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Nokia Lumia 930 – Ode an mein Lieblingstelefon

Windows Phone: Lumia 930

Dies ist der gleichsam berührende wie schonungslos ehrliche Bericht über mein Nokia Lumia 930, das mir Microsoft Österreich für einen Langzeit-Test unter verschärften Blogger-Stressbedingungen zur Verfügung stellt. Der Beitrag ist als „gesponsert“ mit dem Nutzerungsrecht an dieser wunderbaren Liaison aus finnischer Ingenieurskunst und Redmonder Touch-Software. Ich bin mittlerweile Riesenfan dieses Geräts und daher nicht im mindestens überrascht, dass „46 von 54 Nutzern ihr 930er einem Freund empfehlen“ würden. Hab ich auch schon gemacht.

Warum Windows Phone?

Als stolzer Einwohner eines applefreien Haushalts, der Android als eine Art Notnagel an Googles langer Leine ansieht, freundete ich mich auf Anhieb bei der Mix 2010 in Vegas mit Microsofts Windows Mobile / CE Nachfolger an, der damals noch die Versionsnummer 7 trug. Ein Jahr später präsentierte dann Steven Sinovsky in Anaheim Windows 8 für den Desktop. Mit zwei HTC Geräten verbrachte ich lange, glückliche Jahre, bis ich dann Instagram-bedingt auf einen Androiden umsteigen musste (mittlerweile gibt’s Instagram, wie übrigens so gut wie alle populären Clients, längst auch für Windows Phone).

Immer wieder bestätigte Erkenntnis: Um eine einigermaßen qualifizierte Aussage über ein Smartphone treffen zu können, muss der Testzeitraum recht großzügig bemessen sein. Hätte ich mein Sony Xperia Z1 für zwei Wochen benutzt, wäre mir nie aufgefallen, was für unfassbare Software-Macken bei diesem Ausbund an Userfeindlichkeit auftreten. Aber eben erst nach einigen Monaten… Nie hätte ich mich für fähig gehalten, ein Gerät so inbrünstig, so abgrundtief zu hassen. Es krachte, rölzte und pfiff beim Telefonieren, die integrierte Rauschunterdrückung verstärkte effizient jedes Störgeräusch.

Der „Social Hub“ machte jegliche Telefonnummernsuche zu einem minutenlangen Geduldspiel, die Akkulaufzeit war völlig unabhängig von Backgroundtasks und Nutzung sowas von arbiträr, dass ich mir für Termine in der näheren Umgebung fast ein 200-Meter-Micro-USB Kabel besorgt hätte. Der Buddhist Steve Jobs glaubte bekanntlich, jedem Gerät wohne eine „Seele“ inne, zumindest hat er das bekanntlich. Unter dieser Prämisse muss die Seele meines Xperia schwarz gewesen sein, rabenschwarz wie die tiefste Nacht.

Wiewohl: Seit die Ära des legendären Communicators zu Ende ging (Armin Wolf hat anno 2009 noch auf dem 3900er getwittert, als ich ihn interviewte), denke nicht nur ich wehmütig an die guten alten Klappzeiten zurück. Klappbar ist beim 930er dagegen zwar rein gar nichts, die einzig beweglichen Teile sind nämlich die Hardware-Tasten. (Zweistufiger Auslöser! Gut definierter Doppeldruckpunkt: erst fokussieren, dann schießen. Yes!) Aber es kann einfach kein Zufall sein, dass sich beiden Geräteziffern bloß durch eine einzige Null unterscheiden.


Diese Bilder habe ich mit dem Lumia 930 gemacht und, wenn überhaupt, ausschließlich mit „Bordmitteln“ nachbearbeitet.

Beim Sony Xperia lautete die Frage beim jedem Läuten: Reagiert der Touchscreen beim Versuch, einen Anruf entgegen zu nehmen, diesmal innerhalb des Prä-Mobox Zeitfensters? Einzige Konstante: mit jedem Software-Update verschlimmerten sich die bekannten zwar, dafür kamen aber neue dazu. Ich smart-telefonierte durchwegs mit einer Reihe akzeptabler Androiden. Googles nackte Oberfläche, HTCs Touchflow oder am liebsten Cyanogen – das haut schon hin und mir ist klar, dass Sony in erster Linie die Weichware sowas von versemmelt hat.

Mein braves, giftgrünes 930er dagegen zickt nicht, ruckelt nicht und reagiert blitzschnell auf stets dringenden, ungeduldigt eingetippten Wünsche. Am Anfang und auch in weiterer Folge. So gesehen ist das Lumia 930 irgendwie tatsächlich ein Communicator 9300, der eine Null und eine Tastatur verloren hat. Schade, dass der Markenname Nokia zukünftig verschwinden wird: Die Nachfolger des 930er werden schlicht und unfinnisch „Lumia Devices“ heißen. Wissen Sie noch, wie sich seinerzeit alle über den blumig-nassen Vergleich des damaligen Nokia-Chefs Olli Pekka Kallasvuo mokierten?

Ja, ich mag’s, wenn alles so reibungslos klappt, speziell das Telefonieren. Man wird bescheiden nach einem Sony Xperia. Kristallklare Sprachqualität, ein superheller Bildschirm mit hohem Kontrastumfang und Full HD Auflösung, ein präziser Touchscreen und ebensolche Sensoren sprechen genauso für das Lumia 930 wie die exzellente 20MP Frontkamera und das äußerst stabile Gehäuse. Seit Monaten trag ich das Device nun in der Hosentasche rum, und es hat immer noch keinen Kratzer.

Das Ding tut einfach, was es soll

Für die Synchronisierung braucht man weder ein Software-gewordenes Ärgernis wie iTunes noch irgendwelche Extratools. USB-Kabel rein, und schon meldet sich das Nokia brav als Massenspeicher. Die automatische Zuordnung der übers Adressbuch und diverse Social Plattformen verstreuten Kontaktdaten beherrscht Windows Phone schon seit der ersten Version ganz hervorragend, daran hat sich nichts erfreulicherweise nichts geändert.

Testbericht: Nokia Lumia 930

Detaillierte Informationen zum Lumia 930 findet man bei Microsoft.

Die Oberfläche (mittlerweile bei Version 8.1 angekommen) ist natürlich Geschmackssache. So sehr mir die Kacheln am Desktop gestohlen bleiben können, so mittelalterlich finde ich seit meinem Erstkontakt mit der Windows Phone Oberfläche Icon-basierte Interfaces. Der Startbildschirm ist frei konfigurierbar, die Einstellungen selbsterklärend gegliedert und das Softwareangebot für mich mehr als ausreichend. Ein paar spezielle Softwarezugaben aus den Nokia-Labs holen Erstaunliches aus der Kamera-Hardware heraus, die Panorama-App ist eine Klasse für sich.

Einziger Wermutstropfen: Die fest verlöteten 32GB an Massenspeicher sind nicht erweiterbar, für einen Speicherkartenslot war trotz ausladender Gehäusegröße leider kein Platz mehr. Mit passender Ladestation saugt das Lumia kabellos Strom, austauschbar ist der Akku nicht. Die Laufzeit liegt bei starker Nutzung gleichauf mit anderen High-End Smartphones, die Stromsparfunktionen verdienen hier allerdings tatsächlich ihren Namen: nutzt man das Gerät bloß punktuell, sind ohne weiteres 2 bis 3 Tage Laufzeit drin.

Nokia Lumia 930 – Technische Daten

Display5“ HD Display, 1920 x 1080 Pixel, Clear-Black AMOLED, 441ppi
ProzessorQualcomm Snapdragon 800 | Quad-Core Krait (4x 2200 MHz), 2048MB RAM
GrafikbeschleunigerAdreno 330
KamerasHauptkamera: 20 Megapixel, HD Video 30fps, Autofokus, Makromodus, Bildstabilisator, Dual-LED Blitz Zweitkamera: Weitwinkel, 1,2MP
NavigationA-GPS, Ovi und Bing Maps
DatenübertragungGPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, LTE, WLAN 802.11n, DLNA, Bluetooth 4.0, NFC
AkkuLi-Polymer, 2420mAh
Größe und Gewicht137 x 71 x9,8mm | 167 Gramm

Für mich das Nokia Lumia 930 ein topaktuelles High-End Smartphone mit starken Retro Qualitäten: von der exzellenten Sprachübertragung über den außergewöhnlich kräftigen, Jackentaschen-tauglichen Vibrationsalarm bis zur Kontaktverwaltung hat schon lang keiner meiner Probanden mehr so gut in den Pflicht-Disziplinen abgeschnitten. Bei der Kür stechen das hervorragende Display samt feinfühligem Touchscreen, die exzellente Kamera und die vergleichsweise robuste Bauweise äußerst positiv hervor.

Dies ist der gleichsam berührende wie schonungslos ehrliche Bericht über mein Nokia Lumia 930, das mir Microsoft Österreich für einen Langzeit-Test unter verschärften Blogger-Stressbedingungen zur Verfügung stellt. Der Beitrag ist als "gesponsert" mit dem Nutzerungsrecht an dieser wunderbaren Liaison aus finnischer Ingenieurskunst und Redmonder Touch-Software. Ich bin mittlerweile Riesenfan dieses Geräts und daher nicht…

Nokia Lumia 930

Design, Ergonomie - 95%
Display - 96%
Sprachqualität - 99%
Kamera - 96%
Rechenleistung - 99%
Akkulaufzeit - 94%
Software - 95%

96%

Awesome.

Ein Telefon wie ein guter, giftgrüner Freund.

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