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WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen

The trouble with WikiLeaks (datadirt cartoon)

Nein, es folgt keine Step-by-Step-Anleitung, wie Sie kommerziell-virale Inhalte in brisanten Dokumenten und diese auf WikiLeaks platzieren – das wäre zwar jetzt, wo Julian Assanges Beichtstuhl für Schuldgefühl-geplagte Systemfunktionäre ausnahmsweise gerade so überdurchschnittlichen viel Aufmerksamkeit von den bezahlten Hütern der Demokratie genießt, nicht der Pläne dümmster – allerdings sollte für das strategisch geschickte Platzieren von Markenbotschaften in gefälschten Botschafts-Depeschen (Obama an Putin: „A wengal an Hang zum Rassistischen ham’s scho, die Canyon-Shitters! But they know damn well how to bake Mannerschnitten!“) keine Schritt-für-Schritt-Anleitung erforderlich sein. Weniger trivial dagegen erscheint die Frage, ob solche Formen teilfreiwilliger Transparenz eine ergänzende Funktion im bestehenden demokratischen System einnehmen können oder als transformativer Impuls von „außen“ verstanden werden müssen.

The trouble with WikiLeaks (datadirt cartoon)
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Man kann also, wie Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk dies kürzlich im Ö1 Journal Panorama tat, die Frage stellen, ob in der repräsentativen Demokratie as we know her das Privileg der Vertraulichkeit (noch) eine signifikante Rolle spielt oder wie Judith Denkmayr eine realistischere Sichtweise pflegen und Plattformen wie Wikileaks als notwendiges Korrektiv eines Systems deuten, das Intransparenz instrumentalisiert hat und den Wähler/Kunden recht effizient von Entscheidungsprozessen ausschließt.

Die präferierte Sichtweise sagt wenig über Wikileaks, aber einiges über den Standpunkt des Beobachters aus – man muss keineswegs in einer Amish-Siedlung aufgewachsen sein, um das von Analogue Natives empfundene Unbehagen ob einer Zukunft, in der technologische und politische Elite konvergieren, zu verstehen wenn nicht gar zu teilen. Auf der anderen Seite scheint sich das Vertrauen genau jener vorsichtigen Mahner, die humanistisch-politische Traditionen nicht am Digital-Altar geopfert sehen wollen, in weit höherem Maße auf Hoffnung denn auf Beobachtung zu gründen. Dass eine Synthese nicht mal als Silberstreif am Horizont zu sehen ist (sorry Hegel!), liegt an der prinzipiellen Unentscheidbarkeit der zugrunde liegenden Fragestellung: wer entscheidet, ob die transformativen Kräfte innerhalb eines Systems ausreichen, um adäquate Weiterentwicklung / Adaption an veränderte Systemparameter zu gewährleisten? Wir neigen dazu, den Status Quo als Endzustand zu betrachten – ich persönlich bezweifle allerdings stark, dass die repräsentative Demokratie in ihrer derzeitigen Form tatsächlich der politischen Weisheit letzter Schluss ist. Selbst ein SMS-Voting zu den Fragen Schul-/Gesundheits-Verwaltungs-Reform wär mir lieber als der herrschende Totalstillstand – schlimmer als Maria Theresias Bildungserbe bis in alle Ewigkeit zu hofieren kann nicht mal ein „gehacktes“ Wahlergebnis sein.

Apropos: Dass Peter Kleissner, Computer-Sicherheitsexperte und Hacker („Ich bin einer von den guten und stopfe Sicherheitslücken.“) eher die Piratenpartei als den digitalen Underground vertrat, verwunderte mich ebenso wie die eigenartige Definition des Moderators, dass „ein Hacker natürlich ein exzellenter Programmierer sein und sich mit Computer besonders gut auskennen müsse“. Ich erhebe Einspruch: Code-Affinität ist eine mögliche, aber keine hinreichende und schon gar keine notwendige Voraussetzungen. Es geht nicht um Technologie, sondern um Systeme, Gewohnheiten, um das Erkennen, Analysieren und Brechen von Regeln, um Manipulation: Bühnenmagier hacken unsere Wahrnehmung, talentierte Amateurschauspieler hacken die Warteschlange vorm Club (file under: „Lichttechnikerprinzip“), ich hab als ehemaliger passionierter Schwarzfahrer unzählige Male die Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn gehackt mit ganz unterschiedlichen Scripts vom „dummen Tiroler“ über „da hat wohl jemand vergessen, die Tintenpatrone im Entwerter zu wechseln (erforderliche Zutaten: ein Einzel-Vorverkaufsschein aus der Trafik, kann mehrfach verwendet werden) bis zum „Houdini Switch“ (nur für Experten zu empfehlen – benötigt einen Partner mit schneller Auffassungsgabe und gültigem Fahrschein, der das Opfer spielt, alle mentalen Ressourcen des Kontrolleurs bindet, mit diesem an der nächsten Station zerknirscht aussteigt, wo ihm dann einfällt, dass das Ticket ‚zum Glück‘ ja doch in der Jackentaschen steckt).

Sogar vereinzelte Fälle von unfreiwilligem Selbsthacking wurden in der Vergangenheit bekannt: seit Pete und ich während unseres Studiums zwei Jahre gratis bei Subway getafelt und getrunken haben, kann ich Ihnen versichern: es gibt gute Gründe, warum auf Rabatt-Gutscheinen fast immer draufsteht „pro Person / Einkauf maximal 1 Gutschein einlösbar“. Sollte Sie mal Gutscheine in die Hände bekommen, bei denen dieser Satz fehlt, weil sich die sonst immer so penible und verlässliche Mitarbeiterin der Rechtsabteilung ausgerechnet an dem Tag beim Frühstück furchtbar mit ihrem Freund gestritten hat, der in zwei Wochen schon wieder mit seiner Punk-Band auf Tour gehen will, ganz zu schweigen von dem lästigen Vertriebsmitarbeiter aus dem Außendienst, der mit zittriger Stimme unbedingt jetzt sofort wissen musste, ob der Kunde, der behauptet „wenn ich unterhalb der Gürtellinie treffe, wird mir kein Staatsanwalt Mordabsicht unterstellen“ tatsächlich Recht hat, also wenn Ihnen mal solche Gutscheine in die Hände fallen: nehmen Sie sie fest in die Hand, und zwar so viele Sie kriegen können – Sie werden viel Spaß damit haben.

Ich will also darauf hinaus, dass „Hacken“ aus gutem Grund zu den „subversiven Künsten“ zählt. Natürlich müssen Hacker die Spielregeln besser kennen als jene, die glauben, sie zu machen – egal, welches Werkzeug sie benutzen, und unabhängig, ob sie glauben, ihr okkultes (nicht übersinnlich, sondern nur einer kleinen Minderheit bekannt) Wissen zum Wohl des großen Ganzen oder zum eigenen Vorteil einzusetzen. Nun leben Projekte wie Wikileaks ebenso wie OpenLeaks, das neueste Spin-Off in Reaktion auf die immer stärkere Zentriertheit der Mutterseite auf die Person des Julian Assange, in hohem Maß von der Beteiligung einer Personengruppe, die sich entweder selbst als Hacker bezeichnen oder zumindest eine gewisse wohlmeinende Sympathie diesen modernen „Freibeutern“ gegenüber verspüren.

Damn it, Julian!
[Cartoon: xkcd by Randall Munroe]

Rasch kommt die Diskussion über derlei Veröffentlichungsplattformen im Kontext von Demokratie, Journalismus und humorloser Habermasigkeit in der Regel auf den Punkt, wo libertäre Geister regulativen Institutionen per se misstrauen, egal ob die sich auf den Wähler, den Gott, den Dollar oder alle drei berufen – und zwar völlig zu Recht. Wer nicht mit machtvoller Blind- und Dämlichkeit geschlagen ist, wird wohl kaum mehr leugnen können, dass das Wohl des Volkes seinen Vertretern Mittel, aber gewiss nicht Zweck ist. Ebenso logisch scheint daher der nächste Schritt, das Einfordern von Stärkung der Media Literacy – je früher, desto besser! Einmal mehr wären die Lehrer gefordert, viele smarte kleine User zu produzieren.

Aber das ist so eine Sache mit der fortgeschrittenen Media Literacy: man kann Hard- und Softskills vermitteln, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie die Schule als eines der autoritärsten, rigidesten, katastrophalsten und effizientesten Normierungssysteme aller Zeiten, jemals in der Lage sein sollte, deviantes und kritisches Verhalten anders zu fördern als dadurch, selbst abschreckendes Beispiel zu sein. So lernt man vielleicht, das Fehlstundensystem zu „hacken“ („Kleines Klassenbuch, segel tapfer bis ans Meer!“), aber das wird selbst nach der Ära Pröll, wenn wieder Hoffnung auf erneutes Nachdenken über eine Schulreform erlaubt ist, mit Sicherheit kein explizites Ausbildungsziel sein.

So lässt sich die grausame Wahrheit also einmal mehr auf einen sehr simplen topologischen Grundsatz zurückführen:

Ein System der Ordnung s hoch n kann kein System der Ordnung s hoch (n+1) enthalten.

Einmal mehr sind wir also auf die radikale Selbstverantwortung zurückgeworfen. Aber da das System bekanntlich ziemlich effektiv zurückfickt, wäre es hoch an der Zeit, die Diskussion auf eine pragmatisch-ökonomische Frage zu lenken: klassische Massenmedien als „vierte Kraft“ der Demokratie erfüllen die Funktion, die Ressource Zeit bereit zu stellen – bezahlte Zeit für professionelle Journalisten, die, so die Mär, keine Pressemeldungen umschreiben, sondern selbst recherchieren, reduzieren, filtern und so weiter. Ye Olde Media röchelt aber sterbend vor sich hin, der freie Journalist wird zum Schutzpatron des Prekariats und Blogger kann man im Zweifelsfall wesentlich leichter mundtot machen als Verlage.

Individualist sein wird immer aufwendiger. Früher brauchte man bloß ab und an einen Baum umarmen, mit dem Rad in der Stadt rumfahren und sich für asiatische Weisheit interessieren, heutzutage muss man schon mehrere SUVs besitzen, ständig Zigaretten rauchen und kein Gerät von Apple verwenden.
Business-Leitfaden für Bohemien Prolos, unveröffentlichtes Manuskript, unbekannter Autor, um 2012

Anstatt neue Regulative und Verhaltenscodizes herbei zu fantasieren, deren Abstinenz bloß nicht intensiv am Online-Leben partizipierende User monieren, wünsche ich mir vom Christkind, dass es neben all dem Schnee auch wieder mal ein bisschen Hirn vom Himmel wirft. Denn Dokumente kann man nicht erst seit gestern anonym online publizieren – was WikiLeaks tut, ist wirklich trivial, leicht ersetzbar und wird zukünftig fixer Bestandteil des Internet sein, unter welchen URLs auch immer.

ABER: die Veröffentlichung mehrhundertseitiger Dokumente ist bloß der Anfang, nicht das Ziel des Weges. Das demokratiepolitische Defizit sehe ich in der fehlenden Struktur, die sich der „Nachbereitung“ dieser riesigen Datenflut widmet. Social Media User tun sich leicht damit, ihre ach so reflektierte Meinung über die Wichtigkeit von WikiLeaks für das Fortbestehen der freien Welt in diese hinaus zu posaunen und spenden freudig fürs kollektive Media Budget – die beachtlichen „selbstkorrektiven“ Kräfte des Netzes enden meiner Meinung nach dort ganz abrupt, wo eine Ressource knapp wird, die sich nicht durch Spenden, nicht durch Server, nicht durch technisch freie Meinungsäußerung kompensieren lässt: Aufmerksamkeit, die Universalwährung unserer Mediengesellschaft.

Ein schwacher Versuch, den Linken die Schuld an meiner Schwarzfahrerei zu geben

Eigenblogtherapie ist die beste – schon wieder eine Sitzung gespart, jedes Posting eine Aufarbeitung früherer Traumen! Es war mein erstes Semester in Wien, ich hatte erste wenige Freunde auf meiner Real-Life-Profilpage. Die Konservativen ÖH-Heinis veranstalteten und besuchten beschissene Partys, im EKH und in der Arena gab’s damals dagegen sehr nette Acid-Techno-, Jungle- und Breakbeat Kaffeekränzchen. (#Lego-Soundsystem #Musikmaschine). Ich rollte also ein Weilchen mit den Linkslinken um den Block und hatte gleich mal am ersten Abend einiges gut zu machen – erstens hatte ich eine politisch unkorrekte Burenwurst beim Standler erworben („Wir kaufen unseren Proviant bei den türkischen Brüdern.“ Ja okay, deren Fladenbrot und Sucuk schmeckten weit besser, aber das schien hier nicht der Punkt zu sein) und zweitens hatte ich auf die Frage, ob ich das Gesamtwerk von Marx gelesen hätte, geantwortet: „Gibt’s die Drehbücher zu kaufen? Ich hab bloß die Filme gesehen, Groucho ist mein Favorit“. Eine junge Dame, deren innere Schönheit vermutlich noch nie in ihrem Leben von Make-Up übertüncht worden war, was man von ihrer paramilitärischen Kleidung nicht gerade sagen konnte, warf mir einen Blick zu, der bei längerem Augenkontakt zu temporärer Unfruchtbarkeit hätte führen können. Bevor irgendwem auffiel, dass ich gar kein Kommunist war, musst dringend etwas geschehen.

„Genossen“, hub ich an, „der Staat nimmt uns aus wie die Weihnachtsgänse und öffentlicher Verkehr ist ein öffentliches Gut, das allen Proletariern 24h um die Uhr gratis zur Verfügung stehen sollte!“ Alle nickten zustimmend. Tja, die Zeiten haben sich geändert, mittlerweile sind die Rastalocken weg, die ehemaligen Revoluzzer haben Jobs, zahlen Steuern und bekämpfen das System von innen: einer schreibt täglich das Impressum für eine U-Bahn Zeitung, ein anderer unterrichtet an der School of Wasted Talent „Fortgeschrittenen Populismus“ und verdingt sich als Teilzeit-Hassprediger bei einer Anti-Homosexuellen-Organisation – nur ich geh immer noch am und zu zum selben Türken, ess‘ mein Fladenbrot mit Sucuk und denk mir: lieber Stammkunde als Genosse!

Trotzdem saß mir jahrelang die Angst im Nacken, einer von denen könnte mich beim U-Bahn-Fahren erwischen, wie ich gerade kontrolliert werde und einen Fahrschein besitze. Ja, so war das damals in 90ern, heute könnte man das natürlich nicht mehr machen – aber das waren noch ganz andere Zeiten, kann man unmöglich vergleichen – eben ein anderes Jahrhundert. Männer trugen noch Hüte, wenn sie das Haus verließen, auf internationalen Flügen wurde der Jive getanzt, Terroristen forderten Lösegeld, in Großbritannien durften erstmals Frauen Zahnmedizin studieren, Alkohol war strengstens verboten, dafür gab’s damals auf jeder öffentlichen Toilette einen Zigaretten- und einen Automaten für harte Drogen. Holland gehörte zu Spanien, Lammfleisch war noch nicht erfunden und die Zukunft schien rosig, sofern es uns gelingen würde, Natur künstlich mithilfe von Atomkraft herzustellen. Vor allem aber hatten wir keine Smartphones, keine PDAs, keine Zeitungen, und die dichten schwarzen Schwaden des U-Bahn-Dampftriebwagens macht das Entkommen wesentlich einfacher.
150 Jahre später ist natürlich alles anders, ich hab eine Monatskarte – aber wenn wir mal gemeinsam in der U-Bahn unterwegs sind und Sie Ihre „vergessen“ haben, mach ich mit Vergnügen den Komplizen beim Houdini Switch!

12 comments
ITler
ITler

Sehr cooler Artikel. Witzig und Interesaant geschreiben. Musste Ihn mir nur teilweise 2 mal durchlesen damit ich den Sinn verstanden habe, aber das kann natürlich auch an mir liegen.

Frank
Frank

Ich bekenne: Ich habe auch eine Monatskarte. Irgendwann fühlt man sich einfach zu alt für die ganze andere Scheiße. Aber du bist im Recht. Die Grundhaltung läßt sich wohl auf alle Lebensbereiche übertragen.

Fred
Fred

Sag mal dieser Comic, diese Bilderfolge... sind das... das sind doch keine Menschen, sind das solche winzigen Figürchen? Die man sich so hinstellt wie man will und dann kleine Sachen neben denen ganz groß aussehen? xD groß wird nur, was man groß redet. Es steht nicht mehr in der Zeitung, was wichtig ist, sondern das zeug wird dadurch wichtig, dass es in der Zeitung steht. Es kommt in die Zeitung, weil sich die Leute darüber so schön empören können und deswegen kaufen sie es gleich - hauptsache von den eigenen Problemen ablenken. Und dann ganz betroffen sein. Hat sich was verändert? Nein! Ist Wikileaks noch Thema? Nein! Serdar Somuncu sollte dazu mal was sagen. Da würd ich mich freuen.

Roman
Roman

Schöner Beitrag. Es gibt auch einige mitlerweile die Wikileaks Mass Mirroring dazu benutzen um eine Menge an kostenloser inlinks zu generieren.

Martin
Martin

Tolles Blog, hab hier so drübergelesen (muss gleich los und der Text ist lang) und finde viele Passagen sehr toll. Hab leider das große ganze in dem Artikel noch net entdeckt, weiß auch gar net ob es den gibt, aber das ist egal, es gefällt mir ^^ Aber trotzdem der Hinweis, dass ich manchmal das Gefühl hab, dass nen klarer roter Faden fehlt. Grüße!

Timo
Timo

Wow, ein gänzlich an Informationsfülle erschlagender Artikel - sowas ist heute recht selten geworden. Ich hab ihn Silbe für Silbe gelesen und genossen. Insbesondere das Fazit "Dasdemokratiepolitische Defizit sehe ich in der fehlenden Struktur, die sich der “Nachbereitung” dieser riesigen Datenflut widmet" trifft es exakt. Aber: wäre es nicht Aufgabe der dem Pressecodex verpflichteten Medien, genau hier anzusetzen? Der Spiegel hat sich dem gewidmet - allerdings nur einmalig. Inzwischen wurde es still um Wikileaks - auch beim Spiegel, vielmehr richtet sich die Attention nun auf das zugegebenermaßen ungemütliche Schicksal von Julian Assange. Ein paar Thesen zu dem Thema habe ich aktuell hier aufgearbeitet: http://netz-fragmente.de/83/wikileaks-schuld-an-der-schweinegrippe/ Nochmals aber vielen Dank für den Artikel - die zehn Minuten Lesezeit waren gut investiert! :)

DiroSign-Media
DiroSign-Media

Ich stehe hinter WikiLeaks. Es wurde Zeit das mal einer die Wahrheit veröffentlicht.

elancer
elancer

aber ist nicht die zukunft an sich schon selbst heilend, weil die heranwachsende Generation mit den neuen Medien aufgewachsen ist und die alte nicht. Welcher Lehrer sollte seinen Kinden das Hacken beibringe, das kann doch (nicht mal der Informatik-Lehrer). Ich glaube, dass was wir mit Wikileaks gesehen haben, ist nur der Anfang. Privatsphäre ist relativ und Geheimhaltung auch.

Linda
Linda

Ich finde es grundsätzlich etwas übertrieben, dass so viel Aufheben um Wikileaks gemacht wird: 1. von Seiten der betroffenen Politiker: jeder weiß doch, wenn du etwas verbietest, dann lesen es noch viel mehr als vorher. Und was haben die denn gedacht, dass Dinge, die auf irgendwelchen Servern liegen, niemals gefunden oder gehackt werden können? 2. von Seiten der Gesellschaft: alles, was ich bis jetzt über die Wikileaks-Dokumente gehörte habe, war doch common sense, sprich, das haben wir doch alles eh schon gewusst, oder hat wirklich jemand daran gezweifelt, dass Westerwelle ein schlechter Politiker ist, oder daran, dass es in Irak niemals A-Waffen gab? Und was interessiert mich, was irgendein Amerikanischer Botschafter über deutsche Politiker denkt - schlechter als meine eigene Meinung kann sie wohl kaum sein.

Sascha
Sascha

Naja bei WikiLeaks sehe ich das Problem das die Daten alle nicht authisch sein müssen. Es können irgendwelche ausgedachten Dokumente eingebracht werden. Sicher sind auch viele richtige Fakten dort zu finden, nur woher soll ich wissen was echt ist und was nicht.