WordPress 3.4 - Codename Green

WordPress 3.4 und Digital Story-Telling

Vor einigen Stunden veröffentlichte Matt Mullenweg WordPress 3.4, dessen Release-Name “Green” dem Jazz-Gitarristen Grant Green späte Ehrung zukommen lässt. Wie der Versionssprung direkt hinter dem Komma verrät, warten neue Funktionen auf die Nutzer des smartesten Open-Source CMS der ganzen Webwelt.

Theme Customizer: erstmals liefert WordPress eine, wenngleich noch relativ rudimentäre, Sandbox zum Theme-Tweaking mit, dank der Admins optische Änderungen im Live-Betrieb testen können, ohne den neuen Look für Otto Normalbesucher freizuschalten.

Verbesserte Bildunterschriften: Die bisher nur aus Text bestehenden Captions dürfen ab 3.4 formattierende HTML-Tags und Links enthalten.

Flexible Größen für Header-Images: die Abmessungen der Header-Grafik sind nicht mehr starr, außerdem können direkt übers Backend Bilder aus der Medienbibibliothek in den Kopfbereich von Themes, welche diese neue Funktion unterstützen, eingefügt werden.

Zwitschereien einbinden

Das aktuelle WordPress unterstützt eine sehr simple und elegante Einbindung von Tweets: kopiert man den Link zu einem einzelnen Tweet in eine eigene Zeile, stellt WordPress die betreffende Nachricht im Beitrag formatiert sowie samt voll funktionsfähigen Hebeln und Schaltern (reply, retweet etc.) dar. Keine technische Revolution, da bereits seit geraumer Zeit Plugins genau diese Funktionalität zur Verfügung stellen. Hier auf datenschmutz hatte ich bisher Modern Media Tweet Shortcode von Chris Carson im Einsatz.

Warum freu ich mich über diese Funktion dann trotzdem wie ein Laubfrosch im Frühsommer? Weil mein Lieblings-CMS damit erste Schritte in Richtung Mash-Up Storytelling geht: seit einigen Jährchen produziert die Netzgemeinde jede Menge Bits und Pieces in Form von Tweets, Status-Updates, Kommentaren… wo früher ein Zitat (aka blockquote) via Copy-Paste den Weg in Blogbeiträge fand, macht im Zeitalter des Echtzeit-Webs die Einbindung interaktiver Datenobjekte weit mehr Sinn.

Natürlich könnte man den Inhalt des Tweets kopieren, einfügen und zur Quelle verlinken. Indes käme niemand auf die Idee, ein Youtube-Video herunterzuladen, in die eigene Mediathek zu stopfen und selbst zu hosten, zumal Youtube und Co. bequeme Shortcodes zur Einbindung anbieten. Es beginnt mit einem harmlosen Einbindungscode und endet dann irgendwo bei Storify – das im Rahmen dieser kleinen WP 3.4er Ankündigung den Rahmen nicht bloß sprengt, sondern pulverisiert – deshalb dazu demnächst mehr.

Dieses mit typischem Green-Groove unterlegte Video zeigt die Neuerungen im Überblick:

Ladies and Gents, start your update scripts!

Download WordPress 3.4 “Green”

9 comments
Agentur-schulze
Agentur-schulze

Wenn man sich mit anderen CMS Systemen beschäftigt hat,wird man als Wordpressnutzer schnell merken,wie gut es zu managen ist,und für jeden Bedarf gibt es ein Plugin....

Stephan
Stephan

Ja ich bin auch schon gespannt wohin das denn alles führt. Aber was wird denn diese Polarisierung denn genau können, was bis jetzt nicht auch mit anderen Plugins geht? Lg

sascha
sascha

Also ich finde Wordpress gut als Otto normal Bürger der nicht vom Fach ist, ist es leicht zu handeln und man kann damit doch schon relativ gute Internet auftritte hinbekommen ohne fachwissen. Die Themes sind ja auch mittlerweile sehr gute dabei.

olli
olli

Naja, sind ein paar nette Erweiterungen mehr aber auch nicht. Vorallem der Theme customizer ist wohl eher was für Einsteiger. Ehrlich gesagt braucht WorPress aber auch gar nicht mehr. Es ist schon jetzt ein Klasse System ;D

Peter Heck
Peter Heck

Und wir haben endlich Twitter Support :) Eines der Features die ich mir sehr lange ersehnt habe. Lasst alles noch interaktiver werden!

Kalle Kratzbaum
Kalle Kratzbaum

Also geht WP 3.4 sehr Richtung Layouting von Themes. Als Entwickler ist mir das zwar nicht ganz so wichtig, diese Art Sandbox klingt aber doch dann mal komfortabel und interessant.

Mike
Mike

Die Neuerungen halten sich mal wieder in Grenzen, ich könnte auch drauf verzichten, aber ok, aus Securitygründen werde ich wohl auch bald updaten, die Tweeterei hat sich mir zudem (noch) nicht so richtig erschlossen, mir fehlt einfach diese Ader, alles in Kurzform zu schreiben, ich mag eher laaange Sätze :-) Beste Grüße aus Bayern Mike

Ulf
Ulf

So langsam wirds glaube ich mal für mich Zeit, meine html Seite durch ein Wordpress CMS zu ersetzen. Die Funktionen von Wordpress sind einfach zu genial.

Reimund
Reimund

Das Prinzip der automatischen Zusammenbindung der verschiedenen Kanäle ist angesichts der Gefahr der Zerfledderung des Contents tatsächlich interessant. Allerdings scheint mir oft der Social-Media-Content selber das Problem zu haben, nicht eben einen interessanten Beitrag zu einem Thema zu leisten.