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Das FutureZone Drama: ein öffentlich-rechtliches Missverständnis

17.06.2010, geschrieben von , 57 Kommentare

Die ORF FutureZone, ein auf –News spe­zia­li­sier­tes Nachrichtenangebot des staat­li­chen öster­rei­chi­schen Rundfunks ORF soll im Rahmen eines neuen Rundfunkgesetzes ein­ge­stellt wer­den, was für erheb­li­chen Unmut in der öster­rei­chi­schen Social Media Szene sorgt. Dass “die Verleger” ein neues Projekt pla­nen, sei der eigent­li­che Grund die­ses “Bauernopfers”. In der zuge­hö­ri­gen Facebook-Gruppe haben die Wogen der Empörung bereits in Wellen des Aktionismus umgeschlagen:

Wir wol­len eine Petition an den ORF rich­ten, damit die­ser die nicht abdreht, son­dern der Community über­gibt. Und die Community sind alle, die wol­len, dass es die FuZo wei­ter gibt. Lasst uns eine Genossenschaft grün­den, an der sich alle Interessierten betei­li­gen kön­nen und die in Zukunft den Betrieb der wei­ter­führt und ausbaut.

Ich per­sön­lich ver­stehe nicht ganz, warum man für den Betrieb eines Multi-Author Blogs eine Genossenschaft grün­den muss oder soll und was genau mit die­ser “Überg­abe” gemeint sein soll. Weiters ist mir voll­kom­men neu, dass zum Start eines Weblogs über IT/Gesellschafts-Themen in irgend­ei­ner Weise die Zustimmung des ORF erfor­der­lich ist. Was mich aber letzt­end­lich zu die­sem Beitrag moti­viert hat, ist ein grund­le­gen­des Missverständnis in der Debatte: um den IT-politisch Informationsbedarf abzu­de­cken, muss der Staatssender kein Online-Medium betrei­ben, das über jeden Rülpser von Steve Jobs und jede 0,0xte Android-Versionsänderung redak­tio­nell remixt.

fuzo Das FutureZone Drama: ein öffentlich rechtliches Missverständnis

Anstatt in reflex­haf­ter Manier den Niedergang der Demokratie zu bejam­mern, wäre jetzt der rich­tige Augenblick, die ver­schie­de­nen IT-Redaktionen des ORF zu bün­deln. Es bestünde sogar die ein­zig­ar­tige Chance, ein neues Kompetenz-Zentrum inner­halb des ORF zu schaf­fen, das jene Teil der IT-Berichterstattung abdeckt, die pri­vate Medien nicht leis­ten können.

Um nicht miss­ver­stan­den zu wer­den: ich habe nichts gegen die FutureZone, ganz im Gegenteil. Zu behaup­ten, dass ich sie aus ande­ren als pro­fes­sio­nel­len Gründen (sprich Monitoring) regel­mä­ßig gele­sen hätte, wäre maß­los über­trie­ben. Dass die Redaktion stets “inves­ti­ga­tiv recher­chiert”, halte ich nicht zuletzt auf­grund per­sön­li­cher Erfahrungen im Rahmen unse­res Internetrat-Projekts für maß­los über­trie­ben. Dass der Löwenanteil der Meldungen wie bei allen der­ar­ti­gen Medien von den Big 3 (plus Heise in Europa) abge­schrie­ben sind, will ich der FuZo auch gar nicht vor­wer­fen, die Redakteure kön­nen ja nix dafür, dass die ORF On Strategie nicht pri­mär auf Welt– respek­tive Demokratieverbesserung, son­dern auf Page Impressions abzielt. Dennoch ist mir die öfters auf­ge­tauchte Argumentationslinie „Bevor der ORF *uner­wünschte Sendung hier ein­fü­gen* pro­du­ziert, ist mir lie­ber, er gibt meine GIS-Beiträge für die FutureZone aus.“ schlicht und ergrei­fend zu wenig für eine Rechtfertigung eines weit­ge­hend eigen­stän­dig agie­ren­den Steuergeld-IT-Blogs.

Das Kind beim Namen nennen

Die jour­na­lis­tisch hoch­wer­ti­gen Artikel, die inves­ti­ga­ti­ven Beiträge über in der Tat extrem rele­vante Datenschutz– und Bürgerrechts-Themen kamen in der Vergangenheit nicht von “der FutureZone Redaktion”, son­dern so gut wie aus­schließ­lich von deren Gründer , den ich fach­lich wie per­sön­lich über alle Maßen schätze. Dass ein gro­ßer Teil sei­ner Reportagen zu Enfopol auf Telepolis respek­tive im c’t ver­öf­fent­lich wurde, ist mehr als sym­pto­ma­tisch und zeigt ein spe­zi­fi­sches Problem des öster­rei­chi­schen Mediensystems auf: wir lei­der unter dem Economies of Scales eines Kleinstaats und unter Medienpolitikern mit dem Weitblick von Kellerzwergen.

Das lässt sich mathe­ma­tisch erklä­ren (die Scales, nicht die Kellerzwerge): Wenn sich 3% der Bevölkerung für ein Thema inter­es­sie­ren, dann ergibt das in Öster­reich bei 8 Millionen Einwohnern eine poten­ti­elle Zielgruppe von 240.000 Personen, im zehn­mal so gro­ßen Deutschland spre­chen wir von 2,4 Millionen. Ergo kann der öster­rei­chi­sche Markt viele “Nischenprodukte” nicht tra­gen, und genau hier ver­sucht der Staat regu­lie­rend ein­zu­grei­fen und eine gewisse “Grundversorgung” mit als demo­kra­tie­po­li­tisch und kul­tu­rell wün­schens­wer­ten Medieninhalten sicher zu stellen.

fuzo2 Das FutureZone Drama: ein öffentlich rechtliches Missverständnis

Das wäre die Idee hin­ter dem ORF, doch alle Theorie ist grau. Und den Irrsinn, der in Öster­reich seit Jahrzehnten prak­ti­ziert wird, muss man sich in die­sem Kontext ein­mal mehr auf der Zunge zer­ge­hen las­sen: da leis­tet sich der Staat einen staat­li­chen Rundfunksender, wel­cher Defizite der freien Medienwirtschaft aus­glei­chen soll, lässt jeden Bürger GIS-Gebühr bezah­len und nutzt die poli­tisch kon­trol­lierte Senderstruktur jahr­zehn­te­lang kon­se­quent dafür, soge­nann­ten “Weiße Elefanten”, also Politpensionäre, mit über­höh­ten Gehältern “dau­er­zu­par­ken”. Irgendwann stößt die Finanzierbarkeit des Molochs, der ja auch noch Medieninhalte pro­du­zie­ren soll, an ihre Grenzen, und Intendanz um Intendanz jam­mert und fleht um die Anhebung der Werbezeiten, die in der Regel auch gewährt wer­den. Denn allein über Gebühren ließe sich der ORF längst nicht mehr finan­zie­ren, da kos­ten schon allein die ein­ge­kauf­ten US-Serien viel zu viel. Und wo kämen wir denn da hin, wenn der Staatssender den “lukra­ti­ven Werbemarkt” und den Sektor “Unterhaltung” den pri­va­ten Anbietern über­las­sen müsste? Genau diese ver­quere Logik ist schein­bar voll­kom­men unre­flek­tiert von wei­ten Teilen der Social Media Szene über­nom­men wor­den, die nun für eine Erhaltung der FuZo trom­melt – obwohl das Befürworten öffentlich-rechtlicher Medieninhalte mei­ner Meinung nach mit einem schar­fen Profil und einem Fokus auf öffentlich-rechtlichen Mehrwert ein­her­ge­hen muss, und genau der sollte auch hin­ter­fragt wer­den dür­fen. Profil-Kolumnist Sven Gächter schlägt diese Woche in eine ähnli­che Kerbe:

Das ORF-Biotop neigt – mit­un­ter aus guten Gründen – zur Wehleidigkeit, wenn es um die Diskussion sei­ner Arbeitsbedingungen geht. Zur Selbstkritik neigt es nicht. Über­ge­ord­nete Strukturprobleme bie­ten keine stich­hal­tige Entschuldigung für inhalt­li­che Defizite, die den Legitimationsanspruch des Senders zum Teil dra­ma­tisch unterhöhlen.

Um auf die FutureZone respek­tive die Rolle der IT-Berichterstattung im ORF-Kontext zurück zu kom­men: Lasst doch ein­fach Heise, Computerwelt, Computerwoche und Co. über markt­ge­trie­bene IT Trends im Allgemeinen berich­ten und kon­zen­triert euch auf jene Bereiche, die tat­säch­lich poli­ti­sche und kul­tu­relle Relevanz haben und von pri­va­ten Anbietern nicht oder nicht aus­rei­chend abge­deckt wer­den. Ich kann ein­fach nicht mit gutem Gewissen dafür ein­tre­ten, dass mit mei­nem Steuergeld eine Redaktion finan­ziert wird, die zum Großteil Meldungen wie “Lange Wartezeiten für iPhone 4 — Rekordandrang ver­zö­gert Auslieferung” von den Primärquellen ab– und umschreibt. Wenn ich mir ange­sichts des rea­len redak­tio­nel­len Angebots Christoph Chorherrs Kommentar durch­le­sen, dann frage ich mich, ob er eigent­lich von der glei­chen FutureZone spricht wie ich:

Besonders ver­läss­lich, weil sie Nachrichten zu den ThemenBürgerrechten im digi­ta­len Zeitalter bie­tet, ist die FutureZone von ORF On. Sie hat sich gerade auf EU-Ebene um Themen geküm­mert, die sonst nie­mand beackern konnte. Warum? Sie haben offen­sicht­lich aus­rei­chend redak­tio­nelle Kraft auf die Behandlung die­ser Themen und schauen nicht auf eine sim­ple Bilanzrechnung. […] Diese lang­wie­rige ana­ly­ti­sche Arbeit ist für pri­vate Medien nur schwer zu leis­ten, umge­kehrt kön­nen diese jeder­zeit auf die Vorarbeit der FutureZone-Redaktion zurückgreifen.

Ich wün­sche mir jenes Medium, von dem Chorherr hier spricht. Ich wün­sche mir eine IT-Redaktion im ORF, wel­che die geballte Kompetenz von FutureZone, Matrix, und Co. zusam­men­fasst. Ob diese Redaktion dann Fernseh-, Radio– oder Online-Beiträge pro­du­ziert, ist zweit­ran­gig (wobei ein IT-Magazin im Staatsfernsehen längst über­fäl­lig ist). Sinn und Zweck wäre die kon­se­quente, lang­fris­tige Beackerung von Themen wie Datenspeicherung, eGo­vern­ment, Auswirkungen der neuen Medien aufs Bildungssystem und Ähnli­ches, nicht darum, mit Steuergeldern Pressemeldungen umzu­schrei­ben. Selbstverständlich wäre eine ver­ti­kale *und* hori­zon­tale Integration die­ser Themen mehr als wün­schens­wert. Alle, die mit der Keule des digi­tal­kul­tu­rel­len Niedergangs dro­hen, sol­len sich die fol­gende Frage stel­len: Wenn diese Themen wirk­lich so wich­tig sind, soll­ten sie dann wirk­lich auf die ein­same Insel ver­bannt wer­den? Wenn wir in der Informationsgesellschaft leben, wenn Internet und Co. in der Tat eine so große Rollen spie­len, warum braucht man dann ein old-school ? Wäre es denn nicht wesent­lich adäqua­ter, die betref­fen­den Themen ins beste­hende Angebot zu inte­grie­ren? Oder anders gefragt: wenn eGo­vern­ment Themen Relevanz besit­zen, warum nicht im Politik-Ressort drü­ber berich­ten? Wenn wie­der mal ein Innenminister mehr über seine Bürger wis­sen möchte, als das Gesetz erlaubt, warum nicht in der Innenpolitik drü­ber berich­ten? Fragen über Fragen, die eine „Genossenschaft“ der Cyber-Konservativisten wohl kaum beant­wor­ten kön­nen wird.

PS: Natürlich frage ich mich, ob in die­sem Bereich ein poli­tisch gesteu­er­ter wirk­lich der geeig­netste Betreiber sein kann — Intervenieren kön­nen Politiker schließ­lich nicht nur bei Fernsehbeiträgen. Aber das ist ein ande­res Posting und soll ein ander­mal erzählt werden.

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Bisher haben meine Lieblingsleser 57 Kommentare zu "Das FutureZone Drama: ein öffentlich-rechtliches Missverständnis" geschrieben.

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  • socialhack Identicon Icon

    Das Ziel ist klar, nur der Weg nicht instan­tan. Das was Matrix & digi­tal leben tut sollte defi­ni­tiv gepus­hed wer­den und auch in TV sei­nen Platz finden.

    Aber wir sind nun­mal (noch) eine special-interest-group und Redakteure die Themen für ein IT Publikum pro­du­zie­ren, sind nicht immer die­je­ni­gen für eine brei­tere Öffent­lich­keit. Wir brau­chen sol­che “Inseln” um Kohärenz in der Szene zu schaffen.

    Und was ist so schlimm dran wenn der Apple-Fanboy wei­ter klickt und auch den nächs­ten einen Artikel über SWIFT liest?

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  • Roman Huber Identicon Icon
    Roman Huber sagte am 17. Juni 2010 um 15:15

    Kann dem nur voll inhalt­lich zustim­men. Gute, fun­dierte IT-Berichte kann und soll der ORF machen. Dazu braucht es aber keine fuzo.

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    Unangenehm Identicon Icon
    Unangenehm antwortete am 17. Juni 2010 um 16:01

    Genau. Das machen wir im Nachtprogramm von Ö1, wo kei­ner zuhört.

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  • pyrker Identicon Icon

    Ritchie, ich finde es wirk­lich bei­spiel­los, mit wel­cher Vehemenz du hier gegen die Futurezone wet­terst — ganz gleich, ob du mit der Einrichtung einer gschei­ten IT-Redaktion im ORF recht hast oder nicht — die beste­hende Redaktion samt ihrer exter­nen Redakteure der­art zu redu­zie­ren auf Über­schrif­ten wie “Lange Wartezeiten für iPhone 4″ ist nicht kor­rekt. Selbstverständlich wur­den neben Möchels Enfopol-Berichten viele andere exklu­sive Artikel ver­öf­fent­licht, das wis­sen auch die Kollegen von Heise.de. Ich werde nie ver­ste­hen, wie man einen ehe­ma­li­gen Medienparnter/kollegen (du hast ja ebenso Gastbeiträge für Matrix + ein­mal FuZo geschrie­ben) der­art run­ter­ma­chen kann.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 17. Juni 2010 um 17:06

    Nein, das ver­stehst du völ­lig falsch; ich spre­che der FuZo Redaktion kei­nes­falls ab, dass sie gute Artikel pro­du­ziert hat. Ich denke, ich habe aus­führ­lich argu­men­tiert, worum’s mir im Kern geht: um das Verständnis eines öffentlich-rechtlichen Medienangebots. Die Art der Diskussion — auf der einen Seite posau­nen wir immer groß die Medienrevolution und den Prosumer raus, auf der ande­rern Seite haben wir nichts bes­se­res zu tun, als mög­lichst schnell nach Papa Staat und Genossenschaften zu rufen, wenn ein Blog ein­ge­stellt wer­den sol­len — dünkt mich ein­fach Wunder.

    Problematisch finde ich an dei­ner Argumentation, dass du im Prinzip sagst: ich hab matrix-Beiträge gemacht und für ORF On Kolumnen geschrie­ben, und das zwingt mich jetzt zur ewi­gen Kritiklosigkeit? Dieser Art von “Sippenhaftung” fühle ich mich defi­ni­tiv nicht verpflichtet.

    Und noch­mal: selbst die Publikation exklu­si­ver Artikel ist keine Existenzberechtigung per se. Wie gesagt: wenn das Thema so wich­tig ist, dann soll sich der ORF ernst­haft damit befas­sen und sowohl ver­ti­kale als auch hori­zon­tale Integration vor­an­trei­ben. Wenn für dich “wet­tern” aber bedeu­tet, dass ich eine andere Meinung als der Großteil der Blogger und Tweeter ver­trete, dann kann ich nur sagen: ja, ich wettere.

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    pyrker Identicon Icon

    Die Problematik an mei­ner Argumentation ist, dass man sie auch so deu­ten kann wie du sie gerade aus­legst. Gemeint habe ich nicht, dass du zu ewi­ger Kritiklosigkeit gezwun­gen bist. Wie kommst du auf die Idee? Das würde ich nie behaup­ten, schließ­lich habe ich ebenso einige Vorgänge im ORF öffent­lich kri­ti­siert (siehe http://scheissinternet.at), dann müsste ich mich ja gleich selbst “sippenhaften”.

    Ich meinte hin­ge­gen, dass nie­mand eine Redaktion der­art nega­tiv und inhalt­lich falsch vor­füh­ren sollte — nicht ein­mal jemand, der frü­her ORF On Kolumnen geschrie­ben hat. Mit aus­ge­such­ten “Agenturmeldungen”, dem expli­zi­ten Hinweis dass es nur einen ein­zi­gen guten Redakteur gäbe und dem sach­lich fal­schen, und vor allem Volksmeinungs-tauglichen Vorwurf, dass der Löwenanteil der Meldungen “abge­schrie­ben” sei­nen. Gerade von dir als Medienwissenschaftler erwarte ich hier wahr­heits­ge­treue Analysen. Der Aufhänger dei­nes Beitrages ist die Abschaffung der Futurezone — dar­auf beziehe ich mich hier, nicht auf die all­ge­meine ver­ti­kale und hori­zon­tale Integration des Themas.

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    Glacial Slurs Identicon Icon
    Glacial Slurs antwortete am 17. Juni 2010 um 20:51

    Da oben steht umge­schrie­ben, nicht abge­schrie­ben. Und da ist wohl was dran — dazu muss man kein Medienwissenschaftler sein, um das zu erkennen.

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    pyrker Identicon Icon

    Dass der Löwenanteil der Meldungen wie bei allen der ar ti gen Medien von den Big 3 (plus Heise in Europa) abge schrie­ben sind, will ich der FuZo auch gar nicht vor wer fen, die Redakteure kön nen ja nix dafür, ”

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  • Unangenehm Identicon Icon
    Unangenehm sagte am 17. Juni 2010 um 16:00

    Hey, Hinterhertreten kos­tet nichts und bringt ordent­lich Traffic. Da brummt die Aufmerksamkeitsökonomie.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 17. Juni 2010 um 17:10

    Wem denn Hinterhertreten? Alle ande­ren finden’s ja eh tod­trau­rig, dass die FuZo ein­ge­stellt wird. Wundert mich, dass noch nie­mand einen Sitzstreik vor der Redaktion vor­ge­schla­gen hat.

    Und ich nehm mal an, die Anonymität ist dem Redaktions-Maulkorb geschul­det? Schade, dass die Redakteure nicht mal offi­zi­ell sagen dür­fen, wie blöd sie diese Entscheidung fin­den. Hmmm… viel­leicht wär ein unab­hän­gi­ges Blog doch bes­ser? Aber das wird wohl kaum die Gehälter für eine mehr­köp­fige Redaktion zah­len, fürchte ich. Frei nach dem Motto “Wes’ Brot ich ess’, des’ Lied ich nicht sing’”?

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    Ralf Identicon Icon
    Ralf antwortete am 17. Juni 2010 um 19:59

    Wenn Du mal Deine ATV-Brille abset­zen wür­dest, dann wür­dest Du es viel­leicht auch ver­ste­hen. Es gibt über­haupt kei­nen ratio­na­len Grund, wes­halb die Fuzo abge­schafft wer­den sollte. Aber der Politik und den ORF-Direktoren ist das Blunzn. Hauptsache mehr Geld bzw. mehr Werbung.

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    linzerschnitte Identicon Icon
    linzerschnitte antwortete am 17. Juni 2010 um 20:06

    Durch die ATV Brille sieht man pro-Futurezone. ATV hat eher ein Problem damit, dass der ORF nach einem TV Werbemonopol jetzt auch noch eine Online-Werbe-Monopol dazu­be­kommt. Der ORF könnte inhalt­lich alles machen — wenn er nicht dazu auch noch alle Werbeetats ein­strei­fen würde.

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    linzerschnitte Identicon Icon
    linzerschnitte antwortete am 17. Juni 2010 um 20:09

    PS: Die Privatsender wer­den nicht durch den VÖZ ver­tre­ten. Also bitte nicht alles durch die ORF-Brille sehen.

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    pyrker Identicon Icon

    Ja, die Erlaubnis für ver­stärkte Online-Werbung ist sicher ein Problem. Aber wieso wurde dem VÖZ dafür als Kuhhandel aus­ge­rech­net die Futurezone zum Fras vor­ge­wor­fen? Dafür haben sie kaum ein ver­gleich­ba­res Angebot. Techblogs sind zu spe­zi­ell und nur der Webstandard als IT-Medium zu wenig. Die Leser wer­den nach Deutschland abwan­dern und sich wun­dern, warum Heise.de nicht über alle Österreich-relevanten Themen schrei­ben wird können.

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    linzerschnitte Identicon Icon
    linzerschnitte antwortete am 17. Juni 2010 um 21:12

    da geht es ums Prinzip: Der ORF soll dort ein­sprin­gen, wo die zu Produktionskosten teuer sind, und der freie Markt ver­sa­gen würde: Also als Produzent von hoch­wer­ti­gem, nicht quo­ten­ori­en­tier­tem TV– und Radiocontent. Und zwar durch alle demo­gra­fi­schen Gruppen und alle defi­nier­ten Interessensgruppe hinweg.

    Textcontent ist in der Produktion per se nicht teuer — und geschrie­be­ner Text ist das Kerngeschäft der Verlage. Und da der ORF gebüh­ren­fi­nan­ziert ist und seine Angebot noch zusätz­lich wer­be­fi­nan­zie­ren lässt, scha­det er damit den Verlagen. Daher darf der ORF nur sen­dungs­be­glei­tend Onlinetexte pro­du­zie­ren, eigent­lich. aus­nah­men sind Futurezone und oe3 Instyle, das eigent­lich die Website zu einem ima­gi­nä­ren Frauenmagazin sein könnte. Mit bei­den Seiten pus­hen sie außer­dem ihre ÖWA Zahlen und dadurch wie­derum ihre Werbeeinnahmen. Wurscht. Defacto geht es bei Futurezone & Ö3 Instyle seit fast 10 Jahren darum, dass sie damit die kein Marktversagen aus­glei­chen, son­dern etwas außer­halb ihres Programmauftrages, und zwar werbe– und gebüh­ren­fi­nan­ziert — also einen Wettbewerbsvorteil haben. Die Verlage wol­len die Futurezone nicht aus inhalt­li­chen Gründen kil­len, son­dern es ist ein Interessensausgleich.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 17. Juni 2010 um 21:18

    Nur eine kleine sti­lis­ti­sche Anmerkung: “Kuhandel” und “zum Fraß vor­wer­fen” geht nicht wirk­lich zusam­men. Aber es klingt gut und wird daher gern repostet.

    Vergleiche dazu auch “Kuhhandel” von Ravensburger:

    Ein gewitz­tes Kartenspiel um schlitz­oh­rige Kuhhandel und jede Menge ver­rückte Viecher. Wer hier nicht scha­chert, übers Ohr haut und sich ins Fäustchen lacht, der kriegt viel­leicht ein Pastorenamt. Aber nie­mals vier glei­che Viecher auf eine Reihe.

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    graucho Identicon Icon
    graucho antwortete am 19. Juni 2010 um 5:59

    Textcontent ist in der Produktion per se nicht teuer”. das ist das aller­größte miss­ver­ständ­nis in der gan­zen dis­kus­sion und, ver­zei­hung, rich­tig dumm. warum hat dann die nyt so viele redak­teure, wo doch text nichts kos­tet? gerade selbst­re­cher­chierte bei­träge, und das waren die per­len der fuzo, kos­ten geld, weil recher­che immer zeit und damit geld kos­ten. und die fuzo hat sich dabei genau der the­men ange­nom­men wie öster­rei­chi­sche start-ups, die die ver­le­ger nicht mal igno­rie­ren. bitte zuerst infor­mie­ren, dann den­ken, dann posten.

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    linzerschnitte Identicon Icon
    linzerschnitte antwortete am 19. Juni 2010 um 16:15

    Na geh. was du nicht sagst. Dir ist aber schon klar, dass TV Content wesent­lich teu­rer ist? Weil neben der Recherche und Textproduktion, Bild– Ton– und Schnitt, even­tu­ell Bildrechte in ganz ande­rem Ausmaß anfal­len? Und zusätz­lich ist sowohl die Sendetechnik, die Bildübertragungstechnik (bei Liveproduktionen oder Bildüberspielungen) und das Schaffen von flä­chen­de­cken­den Empfangsmöglichkeit viel teu­rer. Und weil das so teuer ist, gibt es den öffentlich-rechtlichen. Also bitte erst mal selbst das Hirn ein­schal­ten, bevor du andere Leute als dumm bezeichnest.

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  • Sonja Bettel Identicon Icon
    Sonja Bettel sagte am 17. Juni 2010 um 21:18

    Antwort auf Ritchie “Blogfried” Pettauer
    “Das FutureZone Drama: ein öffentlich-rechtliches Missverständnis

    staat­li­chen öster­rei­chi­schen Rundfunks” — du ver­stehst nicht oder willst nicht ver­ste­hen oder tust so als ob du nicht ver­ste­hen wür­dest, dass der ORF ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist und kein “Staatssender” oder “Staatsfernsehen”. Ich wün­sche dir nicht, dass du mal in Nordkorea oder einer ande­ren Diktatur leben musst, um zu erle­ben, was “Staatsfernsehen” ist, aber viel­leicht wür­dest du dann auf­hö­ren, stän­dig so einen Quatsch zu schrei­ben nur um der Quote wil­len — oder halt der Klicks in dei­nem Fall.

    sorgt nicht nur für Unmut in de “social media Szene”, son­dern auch bei Menschen mit einem demo­kra­tie­po­li­ti­schen Bewusstsein

    multi-author-Blog”: eigent­lich soll­test gerade du, Blogfried, wis­sen, was ein Blog ist. Die Fuzo ist jeden­falls kei­nes. Sie ist ein Medium, das von JournalistInnen gemacht wird

    Es geht auch nicht um die Gründung eines neuen Blogs über IT-Themen — und das weißt du ganz genau. Die Fuzo besteht seit 11 Jahren, sie ist eine Marke, sie hat ein unglaub­li­ches Archiv und eine Expertise und ist im deutsch­spra­chi­gen Raum und sogar dar­über hin­aus bekannt.
    Die Fuzo hat auch nicht “über jeden Rülpser von Steve Jobs und jede 0,0xte Android-Versionsänderung” berich­tet, aber wahr­schein­lich hast du sie gar nie gele­sen. Und schon gar nicht hat sie “redak­tio­nell remixt”, son­dern recher­chiert, berich­tet und kom­men­tiert und auch Agenturmeldungen ver­ar­bei­tet — wie jede Zeitung und jede Fernsehstation und jede Radionachrichtenredaktion.

    Bitte wo im ORF gibt es “ver­schie­dene IT-Redaktionen”? Es gibt die Fuzo, Leute von FM4 und Matrix und Digital.Leben. Letztere beide ist eine Redaktion.

    ein neues Kompetenz-Zentrum inner­halb des ORF zu schaf­fen, das jene Teil der IT-Berichterstattung abdeckt, die pri­vate Medien nicht leis­ten können.” — was bitte soll das hei­ßen? Soll der ORF schauen, was die ande­ren nicht behan­deln, und dann die Krümel auf­be­rei­ten, die bei den Privaten vom Tisch fal­len? Und was zum Beispiel würde dir da so einfallen?

    Du schreibst sel­ber, dass du die Fuzo eigent­lich nicht liest und schließt von einem Ereignis mit einem blö­den Scherz (oder was immer das damals war oder immer noch ist), auf 11 Jahre redak­tio­nelle Arbeit? Hm, viel­leicht hast du wirk­lich nicht ver­stan­den, was der Unterschied zwi­schen Bloggen und Journalismus ist (wobei ich damit nicht sagen will, dass Blogger nicht jour­na­lis­ti­sche Arbeit leis­ten kön­nen, aber Bloggen an sich ist noch kein Journalismus).

    Die Fuzo hat nicht von Heise und ande­ren zwei (wem noch?) abge­schrie­ben, schon gar nicht zum Löwenanteil. Außerdem: wie willst du das wis­sen, wenn du die Fuzo nur “moni­torst” und nicht liest?

    Weiße Elefanten”: alte Geschichte, was kommst du uns jetzt damit daher? Aber ent­schul­dige, wer glaubst du, pro­du­ziert jeden Tag 24 Stunden Programm auf 3 TV-Kanälen, 12 Radiosendern, meh­re­ren Websites und frü­her auch noch Kurzwelle? Glaubst du, das pro­du­ziert sich alles von selbst? Na ja, viel­leicht glaubst du es ja wirklich…

    Die US-Serien sind übri­gens das bil­ligste glaube ich, zumin­dest die schlechteren.

    Und wie auhc Sven Gächter neigst du dazu, das ORF Management, die ORF-MitarbeiterInnen und das Unternehmen ORF in einen Topf zu wer­fen, kräf­tig umzu­rüh­ren und dann noch ordent­lich hineinzupissen.

    Im übri­gen haben wir bereits “die geballte Kompetenz von FutureZone, Matrix, Digital Leben und Co.” (was ist das Co.?) zusam­men­ge­fasst. So viele Ressourcen gibt es nun auch wie­der nicht.

    Wenn du schreibst, dass bei der Fuzo nur “Pressemeldungen umge­schrie­ben” wür­den, dann betrachte ich das als per­sön­li­che Ehrenbeleidigung und bean­trage als Strafe, dass du alle Fuzo-Meldungen der ver­gan­ge­nen 11 Jahre — zurück­ge­hend von heute an — lesen und auf ihre Quellen über­prü­fen musst.

    Ritchie, worum geht es dir eigent­lich? Das ist mir noch nicht ganz klar. Besonders kon­struk­tiv ist das nicht, höchs­tens du bist das Sprachrohr von ÖVP oder FPÖ. Das ist ein­fach nur bil­lige Quoten-Hascherei mit Draufhaun.

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    linzerschnitte Identicon Icon
    linzerschnitte antwortete am 17. Juni 2010 um 21:28

    Man darf offen­sicht­lich nicht der Meinung sein, dass die Futurezone kein Weltkulturerbe ist, ohne der ÖVP oder FPÖ zuge­ord­net oder als Verräter in der Social Media ange­se­hen zu werden.

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    Sonja Bettel Identicon Icon
    Sonja Bettel antwortete am 17. Juni 2010 um 21:45

    bei die­sem Hinweis gehts mir eher um den Begriff “Staatsfunk”…

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 17. Juni 2010 um 22:12

    Sonja, danke für deine aus­führ­li­che Stellungnahme!

    Das mit dem Mitlesen war wohl miss­ver­ständ­lich aus­ge­drückt; ich meinte: ich lese die FuZo aus beruf­li­cher Notwendigkeit, aus Privatinteresse würd ich nicht rein­schauen. Und an die von dir kon­stru­ierte Dichothomie Blogger/echter Journalist hab ich noch nie geglaubt, so gut kennst du mich doch. Nicht, dass ich meine, Blogger wären so “gut” wie Journalisten, ich denke ledig­lich, Journalisten sind genauso “bia­sed” wie Blogger. Aber es reden deut­li­cher weni­ger Chefredakteure mit.

    Zu den wei­ßen Elefanten: die sind in der Tat ein Problem… frag mal die ORF Zeit– und freien Mitarbeitern, ob sie nicht lie­ber eine Anstellung hätten?

    Und mir Quotenhascherei zu unter­stel­len ist lächer­lich… soviele Leute inter­es­siert das Thema bei Gott nicht. Wenn ds sowie ORF On ein PI-orientiertes Portal wär, dann bräuchte ich min­des­tens 5 Meldungen am Tag und hätte heute über Herrn Dichands Tod schrei­ben müs­sen. Aber Quotenhascherei hab ich echt nicht nötig, hier läuft keine PI-Werbung, schau dich ruhig um :-)
    Aber in Summe denke ich ein­fach nur, dass wir halt beide unsere Vorurteile und defi­ni­tiv andere Vorstellungen von den Aufgaben eines öffentlich-rechtlichen Staatsfunks haben. Ich glaube näm­lich wirk­lich, dass der ORF im Wesentlichen die “Krümel” auf­le­sen sollte, die bei den Privaten unter den Tisch fal­len. Nicht die unwich­ti­gen, son­dern die unren­ta­blen Krümel. Ich seh kei­nen Sinn darin, mit Steuergeldern Privatfernsehen zu machen, ein Kanal würde auch völ­lig reichen.

    PS: Ich hatte schon intern eine Wette mit mir selbst lau­fen, wann die erste F-Keule kommt. Hat län­ger gedau­ert als erwar­tet, jetzt hab ich ein Cubra Libre gewonnen.

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  • linzerschnitte Identicon Icon

    Ich finde den Begriff durch­aus legi­tim — denn wer die meis­ten Führungsposten nach Farbenlehre besetzt, hat keine andere Bezeichnung ver­dient. Und wer so oft Gebührenerhöhungen und –refun­die­run­gen braucht, wird auch immer ein Staatsfunk blei­ben, weil der Sender die nur bekommt, wenn er ent­spre­chend gefäl­lig ist.

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  • ck Identicon Icon

    Ich hab mir jetzt schon Stunden ver­knif­fen was zu schrei­ben, weil ich nach mei­nen ers­ten Versuchen vor­ges­tern nicht das Gefühl habe, dass das eine frucht­bare Debatte wird. Anyway.

    Nochmal. Natürlich kann man gegen den gesam­ten ORF von den alten Klischees bis zu den übli­chen Vorwürfen alles vor­brin­gen. Großteils voll­kom­men zurecht. Eh. Es ist ja auch wirk­lich graus­lich und genauso ekel­haft wie die Medienpolitik in Österreich…

    Nur wenn an sich ver­nünf­tige Menschen da nicht dif­fe­ren­zie­ren und die ollen Plattitüden über­all rein­mi­schen, dann wird es ärger­lich. Und noch­mal: Im Onlinebereich gilt das (exor­bi­tante Gehälter, erfolg­rei­che poli­ti­sche Interventionen, weiße Elefanten, etc. etc.) nicht. Und ja, wer mit Begriffen wie “Staatsfunk” und “Steuergeld-Blog” han­tiert, muss wis­sen, mit wem er sich ins rhe­to­ri­sche Bett legt.

    Deine Einschätzung der Futurezone als Copy/Paste-Abteilung seh ich im freund­lichs­ten Fall viel­leicht als ein Versuch, dich als pro­vo­kan­ter Lone-Rider zu gerie­ren & ein paar Alleinstellungsmerkmalpunkte im gro­ßen Web2.0-Egokampf abzu­stau­ben, im schlech­te­ren Fall als Unwissenheit — und im schlech­tes­ten isses nur graus­li­ches Anpatzen. Für letz­te­res spricht die Auswahl an Fuzo-Mini-Stories, die Du präsentierst.

    Natürlich ist die Fuzo-Berichterstattung ohne­hin schon, wie du das for­derst, in einem grö­ße­ren Kontext auf ORF.at, inte­griert. Ist ja nicht so, dass sich die Meldungen nur über den Kanal selbst ankli­cken lassen.

    Und gerade als öffentlich-rechtliches Medium muss die Futurezone (die frei­lich kein Blog ist, wir reden hier nicht von Journalisten vs. Blogger, son­dern von Medium vs. Blog) den beacker­ten Bereich breit abde­cken – auch mit Android-Updates und dem Apple-Schas, genauso wie mit Datenschutz, Bürgerrechten, Urheberrecht und EU-Politik. Und mit die­ser Breite ist die Futurezone auch mehr ein rei­nes Special-Interest-Medium, wie die, die du als eh voll­kom­men genü­gende Ersatzangebote siehst.

    Wie gerade Apologeten des freien Marktes es for­dern und/oder gut­hei­ßen kön­nen, einen Konkurrenten per Gesetz ver­bie­ten zu las­sen, ist mir schlei­er­haft. Wie die, die das Intervenieren im ORF zurecht gei­ßeln, es total super fin­den, wenn der VÖZ mit sei­nen ÖVP– und SPÖ-Kumpanen ein Angebot abdre­hen las­sen, detto. Von den ande­ren bizar­ren Dingen im Gesetz (men­gen­mä­ßige Limitierung von Berichten, iPad-Paragraph, Social-Network-Verbot etc) red ich ja gar nicht.

    Kleinzeugs noch: Dass sich etwa der Markt/die Zielgruppen im Netz – noch dazu im sel­ben Sprachraum — im Not-So-General-Interest-Bereich an geo­gra­phi­sche Grenzen hal­ten, ist, neben­bei bemerkt, kras­ser Unfug. Und aus den ÖWA-Zahlen des (Dachangebots!) ORF.at eine PI-Orientierung her­aus­zu­le­sen, ist ein ziem­lich inter­es­san­tis­ti­sches Kunststück.

    Sorry, aber ins­ge­samt haben, selbst wenns nicht so inten­diert ist, weite Teile Deiner Argumentationslinie den Beigeschmack des Futterneids bzw. des Jubels dar­über, dass ein paar Krümel vom Kuchen neu ver­teilt wer­den. Und das wäre wirk­lich armselig.

    Ah noch­was: @linzerschnitte und Pushen der ÖWA-Zahlen: Irgendwer hat heute im Parlament das Abdrehen der Fuzo damit gerecht­fer­tig, dass sie gerade ein Prozent des ORF.at-Traffics gene­riert. Und oh, du warst das, die sich diese Woche ö3-instyle ange­se­hen hat.

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  • linzerschnitte Identicon Icon

    und du, ck, wünscht dir erfolgs­un­ab­hän­gige, steu­er­geld­ge­för­derte Journalismusarbeitsplätze für alle, oder?
    Solange der ORF sich per Gesetz regel­mä­ßig seine Gebühren erhöht und Menschen nötig, ihn zu bezah­len, die auf seine Dienste gerne ver­zich­ten wür­den, muss der ORF sich auch ein­schrän­ken las­sen. Die Sache mit dem freien Markt hast du defi­ni­tiv nicht ver­stan­den, das ist klar.
    bzgl. fuzo und Instyle — ich hab mal in einer orf online­re­dak­tion gear­bei­tet, daher kenn ich bedau­er­li­cher­weise auch diese beson­ders schö­nen beweise der Nichtbeachtung des Programmauftrages des ORFs.

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    ck Identicon Icon
    ck antwortete am 17. Juni 2010 um 23:34

    Es sollte zumin­dest in der “Szene”, so heißt das doch, hin­reich­lich bekannt sein, dass der Onlinebereich dem ORF Cash bringt, nicht kos­tet (Auch genau des­halb ist sie ja dem VÖZ ein Dorn im Auge.) Aber inter­es­sante Unterstellung.

    Ähm, würde mich wirk­lich inter­es­sie­ren in wel­cher. Wirklich.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 17. Juni 2010 um 23:54

    Es hat kei­nen Sinn. Eines nur:

    Deine Einschätzung der Futurezone als Copy/Paste-Abteilung seh ich im freund­lichs­ten Fall viel leicht als ein Versuch, dich als pro­vo­kan­ter Lone-Rider zu gerieren

    Hast du den FuZo Newsletter abon­niert? Guck mal nach und dann erklär mir noch­mal den Mehrwert, z.B. gegen­über Corporate Twitter Accounts anhand des aktu­el­len NLs.

    Und wie du drauf kommst, dass ich die FuZo als Konkurrenz sehe, ist mir mehr als schlei­er­haft, ver­mut­lich könnte man das auch als Kompliment interpretieren.

    PS: Ich hoff, der VÖZ lässt dem­nächst Ö3 abdre­hen. Okay, um den Verkehrsfunk wär’s schade. Wusste gar nicht, wie unglaub­lich mäch­tig der VÖZ ist.

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    ck Identicon Icon
    ck antwortete am 17. Juni 2010 um 23:59

    Hats tat­säch­lich nicht. Ich sage: Es scheint so. Und es “wäre”. Do Read. Über Ö3 kön­nen wir reden ;-)

    Und jetzt weißt dus. Ähm ja. Es gilt noch immer mein Angebot: “Aber soll­test du auch hier, ein biss­chen Facts haben wol­len, die Du ja bei Deinen sons­ti­gen Expertisen ganz, ganz sicher recher­chierst, darfst Du Dich gern an mich wenden.”

    Und weil das Thema mehr ver­dient als Geheimwissen (see: Ö-Userzahlen) auf Twitter zu sein, brauchts mei­ner Ansicht nach breite Angebote, die auch in die Leute erreichen.

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    Thomas Thurner Identicon Icon

    Der VÖZ ist wohl schon eine ein­fluß­rei­che Institution. Wer ent­warf den die gesam­ten Privatrundfunkgesetze? Und wer war in der Regierung Schüssel für Medien zustän­dig und ist jetzt VÖZ-Geschäftsführer.

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    Glacial Slurs Identicon Icon
    Glacial Slurs antwortete am 17. Juni 2010 um 23:57

    Ach Gott, es dreht sich doch alles im Kreise…

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  • linzerschnitte Identicon Icon

    Fuzo hin oder her — der ORF müsste ein­fach seine Ausrichtung von Grund auf ändern. Weg vom quo­ten– und pageimpressions-Gedanke, hin zu einem klei­ne­ren, fei­ne­ren Programm. Keiner braucht die zwei sen­der, x spar­ten­ka­näle, alle die fuß­ball­über­tra­gun­gen, Ö3, die neun fürst­lich ent­loh­nen lan­des­di­rek­to­ren, Ö3,usw.:)
    Wenn der ORF nicht ver­su­chen würde, über­all mit­zu­mi­schen, son­dern sich auf ein klei­ne­res, fei­ners Programm kon­zen­trie­ren würde, könnte er von Gebühren + Werbeeinnahmen gut leben — und alle ande­ren am Markt auch.

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    kris Identicon Icon

    der ORF müsste ein­fach seine Ausrichtung von Grund auf ändern […] auf ein klei­ne­res, fei­ners Programm konzentrieren”

    Da geben Dir hier sicher alle Recht. Nur wie geht diese Forderung und die Schließung der Fuzo zusam­men? Heiß das nicht eigent­lich, dass man mehr und bes­sere Produkte wie die Fuzo machen sollte?

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    linzerschnitte Identicon Icon

    Programm” heißt on air. TV, Radio, beglei­tend dazu Online. Nicht Stand-Alone — Online. Websites unab­hän­gig vom Programm sind nicht der Auftrag vom ORF. IT Sendungen macht der ORF aber nicht, weil er damit kein Geld ver­die­nen würde — denkt er zumindest.

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    Christopher Clay Identicon Icon

    Ich stimme Ritchies Argumenten zwar mehr­heit­lich zu… aber wieso sollte der ORF bitte nicht Stand-Alone Online Projekte machen dür­fen? Man darf doch öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag nicht auf ein ster­ben­des Medium beschränken.

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  • digiom (Jana Herwig) Identicon Icon

    Thinking: Was ist der sprin­gende oder sprin­gen­dere Punkt — dass die Qualität der futu­re­zone von Datenschmutz nicht gewür­digt wird, oder dass sie vom ORF so wenig gewür­digt wird, dass er kei­nen Weg fin­det, sie weiterzuführen?

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    Thomas Thurner Identicon Icon

    Ich glaube es zu ahnen: Wenn man in die­sem Land ein bissl län­ger mit Medien zu tun hatte, hatte man schon mal schlechte Erfahrungen mit der Anstalt. Nicht weil die Readaktionen schlecht sind, oder weil die JournalistInnen nicht spitze wären, son­dern weil man u.U. die Präpotenz eines Marktmonopolisten zu spü­ren bekam. Das pas­siert nähm­lich nicht aus Böswilligkeit Einzener, son­dern kommt bei markt­be­her­schen­den Unternehmen prak­tisch auto­ma­tisch vor. Der ORF ist nähm­lich nicht nur der nette Öffentlich-Rechtliche, son­dern halt auch ein Riesentanker, neben dem nur sehr schwer eine plu­rale Medienlandschaft zu erhal­ten ist. Und der ORF läßt halt auch nix aus, um diese Stellung wei­ter aus­zu­bauen, anstatt sich in etwas demü­ti­ge­ren Art auch um das Funktionieren des Ganzen zu küm­mern. Da kann man schon mal ein kri­ti­sches Wort erhe­ben — aber man muss nicht irgend­wel­che Redaktionen beschimp­fen. Das bringt nur eines: Wehrhafte Solidaritätsbekundungen für den ORF. Ich denke der braucht aber keine Solidarität, die ist viel bes­ser bei den Redaktionen und RedakteurInnen investiert.

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    digiom (Jana Herwig) Identicon Icon

    Weises Resümee.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 18. Juni 2010 um 15:24

    Da ist sicher was dran. Aber beschimp­fen? Nur weil ich der Meinung bin, dass der Anteil an “Industry News” sehr hoch ist, ist das doch keine Beschimpfung.

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    linzerschnitte Identicon Icon

    :)der ORF nimmt halt lie­ber dan­kend und ohne nach­zu­den­ken 50 Mille als die intern unge­liebte Futurezone in die­ser Form wei­ter zu füh­ren. Der Datenschmutz hat sich aber der Nichtloyalität schul­dig gemacht — let­ze­res wird wesent­lich schlim­mer geahndet…

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  • linzerschnitte Identicon Icon

    Mir ist es ein ech­tes bedürf­nis die­sen Link hier noch mal den Link zur Gächter Meinung zu posten:

    http://www.profil.at/articles/.….nderpausen

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  • Hans Wu Identicon Icon
    Hans Wu sagte am 18. Juni 2010 um 10:14

    Wieso seid ihr alle hier? Gibt ver­lost der Ritchie wie­der CDs? Ich auch, ich auch!

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 18. Juni 2010 um 11:13

    Ein brand­neues Data Becker Buch zu Office 2010 hätt ich zu ver­lo­sen; kannst du damit was anfangen?

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    digiom (Jana Herwig) Identicon Icon

    wenn noch was ver­lost wer­den soll, hätte ich ein dhtml-buch von 2002 beizusteuern.

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  • Steve Identicon Icon

    Da oben steht umge­schrie­ben, nicht abge­schrie­ben. Und da ist wohl was dran  —  dazu muss man kein Medienwissenschaftler sein, um das zu erken­nen.!
    lg

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    graucho Identicon Icon
    graucho antwortete am 19. Juni 2010 um 6:18

    es steht immer noch abge­schrie­ben oben.
    die­ses argu­ment ist ganz beson­ders dumm. viele redak­tio­nen hän­gen an den sel­ben news­quel­len, kurz nach­rich­ten­agen­tu­ren. nicht alle geben die quelle immer an, aber heise, stan­dard (on– und off­line) und die fuzo tun das. so gese­hen könnte man auch locker sagen, dass heise und der­stan­dard von der fuzo abschreiben.

    ganz grund­sätz­lich finde ich es erschre­ckend, wie viele leute es gut fin­den, dass man inhalte per gesetz vom markt schafft. last time che­cked herrschte in öster­reich demokratie.

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  • ck Identicon Icon

    Also wenn man sich die vie­len Kommentare anschaut hat sich der Faceboook-Eintrag ja gelohnt ;-)

    Zur FuZo:
    Wie hier schon geschrie­ben wurde hat die Futurezone ein gewal­ti­ges Archiv an Artikel. Mit der Schließung gehen viele, wirk­lich gute Berichte ver­lo­ren. Das kann’s doch nicht sein, oder? Die Futurezone-Kommentare sind größ­ten­teils zwar sinn­los, aber hin und wie­der ent­wi­ckeln sich wirk­lich span­nende Diskussionen. Vor allem wenn’s um die Anfänge des Internets geht.
    Es wäre wirk­lich schade wenn das alles ins Nirvana ver­schwin­det.
    Und auch wenn ich den Vorschlag der Futurezone-Rettung unter­stütze (eben wegen dem umfang­rei­chen Archiv), ist klar dass die “neue” FuZu nie­mals an die Qualität der alten her­an­rei­chen kann.
    Mit Ö1 Matrix bleibt uns wenigs­tens etwas.

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    ck Identicon Icon
    ck antwortete am 20. Juni 2010 um 14:50

    Sorry, habe erst jetzt gese­hen dass ich jeman­den unwis­sent­lich sei­nen Nick gestoh­len habe. Habe also mit dem “ck” von wei­ter oben nichts zu tun :)

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  • pippifax Identicon Icon
    pippifax sagte am 24. Juni 2010 um 17:05

    die “wei­ßen ele­fan­ten” mit der arbeit der redak­teure zu ver­brä­men, finde ich nicht wirk­lich sinn­voll. zudem heißt es direk­tion und nicht mehr inten­danz. da bist der zeit etwas hin­ter­her oder hast schlecht recher­chiert. und zwecks agen­tur­mel­dun­gen: ich kenne men­schen, die für eine agen­tur UND orf online arbei­ten. warum soll­ten die eine mel­dung zwei mal unter­schied­lich for­mu­lie­ren? fra­gen über fragen…

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 28. Juni 2010 um 9:41

    Tja, warum sollte man einen redak­tio­nel­len Beitrag anders for­mu­lie­ren als eine Pressetext? Das ist hier die Frage…

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    pippifax Identicon Icon
    pippifax antwortete am 29. Juni 2010 um 23:09

    hallo auf­wa­chen! ich meinte, dass es men­schen gibt, die für eine agen­tur (und denk bitte nicht immer nur werb­lich!!!!) wie die APA (falls du die kennst? und das nehme ich mal an) und ORF.at arbei­ten. wo ist dann der (unver­wursch­tete) pressetext? :thumbdown:

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 30. Juni 2010 um 14:48

    Das hab ich schon rich­tig ver­stan­den mit der APA. Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein Artikel und ein Pressetext nicht das glei­che sind. Und natür­lich darf man auch PTs und OTS nicht in einen Topf werfen.

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  • Herby Identicon Icon

    Es ist doch völ­lig gleich wie ihr als Gebührenzahler dar­über denkt, der ORF macht, und wird immer machen was ER will und sonst garnix :/

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  • Maxi TB Identicon Icon
    Maxi TB sagte am 30. Juni 2010 um 8:35

    Ich habe die futu­re­zone als poli­ti­sches back­door gese­hen, nicht als ein blog, wo mich mehr als 10% der Beiträge interessieren.

    Ganz ehr­lich, es gab (zumin­dest online) keine ein­zige Sparte, wel­che über ACTA berich­tet hat. Und ja, Leute wie ich lesen Heise, Öster­rei­cher zu eben 99% nicht. So Dinge wie grenz­wer­tig demo­kra­tie­po­li­ti­sche Spielchen in einer Welt der Digitalisierung sind wich­tig einer brei­ten Masse zugäng­lich zu machen, den ich bin mir sicher, 99.9% der Öster­rei­cher haben keine Ahnung was ACTA ist und 99.9% der Medien haben ein berech­tig­tes Interesse nicht dar­über zu berichten.

    Dies war jetzt nur ein Beispiel — es gab meh­rere kleine Schmankerl, wel­che Informationsgehalt hat­ten, der sonst schwer oder nicht errich­bar war. Und wenn nur 1 Öster­rei­cher plötz­lich beginnt sich über sol­che Themen zu inter­es­sie­ren, weil er zufäl­lig dar­über gestol­pert ist, dann ist das ein Gewinn für die Demokratie — 10x grö­ßer als in Deutschland, BTW.

    So long, GL2usall,
    Maxi TB

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 30. Juni 2010 um 14:46

    Da sind wir ja eh einer Meinung — ich halte die­sen Teil eben­falls für sehr wich­tig, weil ihn eben pri­vate Medien nicht abe­de­cken. Natürlich sollte der ORF diese Themen covern, sinn­vol­ler­weise quer durch alle Programmangebote. Den “Techblog-Teil” dage­gen find ich nach wie vor entbehrlich.

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  • Link vom Diwan Identicon Icon
    Link vom Diwan sagte am 26. Juli 2010 um 14:53

    Erst mal find ich das gut, dass hier einer nicht refle­xi­ons­frei mit dem all­ge­mei­nen Gesudere um das Thema syn­chro­ni­siert. Es lohnt sich schon, mal dar­über einen kri­ti­schen Dialog zu füh­ren, ob das, was FuZo seit eini­ger Zeit ist, auch tat­säch­lich so unver­zicht­bar wäre. Ich orte ja bei den FuZo-Jesuiten eine ordent­li­che Portion “Gewohnheitstäterschaft” und digi­ta­les “Stammbeisl-Verhalten”.
    Streng genom­men ist FuZo seit gerau­mer Zeit “just ano­ther news-feed” ohne eige­nem Profil und dar­auf kann ich durch­aus ver­zich­ten, auch wenn sie recht gut zusam­men­fasst. Und “future” war sowieso immer Mangelware darin — für mich schon eine Art Themenverfehlung, auch wenn man Etiketten zur Entstehungszeit des Services wohl nicht so genau nahm wie man es in Zeiten boo­men­der Social Networks tut.

    Die ent­schei­dende Frage sollte wohl sein: “Was kann dar­aus wer­den?“
    Das Bestehende zu ver­län­gern hieße die Chance unge­nützt zu las­sen. Für mich hätte es dann wei­ter Berechtigung, wenn es
    a) sehr kla­ren und inten­si­ven Österreich-Bezug auf­weist
    b) sich mit Veränderungsszenarien unse­rer Gesellschaft dia­lo­g­haft beschäf­tigt
    c) unab­hän­gig von par­tei­po­li­ti­schen Einflüssen wird (bleibt?)
    d) nicht als Promotion-Channel der IT-Industrie daher kommt
    e) sich für jeder­mann anschluss­fä­hig zeigt.

    Und mor­gen ist Weihnachten ;-)

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 26. Juli 2010 um 20:10

    Sehr schö­ner Wunschzettel! Kann dir nur 100%ig beipflichten. :frogonleaf:

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