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Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online

15.06.2010, geschrieben von Ritchie Blogfried Pettauer, 33 Kommentare

Rund Bücher aus dem Bestand der Öster­rei­chi­schen Nationalbibliothek sind von Urheberrechten. Sind seit dem Todestag des Autors min­des­tens 70 Jahre ver­gan­gen, dür­fen die betref­fen­den Werke ver­brei­tet wer­den, doch die his­to­ri­scher Bücher ver­ur­sacht immense Kosten. Diese über­nimmt im Rahmen der bis­her größ­ten öster­rei­chi­schen Public-Private Kultur-Partnerschaft der Suchmaschinenriesen : der längst zur inter­na­tio­na­len Medienmogulerie gewach­sene Konzern bezahlt für die sys­te­ma­ti­sche Transformation von Zellstoff und Tinte in Nullen und Einsen gigan­ti­sche 30 Millionen Euro. In sechs Jahren soll das Projekt abge­schlos­sen sein, 2016 wird der gesamte “Open Source” Bestand der Bibliothek der Öffent­lich­keit online zur Verfügung ste­hen, im Volltext und samt Suchfunktion.

Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
im der Öster­rei­chi­schen Nationalbibliothek.

Heute Vormittag prä­sen­tier­ten ÖNB-Direktorin Dr. Johanna Rachinger, Projektleiter Max Kaiser, –Öster­reich Geschäftsführer Charly Pall und –Buchsuche Chefin Annabella Weisl den Digitalisierungs-Fahrplan einer aus­ge­spro­chen inter­es­sier­ten Journalistenrunde, und trotz aller sons­ti­gen Bedenken gegen die Quasi-Monopolstellung der “Datenkrake” kann ich der Generaldirektorin zu die­ser genia­len Kooperation nur gratulieren.

ÖNB Pressekonferenz
Max Kaiser, Johanna Rachinger, Annabella Weisl und Karl Pall.

In der der recht­e­freien Bestände sehe ich kei­nes­falls einen Paradigmenwechsel, denn Ziel und Aufgabe der ÖBN ist es ja nicht bloß, Schriften zu archi­vie­ren, son­dern den Bestand der Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen. So kann man sich bei­spiels­weise schon in den letz­ten 100 Jahren jeden ein­zel­nen Band, der im beein­dru­cken­den der Bibliothek steht, nach vor­he­ri­ger Anmeldung aus­he­ben las­sen. Doch das digi­tale Archiv lässt nicht nur die Notwendigkeit der Vor-Ort-Präsenz weg­fal­len, es erschließt den Textkorpus auf eine völ­lig neue Weise, die nicht nur Historiker und Literaturwissenschaftler begeis­tern wird!

Dass die tech­ni­schen Voraussetzungen für ein sol­ches Projekt alles andere als tri­vial sind, dürfte jedem klar sein, der schon ein­mal mit einer OCR-Software zur Texterkennung gear­bei­tet hat. Ein gro­ßer Teil der Bücher aus dem 16. bis 19. Jahrhundert ist in Frakturschrift gedruckt, die Druck-Qualität erschwert die Aufgabe zusätz­lich. hat aller­dings in den letz­ten Jahren die ent­spre­chen­den Tools und Verfahren ent­wi­ckelt. Im kon­kre­ten Fall wer­den die Werke mit Zustimmung des Denkmalamts nach gebracht und dort erfasst, eini­gen Jahren sol­len alle Bücher online sein.

Historisches Buch
Sammlung der ÖNB
 

Ob die fer­tig digi­ta­li­sier­ten Werke lau­fend oder in meh­re­ren Tranchen ver­öf­fent­licht wer­den, steht noch nicht fest. 2016 sol­len dann alle Bände zur Verfügung ste­hen, und die eine oder andere Über­ra­schung schloss Projektleiter Kaiser dabei nicht aus. Immerhin geht mit der auch eine kom­plette Neu-Inventarisierung des his­to­ri­schen Bestands ein­her, und wer weiß, ob nicht frü­here Archivare den einen oder Band in ihren Inventaren über­se­hen haben.

Eine Frage beschäf­tigte die Journalisten auf der ganz beson­ders: ob die ÖNB etwa plane, zukünf­tig auch Werke zu digi­ta­li­sie­ren, die nicht von Urheberrechten seien? Johanna Rachinger ver­neinte aller­dings dies­be­züg­li­che Pläne ent­schie­den und ver­wies auf einen wei­te­ren wich­ti­gen Aspekt: im Falle einer phy­si­schen Beschädigung der wert­vol­len Originale bleibt zukünf­tig zumin­dest das digi­tale Archiv erhal­ten. Apropos phy­sisch: Sowohl als auch die ÖNB hos­ten jeweils eigene Kopien der digi­ta­li­sier­ten Werke.

Österreichische Nationalbibliothek

Warum zahlt ?

Natürlich tauchte auch die Frage nach all­fäl­li­gen Monetarisierungsmodellen auf. Annabella Weisl ver­si­cherte, dass kei­ner­lei Werbe-Einbindung in his­to­ri­sche Bücher geplant, son­dern das Digitalisierungsprojekt viel­mehr im Gesamtkontext von Googles Strategie zu ver­ste­hen sei. Ob tat­säch­lich frü­her oder spä­ter AdWords in den Schriften Prinz Eugen auf­tau­chen, wird die Zukunft zei­gen — das hängt letzt­end­lich wohl nur von der Conversion-Rate ab, und die stelle ich mir in die­sem Fall nicht sehr hoch vor.

Allerdings schafft ein umfas­sen­des Angebot von Gratis-Büchern einen gewal­ti­gen Mehrwert für diverse Verlags-artige Aktivitäten. hat ja nicht nur den Longtail der Fernsehwerbung erschlos­sen, son­dern plant unter dem Namen “ Editions” ein eige­nes Buchprogramm, über das Annabella Weisel am 10. Juni mit dem Börsenblatt gespro­chen hat.

Fazit: Öffentlich-rechtlicher Einrichtungen, die mit Steuergeldern finan­ziert wer­den, soll­ten ihren Financiers, sprich den Bürgern, einen mög­lichst hohen Mehrwert bie­ten. Gerade Bibliotheken und Datenbanken (“Open Data” wär da ein ande­res Stichwort) bie­ten sich durch das Internet fan­tas­ti­sche Möglichkeiten; die im Kontext mit mitt­ler­weile nahezu reflex­ar­tig ver­mu­tete Gefahr sehe ich bei die­sem Projekt ganz und gar nicht, dafür aber einen gewal­ti­gen gesell­schaft­li­chen Mehrwert. Zwei Daumen noch! Ich freu mich schon auf aus­ge­dehnte vir­tu­elle Spaziergänge durchs lite­ra­ri­sche Spätmittelalter :frog:

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Bisher haben meine Lieblingsleser 33 Kommentare zu "Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • linzerschnitte Identicon Icon

    Generationen von GermanistInnen wer­den heute die Gläser erhe­ben — jetzt steht ihre aus­gie­bige Beschäftigung mit den Inkunabeln zu jeder Tages– un Nachtzeit nichts mehr im Wege:)
    Coole Sache, das!

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  • Glacial Slurs Identicon Icon
    Glacial Slurs sagte am 15. Juni 2010 um 15:53

    Coole Sache, keine Frage! Da über­legt man sich doch glatt, doch noch ein Germanistikstudium anzu­fan­gen! :saint:

    Aber andere Frage: warum hast du eigent­lich keine Foto-Credits dabei? Sogar wenn’s repro­freie Pressebilder sind, freut sich der Fotograf über eine Erwähnung!

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    linzerschnitte Identicon Icon
    linzerschnitte antwortete am 15. Juni 2010 um 16:29

    @glacial slurs — das war jetzt aber ein schö­nes Kompliment an den mr. daten­schmutz — Beiname: der mit der DSLR tanzt:)

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    @linzerschnitte: Oh danke, zuviel der Ehre! (Zumindest, wenn wir Kevin aus der Gleichung lassen)

    @glacial: ich bin beim Foto-Copyright immer recht peni­bel, *außer* die Bilder sind von mir, ich war ja heute vor­mit­tag dort :pimp:

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  • Sebastian Identicon Icon

    Johanna Rachinger, nicht “Zachinger”. :)

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Yup, das hat sich ein­ge­schli­chen; danke für den Hinweis, hab den Namen ausgebessert.

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  • Lena Identicon Icon

    Eine fas­zi­nie­rende Zahl an Bücher und vor allem sol­che Alten Bücher. Die darf man bestimmt nur unter Aufsicht und mit wei­ßen Handschuhen anfassen ?

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Hab’s noch nie gemacht, aber ich ver­mute mal schon stark, dass da durch­aus gewisse Vorsichtsmaßnahmen zur Anwendung kommen. :borg:

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  • Frank Identicon Icon
    Frank sagte am 15. Juni 2010 um 20:55

    Aber die 30 Millionen bezahlt Google ja nicht. Das ist die hoch­ge­rech­nete Summe, die das Einscannen von 400000 Bücher der ÖNB mit ihrem eige­nen Workflow kos­ten würde. Geld fließt hier nicht.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Aber das läuft doch aufs glei­che raus… egal wie hoch die Google-internen Kosten sind: das ist ein sehr schnel­ler und direk­ter Weg, um einen rie­si­gen Bestand, der sonst kaum erschließ­bar wäre, digi­tal zugäng­lich zu machen!

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    Sebastian Identicon Icon

    Aber Ritchie Google ver­dient am Schluß trotz­dem sonst wür­den die es auch nicht machen, egal wie hoch die inter­nen Kosten sind.

    Aber auf der ande­ren Seite so eine Bibliothek Digital für alle auf der gan­zen Welt abruf­bar zu machen, wann man es möchte, ist eine super Entwicklung die uns das Internet gebracht hat. :thumbup:

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Ja klar, das will ich gar nicht in Abrede stel­len; ist für Google sicher­lich ein Riesen-Asset, aber wie du sagst: der gesamt­ge­sell­schaft­li­che Gewinn ist enorm!

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  • Roger Identicon Icon

    Ich halte das für eine ganz und gar erfreu­li­che Kooperation, und wel­che “nie­de­ren” Motive man Google auch immer unter­stel­len möchte, so ist es trotz­dem ein außer­or­dent­li­cher Gewinn für alle Beteiligten.

    Mir jeden­falls fällt auch mit viel Fantasie keine kom­mer­zi­elle Nutzung des Ergebnisses durch Google ein, die nicht um Häuser von den Vorteilen über­ragt würde. Und mal ehr­lich: Wie sonst soll­ten die nöti­gen Ressourcen auf­ge­stellt werden?

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Ja, ich seh das genauso wie du — defi­ni­tiv ein win-win-Deal.

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  • Christian Identicon Icon

    Ehrlich gesagt habe ich auf so einen Coup schon seit län­ge­rem gewar­tet. Ich denke bei ein der­ar­tige Zusammenarbeit bie­tet für beide Seiten Vorteile. Ich hoffe, dass es so eine Kooperation auch zwi­schen der Deutschen Nationalbibliothek und Google geben wird.

    Alleine schon der Mehrwert für die Wissenschaftler die Bücher durch­su­chen zu kön­nen, dürfte den Aufwand schon recht­fer­ti­gen. Daneben ist es natür­lich schön, wenn jeder Bürger direk­ten Zugriff auf die Bücher kriegt.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Ja, auf jeden Fall; ich hoffe auch, dass sich mög­lichst viele National-Bibliothek zu die­sem Schritt ent­schlie­ßen. Das wär wirk­lich ein gigan­ti­scher kul­tu­rel­ler Mehrwert, der da ins­ge­samt geschaf­fen wird.

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  • Jürgen Identicon Icon
    Jürgen sagte am 16. Juni 2010 um 16:28

    Für den Erhalt die­ser Bücher ist es eine gute Sache sie zu digi­ta­li­sie­ren.
    Nur kann ich mir schwer vor­stel­len dass ein Unternehmen diese Kosten nicht wie­der rein holen möchte. Und was ist ein­fa­cher als über Vermarktung = Werbung.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Ich denk da aber vor­wie­gend an die Umwegrentabilität; muss nicht direkt ver­mark­tet wer­den, macht aber Googles Gesamtportfolio attraktiver.

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  • apaju Identicon Icon

    Super Sache mit der Archivierung, gerade bei den alten und kost­ba­ren Büchern. Siehen Kölner Stadtarchiv :(
    Aber ein Buch online zu lesen wäre mir zu anstrengend!

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Das hängt doch in ers­ter Linie von den Lesegeräten ab; auf Kindle & Co. ist das gar nicht mehr anstrengend.

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  • Maria Identicon Icon

    also ehr­lich gesagt hab ich gedacht das jede ein­zelne seite der gan­zen bücher abge­tippt wird :D oh mann…was für eine vorstellung ^^

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Das würde dann wohl ein wenig län­ger dauern! :shock:

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    Alois Identicon Icon

    Könnte funk­tio­nie­ren, weißt eh: Tausend tip­pen­den Affen auf tau­send Schreibmaschinen könn­ten ja auch irgend­wann fast sicher Shakespeare’s Werke schreiben ;-)

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Garantiert! Aber das würde dau­ern.… 1000 hoch 1000 Affen hät­ten Hamlet schnel­ler am Papier :geek:

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  • Anna J. Identicon Icon
    Anna J. sagte am 21. Juni 2010 um 12:31

    Wow das finde ich echt klasse, das man so eine enorme Buchansammlung ins Netz stellt :frog3: , auch das Google das über­nimmt ist echt klasse.. :D so gehen die Werke nie­mals verloren =)

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  • Lichtschlauch Identicon Icon

    ich würde die gan­zen Bücher auch an google wei­ter­ge­ben. Die scan­nen laut Presse doch sämt­li­che Bücher ein, egal ob Urheberrechtlich geschützt oder nicht :-)

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Das Einscannen per se ist ja kein Problem, könn­ten wir auch machen, wenn wir genug Zeit und Hardware hät­ten :dog:

    Interessant wird’s ja erst, wenn die Bücher auch zugäng­lich gemacht, also öffent­lich ange­bo­ten werden.

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  • Marek Identicon Icon
    Marek sagte am 30. Juni 2010 um 13:56

    Hi Ritchie, da wür­den die Bücher nie­mals öffent­licht wer­den. Dazu müss­ten wer erst­mal Urheberrechte besitzen.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Nein, genau darum geht’s ja — die Urheberrechte sind bei den betrof­fe­nen Büchern auf­grund der lan­gen Zeitspanne erlo­schen, die kann und darf jeder ver­öf­fent­li­chen — da geht’s wirk­lich pri­mär um die Digitalisierung per se.

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  • indien-schmuckkunst Identicon Icon
    indien-schmuckkunst sagte am 7. Juli 2010 um 20:31

    Hallo,
    Bei die­sem Projekt wür­den mich einige Hintergrundinfos inter­es­sie­ren -
    z.B: wie wird sicher­ge­stellt, dass die alten Bücher beim ein­scan­nen nicht beschä­digt wer­den — bzw. wie wird über­haupt gescannt ? — wie erfolgt die Nachbearbeitung? Manuell? von wem — wer kann das den über­haupt?…
    Weiters — wer­den diese Archive dann gra­tis zur Verfügugn gestellt oder ist ein Abo,… not­wen­dig.
    Was wei­ters unklar ist — trägt Google allein die Kosten oder ist der Staat betei­ligt — und natür­lich — warum gibt google dafür 30 Mio aus –als Wohltäter sind sie bis­lang noch nicht auf­ge­fal­len? Noch dazu Öster­reich? warum macht das Google nicht in Ländern mit höhe­rem Werbewert?
    Klingt für mich alles ein wenig merkwürdig.…

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Natürlich wer­den die Bücher pfleg­lichst behan­delt; zu den Detailfragen kann wohl nur Google Auskunft geben, aber fol­gen­des kann ich dir beantworten:

    Ja, die Kosten grägt Google allein — und zwar weil die­ses Angebot an Büchern natür­lich ihr Books-Portfolio ins­ge­samt attrak­ti­ver macht. Und nein, es ist kein Abo not­wen­dig, alle Inhalte sind gra­tis zugäng­lich. Wohltäter ist Google sicher kein, aber ich halt das defi­ni­tiv für eine win-win Situation, wie ich im Beitrag auch geschrie­ben habe.

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  • Wolfgang vom Grillportal Identicon Icon

    Ich finde es eine gute Sache, dass nun so viele Leute Zugriff auf diese Bücher bekom­men. Jedoch habe ich Bedenken, was in naher Zukunft mit den digi­ta­li­sier­ten Werken gemacht wird. Thema Vermarktung!! Google hat uns in der Vergangenheit gezeigt, wie Geld ver­die­nen funk­tio­niert und es würde mich wun­dern, wenn sie es in die­sem Fall nicht wie­der hinbekommen.

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon

    Das denk ich durch­aus auch, aber darin seh ich kein Problem: Google ist keine gemein­nüt­zige Organisation; natür­lich wer­den sie sich Wege über­le­gen, zumin­dest indi­rekt Geld mit dem Datenbestand zu ver­die­nen. Aber das ist auch voll­kom­men legi­tim — solange der freie Zugang für alle Nutzer gewähr­leis­tet bleibt, gewin­nen beide Seiten (respek­tive alle drei).

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