Video-Interview: Ali Mahlodji über die Werbewelt 2.0

“Mir kommt vor, den Web-Leuten fällt’s viel leichter, sich in die Lage von Werbeexperten zu versetzen als umgekehrt – und der Bedarf der Werbewirtschaft an digitalen Auskennern wird immer größer,” ist Ali Mahlodji überzeugt, und da kann ich ihm nur zustimmen. In der Tat leidet die Online-Werbewirtschaft an “tradierten Missverständnissen” – ich pflege ja immer zu sagen, “Branding-Effekte” sind die Standard-Ausrede für erfolglose Kampagnen, denn während offline immer indirekt gemessen werden muss, lassen sich im Netz problemlos jeder Lead und jeder Sale nachverfolgen:

Das Interview entstand am Werbeplanung Summit 2009 – Ali hatte die Ticketverlosung auf datenschmutz gewonnen, in einer Veranstaltungspause habe ich in vor die datenschmutz-Cam gebeten. Mehr von Ali gibt’s seit April auf Retrospektiven.com – RSS Abo wärmstens empfohlen!

5 comments
Mario
Mario

Tja, hätte ich damals gewußt was ich heute weiß, dann würde ich heute meinen Bauch auf Jamaika in die Sonne strecken :D Alleine welche Domains so registriert wurden in den letzten 10 Jahren und was die an Wert gewonnen haben, es ist unglaublich. Noch unglaublicher ist, das man schon seit Beginn im Netz surft, aber eine Gelegenheit nach der anderen verpasst hat. War wohl zu jung und hatte nur Blödsinn im Kopf :) So, zurück zum Thema *g*

Fernstudium
Fernstudium

Man sollte bedenken das das Web als Einnahme Quelle erst wirklich seinen Boom ende 2000 -2002 erlebte, vorher haben entsprechende Webefachleute auf Printmedien und Co gesetzt. Das OnlineMarketing gehört mittlerweile zu eines der Schwersten geschäfte und richtig gute Werbefachleute die das Internetbusiness verstehen, verdienen mittlerweile richtiges Geld damit. Überlegt alleine welche Jobs entstanden sind als Beispiel nehmen wir doch einfach den Onlineredakteur.

Mario
Mario

Naja in bestimmten Lebensbereichen ist es unvermeidlich, statt deutschen Sprüchen englische zu nehmen - z.B. bei allem was mit dem Internet zusammen hängt. Aber ich denke das Ganze ist Teil des bei uns vorherrschenden Kulturverlustes und wird sich in Zukunft eher noch steigern.

Mario
Mario

Da habe ich letzte Woche noch eine interessante Studie gelesen, glaube es war auf Spiegel online - es ging darum das kaum eine Werbebotschaft verstanden wird, z.B. das Douglas "Come in and find out" wurde von der Mehrheit der befragten Personen als "Komm rein und finde wieder raus" verstanden.

ritchie
ritchie

Hehe... gute Anekdote, und wundert mich gar nicht - wenn ich mich so auf anderen europäischen Märkten umsehe, dann scheint die krampfhafte Verwendung von Anglizismen um jeden Preis (eben auch um den des Missverständnisses) wohl ein ziemliches Spezifikum des deutschsprachigen Marktes zu sein. Klassisches Problem der Innen-/Außenwahrnehmung.