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Ode an die Jugendsubkultur

10.02.2009, geschrieben von , 3 Kommentare

gitarre Ode an die JugendsubkulturIm Wiener Rabenhof geht am 12. Februar der 2009 über die Bühne, die 10 Finalisten ste­hen bereits fest und mein Favorit eben­falls. Ich drü­cke dem Ski-Schuh-Tennis Orchestra jeden­falls beide Daumen für die Ode an die Jugendsubkultur!

Auf Ampster kann man alle Songs bereits vorab hören und mit­tels User-Voting die finale Entscheidung mit beein­flus­sen. Ich hab heute erst­mals durch eine Presseaussendung von erfah­ren — die Plattform wirkt auf den ers­ten Blick ganz nett, was mir abgeht, sind ein paar Detailinfos zu den ein­zel­nen Tracks bzw. Bands. Gut gelun­gen ist jeden­falls das Embedding-Feature (mit dem ich auch den obi­gen Track ein­ge­bun­den habe). Diese prak­ti­sche Einrichtung hat sich ja sofort wie das sprich­wört­li­che Lauffeuer über sämt­li­che Videoplattformen ver­brei­tet, ist im Musikbereich, der klas­si­schen Heimat der Piraterie-Paranoia, aller­dings nicht beson­ders verbreitet.

Zeitgeistgerecht bie­tet Ampster unter der Domainendung .mobi eine Hosentaschenknochen-optimierte Version der Seite an. Im Gegensatz zu weit­ge­hend geschei­ter­ten DRM-Versuchen der gro­ßen Provider (erst­mals in der Geschichte der Gadgets durf­ten die User nicht für einen Track, son­dern für einen Track auf einem Gerät bezah­len) könn­ten sol­che Plattform, die auf free music set­zen, mobi­len akus­ti­schen Freuden abseits des iUni­ver­sum Aufwind verschaffen.

Ich fühle mich natür­lich unwei­ger­lich erin­nert an die gute alte Zeit anno 1999, als ich gemein­sam mit Walter Reiterer, der mitt­ler­weile sehr erfolg­reich football-austria.com betreibt, die –Seite von Lion.cc, eines der ers­ten deutsch­spra­chi­gen Free-Download-Portale, auf­ge­baut habe. Bis zum spek­ta­ku­lä­ren Ende der Firma, um die sich noch heute Mythen und Legenden ran­ken, hat­ten wir über 200 Bands und mehr als 600 Songs online, Verträge mit AUME und AKM aus­ge­han­delt und gene­rell eine sehr lei­wande Zeit. Ich hab damals von vie­len Musikern E-Mails bekom­men, die ebenso wie wir das Ende der Seite bedau­er­ten; an eine pri­vate Fortführung war damals auf­grund der Tantiemenzahlungen an die Rechtverwertungsgesellschaften nicht zu den­ken. Und inso­fern freut’s mich auch, dass neben dem fm4 Soundpark eine zweite ambi­tio­nierte öster­rei­chi­sche Musikmarketing-Plattform online ist, die Bands nüt­zen könne, um mehr Visibility — oder bes­ser gesagt Audibility — zu bekommen.

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