Auf der Games Convention in Leipzig, die diesen Mittwoch beginnt und bis Sonntag andauert, wird das Wiener Start-Up Unternehmen fatfoogoo gleich doppelt vertreten sein: CEO Martin Herdina hält bei der zugehörigen GCDC (Games Convention Developers Conference) einen Vortrag zum Thema zu Ingame Economy und Item Trading, Loki und Dan dagegen mischen sich unauffällig unters Publikum, um auf MMOSzene fast in Echtzeit über die neuesten Trends aus den diversen Multiplayer-Welten zu berichten.
So gut wie alle Publisher sind auf der Suche nach zusätzlichen Revenue Streams für ihre Spielwelten: neben dem von klassischen MMOs bekannten Gebührenmodell stehen zahlreiche Games in den Startlöchern, die zwar gratis spielbar sind, aber über diverse kostenpflichte Zusatzservices Bares in die Kassen der Publisher spielen sollen. War das hinlänglich bekannte Gold- und Itemtrading Blizzard noch ein Dorn im Auge, so wollen inzwischen immer weniger Anbieter den sogenannten "Secondary Market" Drittanbietern überlassen.
fatfoogoo hat umfassende Erfahrung in der Implementation von In-Game-Ecosystemen und ist für Publisher der ideale Partner, um einen Primary Trading bzw. einen Add-On Markt im Spiel selbst zu etablieren - und die aktuellen Comscore Daten sprechen eine deutliche Sprache: Über 32% aller Internet-User geben an, Online Games zu spielen - und sind auch bereit, dafür Geld auszugeben. Während Teile des europäischen und us-amerikanischen Multiplayer-Gamer RMT (real money trading) nach wie vor als eine Art von Cheating ansehen, ist die Akzeptanz von "Shortcuts" in Asien wesentlich größer. Bei den derzeit erfolgreichsten in-game-Ecosystemen spielen (mit Ausnahme von Project Entropia) Browser-Games wie Travian oder Duels die erste Geige. Ebenfalls ein spannender Zukunftsmarkt ist das sogenannte Service trading: speziell im eSports Bereich kommt virtuellen "Trainerstunden" große Bedeutung zu.
Unter den Leserinnen und Lesern dieses Blogs befinden sich einige Gamer - würde mich brennend interessieren, wie so die vorherrschende Meinung in punkto Real Money Trading ist:
Martins Vortag trägt den Titel A New Revenue Stream - Legitimizing the Trading within a Virtual Market und ist für Mittwoch vormittag angesetzt. fatfoogoo befindet sich bei der Convention in bester Gesellschaft: unter anderem wird Games-Industry Pionier David Perry einen Keynote-Vortrag halten, insgesamt tauschen sich mehr als 125 Vortragende und rund 1.000 Teilnehmer über die Zukunft der Spieleindustrie aus. Auf mittelfristige Sicht wird jedenfalls kein Publisher auf die zusätzlichen Einnahmen verzichten wollen und uns stehen mit Sicherheit ein paar rasante Monate bevor. Ich find's jedenfalls sehr luxuriös, für eine Firma zu arbeiten, die weltweit eine Pionierstellung einnimmt - sowas gibt's in Österreich ohnehin viel zu selten. Und ich find’s sehr phat, dass wir bei Suns "Dark Star" Projekt als Open Source Code-Contributors mitmachen... ich hoffe, Loki bringt von der GC ein paar Fotos von hübschen Elfinnen und furchteinflößenden Orks mit: dann gibt’s an dieser Stelle demnächst eine Fotogallerie von der Leipzig-Action.
Man möchte meinen, dass in Zeiten bewegungs-sensitiver Controller bloße Grafiksensationen längst nicht mehr ausreichen: aber weil's da beispielsweise mit dem Schwimmen im Schmetterlingsstil in beengten Studentenwohnungen schnell zu eng wird, haben auch klassische Sportspiele nach wie vor ihre Berechtigung. Sega verspricht für Bejing 08 völlig unterschiedliche Steuerungsmodi (für das Spiel, nicht die Veranstaltung) und will den Spieler "mittens ins Geschehen" hieven, ganz ohne Flugreise.
Die folgenden drei Preview-Videos zeigen erste Szenen aus dem offiziellen Olympia-Spiel. Beeindruckend finde ich vor allem die Bewegungsabläufe der virtuellen Sportler - wie gut sich das ganze dann aber tatsächliche spielt, wird erst die Praxis zeien, ein Augenschmaus dürfte aber garantiert sein: