Die kleinen entbehrlichen Helferlein: Hi-Tech Tools, selten frei von Bugs, aber immer gut für jede Menge Gesprächsstoff unter Geeks.

Smartphone-Lockscreen Trick 17: Immer nie ohne Visitenkarte

“Meine Visitenkarten sind ständig aus“, denk ich mir immer, wenn ich gerade eine bräuchte und keine habe. So geht’s offenbar auch meinem Kumpel Dan Taylor. Der hat als Star-Fotograf der internationalen Web-Konferenz-Szene naturgemäß einen besonders hohen Verbrauch und sich daher einen schlauen, kleinen Smartphone “Hack” ausgedacht: Warum nicht einfach den Lockscreen des eigenen Handys als digitale Visitenkarte nützen?

Dan nennt seine Erfindung iPhone Lock Screen Business Card, aber ich versichere Ihnen, werte Leser: was am Apfeltelefon klappt, geht auf Androiden und Windows Phones schon lange. Man bastelt im Grafikprogramm seiner Wahl einfach einen Lockscreen-Hintergrund in der Auflösung des eigenen Handy-Bildschirms und platziert die relevanten Informationen erstens deutlich lesbar und zweitens so, dass sie nicht von allfälligen Notifications und/oder der Uhrzeit überdeckt werden.

  • Das eigene Antlitz, idealerweise in fröhlich-business-tauglicher Mimik forsch dem neuen Kontakt entgegen blickend – hilft der Erinnerung ganz entscheidend auf die Sprüche.
  • Name und Berufsbezeichnung: damit der Empfänger auch Monate später noch weiß, wie man ihm behilflich sein könnte.
  • Kontaktdaten: Weniger ist mehr – E-Mail Adresse, Telefonnummer und allenfalls eine URL sollten ausreichen.

Romane in 3-Punkt-Schrift haben auf der Lockscreen-Visitenkarte nichts verloren, und das hat mit der Wiedergabemodalität zu tun. Denn im Bedarfsfall fordert man seinen Gesprächspartner einfach höflich, aber umso bestimmter, auf, das eigene Handy zu fotografieren. Das mag fast so anachronistisch erscheinen wie das analoge Vorbild, schließlich bieten seit Jahren Kontaktaustausch-Services wie Bump, Bluetooth-Apps und Co. ihre diesbezüglichen Dienste an. Nur blöderweise haben das Gegenüber sowie man selbst praktisch nie die richtige App installiert oder scheitern an der Bluetooth Konfiguration.

Smartphone vCard

Meine Lockscreen Visitenkarte – Template-Download weiter unten.

Ein simpler Schnappschuss dagegen geht immer, und sogar die mieseste Feature-Phone Kamera bringt auch unter übelsten Lichtverhältnissen einen gut lesbaren Schnappschuss vom Bildschirm eines anderen Handys zusammen. Noch dazu hat diese Art des Kontaktdaten-Austausches gleich mehrere Vorteile, die Dan wie folgt beschreibt:

At this point I reach for my phone and power up the Lock Screen Business Card, and then ask them to take a picture of it with their phone. This provides all my details, a face to the name, and has the added bonus of the time and date that we met. But what I really like about this presentation is that every single person I’ve exchanged cards with, I’ve had a chance to have a conversation with. Not a drop and dash.

Likewise, post event, do you really want to have your card mixed in with that pile of all the others? Maybe the recipient will go through all of them, maybe they won’t. Maybe they’ll have perfected the left/right/breast pocket sorting procedure. But chances are… they will go through the photos on their phone sooner than later, et voilà, there’s you all up in their photo stream. And getting the followup email.

Lockscreen Templates für Photoshop

Dan hat ein Photoshop-Template für iPhones (5, 5s, 5c) zum Download bereit gestellt, ich hab eines für Full-HD Windows Phones gebastelt. Das passt ganz wunderbar beispielsweise auf mein Nokia 930 und kommt in schickem datenschmutz-Blau. Einfach nur ein (quadratisches) Foto Ihrer Wahl einfügen und den Text der einzelnen Ebenen anpassen:

Trotzdem Nix gegen analoge moo-Cards

Wie gesagt: oft fehlt im entscheidenden Moment ein Kärtchen. Und das, obwohl ich schon gefühlte 1.000 Bestellung bei den großartigen Moo Cards Machern getätigt habe. Die verwenden nicht nur ganz spezielle Papiere, sondern drucken digital. Deshalb kriegt man dort eine Hunderterpackung (ab ca. €15,-) mit 100 verschiedenen Fotos auf den Vorderseiten der Karten – grandios für Fotografen.

Ich werde auch zukünftig keinesfalls auf meine analogen Kärtchen verzichten, aber die Lockscreen-Variante ist ein hochgradig willkommenes Back-Up. Minus 10 Prozent bei Moocards bekommen Sie übrigens mit diesem Link: moocards bestellen.

Platinen auf Papier: Schaltkreise zeichnen mit dem Circuit Scribe

Schaltkreise sind die Nervensysteme unserer modernen Welt. Während die voranschreitende Miniaturisierung die komplexe Verdrahtung moderner Chips längst dem freien Auge entzogen hat, eignen sich Elektronik-Baukästen und Selbstbau-Platinen immer noch hervorragend, um grundlegende elektrische bzw. elektronische Schaltungen zu verstehen. Dieses Learning by Doing will CircuitScribe ganz beträchtlich vereinfachen: Ein Stift mit elektrisch leitfähiger Tinte zeichnet Leiterbahnen auf stinknormales Papier, standardisierte Komponentengruppen haften magnetisch auf den flugs gezeichneten Platinen Layouts.

Wie das ganze in der DIY (do it yourself) Praxis aussieht, zeigt folgendes Video:

Derzeit sammelt Erfinder Electroninks Geld auf Kickstarter und hat das ursprüngliche Ziel von $85k längst überschritten, denn begeisterte Elektronik-Bastler und Rapid Prototyper haben bereits knapp $700k eingezahlt. Sollte die Million voll werden, will Electronincs zusätzlich einen Resistor Pen anbieten, mit dem man Ohm’sche Widerstände… ja genau: zeichnet.

Platinen auf Papier zeichnen

Der Resistor Pen zeichnet Widerstände auf Papier.

Eine fantastische Idee, deren Anwendungsmöglichkeiten sowohl im Ausbildungs- als auch im DIY-Bereich nahezu unerschöpflich sind. Ich hab meine halbe Jugend damit verbracht, alte Radioplatinen zu entlöten, eigenen Platinen Layouts zu entwerfen und zu ätzen und Schaltungen aufzubauen. Der Spaß war groß, die olfaktorische Belästigung enorm. Dem Circuit Scribe dürfte eine glänzende Zukunft in Kinderzimmern, Heimlabors und DIY-Spaces bevorstehen. Das sieht offenbar auch Autodesk so: der Branchenriese ging eine Partnerschaft mit circuitscribe ein. Ab sofort kann man Sets sowie einzelnen Komponenten nicht nur auf Kickstarter, sondern auch über den neuen 123d Circuits Store ordern. Mehr Videos mit Anwendungsbeispielen finden Sie im Electronincs Youtube Channel.

Spur Obi 4 Preview: Hi-End Androide zum Kampfpreis

Der Android Smartphone-Markt ist klar segmentiert in Low-End Geräte, Mittelklasse-Androiden und Hi-End Boliden zeichnen sich durch unterschiedliche Hardware, Ausstattung und Design und jeweils eindeutig definierte Preisspannen aus. Spur will mit dem brandneuen Obi 4 einen bisher unmöglichen Spagat schaffen: das Android-Device bietet Oberklasse-Feature zum Kampfpreis von $299 und kommt grundsätzlich entsperrt daher. Die ersten Modelle sind seit einigen Tagen lieferbar, bisher allerdings nur in kleinen Stückzahlen und auf Einladung.

Epitomical Limited, das Unternehmen hinter dem Markennamen “Spur”, hat eine ausgesprochen interessante Gründungsgeschichte. Inspiriert vom Maker-Movement, also jenen Hands-On Jungs und Mädels, die schon früh mit 3D-Druckern und DIY Hardware experimentierten, schloss sich eine Gruppe von Technologie-Enthusiasten in Guildford, Großbritannien zu einer Firma zusammen, die sich ehrgeizige Ziele setzte:

[Our vision is] to inspire and empower the masses to contribute to the waves of creative and disruptive innovation made possible by the advent of the Digital Revolution. To make technology and design innovations affordable and accessible to all.

Zwei Jahren Entwicklungsarbeit der mittlerweile auf mehreren Kontinenten vertretenen Epitomical Ltd. resultieren nun in kurz vor der Massenfertigung stehendem Tablet sowie besagtem Obi 4. Ob die Obis 1-3 frühe Vorserienmodelle waren und ob der Name mit Star Wars zu tun hat (mit einem österreichischen Baumarkt wohl eher nicht), konnte ich auf der Webseite nicht in Erfahrung bringen, wohl aber die technischen Daten des Geräts:

Spur Obi 4 - Specs

Spur Obi 4 – Technische Spezifikationen

Der Qualcomm Quadcore Prozessor sollte in Kombination mit der Adreno 305 GPU locker für alle aktuellen Spiele und rechenintensiven Apps reichen. Die Drahtlos-Ausstattung ist komplett bis auf LTE, die Front- und Rückseitenkameras entsprechen mit 2 bzw. 8 Megapixeln dem Mittelfeld. Ein Led-Blitz ist an Bord, ebenso ein FM-Radio und Bluetooth 3.0. Kraft schöpft das Obi 4 aus einem 1600 mAH Akku, der sich besonders schnell laden lassen soll.

Eher knapp bemessen ist dagegen der Speicher (4/8 GB, 1 GB RAM), dem lässt sich aber durch Micro-SD Cards bis 32GB abhelfen. Das 4.3 Inch Display liegt mit 960×540 deutlich unter Full-HD. Als Betriebssystem kommen laut Webseite Android 4.3 Jelly Bean & Android 4.4 Kitkat zum Einsatz, ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal in dieser Klasse ist der Dual-SIM Slot mit Dual Standby Funktionalität.

epitomical spur obi 4

Obi 4 – schlank und schmal

Das “Volkshandy” kommt in 6 Farbtönen im Kunststoff-Gehäuse mit 2 Hardware-Tasten (Ein-/Ausschalter, Lautstärke) und besticht mit seinem Preis: $299 entspricht 227 Euro – in dieser Preiskategorie wird man derzeit kein vergleichbar ausgestattetes, vertragsfreies Smartphone finden. Ob die Hardware auch in der Praxis hält, was sie verspricht, muss der harte Smartphone-Alltag natürlich erst zeigen. Ich persönlich finde die Vorstellung, dass ein kleines, gallisches Dorf von enthusiastischen Bastlern den großen Anbietern wie Samsung, HP und Co. Paroli bieten will ausgesprochen sympathisch.

Chello/UPC WLAN-Modem-Router mit eigenem Router kombinieren: Bridge Mode

Am Mittwoch gegen ein Uhr früh geschah das Unblogbare. Meine Internet-Standleitung fiel aus. “Wird sich bis in der Früh schon erledigt haben,” lautete mein letzter Gedanke vorm Einschlafen nach etlichen Runden Quizduell am Tablet. Nach dem Erwachen folgte der Schock: hat sich tatsächlich erledigt. Nicht das Problem, sondern mein Ubee-Modem: fünf sanft flackernde LEDs auch nach dem Reboot überzeugten den freundlichen Mann am Telefon, dass hier keine Hündin am Netzwerkkabel genagt, sondern ein Modem dem Gesetz der Entropie gehorcht hatte. Also auf zum schmutz-Mobil (an sich wie das Bat-, bloß staubiger) und auf ins Donauzentrum zum Modemtausch.

Als “guter” Kunde, der so in den letzten Jahren so gut wie keinerlei kostbare CRM-Ressourcen auf seiten UPCs in Anspruch genommen hatte, wunderte ich mich erstmal über das Ticketsystem. “Eine Nummer ziehst du doch sonst bloß, wenn du einen neuen Pass brauchst,” dachte ich mir auf der Wartebank. Andererseits brauche ich öfter einen neuen Pass als ein neues Modem, sinnierte ich im Second Hand Computergame-Store gegenüber. Die hatten zwar auch keinen einzigen Rail-Shooter für die PS3 (Yo Sony, wozu habt ihr die Light-Gun eigentlich überhaupt auf den Markt gebracht?), verkürzten aber meine Wartezeit subjektiv beträchlicht. Doch dann der Schock: Kabelmodems waren mal, und die Zeiten “heimlich” an der Leitung hängender Router mit geklonten MAC-Adressen ebenfalls.

UPC gibt nämlich bloß noch Modem-Router-All-One-Dinger her. Mit Dualband WLAN und sämtlichen Schnickschnack, aber ohne die Möglichkeit, die geniale Easytomato Firmware zu installieren, die in Kombination mit einem VPN-Zugang (beispielhaft sei hier GhostVPN erwähnt) anonymer Surferei so nahe kommt, wie’s heutzutage mit vertretbarem Aufwand überhaupt nur möglich ist. Nein, meinen geliebten Asus RT-N16 Router wollte ich keinesfalls in Pension schicken, denn: “Support up to 300,000 sessions for extensive P2P clients” muss erstmal jemand nachmachen, und ich wollte keine langen Versuchsreihen starten um rauszufinden, ob der Ubee EVW3226EU das auch kann.

Das Zauberwortet lautet “Bridge Mode”

Ich sei nicht der erste Kunde, der mit treuherzigem Blick ein simples Kabelmodem anstatt eines ausgewachsenen Routers erbete, erfuhr ich von der freundlichen Dame. Es gäbe zwar keine offizielle Anleitung, aber man könne das neue Gerät als Bridge konfigurieren und dann den alten Router wie gewohnt weiterbetreiben, verriet sie mir. Voll banger Hoffnung raste ich in die schmutz-Höhle (an sich wie die Bat-Höhle, bloß mit mehr Hi-Tech) zurück und googelte schon im Stiegenhaus nach hilfreichen Tutorials. Und die Konfiguration gestaltete sich weit einfacher als vermutet.

Je nach Modell findet sich in der Amdinistrationsoberfläche mehr oder weniger gut verborgen eine “Modusauswahl” – in meinem Fall unter “Advanced -> System”. Hier stellte ich mithilfe eines simplen Dropdown-Menüs den Modus von “Router” auf “Bridge” um, nachdem ich die WLAN-Funktionalität deaktiviert hatte, für die auch fürderhin Onkel Asus zuständig bleiben sollte. Während des Reboot-Vorgangs steckte ich die Netzwerkabel um: UPC-Router LAN1 vom Rechner, mit dem ich auf die Admin-Oberfläche (erreichbar unter 192.168.1.1) zugegriffen hatte, an den WAN-Netzwerkport des Asus-Routers. Mehr ist nicht zu tun. Der Router hinter dem Chello-Kasterl sollte natürlich im DHCP-Modus laufen (tat er auch schon vorher), das UPC-Modem reicht im Bridge-Modus die WAN-Verbindung einfach durch und verhält sich genauso wie ein simples Kabelmodem.

Die Bridge wieder zum Router machen

Nach der beschriebenen Umstellung kann man unter 192.168.0.1 natürlich nicht mehr auf die UPC-Hardware zugreifen. Um aus der Bridge wieder einen Router zu machen, loggt man sich unter 192.168.100.1 in die Administrationsoberfläche ein und schaltet den Modus wieder von “Bridge” zu “Router”. Einen Reboot später ist wieder alles wie direkt nach dem Auspacken.

Aber wer will das schon? Um Astrids wöchentliche Surfzeit auf Zalando auch weiterhin auf 30 Minuten begrenzen zu können, ist mir jeder technische Aufwand recht… The things we do for love *g*

Sponsored Video: Atome in Bewegung

Basisforschung spielerisch zu vermitteln ist eine Kunst, die wenige beherrschen – mit dem aktuellen Kurzfilm “Ein Junge und sein Atom” gelingt es dem IBM-Forscherteam, ungewöhnliche Einblicke ins Mikro-Universum jener Konglomerate aus Neutronen-Protonenkern und Elektronen zu geben, aus denen jegliche Materie aufgebaut ist. Genaugenommen spielen im konkreten Fall Kohlenmonoxid-Moleküle, bestehend aus je einem Kohlen- und einem Sauerstoffatom, die Hauptrollen. Kein abendfüllender Kino-Thriller, aber eine faszinierende Machbarkeitsstudie.

Gedreht wurde natürlich nicht mit konventioneller Kameratechnik, sondern unterm Rastertunnel-Mikroskop. Herausfordernd gestaltete sich dabei nicht in erster Linie der Vergrößerungsfaktor, sondern die gezielte Manipulation tausender einzelner Atome: für jeden einzelnen Frame mussten die Forscher die betreffenden Moleküle verschieben und exakt positionieren, bis schließlich der fertige Film aus den Einzelbildern entstand. Dieses “Making of” erklärt die Entstehung von “Ein Junge und sein Atom”:

Die IBM Forschungslabors befassen sich natürlich nicht mit der gezielten Manipulation der kleinsten Bausteine unserer Materie, um kleine Youtube-Filmchen zu drehen – Hintergrund des Projekts ist die voranschreitende Miniaturisierung der Speichertechnologie und die Vision, in absehbarer Zeit einzelne Bits durch Strukturen aus wenigen Einzelatomen abbilden zu können. Für IBM beileibe kein neuer Forschungsbereich, bereits 1989 demonstrierte ein Team die Möglichkeit, einzelne Atome unter dem Rastertunnelmikroskop exakt zu positionieren – Resultat ist das mittlerweile berühmte Firmenlogo aus 35 Xenon Atomen.

Zur Erinnerung: Bits sind die kleinsten Informationseinheiten der Computertechnologien, Speicherzellen, die einen von zwei Zuständen abbilden können. Für jeden einzelnen dieser 1-oder-0 Speicher benötigt aktuelle Technologie circa eine Million Atome. Im Labor gelang es vor kurzem, ein solches Bit mit nur 12 Atomen darzustellen. Bis dieser gravierende Miniaturisierungsschritt in den heimischen Laptop oder ins Smartphone einzieht, werden wohl noch etliche H2O-Atome die Donau hinunterfließen.

Nach Schätzungen IBMs könnte die atomare Speichertechnologie in 10 bis 30 Jahren endgültig Moore’s Law außer Kraft setzen. Der Intel-Mitgründer postulierte 1965, dass sich die Komplexität von Computerchips respektive die Anzahl an Transistoren pro Flächeneinheit alle 12 bis 24 Monate verdopple – bei der Manipulation einzelner Atome wär dann endültig Schluss mit der Miniaturisierung.

Mehr über die Konzepte und Technologien hinter der atomaren Speichertechnik erfahren interessierte auf der IBM Atomic Memory Webseite.

Sponsored by IBM

Huawei Ascend P2 – Das erste Video vom Launch

Einen Tag vor dem offiziellen Beginn des Mobile World Congress in Barcelona lud Huawei Journalisten (und Blogger…) nach Barcelona zum weltweiten Launch von Huaweis erstem High-End Smartphone Ascend P2.

Huawei ist am Mobilfunktmarkt alles andere als ein Unbekannter – seit 10 Jahren gehören die Chinesen zu den erfolgreichsten B2B-Player am Mobilfunkmarkt. Doch während Huawei bislang Geld mit Infrastruktur für Provider und re-branded Phones verdiente, soll 2013 zum runden 10-Jahres-Jubiläum der Fokus auf Huawei als Consumer Brand verlegt werden. “Wir sind noch nicht besser als Apple, aber wir wollen besser werden,” versicherte Consumer-Phones-CEO Richard Yu bei der Präsentation.

Mit den Eckdaten des iPhone- und Galaxy-Killers lehnt er sich da gar nicht mal so weit aus dem Fenster: dünn, leicht, stromsparend – aber zugleich das schnellste Smartphone am Markt und in Europa ab dem zweiten Quartal zum Straßen-Kampfpreis von €399,- erhähltlich: mit dem Ascend P2 will Huawei den Handymarkt gehörig aufmischen.

Das folgende Video entstand heute nachmittag im Anschluss an die Präsentation, ein ausführlicher Test des Ascend P2 folgt demnächst:

LTE Cat 4 ist zwar das derzeitige Maximum, doch wie ein skandinavischer Journalist anmerkte, sind’s ja häufig die Provider, die Downloadraten begrenzenz, und nicht unbedingt die Hardware. Die weiteren technischen Daten (aus dem offiziellen Pressetext) klingen aber nichts desto trotz beeindruckend:

The Ascend P2 features a 1.5 GHz quad-core processor and LTE Cat 4 providing an ultrafast web experience with download speeds of up to 150 Mbps. Continuing the fashion legacy of the Ascend P-series, it is only 8.4mm slim with an infinity edge 4.7-inch IPS HD in-cell touch display with second-generation Corning® Gorilla® Glass, and will be available in black and white. [...] The HUAWEI Ascend P2 runs on the Android 4.1 operating system, with Huawei’s own Emotion UI 1.5. Powered by a 2420 mAh battery and 1.5 GHz quad-core processor, the Ascend P2 downloads HD movies in minutes, and loads online videos, web pages, songs or e-Books in seconds. [...]

Huawei’s unique Quick Power Control (QPC) and Automated Discontinuous Reception (ADRX) power-saving technologies, reduces power consumption by 30% and charging time by more than 25% compared to other smartphones.

Richard Yu und Florence Paour
Richard Yu und Florence Paour, Device Marketing Director von Huawei-Partner Orange France

Honda CR-Z Test: Hybrid-Sportler mit Funfaktor

Auf meiner zweirädrigen Honda Hornet reite ich schon länger durch die Landschaft, mit den vierrädrigen Fahrzeugen des japanischen Herstellers hatte ich bis dato noch keinerlei fahrpraktische Erfahrung gesammelt, aber das sollte sich an jenem denkwürdigen Wochenende, über das ich hier berichte, nachhaltig ändern. Überhaupt war der von Blögger.at organisierte Test des neuen Hybrid-Coupés Honda CR-Z für mich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere: mein erster Autotest, mein erstes Mal am Steuer eines Hybrid-Sportwagens – und auch noch zum ersten Mal mit (Glas)Dach durch die Kalte Kuchl, eine der populärsten Motorradstrecken in der Umgebung Wiens. Mein Fazit nach 3 Tagen CR-Z: viel gelacht, viel beschleunigt, dann und wann ESP abgeschaltet und viel geslidet. Die absolvierten Testkilometer ergaben für mich zwei wesentliche Erkenntnisse: 1. Motorjournalisten leben aufregender als Handytester. 2. Die Japaner konstruieren nicht nur gelungene Motorräder, sondern setzen auch im Coupébereich spannende Konzepte in alltagstaugliche Produkte um. Ich konnte mir vor dem Test jedenfalls kaum vorstellen, dass hybrides Öko-Gewissen und Sportwagen-Drive in einen einzigen Zweisitzer passen, aber diese Vorurteil erwies sich eindeutig als Irrtum.

Blögger testet

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Video: Samsung Galaxy Tab Preview

Der offizielle “Trailer” zum Launch des Samsung Galaxy Tab macht Korea-Fans seit kurzem den Mund wässrig respektive die Finger kribbeln, immerhin hat das Gerät in diversen Reviews massive Vorschusslorbeeren bekommen. Ob das Android-basierte Tablet Marktführer Apple ernsthaft Konkurrenz machen kann, muss aber erst die Praxis weisen:

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Gewinnspiel: 3x iPad-Praxisbuch und Display-Schutzfolie

Das iPad PraxisbuchSpiegeleier lassen sich am iPad keine braten, aber Apples gehypter Tablet-PC kann weit mehr als Fotos herzeigen und Tageszeitungen runterladen. Data Beckers Praxisbuch zum iPad stellt Praxislösungen und Applikationen für den harten Geek-Alltag vor. datenschmutz verlost 3 Packages bestehend aus Buch und iPad Schutzfolie – wer gewinnen möchte, hinterlässt einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag.

Als IT-Verlag ist es Data Becker gewohnt, schnell auf neue Hardware-Trends zu reagieren – und mit dem “Praxisbuch zum iPad” gelang es den flinken Redakteuren, quasi zeitgleich mit dem offiziellen Marktstart eine hilfreiche Sammlung mit Tipps, Tricks und Anwendungsbeispielen zusammen zu stellen, die zuverlässig das “Und-was-nun-Symptom” verhindert. Ahmet Iscitürks Buch spart eine Menge Recherche, kennt die nützlichsten Apps und jede Menge Tipps und Tricks für den multimedialen iPad-Alltag. Weiterlesen

Foto/Video-Equipment: Upgrade auf EOS 7D

Canon-Fan bin ich seit meiner ersten analogen EOS 50 – und deren digitaler Nachfolger EOS 40D hat mir im vergangenen Jahr gute Dienste geleistet, und ich wäre mit dem Body sicher noch länger glücklich gewesen, hätte Canon mir mit der kürzlich neu präsentierten 7D nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht: die HD-Video Funktion, die wesentlich schnellere Bildfrequenz und die höhere Blendenspreizung bis Belichtungsreihen ließen mir quasi keine andere Wahl. Allerdings verlangt ein APS-C Chip mit 18MP nach einem Objektiv mit entsprechend hoher Auflösung, und deshalb habe ich mir das EF 24-70mm L mit durchgehender 2.8er-Blende mitbestellt. Und weil diese Kombi ganz schön was auf die Waage bringt, musste auch noch ein tragfähiges Stativ, aber recht leichtes Stativ her, ein Velbon Sherpa.

Gestern sind alle Pakete eingetroffen – und vom ersten Eindruck war ich wirklich überrascht. 40D und 7D haben quasi die identische Gehäuseform, beide Bodies sind aus einer Magnesiumlegierung angefertigt. Bei der 7D sind einige neue Buttons dazugekommen und der Einschaltknopf befindet sich an einer anderen Stelle. Ansonsten gibt’s auf den ersten Blick wenig Unterschiede, abgesehen vom höheren Gewicht der 7er. Nach dem Einschalten änderte sich das allerdings rasch: Sowohl optischer Sucher als auch LCD-Monitor des neuen Modells liefern wesentlich bessere Bilder, ebenfalls sehr überrascht hat mich das völlig anders klingende Auslösegeräusch.

Wie das Vorgängermodell liegt auch die 7er ausgesprochen gut in der Hand, der Autofokus funktioniert um einiges schneller und das komplette Menu hat Canon grundlegend überarbeitet. Neben dem Reportage-Flaggschiff EOS 1 und der Vollformat-Kamera EOS 5 positioniert Canon das Siebener-Modell als neues Allround-Flaggschiff im APS-C Sektor. Für meine Anwendungsgebiete bringt Vollformat relativ wenig, die hohe Serienbildgeschwindigkeit ist mir wichtiger. Als Flash-Fan bin ich außerdem äußerst angetan von der eingebauten Blitzsteuerung: erstmals muss kein EZ 580 auf der Kamera stecken, um mehrere Slave-Blitze synchronisiert zu zünden. Recht aufschlussreich ist dieser Testbericht vom Blende 8 Podcast:

Am Wochenende habe ich Zeit, ein paar Testaufnahmen zu machen, und auf die Videofunktion bin ich auch schon sehr gespannt: den nächsten Video-Podcast werde ich jedenfalls mit der 7D aufzeichnen. Den ersten Härtetest muss das neue Equipment dann am Videocamp Vienna und den zweiten eine Woche später beim Barcamp Klagenfurt. Die Ergebnisse werden natürlich hier gepostet – über Tipps und Tricks von 7D Auskennern freu ich mich natürlich.

Gewinnspiel: 5 iPods gratis (und ein paar Autos fast geschenkt)

Auf Snip-me.com werden seit kurzem Neuwagen verschiedener Händler versteigert – vom “vernünftigen” Citroen C1 bis zum knallorangen Audi A8 (da fiele mir persönlich die Wahl nicht schwer). Anders als auf herkömmlichen Auktionsplattformen gewinnt aber nicht jener Bieter, der das höchste Gebot abgibt, sondern der mit dem niedrigsten Einzelgebot. Mit der richtigen Auktionsstrategie und etwas Glück hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, ein Neufahrzeug um einen ein- oder zweistelligen Eurobetrag zu erwerben. Für datenschmutz-Leser gibt’s ein Special: Wer sich noch vor Weihnachten (kostenfrei!) registriert, hat zusätzlich die Chance, einen von fünf iPods zu gewinnen.

Das niedrigste Einzelgebot? Wie soll das funktionieren? Ganz einfach: jedes Gebot wird in Cent abgeben, jede Auktion hat eine bestimmte Laufzeit und einen Countdown. Wer zum Ende der Aktion das niedrigste Gebot, welches von keinem zweiten User abgegeben wurde, geboten hat, nimmt das Auto für den jeweiligen Betrag mit nach Hause.

Aktuell findet sich im Portfolio unter anderem ein Audi A3 – die Auktion läuft bis 23.12.2009, 23:00 Uhr. Nehmen wir mal an, User A bietet 1 Cent für das Auto und User B 25 Cent. Wenn sonst niemand mitbietet, bekommt User A das Auto für 1 Cent. Allerdings besteht eine Versteigerung nicht nur aus zwei Teilnehmern. User C bietet ebenfalls 1 Cent, damit handelt es sich nicht mehr um Einzelgebot (A und C haben beide den gleichen Betrag geboten), und deshalb würde nun B den Zündschlüssel für 25 Cent erhalten. Allerdings erfährt jeder Teilnehmer einer Auktion, ob er ein Einzelgebot abgegeben hat: A und C wissen also, dass sie nicht mehr im Rennen sind. A gibt ein neues Gebot über 26 Cent ab, B bietet diesmal 15 Cent. Endet die Auktion zu diesem Zeitpunkt, sind B’s 15 Cent das niedrigste Einzelgebot. Alles klar? Wer sich genauer über das Auktionsprinzip informieren möchte, schaut sich am besten das Tutorial-Video an – danach sollte eigentlich alles klar sein.

iPod gratis für datenschmutz Leser

Die Registrierung ist nicht nur gratis, Neulinge erhalten auch gleich die ersten 100 Snips und für Stamm-User gibt’s diverse Goodies. Wer bis Weihnachten 5.000 Snips kauft, erhält 500 weitere dazu, wer 10.000 Snips (die natürlich nicht alle sofort verbraucht werden müssen) erwirbt, bekommt einen iPod Nano.

Für datenschmutz-Leser gibt’s ein Special: wer bis zum 31. Dezember 2009 den Snip-me.com Newsletter abonniert, hat die Chance auf einen von fünf iPod Nanos (zur Verfügung gestellt von Snip-me)!

ACHTUNG: zum Teilnahme am Gewinnspiel bitte wie üblich einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag hinterlassen. Mit der Teilnahme stimmen Sie zu, den Snip-me.com Newsletter zu erhalten. Das bedeutet: am Ende des Gewinnspiels bekommt Snip-me.com von mir die Adressen aller Teilnehmer und trägt diese in den Newsletter ein (der selbstverständlich bei Bedarf auch wieder abbestellt werden kann). Wer kommentieren möchte und nicht am Gewinnspiel teilnehmen bzw. den Newsletter nicht abonnieren will, möge diesem bitte im Kommentar kundtun.

Wie üblich gibt’s Zusatzlose für jede Ankündigung des Gewinnspiels auf Twitter, Facebook, am eigenen Blog etc. – Details dazu siehe hier. Im Übrigen gelten die Standard-Teilnahmebedingungen für datenschmutz Gewinnspiele.

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Erste Erfahrungen mit dem Nokia Booklet 3G

Ich bin unter den glücklichen Bloggern, die von Flexibles Büro für den Test des neuen Nokia Netbooks ausgewählt wurden – und das Beste dran: ich darf die Hardware behalten. Wer auf ein Gewinnspiel gehofft hat, den muss ich enttäuschen: ein Netbook im schicken und stabilen Alu-Gehäuse mit erstklassigem Display, mächtigem 7-Stunden-Akku und integriertem SIM-Slot ist nämlich genau das, was ich mir für unterwegs gewünscht habe. Ob Nokias Premiere im Netbook-Bereich die hohen Erwartungen erfüllen kann, werde ich in den nächsten Wochen klären – hier meine ersten Eindrücke nach fünf Tagen Live-Einsatz und einige Fotos.

Das Nokia Booklet 3G ist in drei Farbversionen erhältlich, und zwar mit weißer, hellblauer oder schwarzer Display-Rückseite, die aus “FBI-Plastik” (das hochglänzende Zeug, das garantiert jeden Fingerabdruck speichert) gefertigt ist. Das aus einem einzigen Stück Alu gefräste Monoblock-Gehäuse unterscheidet sich bei den drei Modellen nicht. Ich hab coolerweise die schwarze Ausführung bekommen – und schon beim ersten Aufklappen des Displays merkt man: Plastik ist kein Metall. Absolute Verwindungssteifheit, nicht das geringste Wackeln oder Durchbiegen – dazu trägt auch die stabile Display-Konstruktion mit Glasplatte und Anti-Reflexions-Folie einiges bei. Das folgende Zitat von Gizmodo.de trifft in der Tat den Nagel auf den Kopf:

Das Gehäuse des Booklet 3G wirkt massiv. Wuchtig und stabil. Trotzdem ist das Gerät schön klein und flach – fast surreal, wie eines dieser Spielzeug-Geräte. Es fühlt sich einfach gut an in der Hand. Die Tastatur ist extrem gut verarbeitet und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Mindestens ebenso hochwertig wie der Rest des Gehäuses. Nichts wackelt, nichts wirkt brüchig oder instabil. Alles wirkt wie aus einem Guss und ist insgesamt sehr stimmig. Fast, als könne man damit Nägel in die Wand schlagen.

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Stabilität ist aber nicht der einzige Vorteil des Geräts: Das Display in HD-ready Auflösung (1280×720) hat Nokia mit Anti-Reflexions-Folie und einer Glasabdeckung versehen. Obwohl ich eigentlich matte Displays bevorzuge, bietet diese Kombination hervorragende Resultate: lediglich Lichtquellen wie Glühbirnen (bzw. in Zukunft Energiesparlampen) produzieren Spiegelungen und Farben sehen so satt aus, dass die vergleichsweise geringe Helligkeit kaum ins Gewicht fällt. Warum allerdings zwischen Display und Displayrahmen links und rechts je einer sowie oben und unten fast zwei Zentimeter an inaktiver Fläche verschenkt wurden, bleibt das Geheimnis der Konstrukteure.

Fast einzigartig am Netbook-Sektor ist die nominelle Akku-Laufzeit von bis zu 10 Stunden – 8 Stunden sind in der Praxis auch bei ordentlich hellem Display und aktiviertem WLAN locker drin, nur das Toshiba NB200-110 hält noch länger durch. Außerdem hat Nokia auf einen Windmacher verzichtet: die Mini-Ventilatoren von Netbooks sorgen häufig für einen unangenehmen Geräuschpegel, das Netbook 3G kommt dagegen gänzlich ohne Lüfter aus und die langsam drehende 1,8 Zoll Festplatte ist so gut wie unhörbar – dafür tönen die Boxen angesichts der geringen Größe recht ordentlich. Auf einen Mikro-Eingang wurde verzichtet, allerdings versteht sich der Kopfhörer-Eingang mit handelsüblichen Freisprecheinrichtungen.

Die Hardware/Software Schere

Dass Nokia auf einem ohne Vertrag rund 800 Euro teuren Gerät die Windows Seven Starter Edition installiert, kann eigentlich nur ein schlechter Scherz sein – diese extrem beschnittene Variante von Microsofts neuem OS spart keineswegs nur bei den Profi-Features: so lässt sich unter anderem nicht mal ein Desktop-Hintergrundbild einstellen. Bei einem derart verkrüppelten Windows bleibt nur die (kostenpflichtige) Upgrade-Möglichkeit (Windows Anytime Upgrade), aber leider produziert der Aufruf der betreffenden Upgrade-Seite lediglich die folgende Meldung:

Leider steht Windows Anytime Upgrade in Ihrem Land/Ihrer Region zurzeit nicht für den Online-Kauf verfügbar. [...] Ggf. müssen Sie das Gebietsschema und die Spracheinstellungen ändern, bevor Windows Anytime Upgrade für den Onlinekauf zur Verfügung stellt.

Und dabei dachte ich immer, Microsoft hätte ein Büro in Österreich – ich vermeine mich sogar an ein Barcamp zu erinnern, das dort mal stattgefunden hat. Das Starter-Bundle mag zwar ein paar Euros am Gesamtpreis einsparen, passt aber einfach nicht auf ein Gerät, das genau doppelt so viel kostet wie alle anderen Netbooks mit derselben Hardwareausstattung.

Überhaupt wäre es angesichts der Tatsache, dass OS und Programme mit einem mageren Gigabyte RAM auskommen müssen, Windows XP wohl die bessere Wahl gewesen: denn Seven mag zwar eine Spur hübscher aussehen, lahmt dafür aber auf dem mit 1,60Mhz getakteten Atom-Prozessor im Vergleich zum mittlerweile sieben Jahren alten Vorgänger ungemein, ohne – zumindest am Netbook – relevanten Mehrwert zu bieten. Bereits die System-Konfiguration beim ersten Einschalten (Seven ist vorinstalliert) dauert eine gute Stunde.

Dafür finden sich an anderer Stelle unnötige Software-Beigaben: so beschränkt sich der Nokia-Updater keineswegs auf systemrelevante Komponenten, sondern will permanent irgendwelche Nokia-Software installieren – der Button für ein endgültiges “Njet” fehlt, was mich blitzschnell dazu bewog, alle Nokia-Softwarekomponenten zu deinstallieren. Da außerdem im Auslieferungszustand die 120GB Festplatte nicht in eine System- und eine Datenpartition unterteilt ist, sollte man auf jeden Fall Drittsoftware wie Paragons Partition Manager einsetzen, um einem möglichen Datengau vorzubeugen.

Was mache ich mit HDMI?

Nokias Booklet 3G kommt mit HDMI-Ausgang – das sieht stylish und sehr modern aus, ist in der Praxis aber ein *riesiger* Nachteil und macht das Netbook für mobile Präsentation so gut wie unbrauchbar. Nur in Ausnahmefällen steht in “handelsüblichen” Seminarräumen bzw. in Hörsälen ein Beamer mit HDMI-Anschluss zur Verfügung, während sich aber die neuesten Geräte sehr wohl auch auf analoges VGA verstehen. Adapter liegt keiner bei – kein Wunder, denn während zwar mechanische Adapter von HDMI-A auf DVI-D verfügbar sind, wird man bei HDMI-A auf VGA kaum fündig werden: denn HDMI liefert ein rein digitales Signal ohne analoge Anschlusspins.

Hier hatte Nokia wohl eher die Home-Entertainment User im Visier, denn an aktuelle LCD-Fernseher (die aber auch meist einen VGA-In besitzen) lässt sich das Netbook natürlich problemlos anschließen – zumindest als Foto-Viewer. Das Abspielen mit von 1080p Material dagegen kann man aufgrund des schwachbrüstigen Intel-Grafikchips allerdings vergessen, was den Wert des HDMI-Ausgangs stark relativiert. Dass das Netbook keinen LAN-Anschluss hat, ist angesichts der Fülle von Wireless-Anschlussmöglichkeiten mehr als rechtfertigbar.

Vorläufiges Fazit

Das eingebaute UMTS-Modem habe ich bisher noch nicht verwendet – was mich aber auf Anhieb begeistert hat, war die hervorragend verarbeitete Tastatur, die trotz 17-mm-Raster wesentlich angenehmer zu bedienen ist als jede andere Netbook-Tastatur. Mit der langen Laufzeit, dem (stark an aktuelle Mac-Books erinnernde) robusten und äußerst ansehnlichen Gehäuse und vor allem dem immens hohen Preis platzieren die Finnen ihre Netbook-Debut zwar in der Oberklasse, patzen aber bei Software-Ausstattung und Grafik-Ausgang. O2 Business bietet das Gerät per zinsfreier Finanzierung und unlimitiertem Business-Data-Tarif um knapp €60/Monat an – der Preis des Geräts sinkt dabei auf €600 – während die 50% Aufschlag auf den “normalen” Netbook-Preis durchaus rechtfertigbar sind, finde ich den regulären Straßenpreis (Amazon will aktuelle für das Nokia Booklet €737) für die gebotene Hardware-Ausstattung ziemlich happig.

Ich werde das Gerät jedenfalls am Wochenende neu formatieren, Windows Professional raufspielen und hoffen, dass ich passende Treiber für alle Komponenten finde. Nächste Woche gibt’s dann einen Vergleich zwischen Nokias Booklet 3G und dem Sony Vaio Netbook, das ich mir vor zwei Monaten in Gibraltar gekauft habe. Ich bin sicherlich nicht der typische Netbook-Nutzer: für normales Surfen und Word-Dokumente ist die Geschwindigkeit okay, aber ich nutze das Booklet als Laptop-Ersatz und bin daher beim mobilen Lightroom-Einsatz dankbar über jedes Quentchen-Rechenpower.

Palm Pre: Update 1.3 für die deutsche Version verfügbar

Was lange währt, wird endlich gut: während sich amerikanische Nutzer schon länger an der 1.3er Version von Palms WebOS erfreuen dürfen, ist das Update, das zahlreiche Verbesserungen bringt, auch für die Nutzer der deutschsprachigen Version verfügbar. Über Features und erste Erfahrungen mit dem durchdachten und eleganten Smartphone habe ich an dieser Stelle bereits berichtet – ansonsten kann ich nur eines sagen: Linzerschnitte hat beschlossen, ihren Praxistest auf unbestimmte Zeit zu verlängern.

Das neu erschienene Update umfasst satte 134MB. Ignoriert man die Aufforderung zur manuellen Installation, wird der Pre irgendwann selbst aktiv und versorgt sich mit der neuen Softwareversion. Auf die sollte man sowieso keinesfalls verzichten, denn die 1.3er bringt auch alle Verbesserungen der Version 1.2 mit, die am deutschen Markt ausgelassen wurde. Die Installation dauert circa eine Viertelstunde – danach ist Ihr Palm einfach nicht mehr derselbe, aber auf die gute Art:

  • Die Einstellmöglichkeiten für Telefon und mobiles Internet sind wesentlich detaillierter geworden – endlich lassen sich Zugangsdaten auch manuell eintragen, außerdem kann 3G (aus Stromspargründen) deaktiviert werden.
  • Die Response-Geschwindigkeit hat sich erhöht – nicht zuletzt dank des schnelleren Ablaufs einiger Animationen.
  • Copy & Paste, Synchronisation mit Yahoo und SMS-Weiterleitung sind neu dazugekommen.
  • Das Verhalten der Tastensperre wurde geändert: sie wird nun sofort nach Deaktivierung des Bildschirms via Power-Taste aktiv.
  • Ausschalten ist nach wie vor ganz schön kompliziert und erfordert eine vierstufige Eingabesequenz – aber der Pre ist eben ein “always on” Gerät. :mrgreen:

Nach wie vor auf der Wunschliste stehen Video und eine Blinkberichtigung bei neuen Nachrichten – beides wird Palm wohl mit dem nächsten Update nachliefern. Die komplette Änderungsliste der Version 1.3 gibt’s auf der O2 Updateseite

RBM2: Huawei und die stark augmentierte Realität

Morgen bringt Red Bull Mobile eine neues Handset auf den Markt, auf das ich übers Wochenende einen exklusiven Vorab-Blick werfen durfte. Das Gerät überrascht mit ungewöhnlichem Design (orientiert am Branding des RB Formel 1 Teams), ungewöhnlicher Softwareausstattung (eine spezielle Version des Wikitude World Browser wird mitgeliefert) und ungewöhnlichem Hersteller: Huawei, in Europa bekannt für 3G Datenkarten und -sticks, setzt wie HTC beim Magic auf Google Android. Allerdings fällt die Verarbeitung ungleich hochwertiger aus, und es handelt sich *nicht* um die “brought to you by Google” Version des Betriebssystems. Mit anderen Worten: eine Registrierung bei Google ist zwar zur Nutzung von Gmail- und Co., nicht aber für die sonstige Nutzung des Telefons erforderlich.

Bei der Hardwareausstattung musste der Rotstift in der Schublade bleiben: der 3,5 Zoll Touchscreen (transreflexiver TFT Multitouch Screen) zeigt 320×480 Pixel in 24 Bit Farbtiefe, das entspricht einem Punktabstand von 0,15mm und sorgt für gestochen scharfe und farbenfrohe Bilder. Angetrieben wird das Gerät von einer mit 528Mhz getakteten 32 Bit Qualcomm CPU mit ARMv6 Core – das RBM2 ist damit das derzeit schnellste in Österreich erhältliche Android-Gerät, trotzdem beträgt das Gewicht des äußerst schlanken Geräts gerade mal magere 135 Gramm.

Die Kamera mit LED-Blitz schießt Bilder in 3 Megapixeln Auflösung, GPS, Stereosound (mit 2,5mm Klinkenanschluss, Ohrhörer werden mitgeliefert), ein microSD Cardslot (für bis zu 32GB) sowie Bluetooth, WLAN (IEEE 802.11g), EDGE, GPRS, HSDPA und HSUPA komplettieren die Ausstattungsliste um alle relevanten Features eines modernen Smartphones.

RBM2

Die gute Nachricht: diese ganze geballte Hardwarepower gibt’s mit dem Tarif simplyAll+ ab morgen im Red Bull Mobile Shop um 0 Euro! Wie bei allen Geräten ist der mobile Zugriff aufs Red Bull Portal samt Videos inkludiert, beim RBM geht die Integration allerdings noch einen Schritt weiter: der auf dem Wikitude World Browser basierende RB Hot Spot Viewer zeigt in der Kameraansicht augmented Reality Inhalte, sprich: das Kamerabild wird mit virtuellen Informationen (Infos zu Red Bull Mobile Shops, Videos etc.) überlagert. Eine solche Anreicherung der realen Umgebung mit zusätzlichen Informationen wird in der zukünftigen mobilen Kommunikation eine beträchtliche Rolle spielen – Wikitude ist grundsätzlich natürlich nicht auf Energy-Drink affine Inhalte beschränkt, sondern bietet alle möglichen Informationslayer.

Fazit: Ich hatte zwei Tage Zeit, das Gerät zu testen und bin überrascht, wie gut Huawei das hauseigene Android-Debut hinbekommen hat. Das RBM2 schlägt die HTC Geräte in punkto Verarbeitung und Ausstattung um Längen, dank des mittlerweile umfangreichen Softwareangebots und der schnellen CPU ist das Preis-Leistungsverhältnis im Segment aktueller Touchscreen-Smartphones konkurrenzlos.

Erste Erfahrungen mit dem Palm Pre

Letzte Woche hatte ich Zeit, mich etwas eingehender mit meinem Palm Pre zu beschäftigen (siehe Unboxing Video). Der erste Eindruck von Hardware und WebOS ist hochgradig erfreulich. Nach der problemlosen Einrichtung, bei der auch ein für die Synchronisation erforderliches Palm-Konto angelegt wird, richtet die Software standortbasierte Dienste via Google Mobile an. Auch der Multitasking-basierte Desktop weiß zu gefallen.

In den nächsten Wochen muss sich die Software in der Praxis bewähren – hier eine Screenshots des optisch sehr ansehnlichen WebOS, das mit schicken Icons, Transparenzeffekten und einem Fenster-Manager glänzt:

palmpre600

Insgesamt muss man einige AGBs und Zustimmungen abnicken, anschließend folgt ein relativ ausführliches, gut gemachtes Onscreen-Tutorial zur Funktion der Gesten – das ist auch hochgradig sinnvoll, denn der Pre verfügt nicht über nur über einen ausgesprochen hellen mit subjektiv sehr guter Farbqualität Touchscreen und die ausziehbare Tastatur, sondern auch über eine spezielle Eingabeleiste unterhalb des Bildschirm, die Streich-Bewegungen entgegen nimmt.

Tastatur und Touchscreen

Der Touchscreen reagiert äußerst responsiv, eine kleine “Radargrafik” kennzeichnet nach dem Antippen die Stelle, die man erwischt hat. Ich hatte anfangs Probleme mit Fingerbedienung in sehr schrägem Winkel, habe mich nach den ersten “Klicks” aber relativ schnell an den Screen gewöhnt – auch das Kinetic Scrolling funktioniert wirklich fein, die einzelnen Buttons besitzen eine für die Fingerbedienung sinnvolle und angenehme Größe. Wirklich überrascht hat mich die auf den ersten Blick winzige Tastatur: durch das stark nach oben abgerundete Profil der Tasten klappt 2-Daumen-Bedienung Problemlos. Die abgesetzte Sonderfunktions-Taste und das direkt zugängliche @-Zeichen sind nette Details – Respekt dafür, was Palm hier auf engstem Raum zustande gebracht hat.

Oberfläche und Bedienung

Trotz oder gerade wegen der relativ vielen Bedienelemente gelingt die Navigation in WebOS mir zumindest nur auf in Teilbereichen intuitiv – das Fehlen der gewohnten “Backtaste” und das Wechseln zwischen Gestenleiste und Touchscreen erfordert definitiv Eingewöhnung, ein kurzer Blick in die Gesten-Anleitung lohnt sich auf jeden Fall. Belohnt wird man als als Desktop-Liebhaber dafür mit einer schwer genialen Multitasking-Ansicht: alle offenen Applikationen werden als kleine Fenster dargestellt, zwischen denen man flüssig wechseln kann. Multi-Touch Zoom und Kinetic Scrolling beherrscht WebOS sehr gut – und im deutschen Palm Pre Catalog sind bereits 161 Apps gelistet. Ich werde die nächsten Tage meine neuen Palm einem Social-Web Live-Test unterziehen und bin vor allem auf die Synchronisations- und Unified Messaging Funktionen gespannt, ein weiteres Update folgt.

Wie man PDF-Dateien gratis auf den Kindle 2 lädt

usaDieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.

Nach Max’ recht euphorischem Bericht habe ich mir ohne vorher viel zu recherchieren ebenfalls einen Kindle eBook-Reader bei Amazon.com bestellt. Die Hardware gefällt, das DRM nahm ich zähneknirschend für den günstigen Preis (rund €200) in Kauf. Heute lieferte UPS mein Device, und die anfängliche Freude über die Hardware war recht groß – bis ich feststellen musste, dass es out-of-the-box *keine* Möglichkeit gibt, ganz gewöhnliche PDFs auf den Kindle hochzuladen. Nach etwas Recherche bin ich dann doch noch auf eine akzeptable Möglichkeit gestoßen, eBooks aus meiner Sammlung auf den Kindle zu transferieren: der MobiPocket Creator, eine frei verfügbare eBook-Conversion Software, macht’s möglich.

Amazon Kindle

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Futura-Podcasts: Hi-End Audio, Bodypainting und Beamer-Kameras

Im letzten Teil meiner Futura-Serie – ich war für ATV Geekly News auf der Salzburger Elektronik-Messe unterwegs – geht’s um aktuelle Hi-End Audio Trends, Nikons neue Kompaktkamera und die quick-lebendigen Kunstwerke von Bodypainters Mike Shane. Mit Heinz Lichtenegger, Geschäftsführer von Audio Tuning, habe ich mich ausführlich über Freudenspender für Audiophile unterhalten. Wenig überraschend: 5.1 Systeme werden ins Kellerkino verbannt, während in den Wohnzimmern die hochqualitative Stereophonie ihr Comeback feiert:

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Futura-Podcasts: LED-Glühbirnen, Saug-Roboter und Zubehör-Highlights

Das kommende EU-weite Glühbirnenverbot zog eine ordentliche Portion Volkszorn auf sich – zumal der rasante Wechsel tatsächlich ein wenig anmutet wie das Verbot von Otto-Motoren, bevor irgendeine sinnvolle Alternative in Sicht ist. Klar können Energiesparlampen in vielen Fällen sinnvoll eingesetzt werden, bei kurzen Lichtzyklen allerdings dauert die “Aufheizzeit” viel zu lange, außerdem ergibt eine genauere Betrachtung der Faktoren Materialeinsatz, Lebensdauer und Gesamtstromverbrauch, dass die gute alte Glühbirne womöglich doch nicht so schlecht dasteht, von der wesentlich angenehmen Lichttemperatur und der Abwesenheit des lästigen Neonröhren-Flackerns ganz zu schweigen. Die Tiroler Firma MK Illumination hat allerdings eine interessante Alternative im Angebot – eine Glühbirne, die komplett auf LEDs als Leuchtmittel setzt:

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