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Facebook Pages: endlich übersichtlich und einspaltig

Facebook Seiten im neuen Design

Gestern hat Facebook damit begonnen, sämtliche Seiten auf ein neues Design umzustellen. Bis alle Facebook Page Betreiber in den Genuss des neuen einspaltigen Looks kommen, werden noch ein paar Wochen ins Land ziehen, auf ein Enddatum legen sich die IT-Projekt-erfahrenen Social Network Programmierer wie gewohnt nicht fest. Wer sich schon mal vorab einen Überblick verschaffen will, wirft am besten einen Blick auf die offizielle Page des Betreibers: Facebook.com/facebook erstrahlt nämlich bereits im neuen Glanz.

Das neue Facebook Seiten-Design im Überblick

Im großen und ganzen handelt sich’s diesmal um kosmetische Änderungen – an der Sichtbarkeit von Status-Updates oder an grundlegenden Mechanismen ändert sich nichts, aber die Optik ändert sich in folgenden Punkten:

  • Inhalte werden nicht mehr in zweispaltig angeordneten Kästchen dargestellt, sondern ausschließlich in der rechten Spalte, die an Breite zugelegt hat und die gleichen Maße besitzt wie der neue Newsfeed. Facebook räumt damit vor allem Photo-Postings mehr Platz ein.
  • Die schmälere, linke Spalte bleibt für Zusatz-Infos reserviert: hier landet an oberster Stelle die Infobox mit der Zahl der Fans und der Seitenbeschreibung. Wer nach deutschem Recht ein Impressum auf seiner Page braucht, wird dieses also sinnvollerweise hier einfügen.
  • Darunter folgen drei (wählbare) Apps, ein Klick auf „See All“ / „alle anzeigen“ öffnet ein Floatover-Windows mit sämtlichen Zusatz-Applikationen.
  • Die recht arbiträr agierende Kenngröße „talking about this“ / „sprechen darüber“ geht den Weg alles Digitalen und verschwindet.
  • Die Foto- und Videogalerien-Übersicht, Notes (Notizen) und die weiteren Infoboxen finden sich ebenfalls in der linken Spalte wieder.
  • Eine Timeline, wie sie auf persönlichen Accounts schon vor längerer Zeit eingeführt wurde, ermöglicht die Navigation durchs Archiv – und zeigt schonungslos sämtliche SMO-Sünden der Vergangenheit auf *g*.
  • Für Administratoren ändert sich bloß Kosmetisches: das Administrationsmenü wird oberhalb des Titelbilds dargestellt, rechts außen blendet Facebook statistische Infos über Ads, Beitragsreichtweite etc. ein.
  • Die bisher bloß für ausgewählte Facebook Pages freigeschaltene Funktion „Pages to watch“ steht mit dem Update zukünftig allen Seitenbetreibern zur Verfügung. Sie dient dazu, bis zu fünf Facebook Seiten zu beobachten und zu vergleichen – quasi Konkurrenzanalyse für Arme.

Das ganze sieht in der Praxis dann so aus:

Das neue Facebook Seitendesign

Bevor es ernst wird für die eigene Seite, erhält der Administrator eine Nachricht zur Designumstellung und kann dann zwei Wochen lang testen – oder auch nicht, nach Ablauf dieser 14 Tage wird nämlich jede Facebook Page zwangsbehübscht.

Bei den Bildgrößen ändern sich übrigens nichts – Cover und Profilfoto bleibten 851×314 respektive 160×160 Pixel groß. Was sich allerdings um ein paar Pixel verschieben wird, ist die Positionierung des letzteren. Anpassungen müssen also nur Seitenbetreiber vornehmen, die eine pixelgenau angepasste Kombination aus beiden verwenden, so wie ich auf Facebook.com/datenschmutz.

Viel Lärm um das Social Media Kaisers neue Seitenkleider

Kurios: die erste Reaktion gewöhnlich empörter Agenturmenschen galt der „Tab-Katastrophe“, denn Facebook hat sich doch tatsächlich erlaubt, die Tab-Bildchen zu entfernen und die sogenannten „Tab-Apps“ als Textmenü oberhalb des Titelbilds anzuzeigen. Zetter, Mordio! Futurebiz hat dazu schon alles gesagt – Tabs waren und bleiben bestenfalls Landingpages für spezielle Kampagnen, ihre Erreichbarkeit übers Menü ist völlig zweitrangig:

Tabs wurden [im mobilen Client] noch nie angezeigt. Ist auch nicht nötig, da der mit dem Tab verbundene Inhalt leicht über eine URL angesteuert werden kann. Die Mittel ändern sich auch nicht im neuen Design. […] Nur 3 % der Facebook Nutzer rufen Facebook Seiten auf.Nur 3 % der Facebook Nutzer rufen Facebook Seiten auf. Ein Drittel dieser 3 % klicken auf Tabs von Facebook Seiten. Die neue Darstellung hat somit überhaupt keine Auswirkungen auf Effektivität von Tabs. Doch, Impressum-Tabs haben ihren Sinn durch die Designänderung komplett verloren.

Was mir bisher noch fehlt, ist die Box für Userpostings – ich vermute, dass diese Funktion auf der offiziellen Facebook-Page abgedreht ist und kann mir kaum vorstellen, dass zukünftig Besucher einer Seite nur mehr Kommentare zu bestehenden Postings absondern dürfen. Die offizielle Ankündigung des neuen Designs erwähnt diesbezüglich jedenfalls nichts.

Fazit: Das neue Design ist insgesamt lesefreundlicher, stellt Status-Updates übersichtlicher dar und rückt die ohnehin meist missverstandenen Tabs weiter in den Hintergrund – wie bisher lautet das einzige Erfolgsrezept „die passenden Inhalte für die eigene Zielgruppe finden“.

2 comments
Logopaedin
Logopaedin

An sich komme ich mit der Änderungen klar bzw. empfinde sie als Fortschritt, nur das kleine schlanke Facebook-Logo ist mir etwas zu fitzelig geraten. Ich bin gewohnt damit immer auf die Startseite zurückzukehren. Der Startseiten-Link macht auf der rechten Seite meiner Meinung nach nicht soviel Sinn.

Logopaedin
Logopaedin

An sich komme ich mit der Änderungen klar bzw. empfinde sie als Fortschritt, nur das kleine schlanke Facebook-Logo ist mir etwas zu fitzelig geraten. Ich bin gewohnt damit immer auf die Startseite zurückzukehren. Der Startseiten-Link macht auf der rechten Seite meiner Meinung nach nicht soviel Sinn.

Trackbacks

  1. […] und Fans der Facebook–Page aber erst, sobald die jewei­lige Seite von Facebook das neue, ein­spal­tige Design frei­ge­schal­ten […]

  2. […] das ist die grausame Wahrheit: Facebook kann so streng riechen, wie Zuckerberg will und uns armen Seitenbetreibern die Reichweite noch weiter runterschrauben. Wir können nämlich bloß weiter Münzen in den […]