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datenschmutz q+a: Cloudcomputing und die perfekte Blogpostinglänge

29.06.2010, geschrieben von , 8 Kommentare

Stammlesern die­ses Blogs wird die neue Box in der rech­ten Seitenspalte bereits auf­ge­fal­len sein: unter dem Titel daten­schmutz q+a for­dere ich Blogbesucher auf, mir aus dem Bereich Social Media, Online Marketing, Blogging und der­lei digi­tale Themen zu stel­len. In unre­gel­mä­ßi­gen Abstände werde ich eine Auswahl der gesam­mel­ten (die übri­gens auch ja nach per­sön­li­cher Neugier mit plus oder minus bewer­tet wer­den kön­nen) hier am Blog beant­wor­ten respek­tive dazu Stellung neh­men — denn zu den meis­ten Themen gibt’s ja sowieso keine Wahrheiten, son­dern nur Meinungen! frog4 datenschmutz q+a: Cloudcomputing und die perfekte Blogpostinglänge

Dialog mit den Lesern ist nicht nur ein essen­ti­el­ler Bestandteil beim Bloggen, son­dern jener, der am meis­ten Spaß macht. Die Kommentarfunktion deckt vie­les ab, ich wollte aber schon län­ger eine kleine Fragenecke hier ein­rich­ten, um einen zusätz­li­chen Feedback-Kanal zur Verfügung zu stel­len. FAQtastic Plugin, das lei­der nicht mehr wei­ter­ent­wi­ckelt wird, eig­net sich dafür wesent­lich bes­ser als form­spring, das immer mehr zur Spam-Schleuder ver­kommt. Im Lauf der Zeit soll hier eine Art FAQ-Section ent­ste­hen. Die erste Frage-Antwort-Runde folgt, und wenn Sie etwas wis­sen möch­ten: bitte zögern Sie nicht, Ihre Fragen zu stel­len — wahl­weise anonym oder mit E-Mail Adresse, um bei der Beantwortung ver­stän­digt zu werden.

Hast du die Icons zu den diver­sen Plattformprofilen, die hier am Weblog am rech­ten Rand ange­zeigt wer­den, hän­disch ein­ge­baut oder ist das ein Plugin? [Thomas]

Früher hatte ich die Icons in einem hän­disch gecode­ten Widget in der Sidebar, aber mitt­ler­weile ver­wende ich Cute Profiles von Tejaswini Deshpande und Sanjeev Mishra. (Die Developper Homepage ist der­zeit down.) Man wählt die anzu­zei­gen­den Profile im Backend an und gibt die URL dazu hän­disch ein — das Design der Icons finde ich ebenso gelun­gen wie dezent.

Hauptvorteil des Plugins ist der kom­plette Verzicht auf JavaScript, die Iconleiste wird mit CSS abso­lut posi­tio­niert. Damit geht natür­lich der Nachteil ein­her, dass die Leiste auf schma­len Monitoren den Inhaltsbereich über­deckt. Mein Blog ist fix auf 1024 Pixel Breite ein­ge­stellt, die Hauptspalte lässt sich aber auch bei 800 ohne hori­zon­ta­les Scrollen kom­plett lesen. Auf Netbooks kann’s natür­lich mit die­ser Einbauvariante Probleme geben. In der mobi­len Version der Seite hab ich Cute Profiles aus die­sem Grund auch deaktiviert

Man hört immer wie­der von Cloudcomputing. Was ist damit gemeint und in wie weit betrifft es den nor­ma­len Internetbenutzer? [anonym]

Der Name “Cloud” bezieht sich auf die dif­fuse Masse an Rechnern da drau­ßen — das ganze Internet ist sozu­sa­gen eine große Cloud. Technisch und orga­ni­sa­to­risch gese­hen bedeu­tet Cloud Computing zwei­er­lei: einer­seits bie­ten soge­nann­ten “Cloud Hosts” frei kon­fi­gu­rier­bare, vir­tu­elle Server mit bestimm­ter Leistungsfähigkeit an, bekann­tes­tes Beispiel ist Amazon. Man kann je nach aktu­el­lem Bedarf mehr oder weni­ger Server-Instanzen ver­wen­den, was poten­ti­ell große Vorteile bei unglei­cher Lastverteilung bie­tet. Im Softwarebereich ist damit eben­falls gemeint, dass Service und auch Programm, die klas­si­scher­weise frü­her am eige­nen Rechner instal­liert wor­den wären, ins Internet “aus­ge­la­gert” wer­den. Beispiele sind Google Docs oder auch Backup-Services, die ver­teil­ten Online-Speicherplatz zur Verfügung stel­len. Im Kern geht’s also darum, vor­han­dende und ver­netzte Ressourcen je nach Bedarf smart zuzu­tei­len und jeder­zeit dar­auf zugrei­fen zu kön­nen. In der Wikipedia klingt das etwas technischer:

Cloud Computing (deutsch etwa Rechnen in der Wolke) ist ein Begriff aus der Informationstechnik (IT). Er bezeich­net pri­mär den Ansatz, abstra­hierte IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher — siehe IaaS), fer­tige Programmpakete (siehe SaaS) und Programmierumgebungen (siehe PaaS) dyna­misch an den Bedarf ange­passt über Netzwerk zur Verfügung zu stel­len. […] Sekundär geht es bei “Cloud Computing” auch darum, alles als dyna­misch nutz­ba­ren Dienst zur Verfügung zu stel­len, sei es nun Rechenkapazität, Buchhaltung, ein­fachste von Menschen ver­rich­tete Arbeit, eine fer­tige Softwarelösung oder belie­bige andere Dienste (siehe auch XaaS). Im Zentrum steht dabei die Illusion der unend­li­chen Ressourcen, die völ­lig frei ohne jeg­li­che Verzögerung an den tat­säch­li­chen Bedarf ange­passt wer­den können.

In der Frühzeit der Computer-Technologie war es üblich, mit Terminals (im wesent­li­chen Bildschirm und Tastatur) an Mainframes zu arbei­ten — Vergleiche mit Cloud Computing drän­gen sich natür­lich auf. Otto Normalsurfer hat mit Cloud Computing mehr­fach zu tun: einer­seits nutzt er ver­mut­lich zahl­rei­che Services, die auf vir­tua­li­sierte Hosting-Architekturen set­zen (Amazon, Twitter, Facebook etc.), ande­rer­seits nut­zen viele User Cloud-basierte Services wie die oben erwähn­ten Google Docs oder Online-Storage Services. Dank stei­gen­der Leitungskapazität und leis­tungs­fä­hi­gen Servern sind inzwi­schen auch kom­plexe Programme wie Bildbearbeitungs– oder Videoschnitt-Software in Form von SaaS (Software as a Service) “in der Cloud” verfügbar.

Wie lange sollte der per­fekte Blogartikel sein?

Der per­fekte Blogartikel ist ein Kind sei­ner Zeit: die Umstände haben ihn geprägt, seine Biographie und sein Zweck dik­tie­ren seine Länge ebenso wie sei­nen sprach­li­chen Stil. Den Job, ideale Überschriften-, Satz– und Postinglängen zu defi­nie­ren, über­lass ich lie­ber ande­ren. Der ideale Kinofilm ist so lang wie der Regisseur braucht, um seine Geschichte zu erzäh­len und die Atmosphäre zu schaf­fen, in der er sie erzäh­len will. Der per­fekte Blogartikel zu einem beson­ders schrä­gen Video ist mög­li­cher­weise nur ein Wort lang (“Yack!”), eine opti­male detail­lierte Anleitung zur Zubereitung eines 12gängigen Haubenmenüs inklu­sive Tischdekoration mag sich über viele, viele Bildschirmseiten erste­cken. Klar, ab einer gewis­sen Länge sollte man durch Zwischenüberschriften und viel­leicht ein Inhaltsverzeichnis oder Pagination mehr Über­sicht für den Leser schaf­fen — aber die Form dient bloß der Darstellung des Inhalts, und für des­sen Länge gibt’s über­haupt keine fest­ge­leg­ten Regeln!


Soviel zur ers­ten q+a Runde — Feuern Sie Ihre Fragen ab, dann folgt in Kürze der zweite Teil! frog1 datenschmutz q+a: Cloudcomputing und die perfekte Blogpostinglänge

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Bisher haben meine Lieblingsleser 8 Kommentare zu "datenschmutz q+a: Cloudcomputing und die perfekte Blogpostinglänge" geschrieben.

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  • Bertl Identicon Icon

    @Wie lange sollte der per­fekte Blogartikel sein?: sollte das nicht auch ein wenig an die regu­lä­ren Richtlinien des jour­na­lis­ti­schen Schreibens ange­lehnt sein?

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  • Vitali Identicon Icon

    Die Frage ist doch die: Was mögen Google & Co.? Wollen wir Blogger nicht auch noch Google und einige wenige Suchmaschinen biss­chen glücklich(er) machen, um zu zei­gen, dass wir auch gute Inhalte ent­wi­ckeln und uns darum bemü­hen, dass das Internet um nütz­li­che Inhalte erwei­tert wird? Auch wenn ein Blog für eine bestimmte Zielgruppe auf­ge­baut wird und man Inhalte für Besucher erstellt, will doch jeder Blogger, der zumin­dest weiß, dass es da drau­ßen auch Suchmaschinen gibt, das seine Blogpostings mög­lichst weit oben bei den Suchmaschinen zu fin­den sind.

    Ich glaube nicht, dass ein 5 Sätze Beitrag Google umhaut, son­dern ihm eher ver­mit­telt, dass dem Blogger an Kreativität fällt. Nicht gerade die beste Vorraussetzung, um bei Google die son­ni­gen Plätze zu beset­zen… Google möchte viel guten Inhalt, der es wert ist, auf den ers­ten Seiten in den Suchergebnissen gefun­den zu werden.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 11. Juli 2010 um 19:41

    Also einen Schritt wei­ter­ge­dacht seh ich da grund­le­gend recht wenig Divergenz, denn letzt­end­lich besteht die Herausforderung für Google ja darin, genau die Texte für rele­vant zu hal­ten, die eben auch mensch­li­che Leser ansprechen.

    Ich halte zwar auch recht wenig vom “General-Paradigma der Online-Kürze”, würde mich beim Schreiben aber nie an Robots, son­dern an Leserinnen und Lesern orientieren!

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  • Marcel Identicon Icon

    ich kann mir nicht wirk­lich vor­stel­len, dass Google die Länge bewer­tet. Klar, lange Postings bie­ten mehr Stoff für den Google Index. Aber als Bewertungsgrundlage kann ich mir sowas nicht vorstellen.

    Und wie das Beispiel schon aus­sagt: Hauptsache die Intention des Artikels kommt rüber…

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 12. Juli 2010 um 21:58

    Die Länge in dem Sinn wird sicher nicht bewer­tet (außer im Extremfall — eine Webpage mit 5000 Seiten zu je 3 Wörtern wird nie gut ranken…)

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  • Christian Identicon Icon

    Ich denke bei der Länge von Blogbeiträgen kommt es auf eine gute Mischung. Letztendlich soll­ten Ihn die User gerne lesen. In der Regel dürf­ten die Beiträge daher etwas län­ger als 5 Sätze ausfallen.

    Demgegenüber bin ich übri­gens zum Teil ziem­lich über­rascht wie gut man­che Textschnipsel ran­ken. Wobei das mit dem Trust der Seiten zusam­men­hän­gen dürfte.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 14. Juli 2010 um 2:41

    Da hast du recht, es gibt gar nicht so wenige “Schnipsel-Ausnahmen”, die die Regel bestätigen…

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  • Diana Identicon Icon

    Erstmal kommt es natür­lich sehr auf den Blogbeitrag drauf an. Um wel­ches Thema geht es? Wie umfang­reich ist der Post des Betreibers?

    Aber gene­rell würde sich jeder Blogbesucher freuen, wenn der gepos­tete Text mehr als zwei sätze hat. Niemand kann in zwei sät­zen ver­nünf­tig seine Meinung ver­tre­ten. Ist aber nur meine Meinung.. :)

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