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Blogistan Panoptikum KW14 2009

05.04.2009, geschrieben von , 2 Kommentare

lightswords Blogistan Panoptikum KW14 2009Wir neh­men zur Kenntnis, dass auf­grund der durch die Wirtschaftskrisenerzählung not­wen­dig gewor­de­nen Sparmaßnamen der Frühling 2009 aus bud­ge­tä­ren Gründen ent­fällt und im Sinne der Effizienzsteigerung und Lehrergewerkschaft der Sommer sofort beginnt. Mit Badengehen in der Lobau war heute lei­der noch nix, da meine Motorradwerkstätte nicht ganz so rasant vor­geht wie der für Jahreszeitenwechsel zustän­dige Beamte im Wetterministerium. Doch trotz des hohen Anreizes, das Netz Netz sein zu las­sen, hat sich im vir­tu­el­len Raum schon wie­der eine Menge getan — aber am Montag war’s ja auch noch sau­kalt in Wien.

Guy mag Nummernspiele

Zum klei­nen Skandälchen wurde die Tatsache, dass Guy Kawasaki eine Ghost-Tweeterin beschäf­tigt und Twitter aus Über­zeu­gung für ein Numbergame hält:

But ret­wee­ting is also cru­cial, Mr. Kawasaki said. “Retweeting is the sin­ce­rest form of flat­tery,” he said. “When some­body ret­weets you, they really have made a con­scious deci­sion that they like what you’ve done.” He direc­ted the crowd’s atten­tion to Retweetist, which mea­su­res how often you’re echoed, and poin­ted out that he tops the list. “It’s kind of my score­card,” he said, admit­ting that he checks it 5 to 10 times a day.

Einen “Grindfiss”? Nein, einen “Frentzy”!

Reinialois hat recht:

Da hat man einen rie­si­gen Durst und muss im Restaurant, im Cafe oder wo auch immer stets die selbe lange Leier auf­sa­gen: ‘Einen Apfelsaft mit Leitungswasser auf Null-Fünf g’spritzt. Das ist ein­deu­tig zu lang. Die Bezeichnung ‘Apfelschorle’ ist auch nicht gerade opti­mal, klingt ein­deu­tig zu hoch­deutsch und wird in Öster­reich wohl nie Freunde fin­den. Ganz neben­bei bemerkt will man mit einer Schorle sein Getränk mit Mineralwasser gespritzt. Möchte man jedoch Leitungswasser, dann muss man das auch ange­ben… das Ganze würde dann wie­der auf ‘Eine große Apfelschorle mit Leitungswasser gespritzt’ kom­men… wie­der zu lang!

Die Lösung: der Frentzy. Kein neues Getränk, son­dern ein neuer Name für eine beliebte Mixtur, zu ver­brei­ten durch sozia­len Crowdsourcing-Druck auf die Kellnerschaft:

Statt ‘Apfelsaft mit Leitungswasser usw…’ nur noch einen Frentzy bestel­len. Wenn der Kellner blöd aus der Wäsche guckt, blöd zurück­gu­cken und klar machen, dass das Wort inzwi­schen doch schon jeder kennt!

Ich bin dabei, aller­dings wär ich drin­gend für eine Unterscheidung zwi­schen üblem gefil­ter­tem Industrie-Apfel-Chemie-Abfall und einem natur­trüben stei­ri­schen Fruchtelixier der Leiwandheit. Letzteres sollte Frentzy hei­ßen, ers­te­res viel­leicht Grindfiss oder so.

Facebook braucht 100 Mille

Schon im November wur­den erste Gerüchte rund um Finanzierungsengpässe laut — nun berich­tet die BusinessWeek unter Berufung auf zwei interne Quellen, dass Facebook bereits am zusper­ren müs­sen, wenn kein Investor gefun­den wer­den kön­nen. Speziell das rasante Wachstum in Asien treibe die Infrastruktur-Kosten in schwin­delnde Höhen, wäh­rend die Werbeeinahmen bei wei­ten nicht zur Deckung der lau­fen­den Kosten reichen:

Over the past few weeks, Facebook has been try­ing to secure as much as $100 mil­lion in debt finan­cing, accor­ding to two sour­ces with know­ledge of the pro­po­sed tran­sac­tion. Specifically, the com­pany is loo­king for a hand­ful of credit lines that would help it finance lea­ses for the gro­wing num­ber of com­pu­ters it needs to run its popu­lar Web site. Such lea­ses are used by well-known com­pa­nies, inclu­ding Google’s (GOOG) YouTube video ser­vice, and are a com­mon way to finance equip­ment purcha­ses in Silicon Valley.

Banken sind momen­tan bekannt­lich nicht gerade frei­zü­gig bei Kreditvergaben — und trotz des unglaub­li­chen Wachstums hat Facebook mitt­ler­weile einen hef­ti­gen Schuldenberg ange­häuft. Eine Verstaatlichung kommt in die­sem Fall wohl nicht in Frage frog6 Blogistan Panoptikum KW14 2009 Dennoch ist es schwer vor­stell­bar, dass das größte der Welt in Kürze vor dem Aus ste­hen könnte. Eine recht auf­schluss­rei­chen Kostenaufschlüsselung gibt’s am f8blog.

@Garyvee staubt Buchdeal ab

Twitter-Promi Gary Vaynerchuk hat einen lukra­ti­ven 10-jährigen Autorenvertrag mit HarperStudio abge­schlos­sen, wie das Wall Street Journal berichtet:

But in the world of the Internet, he is a Twitter phenom, with 145,000 fol­lo­wers han­ging on his every tweet. What began as a daily video blog about wine has become a self-help, business-advice jug­gern­aut, with “Garyvee” as chief engi­neer. As he descri­bes him­self online, “I love people, and the hustle.” The first book in his series, “Crush It! Turn Your Passion into Profits in a Digital World,” lands in stores in September.

Da ist es also erfreu­li­cher­weise wie­der mal jeman­dem gelun­gen, die rela­tiv undurch­dring­li­che Membran zwi­schen Old– und New-Media Prominenz zu durchstoßen — Gratulation!

SEO-News der Woche

Beherrschendes Thema die­ser Woche war wie zu die­ser Jahreszeit üblich das aktu­elle Pagerank-Update: Generell wurde die Luft in den obe­ren Sphären mal wie­der dün­ner — zwei mei­ner Linkpartner wur­den von 7 auf 6 abge­wer­tet, daten­schmutz damit von 6 auf 5 und data­dirt von 5 auf 4. Allerdings habe ich in den letz­ten drei Monaten für die­ses Blog über­haupt kei­nen Linkaufbau betrie­ben — und für pri­vate Projekte sind Sechser mitt­ler­weile ziem­lich teuer gewor­den frog6 Blogistan Panoptikum KW14 2009 Interessant zu beob­ach­ten ist, dass sich die Schere zwi­schen SERPs und PR wie­der mal ein Stückchen wei­ter öffnet. Außerdem würde ich vor­sich­tig drauf tip­pen, dass der Trend zur immer stär­ke­ren Berücksichtigung des Aktualisierungsfaktor eben­falls wei­ter anhält.

Auch diese Woche wie­der unbe­dingt hörens­wert ist Radio4SEO. Die aktu­elle Sendung wirft unter ande­rem Licht auf den TrustRank und pro­mo­tet die Tools — ich hab mir bis­her noch kei­nen Zugang gekauft, wär an Erfahrungsberichten sehr interessiert.

Keyword-Vergleichbarkeiten

isa-media beleuch­tet die Google-Sitelinks und kommt zu einem inter­es­san­ten Schluss:

Natürlich kön­nen sol­che Einblendungen andere Suchergebnisse wei­ter nach unten schie­ben und der Kampf um die vor­de­ren Plätze wird noch etwas wei­ter ver­stärkt. Ich bin auch schon auf die ers­ten Eye-Tracking– und Klick-Studien zu die­sen Einblendungen gespannt, wie die User dies wahr­neh­men und mit Klicks beloh­nen wer­den. Generell wer­den sich die SERPs auch künf­tig immer bun­ter und dyna­mi­scher gestal­ten, dass es kaum noch mög­lich sein wird einen Platz 3 bei einem Keyword mit einem Platz 3 bei einem ande­ren Keyword zu vergleichen.

SEO-Märchenerzähler aus Indien

In Öster­rei­cher erzäh­len sie uns dau­ernd, dass wir den im Fernsehen tan­zende Inder Fragen sol­len — in der gehen die Uhren aller­dings anders, und von Uhrwerken haben die Eidgenossen bekannt­lich eine Menge Ahnung:

Heute führte mich mein Weg mit ein paar Kollegen auf die swiss-online-marketing in Zürich, zu der ich auch vorab für die Messezeitung einen klei­nen Artikel ver­fasst habe. […] Ein Auftritt in tra­di­tio­nel­lem indi­schen Kostüm, und eine pro­vo­kante Redeführung — der Herr Sauldie weiß wie er Leute um ihr Geld bringt. In Rhetorik feh­ler­frei, inhalt­lich intelligenzbeleidigend.

Wirklich lesens­wert und sehr unter­halt­sam! Da bin ich ja direkt froh, dass ich bei mei­nen Vorträgen nicht in der Tiroler Krachledernen auf­tre­ten muss frog6 Blogistan Panoptikum KW14 2009

Lässiger von SEOigg

Ein klei­ner Nachtrag zum Thema April: meine Lieblings-Social-News-Maschine sorgte für breit gefä­cherte Reaktionen zwi­schen “Sauerei” und mil­dem Entsetzen. Was war der Grund? Man hatte ange­kün­digt, Alls Links auf “nofol­low” zu set­zen und dies auch kurz­fris­tig getan. So rich­tig gut wer­den Online-Jokes eben erst durch die User-Kommentare… gran­dios übri­gens auch die Falschmeldung von SEO-News.de über den neuen Google-Webmaster Ansprechpartner für Deutschland. Und auf Google Groups bin ich heute auf eine Diskussion zu mei­ner eige­nen Ente gestoßen.

Vergleich dich ver­gleichs­weise arm, äh, reich

Wenn der Investor aus Dubai zuschlägt, klin­gelt der Beutel — im Fall der Domain preisvergleich.de satte 15 Millionen Mal:

Eine der meist­ge­klick­ten Preissuchmaschinen Deutschlands ist zu einem Rekordpreis ver­kauft wor­den: Ein Investor aus Dubai hat für 15 Millionen US-Dollar die Rechte am Namen der Internetplattform “preisvergleich.de” erwor­ben. Umgerechnet zahlt er damit 11,3 Millionen Euro. Die teu­erste Domain der Welt war bis­her sex.com. Im Jahr 2006 wur­den die Rechte daran für 12 Millionen US-Dollar ver­kauft, wie meh­rere Medien damals berichteten.

Vorbesitzer Unister (dem Unternehmen gehört auch news.de) sträubte sich zuerst gegen den Verkauf, aber wie schon mal erwähnt: der rich­tige Preis besei­tigt alle wirt­schaft­li­chen Vorbehalte.

Video der Woche

2 Jedi Knights. 2 Lichtschwerter. Hunderte Stunden Nachbearbeitung:

Und damit bleibt mir nur mehr zu sagen: Packen Sie Ihre Bikinis, Badeanzüge, Badehosen und Bermuda-Shorts oder auch nur ein Handtuch ein: die Badesaison ist quasi eröff­net, und ich freu mich schon aufs Frogwatching in der Lobau. Einen wun­der­schö­nen Restsonntag, wir lesen uns morgen!

icon input Blogistan Panoptikum KW14 2009Haben Sie Vorschläge und Themen fürs daten­schmutz Wochenpanoptikum?
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    [...] jetzt extra noch bis heut gewartet, da ja Ostern war, aber bisher leider noch nichts zu sehen. Also hier nur der Link zum vorletzten Sonntag. Und wo wir schon bei negativen Vorführeffekten sind: Diese [...]
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