Wiener Runde Podcast: Die Daten öffnen

Britisch-politischen Geheimniskrämern weht ein raues Lüftlein entgegen, wie Georg Holzer, der vergangenen Freitag seine Wiener-Runde-Premiere feierte, nachdrücklich feststellte: sämtliche Regierungsausgaben werden in Großbritannien fortan dokumentiert und online öffentlich zugänglich gemacht. In der Tat ein gewaltiges gesellschaftspolitisches Potential, doch von solchen Maßnahmen können Kärnten im Speziellen und Österreich im Allgemeinen auf absehbare Zukunft wohl nur träumen. Darum: spread the word! Solange Politiker was zu verbergen haben, wird sich ihre Freude über Open Data in engen Grenzen halten – aber zum Glück gibt’s ja ab und an Wahlen. Außerdem: Updates vom Barcamp, von der Meshed und wie man mit in RPC gewonnen Skills im richtigen Leben Leben rettet. N’joy!

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A propos Wahlen: wie wär’s denn mit einer schonungsvollen Offenlegung aller Wiener Gemeindeausgaben aber der nächsten Gemeinderats-Legislaturperiode? So gewinnt man Stimmen im Geek Lager! (Was mich betrifft: gilt für alle Partys ohne F’s und B’s im Kürzel.) In diesem Sinne: Anregungen und Themenvorschläge sind wie immer willkommen!

2 comments
Bert
Bert

Zwei Randbedingungen fallen mir dazu ein: Erstens, in GB waren die Skandale rund um die Spesenabrechnungen der Abgeordneten wirklich zum Himmel schreiend und eine Lösung unvermeidbar - schon rein dafür, um zumindest den Schein zu wahren. Zweitens: Sobald bestimmte Körperschaften zur Transparenz verpflichtet werden, entstehen Umgehungskonstruktionen (Stiftungen, Fördervereine, Bildungsakademien, befreundete Agenturen für PR und Beratung), über die der Geldfluss dann erst wieder im Privaten abgewickelt werden kann. Das ist meines Erachtens so sicher wie das G'satzerl von der Unschuldsvermutung bei allen neueren Zeitungsberichten über KHG.

Ritchie Blogfried Pettauer
Ritchie Blogfried Pettauer

Wenn's nur so einfach wäre! Dann müssten .at Skandal der jüngsten Vergangenheit ja auch zu einem viel höheren Druck führen. Und dass man Wege und Mittel zur Umgehung finden kann, lässt sich wohl nie ganz abstreiten - aber es ist viel schwieriger, Geldflüsse rein im privaten abzuwickeln, wenn alle Ausgaben dokumentiert werden müssen - schlimmer kann's jedenfalls definitiv nicht werden! :mrt: