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IDENTITAT09: Die Liveberichterstattung

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identitatUm 10:00 Uhr begrüßten die Identitäter die Besucher der IDENTITAT09, organisiert von der Internal Branding Agentur Identitäter und den Eventexperten Happy&Ness. Agenturchefin Karin Krobath eröffnete den ersten Tag mit einer Anekdote: eine Journalistin hatte ihre Firma fälschlich als „International Brand Management Agency“ bezeichnet. Doch der Stellenwert des Konzepts „Internal Branding“ ändert sich nicht zuletzt durch Learnings aus mehr oder weniger erfolgreichen Social Media Aktivitäten derzeit rasend schnell. Den Kongressteilnehmern werden derzeitige Verwechslungen jedenfalls nicht mehr passieren! In den nächsten zwei Tagen berichten Dieter Rappold, Geschäftsführer von Knallgrau, und ich (in unserer Doppelfunktion als Social Media Experten und „sogenannte“ Blogger) auf Einladung der Veranstalter live von der Konferenz berichten.

Ich hab mich sehr über die Einladung gefreut – die Location auf der Spitze des Kahlenbergs rockt, die Terrasse bietet großartigen Ausblick auf Wien und die Möblierung des Vortragsraums mit runden Tischen (as opposed to „Hörsaalbestuhlung“) finde ich sehr angenehm. Im Lauf des Tages werde ich diesen Beitrag mit aktuellen Eindrücken von der Identitat09 ergänzen.

Links zur Identitat09

offizielle Homepage | Identitäter | Happy&Ness

Konferenzprogramm (pdf-Format)

#IDENTITAT09 im Social Web:

Twitter: @sierralog über #IDENTIAT09 | @datadirt über IDENTIAT09 | alle Tweets mit „identitat“
Facebook: Identitat09 Fotogallerie

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Update 11:10 Uhr
Die erste Keynote von Dr. Holger Schmidt ging gerade zu Ende – Fazit seines Vortrags: Mitarbeiter sollen sich markenform verhalten, die Markenkernwerte in einer „Bibel“ niedergelegt werden. Um dieses markenkonforme Verhalten zu enablen, stehen mehrere „Hebel“ zu Verfügung, wichtig ist hier in erster Linie längerfristige Konsistenz. Wie sich das ganze dann in der Praxis gestaltet, werden wir in den folgenden Praxisrunden wohl ausführlich erfahren. Substanziell Neues gab’s nix, dafür ausreichend Buzzwords: Eröffnungsmission erfüllt!

Update 14:55 Uhr
Johannes Gutmann vom Waldviertler Bio-Hersteller Sonnentor gab seiner Keynote den launigen Titel „Vom Kräuterspinner zum Kräuterwinner“. Wenn jemals der Begriff „Authentizität“ im Business-Kontext seine Berechtigung hatte, dann um den sympathischen Geschäftsführer treffend zu beschreiben: so, wie Johannes anekdotisch die Gründung seiner Firma nacherzählt (die mittlerweile 80% ihres Umsatzes im Export erzielt), wird klar: erfolgreiches Internal Branding bedeutet, Mitarbeiter auf inhaltlicher und emotionaler Ebene zu involvieren und vor allem, an das eigene Produkt zu glauben – und diesen Glauben auch glaubwürdig an Geschäftspartner vermitteln zu können: sozusagen die Gegenthese zum exaltiert gelebten Zynismus.

Einer der Kernpunkte dabei: zum Firmenstart hatte der Gründer wesentlich zuwenig Kapital für eigene Lagerräume. Also instruierte er seine „externen Mitarbeiter“ sorgfältig und ließ sie die Kräuter, an denen das Waldviertel sehr reich ist, selbst sammeln, trocknen und nach Sonnentor-Mixturen mischen. Mehr Bezug zum eigenen Produkt ist in der Tat kaum möglich – und wer schon länger Sonnentor-Tees trinkt, weiß aus eigener Erfahrung, wie gut dieses Qualitätsmanagement funktioniert. Aus der kleinen Firma ist längst ein veritables Unternehmen geworden und bietet neben den Krätuer-Produkten inzwischen auch touristische Erlebnisse („Kräuterpfad“) und weitere Bio-Produkte an. Johannes Gutmann im O-Ton: „Design trifft Tradition – wir schaffen spannenden Spagat zwischen traditionellen und modernen Elementen.“ Toller Vortrag – im Anschluss an die Diskussion geht’s mit der zweiten Workshoprunde weiter!

IDENTITAT09 – Tag 2

Den zweiten Tag der Konferenz eröffnete Sonja Sackmann mit einem Vortrag über Unternehmenskultur und ihre Rolle beim internen Branding. Spannende gestaltete sich für mich die Diskussion im Anschluss, bei der schnell die Frage auftauchte: Wie soll man mit Mitarbeitern umgehen, die sich mit den Unternehmens-Kernwerten nicht anfreunden können/wollen? Die Vortragende scheint an das Gute im Menschen zu glauben, rät zur Identifikation von No-Gos und zum Suchen des Dialogs – falls die schwarzen Schafe schon da sind – ansonsten sollte man sie besser erst gar nicht einstellen. Internal Branding als Tool fürs Human Ressource Management? Auch ein interessanter Ansatz!

In der Workshoprunde hörte ich mir Frau Leebs Präsentation über den Familienbetrieb Hochschober an: das auf 1.800 Meter gelegene Hotel sieht sich als Ferieninstitution und verweigert standhaft den allgegenwärtigen Wellness-Trend – statt eines 08/15 Dampfbads gibt’s allerdings ein stilchechtes türkisches Dampfbad – wohl der einzige Hamam auf dieser Seehöhe. Die Geschäftsführerin sieht Investition in Mitarbeiterausbildung als essentiell an und bietet Incentives, die das Hochschober trotz der vergleichsweise abgeschiedenen Lage zum äußerst attraktiven Arbeitgeber machen.

Am Nachmittag durfte dann dem Spieltrieb (fast) freier Lauf gelassen werden: in einer Kurzversion eines Seminars, bei dem Manager ihre haptischen Fähigkeiten aktivieren sollen, bauten wir 3dimensionale Psychogramme und gründeten diverse Waschmittelfirmen – eine äußerst kurzweilige Nachmittagsgestaltung.

Fazit: Die zwei Tage vergingen sehr rasch – für mich persönlich gab’s einige neue Inputs, und die diversen Video-Interviews, die ich während der Identitat09 aufgenommen habe, harren noch des Scheideprogramms – da kommt noch einiges nach 🙂 Herzlich Dank an diese Stelle an die Identitäter für die Einladung – von mir aus 2010 gerne wieder! :mrgreen:

7 comments
IDiddy99
IDiddy99

Gerne! jederzeit wieder - dafür ist das Web da - maximale Transparenz & authentisches Feedback. Ihr habt das alle super gemacht mit Eurer Berichterstattung und ich lade Euch auch jetzt schon zu den nächsten Corporate Culture Clubs ein!!

Oliver
Oliver

Ich bin zwar immer ein Freund der neuen Technik, das ist mir dann aber doch zu weit fortgeschritten. :cool: Dann doch besser so wie es vor 10 Jahren noch war :=)