datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
Jürgen Liechtenecker, Meral Akin-Hecke Finnland meshed #1 Marlis Rumler, uBoot Kapitänin bcklu2010-51
datenschmutz RSS Feed
1,065 zufriedene Leser
RSS jetzt abonnieren
Twitter
48,561 Followers
auf Twitter folgen

Archiv für die Kategorie „open.source“

WordPress 3.0 – Wohin geht die Reise?

Mitte 2010, ein genauer Release-Termin steht noch nicht fest, wird WordPress mit dem Versionssprung auf die Drei vor dem Komma einen weiteren gewaltigen Schritt vollziehen. Die Trennung in WP und WP-MU ist Geschichte, ab der Version 3.0 wird *jedes* WordPress-CMS die Fähigkeit spendiert bekommen, multiple Blogs zu hosten.

WordPress 3.0

Ein ungutes Erbe der Vergangenheit wird ebenfalls beseitigt: das unübersichtliche, schlecht dokumentiert und mit if-then Abfragen vollgestopfte Standard-Theme "Kubrick" (aka das WordPress-Template aus der Hölle) wird endlich in den Ruhestand geschickt. Das von Grund auf neu gestrickte Standard-Theme wird den Namen 2010 tragen, eine sehr gelungene Referenz an Stanleys "2001 - Odyssee im Weltraum" Follow-Up. Diesen Beitrag weiterlesen »

Zwischenbericht vom Elevate Festival

DJ SpookyGestern Abend rockte DJ Spooky den Dom im Berg - direkt nach der einleitenden Podiumsdiskussion, die ich aufgrund verspäteter Anreise leider verpasst habe, trat New Yorks Illbient-Aushängeschild hinter die Turntables. An meinem heutigen Kater war allerdings in erster Linie Herr EmeeGrant schuld, der in punkto Floor-Moving und Selection meiner Meinung locker mit Spooky mithalten konnte.

Als wir um halb zehn im Dom im Berg eintragen, war die Location noch eher spärlich gefüllt, das ändere sich in den folgenden Stunden allerdings recht rasant. Spooky trat vor zu Beginn ob des Wahlergebnisses enthusiasmiert ans Mikro und kündigte ein fröhliches Mash-Up Set an, und dieses Versprechen hielt er ebenso routiniert wie gekonnt mit einem weiten Bogen von James Brown bis Panjabi MC ein. Partytechnisch ging das Konzept voll auf, ruhig an seinem Platz stand nach einer Stunde jedenfalls niemand mehr. Allerdings hätte ich persönlich wesentlich lieber den Illbient-Scratch-Wahnsinn, den ich von Spookys älteren Platten gewohnt bin, gehört - und muss im Nachhinein Richard Pyrker zustimmen: weite Teile des Sets erinnerten an die klassische Too Many DJs Masche, was dann doch ein wenig unerwartet kam. Hier ein paar Bilder vom gestrigen Abend - aufgenommen mit Anjas iPhone:

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..

Die Überraschung des Abends lieferte für mich dann wie gesagt der Grazer DJ und Musikvernetzer EmeeGrant: was als vergleichsweise harmloses Funk-Set beginn, morphte innerhalb der ersten Stunde zu einem fantastischen elektronischen Groove irgendwo zwischen Dub, Techno, Afro, Minimal und Intelligent House, der genau die richtige Mischung aus Anknüpfungs-Punkten und neuen Beats bot. Two thumbs up! EmeeGrant steht ab sofort auf meiner Watch-List.

Von Umverteilungsschwierigkeiten

Heute von 12:00 bis 14:00 Uhr trafen wir uns in der Grünen Akademie, um beim Workshop "Creative Commons and Collecting Societies" in der Grünen Akademie. Obwohl Paul Keller von CC Österreich aus gesundheitlichen Gründen absagen musste und mich die Nachwirkungen des Party-Abends noch einigermaßen im Griff hatten, entwickelte sich ein äußerst spanendes Gespräch.

Mit dabei waren neben Christian Schwanz aka CEE (der morgen Abend auch im Dom auflegt), Christoph Kummerer von Netvinyl.org/a> und Bernhard Hansbauer, Betreiber der Netzlabels Laridae und Bleak diverse Musik-Praktiker, und nach einer Stunde Diskussion wurde schnell klar: Schwein des Anstoßes ist jener Paragraph im AKM-Vertrag, der Musiker verpflichtet, *jedes* ihrer Stück anzumelden. Es ist rechtlich nicht möglich, einzelne Tracks von der AKM-Vertretung rauszunehmen (etwa zur Eigenverwertung). Dass die Collecting Societies in Österreich irgendwo im 19. Jahrhundert stecken geblieben sind und einer einigen Austropopper eine gemütliche Pension ermöglichen, ist eine Sache. Dass ein Großteil der "kleinen" Musiker in Radio-, Clublisten etc. gar nicht erfasst werden, und sozusagen unter dem Radar der pauschalisierten Abrechnung durchfliegen, eine andere - und zeigt, wie dringend man endlich auf die veränderte Situation reagieren müsste. (Und damit meine ich, dass Musik längst nicht primär auf Notenblättern vertrieben wird :mrgreen:)

Jenseits von Begehrlichkeiten der Major Labels lautet die zentrale Frage, wie ein Abrechnungssystem aussehen könnte, das endlich auch dem musikalischen "Longtail" zugute kommt. Mir persönlich gefällt Christophs Vorschlag, einen Teil der Gelder nicht direkt auszuzahlen, sondern in sinnvolle Infrastruktur-Förderung, die Musikern zugute kommt, ausgesprochen gut. Ebenfalls ein wichtiger Punkt in der Diskussion waren die "Limitationen" der Creative Commons Musterverträge: was "bringt" die CC Lizenz, was kann sie nicht leisten?

Selbstverständlich ist dieses Thema viel zu komplex, um innerhalb eines Workshops abgehandelt werden zu können. Und daher habe ich mich auch sehr über Rainer Praschaks Angebot, unsere "Was-wäre-wenn-Runde" im Mica in Wien fort zu setzen - idealerweise mit Vertretern der AKM/AUME. Denn dort scheinen manche Verantwortlich zu glauben, dass CC-Lizenzen sich als Nerd-Hobby einiger verstiegener Elektroniker abtun lassen. Aber sobald man ein paar Schritte zurücktritt und versucht, eine etwas weitere Perspektive zu gewinnen, wird eines ganz schnell klar: der (rechtliche) Umgang mit Kulturgütern war und ist von klar ökonomischen Interessen geprägt, und die kommen in erster Linie den Big Players (falls man diesen Begriff in .at überhaupt anwenden kann) zugute. Es ist höchste Zeit, ein Modell zu finden, dass die gesellschaftliche Dimension der Kulturproduktion ebenso berücksichtigt wie die Ansprüche und Wünsche des "kleinen" Musikers.

Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung des Workshops und auf Atom tm morgen Abend im Dom! An dieser Stelle noch ein ganz großes Kompliment an die Veranstalter: ihr habt ein fantastisches Festival mit großartiger Atmosphäre, spannenden Gästen und einem Spitzen-Line-Up aufgestellt: Respekt!

Anschauungs.Unterricht: Revolution-Themes werden Open Source

Revolution themes go open sourceBrian Gardner hat seine Wordpress Themes bislang sehr erfolgreich verkauft - Anfang Oktober kündigte er seinem Blog an, dass die Revolution Serie zukünftig Open Source Software und unter die GPL gestellt wird. Gemeinsam mit Jason Schuller, Betreiber von WPElements, will Brian "etwas Größeres" auf die Beine stellen. Ich kenne kaum jemanden, der soviel Ahnung von WP Theme Design hat - kein Wunder, dass die Revolution Templates weggingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Ich habe selbst angepasste Versionen für diverse kommerzielle Projekte verwendet, unter anderem bildete ein Revolution Theme auch den Ausgangspunkt für die fatfoogoo Seite (Vom Originalcode ist nach zahllosen Modifikationen allerdings nicht mehr viel übrig, Revolution hat aber im Vergleich zur Entwicklung from scratch trotzdem immens Zeit gespart.) Folgender Absatz in Brians Statement hat mich besonders gefreut:

This one is really simple - more than anything, Jason and I want to develop a resource and community that is perfectly aligned with WordPress. Both he and I have been fortunate enough to leave our day jobs within the past year and have developed our own media companies. None of that would have been possible without the existence of WordPress, which is solely built and supported by the open source community.

Da klingt nämlich etwas durch, das im hektischen Daily Business, in Träumen von get-rich-quick und geplatzten Blasen viel zu oft untergeht: jenseits von megalomanischen Community-Ideen, Pyramidenspielen in neuem Gewand und überbewerteten Aktien haben sich in den letzten Jahren eine Menge Unternehmer mit solider "Handwerksarbeit" (sofern man im virtuellen Raum diesen Begriff benutzen darf) ihre eigenen Businessmodell aufgebaut - und die funktionieren innerhalb der Community perfekt, ganz ohne Business Angels, Seed Financing und Venture Capital Funds.

Das ist einer der Gründe, warum mir die Weltwirtschaftskrise nicht besonders viele Sorgen macht (neben dem Umstand, dass ich keinerlei Aktien besitze und keine Kredite laufen haben): viele große Firmen werden erstmal ihre Marketingbudgets kürzen, was die Industrie trifft. Aber zugleich werden nachhaltige Werbe-/Kommunikationsformen und wendige Netzwerke mit geringen Overheadkosten immer stärker gefragt sein... soweit meine durchwegs optimistische Prognose.

Elevate 08: Commons, soweit das Auge blickt

5. November 2008bis9. November 2008

Elevate Festival 2008Das Elevate Festival gehört zu meinen Top-Favoriten unter Festivals, weil die wenigsten Veranstalter mehrtätiger elektronischer Tanzmusiken sich die Mühe machen, intensiv über den kommerziellen Tellerrand hinaus zu blicken. Das war beim Elevate von Beginn an diametral anders: neben den Big Names fanden am Dancefloor stets hochinteressante Exoten ihren Bühnenplatz, zugleich nehmen das nicht-nächtliche Workshop-Geschehen und die reflexive Ebene eine angenehm wichtige Stellung ein. Etliche Highlights der dritten Auflage, die in diesem Jahr unter dem Motto "Commons" (Gemeingüter) steht, sind bereits fixiert, nähere Details zum Programm finden Festival-Reisende auf Elevate.at. Ich habe das Organisationsteam des Festivals befragt, was den Event, der rund um den Grazer Schlossberg angesiedelt ist, von der "Konkurrenz" unterscheidet.

Dass darunter der Partyfaktor leidet, muss niemand befürchten, ganz im Gegenteil: während beim Spring Festival - zumindest für meinen Geschmack - etliche Lückenfüller und eher rückwärtsgewandte Acts am Start waren, beginnen meine Tanzbeine schon beim Blick aufs diesjährige Line-Up zu zucken: DJ Spooky wird sowohl einen Workshop abhalten als auch den Dancefloor rocken (auf das Interview, sozusagen eine "Fortsetzung" unserer ersten Unterhaltung in Linz, freu ich mich schon sehr), und wenn ich schon Senor Coconut gleich zweimal verpasst habe, so werd ich beim Elevate endlich mal Mr. Atomheart spielen hören. Außerdem hat mich Simon zu einem Commons-Workshop eingeladen - da ich das Elevate im letzten Jahr ja leider grippe-halber verpasst hab, freu ich mich umso mehr auf die 2k8er Auflage. Und dass der Dom im Berg meine österreichische Lieblings-Location ist, hab ich an dieser Stelle sowieso schon mehrmals erwähnt.

Zeit und Ort: elevate Festival, 5.-9. November, in und rund um den Grazer Schlossberg
[wp_geo_map]

Interview mit den Elevate-Machern

datenschmutz: Was unterscheidet das Elevate-Festival von anderen Parties mit elektronischer Tanzmusik, z.B. dem Spring Festival in Graz?

Elevate-Team: Das Elevate Festival unterscheidet sich wesentlich von anderen Festivals, allein schon durch die besondere Kombination aus Musik und Kunst mit politischem Diskurs, die aus unserer Sicht als einzigartig zu bezeichnen ist. Dass Elevate sich auch musikalisch stark von anderen Festivals unterscheidet, liegt vor allem auch an unserem eigenen Anspruch und unserem Interesse, zum Teil wenig massentaugliche, dafür umso interessantere Musik in der intimen Atmosphäre einzelner Clubnächte / Konzerte zu präsentieren, Qualität statt Quantität ist da unsere Devise.

?: Die Spaß-Rave-Kultur hat ihren Zenit überschritten, digital Culture beschränkt sich längst nicht mehr bloß auf das Thema Musikproduktion. Wie geht man als Festivalveranstalter mit dieser Situation um?

Dom im Berg!: Wir thematisieren es! Das Elevate Festival 2008 setzt sich (wie auch schon in den Jahren zuvor) mit politischen Inhalten auseinander, die oft auch eine Schnittstelle zum Thema Kunst und Musik bilden. Ob digitales Videostreaming und freie Medien im Jahr 2006 oder freie Netzwerke und open-source Softwareentwicklung im Jahr 2007 - Elevate hat und hatte immer auch einen starken Fokus auf Technologie. 2008 ist die Verschränkung von Musik, Kunst und dem diskursiven Bereich so eng wie nie, denn Commons sind überall – siehe z.B. Creative Commons.

?: Gibt es aufs Elevate Festival ausreichend mediale Resonanz, oder beschränkt sich die Wahrnehmung der Mainstream-Medien nach wie vor auf die ars electronica?

!: MedienpartnerInnen wie die Kleine Zeitung, ORF, Falter, FM4 und The Gap zeigen, dass das Elevate Festival eine sehr positive Resonanz bekommt, Tendenz steigend!

?: Was sind eure Erwartungen ans Festival? Oder anders gefragt: was sollen Besucher des Elevate nach dem Festival mit nachhause nehmen?

!: BesucherInnen des Festivals sollen auf positive Weise motiviert werden, sich mit den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Heuer wollen wir das Bewusstsein für "Commons", also Gemeingüter schärfen und die Wichtigkeit des aktuellen Diskurses klar machen. Was den musikalischen Teil des Programms betrifft, ist es uns ein großes Anliegen, neue KünstlerInnen und Strömungen abseits des Mainstreams zu präsentieren, auch eine direkte Miteinbeziehung der lokalen und nationalen Musikszene ist uns wichtig.

?: Was sind eure persönlichen Highlights im diesjährigen Line-Up?

!: Fans experimenteller Gitarrenmusik und Noise sei die von DJ Scotch Egg kuratierte Bühne in der Uhrturmkasmatte am Festival- Freitag wärmstens empfohlen. Persönlich freuen wir uns auf die Mischung aus alten Helden wie Felix Kubin, Atom Heart, DJ Spooky und Scorn mit interessanten Newcomern á la Fuck Buttons, Danton Eeprom, Rustie, Deadbeat sowie heimischen Talenten wie Dorian Concept, Clara Moto und vielen mehr. Generell denken wir, dass Elevate auch heuer wieder ein spannendes Programm mit sehr vielen Highlights und Überraschungen bereithält!

Elevate 08: Commonism – die Multiplikation der Commons

5. November 2008bis9. November 2008

elevate Elevate 08: Commonism   die Multiplikation der CommonsUnter dem Motto Commonism steht das diesjährige Elevate Festival in Graz. Ich hätte ja bereits im Vorjahr am Lab teilnehmen sollen, allerdings hielt mich eine lästige Grippe recht effektiv von der Anreise ab - umso mehr freue ich mich, dass Simon mich zum diesjährigen Lab eingeladen hat, denn die Diskussionsrunde dürfte äußerst spannend werden: Paul Keller aus Holland will ein geschlossenes Meeting zum Thema "Collecting Societies meets Creative Commons" veranstalten, Georg Pleger von CC-Österreich wird ebenfalls mit von der Partie sein.

Das Elevate08 findet von 5.-9. November statt, Hauptlocation ist wieder der Dom im Berg, mein österreichisches Lieblings-Venue. Ich bin sicher, dass die Kuratoren des Festivals auch in diesem Jahr wieder für ein äußerst spannendes musikalisches Line-Up sorgen, mehr Infos zum Festival gibt's in Kürze auf elevate.at.

A1: Innovationen von draußen reinlassen

idays1 A1: Innovationen von draußen reinlassenWenn man schon (freiwillig?) dem allgemeinen iPhone-Hype entsagt, dann bleibt umso mehr Energie für die Schlacht an anderen Innovations-Fronten: denen widmet die mobilkom eine neue Seite, die als zentraler Hub für die Anbindung der freien Entwicklerszene fungieren soll. Hier werden also Spezifikationen zu offenen APIs publiziert und Programmierer, die mit Instant Messaging und SIP auf Mobiltelefonen herumspielen wollen, werden hier geholfen.

Um die Motivation der Teilnehmer zu steigern, koppelt A1 die Aktion an ein Gewinnspiel:

Kreative Köpfe werden nun aufgerufen, im Rahmen der A1 InnovationDays vom 29. August bis 1. September 2008 ihre Ideen zu verwirklichen und mit den Prototypen attraktive Preise zu gewinnen. Die Einreichphase für die Ideen startet am 3. Juli 2008.

Angeregt wurde die Idee nicht zuletzt durch die Policy großer Plattformen wie Facebook: anstatt die eigenen Schnittstellen zu hüten wie der Teufel seinen Schwefeltopf, entschied man sich fürs Crowdsourcing. Daraus entstanden eine Menge beliebter Games und Mash-Ups, und genau das ich auch die Idee der A1 Innovations Plattform:

Als Voraussetzung für die Teilnahme an den A1 InnovationDays genügen Kundenverständnis, Programmierkenntnisse und eine Portion Kreativität. Damit lassen sich verschiedene Dienste wie Sprachtelefonie, Text-Messaging und Video miteinander kombinieren bzw. mit zusätzlichen Elementen wie etwa Location-Informationen sinnvoll ergänzen. "Wir bieten Technologiebausteine, die ganz einfach zu bedienen sind. Damit wollen wir die freie Entwickler-Szene in Österreich aktiv fördern und ein Umfeld schaffen, in dem sie eigene Ideen verwirklichen können", beschreibt Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstand Marketing, Vertrieb und Customer Services bei mobilkom austria und Vorstand Marketing und Customer Services, Telekom Austria TA, die Ziele der A1 InnovationDays.

Am 3. Juli begann die Einreichphase, bis zum 15. August werden noch Ideen gesammelt, am 1. September gibt A1 die Gewinner bekannt. Nett daran: es geht keineswegs darum, eine fertige Software hochzuladen, sondern lediglich um das Skizzieren einer Idee. Über die eingereichten Konzepte stimmen alle registrieren A1 UserInnen ab - die derzeitige Top-Idee, das Wearable SIP Videophone, liegt derzeit bei 179 stimmen: wer also eine gute Idee und viele Social Media Freunde hat, könnte durchaus noch den Hauptpreis abstauben.

idays2 A1: Innovationen von draußen reinlassen

Einzelne Projekte können dabei sowohl von Einzelpersonen als auch Teams bearbeitet werden und können während der gesamten Laufzeit durchstöbert und kommentiert werden: potentielle SIP-Jongleure finden dabei sicherlich die eine oder andere Anregung für eigene Service Sketches.

Fox.Trott: Fire-Dreier

firefox3 Fox.Trott: Fire Dreier Die Evolution der Browser macht vor nichts und niemandem halt (vermutlich nicht mal vor Lynx). Wider dem Motto "never run a changing system" habe ich mir vor kurzem die dieser Tage erschienen Final Release von Firefox Version 3 installiert. Mit Ausnahme einiger Plugin-Inkompatibilitäten (das wichtigste, SEO-Quake, ist bereits verfügbar) stieß ich im Gegensatz zu Pete bislang auf keinerlei Probleme.

Falls die Troubles aber tatsächlich an einem fehlenden IE-Update liegen, wäre das in der Tat mehr als streng riechend:

Ich wundere mich aber schon, dass ich scheinbar den IE 7 und ein damit einhergehendes Windows Update installiert haben muss (habe alle Updates installiert nur den IE 7 absichtlich nicht) um den Firefox ordentlich zum Laufen zu bringen. Pervertiert die Idee hinter offener Software.

Ansonsten kann ich bislang zum Fire-Dreier wenig berichten - die Beta hab ich mir nie angesehen, die neuesten Windows-Updates waren bei mir schon vorher installiert - gespeicherte Passwörter und Cookies wurden beim Update nicht übernommen, einmal mehr kann ich nur sagen: danke, liebes KeyPass.

Ob Seiten schneller gerendert werden, kann ich nicht beurteilen, ob Abstürze auftreten, muss die Zukunft zeigen. Irgendwie ist aber alles hässlicher geworden: die Dropdowns, die Schriftarten... lässt sich vermutlich wohl irgendwie umstellen, oder man gewöhnt sich halt einfach dran. Mal gucken, wie sich der Feuerfuchs in der Hardcore-Surfpraxis so schlägt. Die Mozilla Foundation sagt naturgemäß, es handle sich um den besten Firefox ever - hier geht's zum Download.

WordPress: Plugins für bessere Suchfunktion

wplogo WordPress: Plugins für bessere SuchfunktionVorgenommen hab ich's mit schon länger, letztens bin ich endlich mal dazu gekommen, meine Sidebar ein wenig abzuschlanken. Ganz oben auf der Prioritätenliste: eine bessere Suchfunktion. Viele bunte Icons mussten der sommerlichen Hitze weichen, ganz oben im Fokus der rechts-seitigen Aufmerksamkeit steht ab sofort die Searchbox, die dank des LiveSearch-Plugin und Kommentar-Index auch Usability-technisch aufgepimpt wurde.

Wer in Zeiten präventiven Generalverdachts ganz auf Javascript verzichtet, für die/den ändert die LiveSearch gar nichts - alle anderen ge-ajaxten Surfer bekommen direkt während des Eintippens ihres Suchbegriffs einen floating-Layer mit der Ergebnisliste angezeigt. Gibt's mehr als zehn Treffer, führt der Link "Alle Resultate" ebenso wie der Klick auf den Search-Button zur herkömmlichen Such-Ergebnisseite.

Möglich macht's ein Plugin namens Live Search Popup - nach der Installation muss man lediglich entweder ein Codesnippet für die gesamte Suchbox oder wahlweise nur für die Anzeige des Layers an passender Stelle im searchform.php-Template einfügen. Standardmäßig kommt der Popup-Layer in blau-weiß daher (aber keine Sorge, ohne bayrisches Karo!) Backend-Settings gibt's keine - wer Anpassungen an das eigene Farbschema vornehmen will, muss einen Blick in die CSS-Datei des Plugins werfen und gegebenenfalls die Header- und Pfeilgrafiken sowie die pixelgenaue Position anpassen. Ächtüng, Template-Bastler: damit das ganze reibungslos funktioniert, muss die id der Such-Inputbox "s" sein.

Besser mehr suchen

Die hauseigene Suchfunktion von WordPress beschränkt sich auf Postings und umfasst nicht mal statische Seiten - Einstellmöglichkeiten gibt's so gut wie keine. Wer die Suchfunktion einfach nur auf Kommentare und statische Seiten erweitern möchte, greife zu Search Everything - oder zum ungleich mächtigeren Search Unleashed, das einen eigenen Suchindex aufbaut und damit auch für performante Searches sorgt. Außerdem können User dadurch die gewohnten Wildcards verwenden - und die Trefferwahrscheinlichkeit steigt ganz immens an. Einzelne Beiträge, Seiten und Kategorien lassen sich übers Backend komfortabel ausschließen, Syntax-Highlighting der Suchbegriffe im Lauftext ist ebenfalls optional möglich.

Die beiden Plugins vertragen sich ganz hervorragend; ab sofort sind sämtliche datenschmutz-Beiträge, Seite und Kommentare im Volltext und mit Wildcards durchsuchbar und es gibt keinen Grund, die irgendwie immer ein wenig cheesy wirkende seitenweite Google-Suche zu verwenden.

find / -type f -name “Linuxwochen”

15. Mai 2008bis17. Mai 2008

linuxwochen find /  type f  name LinuxwochenRockstars gehen auf Tour, Autoren gehen auf Tour, Wanderprediger gehen auf Tour - warum sollte Linux da zurückstehen? Seit heute machen die Linuxwochen Wien im Gewerbehaus der WK (Gewerbehaus der Wirtschaftskammer, Rudolf Sallinger-Platz 1, 1030 Wien) Station: Bei insgesamt 45 Vorträgen, Workshops und 13 Ausstellern bietet die Veranstaltung allen Open-Source Interessierten BesucherInnen ein breit gefächertes Programm-Portfolio. Schwerpunkt sind der Einsatz von Linux am Arbeitsplatz respektive an Bildungsinstitutionen unter dem Gesichtspunkt Umsteigen auf Standard Open Source. Der Eintritt zur Veranstaltung ist ebenso gratis wie das im Fokus stehende Betriebssystem.

Heutigentags geht's um die Unternehmenspraxis, morgen steht die Technologie im Vordergrund und am Samstag öffnet der "Linux-Kindergarten" seine Pforten, das detaillierte Programm findet man auf der Linuxwochen-Homepage:

Open Source Software feiert im Moment einen wahren Siegeszug auf allen Betriebssystemen. Seit der Version 1.0 wurde der beliebte Open Source Internet Browser Firefox mehr als 500 Millionen Mal herunter geladen. Und das für alle Betriebssysteme von Linux, Windows, Mac OS X, bis hin zu FreeBSD, einem der ersten Unix Systeme.

Die freie Open Source Büro Software OpenOffice mit Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Präsentationen und vielen weiteren Anwendungen feiert ebensolche Erfolge, wie die Grafik-Software Gimp, die Email-Software Thunderbird, die Audio-Software Audacity und viele weitere Programme, die umfassende Anforderungen an einen Büro-, Grafik-, Audio/Video-PC erfüllen.

Und wer Anwendungen, die auf den Linux Versionen bereits vorinstalliert sind hat auch keine Einstiegshürde mehr auf Linux auch als Betriebssystem umzusteigen. Das ist ein wichtiger Grund, warum sich die Linuxwochen 2008 dieser sehr wichtigen Anwendergruppe widmen: den Umsteigern als Privatanwendern, in Schule und Ausbildung sowie als Unternehmen und Behörden.

Ab 19. Jänner geht's im Joanneum Graz dann gleich nahtlos weiter mit dem Missionieren für die gute Sache, alle weiteren Termine gibt's auf Linuxwochen.at.

Do it yourself: Interview mit Karel Dudesek

Do it yourselfDie DIY (Do it yourself) Bewegung schwappt von den USA nach Europa über: sie lässt Heimwerken unter veränderten Vorzeichen plötzlich wieder en vogue werden. Zu je komplexeren und undurchschaubareren Konfigurationen sich Technologie auf der einen Seite hin entwickelt, desto größer wird auf der anderen Seite offensichtlich das Bedürfnis, einen Blick hinter die Maske namens Oberfläche zu werfen. Denn selbst im Zeitalter der allumfassenden Digitalisierung macht es manchmal Sinn, das "Begreifen" wörtlich zu verstehen.

Nicht zuletzt das amerikanische Make Magazine hat den Trend zum Do-it-Yourself entscheidend mitgeprägt. Während die einen in die Disko kroch'n gehen, schrauben die anderen aus purer Entdeckungslust an Klospülungen rum - höchste Zeit also für the gap, einen Blick unter die Haube der DIY-Szene zu werfen. Für die derzeit im Druck befindliche Ausgabe habe ich ein Interview mit Karel Dudesek geführt: der Medienkünstler, Medienkunstprofessor und Musiker organisiert in England das Takeaway Festival und hat ganze Generationen von Studenten an der Angewandten in Wien unterrichtet. Eine Biographie findet auf Kunstradio.at. Herzlichen Dank an Klaus Kraigher für die Fotos!

Audiointerview mit Karel Dudesek

Exklusiv hier auf datenschmutz gibt's das Interview in voller Länge als Streaming Audio - im Gespräch schneidet Prof. Dudesek einige hochinteressante Themen an, die ich im Artikel aus Platzgründen weglassen musste. Et voilá: Digital Crafts, Kunst und Handwerk und die Entwicklung der Medienkunst der letzten Jahre: Professor Karel Dudesek im Gespräch mit dem Autor. (Bitte die suboptimale Audioqualität zu entschuldigen; ich hatte meine externe Soundkarte nicht zur Hand und der eingebaute Mic-In besitzt einen nicht abschaltbaren Dynamikfilter aus der Hölle. Trotzdem Hörspielpflicht für alle Medienkunst-Freaks!)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Mach's dir selber

Die Lust am Basteln erlebt eine digitale Renaissance.

Einen wesentlichen Kristallisationspunkt fand die DIY-Bewegung im us-amerikanischen Make Magazine: die erfolgreiche Printpostille mit stark bevölkerter Community-Seite stellt so etwas wie die moderne Gegenthese zu Tim Taylor dar: Motor und Kraftquelle ist primär die Lust am Sinn-Losen, Anleitungen für effektivere Stauraumgenerierung oder klassische Haushaltstipps wird man hier nur ein Ausnahmefällen finden. Dafür erklären Redakteure etwa anhand eines detaillierten Films, wie man aus Haushaltsmaterialien einen ferngesteuerten Ornithopter baut oder wie man eine Violine ein USB-Instrument umfunktioniert. Natürlich gehört dazu auch ein nahezu täglich aktualisiertes Blog - und in der Tat erscheint kaum ein Thema so unerschöpflich und variantenreich wie der Einsatz von Technik in der und vor allem gegen die Intention ihrer Schöpfer. Das Web 2.0 mit seinen Social Networks wie Facebook, Myspace oder StudiVZ und den zahllosen Mikromedien-Channels von Weblogs über Twitter-Profile bis zu Youtubes Accounts bietet der Do-it-yourself Kultur die perfekte Selbstdarstellungsplattform. Denn die Freude am selbstgebastelten USB-Mini-Heißwasser Boiler respektive die Motivation, ihn überhaupt erst zu bauen, steigen zum Quadrat, wenn eine potentiell interessierte Weltöffentlichkeit zum Voyeur der eigenen Ingenieurskunst wird.

diyDass dieser Paradigmenwechsel am Kunstbetrieb längst nicht spurlos vorüber geht, weiß jeder, der in den letzten Jahren die ars electronica besucht hat. Seit der russische net.artist Alexej Shulgin im Jahr 2000 mit seinen 10 in Steintafeln gravierten Gesetzen das Genre der net.art für verblichen erklärte, wich das analytische Paradigma auch im medien-artistischen Bereich einem Hands-On Ansatz, der den User mehr oder weniger radikal von der passiven Rezipientenrolle in die des Créateurs versetzt.
Universitätsprofessor Karel Dudesek befasst sich seit mehreren Jahrzehnten mit dem Themenkomplex Medienkunst und organisiert in London das Takeaway Festival, eine Mischung aus Konferenz, Ausstellung und kollektivem Bastelworkshop. Der mittlerweile in England, Deutschland und Österreich tätige Theoretiker und Aktivist gestaltete die ars electronica mit, prägte durch seine organisatorische und/oder kuratorische Tätigkeit zahllose Medienfestival und sensibilisierte Generationen von StudentInnen im Umgang mit diesem eigenartig-immersiven Medien-Dingsda*, das sich sowohl im akademischen als auch im künstlerischen Bereich stets so elegant dem finalen Zugriff des Betrachters entzieht. Medien, das predigte McLuhan Zeit seiner Lehrtätigkeit, bilden einen integrativen Teil des uns umgebenden Lebensraums. Wir können sie nicht im klassischen Sinne analysieren, da der nötige Abstand zwischen Betrachter und Subjekt schlicht nicht herzustellen ist - also bleiben uns nur die sogenannten "Probes", also Sonden, die einzelne "Medienproben" liefern, aus denen wir Rückschlüsse begrenzter Gültigkeit ziehen können.

Zu Abstrakt? Genau um dieses invasive Hinter-die-Maske-Schauen einerseits und um ein altes Spannungsfeld zwischen Kunst und Kunsthandwerk andererseits dreht sich der aktuelle Diskurs der Medienkunst, wie Karel Dudesek erklärt: "Was komplexer wird, kommt von Natur aus auch in die Krise. Und in dieser Krise modifizierte sich die Medienkunst zu einer Art Designkunst. Die ars electronica und andere Festivals mutierten zu Design-Präsentationen; ob Open Source oder nicht, sei mal dahingestellt. Das hat natürlich dazu geführt, dass in der Spannung zwischen Kunst und Design - also zwischen Kunst und Handwerk, diese Spannung gibt es ja nach wie vor - die handwerkliche Seite in Form der 'digital crafts' plötzlich sehr stark die Oberhand gewonnen hat."

Die digital-crafts Bewegung existiert seit rund fünf Jahren und zeigt neue Varianten interaktiver Interfaces, die in der "klassischen" Medienkunst schlicht keinerlei Beachtung mehr fanden: "Designer haben per definitionem keine politische oder kulturelle Selbstaufgabe. Daher auch dieser Begriffsbogen von wegen 'knitting', 'do-it-yourself' und so weiter. Diese neue technologische Situation erlaubt einem viel weiteren Personenkreis, eigene Projekte zu entwerfen und in weiterer Folge auch Geld damit zu verdienen, was natürlich völlig legitim ist. Die Universitäten in Europa haben diese Entwicklung weitgehend verschlafen und beschäftigen sich nach wie vor mit einem tradierenden Kunstbegriff, der mit dieser neuen Form der medienkulturellen Produktion einfach nicht mehr funktioniert."

loetenTechnologien beziehungsweise Werkzeuge formen stets den mit ihnen generierten Output: das Vektor-Grafikformat Flash von Adobe etwa gibt bis zu einem hohen Grad das mit ihm realisierbare Endprodukt vor - eine scheinbar paradoxe Situation, die Prof. Dudesek mit dem in Europa lange Zeit sehr beliebten "Stricken nach Zahlen" vergleicht. Studenten sollen an Kunsthochschulen für diese Situation sensibilisiert werden und durch den Blick unter die Oberfläche ihre Werkzeuge im Flusser'schen Sinne als Dispositive des Kunsthandwerks verstehen. "Tools framen die Ästhetik," erklärt Dudesek, "und die Beschäftigung des Künstlers endet ja nicht an der Oberfläche, sondern es geht darum, diese Interface-Systeme von der intellektuellen Seite her zu kapieren: denn dieses Verständnis spielt ja wieder eine beträchtliche Rolle im kreativen Bereich."

Für die Einwohner des klassischen Kunstestablishments müssen die Credos der jungen Medienkünstler-Generation wie Altarfrevel erscheinen: wo das Establishment Sicherheit an Ölgemälden in historischen Säulenhallen festmacht, richtet sich die Aufmerksamkeit der jungen Medienkunst auf iPhones, digitale Klospülungen und so ziemlich jede Blackbox, deren unter der Haub verborgener Hard- oder Software-Schaltplan sich neu verdrahten lässt. Was im Bereich elektronischer Musik modifizierte Klangerzeuger-Hardware bedeutet, davon weiß jeder Synthie-Sammler ein Lied zu singen - ob der Do-it-Yourself Schock als nachhaltiger künstlerischer Paradigmenwechsel gelten wird, das kann aber nur eine entscheiden: und zwar die Nachwelt.

Dass (digitale) Re- und Produktionstechniken den Fokus ästhetischen Schaffens auf die Beschäftigung mit den Implikationen der Hard- und Software lenken würde, erkannte in den zwanziger Jahren bereits Walter Benjamin in seinem hellsichtigen - und vielfach zu Unrecht als kulturpessimistisch bezeichneten - Kunstwerksaufsatz (Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeialter seiner technischen Reproduzierbarkeit). Ein berechtigter Zweifel an der Hoffnung auf lustvolle Aneignung der mediengesellschaftlichen Infrastruktur macht sich aber trotzdem breit: noch nie wurden so viele Kochbücher und -sendungen produziert und konsumiert wie in den Nuller-Jahren des neuen Jahrtausend - während zugleich noch nie in der Geschichte Westeuropas privat so wenig gekocht und soviele Fertigprodukte konsumiert werden. Anstatt die guten alten Zeiten elitärer Kunstproduktion zurück zu sehnen, bleibt also nur zu hoffen, dass der hohe Spaßfaktor der Do-it-yourself Philosophie auf breiter Ebene nicht bloß verkleidete Kapitulation vor znunehmend undurchschaubareren Blackboxes symbolisiert.

* Unter anderem auch den Herausgeber des Pamphlets; sowas kommt also dabei raus, wenn man zu lange über dieses Medienzeugs nachdenkt.


Fotocredits:
Bild 1 - Alix-Gehäuse: Roland Alton Scheidl, net culture lab
Bild 2 - Ncl_Radicla Chic: Telekom Austria TA AG
Bild 3 - Löten: David Cuartielles

WordPress um OpenID Funktionalitäten erweitern

Vor wenigen habe ich meinen neuen Lieblings-Open-ID Provider meinguter.name vorgestellt. Der passende Anbieter samt Delegation-Funktion wär also gefunden, nun stellt sich die Frage: wie kann man das OpenID System am einfachsten ins eigenen WordPress Blog einbinden?

Auslöser für meine Beschäftigung mit diesem Thema war natürlich der Kommentar von Co-Pirat Francis; wenn man sich beim Infopirat neuerdings via OpenID einloggen darf, dann darf datenschmutz natürlich nicht zurückstehen :-)

Grundsätzlich muss man zwischen zwei Anwendungsfällen unterscheiden unterscheiden: einerseits kann man die eigene Blog-URL als OpenID verwenden, andererseits könnte man Usern, die bereits über eine OpenID verfügen, erlauben, diese als Blog-Login respektive zum Kommentieren zu verwenden.

Meine WordPress-URL, meine OpenID

Meinguter.name bietet die Delegation-Funktion jedem User an:

Es ist möglich eine beliebige Homepage, z.B. den eigenen Blog als OpenID zu nutzen. Anfragen werden ganz einfach auf MeinGuter.Name weitergeleitet.

Zu diesem Behufe müsst man zwei Codezeilen im Header unterbringen - einfacher und vor allem Template-Wechsel resistent funkt's mit WP-Yadis: das Plugin muss lediglich hochgeladen und aktiviert werden, anschließend kann man unter dem Punkt "Optionen" beliebig viele OpenIDs verwalten; die Einstellungen für Yahoo, WP.com etc. sind bereits vorkonfiguriert, wer Meinguter.name verwenden möchte, wählt im Dropdown-Menü "Add a new OpenID provider" die unterste Option "Other". Das Feld "Username" ist recht selbsterklärend, bei OpenID Server wird folgende Adresse eingetragen:

https://meinguter.name/index.php/serve

Und als OpenID Delegate kommt die eigene Meinguter.name Page zum Einsatz, also:

https://username.meinguter.name

Das war's auch schon - ab sofort kann die eigene Blog-URL dank der Magie der Delegation als OpenID angegeben werden; so bleibt alles in der (Domain)Familie :mrgreen:

Bitte nicht nochmal registrieren dürfen müssen!

Einer der Hauptvorteile der OpenID besteht in ihrer Funktion als Multi-Login; die wenigsten BlogleserInnen registrieren sich, um sich beim Kommentieren die Captcha-Funktion zu ersparen; ansonsten gibt es aber eigentlich wenig Grund für das Anlegen eines Accounts. Wenn OpenID unterstützt wird, kann jede/r KommentatorIn das eigene OpenID Login verwenden - und so nicht nur ohne Capture Comments verfassen, sondern zugleich seine/ihre Identität verifizieren.

Das notwendige Framework für diese Aufgabe stellt WP-OpenID bereit. Nach Installation und Aktivierung überprüft das Plugin, ob serverseitig alle Anforderungen erfüllt sein - wer alle Funktionen nutzen will und auf hohe Performance wert legt, sollte darauf achten, dass PHP libcurl unterstützt und nativ mit GMP kompiliert wurde.

Die Optionen gestalten sich relativ simpel: einmal wird ausgewählt, ob OpenID Kommentar generell freigeschalten werden sollen, anstatt in der Moderation Queue zu landen (derzeit verwenden Spammer noch keine OpenIDs, aber sobald sich das System ein wenig verbreitet, wird das rasant ändern.), zum zweiten wählt man, ob der Code im comments.php Template automatisch eingefügt werden soll - oder ob man lieber ein Extra-Feld händisch definieren möchte; die dazu nötigen Infos findet man in der readme-Datei.

Standardmäßig verwendet WP-OpenID das Homepage-Feld. Wer hier seine OpenID einträgt, braucht die anderen Felder nicht auszufüllen, da E-Mail und Username vom OpenID Provider übernommen werden. In der Praxis erfolgt beim Kommentieren ein Redirect, der User wird von seinem jeweiligen OpenID Provider gefragt, ob er die Daten einmal oder zukünftig automatisch ans betreffende Blog übermitteln soll - und das war's auch schon.

Eigentlich simpel und elegant - für mich in der Form aber leider nicht verwendbar, da sich WP-OpenID nicht mit Math Comments Anti Spam verträgt. Als langfristiger Spamschutz macht OpenID sowieso nur dann Sinn, wenn Whitelists und Trust Authorities bereits etabliert sind, eine Antispam-Strategie ersetzen wird das System nie können. In der Praxis tritt das Problem auf, dass die Math Comment Antispam - also die Antwort auf die Rechenaufgabe, die auf datenschmutz ein grafisches Capture ersetzt - nicht mit-referred wird, sodass nach Nutzung der OpenID Option in jedem Fall die Meldung "Sie haben die Rechenaufgabe nicht gelöst" erscheint. Math Comment Anti Spam hat mir aber in der Vergangenheit so gute Dienste erwiesen, dass mir derzeit die simple Kommentarmöglichkeit für unregistrierte User wichtiger ist - also werd ich mit der OpenID-Integration beim Kommentieren noch ein wenig zuwarten... ideal wär's, wenn der Autor sein Plugin so umbaut, dass bei Verwendung der optionalen OpenID-Angabe die Rechenaufgabe unberücksichtigt bleibt.

Sympathischer OpenID Provider: meinguter.name

meinguter.nameOpenID ist der heiße Scheiß - bald werden Passwortmanager wie Keepass nur mehr wenige Einträge zu verwalten haben dank unified login Architekturen. Die Frage "Woher eine OpenID nehmen und nicht stehlen?" stellt sich in der Praxis kaum, zahlreiche Seiten bieten die Ausstellung eines solchen Online-Passports an. Ich finde meinguter.name besonders gelungen, denn neben der Basic ID gibt's hier ganz umsonst eine Latte nützlicher Zusatzfeatures.

Näheres über OpenIDs weiß natürlich die Wikipedia:

OpenID ist ein Single-Sign-On-System, welches die übliche Anmeldung mit Benutzername und Passwort ersetzt. Zur Anmeldung zu einer OpenID-unterstützenden Seite wird lediglich die OpenID-Identität angegeben. Der eigentliche Anmeldeprozess wird dann beim OpenID-Provider durchgeführt. Wenn diese Anmeldung erfolgreich war, wird auch die Anmeldung auf der Ausgangsseite vom OpenID-Server bestätigt.
OpenID ist ein dezentrales System zur Identifizierung. Das System ist vergleichbar mit dem Liberty Alliance Project. Gewährleistet durch die Dezentralisierung kann jeder einen OpenID-Server betreiben.

Meinguter.name geht wesentlich weiter, als nur die reine OpenID anzubieten - jeder User, der sich (gratis) registriert, erhält eine Subdomain mit dem gewählten Usernamen, in meinem Fall http://ritchie.meinguter.name/. Diese Identität soll nach Aussage der Betreiber auf Dauer verfügbar sein:

Lebenslange Nutzung des eigenen Namens als OpenID. Kostenlos und sicher. Dadurch Aufbau einer unverwechselbaren Online-Reputation.

Nach der Eingabe der (freiwilligen) Profildaten durchsucht das System das Internet nach den angegebenen Daten; die gefundenen Treffer lassen sich in drei Kategorien einsortieren: "Hat nichts mit mir zu tun" / "Ich über mich" / "Andere über mich". Die Einträge der letzteren beiden Kategorien bilden das Futter für die Inhalte der eigenen Subseite - mit dieser smarten Idee macht's meinguter.name jedem Online-Afficionado leicht, eine aktuelle Linkliste der eigenen Online-Aktivitäten zu pflegen, denn besagte "Fundstellen" werden laufend aktualisiert. Eine weitere Funktion, die zahlreiche BloggerInnen begeistern dürfte, ist die sogenannte OpenID-Delegation:

Es ist möglich eine beliebige Homepage, z.B. den eigenen Blog, als OpenID zu nutzen. Anfragen werden ganz einfach auf MeinGuter.Name weitergeleitet.

Dazu muss man lediglich das angebotene link-relation Code-Snippet im Header einbauen... so einfach kann OpenID funktionieren - Sites, die das System bereits zum Login verwenden, findet man übrigens im OpenIDDirectory. Die Betreiber von meinguter.name haben für die Zukunft noch einiges vor - zu den geplanten Feature-Erweiterungen zählen eines Userkatalog sowie ein RSS-Abo-System:

Da jeder User volle Kontrolle über seine veröffentlichten Daten hat, spricht nichts dagegen die OpenID-Identitäten auch in Form eines User-Kataloges mit Suchfunktion zu veröffentlichen. MeinGuter.Name wird diese Funktion schon in Kürze integrieren, um Menschen mit interessanten Interessen und Fähigkeiten einfacher auffindbar zu machen.

User-Feeds
Um über das Leben und die Arbeit von Freunden, Bekannten und anderen interessanten Menschen einfacher auf dem Laufenden bleiben zu können, wird es in Kürze für registrierte User die Möglichkeit geben sich RSS-Feeds anderer Teilnehmer von MeinGuter.Name zu abonnieren.

Sieht für mich ganz so aus, als hätte die Solution Media GmbH, Betreiber der Seite, eine Menge über Web 2.0 nachgedacht - und das der Impressumstext macht mir den Geschäftsführer und Datenschutzbeauftragten Thomas Huhn gleich noch sympathischer:

Um den Bedarf für einen nicht nur deutschsprachigen, sondern auch durch deutsche Datenschutzgesetze abgesicherten OpenID-Provider zu decken, wurde am 27.03.2007 MeinGuter.Name gelauncht. Wir sind der Überzeugung, dass ein OpenID-Provider nicht nur streng nach den gesetzlichen Regelungen handeln sollte, sondern auch nach den Grundsätzen und mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes. Darüber hinaus fühlen wir uns verpflichtet auch technisch alles Machbare zu unternehmen, damit die Daten unserer User sicher für nicht autorisierte Personen unzugänglich gespeichert sind.
MeinGuter.Name verfolgt, wie dies auch bei der OpenID Bewegung bereits in deren Grundsätzen verankert ist, die informationelle Selbstbestimmung des Menschen. Aus diesem Grunde sind alle Informationen, die intern gespeichert werden, nur nach bewusster Freischaltung durch den User auch nach außen hin öffentlich sichtbar.

Ich bin zwar Ösi (der Slogan lautet ja "openid für deutschland"), aber ich werd trotzdem http://ritchie.meinguter.name/ als meinen primären OpenID Provider nutzen - die integrierten Services gefallen mir ausgesprochen gut, thx für die tolle Arbeit!

Blogbeiträge bebildern mit Pixelio

pixeliologo Blogbeiträge bebildern mit PixelioNeben FlickR existieren mittlerweile zahlreiche Online-Bilddatenbanken - und vermutlich hat so ziemlich jeder Blogger seine Vorlieben. Ein altes chinesisches Sprichwort aber sagt: "Wer spätere Abmahn-Kosten will vermeiden, sollte bei reprofreiem Bildmaterial bleiben." Und genau dafür hat sich bei mir Pixelio bisher bestens bewährt.

pixeliosucheWer hat schon das passende eigene Digitalfoto für jede Situation bereit? Da ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte und bunte Pixel Abwechslung in digitalen Bleiwüsten verschaffen, gilt für Blogs das gleiche wie für jede Zeitung: Bilder verschaffen Aufmerksamkeit und regen zum Lesen des Artikels an. Die Zeit, als man für Pressefotos Bares bei Agenturen einwerfen musste, ist glücklicherweise weitgehend vorüber, denn viele Online-Gallerien bieten die Möglichkeit, gezielt nach sogenannten "reprofreien", also kommerziell verwendbaren, Fotos zu suchen. Ich bin seit längerem großer Fan der deutschen Foto-Community Pixelio. Das hat mehrere Gründe, in erster Linie finde ich allerdings die Profi-Suche sehr gelungen - denn sie erlaubt nicht nur thematische Anfragen, sondern auch die Suche nach bestimmten Größen und Farben.

Weiters finden sich auf Pixelio kaum Amateurfotos aus der Liga "privates Album" - der Profi-Bildanteil ist ausgesprochen hoch. Die erwähnte Profi-Suche erlaubt neben der Eingabe von Schlagwörtern zudem auch die Wahl einer bestimmten Farbe inklusive einer Toleranzschwelle: äußerst praktisch für Designer und Illustratoren, die passende Fotos zu einer bestehenden Farbwelt suchen. Der "Leuchtkasten" fungiert als persönliches Album, die Detailseiten der einzelnen Fotos enthalten neben Informationen über Fotograf, Bildgröße und Lizenztyp auch jeweils das zugehörige EXIF-Histogramm.

Zwar lässt sich die gesamte Sammlung frei durchstöbern, wer Pixelio allerdings ernsthaft nutzen möchte, kommt um die Gratis-Registrierung nicht herum - denn die ist erforderlich, um Fotos in hoher Auflösung herunterladen zu können.

Kommerzielle Nutzung?

Pixelio unterscheidet zwischen der Freigabe für redaktionelle oder kommerzielle Nutzung. Bei Publikationen, die rechtlich den Status eines (Massen)Mediums genießen, ist die Sache eindeutig - im Fall von Blogs allerdings bezweifle ich, dass die redaktionelle Freigabe in allen Fällen ausreicht, denn die Grenzen zwischen Berichterstattung und Werbung sind Online noch fließender als am Papier.

Ebenfalls zu beachten gilt das sogenannte "erweiterte Bearbeitungsrecht" - gemeint sind damit Bildmanipulationen sinnverändernder Art. Im Gegensatz zu normalen Bildoptimierungsmaßnahmen (z.B. Kontras-Einstellung, Farbbalance etc.) dürfen erweiterte Veränderungen nur bei expliziter Erlaubnis vorgenommen werden:

Das erweiterte Bearbeitungsrecht ist das Recht, das Bildmaterial unter Verwendung analoger, digitaler oder sonstiger Bildbearbeitungsmethoden zu bearbeiten, umzugestalten, zu kürzen, zu teilen, auszuschneiden, mit anderen Produktionen oder Produktionsstellen oder sonstigen Werken und Leistungen zu verbinden.

Mit der Profi-Suche kann das Ergebnis auf die beiden Parameter "kommerzielle Nutzung" und "erweitertes Bearbeitungsrecht" angeben, zusätzlich verlangt Pixelio einen Verweis auf Herkunft und Fotografen-Name:

Der Nutzer hat in für die jeweilige Verwendung üblichen Weise und soweit technisch möglich am Bild selbst oder am Seitenende PIXELIO und den Urheber mit seinem beim Upload des Bildes genannten Fotografennamen bei PIXELIO in folgender Form zu nennen: © Fotografenname / PIXELIO
Bei Nutzung im Internet oder digitalen Medien muss zudem der Hinweis auf PIXELIO in Form eines Links zu www.pixelio.de erfolgen.

Sollte für Blogger kein Problem sein - ob man die Fotocredits direkt unters Bild schreibt oder in einer Fußnote am Ende des Artikels unterbringt, spielt keine Rolle. Wer bei der Bildsuche auf reprofreie Fotos achtet, findet bei Pixelio dennoch eine riesige Auswahl an professionellen Motiven aus allen erdenklichen Themengebieten - und befindet sich in punkto Urheberrecht auf der sicheren Seite.

WordPress Plugin: Textbausteine definieren mit Shortcut Macros

Ein altes Indianersprichwort lautet: je mehr repetitive und/oder unnötige Tätigkeit ein WordPress-Plugin dem Blogger abnimmt, desto höher seine Nützlichkeit. Demnach gebührt Shortcut Macros die Höchstwertung, denn das Plugin erlaubt die Definition beliebig vieler Shortcuts, die im Editor durch bestimmte Text/Code-Bausteine ersetzt werden.

Alex King hat eine ganze Latte an so praktischen Erweiterungen geschrieben, dass man im Nachhinein durchaus geneigt ist, das Wort "unverzichtbar" in den Mund zu nehmen. Shortcut Macros empfiehlt sich, wenn man beispielsweise bei manchen Texte bzw. Fotos immer wieder Copyrighthinweise hat bzw. für jede Art von wiederholendem Textbaustein.

Nach Upload und Aktivierung des Plugins findet man im Menü "Einstellungen" fortan den Punkt "Macros". Selbige beginnen immer mit einem doppelten Doppelkreuz, also "##" - dieses Zeichen dürfte normalerweise so gut wie gar nie in freier Wildbahn vorkommen, damit sind irrtümliche Ersetzungen weitgehend ausgeschlossen. Die angelegten Textbausteine können alle Zeichen bzw. Formatierungen enthalten, die in WordPress-Beiträgen erlaubt sind. Pro Zeile gibt man eine "Variable" sowie den Text, durch den sie fortan ersetzt werden soll, an. Trägt man nun im Editor die vorher definierte ##variable ein, so ersetzt das Script sie beim Abspeichern durch den zugehörigen Textbaustein - simpel und effizient.

Die jeweiligen Shortcuts werden in den Beitragstexten sofort beim Speichern bzw. beim Publishen ersetzt - man spart sich also schlichtweg eine Menge Tipparbeit, denn die Einsatzgebiete sind vielfältig: von immer gleich bleibenden Gewinnspiel-Teilnahmebedingungen bis hin zu ab und verwendeten Style-Angaben bietet sich der Einsatz bei allen wiederkehrenden Textteilen an, die im Beitrag selbst und nicht im Template-Code vorkommen.

q/talk#8: Open Content und 100$ Laptops für .at

26. Februar 2008
20:00bis22:00

quintessenzUm die Demokratisierung von Lerninhalten durch Open Content geht's beim achten Fachvortrag der q/uintessenz. Im Zuge des 100$ Laptop Projekts und des großen Wikipedia-Erfolgs soll erstmals gelingen, was Schulbuchverlage nie zustande gebracht haben oder vielleicht auch nicht zustande bringen wollen: frei zugängliche Lernsoftware für alle.

Gastredner ist Aaron Leon Kaplan, Vereinsobmann von OLPC Austria, der beträchtliches gesellschaftspolitisches Potential des Projekts auch abseits der 3. Welt ortet:

Diese Laptops und Netzwerke können uns allen helfen, Distanzen zu überbrücken, gemeinsam zu arbeiten, zu lernen und Wissen zu teilen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Lösung unserer größten und komplexesten Probleme.

Wie immer findet die Veranstaltung im Museumsquartiert statt, und zwar in der Electric Avenue, quartier21, Raum D.

Das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur beschloss im Vergangenen September, mit dem 100$ Laptop einen Pilottest zu starten:

Im ersten Halbjahr 2008 sollen vier Volksschulklassen mit diesen Laptops, kurz "XO" genannt, ausgestattet werden.

Weiters freut sich das Bildungsministerium, deutschsprachige Bildungsinhalte als Open Content zu dem Projekt beisteuern zu können. Somit können diese Inhalte - wie zum Beispiel bei Wikipedia üblich - ohne Einschränkungen weltweit verwendet, modifiziert und verbessert werden.

Wirklich in jeder Hinsicht sehr erfreulich - und ebenfalls fein würd ich's finden, wenn westliche Regierungen mit jedem Gerät, das sie anschaffen, einen Schülerlaptop für Entwicklungsländer querfinanzieren.

 1 2 3 nächste