-Einkaufsberatung.

In die­sem Sinne also kann zwi­schen allen den Superpokes und Social-Network-Notifications eine kleine Werbemail für den guten Zweck nicht scha­den — hier geht’s zur Gratis-Spende.

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Bisher haben meine Lieblingsleser 22 Kommentare zu "Viral.Marketing: Neckermann lässt die Glocken läuten" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • Florian Identicon Icon

    Eine schöne Idee zu Weihnachten…

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 12. Dezember 2008 um 1:59

    Ja, find ich auch — und ein schö­nes Beispiel dafür, dass Viral Marketing durch­aus nicht nur mit wit­zi­gen Clips funktioniert.

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  • tobi Identicon Icon

    Ich weiß nicht so recht was ich davon hal­ten soll.

    Für mich sieht das eher nach E-Mail-Adressen sam­meln unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit aus.

    Ich habe auf jeden Fall mal mit­ge­macht und bin gespannt, ob meine Adresse spä­ter doch noch für etwas ande­res Verwendung findet ;-)

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  • Martin Ladstätter Identicon Icon
    Martin Ladstätter sagte am 12. Dezember 2008 um 16:17

    Also ich finde so was eher absto­ßend. Neckermann zeigt mei­ner Meinung nach dadurch kein “sozia­les Bewusstsein ” indem es Geschenke für die umstrit­tene ORF-Aktion Licht ins Dunkel Geschenke sammelt.

    Für mich wäre es viel glaub­wür­di­ger, wenn die Ihre Webseite mal bar­rie­re­freier machen würde.

    Wer mal einen ande­ren Blick auf Licht ins Dunkel wer­fen will, schaue auf den Karikatur-Adventkalender 2008.

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 12. Dezember 2008 um 17:11

    Die Karrikaturen sind ja groß­ar­tig! Vor allem das Thomas Quasthoff Portrait find ich wahn­sin­nig gut.

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  • Curt Simon Harlinghausen Identicon Icon

    Erst Lidl, dann Neckermann.
    Das kann man sei­nen Mitarbeitern doch nicht antun.
    Und was ist da Viral dran? Das ist doch Mass Decolaboration.

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 12. Dezember 2008 um 17:12

    Naja, antun — was ist daran so schlimm? Und ich find’s ein­deu­tig bes­ser, so eine Aktion zu star­ten, als Fernsehspots zu schal­ten; über LiD kann man natür­lich dis­ku­tie­ren, aber wenn man zu lange dis­ku­tiert, hält einen das halt auch vom Handeln ab.

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  • Torsten Identicon Icon

    Kommt ein deut­scher Tourist in Pattaya aus dem Flieger. Sagt der Thai zu ihm “du auch gei­les Neckelmann”…

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  • Curt Simon Harlinghausen Identicon Icon

    Hi Ritchie,

    man sollte als Werber nur auf­pas­sen, das man
    virale Aktionen nicht zu offent­sicht­lich pus­hed :wink:

    Generell gebe ich Dir recht das Penetration nicht
    mehr Zeitgemäß ist. Sensation weni­ger Streuung
    ver­ur­sacht und kos­ten­ef­fi­zi­en­ter ist. Zudem natür­lich
    auch authentischer.

    Aber ein vira­ler Effekt kommt dann doch nur zu Stande,
    wenn jemand emo­tio­nal ein­ge­fan­gen wird. Es also lus­tig,
    trau­rig, fas­zi­nie­rend, empö­rend, skan­da­lös oder nur
    erschre­ckend ist. Das alles trifft hier auf die Aktion
    nicht zu.

    Das Video ist schon zu pro­fes­sio­nell gemacht. Der Ton
    zu sehr bear­bei­tet. Es gibt keine Ecken und Kanten.
    Es soll halt eine nette Aktion sein. Aber das wird
    nicht den Buzz bringen.

    Schönen Gruß nach Österreich …

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  • Curt Simon Harlinghausen Identicon Icon

    Übri­gens direkt ant­wor­ten geht lei­der nicht.
    Da hat das WP PlugIn ein Problem …

    Sorry, there was an error. Please enable JavaScript and Cookies in your brow­ser and try again.
    Status:

    document.write(‘JavaScript is enabled.’);JavaScript is disa­bled.
    PHP detects that coo­kies appear to be enabled.

    This mes­sage was gene­ra­ted by WP-SpamFree.
    If you feel you have recei­ved this mes­sage in error (for example if both sta­tu­ses above indi­cate that JavaScript and Cookies are in fact enab­led and you have tried to post several times), please alert the aut­hor of this blog, and let them know they need to view the Technical Support infor­ma­tion.

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 16. Dezember 2008 um 11:45

    Danke für den Hinweis! Welches OS / wel­chen Browser ver­wen­dest du?

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  • asteinhaus Identicon Icon

    Ich finde es gut, wenn ein Unternehmen mit Viral Marketing zu Spenden auf­ruft. Eine ähnli­che Aktion fin­det man bei www.wunschkugeln.de
    Als Dankeschön für die Spende bekommt man den spe­zi­ell für diese Aktion gesun­ge­nen Weihnachtssong “Christmas every day” als mp3. Bei last.fm kann man den Song als Stream kom­plett anhö­ren: http://is.gd/aeTI

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  • Sara Lisa Identicon Icon

    Bin da grad nach dem Durchlesen der Kommentar etwas zwie­späl­ti­ger Meinung. Zum Einen find ich die Idee gut, an Weihnachten was Gutes zu tun hat noch nie­man­dem gescha­det. Ich hab auch gleich ein paar Adressen ein­ge­tra­gen und hier liegt eben der andere Punkt. Es sieht schon auch stark nach Adressen-Sammeln aus. Hoffen wir mal, dass hier wirk­lich nur alles im Guten ver­wen­det wird, denn Neckermann zählte immer zu den sym­pa­thischs­ten Versandhäusern für mich.

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 16. Dezember 2008 um 11:47

    Die Aktion wird von einer seriö­sen Agentur durch­ge­führt — da muss sich wegen der Adress-Sammlung keine Sorgen machen. Aber ein dies­be­züg­li­cher Hinweis auf der Landing Page wär natür­lich gut.

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  • Denker Identicon Icon

    Für sowas bin ich gar­nicht zu haben. in der heu­ti­gen zeit wir auch herr necker­mann sei­nen pro­fit aus den adres­sen ziehen.…

    spen­det lie­ber direkt, wie z.b. www.baerenherz.de , das ist alle mal bes­ser als die necker­mann aktion.…

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  • Vincent Identicon Icon

    Die armen Mitarbeiter, die zu sowas ver­don­nert wer­den — denn wer singt schon gerne frei­wil­lig vor Deutschland. Ich denke es sollte jedem selbst über­las­sen wer­fen.
    Dazu kommt, dass ich auch bezweifle, dass man nicht selbst sei­nen Profit draus zieht, denn sonst würde sich solch eine Aktion wohl nicht lohnen.

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 16. Dezember 2008 um 11:47

    Ich glaub nicht, dass jemand dazu gezwun­gen wor­den ist.

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  • Aufschnürer Identicon Icon

    Hauptsache effi­zi­ent Werbung gemacht. Wer sind schon die Mitarbeiter?… :???:

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 16. Dezember 2008 um 11:49

    Also das seh ich grund­sätz­lich etwas anders! Ist doch nix dabei, die eigene Firma zu rep­re­sen­ten. Wenn man den Arbeitgeber nicht mag und/oder sich geniert, dann sollte man sowieso den Job wech­seln. Mit die­ser europäisch/deutschen “arme Arbeitnehmer, die sol­len auch noch sin­gen” Mentalität kann ich gar nix anfangen.

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  • Horst Identicon Icon

    Dass eMail-Adressen gesam­melt wer­den, ist für den Zweck einer “klas­si­schen” Landingpage bei­nahe nor­mal. Jede Marketing-Kampagne hat einen Sinn — wich­tig ist, dass ein Missbrauch ver­hin­dert wird und da sehe ich in die­sem Fall keine Probleme. Es wird ja nie­mand zur Datenangabe gezwun­gen — folg­lich gibt es keine Gründe sich beschweren.

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 25. März 2009 um 14:45

    Ja, das seh ich ganz genauso.

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  • Gründer Identicon Icon
    Gründer sagte am 19. November 2010 um 19:27

    Ich kann Horst und Ritchie nur zustim­men. Sobald Einrichtungen gegen Missbrauch geschaf­fen sind, steht dem Konzept doch nichts mehr im Wege. Ansich ein wer­be­tech­nisch klu­ger Schachzug von Neckermann. Ein moder­ner Weg ist im Marketing heute Voraussetzung, um für Aufmerksamkeit zu sor­gen. Solange also kei­ner zur Datenabgabe gezwun­gen wird, gibt es doch nichts zu bean­stan­den. Neckermann will Publicity und die haben Sie zumin­dest in die­sem Blog bekommen :-)

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