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Behaltet euer geistiges Eigentum!

Ich stehle frech aus dem aktuellen Titanic-Heft Nr. 7/2009 – denn heute ist ein guter Freitag, ich hab das neue Ausgabe beim Trafikanten mitgenommen und kam nicht mal über Seite sechs – „Briefe an die Leser“ – hinaus, ohne diesen diabolischen Diebstahl geistigen Eigentums begehen zu müssen. In diesem Sinne also hier der Beitrag Schlimm, deutsche Zeitungsverleger. Nicht mal OCR-gescannt, sondern ganz Oldschool abgetippt:

Schlimm, deutsche Zeitungsverleger, dass Euch das böseböse Internet Eure Top-Qualitätszeitungen kaputtmacht: „Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür zu bezahlen.“ Weswegen Ihr in einem gemeinsamen Appell von Springer, Spiegel, Bauer, Gruner + Jahr und anderen Bastionen der journalistischen Seriosität fordert, dass die „ungenehmigte Nutzung fremden geistigen Eigentums verboten bleiben“ müsse. Schön und gut, Verleger. Nur- wo bekommen Eure Angestellten denn dann demnächst ihre „Hintergrundinformationen“ her, wenn sie nicht einfach bei Wikipedia abpinnnen dürfen? Und woher nehmen sie nach dem nächsten Flugzeugabsturz/Amoklauf die Bilder der Opfer, wenn sie nicht mehr nach Blieben StudiVZ, Facebook oder die Homepages von Sport- und Freizeitvereinen plündern dürfen? Das dürfen die schon jetzt nicht? Und Ihr schert Euch aber einen Dreck drum? Weil’s ja eben um „die Erstellung von Qualitätsinhalten und von unabhängigem Journalismus“ geht? Und nicht etwa ums liebe Geld?

I wo; Ihr wollt ja nicht mal Subventionen: „Gerade weil wir keine Subventionen wollen, benötigen wir Unterstützung beim Schutz des geistigen Eigentums.“ Die könnt Ihr gerne haben: Behaltet Euer geistiges Eigentum mal schön für Euch!

Nimmt’s nicht mal geschenkt:
Titanic

Danke! Dem hab ich nix hinzuzufügen. Außer: ich hab mir gerade ein Abo bestellt, denn ich möchte nicht riskieren, zukünftig eine Ausgabe zu verpassen :mrgreen:

5 comments
chris
chris

Da muss ich aber selbst erstmal lachen ... klar ist eines, einfaches Kopieren ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht, aber gerade die Verlage erhalten doch ihre "News" meist von der DPA und ändern nicht mal ansatzweiße die Berichte. Ich nutze einige von diesen News auch, aber bemühe mich wenigstens darum den Text zu kürzen und formulieren ihn um und setze natürlich die Quelle drunter

ritchie
ritchie

Außerdem scheint das gute alte "Gegenchecken" bei Journalisten mittlerweile ziemlich out zu sein!

Trackbacks

  1. […] Liebe Zeitungsverleger, wenn ihr das nicht kapiert, dann behaltet doch euer geistiges Eigentum. […]