Österreich bleibt beim CERN

Gestern zog Johannes Hahn nach einem Gespräch mit Kanzler Werner Faymann seine CERN-Ausstiegspläne zurück. Der Kanzler dürfte „Gio“, der noch siegesgewiss in die Verhandlungen ging, wohl schlichtweg über-ruled haben. Großartig fand ich die Meldung Hahns in den ORF-Nachrichten (sinngemäß wiedergegeben): „Manche werden sagen, das sei eine Niederlage für mich. Aber Niederlagen gehören eben zum politischen Geschäft.“ Ich hab der ÖVP ja immer unterstellt, zu viel Geld für NLP-Trainings auszugeben, aber das geht langsam wirklich zu weit :mrgreen:

So erfreulich die Rücknahme der Entscheidung ist, so finde ich es doch erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit ein einzelner Minister eine Entscheidung derartiger Tragweite trifft. Ich find’s jedenfalls gut, dass Faymann den Protesten (es standen wirklich verdammt viele Nobelpreisträger auf der Liste) nachgegeben hat. Sehr lachen musste ich übrigens heute über ein Plakat des Rings Freiheitlicher Studenten vor dem Neuen Institutsgebäude: „Wer fürchtet sich vorm schwarzen Hahn?“ steht dort geschrieben. Soviel Kreativität hätte ich den intellektuell schwerstbehinderten Angehörigen schlagender Studentenverbindungen, die sonst ja immer nur das „Abendland“ retten wollen, gar nicht zugetraut.

2 comments
Matti
Matti

Na das ist dann ja gerade nochmal gut gegangen. Wäre ja auch schlimm gewesen wenn der Protest nix gebracht hätte und er am Ausstieg festgehalten hätte.

T.Durden
T.Durden

YES! Die Vernunft siegt doch noch manchmal über den Wahnsinn! Hoffen wir, dass die Hahn's dieser Welt von einem Schwarzen Loch eingesogen werden :-)