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Archiv für die Kategorie „webdesign“

MIX10: IE9 im Rampenlicht

Dean Hachamovitch, General IE Manager bei Microsoft, hatte bei seiner Keynote einige für die MS-Welt durchaus überraschende News zu berichten: keine Extrawurst, keine proprietären Tags, dafür ein deutlicher Fokus auf Performancegewinn via Hardwarebeschleunigung und die volle Palette der HTML5-Goodness - sogar neue jQuery Erweiterungen will Steve Ballmer der net.community zukünftig for free liefern.

Überhaupt entsteht auf der MIX10 sehr stark der Eindruck, dass Microsoft zwar mit Verspätung, aber dafür nun umso intensiver um die Zuneigung der Open Source Community wirbt. Das mag nur auf den ersten Blick skurril erscheinen, macht aber durchaus Sinn: Open Source Tools spielen im Web-Ökosystem mittlerweile eine zu bedeutende Rolle, als dass eine abgeschottete Parallel-Welt eine ernsthafte Überlebenschance hätte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Mix 2010: Silverlight 4 und Windows Mobile 7

Mit einer klassischen Keynote hatte der Auftakt der Mix-Konferenz recht wenig zu tun. Nach einigen einführenden Yoyo Tricks erwartete die Besucher ein sehr, sehr langer (und für mich als Nicht-Entwickler stellenweise sehr, sehr langweiliger) Werbespot über die neue Generation von Microsoft Software Development Produkten, Silverlight 4.0 und vor allem die neue Windows Mobile Generation. An all diesen Fronten scheinen sich bei Microsoft gegenwärtig nämlich ziemliche Umbrüche abzuspielen.

Böse Zungen sagen: nach nur zwei Jahren hat's Microsoft geschafft, ein zeitgemäßes Touchscreen Betriebssystem zu entwickeln, das weniger auf eigene Ideen setzt als vielmehr Features von anderen Plattform "ausleiht". Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Vorwurf gewiss nicht: Wer noch nie eine Palm Pre in der Hand hatte, mag Unified Messaging sensationell finden, und dass populäre Services wie Foursquare nun endlich auch auf MS-Telefonen komfortabel laufen, halte ich ebenfalls eher für Pflicht als Kür. Wirklich neu dagegen ist die Orientierung an sogenannten "Hubs": so sollen Musik-Apps wie Shazam an das "Musik-Subsystem" des Handys andocken und so weiter. Mit dieser Hub Integration soll die User Experience am Telefon "rich and always connected" sein. Diesen Beitrag weiterlesen »

Konferenz: Der richtige Mix in Vegas

15. März 2010bis17. März 2010

Am Samstag fliege ich nach Las Vegas zur die Mix-Konferenz. Microsoft Österreich hat mich in die Welt-Hauptstadt des Glücksspiels eingeladen, und ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Ausflug nach Nevada, über den ich natürlich hier am Blog und via Twitter berichten werde. Nach meiner Rückkehr aus den Staaten wissen Sie und ich dann hoffentlich alles über einarmige Banditen, keusche Striptease-Clubs, neue Microsoft Webpublishing-Technologien und den Status Quo der Cloud.

Mix Konferenz in Las Vegas

Zudem ergibt sich sicherlich die eine oder andere Interview-Gelegenheit - denn unter an einen wohlbekannten Rechteverwertungs-Vertrag gemahnenden Namen "The Commons" hat Microsoft eine Hangout-Lounge eingerichtet. Dort werde ich rumhängen, wenn mir einzelne Vorträge zu code-orientiert werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

eDay Verlosung: Video-Visitkarten im Wert von €1.700 gewinnen!

Am 4. März lädt die Wirtschaftskammer Österreich zum eDay 2010. Online-Video bildet in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt. Über den E-Video Award habe ich bereits berichtet (die Einreichfrist endet am 5. Februar), außerdem wird die gesamte Veranstaltung mit mehreren parallelen Streams live im Netz übertragen inklusive Keynote-Videoarchiv. Und für datenschmutz-Leser gibt's zusätzlich eine ganz besondere Aktion: in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich verlost datenschmutz 2 Video-Visitenkarten im Gesamtwert von €1.700,-. Professionell produziert werden die Clip von News on Video, dem Full-Service Dienstleister rund um Bewegtbilder im Internet.

Damit trifft das Wiener Unternehmen exakt den Zeit- oder besser gesagt Netzgeist, denn eine solche multimediale Vorstellung wertet Homepages enorm auf und wird entsprechend stark nachgefragt. Die Video-Visitenkarte ist ca. eine Minute lang und inkludiert ein kurzes Interview. Ein Beispiel findet man auf der News on Video Homepage: Diesen Beitrag weiterlesen »

Social Media Literatur: Die Must-Read Leseliste

Als Digital Universalgelehrter gehört das Unterrichten natürlich zu meinen liebsten beruflichen Verpflichtungen - für meine aktuelle New Media Vorlesung an der FH Wien habe ich eine kleine weiterführende Literaturliste zusammen gestellt, die ich gerne mit meinen Bloglesern teilen möchte. Selbstverständlich erhebt die Liste keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; es handelt sich aber im wesentlichen um die für mich persönlich relevantesten Werke zum Verständnis neuer Medien (Theorieteil) bzw. um die meiner Meinung nach didaktisch besten How-To Einführungen (Praxisteil). Im dritten Teil gibt's zusätzlich einführende Videos über Social Media Grundlagen und Best Practices. Auf Ergänzungen und Anmerkungen respektive Ihre persönlichen Favoriten bin ich gespannt!

Update 12.1.2010: Liste "Theorie" erweitert, neuer Teil "Videos"

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datenschmutz Geek Supplies: Background-Template für formsquare

Foursquare.com ist sowas von old school: die Hype-Geeks sind weitergezogen, und die neue Adresse der Wahl lautet formspring.me: die Fragen-Antworten-Plattform im Simplicissimus-Stil kommt wie ein rudimentäres Twitter-Service daher, wirft aber die 140-Zeichen Beschränkung über Bord: Ziel und Zweck ist es nämlich, sich gegenseitig Fragen zu stellen und diese auch zu beantworten - je nach Geschmack kurz oder lang. Zwar lässt die Plattform derzeit noch einige Kernfeatures vermissen, aber ich hab mich schon mal häuslich eingerichtet und das Widget im Sidebar eingebunden: formspring.me/datadirt.

formspring datenschmutz Geek Supplies: Background Template für formsquareWie Twitter gibt's wenig zu konfigurieren: ein Avatar-Bild, eine Homepage-URL und eine kurze Beschreibung, das war's auch schon. In punkto Design bietet formspring.me einige Fertig-Templates an, man hat aber auch die Möglichkeit, ein eigenes Hintergrundbild hochzuladen - das geht am schnellsten mithilfe des PSD-Templates, das ich hier zum Download zur Verfügung stelle. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gewinnspiel: 3 T-Shirts mit Aufdruck nach Wahl

tshirtag Gewinnspiel: 3 T Shirts mit Aufdruck nach WahlIm Jänner jag ein Gewinnspiel das nächste - und diesmal gibt's ein besonderes Schmankerl für modebewusste Individualisten: In Kooperation mit der TShirt AG verlost datenschmutz drei Gutscheincodes für jeweils 1 Deluxe-Shirt samt Aufdruck nach freier Wahl und Versand. Wer partout kein eigenes Motiv hochladen will, kann ebenso eine der der zur Auswahl stehenden Vorlagen an seine individuellen grafischen Wünsche anpassen. Die Seite sollte sich sowieso jeder Blogger bookmarken: so günstig wie hier bekommt man einzelne Shirts und auch Großauflagen nirgends im Netz; die Druck- und Shirtqualität dagegen brauchen keinerlei Vergleiche zu scheuen.

Ein Standard-B&C-Shirt für Männer kostet samt Druck gerade mal EUR 9,99 - die hier verlosten Gutscheine gelten aber für die Premium-Variante (=hochwertigere Shirts), die regulär EUR 11,99 pro Einzelstück kostet. Mich hat die Seite nicht zuletzt aufgrund des genial simplen Editors beeindruckt, sehr interessant für Blogger ist auch die Möglichkeit, mit wenigen Klicks einen eigenen Shop einzurichten - das funktioniert einfach, indem man mit dem intuitiven Editor das jeweilige Shirt-Design anlegt und dann auf "Verkaufen" anstatt "Kaufen" klickt: Auflagenhöhe (bis unlimitiert) sowie die Gewinnspanne sind dabei frei wählbar - soeben hat der datenschmutz T-Shirt Store seine Pforten geöffnet:

dstees Gewinnspiel: 3 T Shirts mit Aufdruck nach Wahl

Teilnahme am Gewinnspiel: Wie gewohnt ist keine Registrierung erforderlich; um an der Verlosung teilzunehmen, muss lediglich ein Kommentar zu dieser Story hinterlassen werden. Die 3 Gutschein-Codes werden unter allen Teilnehmern verlost. Wer zusätzlich auf seinem Blogger, Twitter, Facebook etc. einen Link zu diesem Gewinnspiel postet, bekommt ein Extra-Los für die Ziehung! (Bitte in den Kommentaren anmerken und/oder Trackback schicken.) Das Gewinnspiel beginnt am 27.1.2009 und endet am 8.2.2009, im übrigen gelten die Standard-Teilnahmebedingungen für datenschmutz-Gewinnspiele.

Drei Fragen an dieTShirt AG

1. Seit wann gibt es die TShirt AG?

Wir haben die dieTShirt AG 2006 gegründet.

2. Die Konkurrenz im Netz ist ja nicht gerade klein - was sind eure Stärken?

Wir haben versucht die Website einfach und bedienerfreundlich und logisch zu gestalten. Man soll sich auskennen, ohne viel lesen zu müssen.
Wir können vom Digitaldruck und Auflagen von einem Stück über Flex, Flock,... bis hin zum Siebdruck und Auflagen von 100.000 Stück alles drucken und das zu extrem günstigen Preisen; Einzelstücke kosten bei uns nur EUR 9.99.

3. Wie funktioniert euer Shop-System? Kann jeder User seine selbst designten Shirts zum Verkauf anbieten?

Ja, genau! Man kann sich mit ein paar Klicks anmelden, seinen Shopnamen festlegen, seine eigenen Designs hochladen, eine Gewinnspanne festlegen und den Webshop mit der eigenen Website verlinken. Das dauert nur ein paar Minuten und ist nicht schwer. Namhafte Shops sind die Science Busters oder die Zeitung der Standard.

Lust auf 1.000$ und eine werbefreie Gratis-Homepage?

best of synthasiteUnd noch dazu Ruhm und Ehre auf Synthasite? Die Betreiber des sympathischen Free-Page Generators haben einen Contest ausgeschrieben, der bis 5. Jänner läuft: wer die tollsten Synthasite-Seiten baut, darf sich über ein ordentliches Preis-Paket freuen. Wie die Betreiber ihren Service finanzieren, wissen der Geier und höchstens TechCrunch: nach der Registrierung kann man sich im benutzerfreundlichen in-Browser Editor austoben, das fertige Elaborat bleibt frei von aufgedrängten Werbeeinblendungen.

Das macht Synthasite sozusagen zum zeitgemäßen Nachfolger der guten alten Geocities - dass sich der Service in Europa trotzdem keiner gesteigerten Beliebtheit erfreut, liegt aber wohl nicht zuletzt daran, dass an Free-Hosting Providern wahrlich kein Mangel herrscht. Viele User bevorzugen außerdem ein leicht zu bedienendes Blog gegenüber einer Homepage mit selbstdefinierter Struktur, auch wenn die Lernkurve beim Synthasite Editor angenehm flach ausfällt. Auf der Habenseite stehen außerdem diverse dynamische Module: man kann ohne weiteres eigene Fotogallerien, einen Shop, frei definierbare Formulare und sogar eigene Werbung unterbringen. Beim Publishen der fertigen Seite kann man entweder eine Synthasite-Subdomain wählen, für 15$ im Jahr eine dedizierte Domain kaufen oder die fertige Seite herunterladen und am eigenen Webspace unterbringen.

synthasite editor
Der Synthasite Editor Screen

Ich bin generell kein großer Freund von Infrastrukturprovidern. Wenn man schon Zeit und Aufwand investiert, dann lieber gleich in eine selbst gehostete Seite. Denn auch bei Free-Providern begibt man sich stets in ein Abhängigkeitsverhältnis - wer weiß, ob Synthasite nicht irgendwann doch Werbung schaltet, offline geht oder sonst? Trotzdem bietet der Contest einen ordentlichen Anreiz, schließlich geht's nicht um den Tausender, sondern um diverse PR-Leistungen, die jeder Pro-Blogger zu schätzen wissen dürfte, zumal Synthasite in den USA bereits beachtliche Popularität erreicht hat:

Winners will receive (a) a free SEO lesson, performed by SynthaSite CEO and SEO Expert Vinny Lingham, (b) $1000, (c) be featured in a SynthaSite press release, in the SynthaSite newsletter and posted to Vinny’s blog, and (d) be able to post a "Best SynthaSite" logo on the winning Web site(s) (collectively, the "Prize"). Awards will be announced no later than January 5, 2009. The approximate value of the Prize is $4,500.

Die komplette Teilnahmebedingungen sowie den Link zur Einreichung gibt's hier. Wie so oft dürften deutschsprachige Seiten wohl keine Chance haben - wer den Synthasite Editor mal so richtig auf Herz und Nieren testen möchte und bei der Gelegenheit sein Glück beim Contest versucht, sollte sich für ein englischsprachige Page entscheiden. Die Gewinner werden am 5. Jänner 2009 unter bestof.synthasite.com bekannt gegeben, wieviele Preise vergeben werden, gaben die Betreiber noch nicht bekannt. Die Jury berücksichtigt bei ihrer Entscheidung die folgenden Kriterien: "visual appeal of site, focused purpose, and/or innovative use of widgets".

Favinator: Animierte Favicons schnell erstellt

FavinatorDie Erstellung eines Favicons - das sind die kleinen Bildchen, die jeder moderne Browser im Tab links neben dem Titel der Seite anzeigt - ist keine Hexerei. Man muss lediglich ein beliebiges quadratisches Bild auf die Größe von 16x16 Pixeln herunter rechnen, im *.ico-Format unter dem Namen favicon.ico speichern und ins Rootverzeichnis der Seite hochladen. Die meisten Browser zeigen das Bildchen dann standardmäßig und speichern die Ico-Datei auch mit der Bookmark, was die Seite leichter auffindbar macht.

Verzichten sollte auf ein Favicon niemand - die Kunst liegt darin, ein geeignetes Motiv zu finden, das auch bei der winzigen Größe von 16x16 Pixeln noch ausreichend wiedererkennbar ist. Photoshop unterstützt das Ico-Format übrigens nicht, behelfen kann man sich unter anderem mit dem kosten Bildbetrachter Irfan View, der eine entsprechende Exportfunktion besitzt. Wer sich diesen Aufwand nicht antun will, kann stattdessen auch den favinator benutzen: das kostenlose Online-Tool konvertiert jede beliebige Ausgangsgrafik (die natürlich quadratisch sein sollte) zu einem 16x16 Pixel Favicon, das anschließend heruntergeladen und in die eigene Page eingebaut werden kann.

Besonderheit dabei: optional kann ein Text eingetragen werden, der anschließend als animierte Laufschrift durchs Favicon scrollt, Schriftfarbe, -typ und -größe sind dabei allerdings fix eingestellt. Klingt kompliziert, sieht einfach so aus:

animiertes Favicon

Das sorgt für Staunen (oh, ico-Dateien können animiert sein?) und nervt unter Umständen, wenn in der Browser-Tableiste dauernd was blinkt, also sollte man sich den Einsatz der Laufschrift gut überlegen. Moderne Browser zeigen übrigens alle unterstützten Grafikformate (also auch png, jpg, gif) an, größtmögliche Kompatibilität erreicht man allerdings mit dem Ico-Format. Eingebunden wird das Icon mit einem Meta-Tag im Header, einige Browser zeigen es standardmäßig ohnehin an:

<link rel="shortcut icon" href="http://www.meine-domain.de/favicon.png" type="image/ico" />

Ein ausführliches Tutorial rund um das Thema gibt's hier. Für Konsolenfreunde hab ich noch eine besondere Spezialität gefunden: png2ico konvertiert PNG-Dateien via Kommandozeile (!) ins ICO-Format - Nerd-Prestige-Bonus garantiert.

Anschauungs.Unterricht: Revolution-Themes werden Open Source

Revolution themes go open sourceBrian Gardner hat seine Wordpress Themes bislang sehr erfolgreich verkauft - Anfang Oktober kündigte er seinem Blog an, dass die Revolution Serie zukünftig Open Source Software und unter die GPL gestellt wird. Gemeinsam mit Jason Schuller, Betreiber von WPElements, will Brian "etwas Größeres" auf die Beine stellen. Ich kenne kaum jemanden, der soviel Ahnung von WP Theme Design hat - kein Wunder, dass die Revolution Templates weggingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Ich habe selbst angepasste Versionen für diverse kommerzielle Projekte verwendet, unter anderem bildete ein Revolution Theme auch den Ausgangspunkt für die fatfoogoo Seite (Vom Originalcode ist nach zahllosen Modifikationen allerdings nicht mehr viel übrig, Revolution hat aber im Vergleich zur Entwicklung from scratch trotzdem immens Zeit gespart.) Folgender Absatz in Brians Statement hat mich besonders gefreut:

This one is really simple - more than anything, Jason and I want to develop a resource and community that is perfectly aligned with WordPress. Both he and I have been fortunate enough to leave our day jobs within the past year and have developed our own media companies. None of that would have been possible without the existence of WordPress, which is solely built and supported by the open source community.

Da klingt nämlich etwas durch, das im hektischen Daily Business, in Träumen von get-rich-quick und geplatzten Blasen viel zu oft untergeht: jenseits von megalomanischen Community-Ideen, Pyramidenspielen in neuem Gewand und überbewerteten Aktien haben sich in den letzten Jahren eine Menge Unternehmer mit solider "Handwerksarbeit" (sofern man im virtuellen Raum diesen Begriff benutzen darf) ihre eigenen Businessmodell aufgebaut - und die funktionieren innerhalb der Community perfekt, ganz ohne Business Angels, Seed Financing und Venture Capital Funds.

Das ist einer der Gründe, warum mir die Weltwirtschaftskrise nicht besonders viele Sorgen macht (neben dem Umstand, dass ich keinerlei Aktien besitze und keine Kredite laufen haben): viele große Firmen werden erstmal ihre Marketingbudgets kürzen, was die Industrie trifft. Aber zugleich werden nachhaltige Werbe-/Kommunikationsformen und wendige Netzwerke mit geringen Overheadkosten immer stärker gefragt sein... soweit meine durchwegs optimistische Prognose.

Praktisches Tool: Background Tile Generator

BgPatterns Tile GeneratorIm Web 2.0 werden nicht nur Homepages tapeziert, sondern auch alle möglichen Profile. Bei Youtube, Twitter und vielen anderen Social Networks lässt sich die eigene Page mit einem beliebigen Hintergrundbild ausstatten, meist hat der User dabei die Wahl zwischen Einzelbildern in fixer Größe oder einer sogenannten Tile (Kacheln): dabei handelt es sich um ein verhältnismäßig kleines Bild, dessen Motiv wiederholt wird. Der große Vorteil eines wiederholenden Muster liegt nicht nur in der geringen Ladezeit, sondern auch in Unabhängigkeit von der Bildschirmauflösung: egal ob 800x600 oder 1920x1280 aufwärts, das wiederholende Hintergrund-Muster sieht immer gleich aus, zum Beispiel so.

Mit BgPatterns.com wird die Online-Erstellung derartiger Hintergrund-Patterns zum Kinderspiel. Zwar existiert eine ganze Reihe solcher Background-Generators, doch BgPatterns hebt sich meiner Meinung nach durch den äußerst gelungenen Kompromiss aus Flexibilität und einfacher Bedienung von anderen Lösungen ab. In einem simplen dreistufigen Prozess werden Farbe, Textur (und Symbol ausgewählt, optional lässt das Bild rotieren und es gibt die Möglichkeit, die gewählte Kachel nicht vollflächig, sondern nur in den vier Ecken des Bildschirm anzuzeigen. Die Live-Previews ("apply this pattern") zeigt sofort, ob der eigene Entwurf gelungen ist, via "Download Image" holt man sich die neu erstellte "Kachel" zur weiteren Verwendung auf den eigenen Rechner. Registrierte User können ihre Patterns auch online abspeichern, erforderlich ist ein Benutzerkonto allerdings nicht, da auch unregistrierten Usern alle Funktionen zugänglich sind.

BgPatterns Screenshot

Die genannten Features reichen locker aus, um abwechslungsreiche Pattern zu mit minimalem Zeitaufwand zu erzeugen. Einziger Nachteil von BgPatterns: man kann keine eigenen Patterns und Texturen verwenden.

Was bietet die Konkurrenz?

Wer sich mit den (subjektiv) potthässlichen Web 2.0igen Streifenmustern begnügen möchte, findet im Stripe Generator das Tools seiner Wahl. Farben und Spacings sind frei einstellbar, dafür gibt's keine freie Auswahl des Patterns. Ähnlich funktioniert der Background Image Maker, der sich vor allem für feingliedrige Hintergrund-Muster eignet - die sind der Lesbarkeit kleinerer Schriften allerdings nicht gerade zuträglich.

Damit bleibt BgPatterns mein Favorit für den Hintergrund-Quickie zwischendurch. Natürlich gilt aber auch hier: wer ein einzigartiges, wiedererkennbares Design will, kommt um Handarbeit natürlich nicht herum. Aber gerade für die erwähnten Profilseiten eignen sich solche Online-Generators sehr gut. Über weitere Link-Tipps zu Tiling-Tools freu ich mich natürlich - welche Online-Werkzeuge leisten Ihnen beim Designen die besten Dienste?

Browser-Krieg: Von Chrome und anderen Übergangsmetallen

chromemasterGoogle launcht einen neuen Browser - aber die Begeisterung ist längst nicht mehr so ungeteilt, wie sie einst war. Als alter Sack kann ich mich noch gut erinnern, wie damals 1830 die Rede war vom Microsoft-Anti-Monopol Prozess und man schon befürchtete, M$ schicke sich an, die Netzwelt zu erobern. O tempora o mores! M$ maßte sich damals an, seinen ID mit Windows zu bundeln, was die Kartellwächter auf den Plan rief. Aber das war ja alles Kinderkram im Vergleich zu Big G's World Domination Plans, und eines darf man nie vergessen: als Eric Schmidt mal gefragt wurde, wie "Don't be evil" eigentlich in der Praxis definiert wird, lautete die Antwort: "Evil is what Larry Page and Sergej Brin think is evil."[1. nachzulesen im Buch Die Googlefalle] Dabei gibt's sogar einen Comic über die Vorteile von Chrome - aus dem stammt übrigens auch nebenstehender "Remix".

Ist Chrome giftig?

Chemiker ordnen das silbrig-metallische Chrom im Periodensystem der Elemente der Gruppe der Übergangsmetalle zu. Im industriellen Einsatz spielt Cr, so die Kurzbezeichnung, vor allem in der Lackherstellung eine beträchtliche Rolle - karzinogene physiologische Auswirkungen der stabilsten Form CR3 werden derzeit noch untersucht, CR(VI) dagegen wurde sogar in "Erin Brokovich" diskutiert, wie die Wikipedia weiß:

Metallisches Chrom und Chrom(III)-Verbindungen sind gewöhnlich nicht gesundheitsschädigend. Oral aufgenommene Chrom(VI)-Verbindungen sind im Gegensatz dazu als äußerst giftig einzustufen. Die letale Dosis entspricht einem halben Teelöffel. Chrom(VI)-Verbindungen sind seit langem als krebserregend bekannt. Sie werden unter anderem in Kühlsystemen als Korrosionsschutzmittel verwendet. Die meisten Chrom(VI)-Verbindungen verursachen Irritationen an Augen, Haut und Schleimhäuten. Chronischer Kontakt mit Chrom(VI)-Verbindungen kann bei unterlassener Behandlung zu bleibenden Augenschäden führen.

Was sagen die Erbauer des Internet G3.0 selbst dazu? Googles Statement zur Notwendigkeit der Datenübertragung ist, wie Eric Cartman so schön sagen würde, ganz einfach Bullcrap:

Immerhin: Der Suchmaschinen-Gigant verschweigt den Daten-Transfer nicht, sondern weist während der Installation sogar ausdrücklich darauf hin. Die Daten würden – laut Google-eigenen Angaben – unter anderem für Suchfunktionen im Programm benötigt. Nur so werde es möglich, eingetippte Begriffe direkt in Internet-Adressen umzuwandeln.

Oder wie lässt sich sonst erklären, dass beispielsweise das Live Search Plugin die gleiche Funktion beherrscht, ohne dass man pro Blog einen speziellen Browser installieren muss... dass bei Google noch niemand was von Access-Hierarchien und Ajax gehört hat, darf wohl als unwahrscheinlich gelten.

Anonym surfen: unmöglich mit Chrome

Die Qualität der gewonnen Daten dürfte allerdings in der Tat steigen: denn Google erfasst mit seinem neuen Browser nicht zuletzt einen beträchtlichen Teil jener User, die Google nutzen, ohne eingeloggt zu sein - die Surfgewohnheiten des restlichen Kundenstocks kennt man ohnehin zur Genüge. Chrome umgeht mit der eindeutigen ID-Nummer, die jeder Browser zugewiesen wird, sämtliche Mechanismen, die man derzeit nutzen kann, um einigermaßen unerkannt zu surfen: gelöschte Cookies und über Proxys umgebogenen IDs kann man sich mit Chrome sparen - immerhin telefoniert der Browser ganz ohne lästigen Usereinfluss nach Hause und hat in Deutschland sofort den Spitznamen "Schäuble Browser" bekommen. Das hält aber nur wenige User von der Benutzung ab: bereits kurze Zeit nach dem Start konnte sich Chrome in der Clicky 30-Tages-Statistik nach IE, FF und Safari auf Platz vier vorschieben:

chromestats Browser Krieg: Von Chrome und anderen Übergangsmetallen

Mein Hauptbedenken gilt aber keineswegs dem Datenschutz - hier sind, grob vereinfachend ausgedrückt, im Fall von Google das Floß nicht nur abgetrieben, sondern längst am Wasserfall zerschellt. Außerdem dürfte es in punkto Privacy auf den ersten Blick sehr schwierig werden, Matt Cutts' Open Source Argument zu widersprechen: jeder Verschwörungstheoretiker ist eingeladen, einen Blick in den offenen Source Code des Browsers zu werfen - ob sich die OS-Policy in der Praxis als Feigenblatt herausstellt, muss erst die Zukunft zeigen. Details über die tatsächlich ans Headquarter geschickten Daten kennt das datenschutzblog.

Tu felix Google nube

An personenbezogenen Tracking-Daten haben Regierungen in der Tat mehr Interesse als Suchmaschinenbetreiber. Google richtet sich mit Chrome primär das idealen Adsense-Biotop ein, wie am Finblog nachzulesen ist - wer weiterhin selbständig im Netz arbeiten möchte und so wie ich nur Nachteile darin sieht, Google als einzigen und exklusiven "Businesspartner" zu haben. Und daher mache ich eine Ausnahme und schreibe in diesem Posting über eine Software, die niemals den Weg auf meine PCs finden wird. Wer immer noch zweifelt, dem rate ich, einen Blick auf die Sieben Gründe, Chrome nicht zu verwenden zu werfen.

Ich bin mit Firefox 3 zwar nicht völlig zufrieden, aber Browsen ohne Statuszeile und SEO-Tools geht gar nicht - mein Desktop bleibt Chromefrei.[2. Ich will die Trolle ja nicht noch zusätzlich mit dem Aussterben bedrohen.] Einer der sich allerdings garantiert freuen wird, ist wohl Panacea: ich würde drauf wetten, dass sein Label "Position Chrome" in den letzten Tagen einige zusätzliche Hits bekommen hat...

Googles sucht Favicon und kauft Seelen

googlefaviconMittlerweile ist es wohl schon jedem Surfer aufgefallen: seit Anfang des Monats, genau genommen seit 30. Mai, nutzt die gebenedeiteste unter den Suchmaschinen eines neues Favicon - dabei handelt sich's um jenes Mini-Logo, das moderne Browser in der Adresszeile neben der URL einblenden und das bei vielen geöffneten Tabs der Wiedererkennbarkeit dient. Während das alte Google-Favicon recht stark ans Logo erinnerte, löste die neue Variation einiges an Spekulationen in punkto möglichem CI-Wechsel aus.

Vom Spitznamen "Big G" kann eigentlich keine Rede mehr sein - handelt sich's bei dem neuen Favicon doch um ein kleines g und zwar aus der Schriftart "Catull". Eine gewisse Ähnlichkeit zu einem leicht angeschmolzenen Achter aus Wachs ist in der Tat nicht zu verleugnen. Hier der direkte Vergleich alt vs. neu:

googleneualt Googles sucht Favicon und kauft Seelen

Allzu einfach hat sich's die Google'sche Designabteilung offensichtlich nicht gemacht: über 100 Icons wurden erstellt, dennoch sei die derzeitige Lösung keinesfalls als das Maß aller Dinge anzusehen - und der Grund für die Umstellung sei in erster Linie die bessere Skalierbarkeit auf neuen Plattformen, beeilte sich Marissa Mayer, VP Search Products & User Experience, am offiziellen Google-Blog zu erklären:

Some people have wondered why we changed our favicon -- after all, we hadn't in 8.5 years(!). The reason is that we wanted to develop a set of icons that would scale better to some new platforms like the iPhone and other mobile devices. So the new favicon is one of those, but we've also developed a group of logo-based icons that all hang together as a unified set.

Außerdem forderte man die User auf, selbst Vorschläge für Favicons hochzuladen - bis zum 20. Juni kann jeder beim Contest mitmachen. Ob man das auch möchte, steht allerdings auf einem anderen Blatt geschrieben, so man sich die Mühe macht, einen Blick in die TNBs zu werfen. Denn die sind, gelinde gesagt, ganz einfach irre - speziell der Artikel vier erinnert an den klassischen Musterverlag mit Mephisto. Die juristische Formulierung ist dermaßen geil all-inclusive, dass sich ein Abdruck im Volltext nicht vermeiden lässt. Und immer daran denken: das ist *keine* Satire!

4. Publicity: You agree to participate in any promotions or publicity related to this event. You grant to Google and its subsidiaries an unrestricted, sublicensable, assignable, irrevocable, perpetual, worldwide, royalty-free, fully paid-up license to your name, voice, image, persona, likeness and performance in any media taken or to be taken of you by or on behalf of Google ("Likeness"). This license includes the right to 1) reproduce, modify, create derivative works of, and otherwise use your Likeness, in whole or in part, in any manner or matter or in combination with any other materials in any format or media, 2) publicly display, publicly perform, sell, rent, distribute (directly or indirectly), transmit, or broadcast your Likeness by any means. You hereby waive all rights, including any right or prior approval, and release Google from, and will neither sue nor bring any proceeding against Google for, any claim or cause of action based upon or relating to the use and exploitation of your Likeness.

Dazu passt auch, dass Google jegliche Verpflichtung in die andere Richtung komplett ausschließt - hier kommt Punkt fünf geflogen:

5. Not an offer or contract of employment: Under no circumstances shall the submission of a design, its use by Google, or anything in these Terms be construed as an offer or contract of employment with Google. You acknowledge that you have submitted your design voluntarily and not in confidence or in trust. You acknowledge that no confidential, fiduciary, agency or other relationship or implied-in-fact contract now exists between you and Google and that no such relationship is established by your submission of a design under these Terms.

In der Blogosphäre bildete sich rasch eine zumeist recht klare Ablehnungsfront gegen die neuen 16x16 Pixel, viele kündigten den Wettbewerb an - aber verblüffenderweise scheint jede/r die TNBs für völlig normal zu halten. Dabei reiten sonst immer alle so auf Creative Commons und dergleichen rum... oder gilt's mittlerweile gar als unschicklich, einen Blick auf die sowieso standardmäßig-abzunickenden AGBs zu werfen? Und ich bezweifle stark, dass Google auf meinen Favicon-Designvorschlag verzichten kann :mrgreen:

Identicons: datenschmutz Avatare für alle!

Für die Anzeige von User-Avataren neben Kommentar-Postings existieren eine Reihe von Plugins mit diversen Vor- und Nachteilen. Mit dem neuen Identicons-System, das seit drei Tagen hier auf datenschmutz zum Einsatz kommt, erhält erstmals *jede/r UserIn* ein eindeutiges Bildchen. All Hail Identicon!

Bislang kam hier am Blog das Favatar-Plugin zum Einsatz: wenn ein User zu seinem Kommentar eine URL hinterlässt, dann checkt das Programm, ob unter der betreffenden Adresse ein sogenanntes Favicon hinterlegt ist - das sind die kleinen Grafiken, die von aktuellen Browser rechts neben der Seitenadresse angezeigt werden. Falls ja, wird dieses Icon als Avatar verwendet, ansonsten gibt's keine grafische Repräsentanz.

Eine Alternative wäre WP-Gravatar: bei Gravatar.com kann sich jeder anmelden, ein Userpic hochladen und an die eigene E-Mail Adresse knüpfen. Seitenbetreiber können die Gravatars einbinden und so Usern ermöglichen, über verschiedene Blogs hinweg denselben Avatar anzuzeigen. In der Vergangenheit hatte der Service allerdings immer wieder mal Performanceprobleme, welche die Ladezeit gravierend verlängerten - dies ist mittlerweile behoben, allerdings funktioniert die Anzeige natürlich nur dann, wenn der betreffende Kommentator auch bei Gravatar.com registriert ist - ansonsten wird ein frei wählbares Platzhalterbildchen angezeigt.

Enter WP-Idencticon! Das Plugin zeigt wahlweise das Favicon bzw. das Gravatar-Bild an, so vorhanden - und falls nicht, wird für jede/n UserIn ein eindeutiger Avatar erstellt, und zwar anhand eines Algorithmus, der aus verschiedenen Formen und Farben abstrakte Userbilder erstellt:

So what is an Identicon? It's a randomly generated assortment of shapes that is specific to a commenter's email (or if you prefer IP address). Identicons allow visual representations of commenters without requiring any external sites or user interactions. With 40 possible shapes (about 70 with inversions) in 3 possible positions, around 8000 distinguishable colors and four different rotations for each part, there should be several billion possible shape combinations which, even with the increasing chance of overlap with each additional user, should be quite enough for almost any blog.

Das ganz kann in schwarzweiß etwa so aussehen:

identicon shapes Identicons: datenschmutz Avatare für alle!

Die Installation ist denkbar einfach - Plugin-Folder hochladen und den darin enthaltenen Subfolder identicon Schreibrechte am Server geben (unter Linux via chmod). Konfigurieren lassen sich alle Einstellungen unter "Settings/Einstellungen -> Identicon". Hier wählt man die gewünschte Bildgröße und wahlweise eine fixe Farbe bzw. ein Farbspektrum für Vorder- und Hintergrundfarbe. Außerdem lässt sich hier bestimmen, ob die Bilder automatisch eingefügt werden sollen, oder man den Code lieber händisch ins Template integrieren möchte. (Praktisch, falls man zusätzliche CSS-Formatierungen, z.B. ein float-Attribut oder eine border einbauen will.)

Stellt man Farben bzw. Anzahl der Formen oder die Größe um, muss anschließend der Cache gelöscht werden - die Bilder legt Identicon im erwähnten Subfolder ab. Großartige Idee, denn so bekommt jeder Kommentator a Büdl, (wie man in Wien sagt) - und dank der flexiblen Farb- und Größenanpassung sollten sich die Identicons problemlos in jedes Template-Design integrieren lassen.

Blogbeiträge bebildern mit Pixelio

pixeliologo Blogbeiträge bebildern mit PixelioNeben FlickR existieren mittlerweile zahlreiche Online-Bilddatenbanken - und vermutlich hat so ziemlich jeder Blogger seine Vorlieben. Ein altes chinesisches Sprichwort aber sagt: "Wer spätere Abmahn-Kosten will vermeiden, sollte bei reprofreiem Bildmaterial bleiben." Und genau dafür hat sich bei mir Pixelio bisher bestens bewährt.

pixeliosucheWer hat schon das passende eigene Digitalfoto für jede Situation bereit? Da ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte und bunte Pixel Abwechslung in digitalen Bleiwüsten verschaffen, gilt für Blogs das gleiche wie für jede Zeitung: Bilder verschaffen Aufmerksamkeit und regen zum Lesen des Artikels an. Die Zeit, als man für Pressefotos Bares bei Agenturen einwerfen musste, ist glücklicherweise weitgehend vorüber, denn viele Online-Gallerien bieten die Möglichkeit, gezielt nach sogenannten "reprofreien", also kommerziell verwendbaren, Fotos zu suchen. Ich bin seit längerem großer Fan der deutschen Foto-Community Pixelio. Das hat mehrere Gründe, in erster Linie finde ich allerdings die Profi-Suche sehr gelungen - denn sie erlaubt nicht nur thematische Anfragen, sondern auch die Suche nach bestimmten Größen und Farben.

Weiters finden sich auf Pixelio kaum Amateurfotos aus der Liga "privates Album" - der Profi-Bildanteil ist ausgesprochen hoch. Die erwähnte Profi-Suche erlaubt neben der Eingabe von Schlagwörtern zudem auch die Wahl einer bestimmten Farbe inklusive einer Toleranzschwelle: äußerst praktisch für Designer und Illustratoren, die passende Fotos zu einer bestehenden Farbwelt suchen. Der "Leuchtkasten" fungiert als persönliches Album, die Detailseiten der einzelnen Fotos enthalten neben Informationen über Fotograf, Bildgröße und Lizenztyp auch jeweils das zugehörige EXIF-Histogramm.

Zwar lässt sich die gesamte Sammlung frei durchstöbern, wer Pixelio allerdings ernsthaft nutzen möchte, kommt um die Gratis-Registrierung nicht herum - denn die ist erforderlich, um Fotos in hoher Auflösung herunterladen zu können.

Kommerzielle Nutzung?

Pixelio unterscheidet zwischen der Freigabe für redaktionelle oder kommerzielle Nutzung. Bei Publikationen, die rechtlich den Status eines (Massen)Mediums genießen, ist die Sache eindeutig - im Fall von Blogs allerdings bezweifle ich, dass die redaktionelle Freigabe in allen Fällen ausreicht, denn die Grenzen zwischen Berichterstattung und Werbung sind Online noch fließender als am Papier.

Ebenfalls zu beachten gilt das sogenannte "erweiterte Bearbeitungsrecht" - gemeint sind damit Bildmanipulationen sinnverändernder Art. Im Gegensatz zu normalen Bildoptimierungsmaßnahmen (z.B. Kontras-Einstellung, Farbbalance etc.) dürfen erweiterte Veränderungen nur bei expliziter Erlaubnis vorgenommen werden:

Das erweiterte Bearbeitungsrecht ist das Recht, das Bildmaterial unter Verwendung analoger, digitaler oder sonstiger Bildbearbeitungsmethoden zu bearbeiten, umzugestalten, zu kürzen, zu teilen, auszuschneiden, mit anderen Produktionen oder Produktionsstellen oder sonstigen Werken und Leistungen zu verbinden.

Mit der Profi-Suche kann das Ergebnis auf die beiden Parameter "kommerzielle Nutzung" und "erweitertes Bearbeitungsrecht" angeben, zusätzlich verlangt Pixelio einen Verweis auf Herkunft und Fotografen-Name:

Der Nutzer hat in für die jeweilige Verwendung üblichen Weise und soweit technisch möglich am Bild selbst oder am Seitenende PIXELIO und den Urheber mit seinem beim Upload des Bildes genannten Fotografennamen bei PIXELIO in folgender Form zu nennen: © Fotografenname / PIXELIO
Bei Nutzung im Internet oder digitalen Medien muss zudem der Hinweis auf PIXELIO in Form eines Links zu www.pixelio.de erfolgen.

Sollte für Blogger kein Problem sein - ob man die Fotocredits direkt unters Bild schreibt oder in einer Fußnote am Ende des Artikels unterbringt, spielt keine Rolle. Wer bei der Bildsuche auf reprofreie Fotos achtet, findet bei Pixelio dennoch eine riesige Auswahl an professionellen Motiven aus allen erdenklichen Themengebieten - und befindet sich in punkto Urheberrecht auf der sicheren Seite.

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