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	<title>datenschmutz &#187; analogia</title>
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	<description>Ritchie Blogfried Pettauers Weblog</description>
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		<title>datenschmutz Adventkalender: 28 Stofftiere zu gewinnen!</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 18:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der datenschmutz Adventkalender ist eröffnet: ab heute gibt's hier 28 Tage lang jeden Tag ein Stofftier zu gewinnen - im Rahmen der aktuellen Ikea Social Inititiative Kampagne, die pro verkauftem Spielgefährten 1 Euro an die UNICEF spendet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/ikea1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[28206]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/ikea1-246x300.jpg" alt="ikea1 246x300 datenschmutz Adventkalender: 28 Stofftiere zu gewinnen!" title="Ikea Unicef Aktion: 1 Euro pro Stofftier" width="246" height="300" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid orange;" /></a>Darf ich vorstellen: Klappar Tiger, Gosig Kanin und Barnslig Älg sind drei der stoffigen Spielgefährten, die seit neuestem bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ikea/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ikea">Ikea</a> im Regal wohnen. Zwischen 2. November und 24. Dezember geht pro verkauftem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/stofftier/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stofftier">Stofftier</a> <a href="http://www.ikea.com/ms/de_AT/rooms_ideas/soft_toy_campaign_11/index.html" class="liexternal">1 Euro an die UNICEF</a>, deren Kinderrechtskonvention sich in diesem Jahr zum 21. Mal jährt. Die Aktion steht unter <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Motto “Für das Recht jedes Kindes auf Schulbildung”.</p>
<p>datenschmutz verlost 28 Stofftiere aus der IKEA-Kollektion — ich mag Stofftiere ausgesprochen gern und finde die Aktion sehr sympathisch und erhalte als “Honorar” für diesen Beitrag besagte 28 Stofftiere, die ganz regulär bei <a href="http://www.ikea.at" class="liexternal">Ikea</a> eingekauft wurden (also inklusive 1-Euro–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spende/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spende">Spende</a>) und die ich hiermit im “Advent-Kalender” Style verschenke bzw. verlose.</p>
<div style="border:3px solid #4a748a;padding:6px;font-size:1.1em;">Es gibt hier am Blog von 23.11. bis zum 20.12.2010 jeden Tag 1 Preis zu gewinnen. Das “Advent-Stofftier des Tages” verlose ich unter allen datenschmutz-Lesern, die:</p>
<ul>
<li>an diesem Tag einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> am Blog schreiben</li>
<li>oder den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/adventkalender/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Adventkalender">Adventkalender</a> auf Twitter ankündigen</li>
</ul>
</div>
<p><span id="more-28206"></span></p>
<p>Mit anderen Worten: die Gewinnchancen sind extrem hoch, denn  28 knuffige Stoff-Tierchen warten auf ihre neuen Besitzer. Übrigens, der full disclosure zuliebe: ganz leer geh ich nicht aus — ich bekomm nämlich Fabler Groda, den hier abgebildeten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frosch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frosch">Frosch</a>. Er wird sich zukünftig um die Belange des firmeninternen Amphibien-Museums der datadirt media group kümmern.</p>
<p>Pro Tag reicht für die Teilnahme wahlweise 1 Blog-Kommentar oder 1 Tweet (bitte Hashtag #ds-stofftier verwenden). Fürs Sharen auf Facebook gibt’s ein Extralos. <small>(Achtung: bitte im Kommentar bekannt geben, Facebook lässt sich im Gegensatz zu Twitter außerhalb des eigenen Netzwerks kaum durchsuchen.)</small></p>
<p>Die <strong>wiederholte Teilnahme</strong> —  ich verlose wie erwähnt pro Tag 1 Stofftier — ist explizit erlaubt und <strong>gern gesehen</strong>. Ausgeschlossen sind dagegen der Rechtsweg sowie die Ablöse der Preise in bar, im übrigen gelten die <a href="http://blog.datenschmutz.net/gewinnspiele/#tnb" class="liinternal">Standard-Teilnahmebedingungen für datenschmutz-Gewinnspiele</a>.</p>
<p>Die Gewinner werden via E-Mail verständigt um die Bekanntgabe ihrer Adresse gebeten, die Stofftiere reisen auf dem Postweg an ihren neuen “Arbeitsplatz”. Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/verlosung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Verlosung">Verlosung</a> erfolgt nach dem Zufallsprinzip — unter anderem mit im datenschmutz-Stofftier-Adventskalender:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/ikea4.jpg" alt="ikea4 datenschmutz Adventkalender: 28 Stofftiere zu gewinnen!" title="Ikea Stofftiere" width="600" height="216" style="border:1px solid gray;" /></div>
<h3 id="toc-wem-hilft-schon-1-euro">Wem hilft schon 1 Euro?</h3>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/ikea3.jpg" alt="ikea3 datenschmutz Adventkalender: 28 Stofftiere zu gewinnen!" title="Die Rechte der Kinder" width="200" height="247" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;margin-right:0px;border:1px solid gray;" />1 Euro ist gewiss nicht die Welt — reicht aber bereits, um einen Schüler 1 Monat lang mit Bleistift, Spitzer, Notizbuch, Radiergummi und Buntstiften zu versorgen. Für 10 Stofftiere respektive 10 Euro geht sich bereits eine komplette Grundausstattung mit Tasche, Mini-Atlas, Schreibwaren und Rechentabellen aus, €100 kostet die dreitägige Schulung eines Lehrers.</p>
<p>Ikea hat die Aktion noch ausgeweitet: in der Weihnachtswoche von 18. bis 24. Dezember spendet die <a href="http://www.ikea.com/ms/de_AT/rooms_ideas/soft_toy_campaign_11/index.html" class="liexternal">Ikea Social Initiative</a> für jedes verkaufte Produkt aus dem gesamten Kinderweltsortiment und für jeden Spezialkinderteller 1 Euro. Wer also demnächst ein Upgrade der Kinderzimmer-Ausstattung plant, sollte am besten die vorletzte Dezemberwoche ins Auge fassen! Denn wie’s auf der Kampagnenseite völlig richtig heißt: <strong>Doch es gibt noch so viel zu tun!</strong></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>He, VISA: 90 von 40 sind wieviel Prozent?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-11/he-visa-90-von-40-sind-wieviel-prozent/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 00:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wirkleistung zu berechnen kann je nach Komplexität der Verbraucher ganz schön schwierig werden, mit einfachen Prozentrechnungen dagegen sollte auch das Kundenmagazin eines Kreditkartenunternehmens nicht überfordert sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/percente.jpg" alt="percente He, VISA: 90 von 40 sind wieviel Prozent?" title="100 Prozent von nix" width="300" height="300" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Ampere, Volt, Ohm, Watt, (Kilo)Wattstunden, Blind– und Scheinleistung, Wirkungsgrad… niemand behauptet, dass die physikalischen Modelle zur Beschreibung jenes Elektronenflusses, den wir gemeinhin als “Strom” bezeichnen, sich auf simple Rechenoperationen beschränken. Doch trotz aller Komplexität gilt letztendlich: Prozentwerte bleiben Prozentwerte. Ganz gleichgültig, ob wir Wahlergebnisse prognostizieren oder Umsatzsteuer bezahlen. Insofern hat mich die folgende Interviewpassage aus dem Visa–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kundenmagazin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kundenmagazin">Kundenmagazin</a> “complete” Nr. 03 — September 2010 dann doch sehr verwirrt. Yvonne Schröder spricht mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wolfgang-anzengruber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wolfgang Anzengruber">Wolfgang Anzengruber</a>, dem Vorsitzenden des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/verbund/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Verbund">Verbund</a>–Vorstandes, über Wasserkraft und E-Mobilität. Hier die ersten beiden Fragen:</p>
<blockquote><p><em><span style="font-variant:small-caps;">complete: </span>Herr Anzengruber, wie wir in der Titelgeschichte erfahren, wird es bald zu einem Engpass von Gas und Öl kommen. Als eine Lösung werden erneuerbare Energiequellen angeführt — wie setzt sich eigentlich die Energie, die der Verbund liefert, zusammen?</em></p>
<p><span style="font-variant:small-caps;">wolfgang anzengruber: </span> Die Verbund-Kraftwerke decken etwa vierzig Prozent des österreichischen Stromverbrauchs (ca. 70.000 Millionen kWh pro Jahr). Der Wasserkraftanteil liegt bei 90 Prozent.</p>
<p><em><span style="font-variant:small-caps;">complete: </span>In der Energiestrategie Österreich wurde festgelegt, dass bis 2020 rund 34 Prozent der Endverbraucherenergie aus erneuerbaren Energiequellen kommen sollen. Was trägt der Verbund dazu bei?</em></p>
<p><span style="font-variant:small-caps;">wolfgang anzengruber: </span>Schon jetzt sparen die Verbund-Wasserkraftwerke pro Jahr 22 Mio. Tonnen CO2. Bei der Wasserkraftnutzung hat Österreich aber noch Potential […]</p></blockquote>
<p><span id="more-28024"></span></p>
<p>Bitte korrigieren Sie mich, wenn mir ein Rechenfehler unterlaufen ist. Aber in meiner bescheiden-deterministischen Mathemathik-Welt ergeben 90% (Wasserkraftanteil) von 40% (des Gesamtenergieverbrauchs) nun mal 36%, plus minus 0% Diskussionsspielraum. Und soweit ich weiß, brennt Wasser erstens extrem schlecht (fragen Sie mal die Feuerwehr!) und zählt zweitens ganz eindeutig zu den erneuerbaren Energiequellen. Wir müssten also, wenn wir mal sämtliche in flacheren Gegenden der Alpenrepublik drehenden Windräder und jede mit staatlicher Förderung auf Einfamilien-Hausdächer gepappte Solarzelle statistisch ganz außer Acht lassen, in den nächsten 10 Jahren den Anteil der Wasserkraft zugunsten fossiler Brennstoff-Generatoren um mindestens 2% senken, um das niedrig gesteckte Ziel von 34% zu erreichen. In der Praxis sollten wir freilich, da Herr Anzengruber vom Gesamt-, die Interviewerin aber von der Endverbraucherenergie spricht, in deutlich mehr als einem Fünfzigstel der Wasserkraftkraftwerke hurtigst den letzten Tropfen über die Turbinen rinnen lassen — sonst droht womöglich eine EU-Strafzahlung aufgrund zu geringer CO2 Produktion, denn Pflanzen leben bekanntlich nicht allein von Lichtnahrung, trinken aber in der Regel keine Fruchtsäfte.</p>
<p>Womöglich sind meine Erwartungen an das Kundenmagazin eines Kreditkartentandlers maßlos überzogen, selbst wenn für die redaktionellen Inhalte die unbestechliche Redaktion des Falter verantwortlich zeichnet. Andererseits ist das vielleicht gar kein Grund, sondern ein Hindernis: zumindest in meiner schmutzigen Phantasie kann ich mir lebhaft vorstellen, wie die Redakteure fürs Flaggschiff-Blatt zu unkritische, zu produktlastige und zu schludrig redigierte Artikel dem <strike>kommerziellen</strike> kommerzielleren Blättchen aus dem eigenen Stall überlassen. Man hat’s heutzutage halt auch nicht einfach als tiefreaktionärer postlinker Verlag mit einem Cheffe, der das Internet partout nicht leiden kann. Trotzdem gehen derlei Milchmädchenformeln auf Kreditkartenabrechnungen genauso wenig durch wie in skurril-simulativen Convenience-Medienartefakten.</p>
<p>Guter Journalismus informiert tendenziell ausgewogen, Auftragsjournalismus macht mich in diesem Fall via Desinformation aber zumindest tendenziös neugierig — weiß gar jemand, wie die echten Zahlen derzeit aussehen und wie viel auf die angestrebten 34% (Stimmt die Zahl eigentlich? Kommt mir extrem niedrig vor.) tatsächlich fehlen?</p>
<p><small>PS an die VISA-Marketingabteilung: Reiner Kapellers <a href="http://www.card-iology.at/" rel="nofollow" class="liexternal">Car-iology Blog</a> macht ja durchaus Sinn. Immerhing liegt es für Ihr Kern-Business alles andere als fern, die Praxistauglichkeit der totalen Bargeldlosigkeit unter Zuhilfenahme eines ebenso Zeitgeist-kompatiblen wie risikolosen Publikationsformats intensiv zu testen. Aber diese toten Bäume in meinem Postfach ärgern mich Monat für Monat, ich bin bloß zu faul, um den Wechsel zu Mastercard nicht nur mental durchzuführen. Entweder Sie lassen ein konsumförderndes Magazin von Schreibern produzieren, die Hedonismus nicht als Auftragsideologie betrachten, oder Sie entscheiden sich für “richtigen” Journalismus. Denn mein Zwangs-Abo würd ich liebend gern gegen ein paar Bonus-Flugmeilen eintauschen, ja sogar 100 Meter pro Ausgabe wären ein akzeptabler Deal. Kontännt-Konfiguration, papierbasierte Vervielfältigung, postalischer Verstand 12 mal pro Jahr, da kommt schon was zusammen! Nehmen Sie mich doch einfach vom Verteiler und schicken Sie mir einmal im Jahr einen Amazon-Gutschein über 50 Euro, da hätten wir beide was davon: Sie sparten Werbeausgaben, ich würd vor lauter Freude vielleicht sogar drüber bloggen. Weil ganz ehrlich: die nächste Ausgabe wandert gemeinsam mit dem restlichen Old Media Spam direkt vom Briefkasten in die Altpapierbox.</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Honda CR-Z Test: Hybrid-Sportler mit Funfaktor</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 06:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sportwagen zu testen macht eindeutig mehr Spaß als neue Handys auszuprobieren - danke an das Team von Blögger für ein spaßiges PS-Wochenende mit den neuen Honda CR-Z!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf meiner zweirädrigen Honda Hornet reite ich schon länger durch die Landschaft, mit den vierrädrigen Fahrzeugen des japanischen Herstellers hatte ich bis dato noch keinerlei fahrpraktische Erfahrung gesammelt, aber das sollte sich an jenem denkwürdigen Wochenende, über das ich hier berichte, nachhaltig ändern. Überhaupt war der von <a href="http://bloegger.at" class="liexternal">Blögger.at</a> organisierte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/test/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Test">Test</a> des neuen Hybrid-Coupés <a href="http://honda.at/content/automobile/modelle_cr-z_hybrid.php" class="liexternal">Honda CR-Z</a> für mich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere: mein erster Autotest, mein erstes Mal am Steuer eines Hybrid-Sportwagens — und auch noch zum ersten Mal mit (Glas)Dach durch die Kalte Kuchl, eine der populärsten Motorradstrecken in der Umgebung Wiens. Mein Fazit nach 3 Tagen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/cr-z/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with CR-Z">CR-Z</a>: viel gelacht, viel beschleunigt, dann und wann ESP abgeschaltet und viel geslidet. Die absolvierten Testkilometer ergaben für mich zwei wesentliche Erkenntnisse: 1. Motorjournalisten leben aufregender als Handytester. 2. Die Japaner konstruieren nicht nur gelungene Motorräder, sondern setzen auch im Coupébereich spannende Konzepte in alltagstaugliche Produkte um. Ich konnte mir vor <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Test jedenfalls kaum vorstellen, dass hybrides Öko-Gewissen und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sportwagen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sportwagen">Sportwagen</a>–Drive in einen einzigen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zweisitzer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zweisitzer">Zweisitzer</a> passen, aber diese Vorurteil erwies sich eindeutig als Irrtum.</p>
<p><a href="http://bloegger.at/header-honda-cr-z.jpg" rel="lightbox" class="liimagelink"><img style="border:1px solid gray;padding-bottom:9px;" title="Blögger testet" src="http://bloegger.at/header-honda-cr-z.jpg" alt="header honda cr z Honda CR Z Test: Hybrid Sportler mit Funfaktor" width="600" height="104" /></a></p>

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<span id="more-27114"></span></p>
<h2 id="toc-uere-werte">Äußere Werte</h2>
<p>Nicht alles, was eine ganze Batterien-Batterie mit sich herumschleppt, ist per se ökologischer als ein Verbrennungsmotor. Toyota hat sich beim Prius für die Vollhybrid-Variante entschieden, während der Elektro-Antrieb beim CR-Z “nur” unterstützend wirkt.: </p>
<blockquote><p>Integrated Motor Assist (IMA), das einzigartige Hybridsystem von Honda, wurde zum ersten Mal mit einem 1,5-Liter-i-VTEC-Benzinmotor gekoppelt. Das IMA-System verfügt über einen 10-kW-Elektromotor für eine zusätzliche Beschleunigungsleistung. Während eines Bremsvorganges oder im Schubbetrieb funktioniert er als Generator, der Energie in die 100-V-Hybridbatterie rückführt. Gemeinsam setzen Sie 124 PS und ein Drehmoment von 174 Nm frei.</p></blockquote>
<p>Soweit die Theorie — aber die beschreibt die Fahrpraxis in der Tat recht zutreffend. Der Antrieb des CR-Z lässt den Fahrer zwischen 3 Charakteristiken wählen: “Econ” minimiert den Benzinverbrauch, “Sport” bringt alle 124 PS gemeinsam auf die Fahrbahn und “Normal” fühlt sich in punkte Vortrieb etwa so an wie ein 90-PS-Golf. Während sich die Unterschiede zwischen “Econ” und “Normal” in Grenzen halten, bringt der Sportmodus spürbar mehr Newtonmeter auf die Achse. Die sorgen in Kombination mit dem tiefliegenden, straffen Fahrwerk, dem gut in der Hand liegenden Sportlenkrad und dem 6-Gang-Getriebe mit seinen kurzen Schaltwegen für Sportwagen-typisches Straßenfeeling, das sich natürlich in erhöhtem Benzinverbrauch niederschlägt. “Vernünftig” gefahren begnügt sich der CR-Z im Optimalfall aber mit sparsamen 5,5 Litern, die man Hondas neuestem Streich rein optisch nicht unbedingt zutrauen würde.</p>
<p>Nicht zufällig erinnert das Design der Karosserie an den legendären CRX, auf einschlägigen Diskussionsforen zusammen mit dem Mazda MX gerne als “Porsche des kleinen Mannes” tituliert, da Honda preislich schon damals klar auf den Massenmarkt zielte. Doch während der Zahn der Zeit gar arg an den Formen des MX nagte, erfreut sich der längst nicht mehr hergestellte CRX nach wie voller zahlreicher Fans. Optik bleibt natürlich immer Geschmackssache, meiner Meinung gelang den Designern der Transfer der klassischen CRX-Karosserie-Signatur in die Gegenwart ganz hervorragend gelungen. Die steile Abrisskante am Heck, die hochgezogenen Lufteinlässe vorne und die flossenförmige Dachantenne muss man mögen — aber wenn man sich erst mal mit der ungewöhnlichen Optik angefreundet hat, gefällt sie auf den zweiten Blick noch besser. Meister Hdrr hat die Hybrid-Flunder in einem sehr gelungenen Video-Podcast festgehalten:</p>
<hr /><strong>Video: Richard Haderer fährt Honda CR-Z</strong><br />
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-11/honda-cr-z-test-hybrid-sportler-mit-funfaktor/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<hr />
<h2 id="toc-die-innensicht">Die Innensicht</h2>
<p>Beim Vorab-Studium der technischen Daten auf der Honda-Homepage hat mich das auf den ersten Blick allzu bunt-überladene Cockpit skeptisch gemacht. Bereits nach den ersten Testkilometern zerstreute die durchdachte Anordnung aller Display– und Bedienelemente aber sofort jegliche Befürchtung, dass hier womöglich die Funktion der Form folgt. “Mein” CR-Z war mit sämtlichen technischen Gadgets ausgestattet, die das Zubehörprogramm von Honda hergibt, von der Sitzheizung bis zur Einparkhilfe. Letztere mögen geübte Längsparker zwar als Anfängerfeature abtun, allerdings ist die Sicht nach hinten beim Coupé-typisch aufgrund der kleinen Heckscheibe stark eingeschränkt, sodass die dezente Piepserei das Abstellen in diesem speziellen Fall tatsächlich stark erleichtert.</p>
<p>Wie bereits erwähnt liegt das Sportlenkrad ausgesprochen gut in der Hand, die Servolenkung reagiert erfreulich direkt und die kurzen Schaltwege des 6-Gang-Getriebes machen auch bei häufigen Gangwechseln Freude. Beim Bedienkonzept hat sich Honda klar gegen “Doppelbelegungen” entschieden — jede Funktion hat ihre eigenen Buttons und Regler, die aber von der Scheinwerfersteuerung über die Klimaanlage bis zur Motorsteuerung so logisch platziert und gekennzeichnet sind, dass lästige Suchereien entfallen. Wer im Automobil-Cockpit skandinavischen Minimalismus sucht, wird vom bunt-digitalen Armaturenbrett nicht unbedingt erfreut sein, während die “Generation Amoled” sich über die gut lesbaren und sinnvoll angeordneten Instrumente freuen dürfte.</p>
<p>Ausgesprochen positiv überrascht haben mich das Soundsystem mit vier Lautsprechern und selbst für Dubstep-Standards ausreichend dimensioniertem Subwoofer und die hochwertigen Ledersitze, die dank ihres hervorragenden Seitenhalts und der straffen Polsterung die sportlichen Ambition des CR-Z unterstreichen. Wozu die Konstrukteure allerdings eine Rückbank in den schmalen Spalt zwischen Lehnen und Kofferraum gequetscht haben, wird mir ein Rätsel bleiben: theoretisch würden sich ja vielleicht zwei <a href="http://www.autokindersitz.com" class="liexternal">Kindersitze</a> ausgehen, aber für Familientransporte gibt’s geeignetere Autos. Dafür ist das Platzangebot in der ersten Reihe für Sport-Coupé-Verhältnisse durchwegs als generös zu bezeichnen, auch der Kofferraum trägt seinen Namen durchaus zu recht.</p>
<h2 id="toc-wem-knnte-der-cr-z-gefallen">Wem könnte der CR-Z gefallen?</h2>
<p>Der CR-Z wird in den nächsten Jahre eine Menge Fans finden — einerseits, weil die gewagte Kombination, Fahrspaß und Ökobewusstsein in diesem Fall voll aufgeht, andererseits aber auch aufgrund des Preisschilds: das günstigste Modell “S” kostet €22.000,-, die Top-Variante “GT” gibt’s um €25.000,-. Zwar würden auch 50 Pferderstärken mehr das Fahrwerk keineswegs überfordern, aber alle Modelle verfügen über das identische Antriebsaggregat und unterscheiden sich lediglich durch die Zusatzausstattung.</p>
<p>Nicht nur in seiner Preisklasse steht der Zweisitzer allein auf weiter Flur. Die Idee eines zweisitzigen Hybrid-Flitzers mit sportlichen Ambitionen klingt nur theoretisch nach der berühmten Quadratur des Kreises. Dabei hat Honda das richtige Auto zur richtigen Zeit bloß schneller auf die Straße gebracht als die Konkurrenz. Ja, ich geb’s zu: gern habe ich “meinen” CR-Z nicht zurück gegeben, aber ich glaube, das ging allen Testfahrern so; hier die Fahrberichte meiner Testkollegen:</p>
<p><strong><a href="http://bloegger.at/2010/11/blogger-testen-den-honda-cr-z-hybrid-sport-coupe/" class="liexternal">5 Blögger testen den Honda CR-Z Hybrid Sport-Coupé</a>:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hannes-offenbacher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hannes Offenbacher">Hannes Offenbacher</a>: <a href="http://www.bessergehtsimmer.at/2010/11/honda-cr-z-der-hybride-cuvee/" class="liexternal">Honda CR-Z: Der hybride Cuvée</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tony-gigov/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tony Gigov">Tony Gigov</a>: <a href="http://tonygigov.com/2010/10/12/honda-crz/" class="liexternal">Honda CR-Z – Every boy’s dream</a> (Fotogalerie)</li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/alex-domaschko/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Alex Domaschko">Alex Domaschko</a>: <a href="http://www.murphyslounge.com/2010/11/06/schneller-sportlicher-sparsamer-honda-cr-z-hybrid/" class="liexternal">schneller, sportlicher, sparsamer – Honda CR-Z Hybrid</a></li>
<li>Richard Haderer: <a href="http://www.hdrr.at/2010/haderer-fahrt-honda-cr-z/" class="liexternal">Harderer fährt Honda CR-Z</a> (Videopodcast)</li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<item>
		<title>Wienwahl: 9 Parteivorstellungen und 1 Nichtwahl-Empfehlung</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-10/wienwahl-9-parteivorstellungen-und-1-nichtwahl-empfehlung/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 01:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wienwahl steht am Wochenende ins Haus - wird die SPÖ ihre absolute Mehrheit behalten? Und wer tritt überhaupt zur Wahl an? datenschmutz informiert ausgesprochen subjektiv.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie immer auch die Wienwahl am Sonntag ausgegangen sein wird, ein Faktum steht schon jetzt, fernab von Wählerstrom-Analysen und Wahlkarten-Unwägbarkeiten mit unumstößlicher <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sicherheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sicherheit">Sicherheit</a> fest: alle wahlwerbenden Parteien werden ein fantastisches Ergebnis erzielt haben und den Wählern für ihr großes Vertrauen gedankt haben. Die machen das immer so, siehe Steiermark! Ich kann mir das nur dadurch erklären, dass Politiker aus zartem Holz geschnitzt und nahe am Wasser gebaut sind, kurz: nicht mit Niederlagen umgehen können. Also gibt eben  keine und “wir machen uns die Welt wide-wide-wie sie uns gefällt!” Dennoch wär’ Pippi  Langstrumpf natürlich keine gute Politikerin gewesen, nicht nur Outfit-mäßig — einfach so daher sagen, was einem in den Sinn kommt, bringt ja in den meisten Parteien je nach Clubkultur basisdemokratische oder top-down-Probleme mit sich.</p>
<p>(Exkurs: Ausgenommen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bzoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BZÖ">BZÖ</a> und FPÖ, hier gehört völlig Abwesenheit von Eigenreflexion schließlich zur Politkultur. Ich bezeichne mich selbst als liberal, und dass einer der beiden Populistenvereine “freiheitlich” im Namen trägt, fügt der langen Liste unfreiwilliger Pointen eine neue hinzu. Und wenn, wie neulich bei ATV” Meine Wahl”, manche Seher Sylvia Saringer und Meinrad Knapp vorwerfen, die FPÖ respektive H.C. Strache anders als die anderen Parteien zu behandeln, dann kann ich nur sagen: diese Seher haben recht. Und Sylvia und Meinrad haben ebenfalls recht, denn die FPÖ ist keine “normale” Partei und sollte auch nicht wie eine solche behandelt werden. Das meine ich ganz und gar nicht sarkastisch, und im Gegensatz zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bzoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BZÖ">BZÖ</a> wird es diesen Verein wohl leider noch länger geben. Deren Bodensatz-Auflesen der Unzufriedenheit, dieses Spiel hart an der Grenze zur gesetzlich verbotenen Verhetzung sollte bei *jeder* Gelegenheit als das vorgeführt werden, was es ist: eine zynisch-kalkulierte Groteske auf Kosten eines optimistischen Zukunftsbilds. Wenn die Versammlungen dieser nicht-islamischen Hassprediger einen Twitterwall hätte, sollte der Hashtag #widerlich lauten. Ende des Exkurses.)</p>
<p>Wahlempfehlungen sind ja sowas von Old Media, Foursquare eignet sich auch nicht so wahnsinnig toll für die Wahl-Vorberichterstattung, was also macht der tendenziell eher unpolitische Blogger? Er findet, dass Sie, liebe Wienerin, und Sie, lieber Wähler, idealerweise am kommenden Sonntag (oder vorher via Wahlkarte) wählen sollte, denn wie der Hip Hopper so schön sagt: “This is my city.” Also entscheiden Sie mit, machen Sie Ihr Kreuzerl wo immer sie wollen (idealerweise nicht bei FPÖ oder BZÖ, soviel negative <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahlempfehlung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahlempfehlung">Wahlempfehlung</a> muss dann doch sein). Wer zuhause bleibt, darf nämlich nachher auch nicht jammern, und  nicht jammern zu dürfen, muss doch Schrecklich sein für alle Wiener. In diesem Sinne — wer steht zur Wahl? datenschmutz beschreibt für den fragmentierten Internet-Leser in aller gebotenen Kürze sämtliche wahlwerbenden Gruppierungen, wie sie auf der offiziellen <a href="http://www.wien.gv.at/wahlinfo/index.html" class="liexternal">Wienwahl-Seite</a> gelistet sind, aber selbstverständlich wesentlich tendenziöser — denn wie schon öfter erwähnt: ich bin kein Journalist und ich berichte nicht. Aber man macht sich halt so seine Gedanken, nicht wahr?<span id="more-23705"></span></p>
<h2 id="toc-plattform-direkte-demokratie">Plattform Direkte Demokratie</h2>
<p>Wer tritt an in der Schlacht um Wien? Neben den chancenreichen Parteien gibt es auch einige kleinere Gruppierungen, die sich um einen Einzug in den Wiener Gemeinderat bemühen. Grundsätzlich sehr sympathisch finde ich das zentrale Anliegen der <a href="http://www.demokratie.at/" class="liexternal">DEM — Plattform Direkte Demokratie</a>. Die Abkürzung PDD ist ja leider schon von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_Deutscher_Demokraten" rel="nofollow" class="liwikipedia">Partei Deutscher Demokraten</a> belegt. Die existiert zwar nicht mehr, aber wollen wir hoffen, dass der nur im 22. Bezirk antretenden DEM ein ähnliches Schicksal erspart bleiben möge:</p>
<blockquote><p>Stets blieben Zweifel an der Arbeitsfähigkeit der Partei. Eine Statistik des Deutschen Bundestages wies Ende 1991 nur 15 Mitglieder auf. Im Jahr 2000 löste sich die Partei wieder auf.</p></blockquote>
<h2 id="toc-slp">SLP</h2>
<p>Wir wenden den Kopf etwas weiter nach links und stoßen — nur im Wahlkreis Brigittenau! — auf die Partei mit dem unbestritten längsten Namen und der kürzesten URL. Der vermutlich schlagkräftigste Treiber des Online-Wahlkampfs dürfte von der Kollateral-Traffic durch Tippfehler von NLP-Suchenden sein, allein ich fürchte: diese Zielgruppe konvertiert nicht. Aber wie auch immer, die <a href="http://www.slp.at/" class="liexternal">SLP — Sozialistische LinksPartei — Liste Rassismus schafft keine Jobs — Geld für Soziales statt für Banken und Konzerne</a> definiert sich zu einem beträchtlichen Grad über den Kampf gegen den Kapitalismus und scheint, auch ich mich der Forderung nach einer Mindestpension von €1.200 nur anschließen kann, eine wenig attraktive Alternative für Unternehmer zu sein:</p>
<blockquote><p>Kapitalismus bedeutet Umweltzerstörung und Chaos. Nachhaltigkeit und Wohlstand durch eine demokratisch geplante Wirtschaft, die von gesellschaftlichen Bedürfnissen und nicht von Aktienkursen &amp; Profiten bestimmt wird.</p></blockquote>
<h2 id="toc-lif">LIF</h2>
<p>Da würde selbst unter günstigsten wahlarithmetischen Bedingungen keine Koalition mit der Partei mit dem kürzesten Namen zustande kommen. Das <a href="http://www.liberale.at/" class="liexternal">LIF — Liberales Forum</a> tritt nicht in den Wahlkreisen Hietzing, Rudolfsheim-Fünfhaus und Döbling an, besorgte Stadtplaner befürchten ob kurzfristiger Verlängerung des Hauptwohnsitzes Massen-Emigrationen aus den genannten Bezirken. Aber irgendwie hat das LIF nie so richtig existiert, scheinbar das Schicksal einer jeden FPÖ-Abspaltung. Was uns gleich zur nächsten wahlwerbenden Gruppierung überleitete, wären da nicht noch Marx’ Erben:</p>
<h2 id="toc-kp"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with KPÖ">KPÖ</a></h2>
<p>Die Groucho-Partei, nein, nur Spaß, die <a href="http://wien.kpoe.at/news/" class="liexternal">KPÖ — Kommunistische Partei Österreichs — Linke Liste</a> differenziert sich von der SLP vermutlich vor allem dadurch, dass sie nicht nur Brigittenau antritt. Nicht nur optisch hat die Seite etwas sehr parodistisches, Listenplatz-2-Kandidat Refet Eskis Einfallslosigkeit ringt mir durchwegs ein Lächeln ab:</p>
<blockquote><p>Die Arbeiter und Bauern, die die Last der heutigen kapitalistischen Weltordnung tragen, und deren Probleme haben im Mittelpunkt zu stehen.</p></blockquote>
<p>Jo eh. De Landwirtschaft ist ein großer Thema. Aber zählen die Wissensarbeiter eigentlich auch zu den Arbeitern… irgendwie schon skurril, dass Leute noch Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hartnäckig im demokratischen Kontext eine “neue gesellschaftliche Ordnung” propagieren.</p>
<h2 id="toc-bz">BZÖ</h2>
<p>So weit geht der parteiartige Kärntner Traditionsverein <a href="http://www.bzoe.at/" class="liexternal">BZÖ — Bündnis Zukunft Österreich — Liste Walter Sonnleitner</a> nicht. Vermutlich erscheinen derart hohe Ziele angesichts des Überlebenskampfs der eigenen Organisation auch eher sekundär, wollen die Akteure doch mit grandioser Hartnäckigkeit einfach nicht wahrhaben, dass Jörg Haider das Bündnis mit einem großen Crash nachhaltig aufgelöst hat, ganz im Gegensatz zu den mysteriösen Konten. Und damit kommen wir endlich zu den “richtigen” Parteien, wobei man über die nächsten zwei natürlich trefflich streiten könnte.</p>
<h2 id="toc-fp"><strike>FPÖ</strike></h2>
<p>Da wäre einerseits der grinsende Zahntechniker mit seinen Disko-Kumpels, der in seiner frühen Jugend von ein paar Ausländern mal so richtig ein paar aufs Maul bekommen haben muss. Warum die <a href="http://www.fpoe-wien.at/" rel="nofollow" class="liexternal">FPÖ — Freiheitliche Partei Österreichs</a> das an sich positive Attribut “freiheitlich” im Namen trägt, habe ich noch nie kapiert, da scheint der Schwenk auf “die soziale Heimatpartei” durchaus folgerichtig, zumal die Heimat ja national ist und man das Verbotsgesetz ja irgendwie umgehen muss. (Frage an die mitlesenden Juristen: Könnte mich die FPÖ klagen, wenn ich hier am Blog behaupten würde, dass vielleicht nicht Kickl, aber vermutlich einige andere, könnten sie, wie sie wollten, ihren Haufen doch lieber sozialistischnationale Partei als FPÖ nennen täten wollen würden? Ich glaube natürlich nicht, dass sie das wollen, wär mir auch zu riskant, sowas zu schreiben. Das ist alles rein hypothetisch und entbehrt jeglicher objektivierbarer Grundlage, ich kenne die Herren nicht mal persönlich. Und ginge das auf einem Blog dann unter “quasi-schurnalistische Freiheitlichkeit” durch oder würden mich Klagsfall die Roten oder Grünen supporten, weil ich’s dem Rechtsextremismus gezeigt haben würde und mit meinem Blog in die Kategorie “David gegen Goliath” — laut Christian Mikunda ein gut funktionierendes dramaturgische Script -, fallen würde, oder würde mich die SPÖ nicht unterstützen, weil sie lieber mit der FPÖ kopulieren möchte? Man fragt sich halt so Rechtsfragen als Blogger.)</p>
<h2 id="toc-grne"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gruene/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Grüne">Grüne</a></h2>
<p>Da sind die Grünen schon ein wesentlich sympathischerer Haufen sesselklebender Berufspolitiker mit Kompetenzdefiziten — man kann ihnen nicht vorwerfen, dass sie gegen irgendwen hetzen würden. Außer gegen die FPÖ, und die hat’s nun wirklich verdient. Und ein bisschen gegen SUV-Fahrer. Und Leute, die eben nicht so richtig ins tief verinnerlichte “Mir-san-mir” Kumpelgefüge samt impliziter Werteordnung passen. Aber dass Top-Down Basisdemokratie einen so richtig zerreißen kann, musste die <a href="http://wien.gruene.at/" class="liexternal">GRÜNE — Die Grünen — Grüne Alternative Wien</a> ohnehin schon leidvoll in zwei Bezirken erfahren, also wollen wir nicht keine alternativen Heiltropfen in offene Wunden träufeln. Ein kanadischer Bekannter, der schon lange in Österreich lebt, hat mal zu mir gesagt: “Die Grünen sind wie der weltfremde Neffe aus Iowa: kurios, durchaus nett und umgänglich, kreativ, aber beruflich möchte man nicht mit ihm zu tun haben: zu eingefahrene Denkmuster.”</p>
<h2 id="toc-vp">ÖVP</h2>
<p>Kommen wir zu den beiden momentanen Koalitionsparteien, die eine Ebene höher über das ganze Land wachen und fürsorglich die Steuerreform hintan geschoben haben: eine Kröte anstatt des Wahlzuckerls könnte den Wiener Kollegen den Brei ver… jetzt hätt ich fast verscheißen geschrieben. Versalzen natürlich, versalzen! Um Gottes Willen. Wir sind hier ja nicht auf DerStandard.at. Aber zurück zum Sicherheitsbedürfnis: Marek will ihren Beitrag leisten. Und ja, eh: in Wien muss sich was ändern, der sozialistische Zustand ist keine Dauerlösung, vor allem nicht für den Wirtschaftsstandort Wien. Aber so sehr Häupl und seine Vasallen sich an die totale Alleinherrschaft gewöhnt haben mögen, sie machen gewiss nicht alles falsch. Und damit spiele ich keineswegs auf Wiens Platz 1 in der vielzitierten Lebensqualitätsliste an, denn diese Umfrage, das wird meist nicht dazugesagt, wird unter Top-Managern durchgeführt.</p>
<p>Muss man denn wirklich “Es geht auch anders” plakatieren? Das erinnert mich an einen Spruch, den österreichische Heranwachsende immer wieder zu hören bekommen: “Ich kann auch andere Saiten aufziehen!” Und dann gibt’s da noch dieses kleine Wörtchen im “Wertekanon”, das mich einfach nicht guten Gewissens die <a href="http://oevp-wien.at/" class="liexternal">ÖVP — Österreichische Volkspartei</a> wählen lässt:</p>
<blockquote><p>Wir verstehen uns als moderne christdemokratische Partei, als Partei des liberalen Rechtsstaats und einer offenen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a>. Wir bekennen uns zur ökologischen Nachhaltigkeit, zur  ökosozialen Marktwirtschaft und zu einem bürgernahen, sozialen und wirtschaftstarken Wien im Herzen eines geeinten Europas.</p></blockquote>
<p>Haben Sie’s gefunden? Ja, genau. “christ” meine ich. Ich verkneife mir jetzt eine Schimpftirade auf den Popen und seine schwachsinnigen Vasallen, aber demokratisch würd vollkommen reichen, echt jetzt. I’m all for liberalen Rechtsstaat und so, aber als überzeugter Agnostiker kann ich mit sehr viel mit Ethik, aber rein gar nix mit christlicher Moral anfangen. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/religion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Religion">Religion</a> und Politik sind wie Öl und Wasser: man kann schütteln und eine Mischung erzeugen, aber früher später hat die das natürliche Bestreben, sich wieder zu trennen. Ich will jetzt nicht so weit gehen zu behaupten, die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/religion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Religion">Religion</a> sei die Ölpest auf dem Meer der Politik, aber in einer einzigen Sache halt ich’s ganz mit der Bibel: sein Königreich ist nicht von dieser Welt — und damit Privatsache im genuinen Sinn des Wortes, aber Politik nun mal per definitionem nicht. Aber der “Schwarze Pfeffer fürs rote Wien” hat was für sich: Alleinregierungen neigen nun mal zu Kontrollverlusten.</p>
<h2 id="toc-sp">SPÖ</h2>
<p>So, wir hätten also alle Parteien durch! Momenterl, da fehlt ja noch jemand! Bühne auf für “Bürgermeister Michael Häupl — einen echter Wiener”, der auch diesmal wohl kaum untergehen wird. Die <a href="http://2010.wien.spoe.at/" class="liexternal">SPÖ — Sozialdemokratische Partei Österreichs</a> setzt alles in Bewegung, sogar die U-Bahnen an Wochenendnächten. “Weil er Wien auch in schwierigen Zeiten sicher führt”. Sind sie denn besonders schwierig, die Zeiten? Ich habe schon bei einigen Wienwahlen mein aktives Stimmrecht ausgeübt, und soweit ich mich erinnere, war es immer unglaublich kritisch, ja geradezu an der Kippe: stets drohte die Absolute der Roten zu zerbröckeln: mal schienen die rechten Demagogen das fehlende Prozent abzubeißen, mal wirkte es, als könnten die Grünen mehr werden als Nicht-amtsführende-Stadträte von Häupls Gnaden. Aber geändert hat sich niemals nix. Wie muss Faymann, der alte Wiener Wohnungsstadtrat, diese Zeiten vermissen, als man Stadt– und Parteibudget noch kreativ balancieren konnte!</p>
<p>Nein, die SPÖ macht ihren Job nicht so schlecht. Aber sie würd ihn verdammt noch mal viel besser machen, wenn ein “Juniorpartner” ihr in den richtigen Momenten einen kleinen Stups (oder wenn nötig auch einen kräftigen Arschritt) gäbe. On y va, wie der Franzose sagt, “man wird sehen”.</p>
<p>Damit hätte ich meiner demokratischen Blog–<strike>Pflicht</strike>–Freiwilligkeit genüge getan und alle Parteien verlinkt (nur FPÖ und BZÖ natürlich mit nofollow). Eine Entscheidungshilfe kann ich Ihnen leider nicht geben: rot bedeutet weiter Stillstand (aber keineswegs den schlechtesten aller möglichen Stillstände), blau Hetzerei  und Populismus. Und wenn’s blöd geht, wird’s am Ende noch rot-blau. Wollen wir hoffen, dass das nicht passiert: rot-schwarz oder rot-grün wären mir persönlich bedeutend lieber, falls es mit der absoluten diesmal dann doch nicht klappen sollte.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Wenn Medien das Medienspiel spielen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/wenn-medien-das-medienspiel-spielen/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 22:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bundespräsident Heinz Fischer hat eine klare Empfehlung ans profil Magazin anlässlichen dessen 40. Geburtstag: es möge weiter seine Rolle als kritisches Magazin spielen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Profil, ein österreichisches Wochenblatt, feierte dieser Tage seinen 40. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geburtstag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geburtstag">Geburtstag</a>. In der aktuellen Ausgabe verraten auf Seite 121 einige Testimonials ihre Zuneigung zu Christian Rainers Magazin, darunter auch UHBP Heifi (Unser Herr Bundespräsident <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/heinz-fischer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Heinz Fischer">Heinz Fischer</a>). Sein Statement erheiterte mich noch weit mehr als Laura Rudas’ Sager von der <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/die-angst-vor-der-politik-von-laura-rudas/" class="liinternal">vorgestrigen Politik</a>, denn er zeigt scharfe Beobachtungsgabe sowie immensen Sinn für Realismus, den ich dem stets auf Konsens bedachten Heinz Fischer zugegebenermaßen so nicht zugetraut hätte. Mag die Medienschelte auch unfreiwillig geschehen sein, so trifft sie doch des nassen Pudels Kern mitten in die Leber. Sprach der Bundespräsident:</p>
<blockquote><p>profil soll seine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rolle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rolle">Rolle</a> weiterspielen — nämlich ein kritisches Magazin im Pluralismus der österreichischen Medienlandschaft zu sein.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/jedi.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21737]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/jedi-600x434.jpg" alt="jedi 600x434 Wenn Medien das Medienspiel spielen" title="Das Medien-Rollenspiel" width="600" height="434" style="border:1px solid orange;" /></a><span id="more-21737"></span></p>
<p>Beileibe nichts gegen das Profil, schließlich braucht jede Peer Group ihr Wired, und ich schätze Rainer Nikowitz’ Satiren über alle Maßen — Gratulation zur Geburtstagsrede! Und ich meine, dass das profil nicht unmaßgeblich so manchen Skandal-Stein der Republik ins Rollen gebracht hat und immer noch bringt. Kurz gesagt: das ist gar nicht alles gespielt, sondern manchmal ziemlich echt. So ganz generell besehen hab ich trotzdem häufig das ganz und gar nicht dumpfe Gefühl, dass wir hierzulande in einem unglaublich simulativen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mediensystem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mediensystem">Mediensystem</a> festhängen. So in etwa:</p>
<p>Profil spielt die Rolle des kritischen Magazins, der Standard die der wirtschaftsliberalen Zeitung, die Presse gibt in der Daily Soap den konservativen, aber wohlhabenden Onkel, der ORF tritt in der Rolle des unabhängigen Rundfunksenders auf (wenngleich weit weniger überzeugend als die übrigens Akteure), Hans Dichands Erben dagegen nimmt man den Boulevard-Clan durchaus ab. Wolfi Fellner sorgt alle paar Folgen mal wieder für Spannung, und auch die Kritiker des Mediensystems haben sich bestens mit ihren Rollen abgefunden: Armin Thurnher scheint der tragikomische Part des Rufers in der Wüste wie auf den Leib geschneidert, sein editorialer Stehsatz erhöht den Wiedererkennungswert der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/serie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Serie">Serie</a> für Stammseher beträchtlich. Zugegeben, einzelne Folgen wirken unglaubwürdig — wer glaubt schon, dass im echten Verlagsleben ein tendenziell linker Herausgeber das konsumfördernde Lifestyle-Magazin für einen Kreditkartentandler verfertigt?</p>
<p>Viele weitere Akteure dieser durchwegs absurd-komischen, aber äußerst populären Fernsehserie verdienten Erwähnung: eine Ingrid Thurnher etwa, die die Rolle der kritischen Polit-Journalistin so überzeugend spielt, dass das Publikum schon seit mehreren <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahlen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahlen">Wahlen</a> ihre vorhersehbaren Interview mit forscher Fragetechnik verwechselt, ein Harald Fiedler, der wie alle postmodernen, selbstreferentiellen Autoren nur ausgesuchte Fans findet — aber ich will nicht weiter spoilern, sondern bloß abschließend sagen: Bravo, Herr Bundespräsident, so offen wagte das hierzulande noch kein Politiker auszusprechen. Und jetzt muss ich ins Studio, denn ich hab mal wieder einen Gastauftritt. Sie würden’s nie erraten: ich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spiel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spiel">spiel</a> den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a>!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/tedx-pannonia-inspiration-mitten-im-burgenland/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 00:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die erste TEDx Konferenz Österreichs fand im Burgenland statt - ein überaus gelungener Auftakt für die TEDx Pannonia, die nächstes Jahr ihre Fortsetzung finden soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke an Hermann Gams, Manuel Gruber und Harald Katzenschläger — das Team der <a href="http://www.dreamacademia.at" class="liexternal">Dream Academia</a> hat’s möglich gemacht, dass ich heute meine allererste TEDx Konferenz besuchen konnte. TEDx Konferenzen sind Spin-Offs des mittlerweile immens populären <a href="http://www.ted.com/" class="liexternal">TED Formats</a>, das unter dem Motto “Ideas worth spreading” die Netzwelt regelmäßig mit fantastischen Vortragsvideos versorgen. Ähnlich wie beim Barcamp kann jeder, der ausreichend Motivation, Zeit und Organisationstalent mitbringt, die Idee fortführen: die unabhängigen Spin-Offs heißen <a href="http://www.ted.com/pages/view?id=343" class="liexternal">TEDx</a> und müssen einige <a href="http://www.ted.com/pages/view?id=351" class="liexternal">Vorgaben</a> der Erfinden erfüllen.</p>
<p><strong>Update, 26.10.2010:</strong> Alle Videos der TEDx Pannonia-Talks sind mittlerweile online: <a href="http://www.tedxpannonia.com/speakers/" class="liexternal">TEDx Talks</a></p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-6.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-6-600x370.jpg" alt="tedx 6 600x370 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Albert Frantz" width="600" height="370" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Albert Frantz auf der Suche nach versteckten Träumen</small></div>
<p>Inhaltlich könnte der Anspruch kaum höher gesteckt sein, das Format der Konferenz dagegen ist recht strikt geregelt:</p>
<blockquote><p>Spirit/purpose: Your TEDx <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/event/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Event">event</a> must maintain the spirit of TED itself: cross-disciplinary, focused on the power of ideas to change attitudes, lives and ultimately, the world.<br />
Format: A suite of short, carefully prepared talks, demonstrations and performances on a wide range of subjects to foster learning, inspiration and wonder — and to provoke conversations that matter. The typical presentation should be an 18-minute talk by a single presenter. No panels. No break-out sessions. Usually: No podium.</p></blockquote>
<p><span id="more-21606"></span></p>
<p>Die im Vorjahr für Wien angekündigte TEDx verschwand ja leider spurlos in den Untiefen des Netzes — umso mehr habe ich mich auf den Ausflug in die burgenländische Villa Vita gefreut. <a href="http://www.turnthescrew.com" class="liexternal">Dan</a> und ich kamen genau richtig zur Freestyle Show an, Respekt an die BMX Rider! Auf dieses überraschende Outdoor-Intro folgten 6 hochgradig inspirierende Stunden — behauptet zumindest meine Uhr, subjektiv kam’s mir eher so vor, als hätte der Architekt einen Flux-Kompensator ins — passend zum Thema “New Energy” energieautarke Gebäude — eingebaut. Dan, der unter anderem  für Mindmeister die digitale Marketing-Trommel rührt, war als “embedded Mindmapper” vor Ort, seine Zusammenfassung ist <a href="http://www.mindmeister.com/de/landing/tedxpannonia2010" class="liexternal">hier</a> zu bewundern. Die Konferenz bestand aus vier Tracks á drei Sessions — im diesem Beitrag habe ich meine persönlichen Highlights kurz (*räusper*) zusammen gefasst. Die Videos aller Talks werden in Kürze online verfügbar sein — schauen Sie sich das unbedingt an: soviel Optimismus, Energie und inspirierende Ideen sind das probateste Mittel gegen Zukunftspessimismus!</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-5.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-5-600x394.jpg" alt="tedx 5 600x394 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Mark Kramer" width="600" height="394"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Mark Kramer sprach über freien Informationszugang als Grundrecht.</small></div>
<h3 id="toc-wolfang-sator-ber-e-mobilitt">Wolfang Sator über E-Mobilität</h3>
<p>Nach dem genialen kombinierten Mini-Stretching / Handy-Abdreh Intro des Moderators betrat Wolfang Sator als erster die Sprecherbühne. Der österreichische Pionier des Elektroautos wusste erstaunliche Fakten und Mythen zum nicht gerade unbelasteten Thema “Mobilität” und “fossile Brennstoffe” zu berichten — selten haben ich einen derart unvoreingenommenen, humorvollen und unverkrampften Vortrag zu diesem Thema gehört. Das Elektro-Auto, so der erfahrene Praktiker, hat eine lange Geschichte: dass sich der fossile Brennstoffmotor durchsetzte, hatte von Beginn der Automobilgeschichte an nicht unwesentliche Image-Gründe: die “Kings of the Road” fuhren eben auf Verbrennungsmotoren ab, mit Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit hatte das offenbar von Beginn an recht wenig zu tun. Interessante Fußnote: die E-Autos der 70er Jahre verwendeten Eisen-basierte Batterien, im Gegensatz zu den heute üblichen Blei-Gel-Akkus. Der einzige Grund, so Wolfgang Sator: erstere lassen sich recht leicht fast beliebig oft “revitalisieren”, zweitere müssen nach wenigen Jahren ersetzt werden — die Hersteller haben hier natürlich ganz klar Präferenzen.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-8.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-8-600x419.jpg" alt="tedx 8 600x419 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Oleksandr bei der Arbeit" width="600" height="419"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Oleksandr  fotografiert ein Mitglied der Percussion-Gruppe “Chaos”, die für einen groovigen Abschluss der TEDx sorgte.</small></div>
<h3 id="toc-matthias-horx-wie-wollen-wir-zuknftig-wohnen">Matthias Horx: Wie wollen wir zukünftig wohnen?</h3>
<p>Den zweiten Talk gab Zukunftsforschungs-Schwergewicht Matthias Horx: der populäre Autor und Vorausblicker gehört zu den gefragtesten Vortragenden des deutschen Sprachraums — und ist offenbar ein glühender Fan des TED-Konferenzformats. In seinem Vortrag warf er die Frage auf, was die Häuser der Zukunft — und zwar abseits technologischer Vollausstattung und — vernetzung — eigentlich lebenswert macht. Videokonferenz-Setups zwischen Toilette und Wohnzimmer nennt Horx passenderweise “Ruinen der Zukunft”, denn die eigentlich Herausforderung liegt laut Horx in neuen Lösungen, die eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben architektonisch ermöglichen und unterstützen.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-1-600x380.jpg" alt="tedx 1 600x380 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Matthias Horx" width="600" height="380" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Matthias Horx sprach über die Zukunft des Wohnens.</small></div>
<p>Nein, das klingt definitiv nicht nach Webcams und Terminals in jedem Raum — vielmehr müssen architektonische Entwürfe die veränderte Lebenssituation respektive die Restrukturierung von Arbeits-, Privat– und Berufsräumen bedenken.</p>
<h3 id="toc-claus-schnetzer-das-palettenhaus">Claus Schnetzer: das Palettenhaus</h3>
<p>Derartige Überlegungen haben in hochgradig differenzierten und wohlhabenden Regionen natürlich ihre Berechtigung, müssen aber der “Zielgruppe” des “Project Palettehouse” wie absurde Luxusprobleme erscheinen: Claus Schnetzer hat im Rahmen eines Forschungsprojekts eine unglaublich simple und praktikable Möglichkeit gefunden, eine Art Lo-Tech Pendant zum Niedrigtemperaturhaus zu bauen. Sein primäres Baumaterial sind die allseits bekannten Holzpaletten, die mittels eines äußerst simplen, selbsttragenden Systems verbunden werden.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-9.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-9-600x459.jpg" alt="tedx 9 600x459 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Das Palettenhaus" width="600" height="459"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Das Grundprinzip des Palettenhauses — diese Konstruktion ist in wenigen Minuten aufgebaut!</small></div>
<p>Neben den Paletten sind dazu lediglich ein paar Holzpfosten sowie eine Abdichtfolie erforderlich. Das besondere daran: solche Paletten sind so gut wie überall verfügbar, nicht zuletzt in Krisengebieten, die mit Hilfslieferungen versorgt werden. Bisher waren diese Paletten bloß ökologisch unbedenklicher Abfall — Schnetzers Idee verwandelt sie in wertvolles Baumaterial, mit dem sich in kürzester Zeit Strukturen errichten lassen, die beispielsweise ohne weiteres als Not-Hospital dienen können. Klingt nicht nur genial und hat mich schon beim Vortrag schwer beeindruckt. Im Anschluss an die Konferenz durften wir dann ein solches Palettenhaus “in echt” bewundern — ein Wahnsinns-Beispiel für sprichwörtliches “Out-of-the-box Thinking”.</p>
<h3 id="toc-peter-purgathofer-the-radical-portfolio"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/peter-purgathofer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Peter Purgathofer">Peter Purgathofer</a>: The radical portfolio</h3>
<p>Peter Purgathofer ist ein Mann der Theorie und der Praxis. Er stellte sein “Radical Portfolio” vor: als Universitätsprofessor macht sich Purgathofer nämlich weit mehr Gedanken über Didaktik als die meisten seiner Kollegen, und aus seinen Beobachtungen zieht er durchaus radikale Schlüsse:</p>
<blockquote><p>You can either pass a <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/test/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Test">test</a> or your can learn something. Not both. We’re trying to reconcile those.</p></blockquote>
<p>In seiner Vorlesung, so Purgathofer, will er seinen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/studenten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studenten">Studenten</a> 5 grundlegende Prinzipien vermitteln. Laut den Evaluationsergebnissen gelte er als sehr guter Vortragender (was jeder, der mal eine Purgathofer-Vorlesung besucht hat, aus eigener Erfahrung bestätigen kann), außerdem bemühe er sich um interessante Gestaltung. Da drängt sich natürlich die Frage auf: Lernen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/studenten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studenten">Studenten</a> bei “guten” Vortragenden mehr? Laut Peter Purgathofer nicht; die wirkliche Stärke liegt im interaktiven Lernen, und nicht in der Optimierung des Frontalvertrags.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-3-600x552.jpg" alt="tedx 3 600x552 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Peter Purgathofer" width="600" height="552"  style="border:1px solid orange;" /></a></p>
<p><small>Peter Purgathofer setzt <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> in seiner Vorlesung ein — auf beindruckend komplexe Weise und mit überzeugenden Resultaten.</small></div>
<p>Purgathofer setzt verschiedene, an seine didaktische Methode und die Inhalte seiner Vorlesung angepasste Tools an, beispielsweise eine Art Twitterwall, über die Studenten schon während der Vorlesung miteinander diskutieren. Die Idee mag Anhänger klassischer Vorlesungsformate geradezu absurd erscheinen, denn schließlich soll der Student ja nicht vom Vortrag des Professors abgelenkt werden! Oder vielleicht doch? Entspricht womöglich diese “Spaltung” unserer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a>, diese gänzlich neue Art, auf verschiedenen Wegen Information und Meta-Information aufzunehmen, diese Fragmentierung der Linearität einer grundlegend veränderten Kommunikationssituation?</p>
<p>Social Media bleibt bei Peter Purgathofer nicht auf den Live-Einsatz während der Vorlesung beschränkt: anstatt einer Abschlussprüfung müssen die Teilnehmer im Lauf des Semesters diverse Übungen absolvieren, die wiederum im Double-Blind-Verfahren von Kollegen bewertet werden. Bewertet wird anhand eines Punktesystems — und Punkte gibt’s nicht nur für die Übungen selbst, sondern auch für sinnvolle Beiträge zur Weiterentwicklung des eLearning Systems. Seit 2 Jahren setzt Purgathofer dieses Crowd-gestützte Lernen ein, und zwar mit durchschlagendem didaktischem Erfolg. Somit erhärtete er eine Vermutung, die ich schon lange hege: der Erfolg internetgestützter didaktischer System hängt nicht in erster Linie von der Elaboriertheit oder dem Feature-Reichtum der jeweiligen Plattform ab, sondern von einer sinnvollen Integration ins didaktische Gesamtkonzept.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-7.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-7-600x328.jpg" alt="tedx 7 600x328 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Abschlussrunde" width="600" height="328" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Zum Abschluss der Konferenz standen alle gemeinsam auf der Bühne.</small></div>
<p>Social Media bedeutet in erster Linie, das betone ich immer wieder in meinen eigenen Vorträgen und Workshops, das Dialoge, die bisher nur offline stattgefunden haben, sich mittlerweile auch im Netz abspielen. Natürlich diskutierten Studenten immer schon vor, nach und manchmal auch während der Vorlesung die Ideen und Informationen, die ihnen ihr Professor lieferte, völlig unabhängig vom Internet. Selbstverständlich war “soziales Lernen”, also der Austausch mit den Mitstudenten, Gruppenarbeiten, gemeinsame Forschungsprojekte etc., seit jeher ein zentraler Bestandteil des didaktischen Prozesses. Wir betreten hier also keinesfalls völliges Neuland, aber die Technologien, die wir mittlerweile zur Verfügung haben, können diesen Austausch sehr effektiv unterstützen, intensivieren und dokumentieren.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-4.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-4-600x368.jpg" alt="tedx 4 600x368 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Mark Kramer" width="600" height="368"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Mark Kramer</small></div>
<h3 id="toc-tedx-pannonia-da-capo">TEDx Pannonia: Da Capo!</h3>
<p>Nochmals ein riesengroßes Kompliment an alle Organisatoren und Mitarbeiter — danke für einen großartigen, inspirierenden Tag! Ich freue mich, dass Manuel, Katzi und Hermann bereits fest mit der TEDx Pannonia 2011 rechnen — und eines kann ich euch jetzt schon androhen: bei der nächsten Auflage bewerbe ich mich für einen Vortrags-Slot <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog1.gif' alt="frog1 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" class='wp-smiley' title="TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" /> </p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-2.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-2-600x323.jpg" alt="tedx 2 600x323 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Blick von oben" width="600" height="323" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Blick von der Terasse auf den Villa Vita Park</small></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>datenschmutz im Alp-Modus</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-08/datenschmutz-im-alp-modus/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 15:42:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese läuft datenschmutz im Urlaubsmodus - ich bin im Auftrag von Alma in Oberdamüls und berichte von Vorarlberger Sennerleben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Sonntag ist Vorarlbergs Ruf vom sauberen Bundesland ein für allemal dahin. Österreichs westlichstes Bundesland leidet unter einer in der Geschichte des Landes beispiellosen Blogger-Invasion: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/alma/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Alma">Alma</a> schickt in diesem Sommer nämlich 10 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/alp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Alp">Alp</a>–Reporter auf den Berg, die als Testimonials für die durchwegs ungewöhnliche Produktion des Vorarlberger Alpkäses fungieren sollen. Ich bin einer davon und gestern in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oberdamuels/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Oberdamüls">Oberdamüls</a> angekommen.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/08/terassenblick-morgen1-600x392.jpg" alt="terassenblick morgen1 600x392 datenschmutz im Alp Modus" title="Blick von der Alpterrasse" width="600" height="392" style="border:1px solid orange;" /><br />
<small>Blick von der Terrasse der Alp Oberdamüls ins Tal</small><span id="more-19289"></span></p>
<p>Von Juni bis September produzieren knapp 100 Alp-Senner für Alma direkt am Berg aus 1A-Heumilch die frischen Alpkäse-Laibe, die nach mehreren Monaten der Lagerung Käseknöpfle und Co. ihren unverwechselbaren Geschmack verleiht. Spannend finde ich die gravierenden Unterschiede in der Käseproduktion zwischen Osttirol: in Lienz wurde vor einigen Jahren sogar die mit großem Getöse in den 80ern eröffnete Molkerei wieder geschlossen — jeder Liter Milch, der homogenisiert und/oder der Käseproduktion zufließt, muss erstmal nach Nordtirol gebracht werden, während die Senner hier in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vorarlberg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vorarlberg">Vorarlberg</a> direkt vor Ort produzieren.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/08/german-kaeselager2-600x441.jpg" alt="german kaeselager2 600x441 datenschmutz im Alp Modus" title="German im Käselager" width="600" height="441" style="border:1px solid orange;" /><br />
<small>German bringt täglich die frischen Laibe ins Käselager.</small></p>
<p>Allerdings lässt sich die traditionelle Mikroproduktion, wie mir unsere Gastgeberin Anja Nigsch erklärt hat, quasi nur mehr durch Förderungen finanzieren. Die wenigsten Bergurlauber wissen, dass an der Alpwirtschaft weit mehr hängt als ein paar Laibe Käse: traditionelle und arbeitsintensive Landwirtschaft dient zugleich der Landschaftspflege. Wo beispielsweise auch steile Bergwiesen regelmäßig gemäht werden, sinkt die Lawinengefahr im Winter beträchtlich — denn langes, ausgewachsenes Gras führt dazu, dass im Winter Schneedecke viel leichter wegrutscht.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/08/heu4-600x426.jpg" alt="heu4 600x426 datenschmutz im Alp Modus" title="Vorarlberger Bauer beim Mähen" width="600" height="426" style="border:1px solid orange;" /><br />
<small>Dank technischer Unterstützung müssen auch steile Weiden nicht mit der Sense gemäht werden.</small></p>
<p>Das bisherige Highlight unseres Aufenthalts erblicke in der Nacht von gestern auf heute das Licht der Alpwelt: Milchkuh Zierde hat gekalbt und Oberdamüls hat einen vierbeinigen Bewohner mehr. “Zierde” heißt die Mutter, und das Kuhkalb wird ebenfalls einen Vornamen mit “Z” erhalten:</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/08/kuhkalb2-600x495.jpg" alt="kuhkalb2 600x495 datenschmutz im Alp Modus" title="Neugeborenes Kuhkalb" width="600" height="495" style="border:1px solid orange;" /><br />
<small>Kälbchen, 20 Minuten nach der Geburt</small></p>
<p>Bis zum Wochenende dauert der Al<strike>m</strike>p aufenthalt, datenschmutz läuft während dieser Zeit quasi im Urlaubsmodus — sozusagen 7 Tage Alp– statt Medienwirtschaft. Fotos und tägliche Updates gibt’s während dieser Zeit unter <a href="http://blog.alma.at" class="liexternal">blog.alma.at</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Unternehmergeist edelbitter</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-07/unternehmergeist-edelbitter/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 23:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die meisten Give-Aways kann man nicht essen. Aber diese WKO-Dreiecke stellen eine außerdentlich löliche Ausnahme dar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Erst wenn der letzte Kugelschreiber bedruckt, das letzte Feuerzeug gebrandet, die letzte Schlüsselkette mit Metalldruck-Logo versehen ist, werden die Marketingleiter feststellen, dass man Give-Aways nicht essen kann”, sagte einst Chief Preckinwise und Legionen unschuldiger Schüler musste bei europaweiten Malwettbewerben kindlich-apokalyptische Zukunftsvisionen einreichen. Ein Wunder, dass die EU-Abstimmung trotzdem positiv ausging… aber die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/theorie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Theorie">Theorie</a> vom nicht zum Verzehr geeigneten Marketingartikel widerlegen diese schmackhaften Triangel:</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/07/unternehmergeist.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4316]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/07/unternehmergeist-600x597.jpg" alt="unternehmergeist 600x597 Unternehmergeist edelbitter" title="Unternehmergeist edelbitter" width="600" height="597" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p><span id="more-4316"></span></p>
<p>Dreieckige Post-Its? Originell Zündholzschachteln? Mitnichten, es handelt sich um ein Tool, das man im harten Arbeitsalltag wirklich gut gebrauchen kann: “Edelbitter–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/schokolade/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schokolade">Schokolade</a> mit feinstem Nusskrokant gefüllt”, von Konditormeister <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pischinger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pischinger">Pischinger</a>. Prädikat: hochgradig zur Nachahmung empfohlen!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-06/die-oenb-bringt-400-000-buecher-online/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 14:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Prunksaal]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute vormittag kündigte die Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek eine Private-Public-Partnership im Wert von 30 Millionen Euro an: Google wird den gesamten rechtefreien Bestand der ÖNB in den nächsten 6 Jahren digitalisieren - das sind rund 400.000 Bücher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund 400.000 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buecher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bücher">Bücher</a> aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek sind frei von Urheberrechten. Sind seit dem Todestag des Autors mindestens 70 Jahre vergangen, dürfen die betreffenden Werke frei verbreitet werden, doch die Digitalisierung historischer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buecher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bücher">Bücher</a> verursacht immense Kosten. Diese übernimmt im Rahmen der bisher größten österreichischen Public-Private Kultur-Partnerschaft der Suchmaschinenriesen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a>: der längst zur internationalen Medienmogulerie gewachsene Konzern bezahlt für die systematische Transformation von Zellstoff und Tinte in Nullen und Einsen gigantische 30 Millionen Euro. In sechs Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein, 2016 wird der gesamte “Open Source” Bestand der Bibliothek der Öffentlichkeit online zur Verfügung stehen, im Volltext und samt Suchfunktion.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-1-600x390.jpg" alt="oenb 1 600x390 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek" width="600" height="390" style="border:1px solid orange;" /></a>
<div style="font-size:0.8em;color#333333;text-align:center;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pressekonferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pressekonferenz">Pressekonferenz</a> im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek.</div>
</div>
<p>Heute Vormittag präsentierten ÖNB-Direktorin Dr. Johanna Rachinger, Projektleiter Max Kaiser, Google-Österreich Geschäftsführer Charly Pall und Google-Buchsuche Chefin Annabella Weisl  den Digitalisierungs-Fahrplan einer ausgesprochen interessierten Journalistenrunde, und  trotz aller sonstigen  Bedenken gegen die Quasi-Monopolstellung der “Datenkrake” Google kann ich der Generaldirektorin zu dieser genialen Kooperation nur gratulieren.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-5.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-5-600x306.jpg" alt="oenb 5 600x306 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="ÖNB Pressekonferenz" width="600" height="306" style="border:1px solid orange;" /></a>
<div style="font-size:0.8em;color#333333;text-align:center;">Max Kaiser, Johanna Rachinger, Annabella Weisl und Karl Pall.</div>
</div>
<p><span id="more-4250"></span></p>
<p>In der Digitalisierung der rechtefreien Bestände sehe ich keinesfalls einen Paradigmenwechsel, denn Ziel und Aufgabe der ÖBN ist es ja nicht bloß, Schriften zu archivieren, sondern den Bestand der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So kann man sich beispielsweise schon in den letzten 100 Jahren jeden einzelnen Band, der im beeindruckenden Prunksaal der Bibliothek steht, nach vorheriger Anmeldung ausheben lassen. <strong>Doch das digitale Archiv lässt nicht nur die Notwendigkeit der Vor-Ort-Präsenz wegfallen, es erschließt den Textkorpus auf eine völlig neue Weise, die nicht nur Historiker und Literaturwissenschaftler begeistern wird!</strong></p>
<p>Dass die technischen Voraussetzungen für ein solches Projekt alles andere als trivial sind, dürfte jedem klar sein, der schon einmal mit einer OCR-Software zur Texterkennung gearbeitet hat. Ein großer Teil der Bücher aus dem 16. bis 19. Jahrhundert ist in Frakturschrift gedruckt, die Druck-Qualität erschwert die Aufgabe zusätzlich. Google hat allerdings in den letzten Jahren die entsprechenden Tools und Verfahren entwickelt. Im konkreten Fall werden die Werke mit Zustimmung des Denkmalamts nach Bayern gebracht und dort erfasst, einigen Jahren sollen alle <a href="http://www.zeilenreich.de" class="liexternal">Bücher online</a> sein.</p>
<div style="float:left;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-3-300x154.jpg" alt="oenb 3 300x154 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Historisches Buch" width="300" height="154" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<div style="float:right;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-6.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-6-300x160.jpg" alt="oenb 6 300x160 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Sammlung der ÖNB" width="300" height="160" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<div style="clear:both;margin-bottom:15px;"> </div>
<p>Ob die fertig digitalisierten Werke laufend oder in mehreren Tranchen veröffentlicht werden, steht noch nicht fest. 2016 sollen dann alle 400.000 Bände zur Verfügung stehen, und die eine oder andere Überraschung schloss Projektleiter Kaiser dabei nicht aus. Immerhin geht mit der Digitalisierung auch eine komplette Neu-Inventarisierung des historischen Bestands einher, und wer weiß, ob nicht frühere Archivare den einen oder Band in ihren Inventaren übersehen haben.</p>
<p>Eine Frage beschäftigte die Journalisten auf der Pressekonferenz ganz besonders: ob die ÖNB etwa plane, zukünftig auch Werke zu digitalisieren, die nicht frei von Urheberrechten seien? Johanna Rachinger verneinte allerdings diesbezügliche Pläne entschieden und verwies auf einen weiteren wichtigen Aspekt: im Falle einer physischen Beschädigung der wertvollen Originale bleibt zukünftig zumindest das digitale Archiv erhalten. Apropos physisch: Sowohl Google als auch die ÖNB hosten jeweils eigene Kopien der digitalisierten Werke.</p>
<div align="center" style="clear:both;margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-7.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-7-600x400.jpg" alt="oenb 7 600x400 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Österreichische Nationalbibliothek" width="600" height="400" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<h2 id="toc-warum-zahlt-google">Warum zahlt Google?</h2>
<p>Natürlich tauchte auch die Frage nach allfälligen Monetarisierungsmodellen auf. Annabella Weisl versicherte, dass keinerlei Werbe-Einbindung in historische Bücher geplant, sondern das Digitalisierungsprojekt vielmehr im Gesamtkontext von Googles Strategie zu verstehen sei. Ob tatsächlich früher oder später AdWords in den Schriften Prinz Eugen auftauchen, wird die Zukunft zeigen — das hängt letztendlich wohl nur von der Conversion-Rate ab, und die stelle ich mir in diesem Fall nicht sehr hoch vor.</p>
<p>Allerdings schafft ein umfassendes Angebot von Gratis-Büchern einen gewaltigen Mehrwert für diverse Verlags-artige Aktivitäten. Google hat ja nicht nur den <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/die-zukunft-der-fernsehwerbung/" class="liinternal">Longtail der Fernsehwerbung</a> erschlossen, sondern plant unter dem Namen “Google Editions” ein eigenes Buchprogramm, über das Annabella Weisel am 10. Juni mit dem <a href="http://www.boersenblatt.net/386053/" class="liexternal">Börsenblatt</a> gesprochen hat.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Öffentlich-rechtlicher Einrichtungen, die mit Steuergeldern finanziert werden, sollten ihren Financiers, sprich den Bürgern, einen möglichst hohen Mehrwert bieten. Gerade Bibliotheken und Datenbanken (“Open Data” wär da ein anderes Stichwort) bieten sich durch das Internet fantastische Möglichkeiten; die im Kontext mit Google mittlerweile nahezu reflexartig vermutete Gefahr sehe ich bei diesem Projekt ganz und gar nicht, dafür aber einen gewaltigen gesellschaftlichen Mehrwert. Zwei Daumen noch! Ich freu mich schon auf ausgedehnte virtuelle Spaziergänge durchs literarische Spätmittelalter <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog1.gif' alt="frog1 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" class='wp-smiley' title="Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" /> </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Der Social Media Rum: Foursquare</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-04/der-social-media-rum-foursquare/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 22:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[datenschmutz präsentiert: Foursquare, der Rum für Social Media Piraten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;background-color:#ededed;padding-right:3px;margin-top:5px;margin-right:9px;width:230px;height:44px;border:2px solid #4a748a;"><a href="http://blog.datadirt.net/2010-04/the-perfect-social-media-rum-foursquare/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/usa.jpg" alt="usa Der Social Media Rum: Foursquare" title="usa" width="64" height="42" style="float:left;margin-right:6px;background-color:#4a748a;padding-left:3px;padding-right:3px;padding-bottom:1px;padding-top:1px;" /></a><small>Dieser Beitrag ist auch <a href="http://blog.datadirt.net/2010-04/the-perfect-social-media-rum-foursquare/" class="liexternal"><strong>auf Englisch</strong> verfügbar.</a></small></div>
<p> Aus der Rubrik “best of both worlds” (wobei die zwei Welten in diesem Fall Spirituosen aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zuckerrohr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zuckerrohr">Zuckerrohr</a> und Social Media im Allgemeinen bzw. im speziellen Geo-Location Services sind): <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foursquare/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Foursquare">Foursquare</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rum">Rum</a>, das ideale <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/getraenk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Getränk">Getränk</a> für Tweet-Ups und Social Media Gatherings! Ich wird eine Flasche aufs nächste Almcamp mitnehmen:</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/4squarerum-1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4171]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/4squarerum-1-600x258.jpg" alt="4squarerum 1 600x258 Der Social Media Rum: Foursquare" title="Foursquare Rum" width="600" height="258" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p>Dieser Foursquare hat übrigens einige Jahre mehr auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Buckel als der erste GPS Chip:</p>
<blockquote><p>Foursquare is the name of the oldest sugar plantation (1636) in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/barbados/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Barbados">Barbados</a>. It is home to the most advanced Rum Distillery in the world. Foursquare spiced rum is a combination of rare island spices and specialty aged rum blended in accordance with a centuries old secret formula known only to generations of the <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/seale/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Seale">Seale</a> family.</p></blockquote>
<p><span id="more-4171"></span></p>
<p>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/destillerie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Destillerie">Destillerie</a> selbst scheint keine Homepage zu besitzen, aber auf <a href="http://www.ministryofrum.com/producerdetails.php?t=55" class="liexternal">MinistryofRum</a> habe ich ein paar Informationen gefunden:</p>
<blockquote><p>The Foursquare distillery is built on the site of the Foursquare sugar factory which was closed for many years before Richard Seale bought the estate and installed state of the art distilling equipment. A number of innovations are incorporated into the design in an effort reduce the environment impact of the spirits distilled here.</p></blockquote>
<p>Nachhaltige Zuckerrohrschnapsbrennerei also — mit CO2 Filteranlage und Unterdruck-Destillieranlage, die den Wärmebedarf reduziert. Ich möchte lieber nicht wissen, was die Kollegen aus Kuba und Guatemala zum Thema “Most advanced distillery” sagen — an das “Systema Solera”, eine komplexe jahrelange Umfüllerei des Rums in verschiedene Holzfässer, kommt gar nix ran.</p>
<p>Aber obwohl “spiced rums” sonst gar nicht meine Abteilung sind, ist der Mix in diesem Fall durchaus gelungen: weit entfernt von der Brachialität eines “Captain Morgan Spiced” halten sich die Zusatzaromen dezent im Hintergrund. Zucker kommt bei der 37,5° starken Mixtur nicht zum Einsatz, die Restsüße des Zuckerrohrs reicht auch völlig aus. Beim Rum-Fest 2001 und 2002 konnte Foursquare in der Kategorie “Spiced and Flavoured Rums” Silver bzw. Bronze erringen. Richard Seale hat einen interessanten Weg gefunden, einem vergleichsweise schlichten Rum durch Aromatisierung eine aromatische Komplexität zu verleihen, die sonst nur Spitzen-Produkte erreichen — so rund und weich eingebunden wie bei einem 20jährigen Malteco sind Röstanklänge und Fruchtigkeit natürlich nicht, aber bei dem Namen musste ich natürlich probieren. Und €20 sind ein durchaus fairer Preis bei <a href="http://www.worldofrum.net/product_info.php?info=p32_Foursquare-Spiced-Rum-35--0-7l.html" class="liexternal">World of Rum</a>. Originell ist übrigens der wachsübergossene Verschluss mit integrierter “Reißleine”:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/4squarerum-2.jpg" alt="4squarerum 2 Der Social Media Rum: Foursquare" title="Foursquare Rum aus Barbados" width="600" height="1054" style="border:1px solid gray;" /></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
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		<title>ARD-Doku: Lust auf Lachs?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-03/ard-doku-lust-auf-lachs/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 12:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marine Harvest ist der größte Lachsproduzent der Welt - trotz WWF Gütesiegel zerstören die Lachsfarmen ganze Ökosysteme, wie die erschreckende Doku Lachsfieber auf ARD belegt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass industrielle Tierzucht zu Wasser wie zu Lande Ökosysteme zerstört (und zwar „nachhaltig“), dürfte mittlerweile ins Mainstream-Bewusstsein vorgedrungen sein. Was macht also der mündige Konsument? Er achtet auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/guetesiegel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gütesiegel">Gütesiegel</a>, ist bereit, für Delphin-freundlich gefangenen Thunfisch tiefer ins Börsel zu greifen und muss sich dabei, weil die wenigsten die Zeit haben, selbst am Fischerboot mitzufahren, im Großen und Ganzen auf diverse Qualitäts– und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/guetesiegel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gütesiegel">Gütesiegel</a> verlassen.</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/03/lachs.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4148]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/03/lachs.jpg" alt="lachs ARD Doku: Lust auf Lachs?" title="Lachsfieber" width="600" height="323" style="border:1px solid gray;" /></a></div>
<p>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/doku/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Doku">Doku</a> “Lachsfieber”, kürzlich auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ARD">ARD</a> ausgestrahlt, beschäftigt sich mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Lachsimperium des “Großen Wolfs” John Fredriksen. Der Reeder und Besitzer von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marine-harvest/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marine Harvest">Marine Harvest</a> (deren Logo hab ich schon des öfteren auf Tiefkühl–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lachs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lachs">Lachs</a>–Packungen gesehen) ist einer der reichsten Menschen der Welt und unglaublich kamerascheu. Die WDR-Reporter Wilfried Huismann und Arno Schumann haben 12 Monate lang hinter die Kulissen dieses fischigen Imperiums geblickt — und was sie dabei vorgefunden haben, lässt den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lachs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lachs">Lachs</a> auch ohne Gräte im Hals stecken bleiben.<span id="more-4148"></span></p>
<p>Öko–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kollaps/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kollaps">Kollaps</a> vor der chilenischen Küste, ein Fischvirus, das Millionen Lachs im Meer verrotten lässt, unvorstellbare Dosen von Antibiotika im Futter, Taucher, die ohne Schutzausrüstung verrottende Kadaver aus dem Wasser ziehen (18 Tote im Vorjahr)… Mahlzeit! Und das Erschreckendste daran: Marine Harvest darf sich mit dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wwf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WWF">WWF</a>–Gütesiegel schmücken — Zitat: “Man muss gemeinsam mit der Industrie arbeiten, um diese zu verändern.” Soviel zum Thema nachhaltige Lachsfischerei: dieser Film könnte Ihnen den Appetit auf rosa Fische nachhaltig verderben. <em>Achtung: in der ARD-Mediathek bleiben die Inhalte nur 1 Woche online — also nicht bookmarken, sondern gleich anschauen!</em></p>
<p><strong>ARD Mediathek: <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=3971992" class="liexternal">Lachsfieber</a></strong></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
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		<title>Abschiebepraxis: Da waren’s nur noch 10</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-03/abschiebepraxis-da-warens-nur-noch-10/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 17:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn jeder tät', wie ihm gefällt, so ständ' es schlecht um diese Welt! Recht muss Recht bleiben in Österreich, und da muss man eben verstehen, wenn ein neunjähriger Niederösterreicher mal einfach so über Nacht in den Kosovo abgeschoben wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gerechtigkeit muss genüge getan werden und das Böse bekämpft: besonders wenn es in der nur scheinbar harmlosen Gestalt eines neunjährigen Fußballspielers daherkommt. Ab in den Kosovo mit ihm! Wir müssen uns alle darüber im Klaren sein, dass eine potentielle Bundespräsidentin, die mit Nazi-Symbolik kokettiert, keine Bedrohung für dieses Land großer Söhne und Töchter darstellt, während <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bernard-karrica/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bernard Karrica">Bernard Karrica</a> mit Hinterlist und Chuzpe, wie sie sich nur ein Neunjähriger ausdenken kann, diesem Land unsagbaren Schaden zufügen könnte.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/03/karrica.jpg" alt="karrica Abschiebepraxis: Da warens nur noch 10" title="Bernard Karrrica" width="600" height="426" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p><span id="more-4137"></span></p>
<p>Die Perfidität seines Tuns muss man sich auch wirklich auf der Zunge zergehen lassen: schon als Vierjähriger stürzte Bernard den Kosovo in Krieg und Chaos, nur um seine Eltern zur Auswanderung nach Österreich zu zwingen. Nicht genug mit dieser dreisten Ortswechselei: die insgesamt fünfköpfige Familie Karrica besaß auch noch die Frechheit, sich mit Familien aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Ort anzufreunden. Und als wäre dies noch nicht skandalös, schickten sie Bernard auch noch zum Fußballtraining. Sein Trainer sagt übrigens über ihn:</p>
<blockquote><p>Ich habe Bernard 4,5 Jahre lang trainiert und meistens auch vom oder zum Training oder Match gebracht – er ist das größte Talent, welches je in unserer Gemeinde gespielt hat. Nach all den Jahren ist er wie ein zweiter Sohn für mich! Ich habe jetzt noch Kontakt mit Bernards Vater – er weint immer noch jede Nacht!</p></blockquote>
<p>Und warum weint er, der Vater? Weil die brave und aufrechte Innenministerin Bernard samt seiner Anverwandtschaft endlich deportieren ließ. Wo kämen wir denn da hin, wenn jede auf Zeit eingewanderte Familie sich so gut integriert? Die Frau Ministerin Schottermizzi hat sich doch klar und deutlich für mehr Erst– und Letztaufnahme-Zentren ausgesprochen. Der eigentliche Skandal: ganze fünf Tage hat’s gedauert, die Karricas zu deportieren:</p>
<blockquote><p>Mittwoch 17.2.2010: negative Asylentscheidung und mit der Polizei innerhalb von wenigen Stunden wurde die Familie aus der Wohnung in einen anderen Ort, in eine Pension, gebracht.</p>
<p>Samstag 20.2.2010: Festnahme und Überstellung in das Schubhaftgebäude Wien</p>
<p>Sonntag 21.2.2010: Abflug in den Kosovo</p></blockquote>
<p>Das geht doch schneller oder was! Zum Einpacken war ja offenbar auch keine Zeit:</p>
<blockquote><p>Mama, der Bernard ist eingesperrt und am Montag kommt eine Schulpsychologin zu uns.“<br />
Wofür?<br />
Um den Kindern zu sagen, dass eh alles nicht so schlimm ist?<br />
Es ist schlimm, sehr schlimm sogar. Seine Schulbücher, Hefte, Malsachen, Turnsackerl, Werkkoffer, Patschen, alles ist wie immer an seinem Platz — nur Bernard, dem diese Dinge gehören, ist nicht da!</p></blockquote>
<p>Jetzt stellen Sie sich mal vor, irgendwelche linkslinken Gutmenschen beginnen Schwachsinn von humanitärem Bleiberecht zu faseln. Denen ist ohne weiteres zuzutrauen, dass sie eine Petition starten — wo doch jeder weiß, dass ein neunjähriger talentierter Fußballspieler mit seiner unbescholtenen Familie wirklich nix in Österreich verloren hat!</p>
<p>Was, die Petition gibt’s schon?</p>
<p>Und Sie sind da anderer Meinung und Ihre Scham über “effiziente Abschiebepraktiken des Innenministeriums” schlägt langsam in ein Gefühl der ohnmächtigen Wut um? <strong><a href="http://www.fussballverbindet.org/" class="liexternal">Dann unterschreiben Sie!</a></strong> Dass mediale Präsenz wenig ausrichtet und im Zweifelsfalls auch der onkelhafte Bundespräsident und der angeblich sozialistische angebliche Kanzler unisono befinden, Recht müsse Recht bleiben, kennen wir von der Causa Arigona zur Genüge.</p>
<p>Mir ist eine FP-Kandidatin (die ja wohl aus guter alter Parteitradition geradezu heimelige NS-Gefühle verspüren *muss*) fürs Bundespräsidentenamt weitgehende egal. Aber was mir wirklich Angst macht, ist die Tatsache, dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a>, die hinter Entscheidungen wie der Abschiebung der Karricas stehen, immer und immer und immer wiedergewählt werden. Let’s face it: die FPÖ veranstaltet populistisches Kasperltheater, aber die Regierungsparteien <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SPÖ">SPÖ</a> und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oevp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ÖVP">ÖVP</a> greifen dort in die Scheiße, wo’s nicht nur beleidigt, sondern Menschenleben zerstört. Wie lange wollen wir ihnen das denn eigentlich noch durchgehen lassen?</p>
<h3 id="toc-fuball-verbindet-petition-fr-bernard-karrica"><a href="http://www.fussballverbindet.org/" style="color:red;text-decoration:underline;" class="liexternal">Fußball verbindet: Petition für Bernard Karrica</a></h3>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<item>
		<title>Vortrag: Ulli Lust über die Kunst des Comics</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-02/vortrag-ulli-lust-ueber-die-kunst-des-comics/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2010-02/vortrag-ulli-lust-ueber-die-kunst-des-comics/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 19:32:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 2. März 2010; 20:00 bis 22:00. ] Ulli Lust ist am 2. März im phil zu Gast: sie wird aus ihrem autobiographischen Comic vorlesen, die zugehörigen Bilder gibt's als Wand-Projektionen zu sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">2. März 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">20:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:00</td></tr></table><p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ulli-lust/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ulli Lust">Ulli Lust</a> zeichnet geniale Comics — ihr autobiographisches Werk “<a href="http://bit.ly/7o3j6x" class="liexternal">Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens</a>” gab’s vor kurzem hier auf datenschmutz zu <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/comic-verlosung-ulli-lust-ueber-die-lust-am-leben/" class="liinternal">gewinnen</a>. Am kommenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dienstag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dienstag">Dienstag</a> hält Ulli im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/phil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with phil">phil</a> eine Comiclesung, die folgendermaßen abläuft: während Ulli liest werden die zugehörigen Zeichnungen an die Wand projiziert.<span id="more-4119"></span></p>
<p>Einen Preview des Buches, welches die bemerkenswerte Eigenschaft besitzt, auch Nicht–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/comic/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Comic">Comic</a>–Afficionados von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann zu ziehen, gibt’s hier zum Download:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/lust_der_letzte_tag_vorschau.pdf" class="lipdf"><strong>Ulli Lust: Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens (Preview)</strong></a> [4MB]</p>
<p>Ulli Lust zeichnet nicht nur selbst, sondern verlegt auch Co-Autorinnen und Autoren. Ihr Comicverlag  <a href="http://www.electrocomics.com/" class="liexternal">electrocomics</a> hat sich in den letzten Jahren einen ausgezeichneten Ruf erworben. Infos über aktuelle Veröffentlichungen findet man am zugehörigen <a href="http://electrocomics.livejournal.com/" class="liexternal">Blog</a>. Ich freu mich schon auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lesung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lesung">Lesung</a> — der Eintritt beträgt 3 Euro, chez del sorgen für die musikalische Umrahmung des Abends.</p>
<p><a href="http://phil.info/biblio/heute-ist-der-letzte-tag-vom-rest-deines-lebens/" class="liexternal">phil</a>, Gumpendorferstrasse 10–12, 1060 Wien:</p>
<div id="map_15e74" class="wpmaps" style="width:600px; height:300px; overflow:hidden"></div><script type="text/javascript">/* <![CDATA[ */jQuery(document).ready(function($) {if (GBrowserIsCompatible()) {var map_15e74 = new GMap2($("#map_15e74").get(0));var lat_15e74 = new GLatLng(48.2002824, 16.3611614);map_15e74.setCenter(lat_15e74, 10);map_15e74.setMapType(G_NORMAL_MAP);map_15e74.addControl(new GSmallMapControl());map_15e74.addControl(new GMenuMapTypeControl());map_15e74.addOverlay(new GMarker(lat_15e74));map_15e74.openInfoWindowHtml(lat_15e74, "<strong>phil</strong><br />Gumpendorferstrasse 10-12<br />Wien");}});/* ]]&gt; */</script>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 12:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Serie]]></category>

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		<description><![CDATA[Perry Rhodan ist ganz ohne Zweifel der Erbe des Universums. Und ein Heftroman aus den frühen Siebzigern ist heutzutage ja quasi schon ein Artefakt - wobei ich die damalige Werbung am spannendsten finde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Kontakt mit den Arkoniden, die Suche nach der Superintelligenz ES, der Kampf gegen die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/meister/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with meister">Meister</a> der Insel, die mehrfachen Invasionen der Milchstraße durch Maahks, Laren, Überschwere und andere exotische Außerirdische, der Aufstieg der SOL, Perrys Naupaum-Odysee — und dann noch Sporenschiffe, Materiequellen und –senken, das Fernraumschiff Basis, die Posbis, “Old Man”, Bardioc… der “Erbe des Universums” hat mich jahrelang begleitet. Aber eigentlich geht’s in diesem Beitrag gar nicht um das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/perry-rhodan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Perry Rhodan">Perry Rhodan</a> Universum, sondern um Werbung aus den 70er Jahren — Ungeduldige scrollen gleich nach unten.</p>
<p>Wer Heftromanserien generell für Schund hält, hat natürlich recht, doch die Science-Fiction Ausnahme bestätigt die Regel und ich möchte bloß anmerken: meine Damen, meine Herrn, Perry Rhodan ist der längste Roman der Welt, halten wir momentan doch bei Band Nr. 2531. Das macht 48,6 Jahren oder knapp 160.000 Seiten. Im Gegensatz zu John Sinclair, Jerry Cotton und Co. sind PR-Romane nämlich keine abgeschlossenen Hefte: die Handlung geht immer weiter und ist grob in 2-Jahres Substories á 100 Hefte (sogenannte “Zyklen”) unterteilt. Als ich seinerzeit aktives Mitglied der Fancommunity war, mussten Leserbriefe noch zu Fuß verfasst werden, mittlerweile hat Perry auch einen <a href="http://www.perry-rhodan.net/" class="liexternal">Wohnsitz im Internet</a> und kommt auf Wunsch sogar aufs iPhone.</p>
<p>Das Autorenteam, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> einige der begabtesten SF-Schreiber des deutschen Sprachraums angehören, verstand es von Beginn, aktuelle politische Entwicklungen in die Serie einfließen zu lassen, immer vor <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Hintergrund eines tolerant-liberalen Menschen– respektive Alien-Bildes. Die letzten Wochen haben ich interessehalber mal wieder rein gelesen: derzeit schlagen sich Perry und Konsorten gerade mit den Verwüstungen, die die “terminale Kolonne” in der Milchstraße hinterlassen hat, herum: Parallelen zur Post-WTC-Situation drängen sich unmittelbar auf. (Wir schreiben derzeit das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das entspricht anno domini 5050. Die Sache mit der Hauptpersonen-Lebensdauer haben die Autoren übrigens mit einem dramaturgischen Kniff gelöst: Perry und einige andere Hauptpersonen tragen Zellaktivatoren, die praktischerweise die natürlich Zellalterung verhindern.)</p>
<p>Grund für dieses Posting ist freilich nicht die aktuelle Handlung, sondern ein Heft aus den 70ern: der Tag, an dem ich im Alter von 10 oder 11 beim Versteckspielen im Hof eine fast komplette Rhodan-Sammlung von Band 150 bis 900 fand, war wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/weihnachten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachten">Weihnachten</a> und Geburtstag zugleich. Das Interesse meiner Spielkameraden an den seltsamen Heften hielt sich zwar in engen Grenzen, aber sie halfen mir, den Container in Rekordzeit leerzuräumen. Mittlerweile sind die Hefte längst wieder am Altpapier gelandet, aber Nr. 505 “Im Schwarm gefangen” habe ich letztens beim Aufräumen gefunden:</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/perry-rhodan-1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4118]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/perry-rhodan-1-small.jpg" alt="perry rhodan 1 small Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit" title="Perry Rhodan Nr. 505" width="600" height="864" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p><span id="more-4118"></span></p>
<p>“Unternehmen Stardust”, die legendäre #1, lag am 8.9.1961 am Kiosk, dieser Band stammt also aus dem Jahr 1971. Und beim Aufblättern der Leserbriefseite hab ich erst mal ganz schön verwundert geguckt, denn das Autorenteam schreibt als Einleitung:</p>
<blockquote><p>Im Band 486 der Rhodan-Serie riefen wir unsere Leser dazu auf, sich für eine beschleunigte Gesetzgebung zum Umweltschutz einzusetzen. Das Ergebnis war niederschmetternd. Wenn man bedenkt, dass täglich ungefähr dreißig Briefe bei der Leserbriefredaktion eingehen, in denen sich Leser mit den verschiedensten Themen befassen, ist es enttäuschend, wenn nur drei Leser zum Thema Umweltverschmutzung Stellung nehmen. Bedeutet das schon Resignation? Wie dem auch sei, die lautlose Apokalypse schreitet weiter fort. Die Umwelt, die uns ein menschenwürdiges Leben garantieren könnte, wird systematisch zerstört und vergiftet. An einem einzigen Tag, dem 15. Januar 1971, fanden wir allein in der FRANKFURTER RUNDSCHAU folgende Überschriften über Umweltvergiftung: ALARMIERENDER SMOG ÜBER FRANKFURT — Abgase können über der Stadt nicht abziehen — Verschmutzung bis zu fünfmal höher als zu verantwortende Werte — <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gefahr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gefahr">Gefahr</a> für die Gesundheit.</p>
<p>AN ALLE: WIEVIEL IST JEDEM SEIN LEBEN WERT‘</p>
<p>GIFTREKORD IN DER FRANKFURTER LUFT — WEG VOM TRESEN — AB IN DEN WALD (Ratschläge für Smog-Tage)</p>
<p>Soweit die Zitate. Wenn es zu spät sein wird, darf sich niemand darauf berufen, dass es schließlich die “anderen” waren, die die Katastrophe verursacht haben. Wir alle sind dazu aufgefordert jetzt etwas zu unternehmen — und wenn es nur ein Brief an den zuständigen Bundes– oder Landtagsabgeordneten ist.</p></blockquote>
<p>Ja, so war das damals vor 39 Jahren! Noch sensationeller allerdings sind die im Heft enthaltenen Werbeschaltungen, welche ich der verehrten Leserschaft keinesfalls vorenthalten möchte. Da hätten wir auf der Umschlaginnenseite gleich mal einen alten Bekannten. Und was sagt Arnie über die beworbenen Muskelaufbaupräparate?</p>
<blockquote><p>A. SCHWARZENEGGER, 22 Jahre alt (unser Bild), Filmschauspieler in Hollywood und mit 4 Mr.-Universum– und Olympia-Titeln erfolgreichster Startathlet der Welt, erklärt: “Ich verdanke meine sportlichen und beruflichen Erfolge ausschließlich diesen sensationellen, sportärztlich empfohlenen Nahrungskonzentraten, die in flüssiger Form eingenommen werden, denn sie geben mir bei regelmäßiger Einnahme über 6 Wochen die zum Muskelaufbau notwendigen Kalorien, Vitamine und Mineralien sowie das muskelaufbauende PROTEIN und sind eine GARANTIE für jeden Erfolgt. Diese sensationellen Nahrungskonzentrate wurden noch vor einigen Jahren von den amerikanischen Starathleten als Erfolgsgeheimnis streng gehütet.”</p></blockquote>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/perry-rhodan-arnie.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4118]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/perry-rhodan-arnie-small.jpg" alt="perry rhodan arnie small Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit" title="Arnold Schwarzenegger empfiehlt" width="600" height="875" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p>Soso… würd mich wirklich brennend interessieren, ob das hier beworbene Präparat 2010 noch immer legal ist <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit" class='wp-smiley' title="Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit" /> </p>
<p>Auch nicht schlecht: in den 70ern war’s noch nicht die IT, sondern die Elektronik, der man alle Zukunftschancen einräumte — und heutzutage sind die Gehäuse von China-Import Radios mit Einschnapp-Klammern versehen: Auseinandernehmen spielt’s überhaupt nicht mehr:</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/elektronikspezialist.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4118]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/elektronikspezialist.jpg" alt="elektronikspezialist Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit" title="Elektronikspezialist" width="600" height="454" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p>Von wegen Elektronik: schon sensationell, was damals so für Spitzentechnologien von Japan nach Europa rüber schwappten. Das suggeriert zumindest die Umschlag-Rückseite. Von der “Lötpistole für Jedermann” (damals noch waffenscheinfrei) über die Stereo-Tonbox bis zur 24-Stunden Schaltuhr. Welcome to the World of Tomorrow!</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/loetpistole.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4118]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/loetpistole-small.jpg" alt="loetpistole small Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit" title="Spitzentechnologie aus Japan" width="600" height="883" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p>Auch die hintere Umschlag-Innenseite fungiert 39 Jahre später als aussagekräftiges Zeitzeugnis: Filme wurden damals nicht mit HD-Beamern sondern mit Super8-Projektoren an die Wand geworfen, statt Schönheitschirurgen gab’s eine “kombinierte Stirn– und Kinnbinde” zur Erhaltung der “jugendlichen Form des Gesichts und zur Reduktion des Doppelkinn-Fettansatzes. Briefmarken, heiratswillige Frauen, Alarmpistolen, mit einem Wort: Needful Things:</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/perry-rhodan-werbung.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4118]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/perry-rhodan-werbung-small.jpg" alt="perry rhodan werbung small Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit" title="Perry Rhodan Werbung" width="600" height="855" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Studieren in Utrecht: Medien und nicht irgendwas!</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 14:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Universität Utrecht bietet einen interessanten Master-Studiengang für Medienkultur-Experten an: die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2010 endet am 30. März.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mirko hat mich gebeten, auf den aktuell ausgeschriebenen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/master/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Master">Master</a>–Studiengang für <a href="http://http://www.newmediastudies.nl/" class="liexternal">New Media &amp; Digital Culture</a> hinzuweisen. Wer immer schon mal ein paar Semester in einem echt flachen, extrem radfahrtauglichen-Land nah am Meer verbringen wollte, sollte sich das Angebot der Uni <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/utrecht/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Utrecht">Utrecht</a> unbedingt näher ansehen. Die nächste Runde beginnt mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Wintersemester 2010 am 1. September, die Bewerbungsfrist endet am 1. März.</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/utrecht.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4074]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/02/utrecht.jpg" alt="utrecht Studieren in Utrecht: Medien und nicht irgendwas!" title="Uni Utrecht" width="600" height="90" style="border:1px solid gray;" /></a></div>
<p><span id="more-4074"></span></p>
<p>Alle Informationen zur Bewerbung findet man auf der Homepage der <a href="http://www.uu.nl/EN/informationfor/internationalstudents/Studienbewerber/Pages/default.aspx" class="liexternal">Universität Utrecht</a> — die ist übrigens auf deutschsprachige Gaststudenten bestens eingestellt und bietet nicht nur die Online-Inhalte, sondern auch spezielle deutschsprachige Tutorials und Sprechstunden an, die Unterrichtssprache ist Englisch. Und darum geht’s konkret:</p>
<blockquote><p>Der Master-Studiengang New Media &amp; Digital Culture am Department for Media &amp; Culture Studies der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/universitaet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Universität">Universität</a> Utrecht setzt sich seit über zehn Jahren intensiv mit den Technologien der neuen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> auseinander. Während des einjährigen Programms lernen unsere Studenten zahlreiche Aspekte der digitalen Kultur kennen. Ein internationales Team erfahrener WissenschaftlerInnen vermittelt medientheoretische Kenntnisse zu sozialen, politischen, historischen und ästhetischen Aspekten der neuen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a>, sowie der Medienarchäologie. Studenten können sich in diversen Forschungsprojekten, z.B. im Schwerpunkt Game Studies beteiligen, analysieren Weblogs, Computerspiele, Online-Kampagnen, ‘<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a>’, Netzwerk-protokolle, Medienkunst usw. und vertiefen ihr praxisbezogenes Wissen in einem drei-monatigen Praktikum, dass in viele Fällen den Einstieg ins Berufsleben bedeutet.</p></blockquote>
<p>Die Uni Utrecht hat einen ausgezeichneten Ruf, das Betreuungsverhältnis und der persönliche Tutor, der jedem Studenten zur Seite gestellt wird, lassen streik-gewohnte Österreicher wohl vor Neid erblassen. Genauere Infos zum Curriculum gibt’s <a href="http://www.let.uu.nl/tftv/nieuwemedia/more.php?id=27_0_6_0_M" class="liexternal">hier</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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