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Und schon ist man nicht mehr Herr seiner Daten

28.04.2010, geschrieben von , 40 Kommentare

Der neue - sorgt für erregte Diskussion. Privacy-Bedenken drän­gen sich da natür­lich auf, und ja: Facebook gene­riert noch viel mehr Daten über seine User. Aber let’s face it: im Großen und Ganzen sind die Bedenken gna­den­los über­be­wer­tet, denn in der häu­fig die Gemüter erhit­zen­den Datenschutzdebatte wird eines ganz gerne über­se­hen: Ohne Datenaustausch keine .

munchie Und schon ist man nicht mehr Herr seiner Daten

Das neue Social Plugin tut ja im Wesentlichen nichts ande­res, als auf Facebook sowieso frei zugäng­li­che Inhalte in einem iFrame auf Drittseiten ein­zu­bin­den. Big Deal? Nicht wirk­lich, denn wer sein Facebook– nur für Freunde zugäng­lich macht, der outet sich gegen­über Drittusern auch durch das neue Script nicht. Dazu fällt mir ein Beitrag ein, den ich vor kur­zem in ATV Life gese­hen habe — ein äußerst kom­pe­ten­ter Datenschützer wählte eine mei­ner Meinung nach unglück­li­che Formulierung, die den Sachverhalt ganz gut auf den Punkt bringt. Er sagte sinn­ge­mäß in etwa:

Niemand weiß, wie lange Social Networks wie Facebook die Daten ihrer User spei­chern. Man schreibt ein­mal ein , und schon ist man nicht mehr Herr sei­ner Daten.

Und das ist genau mein Punkt — man schreibt Status-Updates, damit diese gele­sen wer­den. Wir nut­zen Facebook, um zu kom­mu­ni­zie­ren. Wir reden seit den frü­hen 90ern von den gewal­ti­gen Möglichkeiten des Internet, von Bottom-Up und dann spä­ter vom Web 2.0 – und kaum funk­tio­niert mal eine User-Driven–, schü­ren alle Honoratioren die blanke Kontrollverlustpanik. Was da des Empfängerkreises und die diver­sen Privacy-Settings angeht, mag noch Informationsbedarf herr­schen, und selbst­ver­ständ­lich gibt es schüt­zens­werte Daten — aber wer seine Steuer-, Sozialversicherungs– und Kontonummer auf Facebook pos­tet, ist sel­ber schuld. Die tat­säch­li­chen Probleme lie­gen da, wo staat­li­che Datensammlungen wie Polizei– und Krankenakten ohne jede Kontrolle immer wei­ter wuchern. Der Umgang mit Facebook dage­gen ist ledig­lich eine Frage der Media Literacy… und wie soll bitte per­so­na­li­zed media ohne Präferenz-Analyse denn jemals funktionieren?

Und ganz ehr­lich: ich kann die­ses idio­ti­sche Beispiel mit “diese Praktikantin hat ihren Job wegen eines Facebook-Postings ver­lo­ren, Danger Danger, Reputation Management Alarm!” wirk­lich nicht mehr hören, noch dazu wo die meis­ten Vortragenden die Original-Story nicht mal ken­nen und die an sich durch­aus lehr­rei­che Anekdote dann auch noch falsch erzäh­len (zwei­mal pas­siert in den letz­ten 3 Wochen mit den Original-Screenshots). Sagen wir mal so: wenn eine neue Mitarbeiterin am letz­ten Tag ihrer Probezeit auf Facebook pos­tet, dass ihr Chef (mit dem sie auf Facebook befreun­det ist) unfä­hig, die Firma mies ist, sie ihren Job hasst und besag­ter Chef ihr dann öffent­lich ant­wor­tet, dass er schon aus rein ökono­mi­schen Gründen kein Interesse an Mitarbeitern habe, die ihren Job has­sen, dann kann man dar­aus wohl kaum das Gefahrenpotential von Social Networks ablei­ten… ich würd sagen: bes­ser so für beide Seiten!

Wir leben in einer Zeit, in der die Grenzen zwi­schen pri­vat und öffent­lich neu defi­niert wer­den; aber das wur­den und wer­den sie ande­rer­seits ohne­hin per­ma­nent, zumin­dest seit die alten Griechen diese Dichotomie im west­li­chen Denken ver­an­ker­ten. Und dass diese neuen shiny Tools neue Herausforderungen mit sich brin­gen, stelle ich kei­nes­wegs in Abrede. Aber da geht’s um (poli­ti­sche) regu­la­to­risch Maßnahmen — diese Paranoia wegen jedes ein­zel­nen Status Updates ist voll­kom­men unbe­rech­tigt, also las­sen Sie sich bloß nicht den Spaß ver­der­ben. Wenn wir nicht jeder ein­zeln als digi­ta­ler Einsiedler im Netz vor uns hin­ve­ge­tie­ren wol­len, dann wer­den wir den einen oder ande­ren Datenaustausch schon zulas­sen müssen.

Die Sache mit dem Vergessen dage­gen halte ich für über­be­wer­tet: die “alles auf ewig spei­chern­den Rechner” muss erst mal jemand auf wirk­lich län­gere Sicht finan­zie­ren, denn auf eines ist Verlass: die Entropie lässt sich nicht über­lis­ten. Und selbst, wenn Rechner sich alles mer­ken sol­len: Menschen ver­ges­sen. Und diese Fähigkeiten, da sind sich alle Neuropsychologen einig, macht uns über­haupt erst überlebensfähig.

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Bisher haben meine Lieblingsleser 40 Kommentare zu "Und schon ist man nicht mehr Herr seiner Daten" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • Marco Identicon Icon

    Toller Beitrag! Schlussendlich ist man dafür selbst ver­ant­wort­lich, wel­che Daten und Postings man wo rein­schreibt. Man könnte sich über­le­gen ob man im Telefonbuch steht soll, oder ob man das Namensschild von der Tür ent­fer­nen soll, oder sein KFZ-Kennzeichen ver­de­cken soll, nur mehr mit Sonnenbrille auf die Straße gehen soll, … :geek:

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  • Wolf Identicon Icon
    Wolf sagte am 29. April 2010 um 7:52

    Ich emp­fehle mal Miriam Meckels Video zum Facebook– Like– Button: http://tinyurl.com/26tgkj4

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 30. April 2010 um 3:01

    Danke für den Link; ich war nicht auf der re:publica und hab mir gerade Miriams Vortrag in Voll-Länge ange­hört. Sehr span­nende, sehr inter­es­sante Beobachtungen, aber ins­ge­samt doch recht anek­do­tisch. Die Frage deter­mi­nis­tisch vs. entro­pisch beschäf­tigt mich seit Jahren (eigent­lich eher Jahrzehnten) — Mäc (Luhan) hat ja immer gesagt, dass man diese neue Environment nur mit­tels “Probes” (Sonden) erfor­schen kann, und genau so hab ich auch den Vortrag verstanden.

    Und gerade im kon­kre­ten Fall des Like-Buttons sehe ich durch­aus eine rea­lis­ti­sche Möglichkeit, diese schwie­rige Absimmunng Entropie/Determinismus so zu lösen, dass das Ergebnis für mich per­sön­lich sehr span­nend sein kann. Von allen “per­so­na­li­zed media ser­vices”, die ich im Lauf der letz­ten 15 Jahre aus­pro­biert habe, konnte bis­her Socialmedian das am bes­ten (mit kräf­ti­ger Twitter-Hilfe). Seit Xing das Start-Up gekauft hat, ist der Service lei­der tot, aber Facebook wird für mich zuneh­mend zur bes­ten per­sön­li­chen Tageszeitung.

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    Teiresias Identicon Icon

    Vielen Dank für den wirk­lich inter­es­san­ten Link. Rückmeldung: Horizont wei­ter ver­scho­ben. :frog6: Beste Grüße aus Friedrichshain … Tei

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 1. Mai 2010 um 11:40

    Dankeschön, das freut mich natür­lich sehr zu hören! :-)

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  • Ronnie Coleman Identicon Icon

    Ich kann da Marco nur zustim­men, jeder ist selbst für seine Daten ver­ant­wort­lich. Generell gebe ich diese sehr sel­ten raus. Manche beden­ken ein­fach nicht was man, wenn man es will mit die­sen Daten anrich­ten kann

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  • Marius Identicon Icon

    Sehr schö­ner Beitrag. Ich bin natür­lich auch stark daran inter­es­siert, dass meine Daten nicht im gan­zen Internet rum­flie­gen, letzt­end­lich ist ohne dass “pri­vate” Daten ent­ste­hen, nicht ohne viel Aufwand mög­lich im Internet zu kommunizieren.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 6. Mai 2010 um 22:31

    Ja, das sehe ich genauso — man muss ler­nen, damit umzu­ge­hen; aber diese der­zeit gras­sie­rende Facebook-Panik ist mehr als übertrieben.

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  • Klaus Identicon Icon

    Datenschutz ist doch den meis­ten Leuten total egal, wenn sie etwas umsonst bekom­men. Beispiel: Als das Google Handy Anfang 2009 auf den Markt kamen, gab es eine spe­ku­la­tive Umfrage. Würden Sie das Google Handy kau­fen? 80% sag­ten: “Nein!” Würden Sie das Google Handy kau­fen, wenn Sie umsonst tele­fo­nie­ren könn­ten, dafür aber Daten von sich an Google preis­ge­ben müss­ten? 80% sag­ten: “Ja!” Und da haben wir es — sobald es was gra­tis gibt, fan­gen alle an zu sab­bern und küm­mern sich nicht um Datenschutz.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 1. Mai 2010 um 11:45

    Das stimmt; aber man muss auch sehen, dass Anbieter wie Facebook, Twitter, Google + Co keine Charity-Veranstaltungen sind, son­dern Geld ver­die­nen wol­len / müs­sen — inso­fern han­delt sich’s dabei quasi immer um eine Art Trade-Off handelt.

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  • Joe Identicon Icon
    Joe sagte am 30. April 2010 um 9:35

    Stimme dir voll und ganz zu Ritchie. Wichtiger wäre, dass der ver­ant­wor­tungs­be­wusste Umgang mit Medien und Social Media schön lang­sam mal Einzug fin­det in den Unterrichtsplan.
    Aber ich denke, das dau­ert noch eine gene­ra­tion bis das geschieht.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 1. Mai 2010 um 11:46

    Das stimmt — ist eine wesent­lich wich­ti­gere Core-Kompetenz als die rein “tech­ni­schen” Fähigkeiten.

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  • Bertl Identicon Icon

    Das sehe ich auch so. Und schluss­end­lich etschei­den wir selbst was, wie­viel, wo und wann wir wel­che Daten WISSENTLICH öffent­lich preis­ge­ben!
    “Was ich nicht will, dass du es weisst, erzähl ich nicht”

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 1. Mai 2010 um 11:41

    Ganz genau, diese Faustregel hat auch online ihre Gültigkeit kei­nes­wegs verloren. :-)

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  • Frank Identicon Icon
    Frank sagte am 30. April 2010 um 13:54

    Die “ewig spei­chern­den Rechner” gibt es schon, wenn sie auch nocht nicht so per­fekt lau­fen. Das wird aber sicher noch kom­men. Auch wenn viele es für “gna­den­los über­be­wer­tet” hal­ten, darf sich ja doch noch Gedanken dar­über machen. Andi Rauber hat sich diese z.B. gemacht: Sehr lesen­wert auf http://iwaw.europarchive.org/0.….Rauber.pdf

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 1. Mai 2010 um 11:51

    Naja, ich würd sagen, es gibt Versuche und Best Practices; das Paper ist span­nend, aber schon in der Einleitung wird der “mas­sive Verlust von Daten” beklagt — der gehört zur Natur des Netzes. Millionen Geocities-Pages sind weg, gone fore­ver, *nir­gends* gespei­chert; so ein­fach lässt sich die Informationsentropie tech­nisch ein­fach nicht überlisten.

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  • Aufschnürer Identicon Icon

    Das Internet ver­gisst nicht. Und: Wer sich auf soziale Online-Netzwerke ein­lässt, muss mit allem rech­nen. Klingt doof, ist aber so. Ich weiß noch nicht so recht, was ich vom “Überall-Like-Button” hal­ten soll. Der Trend zum überall-vernetzt-sein birgt sicher auch Risiken. Und das nicht nur dann, wenn wie­der eine Sicherheitslücke bekannt wird. Mal sehen, wo uns das alles hinführt.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 1. Mai 2010 um 11:48

    Ich ver­steh die Riesen-Panik trotz­dem nicht; gerade die Leute, die am meis­ten Ängst haben, pos­ten meist doch so “kri­ti­sche” Updates wie “hab gerade Ham and Eggs gefrüh­stückt.” Sowas kann einen natür­lich den poten­ti­el­len Job im vega­nen Restaurant kosten…

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  • Christian Identicon Icon

    Ich denke man wird nie­man­den davor bewah­ren kön­nen, ein­fach so seine Daten los­zu­wer­den. Ich denke viel­mehr ist es wich­tig, einen Verantwortungsvollen Umgang mit pri­va­ten Daten zu för­dern.
    Jeder sollte sich selbst über­le­gen, wo er seine Daten hin­ter­las­sen möchte. Ob man an Diensten wie Facebook und Co. teil­nimmt, kann sich jeder selbst über­le­gen. Demhingegen wird man gegen­über dem Staat sehr oft ver­pflich­tet, maschi­nen­les­bar bestimmte Daten preis­zu­ge­ben… Darüber sollte mei­ner Meinung nach genauso Diskutiert wer­den. Denn was mit die­sen Daten pas­siert, ist auch nicht abseh­bar, denn wie schnell kön­nen Gesetze geän­dert werden.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 28. Juni 2010 um 16:18

    Ja, aber die­ser Lernprozess erfolgt sehr schnell, hab ich den Eindruck.

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  • Sandra Identicon Icon

    Super Beitrag. Dieses stän­dige Aufschreien wegen irgend­wel­cher Daten geht mir schon lange auf den Zeiger. Immer muss ein neuer Sündenbock her­hal­ten um Angst zu schü­ren. Irgendwie scheint das System zu haben. Das gebas­telte Bild gefällt mir rich­tig gut :-)

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 4. Mai 2010 um 20:06

    Dankeschön! :frog5:

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  • Werenfried Ressl Identicon Icon

    danke, der Beitrag ist viel­leicht für Leser ein ers­ter Schritt in Richtung “ich küm­mere mich jetzt aktive um meine digi­tal repu­ta­tion…”.
    Wobei — wer so aktiv ist, wie Du, der sein nicht benei­det um das Durchackern von 99 noti­fi­ca­ti­ons pro Facebook Session (Tag?, Stunde?, Minute?)
    ;-)

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 4. Mai 2010 um 20:06

    An die 300/Tag — dau­ert mit den rich­ti­gen Tools zwi­schen 5 und 10 Minuten! :pirat:

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  • Harry Gulya Identicon Icon

    Fluch uns Segen zugleich. Es bleibt jedem selbst über­las­sen, auf einen sol­chen “Like-Button” zu kli­cken oder es eben sein zu las­sen. Ein bedach­ter Umgang sollte bei allen Funktionen und Möglichkeiten des Internets prak­ti­ziert wer­den. Wenn ich bei einem Artikel zum Thema “Meine Arbeit kotzt mich an” auf den Facebook-Like Button kli­cke und ich mit mei­nen Vorgesetzten auf Facebook ver­bun­den bin, dann bin ich doch wahr­lich selbst schuld. Die Chacen, Vorteile und zahl­rei­chen Möglichkeiten von einem ver­netz­ten social web sind bei einem über­leg­ten Handeln mei­ner Meinung nach grö­ßer als die Risiken.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 4. Mai 2010 um 20:05

    Ja, seh ich genauso!

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  • Iris Identicon Icon

    Hallo Ritchie,

    ich denke, dass jeder auch ein Stück weit selbst dafür ver­ant­wort­lich ist, was er ver­öf­fent­licht und wie­viel er davon auf “pri­vat” setzt. Insofern ver­stehe ich die ganze Panik über Datenschutzverletzungen durch Facebook nur bedingt. Ich per­sön­lich ver­öf­fent­li­che nur wenig über mich, nutze diese Dienste aber, um mit Freunden in Kontakt zu blei­ben, dafür sind sie super.

    VG Iris

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 6. Mai 2010 um 22:31

    Ja, ich per­sön­lich seh das genauso — there’s a place for pri­vate stuff, and it’s cal­led encryp­ted e-mail :frog2:

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  • Andy Identicon Icon

    Sehr guter Artikel! Worum sich die Datenschützer eher küm­mern soll­ten, sind Seiten wie 123people.at, weil die will­kür­li­che Datensätze ver­brei­ten. Andererseits macht das die gan­zen Horrorszenarien schon wie­der lächer­lich, wenn der­ar­tige “Datensammlungen” gar nicht stim­men. Such dort mal nach so Allerweltsnamen wie Sabine Huber ;-)

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    Alex Identicon Icon
    Alex antwortete am 25. Mai 2010 um 7:39

    Hmmmm — was wohl der frag­men­tierte Name “~bmayer” im Bild hei­ßen könnte?
    Kannman sich ja Zeit las­sen mit der Antwort, in 20 oder 30 Jahren noch mal klären.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 28. Juni 2010 um 16:23

    Das raus­zu­fin­den wird dann in der Tat eine Aufgabe für zukünf­tige Generationen von Historikern! :king:

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  • Lorienarm Identicon Icon
    Lorienarm sagte am 7. Mai 2010 um 13:05

    Selten soviel Schwachsinn gele­sen.
    Diese Thesen sind nur zum Teil wahr, und auch nur dann, wenn Profile respek­tive deren Inhalte wirk­lich nur so ein­ge­se­hen wer­den kön­nen, wie sie in den Privacy-Settings fest­ge­legt wur­den.
    Es geht pri­mär um das Problem, dass Personen Inhalte sehen, die sie nicht sehen sollen/dürfen — es aber trotz der ein­ge­stell­ten Restriktion(=Privacy-Settings) tun. Niemand weiß, was mit den Daten passiert.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 28. Juni 2010 um 16:19

    Du meinst damit Bugs, oder? Bei so kom­ple­xen System tre­ten natür­lich immer wie­der Fehler auf — aber bei einem muss ich dir wider­spre­chen: wir wis­sen genau, was mit den Daten pas­siert: sie wer­den gespei­chert und aus­ge­wer­tet! Fine with me, ich krieg dafür ja auch eine Menge zurück von Facebook! :ninja:

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  • Frank Identicon Icon
    Frank sagte am 9. Mai 2010 um 13:43

    @geocities:
    http://www.archiveteam.org/ind.….=Geocities

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 28. Juni 2010 um 16:20

    Danke für den Links; vor allem die Gif-Sammlung ist wirk­lich eine rei­che Quelle nicht enden wol­len­der Inspiration :elk:

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  • Andree Identicon Icon

    Facebook und andere Plattformen wur­den vor gar­nicht lan­ger Zeit bei Stern Tv unter die Lupe genom­men. Da kam klar raus, das man die Einstellungen für Privatsphäre zwar klar set­zen kann, viele die­ses aus unwis­sen­heit aber gar­nicht machen. Viele Schüler usw. den­ken nicht dabei was Sie an Daten preis­ge­ben und diese kön­nen dann eben ein­ge­se­hen wer­den wenn man das nicht auf Privat ste­hen hat. Genau da liegt der Fehler bei Facebook und co. Setz man an dder Stelle an, dann pas­siert sowas auch nicht mehr.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 28. Juni 2010 um 16:21

    Da hast du völ­lig recht. Man muss aber auch sagen, dass Facebook da schon eini­ges nach­ge­bes­sert hat — man kann halt als User ein­fach nicht die Verantwortung kom­plett auf den Plattformbetreiber abwäl­zen. Insofern ist’s schon gut, dass da soviel dis­ku­tiert wird, weil die Leute damit ein­fach sen­si­bler wer­den gegen­über die­sem wich­ti­gen Thema.

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  • AMUNO Identicon Icon

    Hi,

    den Beitrag nenne ich mal Word! Wer im Internet surft, der sollte auch durch­aus in der Lage sein, sich über seine Daten ein paar Gedanken zu machen. Dieses stän­dige ver­teu­feln von Facebook in den letz­ten Wochen geht mir auch schon sehr auf den Zeiger. Klar ist es nicht schön, dass sie unbe­dingt in alle Ewigkeit die Daten spei­chern und prak­tisch Lizenzen dafür haben wol­len, aber man muss doch auch mal die Seite sehen, dass Google, etc. prak­tisch unbe­hel­ligt trei­ben kön­nen, was sie wollen.

    Gruß

    AMUNO

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 28. Juni 2010 um 16:22

    Ja, genau — gene­rell finde ich diese total Verantwortungsdelegation sowieso sehr bedenk­lich; die gibt’s übri­gens nicht bloß im Social Media Bereich.

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  • Linda Identicon Icon
    Linda sagte am 28. April 2011 um 11:37

    Die Rufe nach Datenschutz, Zensur und Koperschutz zei­gen deut­lich die Lücke die sich zwi­schen “digi­tal nati­ves” und ihrer Elterngeneration auf­tut. Die Einen kom­men mit den neuen Technologien nicht wirk­lich klar — die Anderen kön­nen die ganze Aufregung über­haupt nicht verstehen.…

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