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Youtube Cards einbauen: Video-CTAs ab sofort auf allen Devices [Video-Podcast]

Cards lösen Youtube Annotationen ab

Cards oder Infokarten sind ab sofort Youtubes designierter Nachfolger für die altbekannte Markierungsfunktion Annotations. Während letztere nur auf Desktops angezeigt werden, erreichen Channelbetreiber mit den neuen Youtube Cards ab sofort Zuseher auf sämtlichen Endgeräten. Wie integriert man Cards in die eigenen Videos, worauf sollte man dabei achten und welche Arten von CTAs (Calls-to-Action, also Handlungsaufforderungen an den Zuseher) können Sie integrieren? Der aktuelle datenschmutz Videopodcast hat die Antworten parat.

Videopodcast: Youtube Cards einbauen

Youtube Infokarten ersetzen Annotations

Videos sind aus dem modernen Marketing-Mix nicht mehr weg zu denken, und Youtube ist längst die zweitpopulärste Suchmaschine nach Google. Seit 2008 können Uploader mittels der sogenannten „Markierungen“ einzelne Bereiche innerhalb von Videos verlinken. Viele nutzen diese Funktion, um auf den eigenen Channel oder verwandte Videos hinzuweisen. Die diversen Youtube-Apps für Tablets und Telefone verzichteten jedoch stets auf die Anzeige dieser Zusatzinformationen. Und das wird sich auch nicht mehr ändern, denn langfristig sollen die Cards ihren Vorgänger komplett ersetzen.

Youtube Infokarten - auch mehrere pro Video sind möglich.

Mit dem Youtube Card Editor kann man mehrere Cards pro Video anlegen.

Im Vergleich zu den wesentlich freier gestaltbaren Annotation-Markierungen schränkt Youtube die Gestaltungsmöglichkeiten ein, die Anzeige in Form eines eingeblendeten Info-Icons kommt recht unauffällig daher. Dafür kann der potentielle Interessent nach Klick auf besagtes „i-Symbol“ an jeder beliebigen Stelle des Videos durch alle vorhandenen Cards scrollen. An der vorbestimmten Stelle in der Timeline wird zusätzlich ein paar Sekunden lang ein kurzer Teaser-Text eingeblendet, um neugieriger zu machen. Was genau an der Stelle steht, hängt vom gewählten Card-Typ ab. Google hat derzeit vier Arten vorgesehen:

  1. Associated website: Link zu einer externen Seite (nur möglich auf mit dem Account verlinkte Pages)
  2. Merchandise: Verlinkung zu einer Online-Shop Produktseite
  3. Fundraising: Verlinkung auf ein Crowdfunding-Projekt
  4. Video or Playlist: Verlinkung zu eigenen oder fremden (öffentlichen) Videos und Playlists

Merchandise und Fundraising Cards dürfen keine beliebigen Linkziele haben. In Frage kommen lediglich Anbieter, die auf der händisch gepflegten Whitelist stehen. Dort finden sich schon jetzt (fast) alle Großen der Branche. Von weiteren Whitelistings ist vorerst zwar keine Rede, die Betreiber kleinerer Shops können sich aber mit Website-Cards behelfen.

Youtube Cards / Infokarten

Video mit eingeblendeter Fundraising-Karte

Die Ankündigung am offiziellen Creators Blog ist recht kurz gehalten, ausführliche Informationen zu Funktionsweise und Unterschieden der einzelnen Kartentypen finden Sie im neuen Youtube Help Center Bereich Über Infokarten.

Welche kreativen Einsatzmöglichkeiten sich findige Youtuber für die neuen Cards ausdenken, wird sich in den nächsten Tage und Wochen zeigen. Google reagiert mit den Infokarten auf den Trend zu „mobile first“ – und wohl nicht zuletzt auch auf die Tatsache, dass Facebook schon länger Call to Actions direkt in (mobilen) Videos erlaubt.

4 comments
Martina
Martina

Super vielen Dank für diesen Beitrag. Hab gerade angefangen mit den Annotations zu arbeiten und werde das mit den Cards jetzt auch gleich mal ausprobieren. 

oliverg
oliverg

Hm, ich will vor allem subscriber erzeugen, aber es gibt wohl keinen Subscribe 'CTA'? also kein Link auf den (eigenen) Channel?

datadirt
datadirt moderator

@oliverg Genau, das nervt gewaltig und ist einer der größten Nachteile derzeit. Google hat angekündigt, dass die Cards "in Zukunft" alle Annotations-Features beherrschen sollen... bis dahin kann man beide Systeme parallel nutzen.


Allerdings sind die Cards auch wesentlich weniger auffällig - ist die Frage, ob die Mobiltauglichkeit das wett macht.

Außerdem könnte man durchaus auf die Idee kommen, dass Google da *sehr* eigennützig handelt - natürlich steigen Anzeigen (die Overlays mein ich) dadurch in der visuellen Gewichtung.