Foursquare.com ist sowas von old school: die Hype-Geeks sind wei­ter­ge­zo­gen, und die neue Adresse der Wahl lau­tet formspring.me: die Fragen-Antworten-Plattform im Simplicissimus-Stil kommt wie ein rudi­men­tä­res –Service daher, wirft aber die 140-Zeichen Beschränkung über Bord: Ziel und Zweck ist es näm­lich, sich gegen­sei­tig Fragen zu stel­len und diese auch zu beant­wor­ten — je nach Geschmack kurz oder lang. Zwar lässt die Plattform der­zeit noch einige Kernfeatures ver­mis­sen, aber ich hab mich schon mal häus­lich ein­ge­rich­tet und das Widget im Sidebar ein­ge­bun­den: formspring.me/datadirt.

formspringWie Twitter gibt’s wenig zu kon­fi­gu­rie­ren: ein Avatar-Bild, eine Homepage-URL und eine kurze Beschreibung, das war’s auch schon. In punkto Design bie­tet .me einige Fertig-Templates an, man hat aber auch die Möglichkeit, ein eige­nes Hintergrundbild hoch­zu­la­den — das geht am schnells­ten mit­hilfe des PSD-Templates, das ich hier zum Download zur Verfügung stelle.

form­spring Hintergrund

Anders als Twitter besitzt form­spring kei­nen Sidebar. Die Content-Spalte hat eine fixe Breite von 752 Pixeln (inklu­sive der 1 Pixel brei­ten schwar­zen Umrandungslinie). Berücksichtigt man die häu­fige 1024er Auflösung, blei­ben abzüg­lich 30 Pixel fürs Browserfester 121 Pixel für am lin­ken Rand, die sich als Seitenleiste nut­zen las­sen. Die Header-Spalte ist inklu­sive Border 103 Pixel hoch — diese Abmessungen habe ich fürs Template benutzt.

Das Template steht als PSD-Datei mit meh­re­ren Layern zum Download bereit, eine Kurzanleitung fin­det sich in der PSD-Datei selbst — damit ist im Handumdrehen ein Custom– für form­spring gebaut (opti­miert für Auflösungen von 1024px bis 2000px). Nach dem Umkolorieren, Anpassen des Textes und dem Einfügen des eige­nen Logos muss die Datei nur noch expor­tiert wer­den. Für Nicht-Photoshop-Benutzer befin­det sich im zip-Archiv auch eine gif-Datei, die nur die Screenaufteilung in Form grauer Rechtecke enthält:

formspring-background-template.zip [rechte Maustaste + “spei­chern unter”]

So schaut die gif-Datei aus:

formspring-template

How to buzz formspring.me

Der ulti­ma­tive Guide zur Nutzung die­ser neuen Plattform fällt kurz und knapp aus: ori­gi­nelle und inter­es­sante Fragen stel­len, ori­gi­nelle und/oder (bzw. im Idealfall “sowohl als auch”) hilf­rei­che Antworten geben, immer an das Gute in Social Media glauben.

Mehr ist momen­tan noch nicht drin, denn die Applikation lässt noch reich­lich Features ver­mis­sen: einen RSS-Feed mei­ner Antworten würde ich ver­mis­sen, wenn nicht Gerald bereits ein ers­tes Mash-Up gebas­telt hätte. Dass man nur hän­disch nach Personen suchen kann und ein Adressbuchabgleich mit Gmail, und Co. fehlt, nervt ebenfalls.

Einbinden kann man der­zeit , Twitter, Facebook und Blogger — dabei wählt man zum Glück pro Antwort aus, über wel­che Networks die eigene Weisheit hin­aus­po­saunt wer­den soll. Besonders prak­tisch (vom SEO-Faktor her *g*) ist die Blogger-Integration. Wer auf einem Blogger-Account meh­rere Blogs betreibt, kann aller­dings nicht gezielt aus­wäh­len, form­spring scheint ein­fach das jeweils aktu­ellste Blogs zu neh­men. Ich “aggre­giere” meine Artikel unter der Adresse formspring.blogspot.com.

Dass man Fragen auch anonym stel­len kann, macht form­spring grund­sätz­lich zum idea­len Aufklärungstool für heikle Themengebiete — Spamgefahr besteht vor­erst keine, da jede vom poten­ti­el­len Antwortgeber erst mal geneh­migt wer­den muss. Mal sehen, wie sich die Plattform wei­ter­ent­wi­ckelt: wem 140 Zeichen immer schon zu wenig waren, der kann sich hier jeden­falls mal so rich­tig aus­las­sen. Mein Profil:

formspring.me/datadirt

Update — das sagen blog­gende Kollegen vom Wissenschaftler bis zur Prostituierten zu formspring: