digitalks-twitterGestern Abend hielt ich bei Digitalks den zwei­ten Teil mei­nes Vortrags über Marketing. Kurz gesagt exis­tie­ren zum explo­die­ren­den Micro-Blogging System zwei diver­gente Meinungen: wäh­rend die einen () von einem Numbers Game spre­chen, sagen die ande­ren (Tim O’Reilly), dass “qua­lity fol­lo­wers” das ein­zige sind, was wirk­lich zählt. Die Wahrheit liegt mei­ner Meinung nach wie so oft genau dazwi­schen: wer auf Twitter erfolg­rei­che Marketing-Kampagnen star­ten will, muss beide Faktoren beach­ten, denn ehr­lich gesagt: mehr “gute” Followers sind bes­ser als wenige.

Mit der stei­gen­den Popularität Twitters tum­meln sich auch immer mehr Bots im System — wer voll­au­to­ma­tisch übers Wetter infor­miert wer­den möchte oder Blog-Updates lie­ber via Tweet als RSS erhält, wird sich dar­über auch durch­aus freuen. Für Marketer sind Bots aller­dings bekannt­lich schlechte Kunden — Ziel des Followeraufbaus muss es daher sein, mög­lichst Themen-affine User zu fin­den. Mit dem Folgen allein ist’s aber noch lange nicht getan: Twitter mag recht neu sein, ein kon­stan­ter Faktor bleibt aller­dings quer über sämt­li­che Medienformate beste­hen: Schlüssel zum Erfolg ist der Aufbau von , und ent­steht nicht als Ergebnis einer punk­tu­el­len Aktion, son­dern ist das Resultat einer lang­fris­ti­gen Beziehung. Wer inter­es­sante Informationen bereit­stellt, sich als hilf­rei­cher und kom­mu­ni­ka­ti­ver Tweeper zeigt, der bekommt auch eine Menge tol­ler “Twitter Moments” (Max) zurück.

Die von Twitter ein­ge­führ­ten Metriken und Limits (jeder neue User darf 2.000 Personen fol­gen und ab die­sem Zeitpunkt jedoch nur 20% Usern mehr, als ihm selbst fol­gen) funk­tio­nie­ren diverse auto­ma­ti­sierte –Aufbau-Tools sehr gut. Vom gra­tis ver­füg­ba­ren, aber recht ein­ge­schränk­ten Twitseeker, das außer­dem pro Follow ein Tweet pro­du­ziert, über diverse Desktop-Clients bis hin zur ser­ver­sei­ti­gen PHP-Lösung Twittersnipe, mit der ich auf eini­gen Minor-Accounts sehr erfreu­li­che Erfahrungen gemacht habe. Aber trotz­dem: Künstliche Intelligenz oder auch nur eini­ger­ma­ßen semantisch-schlaue Scripts sind weit und breit nicht in Sicht: sol­che Tools kön­nen zwar den Follower-Aufbau beschleu­ni­gen, aber kei­nes­falls manu­el­les Nachjustieren erspa­ren: Twitter braucht Zeit. Je mehr, desto bes­ser. Hier das kom­plette Video mei­nes Vortrags, die zuge­hö­ri­gen Präsentation ist eben­falls öffent­lich ver­füg­bar. Die Life-Streams alles auf­ge­zeich­ne­ten Vorträge gibt’s auf digi­talks.

Ich hab ges­tern Abend auch eini­ges dazu­ge­lernt — war wie­der mal ein span­nende Abend. Und den Mash-Up-Tipp des Abends hatte Luca parat: Tweepler spart beim Follower-Sortieren immens viel Zeit.

PS: Sehr gefreut hab ich mich natür­lich über Merals Tweet!

@datadirt you did a great job today at # finally under­s­tood how mar­ke­ting on twit­ter can work