News zu den Themen Usability-, Interface Design und grafischer Gestaltung von Webmedien.

Ello, das Social Network mit viel Privacy und wenig Funktionen

Reduktionismus hat so seinen Charme. Das derzeit noch fast exklusiv übermäßig gut vernetzten Nerds vorbehaltene Social Network kommt ziemlich schwarz-weiß daher, bringt bisher bloß einen Teil der allergrundlegendsten Funktionen mit, verschreibt sich dafür aber der Werbefreiheit und dem sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten. Einer der größten Vorteile von Ello: Weder Faymann noch Strache noch Coca Cola sind bisher am neuen Tummelplatz der Netzelite eingetroffen. Vorerst öffnet sich die magische Pforte nur für geladene Gäste – wer gerne eine Einladung möchte, um sich seines Geek-Status zu versichern, möge dies hier bitte via Kommentar kundtun. Die schnellsten sechs gewinnen +3 Geek-Status-Punkte.

Sascha Lobo ist aber natürlich schon vor Ort und “schreibt erst eine richtige Bio, wenn sich ello durchgesetzt hat”. Ich, datadirt, bin da nicht so penibel, Copy-Paste sei Dank. Sogar die Kommunikationsforschung betreibt ein Außenlabor. Und ja, es ist ausgesprochen wahrscheinlich, dass wir unsere mehr oder weniger sorgsam aufgebauten Profile irgendwann wieder verlieren werden. Denn ein Social Network ohne Werbung, ohne Datenweitergabe und ohne “Kooperationspartner” funktioniert in der Regel nur so lange, bis es populär genug ist, um die Betriebskosten in unfinanzierbare Höhen zu treiben.

Alternativszenarien winken dennoch am Horizont: Vielleicht wird Ello ja dermaßen unverzichtbar, dass mehr als 0,2 Prozent der Nutzer freudig dafür bezahlen täten. Vielleicht treiben immer mehr Beschwerden über geplante Umbauten an der Twitter-Timeline die Leute vom Vögelchen scharenweise zum blinden Smilie… Vielleicht. Bis dahin haben wir auf Ello jedenfalls unseren minimalistischen, sperrigen Spaß.

Ello Invites

Ello, Sekunde nach der Registrierung. (Zum Vergrößern anklicken.)

Daher habe ich nicht ein, sondern gleich zwei Profile angelegt. Denn auf die von Facebook gewohnte Privat/Blog-Schizophrenie möchte ich auf Ello keinesfalls verzichten. Mein persönliches Profil finden Sie unter ello.co/datadirt, die Ello “Page” zu meinem Blog unter ello.co/datenschmutz-blog.

Ello kann (noch) mehr als die Yo-App

Profile, Status-Updates, Foto-Postings und eine rudimentäre Suche (“Discover”) – viel mehr bietet Ello in der jetzigen Form nicht. Wie von Twitter gewohnt lassen sich Nutzer durch @Username direkt ansprechen, dieser Mechanismus muss auch für virtuelle Gespräche herhalten. Eine gegliederte Antwortfunktion fehlt ebenso wie ein Pendant zum Liken, Plussen oder Favorisieren. Letztere wird in Kürze nachgeliefert und „Love“ heißen.

Neue Bekanntschaften teilt man in die Kategorien “Friend” oder “Noise” ein. Status-Updates der Freunde tauchen dann wie gewohnt im Newsfeed auf der eigenen Startseite auf, schaltet man den Newsfeed auf “Noise” um, zeigt Ello eine reduzierte Ansicht der “Freunde zweiter Klasse”. So richtig relevant dürfte der Unterschied zwischen echter digitaler Freundschaft und binärem Rauschen erst dann werden, wenn die tägliche Postingflut zunimmt. Einzigartig: wo sonst sieht man heutzutage sonst noch Fotos von der Vorwoche und muss keine Panik vor der Informationsflut haben? Facebook hat schließlich auch mal klein angefangen.

Wie es sich für eine Plattform im Beta-Stadium gehört, verhalten sich manche Funktionen natürlich sperrig bis widerborstig. Mit ein wenig WD40 und gutem Willen flutscht’s dann meistens doch, fast wie in den späten 90ern, an deren großteils vergessene “wegweisende Netzkunstprojekte” auch die monospacing-Schriftart Courier erinnert. Wohin die Reise geht und welche Features gerade in Arbeit sind, verrät eine laufend aktualisierte Liste.

Schon jetzt sehr elegant gelöst die Status-Box, oder wie’s im Ello-Jargon heißt, der “Omnibar”: das Feld wechselt je nach Funktion (Status-Update, Reply) seine Farbe. Wird Text markiert, erscheinen Formattierungsoptionen (fett/kursiv) und die Möglichkeit, einen Link einzufügen.

Ello Status Updates formattieren

Status Updates auf Ello verfasst man mit dem Omnibar.

SEO: Der heilige Backlink von Sankt Ello

Trotz geschlossener Gesellschaft sind die Profile standardmäßig öffentlich, die betreffende Einstellung findet sich unter “Settings”. Solche Public Profiles werden brav von Google indexiert. In der maximal 192 Zeichen langen Beschreibung ist zwar nicht übermäßig viel Platz, aber das mit “Links” bezeichnete Feld darunter schluckt brav auch mehr als eine Webadresse, getrennt durch Leerzeichen.

Ello und Backlinkaufbau

SEOs werden Ello lieben. (Anklicken zum Vergrößern)

Dafür gibt es hübsche Follow-Backlinks frei Haus. Deren Juice hält sich zwar noch in engen Grenzen, zumal die Startseite derzeit noch gar keinen Pagerank von Google bekommen hat (und auch keines der indizierten Profile). Aber wie sagen die SEO-Grayhats immer so schön? Einem geschenkten Follow-Link schaut man nicht auf den Pagerank!

Sag, wie hältst du’s mit dem Datenschutz?

Hinter Ello.co stehen Mastermind Paul Budnitz, das Designer-Duo Berger & Föhr sowie die Programmierschmiede Mode Set. Herr Budnitz verfolgt neben der Social-Networkerei eine Reihe handfester analoger Interessen: Er konzipiert und verkauft Luxus-Fahrräder unter dem Label “Budnitz Bicycles”, seine Firma Kidrobot produziert und verkauft Kinderspielzeug mit Kunst-Appeal. Also eine Art Bobo-Geek-Rolemodel, quasi die Antithese zu Mark Zuckerberg. Der Geist der Befreiungstheologie weht sympathisch durchs Ello-Manifest:

Your social network is owned by advertisers. Every post you share, every friend you make and every link you follow is tracked, recorded and converted into data. Advertisers buy your data so they can show you more ads. You are the product that’s bought and sold. We believe there is a better way. We believe in audacity. We believe in beauty, simplicity and transparency. We believe that the people who make things and the people who use them should be in partnership. We believe a social network can be a tool for empowerment. Not a tool to deceive, coerce and manipulate — but a place to connect, create and celebrate life. You are not a product.

Da kann man nicht widersprechen, auch wenn die Erwartungen, wie Jan Pötzscher schreibt, nicht allzu hoch geschraubt werden sollten. Ziel und Zweck des Neuzugangs im Reigen der Social Networks bleibt die Emanzipation von der Kommerz-Datenkrake. Daher hat sich Rechtsanwältin Nina Diercks die Privacy Policy etwas näher angesehen und kommt zu Schluss, dass bislang alles durchaus vielversprechend wirkt.

Weitere erste Eindrücke sammelten Stefan Pfeiffer, der LinkedInsider, Torsten Materna und Björn Rohles von den Netzpiloten. Wir alle zweifeln zwar am langfristigen Erfolg des Newcomers, drücken dem Team aber trotzdem die Daumen.

Also wie gesagt, wenn Sie selber mal reinschauen wollen, dann schicke ich Ihnen gern eine von sechs Einladungen – hinterlassen Sie einfach einen Kommentar zu diesem Artikel, um eine Einladung von mir zu erhalten. Auf beste Ello-Freundschaft!

Des datenschmutzens neue Kleider: Von Construct zu Enfold

Zeit für einen (unfreiwilligen) Template-Wechsel – ich habe mich für Enfold entschieden. Nach mehrstündiger Einarbeitungszeit kann ich erfreut feststellen, dass Enfold meine hohen Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern bei weitem übertroffen hat. Responsive, Retina-ready und mit unfassbar vielen Publishing-Werkzeugen ausgestattet, ist dieses Theme sowas wie das Österreicher-Taschenmesser unter den WordPress-Themes. Die Schweizer haben’s diesmal nicht erfunden.

Frei nach Oscar Wilde habe ich bei WordPress-Templates und Plugins einen ganz einfachen Geschmack: von allem nur das Beste. Habe ich meine ersten drei Templates noch selbst per Hand im Texteditor gestrickt, so bin ich gleich am Beginn des Multi-Device-Web auf fertige Frameworks und Templates umgestiegen, denn das Cross-Browser-Testing und gefinkelte CSS-Weichen überlasse ich gern anderen. Das zweifellos umfangreichste Sortiment an erstklassiger Ware bietet natürlich Themeforest.net. Dort habe ich auch den Vorgänger Construct, derzeit noch aktiv am datadirt.blog sowie mein Fotoblog-Theme Chocolate, das ich auf RitchiePettauer.net einsetze, käuflich erworben. Nun, bis gestern hat mir Construct gute Dienste geleistet, doch dann…

Ein alter Kumpel lässt mich im Stich

Doch mit dem Update auf WordPress 3.9 war’s plötzlich vorbei mit meiner Zufriedenheit, die immerhin 3 Jahre lang angehalten hatte. Die aktuelle Version enthält den altbekannten Visual Editors TinyMCE in der aktuellen 4.0er Version, der Anpassungen an Plugins (und Templates) erfordert, die zusätzliche Buttons einfügen, etwa für eigene Text-Stile. Zwar bin ich überzeugter Fan des Plaintext-Editors, aber im Zusammenspiel mit dem von mir heiß geliebten Visual Composer unverzichtbar.

Dieses Plugin ermöglicht komplexe Spalten-Layouts und sauber umgesetzte Slider, Galerien und was das Webmaster-Herz 2014 noch so alles begehrt – komplett mit Drag-and-Drop, validem HTML, Frontside-Editing und natürlich responsive und Retina-ready. In der Kombination WordPress 3.9 mit VC und Construct ging Editor-mäßig gar nix mehr, das Theme-Update auf die aktuellste Version führte zum Totalausfall des Frontends, eine Supportanfrage meinerseits wartet harrt weit über 24h ihrer Beantwortung.

Professionelle Entwickler, sollte man meinen, testen ihre Top-Produkte mit den Nightly Builds von WordPress, um ihren Kunden böse Überraschungen zu ersparen. Da Construct noch dazu seine Layouts über Functions umsetzt (trotz mehrmaliger Versuche gelang es mir nicht, das Full-Width-Template ohne Headline zu duplizieren), war’s als mal wieder Zeit für eine Wechsel.

Da war doch dieser österreichische Millionär

Da mir Construct nicht zum ersten Mal Blogger-Stress bereitet hatte, erinnerte ich mich daran, dass ich vor kurzem am Fresh van Root Blog einen Artikel von Rolf gelesen hatte, der mich staunen ließ: Das erfolgreichste WordPress Template kommt aus Österreich, schreibt er:

Was die wenigsten wissen ist dass einer der erfolgreichsten Template-Autoren auf Themeforest aus Österreich kommt. Die Templates von Christian “Kriesi” Budschedl sind unter den meistverkauften Themes auf Themeforest. Kriesi war der erste “Top-Template-Author” der die 1 Million Dollar in Sales Marke durchbrach, und auch der erste die die 2 Million Dollar in Sales Marke durchbrach (2013). Gesamt hat Kriesi schon knapp 90.000 Template Verkäufe auf Themeforest erzielt. Der Top-Seller in der Kriesi Collection ist das Template Enfold, ein umfangreiches Responsive Template das weit über die üblichen Funktionen eines klassischen WordPress Template hinausgeht.

Nach mikroskopisch kurzer Bedenkzeit – immerhin setzt auch Pingeborg auf Enfold – hieß es dann also “Ciao Construct, enter Enfold”. Das Ergebnis sehen Sie gerade beim Lesen dieses Artikels und rund um den Text

Zeig mir dein Template, und ich sage dir… awesome!

Enfold ist anders. Mächtiger, besser durchdacht, sauberer programmiert als jedes Pro-Template, dessen Code ich meinem datenschmutzigen Blog bisher überstülpen durfte. Kriesi hat seine WordPress-Karriere als “Personal Blogger” 2006 begonnen und 2008 sein erstes Theme veröffentlicht. Dass er und sein Team aus der Praxis und nicht aus der grauen Design-Theorie kommen, merkt man Enfold an vielen Ecken und Enden an. Bei der Weiterentwicklung stehen häufig geäußerte Nutzerwünsche ganz oben der auf der ToDo-Liste, das umfangreiche Backend (die Bezeichnung Theme-Options wäre eine Beleidigung) ist klar strukturiert und bietet mächtige Konfigurationsmöglichkeiten.

Besondere Flexibilität bietet der integrierte Layout-Builder, mit dem sich komplexe Pagelayouts ohne Kopfschmerzen realisieren lassen. Ein Shortcode Generator für eigene Styles, 2D- und 3D-Layer-Slideshows, dynamische Ajax-Suche, ein integrierter Formular-Generator mit Gravity-Support, integrierte Portfolio-Verwaltung, vordefinierte Inhaltsblöcke von Testimonials über Tabs bis Masonry-Galerien… die Feature-Liste nimmt kein Ende. Natürlich ist Enfold Retina-Ready, unterstützt Google Maps, eignet sich dank der eingebauten Parallax Fullscreen Slideshow auch für die derzeit populären One-Pager und genauso für State-of-the-Art Landing-Pages. Einen Überblick verschafft die Theme-Demo.

Mit all diesen Tools an Bord ist eine unglaubliche Bandbreite an völlig unterschiedlich gestalteten Webseiten und Blogs möglich, den typischen “Enfold” Look gibt’s daher nicht. Und dank der integrierten Tools, die eine großen Teil aller Publishing-Wünsche abdecken, kann man auf viele zusätzliche Plugins verzichten. Man soll ja niemals nie sagen – aber ich habe das Gefühl, Enfold könnte es sein. Das eine, finale, perfekte WordPress Theme. Und dabei hab ich noch nicht mal ein Zehntel aller Features im Detail ausprobiert, aber wozu gibt’s Ostern?

Enfold auf Themeforest

Du sollst keine (Handy-) Videos im Hochformat drehen!

Joe Average steht zufällig am Westbahnhof neben Andreas Mölzer und sieht, wie selbiger einen Österreicher afrikanischer Abstammung, der David Alaba verdächtig ähnlich schaut, herzlich umarmt. Joe zögert keine Sekunde, holt sein Smartphone aus dem Schulterholster und startet geistesgegenwärtig die Kamera-Applikation. Zwei Stunden will er in Sankt Marx bei Puls4 sein Honorar entegegen nehmen, doch: “Tut uns leid, Herr Möchtegern-Reporter, wir kaufen nur Videos im Querformat!” Das alles wäre nicht passiert, wenn Joe sich den folgenden Lehrfilm zu Herzen genommen hätte. Knapp 90 Sekunden geballte Information über die Quer- und Hochformate hätten ihn nämlich vor dem VVS (Vertical Video Syndrome) retten können.

Diese Folge des datenschmutz-Videopodcasts widme ich meiner bezaubernden Frau und allen, die großartige Filmchen drehen, aber im entscheidenden Moment nicht daran denken, auch ihr Smartphone zu drehen. Selbst Nicht-Vine-Nutzer lassen sich von einem perfiden Virus (1) anstecken, das einzig und allein dazu dient, wertvolle Bildschirmfläche durch schwarze Balken zu vernichten. Oder, wie GTLMedicus schreibt:

Das oben Gesagte gilt im übrigen ganz besonders für Hundebesitzer (hi Petra!). Selbst wenn die meisten Fellschnauzen von vorne betrachtet eindeutig länger als breit sind, ist das keine aktzeptable Ausrede für die Flucht in die Vertikalität. Und wer immer noch nicht überzeugt ist, der oder dem empfehle ich diesen großartigen Selbsthilfe-Film von Glove and Boots, auf den mich dChris hingewiesen hat:

Facebook Pages: endlich übersichtlich und einspaltig

Gestern hat Facebook damit begonnen, sämtliche Seiten auf ein neues Design umzustellen. Bis alle Facebook Page Betreiber in den Genuss des neuen einspaltigen Looks kommen, werden noch ein paar Wochen ins Land ziehen, auf ein Enddatum legen sich die IT-Projekt-erfahrenen Social Network Programmierer wie gewohnt nicht fest. Wer sich schon mal vorab einen Überblick verschaffen will, wirft am besten einen Blick auf die offizielle Page des Betreibers: Facebook.com/facebook erstrahlt nämlich bereits im neuen Glanz.

Das neue Facebook Seiten-Design im Überblick

Im großen und ganzen handelt sich’s diesmal um kosmetische Änderungen – an der Sichtbarkeit von Status-Updates oder an grundlegenden Mechanismen ändert sich nichts, aber die Optik ändert sich in folgenden Punkten:

  • Inhalte werden nicht mehr in zweispaltig angeordneten Kästchen dargestellt, sondern ausschließlich in der rechten Spalte, die an Breite zugelegt hat und die gleichen Maße besitzt wie der neue Newsfeed. Facebook räumt damit vor allem Photo-Postings mehr Platz ein.
  • Die schmälere, linke Spalte bleibt für Zusatz-Infos reserviert: hier landet an oberster Stelle die Infobox mit der Zahl der Fans und der Seitenbeschreibung. Wer nach deutschem Recht ein Impressum auf seiner Page braucht, wird dieses also sinnvollerweise hier einfügen.
  • Darunter folgen drei (wählbare) Apps, ein Klick auf “See All” / “alle anzeigen” öffnet ein Floatover-Windows mit sämtlichen Zusatz-Applikationen.
  • Die recht arbiträr agierende Kenngröße “talking about this” / “sprechen darüber” geht den Weg alles Digitalen und verschwindet.
  • Die Foto- und Videogalerien-Übersicht, Notes (Notizen) und die weiteren Infoboxen finden sich ebenfalls in der linken Spalte wieder.
  • Eine Timeline, wie sie auf persönlichen Accounts schon vor längerer Zeit eingeführt wurde, ermöglicht die Navigation durchs Archiv – und zeigt schonungslos sämtliche SMO-Sünden der Vergangenheit auf *g*.
  • Für Administratoren ändert sich bloß Kosmetisches: das Administrationsmenü wird oberhalb des Titelbilds dargestellt, rechts außen blendet Facebook statistische Infos über Ads, Beitragsreichtweite etc. ein.
  • Die bisher bloß für ausgewählte Facebook Pages freigeschaltene Funktion “Pages to watch” steht mit dem Update zukünftig allen Seitenbetreibern zur Verfügung. Sie dient dazu, bis zu fünf Facebook Seiten zu beobachten und zu vergleichen – quasi Konkurrenzanalyse für Arme.

Das ganze sieht in der Praxis dann so aus:

Das neue Facebook Seitendesign

Bevor es ernst wird für die eigene Seite, erhält der Administrator eine Nachricht zur Designumstellung und kann dann zwei Wochen lang testen – oder auch nicht, nach Ablauf dieser 14 Tage wird nämlich jede Facebook Page zwangsbehübscht.

Bei den Bildgrößen ändern sich übrigens nichts – Cover und Profilfoto bleibten 851×314 respektive 160×160 Pixel groß. Was sich allerdings um ein paar Pixel verschieben wird, ist die Positionierung des letzteren. Anpassungen müssen also nur Seitenbetreiber vornehmen, die eine pixelgenau angepasste Kombination aus beiden verwenden, so wie ich auf Facebook.com/datenschmutz.

Viel Lärm um das Social Media Kaisers neue Seitenkleider

Kurios: die erste Reaktion gewöhnlich empörter Agenturmenschen galt der “Tab-Katastrophe”, denn Facebook hat sich doch tatsächlich erlaubt, die Tab-Bildchen zu entfernen und die sogenannten “Tab-Apps” als Textmenü oberhalb des Titelbilds anzuzeigen. Zetter, Mordio! Futurebiz hat dazu schon alles gesagt – Tabs waren und bleiben bestenfalls Landingpages für spezielle Kampagnen, ihre Erreichbarkeit übers Menü ist völlig zweitrangig:

Tabs wurden [im mobilen Client] noch nie angezeigt. Ist auch nicht nötig, da der mit dem Tab verbundene Inhalt leicht über eine URL angesteuert werden kann. Die Mittel ändern sich auch nicht im neuen Design. [...] Nur 3 % der Facebook Nutzer rufen Facebook Seiten auf.Nur 3 % der Facebook Nutzer rufen Facebook Seiten auf. Ein Drittel dieser 3 % klicken auf Tabs von Facebook Seiten. Die neue Darstellung hat somit überhaupt keine Auswirkungen auf Effektivität von Tabs. Doch, Impressum-Tabs haben ihren Sinn durch die Designänderung komplett verloren.

Was mir bisher noch fehlt, ist die Box für Userpostings – ich vermute, dass diese Funktion auf der offiziellen Facebook-Page abgedreht ist und kann mir kaum vorstellen, dass zukünftig Besucher einer Seite nur mehr Kommentare zu bestehenden Postings absondern dürfen. Die offizielle Ankündigung des neuen Designs erwähnt diesbezüglich jedenfalls nichts.

Fazit: Das neue Design ist insgesamt lesefreundlicher, stellt Status-Updates übersichtlicher dar und rückt die ohnehin meist missverstandenen Tabs weiter in den Hintergrund – wie bisher lautet das einzige Erfolgsrezept “die passenden Inhalte für die eigene Zielgruppe finden”.

Pinterest im neuen Design: Gelungen modernisiert!

Die neuen Kleider des Bildersharing-Kaisers werden in den nächsten Tagen ausgerollt, ich hatte heute die Gelegenheit, auf den neuen Look umzustellen. Der stieß bei der us-amerikanischen Community bislang überiwegen auf Begeisterung:

Die dezente Modernisierung der Seite geht aber nicht nur mit optischem Aufputz einher, sondern auch mit einer verbesserten Usability – konkret mit verbesserten “Discovery Features”, die es Nutzern erleichtern, verwandte Bilder, Grafiken und Boards zu finden:

When you look at a pinned image or video, you can now see pins from the same board on the right-hand side so that you don’t have to leave the page you’re on to browse. You can also explore pins from the same source (i.e., website), and see what “people who pinned this also pinned.”

Pinterest Boards im Redesign
Die Board-Übersichtsseite im neuen Look.

Neues Design für Pinterest Boards
Neue Ansicht eines einzelnen Pinterest-Boards.

Pinterest Kategorie
Pinterest-Kategorie “Populär”

Die beliebteste Pinwand der Welt, von TechCrunch gar als “One of the web’s most iconic designs” bezeichnet, gibt sich sozusagen sozialer und wird mit dem neuen Design garantiert ihre Klickraten steigern. Den neuen Look testete das Pinterest-Team seit Ende Jänner in einer geschlossenen Beta-Phase, vor nicht ganz 24 Stunden begann der weltweite Roll-Out.

Pinterest bietet den Wechsel nach Login via Infobox an – anders als fallweise zu lesen ist das Wechseln auf die alte Optik danach aber nicht mehr möglich. Darüber dürfte sich aber kein Pinterest-User allzusehr grämen, denn die Designer haben wirklich hervorragende Arbeit geleistet und die Identität der Seite nicht dramatisch verändert, sondern smart modernisiert.

Eine detaillierte Analyse des neuen Designs hat Kyle Vanhemert auf Fastcodedesign veröffentlicht.

Weitere Pinterest-Ressourcen: Wie man mangels APIs dennoch Pins tracken kann, verrät Bob Tantlinger. Social Media Berater finden am { Social Media Adventure } Board visualisierte Studien und Gegenstudien aller Art, und sollte auf 4chan oder Youtube mal der Stoff, aus dem die Lacher gemacht sind, ausgehen (schwer vorstellbar, oder?), dann helfen die Boards aus der Kategorie “Humor” mit sofortiger Wirkung.

MIX10: IE9 im Rampenlicht

Dean Hachamovitch, General IE Manager bei Microsoft, hatte bei seiner Keynote einige für die MS-Welt durchaus überraschende News zu berichten: keine Extrawurst, keine proprietären Tags, dafür ein deutlicher Fokus auf Performancegewinn via Hardwarebeschleunigung und die volle Palette der HTML5-Goodness – sogar neue jQuery Erweiterungen will Steve Ballmer der net.community zukünftig for free liefern.

Überhaupt entsteht auf der MIX10 sehr stark der Eindruck, dass Microsoft zwar mit Verspätung, aber dafür nun umso intensiver um die Zuneigung der Open Source Community wirbt. Das mag nur auf den ersten Blick skurril erscheinen, macht aber durchaus Sinn: Open Source Tools spielen im Web-Ökosystem mittlerweile eine zu bedeutende Rolle, als dass eine abgeschottete Parallel-Welt eine ernsthafte Überlebenschance hätte. Weiterlesen

Mix 2010: Silverlight 4 und Windows Mobile 7

Mit einer klassischen Keynote hatte der Auftakt der Mix-Konferenz recht wenig zu tun. Nach einigen einführenden Yoyo Tricks erwartete die Besucher ein sehr, sehr langer (und für mich als Nicht-Entwickler stellenweise sehr, sehr langweiliger) Werbespot über die neue Generation von Microsoft Software Development Produkten, Silverlight 4.0 und vor allem die neue Windows Mobile Generation. An all diesen Fronten scheinen sich bei Microsoft gegenwärtig nämlich ziemliche Umbrüche abzuspielen.

Böse Zungen sagen: nach nur zwei Jahren hat’s Microsoft geschafft, ein zeitgemäßes Touchscreen Betriebssystem zu entwickeln, das weniger auf eigene Ideen setzt als vielmehr Features von anderen Plattform “ausleiht”. Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Vorwurf gewiss nicht: Wer noch nie eine Palm Pre in der Hand hatte, mag Unified Messaging sensationell finden, und dass populäre Services wie Foursquare nun endlich auch auf MS-Telefonen komfortabel laufen, halte ich ebenfalls eher für Pflicht als Kür. Wirklich neu dagegen ist die Orientierung an sogenannten “Hubs”: so sollen Musik-Apps wie Shazam an das “Musik-Subsystem” des Handys andocken und so weiter. Mit dieser Hub Integration soll die User Experience am Telefon “rich and always connected” sein. Weiterlesen

Konferenz: Der richtige Mix in Vegas

Am Samstag fliege ich nach Las Vegas zur die Mix-Konferenz. Microsoft Österreich hat mich in die Welt-Hauptstadt des Glücksspiels eingeladen, und ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Ausflug nach Nevada, über den ich natürlich hier am Blog und via Twitter berichten werde. Nach meiner Rückkehr aus den Staaten wissen Sie und ich dann hoffentlich alles über einarmige Banditen, keusche Striptease-Clubs, neue Microsoft Webpublishing-Technologien und den Status Quo der Cloud.

Mix Konferenz in Las Vegas

Zudem ergibt sich sicherlich die eine oder andere Interview-Gelegenheit – denn unter an einen wohlbekannten Rechteverwertungs-Vertrag gemahnenden Namen “The Commons” hat Microsoft eine Hangout-Lounge eingerichtet. Dort werde ich rumhängen, wenn mir einzelne Vorträge zu code-orientiert werden. Weiterlesen

eDay Verlosung: Video-Visitkarten im Wert von €1.700 gewinnen!

Am 4. März lädt die Wirtschaftskammer Österreich zum eDay 2010. Online-Video bildet in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt. Über den E-Video Award habe ich bereits berichtet (die Einreichfrist endet am 5. Februar), außerdem wird die gesamte Veranstaltung mit mehreren parallelen Streams live im Netz übertragen inklusive Keynote-Videoarchiv. Und für datenschmutz-Leser gibt’s zusätzlich eine ganz besondere Aktion: in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich verlost datenschmutz 2 Video-Visitenkarten im Gesamtwert von €1.700,-. Professionell produziert werden die Clip von News on Video, dem Full-Service Dienstleister rund um Bewegtbilder im Internet.

Damit trifft das Wiener Unternehmen exakt den Zeit- oder besser gesagt Netzgeist, denn eine solche multimediale Vorstellung wertet Homepages enorm auf und wird entsprechend stark nachgefragt. Die Video-Visitenkarte ist ca. eine Minute lang und inkludiert ein kurzes Interview. Ein Beispiel findet man auf der News on Video Homepage: Weiterlesen

Social Media Literatur: Die Must-Read Leseliste

Wilkommen bei der datenschmutz Social Media Leseliste! Sie finden in diesem Beitrag Bücher, Online-Dokumente und Videos rund die Themen New Media und Social Web. Die Zusammenstellung wird laufend erweitert und ist in die Bereiche Theorie/Grundlagen, Praxis-Anleitungen, Download-Dokumente und Einführungsvideos unterteilt. Neben Büchern (verlinkt mit Amazon) finden Sie auch zahlreiche didaktische Videos und Gratis-Downloads.
Social Media Literatur-, Lese- und Videoliste
Über dieses Literatur- und Video-Liste

Als Digital Universalgelehrter gehört das Unterrichten natürlich zu meinen liebsten beruflichen Verpflichtungen – für meine aktuellen New Media Vorlesungen an der FH Wien und an der Universität Wien habe ich die erste Version dieser Literaturliste zusammen gestellt. Es zeigte sich allerdings rasch, dass großes Interesse an Literatur, Videos und didaktischen Materialien zum Thema Web 2.0 besteht, daher habe ich die Liste veröffentlicht und mit Hilfe meiner Leser erweitert. Selbstverständlich erhebt diese Zusammenstellung keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; es handelt sich aber im wesentlichen um die für mich persönlich relevantesten Werke zum Verständnis neuer Medien.

Im ersten Teil finden Sie Bücher zu Grundlagen und Theorie, der zweite Teil umfasst die meiner Meinung nach didaktisch besten How-To Einführungen und Praxisanleitungen. Alle Buchtitel sind mit Amazon verlinkt. Im dritten Teil habe ich frei verfügbare Online-Ressourcen (PDF-Downloads etc. verlinkt), im vierten Teil gibt’s zusätzlich einführende Videos über Social Media Grundlagen und Best Practices. Auf Ergänzungen und Anmerkungen respektive Ihre persönlichen Favoriten bin ich gespannt – bitte nutzten Sie einfach die Kommentarfunktion, um weitere Einträge vorzuschlagen.

Updates / Erweiterungen
Update 12.01.2010: Liste “Theorie” erweitert, neuer Teil “Videos”
Update 08.04.2010: Neue Einträge, neuer Teil “Download-Dokumente

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datenschmutz Geek Supplies: Background-Template für formsquare

Foursquare.com ist sowas von old school: die Hype-Geeks sind weitergezogen, und die neue Adresse der Wahl lautet formspring.me: die Fragen-Antworten-Plattform im Simplicissimus-Stil kommt wie ein rudimentäres Twitter-Service daher, wirft aber die 140-Zeichen Beschränkung über Bord: Ziel und Zweck ist es nämlich, sich gegenseitig Fragen zu stellen und diese auch zu beantworten – je nach Geschmack kurz oder lang. Zwar lässt die Plattform derzeit noch einige Kernfeatures vermissen, aber ich hab mich schon mal häuslich eingerichtet und das Widget im Sidebar eingebunden: formspring.me/datadirt.

formspringWie Twitter gibt’s wenig zu konfigurieren: ein Avatar-Bild, eine Homepage-URL und eine kurze Beschreibung, das war’s auch schon. In punkto Design bietet formspring.me einige Fertig-Templates an, man hat aber auch die Möglichkeit, ein eigenes Hintergrundbild hochzuladen – das geht am schnellsten mithilfe des PSD-Templates, das ich hier zum Download zur Verfügung stelle. Weiterlesen

Gewinnspiel: 3 T-Shirts mit Aufdruck nach Wahl

tshirtagIm Jänner jag ein Gewinnspiel das nächste – und diesmal gibt’s ein besonderes Schmankerl für modebewusste Individualisten: In Kooperation mit der TShirt AG verlost datenschmutz drei Gutscheincodes für jeweils 1 Deluxe-Shirt samt Aufdruck nach freier Wahl und Versand. Wer partout kein eigenes Motiv hochladen will, kann ebenso eine der der zur Auswahl stehenden Vorlagen an seine individuellen grafischen Wünsche anpassen. Die Seite sollte sich sowieso jeder Blogger bookmarken: so günstig wie hier bekommt man einzelne Shirts und auch Großauflagen nirgends im Netz; die Druck- und Shirtqualität dagegen brauchen keinerlei Vergleiche zu scheuen.

Ein Standard-B&C-Shirt für Männer kostet samt Druck gerade mal EUR 9,99 – die hier verlosten Gutscheine gelten aber für die Premium-Variante (=hochwertigere Shirts), die regulär EUR 11,99 pro Einzelstück kostet. Mich hat die Seite nicht zuletzt aufgrund des genial simplen Editors beeindruckt, sehr interessant für Blogger ist auch die Möglichkeit, mit wenigen Klicks einen eigenen Shop einzurichten – das funktioniert einfach, indem man mit dem intuitiven Editor das jeweilige Shirt-Design anlegt und dann auf “Verkaufen” anstatt “Kaufen” klickt: Auflagenhöhe (bis unlimitiert) sowie die Gewinnspanne sind dabei frei wählbar – soeben hat der datenschmutz T-Shirt Store seine Pforten geöffnet:

dstees

Teilnahme am Gewinnspiel: Wie gewohnt ist keine Registrierung erforderlich; um an der Verlosung teilzunehmen, muss lediglich ein Kommentar zu dieser Story hinterlassen werden. Die 3 Gutschein-Codes werden unter allen Teilnehmern verlost. Wer zusätzlich auf seinem Blogger, Twitter, Facebook etc. einen Link zu diesem Gewinnspiel postet, bekommt ein Extra-Los für die Ziehung! (Bitte in den Kommentaren anmerken und/oder Trackback schicken.) Das Gewinnspiel beginnt am 27.1.2009 und endet am 8.2.2009, im übrigen gelten die Standard-Teilnahmebedingungen für datenschmutz-Gewinnspiele.

Drei Fragen an dieTShirt AG

1. Seit wann gibt es die TShirt AG?

Wir haben die dieTShirt AG 2006 gegründet.

2. Die Konkurrenz im Netz ist ja nicht gerade klein – was sind eure Stärken?

Wir haben versucht die Website einfach und bedienerfreundlich und logisch zu gestalten. Man soll sich auskennen, ohne viel lesen zu müssen.
Wir können vom Digitaldruck und Auflagen von einem Stück über Flex, Flock,… bis hin zum Siebdruck und Auflagen von 100.000 Stück alles drucken und das zu extrem günstigen Preisen; Einzelstücke kosten bei uns nur EUR 9.99.

3. Wie funktioniert euer Shop-System? Kann jeder User seine selbst designten Shirts zum Verkauf anbieten?

Ja, genau! Man kann sich mit ein paar Klicks anmelden, seinen Shopnamen festlegen, seine eigenen Designs hochladen, eine Gewinnspanne festlegen und den Webshop mit der eigenen Website verlinken. Das dauert nur ein paar Minuten und ist nicht schwer. Namhafte Shops sind die Science Busters oder die Zeitung der Standard.

Lust auf 1.000$ und eine werbefreie Gratis-Homepage?

best of synthasiteUnd noch dazu Ruhm und Ehre auf Synthasite? Die Betreiber des sympathischen Free-Page Generators haben einen Contest ausgeschrieben, der bis 5. Jänner läuft: wer die tollsten Synthasite-Seiten baut, darf sich über ein ordentliches Preis-Paket freuen. Wie die Betreiber ihren Service finanzieren, wissen der Geier und höchstens TechCrunch: nach der Registrierung kann man sich im benutzerfreundlichen in-Browser Editor austoben, das fertige Elaborat bleibt frei von aufgedrängten Werbeeinblendungen.

Das macht Synthasite sozusagen zum zeitgemäßen Nachfolger der guten alten Geocities – dass sich der Service in Europa trotzdem keiner gesteigerten Beliebtheit erfreut, liegt aber wohl nicht zuletzt daran, dass an Free-Hosting Providern wahrlich kein Mangel herrscht. Viele User bevorzugen außerdem ein leicht zu bedienendes Blog gegenüber einer Homepage mit selbstdefinierter Struktur, auch wenn die Lernkurve beim Synthasite Editor angenehm flach ausfällt. Auf der Habenseite stehen außerdem diverse dynamische Module: man kann ohne weiteres eigene Fotogallerien, einen Shop, frei definierbare Formulare und sogar eigene Werbung unterbringen. Beim Publishen der fertigen Seite kann man entweder eine Synthasite-Subdomain wählen, für 15$ im Jahr eine dedizierte Domain kaufen oder die fertige Seite herunterladen und am eigenen Webspace unterbringen.

synthasite editor
Der Synthasite Editor Screen

Ich bin generell kein großer Freund von Infrastrukturprovidern. Wenn man schon Zeit und Aufwand investiert, dann lieber gleich in eine selbst gehostete Seite. Denn auch bei Free-Providern begibt man sich stets in ein Abhängigkeitsverhältnis – wer weiß, ob Synthasite nicht irgendwann doch Werbung schaltet, offline geht oder sonst? Trotzdem bietet der Contest einen ordentlichen Anreiz, schließlich geht’s nicht um den Tausender, sondern um diverse PR-Leistungen, die jeder Pro-Blogger zu schätzen wissen dürfte, zumal Synthasite in den USA bereits beachtliche Popularität erreicht hat:

Winners will receive (a) a free SEO lesson, performed by SynthaSite CEO and SEO Expert Vinny Lingham, (b) $1000, (c) be featured in a SynthaSite press release, in the SynthaSite newsletter and posted to Vinny’s blog, and (d) be able to post a “Best SynthaSite” logo on the winning Web site(s) (collectively, the “Prize”). Awards will be announced no later than January 5, 2009. The approximate value of the Prize is $4,500.

Die komplette Teilnahmebedingungen sowie den Link zur Einreichung gibt’s hier. Wie so oft dürften deutschsprachige Seiten wohl keine Chance haben – wer den Synthasite Editor mal so richtig auf Herz und Nieren testen möchte und bei der Gelegenheit sein Glück beim Contest versucht, sollte sich für ein englischsprachige Page entscheiden. Die Gewinner werden am 5. Jänner 2009 unter bestof.synthasite.com bekannt gegeben, wieviele Preise vergeben werden, gaben die Betreiber noch nicht bekannt. Die Jury berücksichtigt bei ihrer Entscheidung die folgenden Kriterien: “visual appeal of site, focused purpose, and/or innovative use of widgets”.

Favinator: Animierte Favicons schnell erstellt

FavinatorDie Erstellung eines Favicons – das sind die kleinen Bildchen, die jeder moderne Browser im Tab links neben dem Titel der Seite anzeigt – ist keine Hexerei. Man muss lediglich ein beliebiges quadratisches Bild auf die Größe von 16×16 Pixeln herunter rechnen, im *.ico-Format unter dem Namen favicon.ico speichern und ins Rootverzeichnis der Seite hochladen. Die meisten Browser zeigen das Bildchen dann standardmäßig und speichern die Ico-Datei auch mit der Bookmark, was die Seite leichter auffindbar macht.

Verzichten sollte auf ein Favicon niemand – die Kunst liegt darin, ein geeignetes Motiv zu finden, das auch bei der winzigen Größe von 16×16 Pixeln noch ausreichend wiedererkennbar ist. Photoshop unterstützt das Ico-Format übrigens nicht, behelfen kann man sich unter anderem mit dem kosten Bildbetrachter Irfan View, der eine entsprechende Exportfunktion besitzt. Wer sich diesen Aufwand nicht antun will, kann stattdessen auch den favinator benutzen: das kostenlose Online-Tool konvertiert jede beliebige Ausgangsgrafik (die natürlich quadratisch sein sollte) zu einem 16×16 Pixel Favicon, das anschließend heruntergeladen und in die eigene Page eingebaut werden kann.

Besonderheit dabei: optional kann ein Text eingetragen werden, der anschließend als animierte Laufschrift durchs Favicon scrollt, Schriftfarbe, -typ und -größe sind dabei allerdings fix eingestellt. Klingt kompliziert, sieht einfach so aus:

animiertes Favicon

Das sorgt für Staunen (oh, ico-Dateien können animiert sein?) und nervt unter Umständen, wenn in der Browser-Tableiste dauernd was blinkt, also sollte man sich den Einsatz der Laufschrift gut überlegen. Moderne Browser zeigen übrigens alle unterstützten Grafikformate (also auch png, jpg, gif) an, größtmögliche Kompatibilität erreicht man allerdings mit dem Ico-Format. Eingebunden wird das Icon mit einem Meta-Tag im Header, einige Browser zeigen es standardmäßig ohnehin an:

<link rel=”shortcut icon” href=”http://www.meine-domain.de/favicon.png” type=”image/ico” />

Ein ausführliches Tutorial rund um das Thema gibt’s hier. Für Konsolenfreunde hab ich noch eine besondere Spezialität gefunden: png2ico konvertiert PNG-Dateien via Kommandozeile (!) ins ICO-Format – Nerd-Prestige-Bonus garantiert.

Anschauungs.Unterricht: Revolution-Themes werden Open Source

Revolution themes go open sourceBrian Gardner hat seine WordPress Themes bislang sehr erfolgreich verkauft – Anfang Oktober kündigte er seinem Blog an, dass die Revolution Serie zukünftig Open Source Software und unter die GPL gestellt wird. Gemeinsam mit Jason Schuller, Betreiber von WPElements, will Brian “etwas Größeres” auf die Beine stellen. Ich kenne kaum jemanden, der soviel Ahnung von WP Theme Design hat – kein Wunder, dass die Revolution Templates weggingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Ich habe selbst angepasste Versionen für diverse kommerzielle Projekte verwendet, unter anderem bildete ein Revolution Theme auch den Ausgangspunkt für die fatfoogoo Seite (Vom Originalcode ist nach zahllosen Modifikationen allerdings nicht mehr viel übrig, Revolution hat aber im Vergleich zur Entwicklung from scratch trotzdem immens Zeit gespart.) Folgender Absatz in Brians Statement hat mich besonders gefreut:

This one is really simple – more than anything, Jason and I want to develop a resource and community that is perfectly aligned with WordPress. Both he and I have been fortunate enough to leave our day jobs within the past year and have developed our own media companies. None of that would have been possible without the existence of WordPress, which is solely built and supported by the open source community.

Da klingt nämlich etwas durch, das im hektischen Daily Business, in Träumen von get-rich-quick und geplatzten Blasen viel zu oft untergeht: jenseits von megalomanischen Community-Ideen, Pyramidenspielen in neuem Gewand und überbewerteten Aktien haben sich in den letzten Jahren eine Menge Unternehmer mit solider “Handwerksarbeit” (sofern man im virtuellen Raum diesen Begriff benutzen darf) ihre eigenen Businessmodell aufgebaut – und die funktionieren innerhalb der Community perfekt, ganz ohne Business Angels, Seed Financing und Venture Capital Funds.

Das ist einer der Gründe, warum mir die Weltwirtschaftskrise nicht besonders viele Sorgen macht (neben dem Umstand, dass ich keinerlei Aktien besitze und keine Kredite laufen haben): viele große Firmen werden erstmal ihre Marketingbudgets kürzen, was die Industrie trifft. Aber zugleich werden nachhaltige Werbe-/Kommunikationsformen und wendige Netzwerke mit geringen Overheadkosten immer stärker gefragt sein… soweit meine durchwegs optimistische Prognose.

Praktisches Tool: Background Tile Generator

BgPatterns Tile GeneratorIm Web 2.0 werden nicht nur Homepages tapeziert, sondern auch alle möglichen Profile. Bei Youtube, Twitter und vielen anderen Social Networks lässt sich die eigene Page mit einem beliebigen Hintergrundbild ausstatten, meist hat der User dabei die Wahl zwischen Einzelbildern in fixer Größe oder einer sogenannten Tile (Kacheln): dabei handelt es sich um ein verhältnismäßig kleines Bild, dessen Motiv wiederholt wird. Der große Vorteil eines wiederholenden Muster liegt nicht nur in der geringen Ladezeit, sondern auch in Unabhängigkeit von der Bildschirmauflösung: egal ob 800×600 oder 1920×1280 aufwärts, das wiederholende Hintergrund-Muster sieht immer gleich aus, zum Beispiel so.

Mit BgPatterns.com wird die Online-Erstellung derartiger Hintergrund-Patterns zum Kinderspiel. Zwar existiert eine ganze Reihe solcher Background-Generators, doch BgPatterns hebt sich meiner Meinung nach durch den äußerst gelungenen Kompromiss aus Flexibilität und einfacher Bedienung von anderen Lösungen ab. In einem simplen dreistufigen Prozess werden Farbe, Textur (und Symbol ausgewählt, optional lässt das Bild rotieren und es gibt die Möglichkeit, die gewählte Kachel nicht vollflächig, sondern nur in den vier Ecken des Bildschirm anzuzeigen. Die Live-Previews (“apply this pattern”) zeigt sofort, ob der eigene Entwurf gelungen ist, via “Download Image” holt man sich die neu erstellte “Kachel” zur weiteren Verwendung auf den eigenen Rechner. Registrierte User können ihre Patterns auch online abspeichern, erforderlich ist ein Benutzerkonto allerdings nicht, da auch unregistrierten Usern alle Funktionen zugänglich sind.

BgPatterns Screenshot

Die genannten Features reichen locker aus, um abwechslungsreiche Pattern zu mit minimalem Zeitaufwand zu erzeugen. Einziger Nachteil von BgPatterns: man kann keine eigenen Patterns und Texturen verwenden.

Was bietet die Konkurrenz?

Wer sich mit den (subjektiv) potthässlichen Web 2.0igen Streifenmustern begnügen möchte, findet im Stripe Generator das Tools seiner Wahl. Farben und Spacings sind frei einstellbar, dafür gibt’s keine freie Auswahl des Patterns. Damit bleibt BgPatterns mein Favorit für den Hintergrund-Quickie zwischendurch. Natürlich gilt aber auch hier: wer ein einzigartiges, wiedererkennbares Design will, kommt um Handarbeit natürlich nicht herum. Aber gerade für die erwähnten Profilseiten eignen sich solche Online-Generators sehr gut. Über weitere Link-Tipps zu Tiling-Tools freu ich mich natürlich – welche Online-Werkzeuge leisten Ihnen beim Designen die besten Dienste?

Browser-Krieg: Von Chrome und anderen Übergangsmetallen

chromemasterGoogle launcht einen neuen Browser – aber die Begeisterung ist längst nicht mehr so ungeteilt, wie sie einst war. Als alter Sack kann ich mich noch gut erinnern, wie damals 1830 die Rede war vom Microsoft-Anti-Monopol Prozess und man schon befürchtete, M$ schicke sich an, die Netzwelt zu erobern. O tempora o mores! M$ maßte sich damals an, seinen ID mit Windows zu bundeln, was die Kartellwächter auf den Plan rief. Aber das war ja alles Kinderkram im Vergleich zu Big G’s World Domination Plans, und eines darf man nie vergessen: als Eric Schmidt mal gefragt wurde, wie “Don’t be evil” eigentlich in der Praxis definiert wird, lautete die Antwort: “Evil is what Larry Page and Sergej Brin think is evil.”[1. nachzulesen im Buch Die Googlefalle] Dabei gibt’s sogar einen Comic über die Vorteile von Chrome – aus dem stammt übrigens auch nebenstehender “Remix”.

Ist Chrome giftig?

Chemiker ordnen das silbrig-metallische Chrom im Periodensystem der Elemente der Gruppe der Übergangsmetalle zu. Im industriellen Einsatz spielt Cr, so die Kurzbezeichnung, vor allem in der Lackherstellung eine beträchtliche Rolle – karzinogene physiologische Auswirkungen der stabilsten Form CR3 werden derzeit noch untersucht, CR(VI) dagegen wurde sogar in “Erin Brokovich” diskutiert, wie die Wikipedia weiß:

Metallisches Chrom und Chrom(III)-Verbindungen sind gewöhnlich nicht gesundheitsschädigend. Oral aufgenommene Chrom(VI)-Verbindungen sind im Gegensatz dazu als äußerst giftig einzustufen. Die letale Dosis entspricht einem halben Teelöffel. Chrom(VI)-Verbindungen sind seit langem als krebserregend bekannt. Sie werden unter anderem in Kühlsystemen als Korrosionsschutzmittel verwendet. Die meisten Chrom(VI)-Verbindungen verursachen Irritationen an Augen, Haut und Schleimhäuten. Chronischer Kontakt mit Chrom(VI)-Verbindungen kann bei unterlassener Behandlung zu bleibenden Augenschäden führen.

Was sagen die Erbauer des Internet G3.0 selbst dazu? Googles Statement zur Notwendigkeit der Datenübertragung ist, wie Eric Cartman so schön sagen würde, ganz einfach Bullcrap:

Immerhin: Der Suchmaschinen-Gigant verschweigt den Daten-Transfer nicht, sondern weist während der Installation sogar ausdrücklich darauf hin. Die Daten würden – laut Google-eigenen Angaben – unter anderem für Suchfunktionen im Programm benötigt. Nur so werde es möglich, eingetippte Begriffe direkt in Internet-Adressen umzuwandeln.

Oder wie lässt sich sonst erklären, dass beispielsweise das Live Search Plugin die gleiche Funktion beherrscht, ohne dass man pro Blog einen speziellen Browser installieren muss… dass bei Google noch niemand was von Access-Hierarchien und Ajax gehört hat, darf wohl als unwahrscheinlich gelten.

Anonym surfen: unmöglich mit Chrome

Die Qualität der gewonnen Daten dürfte allerdings in der Tat steigen: denn Google erfasst mit seinem neuen Browser nicht zuletzt einen beträchtlichen Teil jener User, die Google nutzen, ohne eingeloggt zu sein – die Surfgewohnheiten des restlichen Kundenstocks kennt man ohnehin zur Genüge. Chrome umgeht mit der eindeutigen ID-Nummer, die jeder Browser zugewiesen wird, sämtliche Mechanismen, die man derzeit nutzen kann, um einigermaßen unerkannt zu surfen: gelöschte Cookies und über Proxys umgebogenen IDs kann man sich mit Chrome sparen – immerhin telefoniert der Browser ganz ohne lästigen Usereinfluss nach Hause und hat in Deutschland sofort den Spitznamen “Schäuble Browser” bekommen. Das hält aber nur wenige User von der Benutzung ab: bereits kurze Zeit nach dem Start konnte sich Chrome in der Clicky 30-Tages-Statistik nach IE, FF und Safari auf Platz vier vorschieben:

chromestats

Mein Hauptbedenken gilt aber keineswegs dem Datenschutz – hier sind, grob vereinfachend ausgedrückt, im Fall von Google das Floß nicht nur abgetrieben, sondern längst am Wasserfall zerschellt. Außerdem dürfte es in punkto Privacy auf den ersten Blick sehr schwierig werden, Matt Cutts’ Open Source Argument zu widersprechen: jeder Verschwörungstheoretiker ist eingeladen, einen Blick in den offenen Source Code des Browsers zu werfen – ob sich die OS-Policy in der Praxis als Feigenblatt herausstellt, muss erst die Zukunft zeigen. Details über die tatsächlich ans Headquarter geschickten Daten kennt das datenschutzblog.

Tu felix Google nube

An personenbezogenen Tracking-Daten haben Regierungen in der Tat mehr Interesse als Suchmaschinenbetreiber. Google richtet sich mit Chrome primär das idealen Adsense-Biotop ein, wie am Finblog nachzulesen ist – wer weiterhin selbständig im Netz arbeiten möchte und so wie ich nur Nachteile darin sieht, Google als einzigen und exklusiven “Businesspartner” zu haben. Und daher mache ich eine Ausnahme und schreibe in diesem Posting über eine Software, die niemals den Weg auf meine PCs finden wird. Wer immer noch zweifelt, dem rate ich, einen Blick auf die Sieben Gründe, Chrome nicht zu verwenden zu werfen.

Ich bin mit Firefox 3 zwar nicht völlig zufrieden, aber Browsen ohne Statuszeile und SEO-Tools geht gar nicht – mein Desktop bleibt Chromefrei.[2. Ich will die Trolle ja nicht noch zusätzlich mit dem Aussterben bedrohen.] Einer der sich allerdings garantiert freuen wird, ist wohl Panacea: ich würde drauf wetten, dass sein Label “Position Chrome” in den letzten Tagen einige zusätzliche Hits bekommen hat…

Googles sucht Favicon und kauft Seelen

googlefaviconMittlerweile ist es wohl schon jedem Surfer aufgefallen: seit Anfang des Monats, genau genommen seit 30. Mai, nutzt die gebenedeiteste unter den Suchmaschinen eines neues Favicon – dabei handelt sich’s um jenes Mini-Logo, das moderne Browser in der Adresszeile neben der URL einblenden und das bei vielen geöffneten Tabs der Wiedererkennbarkeit dient. Während das alte Google-Favicon recht stark ans Logo erinnerte, löste die neue Variation einiges an Spekulationen in punkto möglichem CI-Wechsel aus.

Vom Spitznamen “Big G” kann eigentlich keine Rede mehr sein – handelt sich’s bei dem neuen Favicon doch um ein kleines g und zwar aus der Schriftart “Catull”. Eine gewisse Ähnlichkeit zu einem leicht angeschmolzenen Achter aus Wachs ist in der Tat nicht zu verleugnen. Hier der direkte Vergleich alt vs. neu:

googleneualt

Allzu einfach hat sich’s die Google’sche Designabteilung offensichtlich nicht gemacht: über 100 Icons wurden erstellt, dennoch sei die derzeitige Lösung keinesfalls als das Maß aller Dinge anzusehen – und der Grund für die Umstellung sei in erster Linie die bessere Skalierbarkeit auf neuen Plattformen, beeilte sich Marissa Mayer, VP Search Products & User Experience, am offiziellen Google-Blog zu erklären:

Some people have wondered why we changed our favicon — after all, we hadn’t in 8.5 years(!). The reason is that we wanted to develop a set of icons that would scale better to some new platforms like the iPhone and other mobile devices. So the new favicon is one of those, but we’ve also developed a group of logo-based icons that all hang together as a unified set.

Außerdem forderte man die User auf, selbst Vorschläge für Favicons hochzuladen – bis zum 20. Juni kann jeder beim Contest mitmachen. Ob man das auch möchte, steht allerdings auf einem anderen Blatt geschrieben, so man sich die Mühe macht, einen Blick in die TNBs zu werfen. Denn die sind, gelinde gesagt, ganz einfach irre – speziell der Artikel vier erinnert an den klassischen Musterverlag mit Mephisto. Die juristische Formulierung ist dermaßen geil all-inclusive, dass sich ein Abdruck im Volltext nicht vermeiden lässt. Und immer daran denken: das ist *keine* Satire!

4. Publicity: You agree to participate in any promotions or publicity related to this event. You grant to Google and its subsidiaries an unrestricted, sublicensable, assignable, irrevocable, perpetual, worldwide, royalty-free, fully paid-up license to your name, voice, image, persona, likeness and performance in any media taken or to be taken of you by or on behalf of Google (“Likeness”). This license includes the right to 1) reproduce, modify, create derivative works of, and otherwise use your Likeness, in whole or in part, in any manner or matter or in combination with any other materials in any format or media, 2) publicly display, publicly perform, sell, rent, distribute (directly or indirectly), transmit, or broadcast your Likeness by any means. You hereby waive all rights, including any right or prior approval, and release Google from, and will neither sue nor bring any proceeding against Google for, any claim or cause of action based upon or relating to the use and exploitation of your Likeness.

Dazu passt auch, dass Google jegliche Verpflichtung in die andere Richtung komplett ausschließt – hier kommt Punkt fünf geflogen:

5. Not an offer or contract of employment: Under no circumstances shall the submission of a design, its use by Google, or anything in these Terms be construed as an offer or contract of employment with Google. You acknowledge that you have submitted your design voluntarily and not in confidence or in trust. You acknowledge that no confidential, fiduciary, agency or other relationship or implied-in-fact contract now exists between you and Google and that no such relationship is established by your submission of a design under these Terms.

In der Blogosphäre bildete sich rasch eine zumeist recht klare Ablehnungsfront gegen die neuen 16×16 Pixel, viele kündigten den Wettbewerb an – aber verblüffenderweise scheint jede/r die TNBs für völlig normal zu halten. Dabei reiten sonst immer alle so auf Creative Commons und dergleichen rum… oder gilt’s mittlerweile gar als unschicklich, einen Blick auf die sowieso standardmäßig-abzunickenden AGBs zu werfen? Und ich bezweifle stark, dass Google auf meinen Favicon-Designvorschlag verzichten kann :mrgreen: