oledwallWenn man nichts zu lachen hat, dann sollte man die Titanic zur Hand neh­men — die aktu­elle Ausgabe war­tet schon wie­der mit ein paar groß­ar­ti­gen Highlights auf: etwa Grill-Anzünderpapier mit Knitter-Look (man spart sich so das auf­wen­dige Zerknittern) und die wie immer legen­däre Rubrik “Humorkritik” mit einer Rezensionen der turk­me­ni­schen Realsatire “Ruhnama”, ver­fasst von einem ehe­ma­li­gen und wohl ziem­lich kor­rup­ten Staatsoberhaupt: “Der Turkmene bringt Turkmenistan Größe, denn erst ist Turkmene.” Bei solch beste­chend kla­ren Worten fühlt man sich schnell mal an den FPÖ-Wahlkampf erin­nert… und damit wären wir auch schon wie­der mit­ten im Thema die­ses blo­gis­ta­ni­schen Panoptikums.

Das A-Team ist wie­der ein Einsatz

Nein, lei­der wird die beste aller cheesy-Actionserien nicht fort­ge­setzt, Max hat bloß frap­pie­rende Ähnlich­keit ent­deckt. Denn die­ser Tage tauchte das Wahlplakat der für die Europawahlen auf, und in der Tat, der Captain und seine Männer sind wie­der im Einsatz:

Ten years ago / In 1972, a crack com­mando unit was sent to pri­son by a mili­tary court for a crime they didn’t com­mit. These men promptly escaped from a maxi­mum secu­rity stockade to the Los Angeles under­ground. Today, still wan­ted by the govern­ment, they sur­vive as sol­diers of for­tune. If you have a pro­blem, if no one else can help, and if you can find them, maybe you can hire… The A-Team.

Na das ist doch eine Latte sym­pa­thi­scher als der Kampfpathos der Grünen…

Tanz den Unternehmer-Boogie!

Microsoft lädt zum Entreprenuership Forum 2009 — Jungunternehmer mit Hang zu inno­va­ti­ven Business-Modellen am 7. Mai, wel­che Organisationen und Institutionen in Öster­reich Gründer unterstützen:

Ein hei­ßes Thema in der euro­päi­schen Diskussion sind Zukunftsthemen wie Gesundheit, Transport und Umwelt, deren Problemstellungen gelöst wer­den sol­len. Sie haben es in der Hand! JungunternehmerInnen mit hohem Potential sol­len ver­stärkt geför­dert wer­den, lokale Innovationscluster und Inkubationszonen ver­brei­tet wer­den. Das Interesse von Investoren wird erhöht.

Um 10:45 beginnt der Check-In, bis zur abschlie­ßen­den ste­hen diverse Vorträge und das Finale des MS-Innovation Awards am Programm. Austragungsort die­ses freund­schaft­li­chen Unternehmer-Derbys ist das Euro Plaza Conference Center (Am Europlatz 2, 1120 Wien) — die Teilnahme ist nur gra­tis, so wie ich Microsoft kenne, muss kein Teilnehmer ver­hun­gern :mrgreen: Registrierten kann man sich auf der offi­zi­el­len Homepage.

erkennt dein Antlitz

PolarRose hilft ab sofort FlickR’s Gesichtserkennungsleistung auf die Sprünge, wie die Blogpiloten berichten:

Bislang ist das Ganze noch etwas umständ­lich: PolarRose gleicht - und Flickr-Kontakte ab, fin­det auf Flickr Fotos der –Freunde und mar­kiert sie mit dem ent­spre­chen­den Namen auf Flickr. (Grund hier­für ist offen­bar ein Detail in den Nutzungsbedingungen der –Schnittstelle.) Wir kön­nen aber wohl davon aus­ge­hen, dass die Integration bei­der Dienste schon sehr bald run­der lau­fen wird.

Mit ande­ren Worten: die Doppelexistenz für die wüs­ten Partyfotos hat aus­ge­dient. Nicht aus­zu­den­ken, wie viele schein­bar anstän­dige Finanzkontrolleure in Zukunft ihren Job ver­lie­ren wer­den, wenn sich voll­au­to­ma­ti­siert raus­stellt, dass Herbert Himmelfreundpointner in sei­ner Freizeit als Rosanne die Stripperin unter­wegs ist!

Wie schreibt man per­fekte Twitter-Headlines?

Der Coypblogger setzt sich mit einer Frage aus­ein­an­der, die die­ser Tage wohl zahl­rei­che Gemüter beschäf­tigt: wie for­mu­liert man Tweet-Headlines so, dass mög­lichst viele Leser auf die Links kli­cken? Und kann man bei 140 Headlines über­haupt von einer Über­schrift spre­chen? Diesen Beitrag sollte sich kein Microblogger ent­ge­hen lassen:

But unlike the anony­mous free-for-all that is Digg, Twitter is a bit dif­fe­rent. Your fol­lo­wers may ret­weet based on a head­line alone, but only because they trust you. Your past per­for­mance and edi­to­rial judg­ment in selec­ting (and pro­du­cing) qua­lity con­tent is what leads to that trust.

Von 60 auf Null

Was macht man in Krisen– und Veränderungssituationen? Unter ande­rem Seth Godins Blog lesen. Und vor allem seine Ratschläge ernst nehmen:

Prediction: The effort requi­red to out­source a task invol­ving the mani­pu­la­tion of data of any kind will con­ti­nue to decrease until it will be fas­ter and chea­per to out­source just about anything than it will be to use in-house talent. What will you do today to ensure your pros­pe­rity when that happens?

#hel­gevs­da­ta­dirt: Der den Papierwolf pflanzt

Zur Erklärung: the feud is on! Bis zum ers­ten Videobeitrag auf 4SAT wird’s noch ein Weilchen dau­ern, aber via Twitter befet­zen die­ser selbst­er­nannte Usability-Experte uns schon ein paar Tage. Der Mann hat ein­fach keine Ahnung vom Social Web, und weil das nicht nur ein­mal, son­dern öfter gesagt wer­den muss, gibt’s ab sofort (ab und an) diese neue Rubrik im Panoptikum.

Herr Helge, ich muss Ihnen ent­schie­den wider­spre­chen: Herr Armin Wolf ist zwar mit Frau Euke Frank ver­hei­ra­tet, und sol­che Medienprofi-Lebenspartnerschaften bie­ten zwar zwei­fel­los jede Menge Anlässe, um beim Re-Tweeten das zwi­schen­mensch­li­che mit dem Nützlichen zu ver­bin­den, denn in der ZIB kann man schlecht eine Frauenzeitschrift in die Kamera hal­ten. Aber mit E-Media haben Sie ja nun end­lich das pas­sende Papiermedium zur Verbreitung ihrer kolum­nis­ti­schen Halbwahrheiten gefun­den, daher ver­stehe ich durch­aus ihre Freude. Ich habe übri­gens bei die­ser Zeitschrift schon gekün­digt, als Sie noch nicht mal wuss­ten, was ein Weblog ist. Aber zurück zum “Armin, der mit dem Wolf twit­tert”, wie sie in ziel­grup­pen­ge­rech­ter Blumensprache so schön for­mu­lier­ten. Der mache alles rich­tig, weil er auf Augenhöhe twit­tere — ja wo denn sonst? Schreiben Sie ihre –Einträge viel­leicht mit den Füßen? (Das war jetzt eine rhe­to­ri­sche Frage.) Sie “alter Twitterer” beob­ach­ten ja bekannt­lich “denn aktu­el­len Medienrummel samt Promi-Twitterern natür­lich skep­tisch”, aber auch nur des­halb, weil Sie sel­ber gern einer wären. Aber nun — grau­sa­mes Schicksal — erken­nen müs­sen, dass selbst ein exzel­len­tes Geek-Network nicht gegen ein paar Minuten Airtime pro Tag ankomme. Ich emp­fehle Ihnen: suchen Sie sich eine hüb­sche junge Dame für Ihr Avatar-Bild, Ihre mick­rige Followerschar wär ja sogar mei­nem RSS-Feed peinlich!

SEO-News der Woche

Die Internetkapitäne prä­sen­tie­ren ihren ers­ten (und imho ziem­lich gelun­ge­nen) SEO-Comic mit dem Titel “Neulich in der Agentur”, Prometeo lei­det unter dem schö­nen Wetter und corp:nu erzählt vom Verkauf der SEO.info Domain — angeb­lich um 17.000 Euro. Weiß der Geier, warum jemand soviel Kohle aus­gibt, um die Seite dann bei Sedo zu listen…

So kommt man zu den “bösen” Link

Lasset und nie­mals ver­ges­sen: es sind nicht Webmaster, die für Penalties sor­gen, son­dern böse Links. Satanische Webverweise, beseelt von ungu­tem Blackhat-Geist. Wer schnell mal eine Google-Bombe zün­den will oder sich gene­rell von der dunk­len Seite der Ohnmacht ange­zo­gen fühlt, fin­det beim Bösen SEO eine kleine Schritt-für-Schritt Anleitung, die sich vor allem durch Links zu eini­gen rela­tiv exo­ti­schen Spammer-Tools aus­zeich­net. Da lob ich mir doch den Fast Blogfinder — denn auto­ma­ti­sierte Massen-Linkabwürfe brin­gen schon längst keine Webseite mehr nach vorne. Trotzdem wür­den mich Praxis-Erfahrungen mit Xrumer inter­es­sie­ren… Meinungen?

Ähnlich wie bei den Blogs gibt es auch Software für Foren. Xrumor ist wohl die bekann­teste. Diese ver­dammt intel­li­gente Software hat sogar einen ver­dammt guten Breaker inte­griert und schafft es sich in fast jeder Forum Software auto­ma­ti­siert zu regis­trie­ren und Postings abzu­set­zen. Das Tool stammt aus einer rus­si­schen Softwareschmiede und kos­tet in der aktu­el­len Version knapp 520 Dollar.

Alte Geschichten aufwärmen

Mit Blogpostings ist es wie bei den Proponenten von Rattenrennen: man­che lau­fen bes­ser, andere schlech­ter. Problogger aka Darren Rowse emp­fiehlt, die Top-Kandidaten aus der Backlist-Hitparade ab und ein wenig abzu­stau­ben und aufzupolieren:

No mat­ter how hard we work on our blog­ging there are always things in the posts that we’ve pre­viously writ­ten that can be impro­ved upon. There are also posts in most of our archi­ves that have sim­ply under per­for­med for some rea­son or another.

Der Beitrag ist übri­gens ein Teil von Darrens Serie “31 Days to build a bet­ter blog challenge” — da mal rein­zu­schauen ist gene­rell eine gute Idee.

Im Gespräch mit Heiner

Heiner Hemken von SEO-united.de stand im aktu­el­len SelbständigImNetz-Interview Peer Wandiger Rede und Antwort. Es geht um Google, Datensammelwut und die Zukunft im all­ge­mei­nen und spe­zi­el­len. Sehr lesens­wert — und Peers Fazit kann ich nach reich­li­cher Praxiserfahrung nur zustimmen:

Es ist also gar nicht zu ver­hin­dern, dass viele Daten über uns zusam­men getra­gen wer­den. Allerdings hängt auch viel davon ab, wie viele Daten man von sich sel­ber preis­ge­ben möchte. Dieselben Leute, die sich über die Datensammelwut von Google beschwe­ren, geben bereit­wil­lig ihr gan­zes Leben auf Facebook und Co. preis.

Videos der Woche: keine Glühbirnen mehr

Schokolade-Birnenkuchen wird hof­fent­lich wei­ter­hin erhält­lich sein, Glühbirnen dage­gen will die EU in den nächs­ten Jahren rest­los aus ihren Sockeln schrau­ben. Energiesparlampen sind mit ihrer lan­gen Aufheizdauer auch nicht gerade das Gelbe vom Kronleuchter, also sind neue Beleuchtungskonzepte gefragt. Die OLED-Wall von Philips hätte ich gern in mei­nem Wohnzimmer… und der OLED Chandelier könnte tat­säch­lich bald im Shop ste­hen (via Engadget):

YouTube Preview Image

Video der Woche: da capo

Last Minute Addendum: Heute gibt’s noch ein Video der Woche, in letz­ter Sekunde vor­bei­ge­schickt von Linzerschnitte — Phlow hat der Clip offen­sicht­lich auch gefallen:

From the award-winning docu­men­tary, “Playing For Change: Peace Through Music”, comes the first of many “songs around the world” being released inde­pen­dently. Featured is a cover of the Ben E. King clas­sic by musi­ci­ans around the world adding their part to the song as it tra­ve­led the globe.

Und das war’s auch schon wie­der mit den letz­ten sie­ben Tagen im Schnelldurchlauf — nächste Woche steppt der Bär dann rund um den Maibaum und frisst jeden, der sich mit einer Säge nähert. In die­sem Sinne: guten Appetit und schö­nen Restsonntag, wir lesen uns morgen!

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