| 15. März 2010 | bis | 17. März 2010 |
Am Samstag fliege ich nach Las Vegas zur die Mix-Konferenz. Microsoft Österreich hat mich in die Welt-Hauptstadt des Glücksspiels eingeladen, und ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Ausflug nach Nevada, über den ich natürlich hier am Blog und via Twitter berichten werde. Nach meiner Rückkehr aus den Staaten wissen Sie und ich dann hoffentlich alles über einarmige Banditen, keusche Striptease-Clubs, neue Microsoft Webpublishing-Technologien und den Status Quo der Cloud.

Zudem ergibt sich sicherlich die eine oder andere Interview-Gelegenheit - denn unter an einen wohlbekannten Rechteverwertungs-Vertrag gemahnenden Namen "The Commons" hat Microsoft eine Hangout-Lounge eingerichtet. Dort werde ich rumhängen, wenn mir einzelne Vorträge zu code-orientiert werden. Diesen Beitrag weiterlesen »
| 2. März 2010 | ||
| 20:00 | bis | 22:00 |
Ulli Lust zeichnet geniale Comics - ihr autobiographisches Werk "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" gab's vor kurzem hier auf datenschmutz zu gewinnen. Am kommenden Dienstag hält Ulli im phil eine Comiclesung, die folgendermaßen abläuft: während Ulli liest werden die zugehörigen Zeichnungen an die Wand projiziert. Diesen Beitrag weiterlesen »
| 4. März 2010 |
Einfach erfolgreich lautet das Motto des eDay 2010 - die größte New-Media Informationsveranstaltung der Wirtschaftskammer Österreich informiert am 4. März in vier verschiedenen Sälen über aktuelle Entwicklungen rund um Online-Marketing, CRM, IT-Sicherheit und Co. Die einzelnen Themenblöcke sind bereits online. Die Teilnahme ist gratis, der steht nicht nur WK-Mitgliedern, sondern allen Interessierten offen. Ich habe Dr. Gerhard Laga, Programmverantwortlicher und Leiter des eCenters der WKO, gefragt, was die Besucher in diesem Jahr erwartet:
| 6. Februar 2010 9:00 | bis | 7. Februar 2010 17:00 |
Eben noch in St. Marx auf der Videocamp-Bühne und schon in Klagenfurt: am Samstag/Sonntag geht's in der Kärntner Metropole Barcamp-technisch weiter. Nach den beiden Besuchen anno 2008/09 (ich sag nur: Karaoke!) ist diese Unkonferenz für mich ein Fixpunkt am Terminkalender. Wie gewohnt hostet die Wörthersee-Uni das Barcamp Klagenfurt - schnell Entschlossene können sich hier anmelden, die Liste umfasst bereits über 100 Namen.
| 15. Januar 2010 21:00 | bis | 16. Januar 2010 4:00 |
Am kommenden Freitag, 15. Jänner 2010, geben sich die Breakcore-Experten Hecate aus Berlin im 3Raum der Wiener Arena live die Ehre. Unterstützt werden sie von Death is not a Color, die mit "digital epileptic breaks-metal" das Publikum verstören, Bobby Velvet, dem A Capella Artist "from hell" und den Dystopian Dub Developments, die mit "Death Reggae and Glitchy Doom Dub" der Krone das Fass ausschlagen. Konservierte Sounds werden aufgelegt von Herrn Bitkid und Mister Adam Strang. All das wär an sich schon großartig genug, ist aber bloß der Zierrat zur eigentlichen Sensation: Oliver Stummer aka Tomoroh Hidari feiert in einem Rutsch seinen 35er und sein kürzlich abgeschlossenes Diplom. Selbstverständlich wird der junge Mann zur Feier der Nacht der "Master of Pataphysics" auch selbst musikalisch aktiv werden.
Keine Kartenverlosung, keine Gästeliste: Oli organisiert und veranstaltet die Party selbst, und 5 Euro Eintritt kann man nur als äußerst gastfreundlich bezeichnen. Also erst mal vorweg alles Gute, wir stoßen dann am Freitag an - mehrmals!
Das Skug schrieb unlängst über Oliver:
Langgedient im Erschaffen eigenartiger, verstörender, und immer spannender Sang- und Klangkonstrukte.
Ich persönlich sehe respektive höre das etwas anders - "verstörend" ist der Musikantenstadl, Tomoroh's Produktionen fand ich immer extrem groovig, technisch brillant und ausgesprochen originell; und wer jemals eine der legendären Dub Sessions besucht hat, wird die Party am Freitag ohnehin nicht verpassen wollen. Looking forward a lot, hier zum Reinhören der Track "Nothing" aus Tomoroh Hidari's letzer EP "Also spoke Zerothruster":
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
| 30. Januar 2010 | ||
| 9:00 | bis | 18:00 |
ATV, datenwerk und datenschmutz laden am 30. Jänner 2010 in Media Center St. Marx zu einem themenspezifischen Barcamp: beim Videocamp Vienna 2010 stehen jene Bewegtbilder, die in den letzten Jahren auch im Internet laufen gelernt haben, im Fokus: die verschiedenen Sessions werden sich mit Videoproduktion und Gestaltung (natürlich mit Schwerpunkt auf HD) ebenso beschäftigen wie mit Video-Hosting, Vermarktung und Best-Podcast-Practices. Die Veranstaltung will den Wissensaustausch unter Video-Geeks fördern - für Infrastruktur und Catering ist gesorgt, die Teilnahme ist komplett gratis. Aber: die Listenplätze sind auf ca. 80 Teilnehmer beschränkt, die Hälfte der Plätze ist bereits vergeben.
| 14. Dezember 2009 | ||
| 18:00 | bis | 19:00 |
Das Hochkultur-Karussell dreht sich unerbittlich weiter - die neben Cannes und der Oscarverleihung drittwichtigste Veranstaltung der internationalen Kinowelt findet zum Jahresausklang nach der frenetisch bejubelten Premiere im Sommer ihre Fortsetzung mit einem Weihnachts-Special. Die Impresarios aus dem Umfeld der Forschungsgruppe Internet zeigen und kommentieren Netz-Clips zum Thema Das Sakrale und das Profane: Christmas revisited. Aufgrund dieses zu Profanity (engl.: Fluchereien) und wilden sexuellen Ausschweifungen neigenden Themas sollten selbst volljährige Besucher gute Nerven ins Museumsquartier mitbringen.
Update: Um 18:30 geht's los mit dem Tweet-Up, die Fest-Gala startet dann pünktlich um 19:30 Uhr im Raum D des Wiener Museumsquartiers. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, für freie Platzwahl kann dennoch kaum garantiert werden. Der Programmablauf:
18:30 X-Mas Tweet-Up (Smartphones, Netbooks und andere internetfähige Geräte bitte beim Security Check-in abgeben!)
19:30 Begrüßung des Publikums und der Pressevertreter durch Jana Herwig, Künstlerische und kaufmännische Leiterin der Wiener Online-Video Filmfestspielreihe (im Volksmund "Youtube Kino"), Gremiumsmitglied des Vorstands des österreichischen Internetrats, Microblogging-Forscherin und Promi-Bloggerin.
19:03 Filmprogramm mit Erläuterungen der Kuratorinnen und Kuratoren (Details folgen)
19:58 Podiumsdiskussion mit Vertretern der österreichischen Film- und Musik-Urheberrechtsgesellschaften. Moderation: Sigrid Jones
19:59 Diskussion: Das Publikum hat Gelegenheit, sich Fragen für das gemütliche Zusammensein anschließend auszudenken
20:00 Verabschiedung des Publikums und der Kuratoren durch den ersten Wiener Twitter-Chor.
Anschließend Afterparty, ebenfalls im Raum D. Motto: "Kein Networking". Dresscode: Als Vogel verkleidet kommen! (Anm.: Für ORF Moderatorinnen keine Verkleidung erforderlich.)
Achtung: KEIN NETWORKING im Anschluss. Wenn Sie Leute treffen, die Sie schon von anderswo kennen - fein. Unterhalten Sie sich. Wenn nicht, auch gut. Mit weniger Visitenkarten passt die Geldtasche sowieso leichter in den Hosensack.
Event-Einträge auf Facebook: TweetUp | Youtube Kino
| 14. November 2009 | ||
| 20:00 | bis | 22:00 |
Den verleiht die Stiftung monochrom am 14. November 2009 zum allerersten Mal - kein Wunder, hat doch der unfreiwillige Initiator Wolfgang Lorenz, ORF Unterhaltungs-Intendant, erst beim Elevate-Festival am 10. November 2008 für die ideologische Grundsteinlegung gesorgt - siehe auch scheissinternet.at. Vergeben wird der merk- und würdige Preis am Samstag, 14. November 2009 bei einer unglaublich glamourösen Gala im Figurentheater Lilarum (Göllnergasse 8, 1030 Wien). Durch den Abend führt der notorische Zeremonienmeister und MC (ja, Tautologie, ich weiß) Johannes Grenzfurthner, ich werd mir die Sause nicht entgehen lassen.

Mit seiner Wortmeldung vom Scheiß-Internet, in das sich junge Menschen verkriechen, machte Lorenz bei der Elevate-Podiumsdiskussion Furore. Seither kennt die gesamte Twitteria (Copyright: Linzerschnitte, und heute hab ich den Begriff sogar schon in einer Kurier-Kolumne gelesen) den Programmdirektor. Und darum geht's:
In einer großen Verleihgala am 14. November im Wiener Figurentheater Lilarum werden jene Menschen ausgezeichnet, die im letzten Jahr durch Wort und Tat völlig unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter abgeliefert haben. Ein Lobesschwanengesang auf die kommunikationstechnologiefeindlichsten und kulturpessimistischsten Distinktionsgewinnler! Und -innen!
Die hochkarätige Fachjury, bestehend aus
- Jana Herwig, Medienwissenschaftlerin/li>
- Manfred Bruckner, Wirtschaftskammer Österreich/li>
- Ingrid Brodnig, Journalistin/Falter/li>
- Thomas Thurner, Quartier für digitale Kultur
musste sich zwischen realitätsfremden Leitartiklern, angeblichen Basisdemokratlern und auch sonst allerlei denkwürdigen Meinungen entscheiden.
Diverse Ehrengäste, darunter Twitter-Zeuge Heinz Wittenbrink (es gibt ja nur mehr wenige Überlebende des Elevate 2008, speziell die Break-Core Sessions hatten's in sich), Hausherr Max Kossatz und Evelyn Fürlinger (beste Funktionsbeschreibung ever: "Gesangswunder, Nutzerin"). Auf dass die Puppen tanzen mögen am 14. November!
| 9. November 2009 | bis | 12. November 2009 |
Kurz vor dem Spanienurlaub erreichte mich die E-Mail Anfrage von Mihaela, ob ich denn als VIP-Gast von 9.-12. November das World Blogging Forum in Rumänien. Der Flug ist gebucht und das Hotel reserviert - selten habe ich mich so sehr auf eine Konferenz gefreut, denn die Gäste- und Sprecherliste umfasst große Namen. Die Veranstalter laden die erfolgreichsten Blogger aus 30 Ländern in die rumänische Hauptstadt ein - selbstverständlich werde ich live vom Event bloggen und twittern:
The most influential bloggers in the world: The event brings together some of the most influential persons in the online media all around the world, in conferences and workshops aiming to establish clear parameters of the development of the online media.

| 30. Juli 2009 | ||
| 18:30 | bis | 20:30 |
| 18:30 | bis | 20:30 |
Die APA EBC (E-Business-Community veranstaltet im Haus der Musik in Wien regelmäßig Expertendiskussionen zu verschiedenen IT- und Internet-Themen. Bei der morgigen Veranstaltung mit dem Titel Online-Marketing: Der Kampf um die Aufmerksamkeit werde ich ein kurzes Impulsreferat halten und anschließend in einer illustren Runde hoffentlich kontrovers (sonst wird's fürs Publikum sehr schnell langweilig) und instruktiv diskutieren:mrgreen:
Mit mir am Podium sitzen Peter Drössler (WKO), Geza Dunzer (WirtschaftsBlatt), Carmen Hickl-Szabó (seeyou 3.0), Alf Netek ( Kapsch AG), Yuki Sakurai (diamond:dogs), Dieter Zirnig (Hewlett-Packard). Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich, hier geht's zur Anmeldung.
Datum und Zeit: Donnerstag, 30. Juli 2009. 18:30 Uhr
Ort: Haus der Musik, 1010 Wien, Seilerstätte 30, Café Cantino, Erdgeschoss
Meine Meinung zu dem Thema ist sehr eindeutig: im Online-Marketing ist die Kontaktgenerierung (in alle ihren Ausprägungen, ob Social Network, AdWords, SEO, Newsletter, Twitter... you name it) nur der erste Schritt - und zugleich jener, der finanziell am ungünstigsten skaliert. Die entscheidenden Fehler begehen die meisten Akteure nicht bei der Mediaplanung, sondern auf der eigenen Homepage, in der Servicierung und Nachbetreuung ihrer Kunden.
Das Web 2.0 mag einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Art und Weise der Marktkommunikation einläuten, an der klassischen Verkaufsstrategie ändert sich dagegen gar nichts: um jeden Preis erhaschte Aufmerksamkeit stellt sich in der Praxis als wertlos heraus. Wertvolle "Whuffies" (so nennt Tara Hunt die "Währung" der Aufmerksamkeit) bekommt man durch den Aufbau von Vertrauen und Kompetenz. Beides entsteht durch langfristiges Beziehungsmanagement und die Bereitschaft, im Dialog mit den eigenen Kunden Mehrwerte zu schaffen. Alles andere ist bloß Mittel zum Zweck: zwar bietet das Web 2.0 effizientere und vor allem *viel* billigere Kontaktmöglichkeiten als Old Media, aber die Relation zwischen "Werber" und "Zielgruppe" ist eine grundsätzlich andere.
Es mag den einen oder anderen User geben, der alle heiligen Zeiten mal zufällig auf ein Banner klickt - aber Internet-Nutzer sind keine Fernsehkonsumenten, die man mit einem vorgegebenen Programmablauf und abgesehen von demographischen Kriterien vollkommen arbiträrer Werbung zuschüttet. Internet-Nutzer sind aktive Informationssucher, die verschiedenste Strategien nutzen, um jene Informationen und Produkte zu finden. Wer diese Tatsache ernst nimmt, wird sich auch nicht über Gebühr darum bemühen, das eigene Arsenal im Kampf um die Aufmerksamkeit hochzurüsten, sondern Ressourcen lieber nutzen, um die eigenen Produkte und Services so sehr zu verbessern, dass die Kunden von ganz allein kommen. Mal sehen, was der Rest der Runde morgen dazu sagt - hier mein Vortrags-Abstract:
Die Regelungen für den deutschsprachigen Internet-Markt sind im internationalen Vergleich sehr streng: doch trotz Double Opt-In und gutgemeinter Datenschutzbestimmungen prasseln auf fast jeden User täglich mehrere Spam-Mails, diverse Social-Media Notifications, Newsletter, Twitter-Messages und sonstige digitale Informationsschnipsel ein. Zugleich sprechen Web 2.0 Evangelisten seit einigen Jahren davon, dass der grundlegende Paradigmenwechsel vom Kon- zum Prosumer Märkte in Dialoge verwandelt. Aufmerksamkeit erlangt im Social Web aber nicht der, der am lautesten oder am häufigsten schreit - entscheidende Erfolgsfaktoren sind neben dem richtigen Kontext für die eigenen Werbemaßnahmen die laufende Optimierung der gesamten Vertriebskette von Werbeschaltungen über den Verkauf bis zur Nachbetreuung des Kunden: denn das Web 2.0 lässt mittelfristig die klassisch getrennten Unternehmensbereiche Werbung, Marketing und CRM verschmelzen und löst damit einen tiefgreifenden organisatorischen Wandel aus.
| 7. Juli 2009 | ||
| 20:30 | bis | 22:00 |
Was im Internet veröffentlicht wird, *muss* einfach wahr sein! Getreu ihrem Motto hat die interdisziplinäre Dissertandengruppe Internetforschung ein abendfüllendes Internet-Video-Programm zusammengestellt. Das Motto lautet Fake! Realität und Illusion, dazu werden die Bücherwürmer von der Uni (ich darf das so abwertend sagen, bin schließlich selber einer) in bester Hip Hop Jam Tradition auch die eine oder andere Wortspende droppen. Und bei dem vielen Niederschlag momentan können wir ja eines lauschigen Sommerabends fast sicher sein!
Das Spektakel beginnt mit Einbruch der Dämmerung, also ca. 20:30 Uhr auf der Wiese vor dem Quartier 21. (Wiese mag ein wenig euphemistisch sein - der Rasentreifen zwischen MQ und 2er Linie ist gemeint, also außerhalb der MQ-Festungsmauern.) Das Detailprogramm sieht folgendermaßen aus:
Vorbei ist die Show um 22:00, danach gibt's kurz Gelegenheit für Autogramme und Reflexion. Sollte Schlechtwetter notwendig sein, übersiedelt das moderne Kabarett in den Gang des Quartier21.
PS: Letztendlich haben wir uns dann doch gegen das Autokino am Rande von Donaustadt und fürs MuQa entschieden. Aber nur wegen der Anreise.
| 25. September 2009 | bis | 27. September 2009 |
Gestern habe ich von Achim und Monika die Einladung zum Almcamp 2009 bekommen: auf 1.600 Metern wird drei Tage lang gewandert, diskutiert und dem fröhlichen Hochgebirgsleben gefrönt. Von 25.-27. September steigt die Geekdichte auf der Leonhardhütte im Maltatal exponentiell an. Aber lassen wir doch die Organisatoren selbst sprechen:
Neugierig geworden? Hier gibt's ein großartiges Panoramafoto der Hütte samt umliegender Bergwelt. Aufgrund der begrenzten Bettenzahl gibt es nur 50 Plätze, 15 sind bereits vergeben. Verköstigt werden die Teilnehmer ebenfalls vor Ort, der Pauschalpreis wird noch bekannt gegeben. Die Organisation von Fahrgemeinschaften und Shuttle-Services passiert via Wiki, dort gibt's auch das genaue Programm. Mir hat das Castlecamp im Vorjahr extrem gut gefallen, und die Location find ich einfach perfekt. Ob's dort Internet gibt oder nicht, wird sich noch herausstellen - langweilig wird uns auf keinesfalls:
Das Almcamp ist ein besonderes Barcamp, quasi ein All-In-One-Barcamp. Und es soll eine Art Think-Tank sein. Wir erwarten, dass die besondere Atmosphäre der Alm viele kreative Ideen hervorbringt. Deswegen hat das Almcamp auch kein spezielles Thema oder Motto. Das Zentrum vom Almcamp ist die Leonhardhütte. Sie befindet sich auf 1600 m Seehöhe mit einer wunderschönen Aussicht über das Maltatal.

Der Gastraum der Almhütte dient das ganze Wochenende über als Veranstaltungsraum. Hier findet das Get together am Freitag Abend statt, hier gibt es Frühstück, Mittag- und Abendessen und hier werden die Sessions abgehalten. Es gibt nur eine Session, da wir nur diesen einen Raum haben. Die Mahlzeiten nehmen wir ebenfalls dort ein. Falls das Wetter mitspielt, wird einiges auf die riesige Terrasse verlegt. Dann könnten wir auch parallele Sessions einplanen. Der Gastraum und das WC der Leonhardhütte sind nach deren eigenen Angaben für Rollstuhlfahrer geeignet.
Monika, Achim und Alex suchen noch Sponsoren für die Veranstaltung, die einen Teil der Catering-Kosten übernehmen. Dazu ein Angebot von meiner Seite: Jeder Sponsor, der das #almcamp 09 mit mindestens €200,- unterstützt, schickt mir per Post ein Logo (im A4 Format, in Wien kann ich's auch vor Ort abholen) und ich drehe während des Camps ein kurzes Imagevideo der Veranstaltung, in dem sämtliche Logos platziert werden. Der Film wird sämtlichen Sponsoren zur eigenen Verwendung zur Verfügung gestellt und natürlich auch auf Barcamp.at und auf datenschmutz veröffentlicht.
Ich denke, da wird's ein paar sehr nette Bilder geben - über Teilnehmer freue ich mich sehr. Wer sponsern möchte, setzt sich bitte mit dem Orga-Team in Verbindung und ich melde mich dann wegen des Logos:
Monika Meurer: monika [ät] soisses [dot] at
Achim Meurer: achim [ät] almstudio [dot] at
Alexander Kühnel: alexander.kuehnel [ät] googlemail [dot] com
| 24. April 2009 | ||
| 19:00 | bis | 23:00 |
Bernd Püribauer zeichnet in der Wiener Stadtzeitschrift Falter seit 10 Jahren das Tier der Woche zu den Texten von Peter Iwaniewicz, höchste Zeit also für eine große Ausstallung der 100 gelungensten animalischen Kreaturen im würdigen Rahmen des Wiener WUK! Unglaublich genial finde ich den Video-Trailer zum Event:
| 31. März 2009 | ||
| 14:00 | bis | 20:00 |
On short notice: bereits morgen, am 31. März, findet im großen Sendesaal des RadioKulturHauses (Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien) das von Ina Zwerger und Armin Medosch organisierte Ö1 Symposium "Creative Cities" statt. Bei freiem Eintritt lädt die Ö1 Wissenschaftsredaktion zu einer hochkarätig besetzten Reflexion der immer wieder gern zitierten Utopie, Kunst und Wirtschaft täten sich vertragen wollen können.
Anlass ist nicht zuletzt das von der EU 2009 ausgerufene "Jahr der Kreativität und Innovation" (ich freu mich schon aufs "Jahr der Einfallslosigkeit und des Rückschritts") und die große Hoffnung, welche Regierungen weltweit in die "Creative Industries" setzen. Die Veranstalter fragen im Einladungstext nicht ganz unsuggestiv, ob möglicherweise eine neues intellektuelles Proletariat entstünde, eine Art "Tagelöhnertum im Web 2.0":
Arbeitsplätze – so wird suggeriert – schafft man sich selbst, im "Home Office", im virtuellen Netzwerk. Befristete "Projekte" ersetzen immer öfter den Job auf Lebenszeit. Lebenslanges Lernen soll die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Doch von der Wertschöpfung der "Ideenwirtschaft" profitieren nur ganz wenige, meist große Unternehmen der Kulturindustrie. Das durchschnittliche Einkommen der "Cultural Workers" ist sehr gering.
Das klingt mir zwar alles gar ein wenig negativ: ein "lebenslanger Job" wär meine persönliche Hölle, und wenn der Tagessatz stimmt, dann bin ich liebend gern vortragender oder coachender Tagelöhner. Und ja, meinen "Home Office" Arbeitsplatz hab ich mir tatsächlich selber geschaffen - vor 20 Jahren wär's schlicht undenkbar gewesen, mit einem digitalen Produktionsstudio um rund 10k Euro mit "professionellen" Corporations zu konkurrieren. Aber andererseits bin ich ja auch kein freischaffender Künstler, sondern freischaffender Marketing-Berater und "geringes Einkommen" liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, aber ich kann mich definitiv nicht beschweren
Doch weiter im Text:
Was macht diesen Lebensentwurf dennoch attraktiv? Ist es die Vorstellung, aus dem Hobby einen Beruf zu machen? Ist es die Hoffnung auf Ruhm? Oder einfach der Mangel an Alternativen? Muss nun "jeder ein Künstler" werden, frei nach Joseph Beuys? Oder müssen alle Künstler/innen ins Betriebswirtschaftsseminar? Und ist nicht der Zwang zur ökonomischen Verwertbarkeit für das kreative Schaffen letztlich kontraproduktiv? Lässt sich Innovation auf Knopfdruck herstellen? Vor welchen Herausforderungen stehen Kunstförderung und Aus- und Weiterbildungsinstitutionen?
Diese versuchen unter anderem Martin Netzer von der Sektion Erwachsenenbildung des BM für Unterricht und Kunst, Richard Barbrook von der Westminster University London, Diedrich Diederichsen, das kulturwissenschaftliche Aushängeschild Berlins, Geert Lovink vom Amsterdamer Institute of Network Cultures und Inke Arns vom Hartware MedienKunstVerein Dortmund in ihren Referaten zu klären. Der erste Teil des Programms hat für mich durchaus einen gewissen Zeitreise-Aspekt: soweit ich mich erinnere, diskutieren die üblichen Verdächtigen die gleichen Themen seit Mitte der Neunziger, damals noch vorwiegend auf der nettime-Mailingliste. Seither hat sich die Situation - je nach persönlicher Einschätzung - drastisch verbessert oder verschlechtert, eines ist jedenfalls klar: in Zeiten der Wirtschaftskrise erhöht sich das Interesse ans Kapital-/Liberalismuskritik beträchtlich. Wird jedenfalls sicherlich ein spannender Nachmittag, den ich aber leider ob Creative-Industry-Business-Stress nur teilweise werde verfolgen können. Genauere Details finden Kurzentschlossene Besucher Programm-PDF.
| 23. März 2009 | ||
| 19:00 | bis | 22:00 |
Bereits in 150 Städten treffen sich weltweit Mobil-Experten immer wieder montags zum Erfahrungsaustausch. Initiiert 2000 in Helsinki, der Heimatstadt Nokias, kommt der mobile Montag mit nur neun Jahren Verspätung dank eines engagierten Organisationsteams endlich auch nach Österreich. Im Rahmen der "mobile internet 2009" Konferenz lädt das MoMo Austria Team am 23. März ins NH Danube City Hotel in Wien (1220, Wagramerstrasse 21), dieses erste Treffen ist der Auftakt zur einer Veranstaltungsserie, die dem traditionell recht veranstaltungslosen Montag einen Teil seines Schreckens nehmen soll.
"Just another manic Monday," sangen die Bangles in den Achtzigern. Und Momo, so die Abkürzung des Mobile Monday, hieß die Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Michael Ende. In der Tag hat die Veranstaltung ein wenig mit Fiktion bzw. deren optimistischer Schwester Vision zu tun:
MobileMonday (MoMo) hat in über 150 Städten weltweit eine globale Community mobiler Visionäre geschaffen – und ist nun ab 23.3.2009 endlich auch in Österreich zu Hause.
Was im Jahr 2000 in Helsinki klein begann, ist mittlerweile zu einer weltweiten Institution herangewachsen: MobileMonday ist ein Raum zum Netzwerken sowie zum Wissens-, und Erfahrungsaustausch für Pioniere, Experten, Forscher als auch Unternehmer in der mobilen Industrie - stets in entspannter Atmosphäre und immer an einem Montag Abend.
Der Event könnte zwar auch MoMoMo heißen, denn Hauptsponsor ist die mobilkom Austria. Dennoch soll der Konkurrenzkampf zwischen den Big Players an diesem Abend keineswegs im Vordergrund stehen, internationale Vernetzung wird dagegen groß geschrieben, so die Organisatoren:
Wir müssen alle an einem Strang ziehen, denn nur gemeinsam werden wir die mobile Industrie in Österreich weiterentwickeln und wachsen lassen können. Es liegt uns am Herzen internationale Gäste und Referenten aus anderen MoMo- Communities einzuladen.
Dass T-Mobile und die mobilkom an einem gemeinsamen Strang ziehen, kommt wohl nicht allzu häufig vor, doch das Organisationsteam ist in diesem Fall äußerst bunt gemischt:
Das MobileMonday Chapter in Österreich wird ehrenamtlich von Experten aus der Branche organisiert. Hierzulande besteht das Gründerteam aus sechs "MoMo-nauten": Aleksandra Schmid (Country Manager - MMS GmbH), Markus Kritscher (CEO - Melon Mobile), Philipp Nagele (Produkt Manager T-Mobile), Jörg Hotter (CEO - Blackbetty), Peter Höflehner (Unternehmer) und Mark Kramer (Forscher "Mobile Learning"). Finanziell ermöglicht wird der MobileMonday Austria durch Sponsoren. Unterstützt wird die Initiative im Jahr 2009 durch die Hauptsponsoren mobilkom austria und DIMOCO.
In der Tat sind neue Ideen für die mobile Wertschöpfungskette gesucht: die Tarife sind längst im Keller, an SMS verdienen die Betreiber auch nur mehr dank der jüngsten Zielgruppe und mittelfristig wird Sprachtelefonie ein Datendienst neben anderen sein. Insofern dürften die Networking-Gespräche im Anschluss an die Podiumsdiskussion "Landscape of the Mobile Industry in Austria" (unter anderem mit Reinhard Zuba (mobilkom Marketing) und Jochen Punzet (Paybox) sehr interessant verlaufen. Die Veranstaltung richtet sich keineswegs ausschließlich an Branchen-Insider, wie Aleksandra Schmid erklärt:
Es ist uns wichtig auch Experten und Sprecher aus nicht-mobilen Branchen anzuziehen, denn gerade die Sicht einer Agentur oder eines Handelsunternehmens das mobile Technologien anwendet, ist eine Chance für uns Mobilisten über den Tellerrand zu schauen und innovativ Probleme zu lösen.
Für Buffet und Drinks ist gesorgt, die Teilnahme ist gratis, die Veranstaltungssprache Englisch und die Platzanzahl begrenzt. Anmelden können sich Mobil-Interessenten auf www.mobilemonday.at - ich werden mir den ersten österreichischen MoMo jedenfalls nicht entgehen lassen.