Uri Gellers next Zaubermodel

Next Uri Geller

Next Uri GellerWo Uri Geller auftaucht, häufen sich die unerklärlichen Phänomene – und der zutiefst geschockte und in seinem rationalen Weltbild erschütterte Zuschauer bekommt unweigerlich eine Gänsehaut, wenn er sich die Frage stellt: Warum ist Vincent Raven krank? Hat ihn sein Rabe womöglich mit der Vogelgrippe angesteckt? Aber die rätselhafteste aller Fragen wird wohl für immer unbeantwortet bleiben: Warum variiert das Niveau der vorgezeigten Zauberkunststücke dermaßen stark?

Jan Becker beeindruckt mich immer wieder aufs Neue, allerdings spielt bei seinen „Tricks“ ein immenses Hypnosekönnen und nicht unbedingt die Täuschung des Zuschauers die Hauptrolle. Faszinierend, dass ihm diese sehr wirksame Form der Instant-Hypnose sogar problemlos unter den erschwerten Bedingungen einer Live-Sendung gelingt.

Jan Rouven bringt mich mit seinem drastisch mangelnden Schauspieltalent unfreiwillig immer wieder zum Lachen – heute legte sich der Techno-Mage und Möchtegern-Copperfield unter scharfe Schwerter; nur der Erbauer des „Betts des Todes“ weiß, wie die Schnüre, welche die Schwerter auslösen, im verborgenen Mechanismus verbunden sind. So misslungenes Forcieren hab ich im Fernsehen bisher selten gesehen!

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Mangelndes Schauspieltalent kann man Ulli Loup nun wirklich nicht vorwerfen, auch wenn sein Repertoire aus zwei Mimiken weniger als jenes von Sylvester Stallone besteht – dem Burschen kommt kein Lächeln aus, aber die vorgezeigte Routine wusste durchaus zu überzeugen. Es handelte sich um eine Variation des alten Auswahltricks, allerdings bekam Ulli die zu identifizieren Dosen weder zu sehen noch in die Hand – respektable Leistung!

Danny Oceans Streichholzschachtel-Trick war auch nicht von schlechten Eltern: der nützte recht überzeugend das Publikum als „Zufallsgenerator“ und identifizierte mittels Pendel eine spezielle Box, deren Nummer er vorher allerdings gar nicht kannte – ich kann mir jedenfalls nicht erklären, wie dieser Trick ohne Komplize im Publikum hinhaut. Nur wunder kann ich mich über Amilas Pressetext auf der offiziellen Seite:

Lange blonde Haare, Schmollmund: Sie ist die Lady unter den Mentalisten und stellt die männerdominierte Welt auf den Kopf. Bei ihren Auftritten knistert es vor Erotik. […] Ihr Blick dringt bis in die Seele der Männer, die unter ihrem Einfluss tun, was sie will.

Na und? Das kann doch jede Frau, oder? Erwähnenswert ist im Gegensatz zu ihrem Wasserröhren-Befreiungstrick, dass der Herr der verbogenen Gabeln höchstpersönlich Deutschland wieder mal zu einem Selbstexperiment einlud – kein Wunder, dass das Gläserrücken in Österreich nicht funktionierte. (Naja, alles ist relativ. Bewegt hat sich das Glas schon, meine Freundin hat bloß behauptet, ich hätte geschoben.) Dass während der Sendung allerdings immer wieder mysteriöse Phänomene auftreten, kann nicht länger geleugnet werden: so wollte Anja heute partout kein Roastbeef essen, was ich mir einzig und allein mit den übersinnlichen Kräften Uri Gellers erklären kann. Also wieder einmal ein schlagender Beweis dafür, dass das Unfassbare immer dann zuschlägt, wenn man gerade nicht drauf gefasst ist – ich freue mich jedenfalls schon auf die kommende Show am nächsten Dienstag.