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Warum Facebook nicht Twitter ist

Seit dem letzten Facelifting hört man aller Orten, Facebook habe Twitter kopiert. Auf den ersten Blick mag die Optik durchaus ähnlich wirken, und von der Gewichtung des Themas Micro-Blogging (respektive Status-Update, wie’s in FB-Terminologie heißt) setzt das größte Social Network der Welt zwar deutliche Akzente. Vielfach übersehen wird aber die Tatsache, dass sich die Antwort-Logik und die Thread-Darstellung der beiden Systeme wesentlich unterscheiden.

Twitter bietet bekanntlich die Möglichkeit, über das Einfügen von @-Symbol und Username eine Tweet-Message als Antwort zu kennzeichnen. Diese rudimentäre Thread-Logik erlaubt es in Zusammenhang mit der Timestamp, öffentliche Gespräche nachzuvollziehen. Replies sind aber trotz ihrer Spezialfunktion ganz gewöhnliche „öffentliche“ Tweets.

Betrachtet man im Vergleich die Funktionsweise von Facebook etwas näher, so zeigt sich schnell der erste Unterschied: Antworten auf Status-Updates werden nicht zu einem späteren Zeitpunkt in die Timeline geschickt, sondern auf der Webseite direkt mittels Reply-Button an die Originalnachricht angehängt. Die Timeline ist also nicht chronologisch, sondern hierarchisch angeordnet. Im Fall einer Antwort wird der Schreiber des ursprünglichen Updates verständigt, und in weiterer Folge bekommen alle am einzelnen Thread Beteiligten User Benachrichtigungen bei neuen Antworten. Die sind zwar grundsätzlich auch Public, allerdings orientiert sich Facebook hier eher an klassischen Forums-Logik als an der Zeitstrahl-Metapher Twitters. Dieser Unterschied mag Usern, die mit beiden System gar nicht oder nur am Rande vertraut sind, marginal erscheinen – in der Tat sorgt aber für einen gravierenden Unterschied in der Nutzung und im Look-and-Feel.

Ich bin jedenfalls neugierig, ob Facebook weiter in Richtung Micro-Blogging geht und zukünftig gar das @-Symbol auswertet. Viele User bespielen bereits jetzt ihre Status-Updates automatisch mit Tweets, mir persönlich sind die Unterschiede zwischen beiden Formaten dann doch zu groß: während ich Twitter mittlerweile vorwiegend als „Information-Retrieval“ Tool nutze, empfinde ich das Facebook-Status Update nicht unbedingt als persönlicher, aber doch als personen-bezogener. Die weitere Entwicklung wird jedenfalls spannend zu beobachten.

10 comments
klaus
klaus

:pirat: :pirat: :pirat:

HiPPiE
HiPPiE

Who the f#ck is Twitter?! Auf der einen Seite haben die Leute alle Verfolgungswahn bzw. machen mords Theater wegen Schäuble 2.0, aber üdüden, mäseln, toddeln'se wie die Doofen. Sorry, there was an error. JavaScript and Cookies are required in order to post a comment. Please be sure JavaScript and Cookies are enabled in your browser. Then, please hit the back button on your browser, and try posting your comment again. (You may need to reload the page) Wat is' los?! JavaScript und Cookies, sonst noch was?

Gerch
Gerch

Twitter wird neben Facebook bestehen bleiben, weil es eine ganz andere Funktion hat. Twitter ist wirklich eher wie ein Feedreader mit Antwortmöglichkeit zu sehen. Es ist ein sehr schnelles Interaktionsmedium und keine Community.

RP
RP

@ shibumi: Genau das denke ich auch. Derzeit wird aggresiv für Twitter geworben. Aber ich denke mal auf kurz oder lang wird das Portal wie viele anderen nutzlose Dienste verschwinden. Grüße

shibumi
shibumi

facebook ist natürlich komplett was anderes, als twitter. meines erachtens wird twitter nicht lange überleben. gut sie haben ähnlich wie facebook eigentlich auch keine idee womit sie ihr geld verdienen wollen. allerdings denke ich, dass twitter jetzt nur so erfolgreich ist, weil es in mode ist. in ein paar monaten ist das meines erachtens schnee von gestern.

Single Mom
Single Mom

ich bin keinen twitter oder facebook Seiten angemeldet, verstehe den ganzen hype auch nicht.. Wers braucht.