datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
003.jpg Richard Pyrker 2009-andalusien-gibraltar17 Gerald Bäck, Max Kossatz und Manuel Aghamanoukjan Youtube Kinoabend
datenschmutz RSS Feed
3,545 zufriedene Leser
RSS jetzt abonnieren
Twitter
48,835 Followers
auf Twitter folgen

Archiv für die Kategorie „analogia“

Abschiebepraxis: Da waren’s nur noch 10

Der Gerechtigkeit muss genüge getan werden und das Böse bekämpft: besonders wenn es in der nur scheinbar harmlosen Gestalt eines neunjährigen Fußballspielers daherkommt. Ab in den Kosovo mit ihm! Wir müssen uns alle darüber im Klaren sein, dass eine potentielle Bundespräsidentin, die mit Nazi-Symbolik kokettiert, keine Bedrohung für dieses Land großer Söhne und Töchter darstellt, während Bernard Karrica mit Hinterlist und Chuzpe, wie sie sich nur ein Neunjähriger ausdenken kann, diesem Land unsagbaren Schaden zufügen könnte.

karrica Abschiebepraxis: Da warens nur noch 10

Diesen Beitrag weiterlesen »

Vortrag: Ulli Lust über die Kunst des Comics

2. März 2010
20:00bis22:00

Ulli Lust zeichnet geniale Comics - ihr autobiographisches Werk "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" gab's vor kurzem hier auf datenschmutz zu gewinnen. Am kommenden Dienstag hält Ulli im phil eine Comiclesung, die folgendermaßen abläuft: während Ulli liest werden die zugehörigen Zeichnungen an die Wand projiziert. Diesen Beitrag weiterlesen »

Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit

Der erste Kontakt mit den Arkoniden, die Suche nach der Superintelligenz ES, der Kampf gegen die Meister der Insel, die mehrfachen Invasionen der Milchstraße durch Maahks, Laren, Überschwere und andere exotische Außerirdische, der Aufstieg der SOL, Perrys Naupaum-Odysee - und dann noch Sporenschiffe, Materiequellen und -senken, das Fernraumschiff Basis, die Posbis, "Old Man", Bardioc... der "Erbe des Universums" hat mich jahrelang begleitet. Aber eigentlich geht's in diesem Beitrag gar nicht um das Perry Rhodan Universum, sondern um Werbung aus den 70er Jahren - Ungeduldige scrollen gleich nach unten.

Wer Heftromanserien generell für Schund hält, hat natürlich recht, doch die Science-Fiction Ausnahme bestätigt die Regel und ich möchte bloß anmerken: meine Damen, meine Herrn, Perry Rhodan ist der längste Roman der Welt, halten wir momentan doch bei Band Nr. 2531. Das macht 48,6 Jahren oder knapp 160.000 Seiten. Im Gegensatz zu John Sinclair, Jerry Cotton und Co. sind PR-Romane nämlich keine abgeschlossenen Hefte: die Handlung geht immer weiter und ist grob in 2-Jahres Substories á 100 Hefte (sogenannte "Zyklen") unterteilt. Als ich seinerzeit aktives Mitglied der Fancommunity war, mussten Leserbriefe noch zu Fuß verfasst werden, mittlerweile hat Perry auch einen Wohnsitz im Internet und kommt auf Wunsch sogar aufs iPhone.

Das Autorenteam, dem einige der begabtesten SF-Schreiber des deutschen Sprachraums angehören, verstand es von Beginn, aktuelle politische Entwicklungen in die Serie einfließen zu lassen, immer vor dem Hintergrund eines tolerant-liberalen Menschen- respektive Alien-Bildes. Die letzten Wochen haben ich interessehalber mal wieder rein gelesen: derzeit schlagen sich Perry und Konsorten gerade mit den Verwüstungen, die die "terminale Kolonne" in der Milchstraße hinterlassen hat, herum: Parallelen zur Post-WTC-Situation drängen sich unmittelbar auf. (Wir schreiben derzeit das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das entspricht anno domini 5050. Die Sache mit der Hauptpersonen-Lebensdauer haben die Autoren übrigens mit einem dramaturgischen Kniff gelöst: Perry und einige andere Hauptpersonen tragen Zellaktivatoren, die praktischerweise die natürlich Zellalterung verhindern.)

Grund für dieses Posting ist freilich nicht die aktuelle Handlung, sondern ein Heft aus den 70ern: der Tag, an dem ich im Alter von 10 oder 11 beim Versteckspielen im Hof eine fast komplette Rhodan-Sammlung von Band 150 bis 900 fand, war wie Weihnachten und Geburtstag zugleich. Das Interesse meiner Spielkameraden an den seltsamen Heften hielt sich zwar in engen Grenzen, aber sie halfen mir, den Container in Rekordzeit leerzuräumen. Mittlerweile sind die Hefte längst wieder am Altpapier gelandet, aber Nr. 505 "Im Schwarm gefangen" habe ich letztens beim Aufräumen gefunden:

perry rhodan 1 small Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit

Diesen Beitrag weiterlesen »

Studieren in Utrecht: Medien und nicht irgendwas!

Mirko hat mich gebeten, auf den aktuell ausgeschriebenen Master-Studiengang für New Media & Digital Culture hinzuweisen. Wer immer schon mal ein paar Semester in einem echt flachen, extrem radfahrtauglichen-Land nah am Meer verbringen wollte, sollte sich das Angebot der Uni Utrecht unbedingt näher ansehen. Die nächste Runde beginnt mit dem Wintersemester 2010 am 1. September, die Bewerbungsfrist endet am 1. März.

Uni Utrecht

Diesen Beitrag weiterlesen »

Närrische Grüße an all die Narren da draußen!

So, aber morgen ist die Welt wieder ernst, aschig und generell diätlastig - also schnell noch die letzten zwei Stunden nutzen, um sich den Bauch vollzuschlagen. Ab morgen gilt dann Karpfen respektive Hering statt Krapfen. Mein Faschingsausklang verlief ganz nach Plan, also ausgelassen Party machen mit Mr. ATV Dog:

Ritchie mit ATV Hund

Diesen Beitrag weiterlesen »

Wien will’s wissen: zum Thema Ganztagsschulen

Am 31. Jänner beginnt in Wien die Volksbefragung 2010 - die Stadtregierung will die Meinung der Hauptstädter zu fünf paradigmatischen Fragestellungen wissen. Ein Schelm, wer keinen Zusammenhang mit der in diesem Jahr anstehenden Landtagswahl sieht: selbstverständlich nutzen Michael Häupl und sein Team die Gelegenheit als Wahlkampfauftakt. Begleitend zur Befragung bietet der Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien allen Interessierten auf wienwillswissen.at die Möglichkeit, sich über die einzelnen Punkte zu informieren und vor alle die Pros und Contras zu diskutieren.

wienwillswissen Wien wills wissen: zum Thema Ganztagsschulen

Fünfmal soll "ja" oder "nein" angekreuzt werden: es geht um HausbesorgerInnen in Gemeindebauten, ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen, die eventuelle Einführung einer Citymaut (no way!), 24-Stunden U-Bahn Betrieb am Wochenende und den umstrittenen verpflichtenden Hundeführerschein für sogenannte "Kampfhunde". Zu jedem Thema wurden zwei Blogger aufgefordert, Für- und Wider-Statements am begleitenden Weblog abzugeben. Heute ging mein Beitrag online: in Ganztagsschulen erweitern das Bildungsangebot spreche ich mich für ein flächendeckendes Angebot als Wahloption aus. Unter dem Titel Gegen die totale Bildung nimmt Patrick Minar die Gegenposition ein. Diesen Beitrag weiterlesen »

Christina Stürmer und die Bundeshymne

Während die übrigen Absolventen der österreichischen Pop-Casting Show Starmania ihre traurigen Tage auf Zeltfesten fristen dürfen, gelang es der Niederösterreicherin Christina Stürmer bereits vor Jahren, eine respektable Karriere zu starten. Gewonnen hatte sie im Jahr 2003 zwar nicht, die Teilnahme hat sich für sie aber auf jeden Fall ausgezahlt. Eine ausführliche Bio findet man - na wo sonst? - natürlich auf Wikipedia, aber momentan interessiert vor allem der "Skandal" um eine Neuinterpretation der Bundeshymne.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied hatte die Musikerin mit dem besagten "Remix" beauftragt - abgesehen davon, dass die elegischen Harmonien einer rockigen Inszenierung wichen, wurde der Text des Refrains geändert. Anstatt "Heimat bist du größer Söhne" heißt es nun "Heimat bist du großer Söhne und Töchter". Auf der Kampagnenseite zur Bildungsreform gibt's den Song zum Download, und so hört sich das Ganze an:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Spenden für Haiti via Blog-Badge

Die Bilder, die uns dieser Tage aus Haiti erreichen, sind unfassbar; in wenigen Minuten vernichtete ein gewaltiges Erdbeben die spärliche Infrastruktur in einem der ärmsten Länder der Welt. Für derzeit geschätzte rund 200.000 Todesopfer, die zum großen Teil nach wie vor unter meterdickem Schutt begraben sind, kommt jede Hilfe zu spät - doch nun gilt es, rasche Hilfe für die Überlebenden und zum Teil schwerverletzten Opfer des Erdbebens zu organisieren. Die Online-Druckerei Print24 hat gestern eine Spendenaktion speziell für haitianische Kinder gestartet:

Viele sind verwaist oder schwer verletzt und dringend auf medizinische Hilfe angewiesen! Daher sammeln wir 10.000 Euro für die Hilfsorganisation "Ein Herz für Kinder": 5.000 Euro der Spendensumme werden als Festbetrag von print24 gespendet, die zweite Hälfte wird mit der Hilfe unserer Leser gesammelt.

Print24 Spendenaktion Badge 468x60

Diesen Beitrag weiterlesen »

Wilde Experimente: von der skurrilen Wissenschaft

Als ehemaliger Physikstudent, begeisterter Ex-Platinen-Ätzer und -(Ent)löter habe ich einen gewissen Hang zum experimentellen Erkenntnisgewinn. Das begann eigentlich schon mit 13 im Physikunterricht: einen Experimentierkasten brauchten wir nicht, für die ersten Elektrolyse-Experimente mussten Leitungswasser, Waschmittel und ein Lego-Trafo herhalten, und von dort war's nur mehr ein kurzer Weg bis zur ersten (kleinen) Wasserstoff-Explosion im Heimlabor. Nun zeichnet sich das klassische wissenschaftliche Experiment im Normalfall nicht gerade durch übermäßige Skurrilität aus, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Und 20 solcher "irren Experimente" gibt's unter dem Titel Durchbrüche der Durchgeknallten auf einestages online zu bewundern.

Vom Elefanten, der in kürzester Zeit der höchsten LSD-Dosis aller Zeiten erlag bis zu rumänischen Forschern, die sich zu Studienzwecken (freiwillig!) selbst erhängten reicht das skurrile Spektrum. Mein Favorit: der Pechtrichter der Universität von Queensland in Australien - er gilt als das "langweiligste Experiment der Welt":

Seine Karriere begann bereits 1927, als Thomas Parnell eine merkwürdige Idee hatte. Der Physikprofessor füllte heißes Pech in einen unten verschlossenen Trichter. Dann wartete er drei Jahre, bis sich das Pech gesetzt hatte. 1930 dann öffnete er die Spitze des Gefäßes - und es passierte... erst mal nichts. Erst im Dezember 1938 fiel der erste Tropfen Pech in das Reagenzglas darunter.
Das Pitch Drop Experiment veranschaulicht eine erstaunliche Eigenschaft von Pech. Zwar scheint die schwarze Substanz bei Raumtemperatur die Konsistenz von Stein zu haben, doch genau genommen ist sie flüssig - nur etwa 100 Milliarden Mal zähflüssiger als Wasser. So hat der Superstar der Universität von Queensland nur alle acht bis zwölf Jahre seinen großen Auftritt. Bisher sind insgesamt erst acht Tropfen gefallen, der letzte am 28. November 2000. Als es geschah, war allerdings noch nie jemand dabei.

Schließlich beantwortet dieser Versuch nicht nur die Frage nach dem Aggregatszustand von Pech, sondern auch den alten Klassiker: "Was passiert, wenn ein Tropfen Pech aus dem Trichter fällt und niemand sieht zu?"

Sogar Online-Marketer finden beim Experiment Nr. 6 eine wertvolle Inspiration - die Psychologin Youngme Moon wollte an der Universität von Harvard herausfinden, ob sich das interpersonelle Empathie-Phänomen auch auf die Mensch-Maschine Kommunikation übertragen lässt:

Ihre Probanden mussten am Computer elf persönliche Fragen beantworten. Etwa: Was war die größte Enttäuschung in Ihrem Leben? Oder: Was sind Ihre Gefühle gegenüber dem Tod? Ein Teil der Versuchsteilnehmer gaben einfach Frage für Frage in den PC ein, bei den anderen ging jeder Frage ein kurzer Text mit Informationen über den Computer voraus. Vor der Frage "Wann waren Sie das letzte Mal sexuell erregt?" zum Beispiel "verriet" der Computer folgendes über sich: "Vor einigen Wochen kam ein Benutzer hierher und brauchte diesen Computer, um ein digitales Video zu schneiden. Das hatte noch nie jemand auf diesem Computer gemacht." Und tatsächlich: Gab der PC vorher auch etwas über sich preis, waren die Antworten stets detaillierter, länger und persönlicher.

Als großartige instruktiv erweist sich auch der sogenannte "Dunning-Kruger-Effekt": je inkompetenter jemand ist, desto mehr neigt er zu grenzenloser Selbstüberschätzung (da fallen mir ad hoch eine Reihe von Beispielen ein):

1999 fanden die Psychologen David Dunning und Justin Kruger anhand einer Reihe von Tests heraus, woran das liegt. Sie ließen eine Gruppe von Studenten Arbeitsblätter zu Themen wie Grammatik, Logik oder Humor ausfüllen. Am Ende des jeweiligen Tests musste jeder Student angeben, wie gut er im Vergleich zu den anderen Teilnehmern war. Mit erstaunlichem Ergebnis: Bei allen Fragebögen glaubte das schlechteste Viertel der Probanden von sich, weit über dem Durchschnitt zu liegen - selbst dann noch, als ihnen die Testbögen der besten Teilnehmer zur Ansicht gegeben wurden.

Lust auf weitere Stories aus dem Labor? Dann kann ich die Bücher von Reto Scheider nur wärmstens empfehlen - der Redakteur der Neuen Zürcher Zeitung hat die zwei deutschsprachigen "Standard-Werke" über skurrile Versuchsaufbauten verfassten:

Reto Schneider: Das Buch der verrückten Experimente Wilde Experimente: von der skurrilen Wissenschaft
Reto Schneider: Das neue Buch der verrückten Experimente Wilde Experimente: von der skurrilen Wissenschaft

Dexter, Season 4: Dex vs. Trinity

Wer die vierte Staffel von Dexter noch nicht gesehen, sollte sich dieses "Sitdown" von Michael C. Hall und John Lithgow keinesfalls anschauen - und zwar nicht mal die ersten paar Sekunden, die enthalten nämlich einen gewaltigen Spoiler. Wer bereits weiß, wie die Story um unseren Lieblings-Psychopathen und seine blutige Affäre mit dem Trinity-Killer weiter geht, dürfte über die die Kommentare der Darsteller zum unerwarteten Ende schmunzeln:

YouTube Preview Image Diesen Beitrag weiterlesen »

Alles Gute für 2010 und 1 maximal fröhlichen Jahreswexel!

2010 ist 2009 plus 1

Das alte Jahr ist wohl zerronnen
und jedes Tweet ist archiviert.
Das neue hat noch nicht begonnen,
doch Speicherplatz ist reserviert.

Apache Server schicken heute Pings,
die ungehört im Netz verhallen:
Überall diese Schweizer-Dings -
ich geb's ja zu: ich mag das Knallen.

Facebook-Terror, Twitter-Schrecken
sind passé ab 1. Jänner.
24 Stunden keine E-Mails checken,
den ganzen Tag nicht ärgern über Spammer.

Stattdessen neue Torrent-Releases,
Online-Poker, youporn.com:
Denn, erinner dich, wie hieß es:
RAM ist flüchtig, ewig währt ROM.

Zumindest bis lähmende Langeweile
und Unterhaltungs-Überdruss
uns wieder an die Tasten zwingen:
Status Update, ich will, ich muss!

Das ist durchwegs kein Seitenhieb
auf pessimistische Manieren:
Wie Vilém Flusser einst so treffend schrieb
heißt in-for-mieren, wir gravieren
Kultur in das, was uns umgibt.

Oder um es anders zu formulieren: Rezipieren
hilft dabei, den Neujahrs-Kater zu kurieren.
Aber spätestens am 2. Jänner
werden wir wieder Lust verspüren
uns als Blogosphärenkenner
erneut im Netz zu inszenieren!

Prosit Neujahr!

Und vielen vielen Dank für Ihr anhaltendes Interesse an diesem Weblog, für Ihre Kommentare und Ihr Feedback. Ich wünsche uns allen ein tolles 2010. 2009 war für mich persönlich großartig, und ich bin sicher, 2010 wird großartig plus 1! :mrgreen: Diesen Beitrag weiterlesen »

Kärnten, Land der Yachten und Privatjets

So einfach kann sich ein Föderalstaat von einzelnen Bundesländern nicht trennen: so hielt Restösterreich der Backhendl-Hochburg Steiermark auch während der Hühnergrippe-Hochblüte die Treue, wollte Vorarlberg partout nicht den Helvetiern als Danaergeschenk überlassen und nie war die Rede davon, im Zuge diverser niederösterreichischer Kellerbesichtigungen die Pröll'schen Ländereien zu einem selbständigen Lehensgut zu machen. Doch kaum überzieht ein ohnehin schon weit (rechts) außen stehendes, "armes" Bundesland sein Budget ums Neunfache, fordern Spötter den Verkauf Kärntens um einen symbolischen Euro an Slowenien.

Man erschlüge gleich mehrere Delinquenten mit einer großen Klappe, KF dürfte endlich wieder Zloz heißen, der Ortstafelstreit wäre schlagartig beendet und die Prölls müssten kein weiteres Schwinden politischen Kapitals befürchten. Allein Slowenien wird nicht wollen mögen: so ein 18-Milliarden-Defizit kann sich nur ein sehr reicher Staat leisten.

Für Nicht-Österreicher ein paar Fakten: die Hypo-Alpen-Adria-Bank hat unter anderem viele viele Yachten und Jets finanziert. Weder die Leasing-Papiere noch die Fahrzeuge sind auffindbar. Fest steht: irgendwie haben der Haider Jörgl und seine Kärntnerbuberl das Unmögliche vollbracht und ihre Hausbank mit der 9fachen Summe des Kärntner Landesbudgets verschuldet. Darob hub kürzlich ein großes Heulen und Zähneknirschen an, denn die "Zukunftsfond-Finanzpolitik" kostet, dank "unvermeidlicher" Bankenrettung, jeden steuerpflichtigen Österreicher mindestens €1.500,-.

Wir sind anscheinend ausreichend sozio-kommunistisch geprägt, um jedes noch so marode Unternehmen um jeden noch so absurden Preis retten zu müssen. Wäre es mir gelungen, mit derselben Kreativität, die Kärntner Finanzpolitik an den Tag legte, die datadirt media group in den letzten 10 Jahren um 20 Milliarden zu verschulden, müsste ich in diesem Land wohl nie mehr Angst vor Banken, Finanzamt und Co. haben: der Staat täte sich beeilen, mich zu retten, um meinen Arbeitsplatz zu sichern. Diesen Beitrag weiterlesen »

Spielt das Wetter eine besondere Rolle in Ihrem Leben?

"Klare Formate. Großartige Highlights. Bessere Unterhaltung. Das ist - vereinfacht dargestellt - der Anspruch von datenschmutz.net, Ihrem neuen Blog aus der Alpen-Donau-Adria Region. Unsere Postings sind anspruchsvoll, aber nicht intellektuell (sic!). Kritisch, aber nicht parteipolitisch. Breit gefächert, aber keinesfalls ein Massenprodukt. Es richtet sich an ein weltoffenes und vielseitig interessiertes Publikum. An Junge und Junggebliebene (triple sic!) mit Meinung und Anspruch."

Nein, ich bin nicht völlig übergeschnappt. Obiges Gsatzerl ist keineswegs die Selbstbeschreibung dieses Blogs, sondern jene des neuen RB-Fernsehsenders Servus.tv. In der Tat: es richtet sich! Nix gegen HD und Sportübertragungen, aber wie derartige Schwurbeleien im Brustton der Nicht-Überzeugungen eine Endredaktion passieren können, ist mir schleierhaft. Diesen Beitrag weiterlesen »

Fröhliche (inter-konfessionelle) Feiertage!

Wintersonnenwende war schon. Neujahr kommt bald. Dazwischen liegen ein paar besinnliche Tage - ob unsere vorchristlichen Vorfahren sich zu dieser Zeit des Jahres ebenfalls bereits dem Hobby des motivierten Over-Eating hingaben, wissen wir nicht en detail. Fest steht nur: Wir nennen es Weihnachten. Denn vor ca. 2.000 Jahre brachte Arnold Schwarzenegger, dem zuvor kein Regisseur Unterkunft gewähren wollte, Santa Claus auf die Welt und trug ihm auf, den weltweiten Konsum ordentlich anzukurbeln.

Auf dieses schöne Erbe sollten wir keinesfalls vergessen, wenn solche Kasperl wie Strache von einer Re-Christianisierung des Abendlands zu fabulieren beginnen. In diesm Sinne: happy interfaith holidays!

Rest In Pixel, Florian Hufsky

Bin gerade von einer Party nach Hause gekommen und musste soeben die Nachricht über den Tod Florian Hufskys lesen. Der Gründer der Österreichischen Piratenpartei hat in unserer kleinen alpenrepublikanischen Informationsgesellschaft immens viel bewegt. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, Florian persönlich kennen zu lernen und war über sein Engagement für den österreichischen Ableger der Piratenpartei immens begeistert. Mein tiefstes Beileid an die Hinterbliebenen - es ist traurig und zutiefst deprimierend, dass Florian so jung aus dem Leben scheiden musste.

Florian

Diesen Beitrag weiterlesen »

 1 2 3 4 5 6 ...26 27 28 nächste