Veranstaltugen, Konzerte, Ausstellungen… zeitlich gebundenes von schmutziger Interessanz.

Videocamp Vienna 2010

ATV, datenwerk und datenschmutz laden am 30. Jänner 2010 in Media Center St. Marx zu einem themenspezifischen Barcamp: beim Videocamp Vienna 2010 stehen jene Bewegtbilder, die in den letzten Jahren auch im Internet laufen gelernt haben, im Fokus: die verschiedenen Sessions werden sich mit Videoproduktion und Gestaltung (natürlich mit Schwerpunkt auf HD) ebenso beschäftigen wie mit Video-Hosting, Vermarktung und Best-Podcast-Practices. Die Veranstaltung will den Wissensaustausch unter Video-Geeks fördern – für Infrastruktur und Catering ist gesorgt, die Teilnahme ist komplett gratis. Aber: die Listenplätze sind auf ca. 80 Teilnehmer beschränkt, die Hälfte der Plätze ist bereits vergeben.

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YouTube Kino Jahresgala: X-Mas Special am 14. Dezember

Das Hochkultur-Karussell dreht sich unerbittlich weiter – die neben Cannes und der Oscarverleihung drittwichtigste Veranstaltung der internationalen Kinowelt findet zum Jahresausklang nach der frenetisch bejubelten Premiere im Sommer ihre Fortsetzung mit einem Weihnachts-Special. Die Impresarios aus dem Umfeld der Forschungsgruppe Internet zeigen und kommentieren Netz-Clips zum Thema Das Sakrale und das Profane: Christmas revisited. Aufgrund dieses zu Profanity (engl.: Fluchereien) und wilden sexuellen Ausschweifungen neigenden Themas sollten selbst volljährige Besucher gute Nerven ins Museumsquartier mitbringen.

Update: Um 18:30 geht’s los mit dem Tweet-Up, die Fest-Gala startet dann pünktlich um 19:30 Uhr im Raum D des Wiener Museumsquartiers. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, für freie Platzwahl kann dennoch kaum garantiert werden. Der Programmablauf:

18:30 X-Mas Tweet-Up (Smartphones, Netbooks und andere internetfähige Geräte bitte beim Security Check-in abgeben!)

19:30 Begrüßung des Publikums und der Pressevertreter durch Jana Herwig, Künstlerische und kaufmännische Leiterin der Wiener Online-Video Filmfestspielreihe (im Volksmund “Youtube Kino”), Gremiumsmitglied des Vorstands des österreichischen Internetrats, Microblogging-Forscherin und Promi-Bloggerin.

19:03 Filmprogramm mit Erläuterungen der Kuratorinnen und Kuratoren (Details folgen)

19:58 Podiumsdiskussion mit Vertretern der österreichischen Film- und Musik-Urheberrechtsgesellschaften. Moderation: Sigrid Jones

19:59 Diskussion: Das Publikum hat Gelegenheit, sich Fragen für das gemütliche Zusammensein anschließend auszudenken

20:00 Verabschiedung des Publikums und der Kuratoren durch den ersten Wiener Twitter-Chor.

Anschließend Afterparty, ebenfalls im Raum D. Motto: “Kein Networking”. Dresscode: Als Vogel verkleidet kommen! (Anm.: Für ORF Moderatorinnen keine Verkleidung erforderlich.)

Achtung: KEIN NETWORKING im Anschluss. Wenn Sie Leute treffen, die Sie schon von anderswo kennen – fein. Unterhalten Sie sich. Wenn nicht, auch gut. Mit weniger Visitenkarten passt die Geldtasche sowieso leichter in den Hosensack.

Event-Einträge auf Facebook: TweetUp | Youtube Kino

Internetfreie Minuten: Der Preis ist heiß. Und Scheiße.

Den verleiht die Stiftung monochrom am 14. November 2009 zum allerersten Mal – kein Wunder, hat doch der unfreiwillige Initiator Wolfgang Lorenz, ORF Unterhaltungs-Intendant, erst beim Elevate-Festival am 10. November 2008 für die ideologische Grundsteinlegung gesorgt – siehe auch scheissinternet.at. Vergeben wird der merk- und würdige Preis am Samstag, 14. November 2009 bei einer unglaublich glamourösen Gala im Figurentheater Lilarum (Göllnergasse 8, 1030 Wien). Durch den Abend führt der notorische Zeremonienmeister und MC (ja, Tautologie, ich weiß) Johannes Grenzfurthner, ich werd mir die Sause nicht entgehen lassen.

Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten

Mit seiner Wortmeldung vom Scheiß-Internet, in das sich junge Menschen verkriechen, machte Lorenz bei der Elevate-Podiumsdiskussion Furore. Seither kennt die gesamte Twitteria (Copyright: Linzerschnitte, und heute hab ich den Begriff sogar schon in einer Kurier-Kolumne gelesen) den Programmdirektor. Und darum geht’s:

In einer großen Verleihgala am 14. November im Wiener Figurentheater Lilarum werden jene Menschen ausgezeichnet, die im letzten Jahr durch Wort und Tat völlig unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter abgeliefert haben. Ein Lobesschwanengesang auf die kommunikationstechnologiefeindlichsten und kulturpessimistischsten Distinktionsgewinnler! Und -innen!

Die hochkarätige Fachjury, bestehend aus

  • Jana Herwig, Medienwissenschaftlerin/li>
  • Manfred Bruckner, Wirtschaftskammer Österreich/li>
  • Ingrid Brodnig, Journalistin/Falter/li>
  • Thomas Thurner, Quartier für digitale Kultur

musste sich zwischen realitätsfremden Leitartiklern, angeblichen Basisdemokratlern und auch sonst allerlei denkwürdigen Meinungen entscheiden.

Diverse Ehrengäste, darunter Twitter-Zeuge Heinz Wittenbrink (es gibt ja nur mehr wenige Überlebende des Elevate 2008, speziell die Break-Core Sessions hatten’s in sich), Hausherr Max Kossatz und Evelyn Fürlinger (beste Funktionsbeschreibung ever: “Gesangswunder, Nutzerin”). Auf dass die Puppen tanzen mögen am 14. November!

Einladung zum World Blogging Forum 2009 in Bukarest!

usaDieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.

Kurz vor dem Spanienurlaub erreichte mich die E-Mail Anfrage von Mihaela, ob ich denn als VIP-Gast von 9.-12. November das World Blogging Forum in Rumänien. Der Flug ist gebucht und das Hotel reserviert – selten habe ich mich so sehr auf eine Konferenz gefreut, denn die Gäste- und Sprecherliste umfasst große Namen. Die Veranstalter laden die erfolgreichsten Blogger aus 30 Ländern in die rumänische Hauptstadt ein – selbstverständlich werde ich live vom Event bloggen und twittern:

The most influential bloggers in the world: The event brings together some of the most influential persons in the online media all around the world, in conferences and workshops aiming to establish clear parameters of the development of the online media.

World Blogging Forum 2009

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Morgen beginnt der Kampf um die Aufmerksamkeit

Die APA EBC (E-Business-Community veranstaltet im Haus der Musik in Wien regelmäßig Expertendiskussionen zu verschiedenen IT- und Internet-Themen. Bei der morgigen Veranstaltung mit dem Titel Online-Marketing: Der Kampf um die Aufmerksamkeit werde ich ein kurzes Impulsreferat halten und anschließend in einer illustren Runde hoffentlich kontrovers (sonst wird’s fürs Publikum sehr schnell langweilig) und instruktiv diskutieren:mrgreen:

Mit mir am Podium sitzen Peter Drössler (WKO), Geza Dunzer (WirtschaftsBlatt), Carmen Hickl-Szabó (seeyou 3.0), Alf Netek ( Kapsch AG), Yuki Sakurai (diamond:dogs), Dieter Zirnig (Hewlett-Packard). Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich, hier geht’s zur Anmeldung.

Datum und Zeit: Donnerstag, 30. Juli 2009. 18:30 Uhr
Ort: Haus der Musik, 1010 Wien, Seilerstätte 30, Café Cantino, Erdgeschoss

Muss man um Aufmerksamkeit kämpfen?

Meine Meinung zu dem Thema ist sehr eindeutig: im Online-Marketing ist die Kontaktgenerierung (in alle ihren Ausprägungen, ob Social Network, AdWords, SEO, Newsletter, Twitter… you name it) nur der erste Schritt – und zugleich jener, der finanziell am ungünstigsten skaliert. Die entscheidenden Fehler begehen die meisten Akteure nicht bei der Mediaplanung, sondern auf der eigenen Homepage, in der Servicierung und Nachbetreuung ihrer Kunden.

Das Web 2.0 mag einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Art und Weise der Marktkommunikation einläuten, an der klassischen Verkaufsstrategie ändert sich dagegen gar nichts: um jeden Preis erhaschte Aufmerksamkeit stellt sich in der Praxis als wertlos heraus. Wertvolle “Whuffies” (so nennt Tara Hunt die “Währung” der Aufmerksamkeit) bekommt man durch den Aufbau von Vertrauen und Kompetenz. Beides entsteht durch langfristiges Beziehungsmanagement und die Bereitschaft, im Dialog mit den eigenen Kunden Mehrwerte zu schaffen. Alles andere ist bloß Mittel zum Zweck: zwar bietet das Web 2.0 effizientere und vor allem *viel* billigere Kontaktmöglichkeiten als Old Media, aber die Relation zwischen “Werber” und “Zielgruppe” ist eine grundsätzlich andere.

Es mag den einen oder anderen User geben, der alle heiligen Zeiten mal zufällig auf ein Banner klickt – aber Internet-Nutzer sind keine Fernsehkonsumenten, die man mit einem vorgegebenen Programmablauf und abgesehen von demographischen Kriterien vollkommen arbiträrer Werbung zuschüttet. Internet-Nutzer sind aktive Informationssucher, die verschiedenste Strategien nutzen, um jene Informationen und Produkte zu finden. Wer diese Tatsache ernst nimmt, wird sich auch nicht über Gebühr darum bemühen, das eigene Arsenal im Kampf um die Aufmerksamkeit hochzurüsten, sondern Ressourcen lieber nutzen, um die eigenen Produkte und Services so sehr zu verbessern, dass die Kunden von ganz allein kommen. Mal sehen, was der Rest der Runde morgen dazu sagt – hier mein Vortrags-Abstract:

Die Regelungen für den deutschsprachigen Internet-Markt sind im internationalen Vergleich sehr streng: doch trotz Double Opt-In und gutgemeinter Datenschutzbestimmungen prasseln auf fast jeden User täglich mehrere Spam-Mails, diverse Social-Media Notifications, Newsletter, Twitter-Messages und sonstige digitale Informationsschnipsel ein. Zugleich sprechen Web 2.0 Evangelisten seit einigen Jahren davon, dass der grundlegende Paradigmenwechsel vom Kon- zum Prosumer Märkte in Dialoge verwandelt. Aufmerksamkeit erlangt im Social Web aber nicht der, der am lautesten oder am häufigsten schreit – entscheidende Erfolgsfaktoren sind neben dem richtigen Kontext für die eigenen Werbemaßnahmen die laufende Optimierung der gesamten Vertriebskette von Werbeschaltungen über den Verkauf bis zur Nachbetreuung des Kunden: denn das Web 2.0 lässt mittelfristig die klassisch getrennten Unternehmensbereiche Werbung, Marketing und CRM verschmelzen und löst damit einen tiefgreifenden organisatorischen Wandel aus.

Fake! Youtube-Kinoabend im MuQa

Was im Internet veröffentlicht wird, *muss* einfach wahr sein! Getreu ihrem Motto hat die interdisziplinäre Dissertandengruppe Internetforschung ein abendfüllendes Internet-Video-Programm zusammengestellt. Das Motto lautet Fake! Realität und Illusion, dazu werden die Bücherwürmer von der Uni (ich darf das so abwertend sagen, bin schließlich selber einer) in bester Hip Hop Jam Tradition auch die eine oder andere Wortspende droppen. Und bei dem vielen Niederschlag momentan können wir ja eines lauschigen Sommerabends fast sicher sein!

Das Spektakel beginnt mit Einbruch der Dämmerung, also ca. 20:30 Uhr auf der Wiese vor dem Quartier 21. (Wiese mag ein wenig euphemistisch sein – der Rasentreifen zwischen MQ und 2er Linie ist gemeint, also außerhalb der MQ-Festungsmauern.) Das Detailprogramm sieht folgendermaßen aus:

  • Jana Herwig: Fake als Attraktion
  • René König: 9/11 was an inside job! – YouTube als Plattform für alternative Deutungen des 11. September 2001
  • Axel Maireder: Slap me happy – but real! Die Realitätskonstruktionen von Jugendlichen zu Amateur-Gewaltvideos
  • Sigrid Jones: Werbung oder nicht Werbung?
  • Axel Kittenberger: Who is (not) real?
  • Philipp Budka: ‘Don’t Call me Eskimo!’ Repräsentationen indigener Musik(er) auf YouTube
  • Susanne Rabler: Was Avatare in ihrer Freizeit tun, und wie World of Warcraft in der Realität aussieht.
  • Thomas Lohninger: How can this be real?
  • Ritchie Pettauer: Post-Production Fakes

Vorbei ist die Show um 22:00, danach gibt’s kurz Gelegenheit für Autogramme und Reflexion. Sollte Schlechtwetter notwendig sein, übersiedelt das moderne Kabarett in den Gang des Quartier21.

PS: Letztendlich haben wir uns dann doch gegen das Autokino am Rande von Donaustadt und fürs MuQa entschieden. Aber nur wegen der Anreise.

Almcamp 09: Barcamp auf 1.600 Metern Seehöhe

Gestern habe ich von Achim und Monika die Einladung zum Almcamp 2009 bekommen: auf 1.600 Metern wird drei Tage lang gewandert, diskutiert und dem fröhlichen Hochgebirgsleben gefrönt. Von 25.-27. September steigt die Geekdichte auf der Leonhardhütte im Maltatal exponentiell an. Aber lassen wir doch die Organisatoren selbst sprechen:

Neugierig geworden? Hier gibt’s ein großartiges Panoramafoto der Hütte samt umliegender Bergwelt. Aufgrund der begrenzten Bettenzahl gibt es nur 50 Plätze, 15 sind bereits vergeben. Verköstigt werden die Teilnehmer ebenfalls vor Ort, der Pauschalpreis wird noch bekannt gegeben. Die Organisation von Fahrgemeinschaften und Shuttle-Services passiert via Wiki, dort gibt’s auch das genaue Programm. Mir hat das Castlecamp im Vorjahr extrem gut gefallen, und die Location find ich einfach perfekt. Ob’s dort Internet gibt oder nicht, wird sich noch herausstellen – langweilig wird uns auf keinesfalls:

Das Almcamp ist ein besonderes Barcamp, quasi ein All-In-One-Barcamp. Und es soll eine Art Think-Tank sein. Wir erwarten, dass die besondere Atmosphäre der Alm viele kreative Ideen hervorbringt. Deswegen hat das Almcamp auch kein spezielles Thema oder Motto. Das Zentrum vom Almcamp ist die Leonhardhütte. Sie befindet sich auf 1600 m Seehöhe mit einer wunderschönen Aussicht über das Maltatal.

almcamp09

Der Gastraum der Almhütte dient das ganze Wochenende über als Veranstaltungsraum. Hier findet das Get together am Freitag Abend statt, hier gibt es Frühstück, Mittag- und Abendessen und hier werden die Sessions abgehalten. Es gibt nur eine Session, da wir nur diesen einen Raum haben. Die Mahlzeiten nehmen wir ebenfalls dort ein. Falls das Wetter mitspielt, wird einiges auf die riesige Terrasse verlegt. Dann könnten wir auch parallele Sessions einplanen. Der Gastraum und das WC der Leonhardhütte sind nach deren eigenen Angaben für Rollstuhlfahrer geeignet.

Sponsoren gesucht + Video-Sponsoring-Angebot

Monika, Achim und Alex suchen noch Sponsoren für die Veranstaltung, die einen Teil der Catering-Kosten übernehmen. Dazu ein Angebot von meiner Seite: Jeder Sponsor, der das #almcamp 09 mit mindestens €200,- unterstützt, schickt mir per Post ein Logo (im A4 Format, in Wien kann ich’s auch vor Ort abholen) und ich drehe während des Camps ein kurzes Imagevideo der Veranstaltung, in dem sämtliche Logos platziert werden. Der Film wird sämtlichen Sponsoren zur eigenen Verwendung zur Verfügung gestellt und natürlich auch auf Barcamp.at und auf datenschmutz veröffentlicht.

Ich denke, da wird’s ein paar sehr nette Bilder geben – über Teilnehmer freue ich mich sehr. Wer sponsern möchte, setzt sich bitte mit dem Orga-Team in Verbindung und ich melde mich dann wegen des Logos:

Monika Meurer: monika [ät] soisses [dot] at
Achim Meurer: achim [ät] almstudio [dot] at
Alexander Kühnel: alexander.kuehnel [ät] googlemail [dot] com

Bernd Püribauers große Ausstallung: Tiere der Wochen

pueribauerBernd Püribauer zeichnet in der Wiener Stadtzeitschrift Falter seit 10 Jahren das Tier der Woche zu den Texten von Peter Iwaniewicz, höchste Zeit also für eine große Ausstallung der 100 gelungensten animalischen Kreaturen im würdigen Rahmen des Wiener WUK! Unglaublich genial finde ich den Video-Trailer zum Event:

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Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie

kreoekOn short notice: bereits morgen, am 31. März, findet im großen Sendesaal des RadioKulturHauses (Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien) das von Ina Zwerger und Armin Medosch organisierte Ö1 Symposium “Creative Cities” statt. Bei freiem Eintritt lädt die Ö1 Wissenschaftsredaktion zu einer hochkarätig besetzten Reflexion der immer wieder gern zitierten Utopie, Kunst und Wirtschaft täten sich vertragen wollen können.

Anlass ist nicht zuletzt das von der EU 2009 ausgerufene “Jahr der Kreativität und Innovation” (ich freu mich schon aufs “Jahr der Einfallslosigkeit und des Rückschritts”) und die große Hoffnung, welche Regierungen weltweit in die “Creative Industries” setzen. Die Veranstalter fragen im Einladungstext nicht ganz unsuggestiv, ob möglicherweise eine neues intellektuelles Proletariat entstünde, eine Art “Tagelöhnertum im Web 2.0″:

Arbeitsplätze – so wird suggeriert – schafft man sich selbst, im “Home Office”, im virtuellen Netzwerk. Befristete “Projekte” ersetzen immer öfter den Job auf Lebenszeit. Lebenslanges Lernen soll die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Doch von der Wertschöpfung der “Ideenwirtschaft” profitieren nur ganz wenige, meist große Unternehmen der Kulturindustrie. Das durchschnittliche Einkommen der “Cultural Workers” ist sehr gering.

Das klingt mir zwar alles gar ein wenig negativ: ein “lebenslanger Job” wär meine persönliche Hölle, und wenn der Tagessatz stimmt, dann bin ich liebend gern vortragender oder coachender Tagelöhner. Und ja, meinen “Home Office” Arbeitsplatz hab ich mir tatsächlich selber geschaffen – vor 20 Jahren wär’s schlicht undenkbar gewesen, mit einem digitalen Produktionsstudio um rund 10k Euro mit “professionellen” Corporations zu konkurrieren. Aber andererseits bin ich ja auch kein freischaffender Künstler, sondern freischaffender Marketing-Berater und “geringes Einkommen” liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, aber ich kann mich definitiv nicht beschweren :mrgreen: Doch weiter im Text:

Was macht diesen Lebensentwurf dennoch attraktiv? Ist es die Vorstellung, aus dem Hobby einen Beruf zu machen? Ist es die Hoffnung auf Ruhm? Oder einfach der Mangel an Alternativen? Muss nun “jeder ein Künstler” werden, frei nach Joseph Beuys? Oder müssen alle Künstler/innen ins Betriebswirtschaftsseminar? Und ist nicht der Zwang zur ökonomischen Verwertbarkeit für das kreative Schaffen letztlich kontraproduktiv? Lässt sich Innovation auf Knopfdruck herstellen? Vor welchen Herausforderungen stehen Kunstförderung und Aus- und Weiterbildungsinstitutionen?

Diese versuchen unter anderem Martin Netzer von der Sektion Erwachsenenbildung des BM für Unterricht und Kunst, Richard Barbrook von der Westminster University London, Diedrich Diederichsen, das kulturwissenschaftliche Aushängeschild Berlins, Geert Lovink vom Amsterdamer Institute of Network Cultures und Inke Arns vom Hartware MedienKunstVerein Dortmund in ihren Referaten zu klären. Der erste Teil des Programms hat für mich durchaus einen gewissen Zeitreise-Aspekt: soweit ich mich erinnere, diskutieren die üblichen Verdächtigen die gleichen Themen seit Mitte der Neunziger, damals noch vorwiegend auf der nettime-Mailingliste. Seither hat sich die Situation – je nach persönlicher Einschätzung – drastisch verbessert oder verschlechtert, eines ist jedenfalls klar: in Zeiten der Wirtschaftskrise erhöht sich das Interesse ans Kapital-/Liberalismuskritik beträchtlich. Wird jedenfalls sicherlich ein spannender Nachmittag, den ich aber leider ob Creative-Industry-Business-Stress nur teilweise werde verfolgen können. Genauere Details finden Kurzentschlossene Besucher Programm-PDF.

Erster Mobile Monday in Österreich

momoBereits in 150 Städten treffen sich weltweit Mobil-Experten immer wieder montags zum Erfahrungsaustausch. Initiiert 2000 in Helsinki, der Heimatstadt Nokias, kommt der mobile Montag mit nur neun Jahren Verspätung dank eines engagierten Organisationsteams endlich auch nach Österreich. Im Rahmen der “mobile internet 2009″ Konferenz lädt das MoMo Austria Team am 23. März ins NH Danube City Hotel in Wien (1220, Wagramerstrasse 21), dieses erste Treffen ist der Auftakt zur einer Veranstaltungsserie, die dem traditionell recht veranstaltungslosen Montag einen Teil seines Schreckens nehmen soll.

“Just another manic Monday,” sangen die Bangles in den Achtzigern. Und Momo, so die Abkürzung des Mobile Monday, hieß die Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Michael Ende. In der Tag hat die Veranstaltung ein wenig mit Fiktion bzw. deren optimistischer Schwester Vision zu tun:

MobileMonday (MoMo) hat in über 150 Städten weltweit eine globale Community mobiler Visionäre geschaffen – und ist nun ab 23.3.2009 endlich auch in Österreich zu Hause.
Was im Jahr 2000 in Helsinki klein begann, ist mittlerweile zu einer weltweiten Institution herangewachsen: MobileMonday ist ein Raum zum Netzwerken sowie zum Wissens-, und Erfahrungsaustausch für Pioniere, Experten, Forscher als auch Unternehmer in der mobilen Industrie – stets in entspannter Atmosphäre und immer an einem Montag Abend.

Der Event könnte zwar auch MoMoMo heißen, denn Hauptsponsor ist die mobilkom Austria. Dennoch soll der Konkurrenzkampf zwischen den Big Players an diesem Abend keineswegs im Vordergrund stehen, internationale Vernetzung wird dagegen groß geschrieben, so die Organisatoren:

Wir müssen alle an einem Strang ziehen, denn nur gemeinsam werden wir die mobile Industrie in Österreich weiterentwickeln und wachsen lassen können. Es liegt uns am Herzen internationale Gäste und Referenten aus anderen MoMo- Communities einzuladen.

Dass T-Mobile und die mobilkom an einem gemeinsamen Strang ziehen, kommt wohl nicht allzu häufig vor, doch das Organisationsteam ist in diesem Fall äußerst bunt gemischt:

Das MobileMonday Chapter in Österreich wird ehrenamtlich von Experten aus der Branche organisiert. Hierzulande besteht das Gründerteam aus sechs “MoMo-nauten”: Aleksandra Schmid (Country Manager – MMS GmbH), Markus Kritscher (CEO – Melon Mobile), Philipp Nagele (Produkt Manager T-Mobile), Jörg Hotter (CEO – Blackbetty), Peter Höflehner (Unternehmer) und Mark Kramer (Forscher “Mobile Learning”). Finanziell ermöglicht wird der MobileMonday Austria durch Sponsoren. Unterstützt wird die Initiative im Jahr 2009 durch die Hauptsponsoren mobilkom austria und DIMOCO.

In der Tat sind neue Ideen für die mobile Wertschöpfungskette gesucht: die Tarife sind längst im Keller, an SMS verdienen die Betreiber auch nur mehr dank der jüngsten Zielgruppe und mittelfristig wird Sprachtelefonie ein Datendienst neben anderen sein. Insofern dürften die Networking-Gespräche im Anschluss an die Podiumsdiskussion “Landscape of the Mobile Industry in Austria” (unter anderem mit Reinhard Zuba (mobilkom Marketing) und Jochen Punzet (Paybox) sehr interessant verlaufen. Die Veranstaltung richtet sich keineswegs ausschließlich an Branchen-Insider, wie Aleksandra Schmid erklärt:

Es ist uns wichtig auch Experten und Sprecher aus nicht-mobilen Branchen anzuziehen, denn gerade die Sicht einer Agentur oder eines Handelsunternehmens das mobile Technologien anwendet, ist eine Chance für uns Mobilisten über den Tellerrand zu schauen und innovativ Probleme zu lösen.

Für Buffet und Drinks ist gesorgt, die Teilnahme ist gratis, die Veranstaltungssprache Englisch und die Platzanzahl begrenzt. Anmelden können sich Mobil-Interessenten auf www.mobilemonday.at – ich werden mir den ersten österreichischen MoMo jedenfalls nicht entgehen lassen.

Morgen eDay & abendliche Podiumsdiskussion für Datenschmutzer

edayDie Wirtschaftskammer lädt morgen zum eDay in die Hofburg – ich hab mir schon im Vorjahr vorgenommen hinzuschauen, werd’s aber morgen aufgrund mehrfacher Terminkollisionen unter Tags leider wieder nicht schaffen. Aber ich hab mich sehr über die Einladung zur abendlichen Podiumsdiskussion zum Thema “Datenschutz 2.0 – Wachstumsmotor oder Bremse?” gefreut, an der ich im Anschluss an Professor Peter Purgathofers Keynote teilnehmen werde.

Auf den halbstündigen Vortrag, der um 19:00 Uhr beginnt, bin ich schon äußerst gespannt – da gibt’s gewiss einige Diskussionspunkte. Thomas Rottenberg moderiert, Georg Markus Kainz (big-brother awards), Bernhard Lehner (123people.com), Gregor Herzog (WKÖ), Nikolaus Futter (Compass Verlag), der Vortragende und meine Wenigkeit diskutieren anschließend im Zeremoniensaal in der Hofburg Galerie.

Das gesamte Programm des eDay gibt’s online, die Anmeldung ist gratis und ich vermute mal, dass man als Interessierter auch spontan den diversen Diskussionen und Vorträgen in der Hofburg einen Besuch abstatten kann. Würd mich jedenfalls freuen, die eine oder andere Blogleserin oder den einen oder anderen Blogleser morgen Abend in der Hofburg zu treffen!

PS: Soeben habe ich von Daniela Terbu erfahren, dass ich gemeinsam mit Dieter Rappold von der IDENTIAT09 live-bloggen werden – ich freu mich schon drauf, speziell auf einige Video-Interviews, die ich dort drehen möchte!

PS: Auf irgendeine mysteriöse Art und Weise kommen Themen definitiv in Wellen. Vor wenigen Wochen hat mit ATV zum Thema Social Networks und Datenschutz befragt, gestern hab ich im ORF einen Beitrag von Master Wu gesehen, in dem Max in seiner Büro-Wohnung interviewed wurde… das Thema ist in den letzten Monaten nicht wichtiger geworden, als es auch schon in den Jahren zuvor war. Aber wenn die Medien jetzt Wind machen und sich eine breite Öffentlichkeit dafür interessiert, dann kann das nur gut sein. Oder?

Twestival Wien: Morgigentags im WerkzeugH!

twestivalTwitterer sind, das wissen wir von diversen Barcamps, Grillereien und Microblogging-Mittwochen, gesellige Leutchen, und so kann man nur hoffen, dass die Wiener Crowd recht zahlreich erscheint. Denn der lokale Ableger der weltweiten Charity Aktion lässt sich am besten in den Worten des Organisators erklären: Tweet. Meet. Give. Und beim Treffen für den guten Zweck reinen Wassers schmeckt das Bierchen gleich doppelt so fresh. Oder ausführlicher:

On 12 February 2009 175+ cities around the world will be hosting Twestivals which bring together Twitter communities for an evening of fun and to raise money and awareness for charity: water.

Im September 2008 entstand die Idee, seit diesem Zeitpunkt werkeln hinter den Kulissen unzählige Freiwillige – mehr Hintergrundinfos bietet die offizielle Homepage. Wer in Wien lebt, ist in punkto Leitungswasser ganz besonders verwöhnt. Da vergisst man schnell mal, dass immer noch 1,1 Milliarden Menschen weltweit kein sauberes Wasser zur Verfügung steht, was wiederum den Hauptgrund für Seuchen und Epidemien in den betroffenen Gebieten darstellt. Es geht am 12. Februar also nicht nur darum, Spendengelder einzusammeln, mit denen nachhaltige Trinkwasser-Lösungen finanziert werden sollen, sondern auch um Awareness für ein dringendes Problem.

Am Twestival Wien Blog kann man direkt Spenden, die am Donnerstag freiwillig zu erwerbenden Eintrittskarten kosten 5 Euros. Sämtliche Einnahmen gehen zu 100% an Hilfsorganisationen, die sich um den Brunnenbau kümmern. Ab $4.000 ist eine “Brunnenpatenschaft” drin:

Twestival cities might consider setting a goal to raise enough money from their event to fund a well project in a developing country, starting at $4,000 USD.

Selbstverständlich werden alle Events live im Netz gestreamt, @MountainDan wird für Techfluff live aus Wien berichten und den einen oder anderen Besucher interviewen. Aber keine Angst: Dan ist New Yorker, er spricht zwar gut deutsch, aber feine Bosheiten und gemeine Fragen muss niemand fürchten :mrgreen: Stattdessen wird DJ Smartula einen sauber gewaschenen musikalischen Klangteppich quer durch’s WerkzeugH verlegen, außerdem werden ein Nintendo Wii sowie eine Logitech Boombox unter der spendenwilligen Besucherschar verlost. Loki freut sich auch schon aufs Twitter Get-Together: man sieht sich am Donnerstag!

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Barcamp Klagenfurt: Morgen geht’s los

Barcamp KlagenfurtSchnellentschlossene sollten sich noch rasch auf die Anmeldeliste schreiben, denn morgen Abend beginnt das Web-Remmi-Demmi am Wörthersee aka Barcamp Klagenfurt 2009 mit gemeinsamen Vorbereitungen im Vorstufengebäude der Uni Klagenfurt und einem anschließenden Bummel durch die Innenstadt(lokale). Am Samstag pünktlich um 9:30 startet die Intro-Session, und dann geht’s in schnurstracks in medias res.

Ich bin schon gespannt auf die Sessions; mein Plan ist es, über Online-Marketing mit Twitter und aktuelle SEO-Trends zu sprechen, voraussichtlich wird’s auch eine gemeinsame Session mit Hans-Peter und Socialist Andi geben, aber das soll eine Überraschung werden. Wer über den aktuellen Status des ATV-Relaunchs informiert werden möchte (Beta-Keys gibt’s in Kürze) bzw. mal einen Blick auf den BlackBerry Bold im Live-Einsatz werfen möchte, dem stehe ich natürlich auch gern Rede und Antwort.

Keine geographischen Fragen offen lässt die Google Map, außerdem kann man das Uni-Vorstufen-Gebäude schon mal virtuell durchschreiten. Und für alle zuhause Gebliebenen gibt’s den gesamten Livestream des Barcamps auf ustream.tv.

Hier nochmal der gesamte Zeitplan:

Freitag, 6. Februar
16:00 Basteln/Aufbauen/Vorbereiten, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
20:00 Opening, Molly Melone, Klagenfurt-Innenstadt

Samstag, 7. Februar
09:30: Intro-Session, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
10:00 – 12:30: Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
12:30 – 13:30: Nahrungsaufnahme IQ, Uni Klagenfurt
13:30 – 18:00, Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
19:00 Socializing, Blauzeug und Pubcrawl durch in der Uni-Straße

Sonntag, 8. Februar
10:00 – 12:30: Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
12:30 – 13:30: Nahrungsaufnahme, IQ, Uni Klagenfurt
13:30 – 15:00 Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
15:00 Feedback-Session

Gewinnspiel: 2×2 Karten für Shackleton am kommenden Freitag

skulldiscoIm Wiener Sass rollen am kommenden Freitag die tiefen Basslines über den Dancefloor: Sam Shackleton (Skull-Disco) wird mit seiner speziellen Dubstep-Mischung aus Wanddrücker-Basslines und leichtfüßig-hypnotischen Orient-Sounds auf Einladung von Dogs Bollocks die Wiener Crowd rocken. Diese einzigartige Mischung aus State-of-the-Art Produktion und Worldmusic-Percussions hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, und ich freue mich auf Shackleton’s erstes DJ Set in Wien. Dank Simon Lebon habe ich die Ehre und das Vergnügen, unter meinen Lesern 2×2 Gästelistenplätze für die Party des Monats zu verlosen.

Der Modus dürfte bereits bekannt sein: eine Registrierung ist nicht erforderlich, wer mitspielen möchte, hinterlässt einfach hier am Blog einen Kommentar. Die Gewinner werden am Donnerstag via E-Mail verständigt, im übrigen gelten die Teilnahmebedingungen für datenschmutz-Gewinnspiele. Aber nun zu Shackleton – der folgende Satz beschreibt die Soundscapes des Skull Disco Aushängeschild sehr treffend:

Sam Shackleton betreibt mit seinen perkussiv wummernden Dubstep-Tracks bassverliebte Tiefenforschung. Und statt des Rülpsens der Apokalypse stehen ein libanesischer Akkordeon-Spieler und ein türkischer Saz-Maestro bei seinem Sound Pate.

Dogs Bollocks presents Shackleton

An diesem Abend werden zwei Sams die Turntables bedienen: Slack Hippy übernimmt den restlichen und sorgt für kompetente musikalische Umrahmung des Gaststars. Der wuchs im Nordwesten Englands auf und ist laut eigener Aussage an die boomende britische Dubstep-Szene nur “lose” angebunden. Während sich die Produktionen der Big Names immer technoider anhören, drosselte er bei seinen neueren Produktionen das übliche 140er-Tempo auf 100 bis 120 Beats pro Minute:

Meine Hauptinspirationen sind Erkan Ogur, der unglaublich gute türkische Saz-Maestro, Ziad Rahbani, ein libanesischer Akkordeon-Spieler und Band-Leader, und Fatale, westafrikanische Percussionisten. Diese Einflüsse wird man bei mir immer raushören. Und natürlich Dub Reggae. Ich liebe einfach den ‘puren’ Basssound. Ach ja, und Chronomad. Er hat im letzten Jahr ein brillantes Album veröffentlicht und ich kann nur hoffen, dass ich irgendwann einmal etwas Ähnliches schaffe.

Viel Glück bei der Verlosung – wir sehen uns am Freitag im Sass – dieses Video gibt einen kleinen Vorgeschmack:

YouTube Preview Image

2×2 Freikarten für Legowelt am Samstag

Der Beitrag geht raus ans Wiener Partyvolk: Wolfram aka marfloW lädt am kommenden Samstag wieder in die Fluc-Wanne zum e-nix gang bang. Der holländische Gaststar Legowelt, legendär für seine darken, Chicago-House beeinflussten Produktionen auf den Labels Clone und Bunker, wird ein mit Sicherheit denkwürdiges Live-Set spielen; ich lass mir das keinesfalls entgehen und darf meiner ravenden Leserschaft dank Felix da Houserat 2×2 Freikarten anbieten. Wer am Samstag in Wien weilt, dem kann ich nur wärmestens empfehlen, mitzumachen – Legowelt ist ein hammermäßiger Act, mir gefallen die Sets, die ich bisher gehört habe, ausgesprochen gut.

legowelt beim e-nix Gangbang

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Barcamp Klagenfurt: Die Reisevorbereitungen sind getroffen

Barcamp Klagenfurt 2009Das 2008er Barcamp in der Klagenfurter Uni gehörte definitiv zu meinen Vorjahres-Highlights – dass ich am 7./8. Februar wieder in die Kärtner Metropole reisen werde, versteht sich von selbst. Vorweg schon mal ein großes Danke an Georg Holzer, Ed Wohlfahrt und das gesamte Organisations-Team; es wird wirklich höchste Zeit, dass ich etwas gegen meine Unkonferenz-Entzugserscheinungen unternehme. Und das grüne Logo mit dem Lindwurm finde ich wirklich äußerst gelungen.

Nähere Infos sowie den Anmeldelink findet man im österreichischen Barcamp-Wiki. 51 Teilnehmer haben sich bisher fix angemeldet, 25 stehen auf der Vielleicht_Liste, und ich bin mir ziemlich sicher, dass es wieder Besuch aus Slowenien geben wird – mit 100 Teilnehmern kann man wohl locker rechnen. Roman Hanhart, Mitbetreiber der kürzlich gelaunchten Blogbibliothek, vertritt die Schweizer Agenden, Gäste aus Deutschland haben sich ebnefalls angesagt es dürfte also wieder eine sehr spannende und bunt gemischte internationale Runde werden. Ich plane übrigens, eine Session über die Zukunft des Micro-Blogging und über drei verschiedene “Strategien” des Umgangs mit Twitter vorzubereiten. Das wär auch gleich eine tolle Gelegenheit, Prezi mal im Live-Einsatz zu testen.

Nur in punkto Abendprogramm herrscht noch Uneinigkeit – aber die wird anhand dieser Umfrage gerade beseitigt; eigentlich wollte ich Ed ja noch fragen, wieso “Abhängen an der Bar” und “Jazzkonzert” ein klassisches Entweder-Oder-Dilemma konstituiert – ich sage: sowohl aus auch! Und den Photowalk bauen wir am Weg vom Jazzclub in die Bar ein, so schaut’s aus! :mrgreen:

Ein Wort zur Unterkunft: Klagenfurt ist gewiss nicht arm am Gästebetten, ich habe im Vorjahr in der Klagenfurter Jugendherberge geschlafen. Dort gibt’s auch Einzelzimmer (bzw. wohnt man dann halt allein in einem Vierbett-Zimmer) mit Dusche/WC und Fernseher; inklusive Frühstück kostet die Nacht mit Frühstück gerade mal 34 Euro. Und das beste dran: die Unterkunft ist nur wenige Schritte von der Universität und somit dem BC entfernt. Buchen kann man via E-Mail: Jugendherberge Klagenfurt.




Veranstaltung: Visual Computing Trends 2009

vrvisEine hochkarätig besetzte Auswahl an Keynotes, ein spannendes Thema und die Teilnahme ist noch dazu völlig gratis: wer am Event Visual Computing Trends 2009 teilnehmen möchte, muss sich lediglich vorab registrieren. Organisiert wird die Veranstaltung von Kompetenzzentrum VRVis in Zusammenarbeit mit der TU Wien, der ganze Tag lang dreht sich um den aktuellen Status Quo des “Visual Computing”

Visual Computing ist jener Wissenszweig der Computerwissenschaften, der sich mit dem Umgang von visuellen Informationen beschäftigt wie z. B. Bilder und Bildsequenzen in einem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang. Visual Computing hat sich aus der methodischen Verschmelzung von Bildaufbereitung, Computervision, Computergrafik und Visualisierung entwickelt und ist zum Innovationstreiber der gesamten Branche geworden.

Neben Gastgebern Prof. Werner Purgathofer von der TU Wien sprechen Prof. Horst Bischof (TU Graz), Prof. Thomas Ertl (Universität Stuttgart), Prof. Steven Feiner (Columbia Univ. NY) und David Luebke (NVidia Corp.) über Zukunftsszenarien (wissenschaftlicher) Visualisierung. Sicher eine tolle Gelegenheit, um sich einen Überblick über topaktuelle Entwicklungen zu verschaffen. Wer teilnehmen möchte, registriert sich via E-Mail, nähere Infos zur Veranstaltung gibt’s auf der Homepage des VRVis.

Ort: Techgate Vienna, Donau-City-Straße 1, 1220 Wien
Datum: 28.1.2009

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Der Tag der lebenden freien Medien

Der Tag der freien MedienSoll kein Horrorfilm werden, sondern eine informative Veranstaltung, bei der sich Insider vernetzen und Außenstehende Einblick bekommen in die Vielfalt an Alternativen zu Fellnerpress und DichandNews. Zu diesem Behufe lädt der österreichische Medienverband morgigentags ab 16:00 Uhr in die Wiener FLUC Wanne, wo zuerst ausgiebig geschnackt und anscheinend noch ausgiebiger gefeiert werden soll.

Mit an Bord sind unter anderem Skug, The Message, fm5, Der Bagger, Datum und dérive, um 19:30 diskutieren die üblichen Verdächtigen die postulierte “Schieflage Freier Medien in Österreich”. Am Podium: Andi Klinger (Ex-Resident), Niko Alm (the gap), Michael Fleischhacker (Die Presse), Peter Fuchs (Freies Plakat), ein Vertreter der SPÖ und Moderatorin Karin Resetarits. Ab 21:30 geigen dann Petsch Moser unplugged sowie ein Surprise Act auf, ab der Geisterstunde weichen die Instrumente den Turntables, bedient von Makeedo, Se.Vero, Intoxicated und fry, die ein weites Spektrum von Funk über Dubstep bis Breaks präsentieren werden.

Der österreichische Medienverband hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die sogenannten “freie” Medienszene zu fördern. Allein dieser Begriff sorgt allerdings für Verwirrung: wann ist ein Magazin “frei”? Wenn es rein von Förderungen lebt und keine Werbung enthält? Wenn der Chefredakteur gratis zuhause bei der Mutter wohnt? Wenn es in der U-Bahn umsonst verteilt wird? Wenn alle Layouter den Freimaurern angehören? Wenn der Großteil der Redaktion Publizistik studiert? Wenn das Heft kein Geld einbringt? Martin hat dazu eine eindeutige Meinung:

“Österreichs freie Medien sind unabhängig, gesellschaftlich relevant, arbeiten höchst professionell und vor allem politisch unabhängig”, so Aschauer. “Medienvielfalt braucht individuelle Förderungsmaßnahmen, die sowohl finanziell als auch ideell erfolgen. Eine Anlaufstelle für junge, aufstrebende Medien muss geschaffen werden. Information über Förderstellen und Förderanträge, Abrechnung und Rechtsberatung muss leicht zugänglich werden, tragende Strukturen, Softwarelizenzen und auch Rechtsschutz müssen finanziell abgesichert werden”, so Vizepräsidentin Birgit Pestal über die Ziele des Österreichischen Medienverbands. Freie Medien sind weit mehr als nur die Ausbildungsstätten der Journalisten der Zukunft. Sie seien, so Aschauer “Garant des medienkulturellen Pluralismus in Österreich und sollten in einer funktionierenden Demokratie erkannt und wertgeschätzt werden.”

In der Tat spielen in einem so kleinen Land wie Österreich, dessen Economies of Scale für blühende Medienpluralität wahrlich nicht geschaffen sind, freie Medien eine beträchtliche Rolle. Trotzdem bin ich strikt gegen ein Fördersystem nach dem Gießkannenprinzip – eine gemeinsame Infrastruktur zu schaffen den infrastrukturellen, juristischen und informations-technischen Nachteil auszugleichen, sollte allerdings in der Tat Ziel einer nachhaltigen Medienpolitik sein: denn eine sinnvoll angelegte strukturelle Förderung schafft Synergien, von denen letztendlich alle nur profitieren können. Mehr dazu auf der Homepage des Österreichischen Medienverbands.

Ort: FLUC Wanne am Praterstern
Eintritt: freie Spende

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