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E-Mail an unbekannt: Google verzahnt Gmail und Plus

Gmail und Google Plus

Trotz der zumindest im deutschsprachigen Raum anhaltenen Kommunikationsflaute auf Google Plus treibt der Suchmaschinenriese die Integration seiner Services weiter mit Höchsttempo voran. Gmail-Nutzer können seit kurzem eine E-Mail an jeden Plus-Account schicken, und zwar ganz ohne Kenntnis der Empfängeradresse. Voraussetzung ist, dass Sender und Empfänger sich bei innerhalb des Google-Ökosystems bewegen.

Sichtbar wird die Adresse erst, wenn die oder der Angeschriebene antworten, wie die New York Times schon am 9. Jänner berichtete:

Senders can email anyone as long as they follow them on Google Plus, which they are able to do without permission. Recipients can receive email from anyone on Google Plus. Their email address only shows up, though, if they reply to the email.

Mittlerweile hat Google die Funktion standardmäßig freigeschalten, zwingt aber niemanden, kommunikativer zu werden. Wer auf diesem neuen Kanal nicht erreichbar sein möchte, findet die betreffende Option am ersten Screen der Gmail-Einstellungen:

Gmail Optionen

Die zusätzliche Exponiertheit macht keineswegs alle Nutzer glücklich und erinnert an die seinerzeitige Zwangseinführung des auf den Gmail-Kontakten basierenden Kurznachrichtendienstes Buzz, der mittlerweile wieder eingestellt wurde. Spamwellen und Massenmails sind nicht zu befürchten, schließlich müssten Öl-Tycoons aus Nigeria und Erbprinzen erstmal tausenden Nutzern folgen. Die enge Verzahnung von Social Profil und E-Mail-Adresse hat Facebook schon längst vorexerziert, und zur Gesamtstrategie Googles, welche die Nutzer mal mehr, mal weniger sanft in Richtung „möglichst verifizierte Online-Identität“ drängt, passt das neue Feature sehr gut.

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