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Fluid Forms: Was ist eigentlich Produktgestaltung?

12.05.2009, geschrieben von Ritchie Blogfried Pettauer, 7 Kommentare

Am dies­jäh­ri­gen Klagenfurter Barcamp haben die Macher von einen Vortrag über –Drucker gehal­ten, der mich schwer beein­druckt hat. Zwar stellte sich in der anschlie­ßen­den Diskussion recht schnell her­aus, dass –Drucker, die Teile für andere Drucker dru­cken, die sich dann auch noch selbst zusam­men­bauen, in recht wei­ter Ferne lie­gen (also vor­erst Terminator-Entwarnung!), aber auch der aktu­elle Status des indi­vi­du­el­len Produktdesigns ist nicht von schlech­ten Eltern. Denn wenn jeder Kunde zukünf­tig seine eigene Gebrauchsgegenstände indi­vi­du­ell plant und diese pro­blem­los in Kleinstserie (=1 Stück) pro­du­zie­ren las­sen kann, dann ver­än­dert diese Technologie mit­tel­fris­tig das gesamt Produktdesign und defi­niert das Verhältnis zwi­schen Designer, Produzent und Konsument völ­lig neu. Wie das Fluid-Forms Setup funk­tio­niert, zeigt die­ses Intro-Video:

YouTube Preview Image

Man könnte sogar behaup­ten, dass die Ära des Kunstwerks im Zeitalter sei­ner tech­ni­schen durch die Ära der Idee im Zeitalter ihrer tech­ni­schen Produzierbarkeit abge­löst wird. Gewiss haben aktu­elle Printer Limitationen in punkto Materialwahl und Form-Möglichkeit, aber wer schon immer mal das exakte Höhenstufen-Raster sei­nes Lieblingstals in Holz-Obstschüssel-Form gegos­sen sehen wollte — tech­nisch gese­hen natür­lich wird sel­bi­ges natür­lich je nach Material nicht gegos­sen, son­dern bei Holz viel­mehr her­aus gefräst — sollte Fluid Form einen Besuch abstatten.

Das umfasst der­zeit 9 Produkte, die inner­halb der vom Editor vor­ge­ge­be­nen Grenzen indi­vi­du­ell gestal­tet wer­den kön­nen — vom per­sön­li­chen Caipirinha-Crusher um €30 bis zur Google-Earth-Lampe um €1.200. Die ein­zel­nen Produkte wer­den von gemein­sam mit ver­schie­de­nen Designer ent­wi­ckelt, was auch unbe­dingt erfor­der­lich ist: denn bei der­ar­ti­gen Projekten sind pro­duk­ti­ons­tech­ni­sche Möglichkeiten und Gestaltung sehr eng ver­zahnt. Definitiv einen Blick wert ist der Browser-Editor: ein­fach eines der Produkte aus­wäh­len und auf Start kli­cken — das nenn ich mal ein gelun­ge­nes Online–.

Weitere Blogbeiträge zu :
Basic Thinking über die QR-Gürtelschnalle
Die Gürtellinie: Mobile Web Experience über und die QR-Gürtelschnalle
Fluid Forms Vorstellung auf Makerbot
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Bisher haben meine Lieblingsleser 7 Kommentare zu "Fluid Forms: Was ist eigentlich Produktgestaltung?" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • WhiteNoise Identicon Icon
    WhiteNoise sagte am 13. Mai 2009 um 17:10

    Oh ja — ich wollte immer schon die Topographie mei­ner Heimat als höl­zerne Obstschüssel — ein über Jahre geheg­ter Traum wird wahr!!!! :green:
    Der Ansatz ist natür­lich genial — lei­der macht Fluid Forms dar­aus “Ikea-Schick”.

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    ritchie Identicon Icon

    Das ist ein har­tes Urteil… aber nicht ganz unrich­tig. Aber ich denk, das ist ja erst die Spitze des Eisbergs vom Produktportfolio.

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  • Andreas Jaritz Identicon Icon

    Hallo!

    @WhiteNoise:
    Ein har­tes, den­noch gerech­tes Urteil. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich…eh schon wissen.

    Besser geht’s natür­lich immer. Für Anregungen sind wir natür­lich offen. Wenn Du Vorschläge hasst wie wir aus IKEA-Schick rich­ti­ges Schick-Schick machen kön­nen, melde Dich ein­fach bei uns.

    Apropos IKEA: Ikeahacking is eine coole Seite, wo man Anleitungen fin­det, wie man seine IKEA-Styles so rich­tig pim­pen kann. Schon gewusst?

    Lg

    Andy
    Fluid Forms

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    WhiteNoise Identicon Icon
    WhiteNoise antwortete am 20. Mai 2009 um 2:11

    Na, dann wäre das ja wohl eher eine site für Euch?!? :-)
    Sorry, aber Obstschüsseln und Salz– und Pfefferstreuer sind mir da zu wenig. Vielleicht ein­fach noch ein biß­chen zu früh, um die Technologie gewinn­brin­gend UND inno­va­tiv zu nutzen.

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    Andreas Jaritz Identicon Icon

    Darum sind wir ja auch gerade dabei, wei­tere Design-Interfaces ins Programm zu neh­men… siehe QR Gürtelschnalle

    Mich würde inter­es­sie­ren, wie Du die Technologie gewinn­brin­gend UND inno­va­tiv nut­zen wür­dest. Wir sind für jeden Ideenaustausch natür­lich offen.

    Vielleicht lässt sich ja kon­struk­tiv quat­schen. Mich würd’s freuen

    Lg

    Andy

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    WhiteNoise Identicon Icon
    WhiteNoise antwortete am 20. Mai 2009 um 15:41

    naja, als ich den Bericht gele­sen habe, habe ich mir ein­fach was ande­res dar­un­ter vor­ge­stellt… mehr Materialien, mehr Farben, grö­ßere Freiheit bei der Gestaltung. Quasi Töpfern mit dem 3D-Drucker ;-) Stell’ Dir vor, wie genial, wenn man zwi­schen Holz, Metall, Plastik wäh­len kann und die Farbe und die “Gestalt” frei bestim­men kann (da würde die Obstschale dann wie­der mäch­tig Sinn machen ;-))! Ich ver­mute mal, das ist im Moment ein­fach noch zu kost­spie­lig, das in die­ser Vielfalt pro­du­zie­ren zu kön­nen, oder?

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    Andreas Jaritz Identicon Icon

    Ja und Nein.

    Die Frage, die sich beim Erhöhen der Freiheit stellt, ist, ob eine gewisse Ästhe­tik des Produktes noch erhal­ten bleibt. Andererseits muss man auf­pas­sen, dass man mit zu vie­len Auswahlmöglichkeiten den User nicht ver­wirrt -> Dieses Phänomen nennt sich “Paradox of Choice”. Ganz span­nen­des Thema. Trifft das näm­lich zu, dann ver­wan­delt sich die Freude am Kreieren eige­ner Formen etc. zu einer Unsicherheit…

    Die Earth Idee funk­tio­niert (und zwar recht gut) auch des­halb, weil durch die Maserung und die ver­schie­de­nen Schichten eine ganz bestimmte Optik ent­steht. Wir tes­ten das Earth Konzept bereits mit den unter­schied­lichs­ten Materialien (z.B. Metall, Acryl,…).

    Und das is so rich­tig Produktforschung…und die dauert ;)

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