| 15. März 2010 | bis | 17. März 2010 |
Am Samstag fliege ich nach Las Vegas zur die Mix-Konferenz. Microsoft Österreich hat mich in die Welt-Hauptstadt des Glücksspiels eingeladen, und ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Ausflug nach Nevada, über den ich natürlich hier am Blog und via Twitter berichten werde. Nach meiner Rückkehr aus den Staaten wissen Sie und ich dann hoffentlich alles über einarmige Banditen, keusche Striptease-Clubs, neue Microsoft Webpublishing-Technologien und den Status Quo der Cloud.

Zudem ergibt sich sicherlich die eine oder andere Interview-Gelegenheit - denn unter an einen wohlbekannten Rechteverwertungs-Vertrag gemahnenden Namen "The Commons" hat Microsoft eine Hangout-Lounge eingerichtet. Dort werde ich rumhängen, wenn mir einzelne Vorträge zu code-orientiert werden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Der eDay ist die größte Informationsveranstaltung der WKO und sorgte auch am vergangenen Donnerstag bei der 11. Auflage wieder für ein volles Haus. Ich habe einige Besucher zu ihren Eindrücken befragt:
| 6. Februar 2010 9:00 | bis | 7. Februar 2010 17:00 |
Eben noch in St. Marx auf der Videocamp-Bühne und schon in Klagenfurt: am Samstag/Sonntag geht's in der Kärntner Metropole Barcamp-technisch weiter. Nach den beiden Besuchen anno 2008/09 (ich sag nur: Karaoke!) ist diese Unkonferenz für mich ein Fixpunkt am Terminkalender. Wie gewohnt hostet die Wörthersee-Uni das Barcamp Klagenfurt - schnell Entschlossene können sich hier anmelden, die Liste umfasst bereits über 100 Namen.
Seit ich meine immer noch recht beliebte Liste von 65 Ping Services veröffentlicht habe, sind eine Menge Bytes die Backbones entlang geflossen. Sebastian hat mich netterweise dran erinnert, dass nach 2 1/2 Jahren mal ein Update fällig wäre.
Zur Erinnerung: diese Adressen trägt man im WordPress-CMS unter "Einstellungen > Schreiben" ins Feld "Update Services" ein. Beim Publishen eines neuen Artikels werden die jeweiligen Services, in der Regel meist Suchmaschinen und/oder Aggregatoren, über den Ping-Mechanismus sofort verständigt, was im Idealfall zu einer schnelleren Indizierung der Artikel führt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Als Digital Universalgelehrter gehört das Unterrichten natürlich zu meinen liebsten beruflichen Verpflichtungen - für meine aktuelle New Media Vorlesung an der FH Wien habe ich eine kleine weiterführende Literaturliste zusammen gestellt, die ich gerne mit meinen Bloglesern teilen möchte. Selbstverständlich erhebt die Liste keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; es handelt sich aber im wesentlichen um die für mich persönlich relevantesten Werke zum Verständnis neuer Medien (Theorieteil) bzw. um die meiner Meinung nach didaktisch besten How-To Einführungen (Praxisteil). Im dritten Teil gibt's zusätzlich einführende Videos über Social Media Grundlagen und Best Practices. Auf Ergänzungen und Anmerkungen respektive Ihre persönlichen Favoriten bin ich gespannt!
Update 12.1.2010: Liste "Theorie" erweitert, neuer Teil "Videos"
Vorige Woche war am Dienstag und am Donnerstag im Supermarkt - und dank zweier Kassiererinnen mit äußerst unterschiedlichen Job-Philosophien habe ich nicht nur Rumflaschen und andere Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Beispiel wie aus dem Customer Service Lehrbuch nach Hause geschleppt. Und diese beiden Beispiele lassen sich ohne weiteres auf Online-Shops übertragen.

In der letzten Woche habe ich die datenschmutz Fanpage auf Facebook ausführlich überarbeitet, ein paar Einladungen verschickt und ein Update ausgesandt - von der Resonanz bin ich völlig stoked! Vielen Dank an alle Leserinnen und Leser, die in den letzten zwei Tagen ds-Fans auf Facebook geworden sind und meine Fan-Zahl mit derzeit 547 mehr als verdoppelt haben. Danke dafür!
Und das bringt uns auch schon mitten ins Thema, nämlich die vergangene Woche: Linzerschnitte und datenschmutz haben die vorweihnachtlichen Web 2.0 Trends für Sie gewohnt penibel dokumentiert. Und es scheint durchaus nicht übertrieben, von punktuell auftretender Hassliebe zu sprechen. Also probieren Sie bloß nicht die "Web 2.0 Suicide Machine" aus und sagen anschließend, wir hätten Sie nicht gewarnt... Diesen Beitrag weiterlesen »
Für den Web-Strategen Jeremy Oywang aus Silicon Valley ist das Realtime-Web nicht schnell genug: deshalb sprach er auf der LeWeb Konferenz über das "Intention-based web", quasi zukunftsgerichtete Services: denn solche Einrichtungen wie der öffentliche Facebook-Kalender erlauben es, eine potentielle Zukunft mit kontextuellen, personalisierten mixed-reality Erfahrungen anzureichern. Ein Punschfabrikant könnte beispielsweise bereits wissen, dass morgen beim Youtube-Kinoabend im MuQa durstige Blogger anwesend sein werden und spontan für Catering sorgen - schöne neue Social Media Welt! Doch trotz dieser großartigen Zukunftsaussichten präsentieren Linzerschnitte und datenschmutz wie gewohnt den Rückblick auf die letzten sieben Tage. Keine Kristallkugeln, stattdessen neueste Geschichten aus neuester Geschichte!
Der 2-wöchige Hype um Foursquare wird nun offensichtlich von Formspring.me abgelöst. Formspring.me ist ein Ableger vom Formularservice Formsping.com und erlaubt anonymen oder benamsten Usern, anderen Usern auf deren Profil beliebige Fragen zu stellen oder Usern zu folgen. Einbindung der Question Boxes auf Blogs, via Twitter, Facebook und TumblR sind möglich (siehe blog.datenschmutz.net) und erinnern etwas an die Yahoo Answers Application für Facebook. Customizen der eigenen Profilseite ist übrigens auch möglich.
Alles Weitere sollen die Herrschaften selbst erklären:
Was die mögliche Anonymität der Fragesteller anbelangt, bin ich persönlich noch unschlüssig, was ich davon halten soll. Ich denke, es war Robert Scobble, der meinte: "Wer in mein Wohnzimmer kommt, der kann sich auch vorstellen"...
Übrigens hier die Formspring-Profile der Panoptikum-Autoren für Fragen jeder Art:
www.formspring.me/linzerschnitte
www.formspring.me/datadirt
Nein, hier soll keinem jungen Menschen geholfen werden, ein kuscheliges Plätzchen im Reality-TV zu ergattern, vielmehr will die UBIT Projekte und Aktivitäten unterstützen, welche "die Zivilgesellschaft im Bereich Datenschutz und Menschenrechte" stärken und vergibt zu diesem Behufe ein Stipendium von 12 x €400 für das Jahr 2010:
Das Stipendium wird von der UBIT Wien (Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie in der Wirtschaftskammer Wien) in Form einer monatlichen Überweisung von Eur 400,- für die Dauer von 12 Monaten (in Summe EUR 4.800,-) auf das Konto des/der StipendiatIn ausbezahlt.
Bedingung sind ein Hauptwohnsitz in Wien und ein Geburtsdatum nach dem 1. Jänner 1975 sowie nachweisbare aktive Tätigkeit für Bürgerreche und/oder Datenschutz, die Bewerbung erfolgt formlos (max. 2 Seiten) bis zum 10. Jänner 2010 unter Angabe aller projektrelevanten Daten an stipendium@bigbrotherawards.at. Folgende Aktivitäten kommen Frage:
* aufbereiten von Grundlagen und Basiswissen
* verfassen von Positionspapieren und Stellungnahmen
* gestalten von Illustrationen und Graphiken
* vorbereiten von Aktionen und Veranstaltungen
* organisieren öffentlichkeitswirksamer Kampagnen
* entwickeln relevanter Applikationen und Tools
Der Stipendiat wird von der Jury bestimmt, nach Abschluss des Projekts präsentiert der glückliche Gewinner die Ergebnisse im Rahmen eines q/Talks.
Und weil wir gerade beim Thema Stipendien sind: für net.artists, die schon immer mal einige Wochen in Niedersachsen verbringen wollten, ist der richtige Augenblick gekommen, denn:
Die Stiftung Niedersachsen vergibt für die Monate Juli bis Dezember 2010 drei sechsmonatige Arbeitsstipendien am Edith-Ruß-Haus für Medienkunst Oldenburg. Die Ausschreibung richtet sich an internationale Künstler, die sich mit Neuen Medien beschäftigen. Es gibt keine Altersbeschränkung. Die Stipendien sind jeweils mit 10.000 Euro dotiert. Eine internationale Jury sichtet die Projektvorschläge und entscheidet über die Stipendienvergabe. Für die Stipendiaten besteht eine zeitweilige Residenzpflicht. Sie werden in die Aktivitäten des Edith-Ruß-Hauses für Medienkunst integriert.
Die Bewerbung erfolgt online - eingereicht werden kann bis zum 28. Februar.
Seit es die Twittersearch und Twitter-Trending Topics gibt, wissen wir die Realtimesearch und Realtime-Relevanz-Rankings mehr und mehr zu schätzen. Nun hat Google angekündigt, neben der personalisierten Suche auch die Realtime-Search auszuweiten. Als Quelle für die Suche sollen Dokumente aus Facebook, Twitter, Myspace und anderen Quellen herhalten:
The importance of relevance has gone through the roof as the amount of information out there is growing. Relevance has become the critical factor.
Heißt es von Seiten der Google Entwickler. Und aussehen wird dies in etwa so:
Wenn das nun mal keiner Adelung von Social News und den maßgeblichen Social Media Plattformen durch Google gleichkommt....
Für einiges Aufsehen sorgte Ende November ein öffentlich Brief an die österreichische Innenministerin, in dem Werner "Werquer" Reiter die in letzter Zeit immer häufiger als Schotter-Mitzi titulierte Hardlinerin bittet, doch ihn anstelle von Arigona Zogaj abzuschieben:
Jetzt hätte ich aber eine Idee, die zwar meine berufliche Karriere beendet, aber vielleicht die von Arigona Zogaj absichert. Das Mädchen ist jung, mittlerweile gut gebildet und sie hat Potenzial, hier in Österreich ordentlich Steuern zu zahlen. Die zahle ich zwar auch, aber ich glaube, dass ich auch im Kosovo irgendwie durchkommen würde. - Jedenfalls aber besser als Arigona Zogaj. Sehr geehrte Frau Bundesminister, was halten Sie von dem Vorschlag? Sie schieben mich in den Kosovo ab und Arigona bleibt hier.
Die "Einwanderungsquote" gliche sich jedenfalls aus - und Österreich müsste der Welt an diesem für das Land hochpeinlichen Beispiel nicht demonstrieren, dass hierzulande wohl "Sippenhaftung" gilt - denn auf welche Art auch immer Arigonas Eltern ins Land gelangt sind - dass die damals minderjährige nun brutal aus ihrem Lebensumfeld gerissen werden muss, ist einfach unfassbar:
Was halten Sie von dem Deal? Die Einwandererquote bleibt unbeeinflusst. Recht bleibt Recht und irgendwie ist es viel menschlicher, wenn ein glatzköpfiger Mann um die 40 statt einem jungen sympathischen Mädchen in den Kosovo gehen muss.
Weihnachtsgeschenke, Geeks, Gutes tun - wie kriegt man all das bloß unter einen Hut? Unsere Superhero-Freunde von der EFF (Eletronic Frontier Foundation) eilen mit neuen, unentbehrlichen Goodies zu Hilfe:

Die EFF setzt sich für digitale Bürgerrechte ein - ihr gehören zahlreiche Internet-Legenden wie Cattlefarmer John Perry Barlow, John Gilmore, Ed Felten und viele andere an. Gute Sache als Gegengewicht zur "Corporate Dictatorship" im Bereich Urheberrecht und finanziert durch Spenden:
EFF is a donor-funded nonprofit and depends on your support to continue successfully defending your digital rights. Litigation is particularly expensive; because two-thirds of our budget comes from individual donors, every contribution is critical to helping EFF fight — and win — more cases.
Und genau darum geht's - mit einer Unterstützer-Mitgliedschaft ab $25 (entweder für sich selbst oder als Geschenk) gibt's dieses hübsche T-Shirt, das ein für allemal klarstellt: der Träger ist einer von den guten Piraten!
Die Gerüchte, dass Google ein Android-Phone im Eigenvertrieb auf den Markt bringen möchte, verdichten sich. Das "Nexus One" wird von HTC gebaut und ohne SIM-Lock angeboten. Mindestens so spannend wie die Nachricht selbst (gähn!) ist die Berichterstattung im Spiegel Online - die ist nämlich bestens als Lehrstück in Sachen Primär-Content und Zirkularität geeignet:
Das "Wall Street Journal" und Blogs berichten, der Suchmaschinenkonzern werde ein eigenes Telefon auf den Markt bringen.
Spon erwähnt der Vollständigkeit halber aber auch gleich, dass Google selber bloggte und Twitter darüber berichteten, dass andere Blogger über Googles Blogbeitrag getwittert haben oder so. Auch die FuZo "requotet" fleissig, und dabei heißt's doch sonst immer, Blogger täten voneinander abschreiben... Da lesen wir doch lieber gleich TechCrunch und erfahren dort:
It will be called the Google Phone (update the official name is "Nexus One") and will launch in early January, 2010. It won’t be sold by any one carrier, but instead will be an unlocked GSM phone.
Laufen wird das Werkl unter Android 2.1 (vielleicht kann man bis dahin ja auch schon IMAP E-Mails zwischen verschiedenen Ordner verschieben), wie jedes neu angekündigte, noch nicht verfügbare Gerät ist das Gadget voll super, unvorstellbar schnell und bringt Wunderfeatures aus der Zukunft wie Text-to-Speech für E-Mails. Wir warten mit unserem Urteil auf den Reality Check.
Was als "Neben-Feature" begann, verändert gerade nachhaltig die Welt der Filmproduktion: die Canon EOS5d sowie die brandneu EOS 7D erlauben jedem Laien, bestechende HD-Filme zu drehen. Die Qualität ist dank der Optiken besser als die vieler vergleichbarer professioneller Kameras - und zwar so gut, dass mittlerweile sogar Kapazunder wie George Lucas sich für die Feinheiten der SLR-Filmerei interessieren. Der Star Wars Regisseur lud kürzlich David Bloom auf seine Ranch ein, um sich in die Feinheiten der Canon-Modelle einführen zu lassen:
Head of post production Mike Blanchard phoned me up 3 weeks later to see if I could come over and consult about the potential of using video DSLRs for their productions. [...] Of course I phoned Mike back said yes please! 5 days staying at Skywalker Ranch as their guest and showing them how to get the best out of the Canon 5DmkII and the Canon 7D. They also wanted to be shown how to use the EX3, Letus Ultimate and Nanoflash.
Spannend für alle Hobby-Filmer - interessant finde ich vor allem die Zacuto-Zusätze: Viewfinder und dem Schulterstativ scheinen recht komfortables Arbeiten auch bei längeren Sessions zu erlauben.
Firefox ist nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Extensions so populär - langsam gibt's auch die ersten Erweiterungen für Chrome, darunter ein Passwort-Synchronisierungs-Service analog zum beliebten XMarks für FF. Lifehacker hat 18 Extensions gelistet, die den Download angeblich wert sind - und anders als beim Füchslein soll durch Erweiterungen die Performance angeblich kaum einbrechen:
Actually, rating these extensions by "worth the slowdown," as is often the case with Firefox, doesn't seem applicable here. Chrome renders pages just as snappily on a Linux install with eight extensions loaded, and the memory use seems not all that different. Your mileage may certainly vary.
Achtung, höchst meditatives Multimedia-Produkt: diese Kollaboration zwischen finnisch-japanische Kollaboration zwischen Jopsu Ramu und Shun Kawakami nennt sich "Urban Abstract" und besteht aus 40 fünfsekündigen Clips, die eine augenschmeichlerische Melange ergeben - 'njoy:
http://www.vimeo.com/7681282)
Und das war's auch schon wieder für diese Woche - mal sehen, ob das formspring-Ding in sieben Tagen immer noch heiß ist oder vom nächsten 5-Minutes-of-Fame Twitter-Klon abgelöst wird. Wir wünschen in jedem Fall einen entspannten Restsonntag, danke für Ihre Aufmerksamkeit und lesen uns morgen im Social Web.
Für Firmen mit klassischen Kommunikationsstrukturen ist es gar nicht so einfach, eine stringente Kommunikationslinie durchzuhalten, wie mir eine unbedeutende, aber signifikante Anekdote heute mal wieder gezeigt hat. So haben offenbar PR- und Marketing-Abteilungen manchmal recht divergierende Ansichten zum Thema Auswahl der richtigen Business-Partner.
Ein Online-Retailer plant einen Werbe-Event; im Zuge der Social Media Pressearbeit erhalte ich unaufgefordert einige Mails sowohl von Presseabteilung als auch PR-Agentur mit der freundlich-bestimmten Aufforderung, über die Veranstaltung zu berichten, denn diese sei von großem Interesse für meine Leser. Im Gegensatz zu den meisten derartigen Mails stimmte das in dem Fall übrigens sogar.
Andere Location, selbes Theaterstück: Zufällig hatte ich mich bei einem internationalen Affiliate-Netzwerk einige Wochen zuvor für das Programm desselben Händlers beworben - heute erreichte mich die (aus Textbausteinen bestehende) Rückmeldung:
Ihre Bewerbung zur Teilnahme am Partnerprogramm 'XXXXXXXXXXXXXXXX' mit Ihrem URL-Account 'datenschmutz blog' wurde leider abgelehnt.
Gründe dafür können sein:
* Ihre Seite entspricht nicht den inhaltlichen Vorstellungen des Anbieters
* Ihre Seite ist nicht fertiggestellt oder funktioniert nicht einwandfrei
Naja... zumindest zweiteres trifft zu: fertiggestellt ist meine Seite in der Tat nie!
Mir ist durchaus klar, dass völlig unterschiedliche Personen für die beiden Bereiche zuständig sind - aber eine Herausforderung im Social Media Marketing besteht darin, die verschiedenen Unternehmensbereiche zu "synchronisieren": das hat sehr viel mit internem Wissensmanagement und Kommunikationsstruktur zu tun, und diese Bereiche zählen nicht erst seit dem Boom des Web 2.0 zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren in der Wissensökonomie - aber das Social Web lässt Defizite in diesem Bereich sehr viel deutlicher hervortreten.
Ganz besonders sollten Unternehmen, die mehrere Online-Geschäftsfelder beackern (in diesem Fall Performance-Marketing und Blog-PR), auf interne Abstimmung hohen Wert legen.
Exakt sieben Tage zogen seit dem letzten Panoptikum ins Land - also genau der passende Zeitblick, um Rückschau zu halten auf die blogosphärischen Geschehnisse der vergangenen Woche. Und offensichtlich haben Geeks weltweit bislang auf den Besuch von Weihnachtsmärkten ("Werft die Krämer aus dem Haus meines Vaters!" soll der Sohn von Michael Häupl mal gesagt haben) weitgehend verzichtet: anderweitig wäre kaum erklärbar, wie schon wieder so viel passieren konnte. Google führt (fast unbemerkt) Breadcrumbs ein, die neuen Trends lautet Foursquare und Megablogging. Gleich können Sie mit all diesen neuen Buzzwords was anfangen, denn Linzerschnitte und datenschmutz haben die Chronik soeben fertig gestellt.
Diese Frage stellen sich derzeit die Nutzer von foursquare.com. Kein anderes Social Network freut sich über derartige Zuwachsraten im Geek-Segment, seit Judith letzte Woche über den neuesten Hype am Sektor "freiwillige Lokalisierung" berichtete. Denn Überwachungskameras waren gestern - heute machen wir unsere "check ins" freiwillig, und wer einen Ort am häufigsten besucht, wird - zumindest solange, bis ihn ein anderer User von der Spitze der Georeferenzierungs-Pyramide verdrängt - zu dessen "Mayor".
Im ersten Moment hab ich ja auf eine Viral-Kampagne von Qype getippt, aber denen trau ich nicht genug Originalität zu. Viel mehr als die Eincheck- und Shout-Funktionen bietet die Plattform bisher noch nicht - trotzdem meinen wir: das Ding könnte Zukunft haben, denn Foursquare ist simpel und auf den ersten Blick vollkommen sinnlos: und das sind, wie uns Twitter gezeigt hat, wohl die besten Voraussetzungen für einen lang anhaltenden Hype. Obwohl Michael Arrington da durchaus gewisse Bedenken hat:
But all this time I've had a nagging feeling that Foursquare, at least in its current form, is not going to be the next Twitter, as some people have concluded. Because as good as Foursquare is at figuring out where and what your friends are up to, they can’t hope to compete with Facebook. That is, if Facebook does Geo right.
Wer sich für das Potential von Foursquare näher interessiert, sollte sich Zeit nehmen für dieses ausgedehnte Posting - Michael vermutet, dass der spielerische Aspekt der Badges nur kurzfristige Anreize bietet und spricht davon, dass sich in 2 Jahren niemand mehr für die Zahl der Logins interessieren wird. Ich denke, in 24 Monaten werden sich die Betreiber noch einiges einfallen lassen. Ob der Vorsprung reicht, muss sich aber tatsächlich erst zeigen: die Gerüchteküche weiß, dass Facebook in Kürze mit eigenen Location-based Services starten will.
Manch Realitätsverweigerer im Alpenvorland mag noch immer glauben, dass Twitter ein Tool zur Befriedigung persönlicher Kommunikationsbedürfnisse sei und jeden verfluchen, der nicht nur uneigennützig launige Tweets mit reinem Herzen verschickt.
Doch einmal mehr wird klar, wohin es mit Twitter gehen wird - und wohl auch gehen soll, zumindest um Geld zu verdienen: Twitter wird ab Anfang 2010 Commercial Accounts launchen. Hoffen wir, dass das Ganze nicht so ein Feature Desaster wird wie zuletzt bei den Twitter Lists und beim Retweet Feature. Was soll das neue Feature können? Techwatch weiß Näheres:
The paid-for commercial accounts would offer extra services. Talking to the BBC, Stone said "You will be able to pay for an additional layer of access to learn more about your Twitter account – get some feedback, some analytics, become a better 'Twitterer'."
Was aber ist nun ein "Commercial Tweeper"? Interessiert es mich nicht auch als Casual User, für welche Themen meine Follower sich interessieren und welche Links sie klicken? In Anbetracht der oben erwähnten Feature-Unausgereiftheiten darf man sich ein bisschen Sorgen machen, wer nun als Commercial Tweeper gelten wird und welche Bürden einem auferlegt werden.
Ich nutze für automatisierte Log-Ins seit langem das geniale Roboform, das unglaublich viele Copy-Paste spart und noch dazu multiple Identitäten perfekt verwaltet, schließlich sind wir Social Web Pros manchmal alle ein bisschen schizo. Ein solches Helferlein könnte für Firefox-User aber bald überflüssig werden, wie ReadWriteWeb berichtet:
Firefox gets distributed social networking and identity management. The good people who work on the revolutionary, open-sourced, and occasionally maligned browser have been hard at work on making cross-site navigation and portable IDs a solvable problem. A discrete button to the left of the URL that can tell users whether or not they are logged in to a particular site and allow them to log in without further navigation
Details zur Implementierung und Screenshots gibt's im Weblog von Mozilla-Entwickler azarask. Mehr in theoretische Spekulationen als in die Frage der praktischen Umsetzung vertieft sich ein ausführlicher Beitrag auf Stay'n'Alive: The Future has no Log In Button:
For this to happen we need more involvement from all. Maybe I'm crazy, but this future is as clear as day for me. I see a future where I go do what I want to do, when I want to, and I get the exact experience I asked for. This is entirely possible. Why aren't we all focusing on this?
Aber tun wir doch ohnehin! Wird wohl bloß noch ein Weilchen dauern
Wikipedia, die fünfthäufigst geklickte Website der Welt, ist so suprig, dass einem fast die Superlative ausgehen. Man findet beinahe jede nur erdenkliche Info, die Inhalte sind mittlerweile so gut, dass man bedenkenlos fürs Unireferat Copy-Pasten kann, die Enzyklopädia Britannica wurde sowohl in Bezug auf Qualität der Artikel wie auf Aktualität meilenweit abgehängt und am suprigsten: Die Schwarmintelligenz. Wisdom of the Crowds. Ein Märchen, das wahr geworden scheint. Leider ist nicht alles so rosig im Reich von Wikipedia und seiner Schwarmintelligenz. Denn wie wir alle aus der Schule, von der Uni oder aus dem Berufsleben wissen: So schön es sein kann, wenn man in Gruppen arbeitet - meist gibt es nichts schlimmeres, als in Gruppen arbeiten zu müssen. Und dies scheint zuletzt auch die Motivation der freiwilligen Wikipedia Mitarbeiter zu sein:
"Wikipedia is becoming a more hostile environment," contends Mr. Ortega, a project manager at Libresoft, a research group at the Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. "Many people are getting burnt out when they have to debate about the contents of certain articles again and again." [...] Wikipedia's struggles raise questions about the evolution of "crowdsourcing", one of the Internet era's most cherished principles. Crowdsourcing posits that there is wisdom in aggregating independent contributions from multitudes of Web users. It has been promoted as a new and better way for large numbers of individuals to collaborate on tasks, without the rules and hierarchies of traditional organizations."
Klingt nach Crowd Ebbing....
Ein interessantes Beispiel von Crowd Fail, dem Versagen der Schwarmintelligenz beschreibt übrigens Jaron Larnier auf edge.org.
Für erhitzte SEO-Gemüter (aber andererseits gilt das für jedes Posting am offiziellen Google-Blog) sorgte kürzlich die Ankündigung des neuen Format "Breadcrumbs" in den Suchergebnissen:
The new display provides valuable context and new navigation options. The changes are rolling out now and should be available globally in the next few days.
Some web addresses help you understand the structure of the site and how the specific page fits into the site hierarchy. For example, consider a search for the biography of Vint Cerf (Google's Internet Evangelist). The URL for one result, "www.google.com/corporate/execs.html," shows that the page is located in a page about "execs," under "corporate," which is on the "google.com" site. This can provide valuable context when deciding whether to click on the result.
Klingt unverständlich? Am Screenshot wird das ganze Ausmaß des Dramas sofort klar:

Klingt auf den ersten Blick gut, hat aber viel weniger mit Usability als mit Markt-Protektionismus zu tun, wie John On völlig zutreffend anmerkt:
In the example Aaron provided, Google has replaced a very helpful, meaningful and rich URL with a much less relevant breadcrumb. But Google wants everyone to watch how those breadcrumbs help average web sites, because Google doesn't want you to look behind the curtain. [...] This URL removal is an anti-competitive practice that seeks to hinder the efforts of companies that re-sell Google's data, whether they be SEO research services or re-purposers (scrapers). It is the unique URL (and unique domain name) that enables everyone else to make money on the web. As long as every consumer has to go through Google to find a web page, Google has a chance to take a piece of the profits.
Und warum macht das überhaupt einen Unterschied, wo die Seiten doch auf den SERPs verlinkt sind? Nun, dazu muss man sich vor Augen halten, dass Google in den letzten Monaten immer mehr Links durch Redirects ersetzt hat - in der Tat deutet die ganze Entwicklung stark drauf hin, dass in absehbarer Zeit keine Third Party Applikation mehr umfassende Einsicht in Googles Spielweise haben wird.
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I don't think "mega-blogging" is actually a thing, I just made it up to make the title sound more dramatic. But if mega-blogging were a thing, you would do it with WordPress. Micro-blogging is a thing, ash a lot of people do it with Twitter.
Von wem könnte dieses Zitat wohl stammen? (Es folgt eine Nachdenk-Leerzeile.)
Genau - Matt Mullenweg hat sich Gedanken über Twitter vs. WordPress, oder genauer gesagt über Twitter neben WordPress gemacht. Auslöser war ein Statistik-Posting auf TechCrunch mit dem inhalts-erklärenden Titel Blogging Vs. Microblogging: Twitter's Global Growth Flattens, While WordPress' Picks Up.
Vor einigen Monaten war ja mal die Rede davon, dass Micro-Blogging "normale" Weblogs mittelfristig verdrängen würden. Dabei handelte es sich aber, was schon damals klar ersichtlich war, um eine grobe Fehleinschätzung: die beiden Formaten leisten Unterschiedliches, ergänzen sich aber hervorragend. Und ohne "Mothership" lässt sich's im Social Web nun mal schwer navigieren. Matt spricht aber auch ein Thema an, das mir auch schon einiges an Kopfzerbrechen bereitet hat:
How tweets get imported into a blog is still an open question for me. I've seen lots of ways people have attempted it but when a blog becomes an activity stream it becomes a weak version of all the things it aggregates, less than the sum of its parts, because of the loss of context.
Nach einer harten Woche in Social Media Land kann nur eines helfen - Katzencontent. Dieser ist so süß, dass Diabetikern vom Genuss abgeraten werden muss!
PS: Keine Sorge, der Katzencontent wird mir nieeeee ausgehen!
"This week in Startups" heißt der Video-Podcast von Jason Calacanis - letzte Woche waren Programmier-Guru Joel Spolsky und WordPress-Mastermind Matt Mullenweg zu Gast: absolut sehenswertes Interview für alle, die sich schon mal gefragt haben, wie das populärste CMS der Welt eigentlich entstanden ist.
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Das war's auch schon wieder für diese Woche - wir danken artig für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen uns - alle sieben Tage wieder - dass Sie unserer allwöchentlichen Rückblickerei auch weiterhin gewogen bleiben. Auf datenschmutz tut sich nächste Woche wieder einiges: zwei neue Gewinnspiele scharren in den Startlöchern, morgen gibt's ein Interview mit Loic le Meur zu Twitter. In diesem Sinne: schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!
"Mir kommt vor, den Web-Leuten fällt's viel leichter, sich in die Lage von Werbeexperten zu versetzen als umgekehrt - und der Bedarf der Werbewirtschaft an digitalen Auskennern wird immer größer," ist Ali Mahlodji überzeugt, und da kann ich ihm nur zustimmen. In der Tat leidet die Online-Werbewirtschaft an "tradierten Missverständnissen" - ich pflege ja immer zu sagen, "Branding-Effekte" sind die Standard-Ausrede für erfolglose Kampagnen, denn während offline immer indirekt gemessen werden muss, lassen sich im Netz problemlos jeder Lead und jeder Sale nachverfolgen:
Am Werbeplanung Summit hielt Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer der deutschen Performance Marketing Agentur mediascale, einen hervorragenden Vortrag über Affiliate Marketing. Im Vergleich zur österreichischen Marketing-Szene, die nach wie vor 90% ihrer Budgets Media-Agenturen zur breiten Bannerstreuung in den Rachen wirft, ist unser Nachbarland in punkto Performance Marketing schon wesentlich hellhöriger - was sich nicht zuletzt am durchschlagenden Erfolg einiger Affiliate Networks äußert. Im Anschluss an seinen Vortrag habe ich mit Wolfgang Bescheid ein zweiteiliges Interview über Chancen und Herausforderungen des virtuellen Performance Marketing geführt:
Nationale Märkte unterscheiden sich nicht bloß durch die Sprache voneinander - oft sind es die feinen, kulturell geprägten Details, die ein in Westeuropa und Amerika erfolgreiches Business-Modell in Asien scheitern lassen. China unterscheidet sich durch eine weitere Besonderheit von anderen Ländern: hier kontrolliert Übervater Staat mittels der Great Chinese Firewall den Netz-Zugang aufs strikteste. Dass diese staatliche Zensur nicht nur politische, sondern auch handfeste wirtschaftliche Auswirkungen hat, illustriert Juergen Hoebarth, der die Internet-Szene der Volksrepublik mittlerweile besser kennt als seine eigenen Westentasche, in einem äußerst lesenswerten Essay.
Don't forget China, veröffentlicht als Gratis-eBook Download, geht vor allem auf die Copycat-Problematik ein, denn in vielen Fällen ist die Kopie erfolgreicher als das Original:
As we can see in China there is definitely a copycat of every success story form the west and they are doing very well. This last case concerning the video portal sector in the Chinese market is really interesting, because it is a battle where an international site like Youtube has more or less no chance to win. Bureaucratic restrictions by the Chinese government just kick them out of the market. Once there is a copycat brand for a service that is better known, it is hard for the original to get into the market again, even when the restrictions are removed and an agreement is reached between Google, who owns Youtube and the Chinese government. The reason, for censorship at the moment, is that there have been regime critical videos between the millions that are offered on Youtube.
Bis 2010 will die chinesische Regierung jedes Dorf im Reich der Mitte mit Breitband-Anschluss versorgt haben - davon kann Deutschland nur träumen :evil: Wer ein international orientiertes Web-Startup Unternehmen gründet, dürfe sich längst im mehr ausschließlich am englischsprachigen Teil der Welt orientieren:
As we live in a global world we are in a global competition as well, and so I would say the fast, smart and clever one will win the race and those who are thinking from the beginning on about a global strategy when they found a company will survive and if they are well prepared and know the rules of the Chinese internet market and adapt some issues, they definitely will have a chance to survive in this country as well and will not get kicked out as easily as the big global net giants have been before by their Chinese copycats.
Besonders illustrativ ist das im eBook ausführlich beschriebene Beispiel eBays: das Auktionshaus musste sich wegen chronischer Erfolglosigkeit schließlich ganz aus China zurückziehen: man hatte weder bedacht, dass eine direkte Kontaktaufnahme zwischen Käufer und Verkäufer einen für Chinesen unerlässlichen Vertrauensbeweis darstellt, noch dass sich die Verbreitung von Kreditkarten in engen Grenzen hält.
Wer mit seinen (Online)-Produkten als zukünftig nicht nur Frieda, Emanuel und John, sondern auch Bao, Fang und Wei erreichen möchte, sollte unbedingt mal einen Blick auf dieses PDF-werfen: Direktdownload: Don't forget China
Diese Woche änderte Twitter die Nutzungsbedingungen, was für reichlich Diskussion in Micro-Blogosphäre und Blogosphäre sorgte. Noch immer ist unklar, wie genau das Business-Modell funktionieren soll, aber momentan scheint Werbefinanzierung durchaus wahrscheinlicher als die Einführung von Pro-Accounts. Ebenfalls überraschend, wenn auch nur für mich persönlich: am Samstag hat Facebook meine Account gesperrt - meines Wissens nach grundlos, aber ich versuche gerade, der Sache nachzugehen. Besonders unangenehm dabei: derzeit habe ich keinen Zugriff auf den Ad-Manager, mit dem ich meine laufenden Kampagnen verwalte und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Vorgehensweise rechtlich zulässig ist - aber ich werde die p.t. Leserschaft natürlich über meinen "Präzedenzfall" am laufenden halten. Aber weil ich ohne FB am Wochenende plötzlich so viel Zeit hatte, konnte ich endlich wieder mal ausgiebig neue WordPress-Plugins testen. In letzter Zeit erschienen einige geniale Erweiterungen, Details dazu in Kürze in einem eigenen Beitrag. Und: am Montag gibt's ein neues Gewinnspiel (Stichwort: Albertina) und am Dienstag das Guy Kawasaki Interview in voller Länger. Aber nun genug vorausgeschaut, Linzerschnitte und datadirt blicken wieder drei Tage zurück.
Shoemoney, wie gewohnt scharfer Beobachter von IRL-Marketing-Strategien, hat eine interessante Anekdote vom Jahrmarkt zu erzählen:
Last Sunday I went to the Nebraska State Fair with my wife and 2 girls. While walking around I came across a interesting "booth". Had a great eye catching headline of "Are You Going To Heaven?" with a nice red FREE sticker on the side. After eavesdropping on a couple people while waiting for my wife (and 2 daughters) to return from the bathroom, the gig is this. He asks you 2 questions. 1) What is your deepest darkest sin? and 2) Do you accept Jesus Christ as your savior? After you answer those questions he tells you for $50.00 he will tell you if you will go to heaven or not if you passed away right now.
Ausgehend von diesem ausgesprochen paranormalen Service stellt er die Frage, wann ein Business-Modell denn eigentlich Betrug sei - und stellt als Gedankenexperiment einen wirklich bösen Service für werdende Eltern vor. Erinnert mich irgendwie an Clifford Stoll's Silicon Snake Oil: Second Thoughts on the Information Highway.
Unsere Freunde von Facebook wurden ihrem Ruf als Copycat und Möchtegern-Twitter-Double diese Woche wieder gerecht. Seit dieser Woche nämlich hat das "@" aka "ät" aka "Klammeraffe" aka "diese komische Spirale da" Einzug gehalten in die Wallpost und Status Updates des Unsocial Networks. Wie bei Twitter auch kann mit dem "@" ein Freund getagged werden, der Name verlinkt mit dem jeweiligen Profil. Neben Freunde können auch Events und Gruppen verlinkt werden.
As you type the name of what you would like to reference, a drop-down menu will appear that allows you to choose from your list of friends and other connections, including groups, events, applications and Pages. Soon, you'll be able to tag friends from applications as well.
Der wesentliche Unterschied zu Twitter: das @ verschwindet mit der Veröffentlichung des Updates bzw. Posts, Details kennt das offiziell Facebook Blog.
GigaOm stellt die Top 15 Social Media Influencers vor:
Hundreds of startups, giants like Nokia and Motorola and disruptors such as Apple and Google are all positioning themselves for what is going to be a bonanza as big as the wired Internet. Below are GigaOM editors’ top 15 most influential people in the Mobile Internet; together they make up the inaugural Mobilize 15 Influencers, a list that is going to be published annually in tandem with our Mobilize conference.
Und weil wir bekanntlich im Social Web unterwegs sind, dürfen die Besucher über die Reihenfolge abstimmen. Europäer ist auf der Liste übrigens keiner vertreten - dabei tut sich auch hierzulande einiges, Stichwort: Mobile Camp. Dieses von A1 finanzierte Barcamp findet am 26./27. September im Rahmen der A1 Innovation Days bei der Telekom (Lassallestraße 9, 1020 Wien) statt - bisher haben sich bereits über 130 Teilnehmer angemeldet. Wird sicherlich sehr spannend. Ein Besuch geht sich bei mir aber leider nicht aus da ich zur gleichen Zeit beim von mir mit gesponserten Almcamp im Maltatal sein werde.
So modern ist Twitter auch wieder nicht - meint die englische Daily Mail. Bereits vor 100 Jahren benutzte man Postkarten, um sich kurze tagesaktuelle Meldungen zukommen zu lassen:
Fans of Twitter and Facebook may believe they are pioneers in the world of social networking. But 100 years before micro-blogging and status updates, Edwardian Britain was using the humble postcard for just the same purpose. [...] Researchers have calculated that almost six billion postcards - an average of 200 per person - were posted in Britain over a nine-year period from 1901 and 1910. Since post was delivered up to 10 times a day in major cities, the medium allowed users to write and respond quickly and cheaply.
Schau an, schau an - ganz ohne Steampunk wurde also schon damals mit großem Genuss über alle möglichen Belanglosigkeiten geredet. Smileys dürften allerdings noch nicht en vogue gewesen sein...
Wer kurzfristige Beachtung möchte, muss einfach nur was Dummes tun. Das haben die Terroristen und Amokläufer dieser Welt dank der hervorragenden Mitarbeit des Erfüllungsgehilfen Massenmedium bereits mehrfach bewiesen. Wer für Gewalttätigkeit zu gut erzogen ist, der erreicht einen ähnlichen und nachhaltigeren Effekt auch meist mit etwas Kulturpessimismus. Bester Beweis diese Woche: Dr. Stacy Alloway!
Wer viel Zeit mit sozialen Netzwerken wie Facebook verbringt, verbessert ein Schlüsselelement zur Intelligenz, die für Erfolg in unserem Leben sorgt.(...) Twitter soll den gegenteiligen Effekt haben.
Genau. Und Computerspiele generieren Massenmörder.
Heulen und Zähneknirschen hin oder her: die klassische Verlagsbranche ist zum Sterben verurteilt, denn blöderweise wird die Erstellung des lästigen Kontännts, den man braucht, um die weißen Flächen zwischen den Werbungen aufzufüllen, immer teurer. Ohne neue Business-Modelle und Ideen sieht's wirklich duster aus, nur die Kronenzeitung in Österreich bleibt verschont, sonst müsste Armin Thurnherr am Ende noch seinen letzten Editorial-Stehsatz über den Mediamil-Komplex ändern. (Warum man den überaus unsympathisch verbohrten Kriegstreiber-Deppen Cato den Älteren paraphrasiert, werd ich allerdings nie verstehen.) Aber zurück zum Thema: The Equity Kicker hätte da ein paar Vorschläge, quasi Inspiration für verzweifelte Verleger:
In the news industry, it is the news itself that has become abundant. Making a trip to the corner shop and buying a paper to find out what is happening in the world has shifted from being the only option to being the least good of a thousand options. I prefer to check Techmeme and Twitter, but there is the choice of thousands of other sites, aggregators and services that can deliver to your desktop or mobile. Moreover, there is no exclusivity in news per se – getting the headline from one place is pretty much equivalent to getting it from another.
The good news is that every abundance creates new scarcities and this is where the news industry must go to make money in the 21st century. The scarcities created (and enabled) by abundant news are interesting stories, thought provoking analysis, conversation and community, and trust/verification.
"Eine Tastatur ist einfach schneller als ne Maus / mit diesen Shortcuts bin ich schneller wieder aus dem Reader raus": Der Tägliche Webarbeiter hat Tipps zur Beschleunigung der RSS-Konsumation:
Google Reader has an extensive list of available shortcuts. It would take quite a bit of effort to learn how to use them all, so in this post I'm just going to share those that I use every day to make trawling through my feeds a little bit faster.
Mein neuer Favorit: v wie View original. Dieser Short-Cut öffnet den aktuellen Link in einem neuen Fenster. Auch nicht schlecht: Shift+a markiert alle Beiträge des aktuellen Feeds als gelesen.
Nach Video und Foto nun auch noch der Mix der Woche: diese Rubrik wird allerdings nicht jede Woche dabei sein, sondern nur wenn wir zufällig oder gezielt auf eine besonders gelungene Trackmontage stoßen - wie in dieser Woche auf Update von DJ Sight (Duzz Down Recordings). Man muss kein Hip Hopper sein, um zu den funky Grooves, die der Zeremonienmeister da auf Soundcloud serviert, zu diggen!
Mit Eternal Wanderer ist Mamnaimie eine außergewöhnliche Schwarz-Weiß-Komposition gelungen - aber sehen Sie selbst:
Zwar schon älter, aber eben wiederentdeckt: Ein weiterer Beweis, warum Katzen einfach nur cool sind. Vor allem miteinander spielende Katzen. Die haben den retardiert sabbernden, infantilen Kötern einfach soooo viel voraus. [Anmerkung von ritchie: diese Aussage spiegelt nicht die Meinung des Blogbetreibers wieder, sondern deren genaues Gegenteil.] Voilá, das Katzenkatapult!
Meine Videos der Woche gibt's heute ausnahmsweise im Doppelpack - ich hab auf Vimeo zwei sehr schräge Animations-Filme gefunden, zwischen denen ich mich nicht entscheiden konnte - "My Day" von Eamonn O'Neill und "The Tourist" von Animalcolm. Viel Vergnügen!
http://www.vimeo.com/6253749Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unserer Rückblickerei angelangt. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit, wünschen schöne restliche Sonntagsminuten und einen guten Start in die kommende Woche - und lesen uns morgen!
Wie schon (mehrfach :mrgreen:) erwähnt hatte ich letzte Woche die großartige Gelegenheit, Guy Kawasaki zu interviewen. Der amerikanische Venture-Kapitalist und Blogger war auf Einladung von BusinessKitchen und WKO in Wien zu Gast, um in der Schönbrunner Orangerie eine Keynote über das Thema "Innovation" zu halten.
Ich finde es einfach nur grandios, dass ich Gelegenheit hatte, mit Guy im Café Sperl ausführlich zu plaudern - über die Stationen seiner Karriere, seine aktuellen Projekte und seine Ideen zu Twitter und Facebook. Ich bin ausgesprochen sicher, dass jeder Web-Marketer von Guys Ideen eine Menge lernen kann - mich persönlich hat das Gespräch jedenfalls hochgradig inspiriert. Um meine Begeisterung zu erklären, muss ich ein wenig ausholen: wie jeder Web 2.0 Berater (und jeder gute Verkäufer) weiß, entsteht Vertrauen nicht als Resultat einer einmaligen Aktion. Vertrauen entsteht vielmehr im Lauf der Zeit - in IRL genauso wie in virtuellen Beziehungen. Wenn man Blogger ist, gewöhnt man sich rasch daran, Unmengen von RSS-Feeds zu scannen, aber irgendwann reduziert man die Zahl der abonnierten Blogs dann wieder und behält nur jene Personen am Radar, die genuin eigene Ideen haben und von denen man immer wieder was Neues lernen kann. Das waren für mich in den letzten drei Jahren vor allem 3 Personen: Jeremy Shoemaker, Seth Godin und - ja, richtig geraten: Guy Kawasaki. Hier ein kurzer Teaser - das komplette Interview gibt's am Dienstag auf datadirt: