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	<title>datenschmutz &#187; medienkultur</title>
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		<title>netidee: datenschmutz an Bord beim Förderbeirat</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 23:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit diesem Jahr gehöre ich dem ehrenwerten Förderbeirat der netidee an - ich freue mich auf spannende Projektanträge, genaue Details zum diesjährigen Call folgen am 7. April.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die netidee der IPA (Internet Foundation Austria) fördert seit sechs Jahren innovative Projekte, die das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/potential/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Potential">Potential</a> des Internet in Österreich fördern. Im Zentrum des Vergabeprozesses, bei dem jährlich mehrere Projekte mit jeweils bis zu €50.000 gefördert werden, stehen die folgenden <a href="http://www.netidee.at/die_internet_foundation_austria_ipa/was_wir_foerdern_und_warum/" class="liexternal">Fragen</a>:</p>
<blockquote><p>Wie kann das Internet in Österreich besser wachsen? Wo sind Möglichkeiten, die wir noch gar nicht kennen? Die IPA fördert Menschen mit Projekten, die  auf diese Fragen antworten können. Wir wollen, dass sich das Internet schneller entwickelt – aus sich selbst heraus und so, dass alle etwas davon haben. Wir suchen Projekte von Anbietern und Anwendern, die im Rollen immer stärker wirken – wie ein Schneeball.</p></blockquote>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/03/netidee.jpg" alt="netidee netidee: datenschmutz an Bord beim Förderbeirat" title="netidee 2011" width="600" height="310" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Ich freue mich sehr darüber, dass ich ab diesem Jahr gemeinsam mit Sabine Fleischmann, Dr. Stefan Köhler, Dr. Wolfgang Schwabl und Richard Stastny dem <a href="http://www.netidee.at/die_internet_foundation_austria_ipa/der_foerderungsbeirat/" class="liexternal">IPA-Förderungsbeirat</a> angehöre:<span id="more-28251"></span></p>
<blockquote><p>Alle Mitglieder üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich und unabhängig von ihren hauptberuflichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aktivitaeten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aktivitäten">Aktivitäten</a> aus. Jedes Projekt wird genau geprüft, der Beirat hat auch die Pflicht, Gleichheit zwischen den Bewerbern zu sichern. Die Objektivität des Beirates ist durch ein ausgeklügeltes Bewertungsschema gewährleistet, das sich an “Good Practices” von Förderagenturen aus ganz Europa orientiert.</p></blockquote>
<p>Neben der Auswahl der geförderten Projekte gehört auch die Themenfindung zu unserer Aufgabe — der Förder-Call für 2011 befindet sich derzeit in der heißen Diskussionsphase, das genaue Rahmenthema geben wir am 7. April bekannt. Vorweg sei nur verraten, dass es sich um ein hochaktuelles Anwendungsfeld handelt, das dringend innovative Konzepte gebrauchen könnte.</p>
<p>Ich verfolge die <a href="http://www.netidee.at" class="liexternal">netidee</a> schon seit mehreren Jahren, das Portfolio der bisher geförderten Projekte ist beeindruckend. Eine Auswahl der 2010 im Rahmen des Calls “e-Inclusion &amp; e-Literacy” geförderten Projekte, zu denen unter anderem ein interaktiver Stadtplan für Blinde und Seeschwache, ein Tablet-PC für Senioren und ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/echtzeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Echtzeit">Echtzeit</a>–Katastrophen-Warnungssystem gehören, findet man <a href="http://www.netidee.at/die_netidee_2010/gefoerderte_projekte_2010/" class="liexternal">hier</a>. Im Gegensatz zu vielen anderen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foerderung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Förderung">Förderung</a>–Anträgen, die ohne Expertenhilfe kaum bewältigbar sind, legt das Team der netidee größten Wert auf leichte Zugänglichkeit — der klar strukturierte, minimalistisch gehaltene Antrag soll niemandem ausschließen. Wir suchen schließlich zündende Online-Ideen und keine Business-Plan Experten *g* Einzige “Bedingung”: geförderte Projekte müssen unter einer Public-Domain Lizenz veröffentlicht werden.</p>
<p>Ich bin gespannt auf die Einreichungen und mein erstes Jahr als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foerderbeirat/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Förderbeirat">Förderbeirat</a> — ganz besonders freue ich mich natürlich, wenn der eine oder andere Blogleser respektive die eine oder andere Blogleserin bei der netidee 2011 mitmacht. Genaue Infos zum diesjährigen Call folgen wie erwähnt am 7. April. Wer bis dahin am laufenden bleiben will, gibt der <a href="https://www.facebook.com/netidee?sk=wall" class="liexternal">netidee auf Facebook</a> ein Thumbs up.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Nominierungs-Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 07:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten 2011 hat in Staatssekretär Josef Ostermayr in würdigen 3. Preisträger gefunden, das Publikum (ent)ehrte die Austro Mechana. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, eine Rede über den ebenfalls nominierten Bernhard Heinzelmaier zu halten - und zwar inklusive Gedicht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wolo-225x300.jpg" alt="wolo 225x300 Nominierungs Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht" title="Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten 2010" width="225" height="300" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Gestrigentags hatte ich die Ehre und das Vergnügen, vor einer illustren Schar von Schwarzgurt-Geeks im Rahmen des <a href="http://www.monochrom.at/wolfgang-lorenz-gedenkpreis/" class="liexternal">Wolfgang Lorenz Gedenkpreises für internetfreie Minuten</a> die mahnende Laudatio über Nominee Bernhard Heinzelmaier zu halten. Wie es dazu kam, dass der tendenziell enorm undigitale Jugendforscher aus der beschaulichen Welt der teil-immersiven Wissenschaft mitten ins brodelnde Zentrum des Netzlebens katapultiert wurde, erklärt der folgende Text — meine Rede inklusive des abschließenden Gedichts, die hier auf vielstimmigen Leserwunsch zu veröffentlichen mir ein riesengroßes Vergnügen ist. Und nein, danke der Nachfrage: vielstimmig ist keine Floskel, sondern wir sprechen hier von 3 (in Worten: d-r-e-i!, wenn nicht gar vier) Tweets — und keines davon von mir selbst! Sozialmediale Landvermesser gewichten mangels Alternativen Twitter in Rankings derzeit durchwegs überproportional. Rechnet man dann auch noch die geringe Userbasis auf die Gesamtbevölkerung hoch, wäre eigentlich “auf Wunsch tausender Österreicher” noch Tiefstapelei. Danke Statistik, danke Bevölkerung — ich fühle mich geehrt!</p>
<p>Was höre ich da? Sie sind (Micro)Blogger und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> User aus dem Land mit dem .at hinten dran, haben aber ganz und gar keine Ahnung, was es mit diesem Lorenz-Preis für internetfreie Minuten auf sich hat? Na gut, dann mach ich ausnahmsweise mal den Blogger-Kreisky: Lernen Sie Geschichte, Herr Internetreporter! <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=126243670763789" rel="nofollow" class="liexternal">Folgendes</a> trug sich nämlich im Rahmen des Elevate Festivals 2008 in Graz zu:</p>
<blockquote><p>Dem “Scheiß Internet”, in das sich junge Menschen “verkriechen”, hat ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz im Herbst des Jahres 2008 den Kampf erklärt. Wenn das nicht Grund genug ist, nach dem Visionär einen Preis zu benennen, was dann? Das Wiener KünstlerInnen-Kollektiv monochrom hat deshalb den “Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten” gestiftet.</p></blockquote>
<div style="border:1px solid gray;margin-bottom:18px;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wolo-heinz2.jpg" alt="wolo heinz2 Nominierungs Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht" title="Twitter-Zeuge Heinz Wittenbrink" width="600" height="334" />
<div style="padding:3px;font-size:0.8em;">Twitter-Zeuge Heinz Wittenbrink.</div>
</div>
<p>Zurück in die Gegenwart, wir blenden um ins Lilarum. Ich habe es bereits gestern zu Beginn meiner <strike>Laudatio</strike> Nominatio im <a href="http://lilarum.at/" class="liexternal">Figurentheater Lilarum</a> erwähnt: “Heinzelmaiern” klingt durchwegs österreichischer als “schirrmachern”, aber dennoch stellt jener schicksalhafte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vortrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vortrag">Vortrag</a> am Kahlenberg im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vergleich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vergleich">Vergleich</a> zu anderen nominierten Netz-Feinden eine, wenngleich amüsante, Randnotiz dar. Und so freue ich mich, dass ein verdienter Preisträger die lange und bewegte Geschichte des Wolfgang-Lorenz-Gedenkpreises würdig fortschreibt. Herr Staatssekretär Josef Ostermayer, befand die aus Nicole Kolisch, Jana Herwig, Manfred Bruckner, Thomas Turner und Ingrid Brodnig, hat den <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23wolo10" rel="nofollow" class="liexternal">WOLO 2010</a> für den ORF-Gesetz-Pfusch redlich verdient. Der äußerst effizient vergeben Publikumspreis geht an die Austro Mechana. Seht’s doch endlich ein: die Festplatten-Urheberrechts-Abgabe ist völlig sinnlos! Wir lagern all unsere raubkopierten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wolfgang-ambros/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wolfgang Ambros">Wolfgang Ambros</a> Singles längst in der Cloud.</p>
<p>Damit bleibt mir nur mehr, Host <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/johannes-grenzfurthner/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Johannes Grenzfurthner">Johannes Grenzfurthner</a> für einen äußerst amüsanten Abend zu danken. Und auch wenn die Zukunft des Netzes in mancherlei Hinsicht mindestens unsicher sein mag, eines ist gewiss: auch in der vierten Auflage 2011 wird der WOLO auf keinen Fall aus Mangel an Nominierungen scheitern.</p>
<h2 id="toc-nominierungsrede-fr-bernhard-heinzelmaier">Nominierungsrede für Bernhard Heinzelmaier</h2>
<p>von Ritchie Pettauer, anlässlich des WOLO 2010</p>
<blockquote><p><small>Heinzelmaiers Einzelmeinung, die der Meinungsforscher nach dem Bilde Schirrmachers schuf, übersieht eine wichtige Tatsache: Facebook fragmentiert nicht nur, es provoziert, es schwitzt geradezu Hochkultur: überall rinnt sie heraus, und keiner bewahrt sie, die Hochkultur. Aber man steigt nie rein, kriegt nie nasse Füße, wenn man lauter dämliche “Freunde” hat. Dieses Dilemma muss aber irgendwie abgedichtet werden, bevor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buridans_Esel" rel="nofollow" class="liwikipedia">Buridans Esel</a> auch noch ertrinkt. Bringen Sie Ihre Rohrzangen mit. (Achtung: die haben mittlerweile Bodyscanner im Lilarum!)</small></p></blockquote>
<p>Warum ist der Jugendforscher Bernhard Heinzelmaier für den Wolfgang Lorenz Gedenkpreis nominiert? Am 24.9. diesen Jahres veranstaltete die ehemalige Berater– und nunmehrige <a href="http://www.neuwaldegg.at/no_cache/beratergruppe/forschung/workshops/workshop-details/article/3136/38/?tx_ttnews[pS]=1285652208" rel="nofollow" class="liexternal">Forschergruppe Neuwaldegg</a> die Konferenz “Digitales Managen: Wie Facebook, Twitter &amp; Co Entscheidungen und Kommunikation in Unternehmen verändern.” Herr Heinzelmaier hielt dort einen Vortrag über “aktuelle Trends aus der Jugendkultur-Forschung”. Im großen und ganzen lässt sich zusammenfassend sagen: wie seit der Inauguration der Jugendforschung nicht anders vorstellbar, sind die jungen Menschen derzeit, noch immer bzw. schon wieder in einer extrem beschissenen Lage. Nicht zuletzt dank des Scheiß-Internet, meint Heinzelmaier.<span id="more-28214"></span></p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/digital-natives/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with digital natives">Digital Natives</a> leiden unter dem allgegenwärtigen Diktat des Informationstotalitarismus. Doch so düster die Lage auf den ersten, zweiten und auf sämtliche weiteren Blick scheinen mag: Bernhard Heinzelmaier hat bei all der intuitiven Abneigung, die er gegen das Internet verspürt, dennoch einen Lösungsweg parat. Er rät nicht bloß Halbwüchsigen: “Schaltet den Zensor im Kopf ein!”</p>
<div style="border:1px solid gray;margin-bottom:18px;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wolo-johannes.jpg" alt="wolo johannes Nominierungs Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht" title="Johannes Grenzfurthner" width="600" height="520" />
<div style="padding:3px;font-size:0.8em;">Dr. Johannes Grenzfurthner, Arzt Ihres Vertrauens, Conferencier und Chorleiter.</div>
</div>
<p>Meine Damen und Herrn, als Generalsekretär und Mitinitiator des <a href="http://internetrat.at" class="liexternal">Österreichischen Internetrats</a> freut es mich, dass dieses für die österreichischen Netzlandschaft so essentielle freiwillige Kontrollgremium, das gleichsam im innersten Kreis der Internet-Hölle geboren ward, und der nahezu vollständig analoge Jugendforscher zum gleichen Schluss kommen: Die einzige Möglichkeit, nicht kontrolliert zu werden, liegt in ausreichender Selbstkontrolle.</p>
<p>Ich sage: wer nichts zu verbergen hat, hat den Einschaltknopf für den “Zensor im Kopf” bloß noch nicht gefunden. Für unseren Mann mit dem Hammer ist bekanntlich jeder Nagel ein Problem  — für den Jugendforscher mit der Suggestivbrille ist jede Antwort eine Bestätigung seiner zunehmend unvageren Vermutungen. Warum Vermutungen? Der wie erwähnt sehr analoge Bernhard Heinzelmaier existiert virtuell kaum — als schwächlicher Schatten seines Selbst füllt er mit Mühe und Not nicht einmal eine ganz Google-Ergebnisseite. Dennoch hält die jüngste Geschichte 2 aufschlussreiche Recherche-Ergebnisse bereit:</p>
<p>Da wäre einerseits <a hre="http://caritas.erzbistum-koeln.de/export/sites/caritas/caritas/fachbereiche/integration/migration/deu_ind_dialog/meine_welt/hefte_pdf/03_dezember_2007.pdf" rel="nofollow">diese</a> Fundstelle aus “Meine Welt — Zeitschrift des Deutsch-Indischen Dialogs” Dezember 2007/Januar 2008, Heft 23, Jahrgang 24:</p>
<blockquote><p>Nur Leistung zählt — Immer mehr junge Leute fühlen sich nicht anerkannt: “Viele Jugendliche 	leben im Sinnvakuum”, sagte Studienleiter Bernhard Heinzelmaier. Ihnen fehlten Werte und 	ideelle Ziele. “Weil Geld und Konsum alleine unzureichend motivieren, werden die 	notwendigen Anstrengungen in Schule, Beruf und Ausbildung nicht als Herausforderung, 	sondern als Zumutung und Druck erlebt”, so der Forscher.</p></blockquote>
<p>Die gleiche Nachricht findet man übrigens auch auf <a href="http://kirchensite.de/index.php?myELEMENT=136481" rel="nofollow" class="liexternal">kirchensite.de</a> und <a href="http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Nachrichten/NWZ/Artikel/1399450/Jugendliche+leiden+unter+Stress.html" rel="nofollow" class="liexternal">NZWonline</a>, verbreitet via <a href="http://www.kna.de/" rel="nofollow" class="liexternal">KNA</a> — Katholische Nachrichten-Agentur GmbH.</p>
<p>Eineinhalb Jahre später datiert <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&#038;Alias=wzo&#038;cob=359832" rel="nofollow" class="liexternal">Beitrag</a> aus der Wiener Zeitung, Printausgabe vom Mittwoch, 9. Juli 2008: “Null Bock” ist endgültig passé:</p>
<blockquote><p>Dass Jugendstudien und der mediale Umgang mit Jugend an sich problematisch sind, davon ist auch Bernhard Heinzelmaier vom Institut für Jugendkultur überzeugt: “Das Bild, das die Gesellschaft von der Jugend heute hat, ist ein medial vermitteltes. Und das ist ein heterogenes, vielleicht sogar widersprüchliches. Auf der einen Seite wird Jugend positiv gesehen als Jugendlichkeit, etwa als jung, schön, erfolgreich und dynamisch sein”, so Heinzelmaier. Anderseits gibt es ständig irgendwelche Katastrophenmeldungen über gewaltorientierte oder komasaufende und drogenkonsumierende Jugendliche der Spaßgeneration, die desinteressiert und politisch abstinent sind, betont der Experte.</p></blockquote>
<p>Nun frage ich Sie: was ist passiert in den vergangen zwei  Jahren? Wohin ist das “Heterogene”, das “vielleicht sogar Widersprüchliche” verschwunden? Konnte der Informationstotalitarismus in nur zwei Jährchen alle Ecken und Kanten erodieren, oder, wie’s neuerdings in Österreich heißt, “abschleifen”?</p>
<div style="border:1px solid gray;margin-bottom:18px;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wolo-leyrer.jpg" alt="wolo leyrer Nominierungs Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht" title="Martin Leyrer auf der WOLO-Bühne" width="600" height="405" />
<div style="padding:3px;font-size:0.8em;">Martin Leyrer, dank Overhead-Magie mit doppelter Bühnenpräsenz.</div>
</div>
<p>Wir Geeks, die wir so große Stücke halten auf Informationsfreiheit und Meinungsvielfalt, tun gut daran, gerade heillos kritischen Geistern nicht mit der Arroganz unreflektieren Spotts gegenüber zu treten. Aber ein Jugendforscher, der zugunsten bloßer Polemik jegliche Differenzierungskriterien innerhalb seiner Klientel über Bord wirft, wirft damit eben auch ein schlechtes Licht auf die eigene Klientel. Kein darf so über unsere Kids reden, meine ich, ganz besonders kein Jugendforscher. Aus diesem Grund habe ich Bernhard Heinzelmaier stellvertretend für alle Kulturkritiker der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft folgendes Gedicht zur erbaulichen Ermahnung gewidmet — und natürlich als Gedächtnisstütze für das 2. Axiom der digitalen Medienreflexion “Wie man in’s Internet hineinruft, so schallt’s heraus.” Denn: der größte Feind unserer grauen Zellen sind nun mal nicht “die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a>”, sondern wir selbst…</p>
<div style="font-size:1.1em;padding-top:6px;margin-top:3px solid #cccccc;;padding-bottom:6px;margin-bottom:3px solid #cccccc;"><strong></strong></p>
<p>Im Digitalen lauert oft — an Ecken und an Enden — Information in Überzahl /<br />
und mit Visualisierungstools / kann man selbige drehen und wenden.</p>
<p>Es ruht der Blick — das ist ein Irrtum. Der Blick ruht nicht, er reflektiert /<br />
obwohl Forscher abstrahieren sollten, ist sowas schon öfter passiert.</p>
<p>Kulturkritik und Armageddon, der Weg vom <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mensch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mensch">Mensch</a> zum Affen:<br />
er führt nicht durch den Mediendschungel, da könnt ihr noch so lange gaffen.</p>
<p>In <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buecher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bücher">Bücher</a>, Fernseher, Computer, Handys: sie minderten, heißt’s, unser Wesen.<br />
Das sagen Kritiker schon immer, und zwar bereits, seit wir lesen.</p>
<p>Solch Medienkritik mag manches Mal selbst genauester Prüfung genügen -<br />
das Schöne ist, vergessen wir nie: die Geschichte straft sie stets Lügen.</p>
<p>Drum sage ich Herrn Heinzelmaier: es bleibt Ihnen unbenommen,<br />
dass Sie das Internet nicht mögen —  es hat Ihnen wohl nicht bekommen.</p>
<p>Nur eines sei noch angemerkt: das Internet an sich ist leer!<br />
Alles, was dort drinnen ist, bringen Menschen in Verkehr.</p>
<p>Wenn Facebook, Twitter und so weiter Ihnen furchtbar dumm erscheinen,<br />
dann liegt das nicht am “Social Web”: falsche Freunde bringen jeden zum Weinen!</p></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>WBF 2010: statt eines Konferenzberichts</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 17:38:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Danke an alle, die das World Blogging Forum Vienna 2010 unterstützt haben! Anstelle eines Nachberichts habe ich einige persönliche Gedanken zusammengefasst - über die Highlights und die wenigen Details, die mir nicht so gut gefallen haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anstatt einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konferenzbericht/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konferenzbericht">Konferenzbericht</a> zu schreiben, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen Kommentare, Blogberichte und Zitate zum <a href="http://wbf2010.at" class="liexternal">World Blogging Forum 2010</a> sammeln. Das digitale Feedback war schlichtweg überwältigend, sowohl quali– als auch quantitativ: weit über 1.5k Tweets (mehr gibt die Twitter-API nicht her), 150k unique Tweeps, eine Verdreifachung der SERPs über Nacht… das freut des Herz des Statistikers und Mediaplaners, ungleich mehr bedeuten mir die persönlichen Rückmeldungen, die ich während und nach des Events bekommen habe! Danke an das gesamte Team und alle Partner, ganz besonders an Werner Reiter, Karin Brandner, Carl-Peter Echtermeijer, Bernhard Schmidt, Christoph Henrichs, Anita Posch, Dan Taylor, Chris Lendl, Stefan Gabritsch, Martin-Hannes Giesswein, Hubert Nagele, Richard Hemmer und Gerhard Laga: die Logos der Companies/Organisationen/Brands sieht jeder Besucher unsere Homepage <a href="http://wbf2010.at" class="liexternal">wbf2010.at</a>, aber stattgefunden hat das WBF 2010, weil diese Menschen an das Konzept, an die Idee, eben an die Vision geglaubt und das Projekt unterstützt haben. Danke dafür!</p>
<div align="center" style="margin-bottom:10px;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wbfall.png" alt="wbfall WBF 2010: statt eines Konferenzberichts" title="World Blogging Forum 2010" width="600" height="292" style="border:1px solid gray;" /><br />
<small>World Blogging Forum 2010 Vienna in the House! [Foto: Pilo Pichler]</small></div>
<p><span id="more-28200"></span></p>
<p>Dass man es ersten nicht allen recht machen kann und dass eine perfekte Veranstaltung ohne jegliches Verbesserungspotential wohl nur in der Phantasie existiert, ist mir völlig klar. Und dass die spannenden Diskussionsergebnisse nicht durch Zugabe von Weichspüler erzielt werden ebenfalls. Aber es gab im Lauf des Tages sowohl auf der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitterwall/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitterwall">Twitterwall</a> als auch ganz analog vereinzelt ein paar Wortmeldungen, die mir zu denken gaben und dazu führten, dass ich gestern meinen bisher längsten Facebook-Kommentar geschrieben habe. Damit wollte ich diese wenigen, aber für mich äußerst unerquicklichen Seiten eines insgesamt sehr motivierenden Wochenendes für mich persönlich abschließen — allerdings bin ich von mehreren Seiten gebeten worden, diesen Text nicht im Social Graph zu verstecken. Ich habe der besseren Verständlichkeit wegen ein paar Kleinigkeiten geändert (der ursprüngliche Text war auch eine Antwort auf die vorherigen Kommentare), wollte aber keinen sorgfältig redigierten Blogartikel draus machen. Die folgende Passage entstand sehr spontan. Wie ich schon am WBF angemerkt habe: Facebook ist Fastfood, Bloggen ist selber kochen — aber manchmal muss es eben schnell gehen! <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog3.gif' alt="frog3 WBF 2010: statt eines Konferenzberichts" class='wp-smiley' title="WBF 2010: statt eines Konferenzberichts" /> </p>
<div style="padding-left:6px;border-left:15px solid #4a748a;font-family:verdana,arial,helvetica;font-size:0.9em;">
<h3 id="toc-an-wen-es-betrifft" style="margin:top:0px;padding-top:0px;">An: Wen es betrifft</h3>
<p>99% der Tweets auf der WBF-Wall fand ich überhaupt nicht schlimm. Aber die restlichen 1% haben gereicht, um mich sehr nachdenklich zu machen und zeitweise sogar zu genieren. Ich hab nicht nur rein gar nichts gegen sachliche Kritik, ich fordere sie ja sogar ein, wenn ich über die Hälfte der Session-Zeit für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussion">Diskussion</a> reserviere… bloß: das World Blogging Forum war keine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konferenz">Konferenz</a> mit Keynote Speakern. Ich bin mir bei all den skurrilen Unterstellungen (Stichwort: ihr zensiert die Twitterwall!) nicht sicher, ob eigentlich allen klar war, dass keiner unserer internationalen Gäste auch nur einen einzigen Cent an Honorar bekommen hat, ich übrigens auch nicht.</p>
<p>Natürlich hat mich A1 Telekom nach einem Angebot gefragt, aber ich hab von Anfang gesagt: I’ll gladly take the money — für die Veranstaltung, nicht für mich. Damit wir das hier in Wien tun können. Sonst hätt ich zwar was verdient (garantiert nicht “gut”, denn beim Angebot hätte ich den Zeitaufwand sowieso *viel* zu niedrig eingeschätzt), aber es hätte halt 3 Gäste weniger oder keine Gratisparty oder keine Getränkebons oder was weiß ich was nicht gegeben. Ich hab das auch nicht großartig erwähnt, mir vollkommen bewusst ist, dass eine Menge Leute sich denken würden: “entweder er lügt oder er ist ein naiver Depp, wenn er sowas ohne Bezahlung ‘für’ A1 Telekom organisiert.” Nein, bin ich nicht: dass das WBF in diesem Jahr in meinem Hood stattfinden konnte, sah und sehe ich als unglaublichen Glücksfall.</p>
<p>Wir haben unseren Gästen die Flüge bezahlt, und dass die Leute im The Ring wohnen konnten, war ein extremer Glücksfall (weil Carl-Peter Echtermeijer, der Geschäftsführer, selbst ein Blog betreibt und sich sehr für die Thematik interessiert. Er hat meinen <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-07/world-blogging-forum-2010-vienna-die-digitale-medienzukunft/" class="liinternal">ersten Blogbeitrag zum WBF</a> gelesen und mich kontaktiert. Ich konnte es gar nicht glauben und war natürlich superglücklich, unsere Gäste in einem absoluten Spitzenhotel unterbringen zu können — aber auch diese Kooperation ergab sich erst, nachdem die internationalen Blogger bereits zugesagt hatten.</p>
<p>Ich sehe das ganz und gar nicht als selbstverständlich an: Andrea, Matthias, Domen und die meisten anderen sind *die Social Media Aushängeschilder* in ihren Heimatländern — die halten andauernd Vorträge. Und zwar sehr gut bezahlte. Ich hatte einige Blogger, die ich nicht persönlich kannte, eingeladen — aber mit dem Großteil der Leute bin ich persönlich befreundet. *Niemand* von denen hatte irgendein Problem damit, dass das WBF vom größten österreichischen Kommunikations-Infrastruktur-Provider ermöglicht wird, kein einziger von den Leuten, die ich eingeladen habe, hat auch nur nachgefragt, ob’s denn ein Honorar gibt — nicht mal die “kalt akquirierten”. Diese Blogger kommen nach Wien um ein Wochenende mit Gleichgesinnten zu verbringen, um zu diskutieren — und ich bin wirklich nur froh drüber, dass jede und jeder von denen cool und gelassen genug ist, um nicht mal im mindesten unfreundlich zu reagieren auf die eine oder andere äußerst beleidigende Meldung.</p>
<p>Das gilt nicht nur für die Twitterwall: ganz besonders daneben hab ich übrigens die Wortmeldungen nach Anitas Vortrag über Social Commerce gefunden. Unter anderem wurde kritisiert, dass Anita über Social Commerce allgemein und nicht über ihre eigenen Projekte (über die’s wahrlich genug Interessantes zu berichten gäbe) sprach. Aber ich bin mir sehr sicher, die gleichen oder vielleicht auch andere Besucher sich dann höllisch drüber mokiert, was es denn für eine Unverschämtheit sei, einen “Verkaufsvortrag” zu machen.</p>
<p>Natürlich kann man alles falsch verstehen, wenn man unbedingt möchte — aber ich gebe mir Mühe, mich klar und deutlich auszudrücken. Also auf die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gefahr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gefahr">Gefahr</a>, mich zu wiederholen: es wäre lächerlich zu erwarten, dass jeder Vortragende mit Samthandschuhen angefasst wird oder dass jeder Diskussionsteilnehmer die gleiche Meinung hat. <strong>Es geht mir erstens um die Intention mit der und zweitens um die Art und Weise wie etwas gesagt wird.</strong> Aus genau diesem Grund halte ich <a href="http://www.baeck.at/blog/2010/11/14/stirb-twitterwall-stirb/#comments" class="liexternal">Diskussionen über die Gut– oder Bösartigkeit von Twitterwalls</a> für völlig verfehlt. It’s not the technology, stupid! Ob die Twitterwall vorne, hinten oder an der Decke hängt: was wir zu anderen sagen und wie wir es sagen ist ganz einfach nur eine Frage des zwischenmenschlichen Respekts. Oder, wie der Geek sagt: PEBKAC — Problem exists between keyboard and chair. Dass es sich dabei nicht um eine Vermutung handelt, wird jeder, der mal außerhalb des deutschen Sprachraums eine derartige Veranstaltung besucht hat, aus eigener Erfahrung bestätigen können. Wer immer auf der eigenen Weide grast, kann sich dagegen mit der Vorstellung schwer tun, dass das Gras anderswo sehr wohl grüner ist.</p>
<p>Ich schreibe hier über punktuelle Ausnahmen, denen ich kein übergroßes Gewicht geben will. Insgesamt war’s für mich und auch für “meine” Gäste ein fantastisches Wochenende, und ich freue mich wahnsinnig darüber, dass wir so viel Unterstützung bekommen haben, dass so viele Blogger gekommen sind, dass ich Gis — wir kennen uns online seit Jahren — endlich mal persönlich kennen lernte, dass wir das Format WBF überhaupt fortsetzen konnten, dass sich während der Veranstaltung für mich zwei spitzenmäßige Social Media Projekte ergeben haben, dass ich so viele interessante Gespräche führen konnten, dass wir endlich mal eine anständige Party gefeiert haben mit “Networking-freier-Zone” aka Dancefloor, und und und — die Liste könnte ich noch sehr sehr lange fortsetzen.</p>
<p>Damit habe ich alles gesagt, was ich noch loswerden wollte — mit diesem kathartischen Posting ist das Thema für mich nun endgültig abgeschlossen, ich werde nicht länger drauf herumreiten. Aber es war nun mal “mein” Event, deshalb kann und will ich das, was mich gestört hat, nicht unkommentiert lassen oder unter den Teppich kehren: sonst wird der Boden, auf dem man sich bewegt, nämlich früher oder später zur Stolperfalle. Auch wenn das alles nur eine winzig kleine Essiggurke in der Susitorte war, metaphorisch gesprochen.</p>
<p>Herzlichst, Ihr Blogfried</p></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>TEDx Pannonia: Alle Vorträge auf Youtube</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-10/tedx-pannonia-alle-vortraege-auf-youtube/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 09:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle Talks der TEDx Pannonia sind auf Youtube verfügbar - Inspiration zum Thema New Energy in hervorragender Bild- und Tonqualität!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass mir die TED<sup>x</sup> Pannonia im Burgenland ganz hervorragend gefallen hat, habe ich an dieser Stelle bereits <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-09/tedx-pannonia-inspiration-mitten-im-burgenland/" class="liinternal">erwähnt</a>, möchte aber aus aktuellem Anlass nochmal auf die Veranstaltung hinweisen: mittlerweile nämlich sind die <a href="http://www.tedxpannonia.com/speakers/" class="liexternal">Videos aller Vorträge</a> auf der offiziellen Homepage online. Das Filmen mit SLRs und die sorgfältige Postproduktion haben sich bezahlt gemacht, Ton– und Bildqualität der gemäß TED-Richtlinien maximal 18 Minuten langen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vortraege/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vorträge">Vorträge</a> verwöhnen Ohr wie Auge.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/10/tedx2.jpg" alt="tedx2 TEDx Pannonia: Alle Vorträge auf Youtube" title="TEDx Pannonia - die Videos" width="600" height="154" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p><span id="more-26491"></span></p>
<p>In meiner Lehrveranstaltung an der Uni <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> versuche ich, den Studentinnen und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/studenten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studenten">Studenten</a> ein grundlegendes Verständnis der “Funktionsweise” des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> und der Spezifika von Social Media zu vermitteln — bei diesem Thema bietet sich der begleitende Einsatz von Online-Kollaborations-Tools natürlich ganz besonders an, denn es wäre ja geradezu absurd, auf dieses “Learning by Doing” zu verzichten. (Und ich hab eine gute Ausrede, warum ich das im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vergleich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vergleich">Vergleich</a> zu den neuen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>–Gruppen recht spröde Online-Learning System nicht verwende.) Nicht zuletzt deshalb hat mich “The Radical <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/portfolio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Portfolio">Portfolio</a>” von Peter Purgathofer ganz besonders fasziniert — wer immer noch an der Sinnhaftigkeit des Einsatzes interaktiver Tools in der Lehre zweifelt, der möge diesem beindruckenden Erfahrungsbericht lauschen:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-10/tedx-pannonia-alle-vortraege-auf-youtube/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp-Zukunft</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 00:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das zweite Almcamp konnte die hohe Vorgabe des ersten Termins vollauf erfüllen: danke an die Veranstalter - wer hätte jemals vermutet, dass WLAN und Almhütte besser zusammenpassen als Rum und Cola?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine zwei Veranstaltungs-Highlights im Vorjahr waren eindeutig die <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-03/mix10-ie9-im-rampenlicht/" class="liinternal">Mix</a> in Las Vegas und das <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/almcamp-09-der-erste-tag/" class="liinternal">Almcamp</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/almcap-2009-die-beweisfotos/" class="liinternal">2009</a>. Unterschiedlicher geht’s kaum: einmal mitten im größten Erwachsenen-Themepark der Welt, einmal mitten in den Kärntner Bergen auf über 1.600 Metern Seehöhe: mögen andere visualisieren, auf hohe Berge zu steigen oder zu tiefsten Riffen abzutauchen, ich bevorzuge eindeutig <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/event/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Event">Event</a>–Extreme.</p>
<p>Einziges Problem im Vorfeld des Almcamps 2010: dank der unglaublich gut gelungenen Premiere im Vorjahr stand das Erwartungshaltungs-Thermometer auf Höchsttemperatur. Glücklicherweise allerdings völlig zu Recht, wie die zwei Tage auf der <a href="http://www.maltabergeralm.at/de/index.php" class="liexternal">Leonhard-Hütte</a> im Maltatal eindeutig bewiesen. Einziger Unterschied zur Erstauflage: das WLAN war wesentlich stabiler, die Sessions für mich persönlich noch um einiges spannender und der Kater… musste zuhause bleiben. Ich hab mir nämlich erlaubt, die Almcamper zu einer kleinen Rumverkostung einzuladen, und mit Hilfe der kubanischen Systema Solera Destillate durchaus erfolgreich, wie ich meine, das eine oder andere Vorurteil über Zuckerrohr-Erzeugnisse ausgeräumt.</p>
<p>
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								<img title="Luca Hammer" alt="thumbs alcamp2010 11 Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp Zukunft" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/thumbs/thumbs_alcamp2010-11.jpg" width="180" height="120" />
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								<img title="Alcamp 2010" alt="thumbs alcamp2010 19 Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp Zukunft" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/thumbs/thumbs_alcamp2010-19.jpg" width="180" height="120" />
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								<img title="Mario Pizzinini und Hannes Treichl genießen den Ausblick." alt="thumbs alcamp2010 20 Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp Zukunft" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/thumbs/thumbs_alcamp2010-20.jpg" width="180" height="120" />
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								<img title="Christian Mairitsch" alt="thumbs alcamp2010 21 Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp Zukunft" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/thumbs/thumbs_alcamp2010-21.jpg" width="180" height="120" />
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								<img title="Benjamin " alt="thumbs alcamp2010 25 Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp Zukunft" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/thumbs/thumbs_alcamp2010-25.jpg" width="180" height="120" />
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								<img title="Alcamp Police." alt="thumbs alcamp2010 27 Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp Zukunft" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/thumbs/thumbs_alcamp2010-27.jpg" width="180" height="120" />
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-28.jpg" title="HDR von Achim Meurer, der gerade ein HDR-Portrait von Ali Mahlodji macht." rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-29.jpg" title="Benjamin Erhart, Almgeist" rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-30.jpg" title="Jochen Schneeengel Hencke" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-31.jpg" title="Achim Meurer im Abendlicht" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2428" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-32.jpg" title="Robert Basic, Karola Riegler" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2429" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-33.jpg" title="Ein entspannter Robert Basic, im Hintergrund Andreas Heissenberger" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2430" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-34.jpg" title="Ali Mahlodji" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2431" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-35.jpg" title="Achim &quot;HDR&quot; Meurer" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-36.jpg" title="HDR von Achim beim HDR-Fotografieren" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2433" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-37.jpg" title="HDR von Achim beim HDR-Fotografieren" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2434" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-38.jpg" title="Achim und Monika Meurer, die Organisatoren des Almcamp 2010
" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2435" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-39.jpg" title="Judith Linzerschnitte Denkmayr" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
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	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2436" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-40.jpg" title="Neu im Alcamp Kursprogramm: der europäische Geocheating-Führerschein" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2437" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-41.jpg" title="Gerald Back, Geocheater" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2438" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-42.jpg" title="Thomas Khom" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2439" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-43.jpg" title="Monika Meurer, Jochen Hencke" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2440" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-44.jpg" title="Max Rossberg" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2441" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-45.jpg" title="Gerald Bäck, Kaiser der Foursquare-Badges" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2442" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-46.jpg" title="Jochen Hencke übertrifft die Nummer mit den weißen Tigern locker." rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2443" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-47.jpg" title="Abendstimmung auf der Almterasse" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2444" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-48.jpg" title="10 Minuten vor 0 Grad." rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2445" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-49.jpg" title="Der Blick ins Tal" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2446" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-50.jpg" title="Almcamp 2010" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2447" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-51.jpg" title="Lichtmalen 1 - eine Ko-Produktion von Schneeengel und datenschmutz" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2448" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-52.jpg" title="Lichtmalen 2 - eine Ko-Produktion von Schneeengel und datenschmutz" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2449" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-53.jpg" title="Lichtmalen 3 - eine Ko-Produktion von Schneeengel und datenschmutz" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2450" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-54.jpg" title="Inoffizieller Almcamp 2010 Flyer" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2451" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-55.jpg" title="Berge, Bäume und... WLAN" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2452" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-56.jpg" title="Almcamp 2010" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2455" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-59.jpg" title="Hat da grade jemand Geek gesagt?" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2461" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-65.jpg" title="Blick durch die Berg-Kegelbahn auf die Almcamp-Terrasse." rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2462" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-66.jpg" title="Ausblick von unserem Balkon" rel="lightbox[set_87]" >
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<br />
<span id="more-24354"></span></p>
<p>Ausgesprochen entgegen kommend von Mark Zuckerberg fanden wir, dass mit dem Release der neuen Gruppen bis knapp vor dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/almcamp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Almcamp">Almcamp</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wochenende/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wochenende">Wochenende</a> wartete, denn die boten Stoff für ausgiebige Diskussionen über mögliche Einsatzszenarien. Mit den zusätzlichen Kollabo-Features will Facebook offenbar eine Lücke schließen und rüstet Möglichkeiten für Online-Zusammenarbeit nach, die einigen Konkurrenten noch heftige Kopfschmerzen bereiten dürften.</p>
<p>Spannend fand ich Achims Ausführungen zur HDR-Photographie inklusive der live vor Ort angefertigten Praxisbeispiele — datenschmutz-Leserinnen und Lesern dürfte in der Vergangenheit nicht entgangen sein, dass ich genau wie Achim diese Erweiterung der kreativen Möglichkeiten sehr spannend finde. Wer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/High_Dynamic_Range_Image" rel="nofollow" class="liwikipedia">High Dynamic Range</a> Bilder gar nicht mag, dem sei verraten: Paracelsus’ alter Spruch gilt auch hier: <em>Die Dosis macht das Gift</em>. Ganz nach meinem Geschmack war natürlich auch die Cheating-Session: auf grandios unterhaltsame und ausgesprochen informative Art und Weise führten Judith Denkmayr und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gerald-baeck/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gerald Bäck">Gerald Bäck</a> die Teilnehmer in die hohe Kunst des Geocheating ein. Erzählen Sie’s nicht weiter, aber die virtuelle <a href="http://digitalaffairs.at/2010/09/13/k2-massengipfelsturm-oder-auch-how-to-geocheat/" class="liexternal">Besteigung des K2</a> war erst der Anfang… In der anschließenden Diskussion waren wir sich dann zumindest die passionierten (Ex-) Gamer schnell einig: Cheats gehören nun mal zu Computerspielen wie Rucola auf die Rindscarapaccio-Pizza. Muss man auch probieren, um mitreden zu können. Aber dass manche Leute mehr Spaß dran haben, sich und andere möglichst penibelst recht arbiträren Regelwerken zu unterwerfen, statt Systemgrenzen auszuloten und das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spiel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spiel">Spiel</a> auch mal im erweiterten Kontext zu spielen, werd ich trotzdem nie verstehen.</p>
<p>Bedenkenswerte Anstöße zu einem in der Online-Welt viel zu wenig diskutierten Thema gab Max Rossberg. Er stellte das Konzept der <a href="http://www.geert-hofstede.com/" class="liexternal">Cultural Dimensions</a> von Professor Geert Hofstede vor. Dessen Analyse der unterschiedlichen kulturellen Werte und Normen liefert einen brauchbaren Erklärungsansatz für die sehr unterschiedliche Wahrnehmung und Nutzung von Social Media Services in den USA und in Europa, speziell im Hinblick auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/privacy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Privacy">Privacy</a>- und Plattform-Transparenz.</p>
<p>Kurz gesagt: die 48 Stunden waren intensiv, entspannend, lehrreich — und das alles bei großartigem Ausblick und frischer Bergluft. Danke den Organisatoren, den Wirtsleuten der Leonhard-Hütte und den Almcampern für ein fantastisches Wochenende! Ich freue mich (und bin ein wenig stolz), dass ich Teilnehmer und Sponsor dieser außergewöhnlichen Netzkonferenz sein durfte.</p>
<h3 id="toc-quo-vadis-barcamp">Quo vadis, Barcamp?</h3>
<p>Für mich hat das Almcamp 2010 einmal mehr bestätigt, dass das Barcamp-Konzept in einer kleinen Gruppe wesentlich besser funktioniert. Bei den “großen” Barcamps in Wien orte ich zwei Probleme: einerseits ist von den Grundideen “You do talk about barcamp” und Co. nicht wahnsinnig viel übrig geblieben, andererseits lässt sich bei 200 Besuchern die Idee der Aufhebung der Grenzen zwischen Referenten und Publikum kaum mehr realisieren.</p>
<p>Aber das alles wäre halb so schlimm, hätte nicht so ziemlich jede Werbe und PR–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/agentur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Agentur">Agentur</a> mittlerweile mitbekommen, dass man auf solchen “Unkonferenzen” eine Menge über diese komische Online-Welt lernen kann, die so wenig mit Old-Media-Konzepten gemeinsam hat. Nun sind Barcamps aber keine Gratis-Nachhilfekurse in Social <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/media-literacy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Media Literacy">Media Literacy</a>, sondern ein Austausch von Internet-Praktikern, –theoretikern, –techniker und –philosophen. Mit wachsender Größe wird die “Finanzierung” immer komplizierter, das Catering immer aufwendiger, aber der Dialog immer weniger — kein Wunder, denn ganz ehrlich gesagt habe ich selbst auch überhaupt keine Lust, so richtig aus dem Nähkästchen zu plaudern, wenn ein immer größerer Anteil der Besucher bloß die Ohren spitzt, aber den Mund konsequent geschlossen hält. Und ich weiß aus zahlreichen Gesprächen, dass ich mit meiner Meinung keineswegs allein darstehe. Wie sehen diese vielzitierten <a href="http://barcamp.org/TheRulesOfBarCamp" class="liexternal">Barcamp-Regeln</a> eigentlich aus? Ganz einfach:</p>
<blockquote><ul>
<li>1st Rule: You do talk about BarCamp.</li>
<li>2nd Rule: You do blog about BarCamp.</li>
<li>3rd Rule: If you want to present, you must write your topic and name in a presentation slot.</li>
<li>4th Rule: Only three word intros.</li>
<li>5th Rule: As many presentations at a time as facilities allow for.</li>
<li>6th Rule: No pre-scheduled presentations, no tourists.</li>
<li>7th Rule: Presentations will go on as long as they have to or until they run into another presentation slot.</li>
<li>8th Rule: If this is your first time at BarCamp, you HAVE to present. (Ok, you don’t really HAVE to, but try to find someone to present with, or at least ask questions and be an interactive participant.)</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Size matters, und ich bin mir sicher, dass auch in Zukunft spannende, inspirierende und inspirierte Barcamps stattfinden werden — aber vermutlich in kleiner Runde, themenspezifisch und/oder nicht mehr ganz so offen zugänglich wie bisher. Denn “No tourists” gilt mittlerweile nicht mehr, und ein Barcamp lebt nun mal von aktiven Besucherinnen und Besuchern. Social Media genießt inzwischen eine enorme kommerzielle Aufmerksamkeit, die diesem offenen Format nicht unbedingt gut tut. Und genau deshalb macht’s so viel Spaß, mal wieder auf die Alm zu “flüchten” und mit Geek-Kollegen  ganz offen und ohne “Sauger-Bedenken” zu diskutieren — quasi wie in “alten Zeiten”, als wir einfach nur deshalb dauernd ins Netz wollten, weil’s so irre spannend und so irre und so spannend war. Und ist. Und nicht weil der Chef letzte Woche beim Jour Fix meinte, dass die Firma jetzt endlich mal “auch was mit diesem Social Media Zeugs machen muss.”</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Das Geschäft mit den hinterlogenen Nutten</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 21:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reality TV bildet mindestens so sehr wie Bildungsfernsehen, letzteres unterhält aber nur halb so gut wie beispielsweise ATVs Geschäft mit der Liebe - selbst wenn einige Darsteller gerne mal über die Stränge schlagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Woat der Woche (nicht zu verwechseln mit dem “Wort der Woche”, eher schon mit dem “<a href="http://www.angelfire.com/pa2/suburbiagurlx/werd.html" class="liexternal">werd of the day</a>”, eingestellt am 12. Juni 1999, we talkin’ oldschool here.) hat <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/peter-langhammer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Peter Langhammer">Peter Langhammer</a> in Folge 2 von Staffel 2 der <a href="http://www.atv.at" class="liexternal">ATV</a> Soap Doku <a href="http://atv.at/contentset/627937-das-geschaeft-mit-der-liebe" class="liexternal">Das Geschäft mit der Liebe</a> nicht nur geprägt, sondern geradezu geschaffen: <strong>hinterlogen.</strong></p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/10/nissel.jpg" alt="nissel Das Geschäft mit den hinterlogenen Nutten" title="Das Geschäft mit der Liebe" width="600" height="490" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Hochgeschätzte Leserinnen und Leser, Sie ahnen es: Peter, arbeitsloser Adonis, herabgestiegen aus dem Olymp des österreichischen Privatfernsehens, entspannt und nackt in der Hotelzimmer-Badewanne fläzend, das Gemächt schamvoll bedeckt von Schaum, brachte das Schlechteste der zwei adjektivischen Konzepte “hinterfotzig” und “verlogen” auf den Punkt. datenschmutz plädiert auf einen Eintrag in die Shortlist für neue Duden-Kandidaten. Die Juroren mögen den besonderen Umstände besondere Beachtung schenken: dieses Woat ist schaumgeboren, einen zweiten Take hätte die natürliche Flüchtigkeit des Mediums wohl kaum erlaubt.</p>
<p>Und wo wir schon mal dabei sind: ich bin großer Fan der Reality–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/doku-soap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Doku-Soap">Doku-Soap</a>, bei der mehr oder weniger verzweifelte österreichische Männer verschiedenen Alters von einem Kamerateam auf der Suche nach der großen geschäftlichen Liebe begleitet werden. Vermutet wird diese im Osten, dort treiben sich die Protagonisten also vorzugsweise herum.<span id="more-23426"></span></p>
<p>Protagonist Robert Nissel ist ein Charakter, wie ihn Drehbuchautoren vielleicht erfinden könnten, aber nicht dürfen: zu unglaubwürdig. Der Energetiker behauptet, ein Nachfolger Jesu Christi zu sein und wie seine Präkarnation sucht er die Nähe “leichter” Frauen. Seine “Nutten–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/philosophie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Philosophie">Philosophie</a>” verdient indes nähere Betrachtung: es gäbe nämlich, so Nissel, “gute und schlechte Nutten”. Die guten sind nicht etwa die, welche ihren Job “gut” machen, Sondern jene Prostituierten, die “einen guten Charakter” haben und von ihren Lebensumständen, wie finanzieller Erhalt der Kinder, in diesen Job “gedrängt” werden. Der Umkehrschluss legt nun durchwegs sehr nahe, dass zur Gruppe der “schlechten Nutten” unter anderen auch jene gehören, die ihren Körper nicht für Geld anbieten *müssten*, während von Frauenhändlern und anderen Verbrechern ins Rotlichtmilieu gezwungene Frauen nach dieser irrwitzigen Definition wohl in die erste Gruppe fallen.</p>
<p>Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: dieser selbsternannte Nachfolger Jesus’ findet Nutten gut, die ihren Job machen müssen, weil sie nicht anders können. Das ist so ziemlich das zynischste und widerlichste, was ich in letzter Zeit gehört habe. Nicht, dass ich aus erster Hand irgendwelche Erfahrungswerte zu diesem Thema beitragen könnte — meine katholische Erziehung und meine hohen moralischen Standards verbieten mir,… nein, Scherz. Es würde nicht ausschließlich an finanziellen Mitteln scheitern, das Haupthindernis wohnt im Kopf. In dieser Hinsicht hat André Heller völlig recht, nur dort treiben es die wahren Abenteuer am buntesten. Für mich ist nun mal die Vorstellung, dass meine Bettgespielin freiwillig diese ganzen kranken Schweinereien mitmacht (ach, die katholische Erziehung!), ganz einfach integraler Bestandteil des Kopfkinos. Konsequent weiter gedacht wäre in meiner Welt eine “gute Nutte” also eine sehr talentierte Schauspielerin — eine “Method Actress”, die in perfekter Ausübung ihrer Rolle ergo auch keine Bezahlung entgegen nimmt und daher per definitionem keine Dame des käuflichen Gewerbes sein könnte… Verstehen Sie mich nicht falsch: kein Zeigefinger und schon gar kein erhobener, ich meine bloß: die wahren Vögeleien sind zu 50% im Kopf, und jede/r mag’s so halten, wie er oder sie mag, oder wie die Französin sagt: chacun a son facon. Aber für mich ganz persönlich gibt’s halt Kontexte, in denen Geld unglaublich abtörnt…</p>
<p>Aber das nur nebenbei, zurück zum Jesus-Energetiker Nissel: man mag dem Mann zugute halten, dass selten in der Geschichte des Fernsehens ein Reality-Soap Star dem konsternierten Publikum derart überzeugend das Wunder des Solipsismus vor die viereckigen Augen führte: kaum zu glauben, aber ja, in hartnäckigen Fällen kann die Kluft zwischen Eigen– und Fremdwahrnehmung nicht einmal mehr durch nachdrückliche kommunikative Maßnahmen bewusst gemacht, geschweige denn verringert werden. Anders ausgedrückt: obwohl <a href="http://http://petersteinberger.net/" class="liexternal">Peter Steinberger</a> der einzige Zuhälter ist, dessen Business-Modell ich näher kenne (er hält mir den Mund zu, bevor ich nach Rumverkostungen zu viel Blödsinn rede), und mir wie gesagt keine besondere Kompetenz ein Rotlichtdingen unterstelle, meine ich dennoch: Robert Nissels Nuttenphilosophie verdient die kathartische Höchststrafe, also nicht unter 1 Jahr Redaktionsassistenz bei Emma.</p>
<p>Kommentieren Sie übrigens bloß nicht, ich wär “lustfeindlich”, eine schlimmere Beleidigung gibt’s für uns Angehörige der Generation YouPorn ja kaum. Abgesehen von Fachlektüre zählen auf meiner persönlichen Rangliste Sexblogs [an dieser Stelle schöne Grüße an <a href="http://www.neelaa.at/" class="liexternal">Neelaa</a>!] mit zum Großartigsten, was die Blogosphäre je hervorgebracht hat (aber <a href="http://www.bessergehtsimmer.at/" class="liexternal">Hannes</a> will mich meine Lieblings-Intimtagebücher ja nicht auf <a href="http://bloegger.at/" class="liexternal">Blögger</a> vorstellen lassen). Und das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spiel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spiel">Spiel</a> mit Klischees und mit der Jämmerlichkeit der Protagonisten lässt mir beim “Geschäft mit der Liebe” genau jenen Schauer aus Fremdschämen, Skurrilität und Unterhaltung über den Rücken laufen, den ich an derartigen Produktion schätze. Dass sabbernde Männer mit miesem Partnerbörsen-Ranking in die Slowakei  fahren, um dort 20 Jahre jüngere Playmates abzuschleppen, mag auf den ersten Blick durchwegs sexistisch klingen. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, in der glitzernden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> ist nun mal nichts, wie es scheint: die “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ostfrauen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ostfrauen">Ostfrauen</a>” bleiben Nebenfiguren, zum freiwilligen Kasperl machen sich bloß die Brautwerber. Und das hat allemal mehr Pepp als die meisten US-Sitcoms.</p>
<hr /><em>Hinweis:</em> praktischerweise gibt’s bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/atv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ATV">ATV</a> alle Eigenproduktionen direkt nach Ausstrahlung online — ein Mediacenter-PC in Wohzimmer oder ein Laptop mit HDMI-Ausgang ermöglichen so komfortables TV-on-Demand. Digitale Medienhistoriker finden die gesamte erste Staffel <a href="http://atv.at/contentset/627937-das-geschaeft-mit-der-liebe" class="liexternal">hier</a>. Und man kann komplette Folgen in Blogs einblenden, also sehen Sie selbst:</p>
<div align="center" style="margin-top:15px;margin-bottom:15px;"><script src="http://pro.hit.gemius.pl/gstream.js"></script><object width="400" height="350"><param name="movie" value="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" /><param name="FlashVars" value="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=1127464&amp;activeClipId=1127461"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullscreen" value="true" /><embed src="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" width="400" height="350" name="EmbedPlayer" allowScriptAccess="always" allowFullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" flashvars="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=1127464&amp;activeClipId=1127461"></embed></param></object></div>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong> vergrößerter <a href="http://atv.at/binaries/asset/tvnext_asset_image/842407/player_image" rel="nofollow" class="liexternal">Ausschnitt</a> aus der ATV Bildgalerie zu “Geschäft mit der Liebe”, Fotograf unbekannt.</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogparade: Wann ist man jemand im Web?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/blogparade-wann-ist-man-jemand-im-web/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 09:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wann ist man jemand im Web? Anlässlich des Kick-Offs der Eventreihe twentytwenty rufen die Organisatoren zur selbstreflexiven Blogparade auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des Kick-Offs der Eventreihe <a href="http://www.twentytwenty.at/ich-2-0/speaker/" class="liexternal">TwentyTwenty — exploring the future</a> rufen die Organisatoren zu einer Blogparade auf: die Beiträge sollen Geert Lovinks Vortrag und die nachfolgende <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussion">Diskussion</a> im Radiokulturhaus ergänzen. Ich habe die Ehre und das Vergnügen, mit Moderator Martin Mühl, Falter-Redakteurin Ingrid Brodnig und dem altgedienten nettime-Haudegen himself die Bühnenbretter des Radiokulturhauses zu teilen und hoffe, dass die passende Identität kommenden Mittwoch aus dem Waschsalon zurück ist, denn: Netzkritik ist angesagt!</p>
<p>Geert hat nämlich auch schon begonnen zu schirrmachern und sich in alter Netzaktivisten-Tradition am 31. Mai 2010 freiwillig das Facebook-Leben genommen. Ein Netz-Verweigerer ist er deswegen keineswegs, sagt er: “The future is not some alien invasion from outside but is shaped by everyone. The future is inside us.” </p>
<p>Die Frage sei bloß: wer kontrolliert, wer strukturiert das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ich-2-0/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ich 2.0">Ich 2.0</a>? Ich warte noch bis Mittwoch auf die ultimative Antwort und unternehme im Vorfeld mit Ihnen, verehrter Leser, einen Ausflug in die Vergangenheit, und die dauert — so viel Vorwegnahme muss ein — immer noch an. Schon wieder. Aber man kann’s nun mal nicht allen Recht machen: Us and them, wir und die anderen, Innen und Außen, ich und die Welt, darum dreht sich’s. Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> sind neu, die Frage nach der Identität bleibt hochgradig identisch, mehr ganz– als teilüberlappend.</p>
<p><strong>Wann ist man “jemand” im Web?</strong> lautet die, wie sich’s für eine anständige Blogparade gehört, vergleichsweise einfach formulierte Frage. “Ab 1994″ gilt nicht, also:</p>
<p><strong>Man ist jemand im Web, wenn ein anderer, von dem man glaubt, dass er jemand im Web ist, glaubt, man sei jemand im Web.</strong><span id="more-23025"></span></p>
<p>Warum? Lassen Sie mich dazu ausholen. Nicht ein wenig, sondern gleich g’scheit weit.</p>
<h3 id="toc-folge-1-boethius">Folge 1: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/boethius/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Boethius">Boethius</a></h3>
<p>Sogar bei fernerer Betrachtung kann man nicht übersehen, dass die Frage nach der Identität Bestandteil jeder sinnstiftenden Lehre ist, das breite Spektrum der angebotenen Erklärungen, Meta-Erklärungen und Deutungsmuster bezeichnen wir gemeinhin als Kultur. Da geht’s uns nicht mal sprichwörtlich an den ziemlich weit oben liegenden Kragen, nein, wir müssen die Wurzel packen. Also auf in den De Lorean und schnell mal gute 2.000 Jahre zurückgereist.</p>
<p>Boethius habe damals angeblich gesagt: “Si tacuisses, philosophus mansuisses.” (Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben). Der Aufmerksamkeitsökonom könnte noch hinzufügen “aber hättest es nie mit dem blonden IT-Girl getrieben”. Ist Schweigen doch die schleichende Zellvergiftung der Selbstdarstellung, so lautet zumindest §1 der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ich-ag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ich AG">ICH AG</a> Geschäftsordnung.</p>
<p>Konnte Boethius etwa ahnen, dass heutzutage alles mit jedem kommunizieren will, ja geradezu muss? Dazu gehört nicht viel, denn gewiss wusste er um seine eigene paradoxe Situation: hätte Boethius geschwiegen, wäre er uns unbekannt geblieben.</p>
<p>Passend dazu flexibilisierte sich das Heilsversprechen, das hat der rasche Blick ins Morgen, der auf ausreichend lange Sicht ja notwendigerweise zum Blick ins Jenseits wird, immer schon so an sich gehabt. Warhol mit seinen 15 Minutes of Fame tritt nicht als Vordenker einer Aufmerksamkeitsökonomie auf, sondern beendet das Zeitalter der humanzentrierten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apotheose" rel="nofollow" class="liwikipedia">Apotheose</a>:</p>
<blockquote><p>Apotheose (griechisch apo– “fern-, ins Ferne”, theós “Gott”) ist die Erhebung eines Menschen zu einem Gott oder Halbgott. Es bedeutet auch nur “Verherrlichung”. Sie hat ihren Ursprung im Altertum, als geglaubt wurde, dass “große Persönlichkeiten” zu Göttern würden und wie diese verehrt werden könnten bzw. sollten.</p></blockquote>
<p>Gottwerdung schließt Technik ein, Gaia und der Global Brain erweitern unsere Identität, sie connecten uns mit der Gottmaschine. Mögen Lichtnahrungs-Prediger beim Kebabstand um die Ecke völlern, “the big promise” steht immer im Raum: “Es wird garantiert aus dem Wald zurückschallen, wie auch immer. Wenn du nur hineinrufst.” Der Downstream bekommt mehr Bandbreite als der Upstream, hier endet die “anarchische Struktur”, diese Ungleichgewicht ist in der Provider-Hardware quasi fest verdrahtet.</p>
<p>Das wäre also die Kurzfassung, eine bestechend lineare Entwicklung vom antiken Bon-Moteur zum Twitter-Werbepapst des 21. Jahrhunderts. Aber der Vergleich hinkt, die Crux rostet, der Übertragungskanal schreibt seinen Treppenwitz in die Dunkelkammer der Geschichte ein. Rauschen ist auch eine Art von Remixen, und den Beweis, dass der Informationsgehalt sich umgekehrt proportional zum Nährwert verhält, ist uns die Boulevardwissenschaft bis heute schuldig geblieben.</p>
<p>Boethius, der alte Schlingel, hat nämlich was anderes gesagt, und auch aufgeschrieben in seiner “Philosophiae Consolatio”, sonst wüssten wir das erst seit meiner Zeitreise. Also zuerst nicht geschwiegen und dann auch noch geschrieben:</p>
<blockquote><p>Möchtegern-Philosoph: “Intellegis me esse philosophum?” [Erkennst du nun, dass ich ein Philosoph bin?]<br />
Boethius: “Intellexeram, si tacuisses.” [Ich hätte es erkannt, wenn du den Mund gehalten hättest.]</p></blockquote>
<p>Was sich reimt, wird eben wahrer, das wusste schon der Pumuckl. Der Unterschied zählt, denn er, Boethius, zieht seine Schlüsse aus dem Kommunikationsverhalten seines Gegenübers. Der Nicht-Philosoph macht Boethius zum Philosophen. #<a href="http://www.google.at/search?q=differance" rel="nofollow" class="liexternal">différance</a>, #<a href="http://www.google.at/search?q=Apoha" class="liexternal">Apoha</a></p>
<p><strong>Identität ist ergo ein Nebenprodukt kommunikativer Aktivität.</strong></p>
<h3 id="toc-folge-2-neidhart-von-reuental">Folge 2: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/neidhart-von-reuental/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Neidhart von Reuental">Neidhart von Reuental</a></h3>
<p>Zuviel Gelaber, zu viele Tweets, Fragmente allerorten: einmal mehr drohen Medien mit der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vernichtung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vernichtung">Vernichtung</a> unserer “Kultur”, und wir werden auf die einzige adäquate Weise reagieren, auf jene Weise, die sich schon so oft bewährt hat. Wir erfinden einfach neue, noch viel gefinkeltere Medien, die jene, welche uns einst furchtbare Schreckensvisionen bescherten, vollkommen harmlos aussehen lassen.</p>
<blockquote><p><em>Frage an Radio Eriwan: Ist unsere Identität durch das Internet bedroht?<br />
Antwort: Im Prinzip ja. Aber irgendwann musste das Internet ja mal beginnen, sich zu wehren.</em></p></blockquote>
<p>Denken Sie nur mal an die zunehmende Verrohung der Jugend! Fast wäre es dem Fernsehen gelungen, einer ganzen Generation viereckige Augäpfel zu verpassen und sie völlig vom Leben abzuschotten. Im letzten Moment ritt jedoch ein Held am weißen Ross heran. Und als dann schließlich Computerspiele jeden Super Mario World Spieler zum potentiellen Amokläufer machten, war es wirklich an Zeit für ein neues Bedrohungsszenario: et voila, schon wird die Jugend in Facebook gestalkt und gemobbt. Vermutlich.</p>
<p>Wir tendieren ja immer dazu zu glauben, die Erstlöser jedes scheinbar genuin neuen Problems zu sein, dabei wusste schon Neidhart von Reuental im Mittelalter ganz genau, dass Rede und Verstand nicht kongruent sein müssen:</p>
<blockquote><p>Doch wais ich czwen dorff chnaben<br />
die enruchten das ich wer begraben<br />
so cziment sich so wahe.<br />
das ist limmenczaun vnd irrenfrid.<br />
der in die oren paide ab snit.</p>
<hr />
Zwei nette Burschen wohlbekannt,<br />
Mit großem Maul und kaum Verstand,<br />
Die säh’n mich gerne leiden.<br />
Sind Limmenzaun und Irrenfritz,<br />
Ach, schlüg vom Himmel doch ein Blitz<br />
G’rad mitten durch die beiden!</p></blockquote>
<p>Limmenzaun und Irrenfritz — Ist dieser Neidhart zeitlos oder “macht heute überhaupt niemand mehr sowas Gutes”? Limmenzaun und Irrenfritz, die Foren-Trolle des Mittelalters: mit großem Maul und kaum Verstand.</p>
<p><strong>Kommunikative Aktivität ist ergo ein Nebenprodukt unserer Identität.</strong></p>
<h3 id="toc-endstation-sehnsucht">Endstation: Sehnsucht</h3>
<p>Wann ist man “niemand” im Web? Sehr geehrte Jury, lieber Vorsitzender, geschätztes Publikum! Diese Frage ist weit schwieriger zu beantworten, lassen Sie mich Ihnen dies an einem Beispiel erklären:</p>
<blockquote><p><em>Morten Gibrit war noch nie im Internet. Es interessiert ihn einfach nicht. Aber “he’s <a href="http://www.cluetrain.com/" class="liexternal">not</a> in control!”  Sein weit jüngerer Halbbruder Bruder Terrance Fitze-Gibrit hat ohne sein Wissen eine Facebook-Page angelegt und schreibt dort regelmäßig Status-Updates. Der falsche Morten hat mittlerweile über eine Million Fans.</em></p></blockquote>
<p>Jetzt Frage ich Sie, kompetent-objektive Jurymitglieder, wer hat die Identität entführt und kein Lösegeld verlangt?</p>
<p>a) Morten ist jemand im Netz, Gibrit ist niemand.<br />
b) Morten und Gibrit sind beide niemand im Netz.<br />
c) Morten ist niemand im Netz, Gibrit ist jemand.<br />
d) Morten und Gibrit sind beide jemand im Netz.</p>
<p>Merken Sie, wie komisch diese Anhäufung von jemands und niemands klingt? Sowas sind wir einfach nicht gewohnt, genauso wenig wie die Tatsache, dass es keine richtige Antwort gibt. Ihre Wahl mag einiges über Sie verraten, liebes Jurymitglied, über Ihre Identität, über Ihr Verhältnis zu Sein und Schein. Über Mortens und Gibrits jemand/niemand Status erfahren wir dabei gar nichts. Seien Sie bloß froh, dass heute niemand verurteilt werden muss.</p>
<p>[Der Ankläger verlässt den Gerichtssaal.]</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Identität 1.0 ist für unser kausales Denken schwierig genug zu fassen und die wenigen Bugfixes rechtfertigen keinesfalls einen ganzzahligen Versionssprung. Identität 1.0.1 meinetwegen oder wenn’s sein muss auch 1.1. Weil wie schon erwähnt:</p>
<p><strong>Man ist jemand im Web, wenn ein anderer, von dem man glaubt, dass er jemand im Web ist, glaubt, man sei jemand im Web.</strong></p>
<p>Das war aber in der nicht-virtuellen Welt auch immer schon so. Dass der “Andere” ein eigener Fake-Account sein kann, ist übrigens auch nichts Neues. Fragen Sie mal bei der Gewerkschaft der “Imaginären Freunde” nach: die sind inzwischen fast alle arbeitslos.</p>
<p><strong>Weitere Beiträge zur Blogparade</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.2-blog.net/2010/twenty-twenty/" class="liexternal">Ich 2.0 | Blogparade twenty.twenty</a> von Luca Hammer</li>
<li><a href="http://www.myway-rocknroll.at/2010/09/ich-2-0-twentytwenty-at-blogparade/" class="liexternal">Ich 2.0 — twentytwenty.at Blogparade</a>von René Wegscheider</li>
<li><a href="http://digiom.wordpress.com/2010/09/28/wann-ist-eigentlich-jemand-niemand-im-web-2-0/" class="liexternal">Wann ist eigentlich jemand niemand im Web 2.0?</a> von Jana Herwig</li>
<li><a href="http://www.werquer.com/blog/2010/09/das-sozial-erwunschte-ich-2-0/" class="liexternal">Das sozial erwünschte Ich 2.0</a> von Werner Reiter</li>
<li><a href="http://c-fischer.com/blogparade-wann-ist-man-jemand-im-web/" class="liexternal">Blogparade: Wann ist man jemand im Web?</a> von Christian Fischer</li>
<li><a href="http://www.alexanderstocker.at/2010/10/der-zusammenhang-zwischen-online-und.html" class="liexternal">Der Zusammenhang zwischen Online– und Offline-Reputation</a> von Alexander Stocker</li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Impressionen von der Bundestagung der Jungen Wirtschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 13:34:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hat gut getan, mal wieder einen Vortrag von Christian Mikunda zu hören - definitiv mein Highlight der JW Bundestagung 2010.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern begann im Design-Center <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/linz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Linz">Linz</a> die Bundestagung der <a href="http://www.jungewirtschaft.at" class="liexternal">Jungen Wirtschaft</a>, zu der Geschäftsführerin <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/elisabeth-zehetner/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Elisabeth Zehetner">Elisabeth Zehetner</a> <a href="http://www.bessergehtsimmer.at" class="liexternal">Hannes Offenbacher</a> und mich eingeladen hatte. Man meint ja immer, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>, Twitter und Co. wären was “für die Jungen”, aber ich war dann trotzdem überrascht, dass von den über 1.000 Besuchern doch nur recht wenige vom Twitter-Hashtag #jwbt10 Gebrauch machten — aber einen spontanen Twittagessen-Tisch konnten wir aber füllen.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:9px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/lisi-scharinger-katzmair-800.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[22876]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/lisi-scharinger-katzmair-small.jpg" alt="lisi scharinger katzmair small Impressionen von der Bundestagung der Jungen Wirtschaft" title="Ludwig Scharinger, Harald Katzmair und Elisabeth Zehetner" width="600" height="671" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Dr. Ludwig Scharinger erklärt Harald Katzmair und Elisabeth Zehetner seine Networking-Prinzipien.</small></div>
<p><span id="more-22876"></span></p>
<p>Schon am Freitag hätte es ein paar ausgesprochen spannende <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vortraege/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vorträge">Vorträge</a> gegeben, unter anderem von Stefan Ruzowitzky und Gen-Spezialist Markus Hengstschläger (ein großartiger Vortragender, den ich vor einem Jahr mal in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> gehört habe). Hannes und ich konnten erst heute anreisen, und mein persönliches <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/highlight/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Highlight">Highlight</a> stand sowieso bereits vor Beginn der Veranstaltung statt: Dramaturgie-Stratege <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/christian-mikunda/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Christian Mikunda">Christian Mikunda</a> hielt einen ausführlichen Vortrag über “Große Gefühle im Marketing” — sein aktuelles Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3430200687?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3430200687" class="liexternal">Warum wir uns Gefühle kaufen: Die 7 Hochgefühle und wie man sie weckt</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3430200687" width="1" height="1" border="0" alt=" Impressionen von der Bundestagung der Jungen Wirtschaft" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Impressionen von der Bundestagung der Jungen Wirtschaft" /> rückt Bekanntes in eine ganz neue Perspektive.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:9px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/mikunda4.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[22876]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/mikunda4-600x450.jpg" alt="mikunda4 600x450 Impressionen von der Bundestagung der Jungen Wirtschaft" title="Christian Mikunda" width="600" height="450" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Dr. Christian Mikunda, Experte für strategische Dramaturgie</small></div>
<blockquote><p>Wer die Hochgefühle Glory, Joy, Power, Bravour, Desire, Intensity und Chill kennt, wird sie bald auch im eigenen Konsumverhalten identifizieren können. Wer versteht, wie sie ausgelöst werden, kann seinen Kunden echte Erlebnisse bieten. Wer die Kunst der Dramaturgie von Gefühlswelten erlernt hat, wird unwiderstehliche Gefühlscocktails inszenieren!</p></blockquote>
<p>Das klingt nach einer hohen Vorgabe, die mich bei jedem anderen Marketing-Experten skeptisch machen würde, aber ich hatte das Riesenglück, bei Christian Mikunda zwei Blockvorlesungen zu besuchen — seine Theorien und Analysen erwiesen sich während der Vorlesung als hochgradig spannend und unterhaltsam und im nachhinein als wertvollste Praxiswissen, das ich während meines gesamten Studiums erhielt. Wer die Brainscripts und die Mechanismen, die Mikunda in “Kino spüren”, “Der verbotene Ort” und “Die inszenierte Verführung” beschreibt, zur Anwendung bringt, weiß, wovon ich spreche.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:9px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/mikunda2.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[22876]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/mikunda2-600x430.jpg" alt="mikunda2 600x430 Impressionen von der Bundestagung der Jungen Wirtschaft" title="Mikunda und die Becker-Faust" width="600" height="430" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Christian Mikunda zeigt die “Becker-Faust”.</small></div>
<p>Grandios! Demnächst folgt eine Rezension des aktuellen Buches. Aber jetzt bin ich erstmal raus, Hannes wartet nämlich schon auf mich, denn vor der Abendgala schauen wir noch ins ars center rüber.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:9px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/vonoben1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[22876]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/vonoben1-600x400.jpg" alt="vonoben1 600x400 Impressionen von der Bundestagung der Jungen Wirtschaft" title="Networking von oben" width="600" height="400" style="border:1px solid orange;" /></a><small>Networking von oben.</small></div>
<p><strong>Fazit:</strong> Ausgesprochen gelungener Tag mit tollen Vortragstragsprogramm — nächstes Jahr werd ich mir für die Bundestagung jedenfalls beide Tage freihalten. Ein kleiner Nachtrag fällt mir allerdings noch ein zu Ludwig Scharingers Vortrag über Networking: seine Ausführungen sind nicht zuletzt deshalb nur begrenzt auf Otto Normaljungunternehmer übertragbar, denn vor lauter Begeisterung könnte man schnell mal den Unterschied zwischen persönlicher und institutioneller Position im Netzwerk verwechseln oder gar gleichsetzen…</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Netzneutralität statt ACTA-Wahnsinn</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/netzneutralitaet-statt-acta-wahnsinn/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 21:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute nachmittag diskutierte ich beim Internet Summit Austria mit Rechts-Experten über die Chancen und Risiken des Netzes - eine Diskussion, die dringlichst auf breiter Basis geführt werden muss, denn die aktuelle Entwicklung gibt mehr als nur Anlass zu milder Besorgnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Nachmittag saß ich beim <a href="http://www.ispa.at/know-how/themen/internetsummit-2010/internetsummit-2010/" class="liexternal">Internet Summit Austria 2010</a> im großen Festsaal der Universität auf der Bühne. Der mondän-historische Rahmen des Veranstaltungsortes hätte dem Thema kaum besser angepasst sein könnte, denn unsere Diskussion drehte sich um das Thema “Internet: Chance und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gefahr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gefahr">Gefahr</a> für unsere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/grundrechte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Grundrechte">Grundrechte</a>”. Manches Mal staunte ich über juristische Terminologie und fühlte mich an ein sehr kompliziertes Rollenspiel erinnert, an einen abgeschlossenen Mikrokosmos, innerhalb dessen streng formalisierten Kontexts Aussagen wie “Freiheit und Sicherheit sind zwei sich widersprechende <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/grundrechte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Grundrechte">Grundrechte</a>” erstaunlicherweise plötzlich Sinn machen.</p>
<p>Sehr erhellend war Prof. Martin Selmayrs <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vortrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vortrag">Vortrag</a>. Der Kabinettchef von EU-Kommissarin Viviane Reding sitzt sozusagen im Zentrum der europäischen Netzsperren-Debatte, die sich im Kern um die Frage dreht: sollen illegale Angebote gelöscht werden oder soll man den Usern den Zugang sperren? Erstere Möglichkeit sei zu bevorzugen, zweitere solle dann zum Einsatz kommen, wenn die Löschung nicht klappt, so die grob verkürzt dargestellte Position Selmayrs. Um derartige Netzsperren errichten zu können, braucht man allerdings eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/infrastruktur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Infrastruktur">Infrastruktur</a>, die on demand funktioniert, also im Wesentlichen eine Kopie der “Great Chinese <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/firewall/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Firewall">Firewall</a>”. Dass derartige Infrastrukturen schnell mal Begehren wecken, die weit über die Bekämpfung von Kinderpornographie hinausgehen, zeigt die Urheberrechtsdebatte der letzten Jahre sehr eindeutig. Insofern stehen wir kollektiv vor einer immens bedeutsamen Weichenstellung: wie viel Top-Down Kontrolle braucht die Wissensgesellschaft der Zukunft? Und wie kann man das Potential des freien Informationszugangs gegen die Zensur– und Urheberrechtsinteressen abwägen?</p>
<p>Aufgrund seiner dezentralen, internationalen Struktur entzieht sich das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netz">Netz</a> einerseits recht effektiv einer vollständigen Kontrolle, bietet aber andererseits alle technischen Voraussetzungen zur Totalüberwachung des Bürgers und Konsumenten der Zukunft. Ich wünsche mir, dass die verantwortlichen Politiker trotz emotionalisierender Themen wie Terrorismusbekämpfung ein realistisches Augenmaß behalten. Wann immer Vorschläge auftauchen, renitente User vom <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netz">Netz</a> “auszuschließen” (siehe die <a href="http://www.jurablogs.com/de/three-strikes-out-wird-in-frankreich-gesetz" class="liexternal">Three Strikes Out Debatte in Frankreich</a>), ist ein gravierendes Missverständnis die Ursache: das Internet ist die Infrastruktur der Massengesellschaft und eben nicht bloß ein weiteres Massenmedium. Genau das macht es auch so unglaublich schwierig, bestehende gesetzliche Regelungen 1:1 auf eine veränderte Technologie-Landschaft umzulegen. Tut man das trotzdem, dann kommt so ein katastrophaler Schwachsinn wie ACTA heraus, ein informations-technologischer Rückschritt ins dunkle Mittelalter:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-09/netzneutralitaet-statt-acta-wahnsinn/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Sollte es (hoffentlich!) gelingen, ACTA zu stoppen, ist die Netzneutralität deswegen noch lange nicht gesichert: der Übergang von der Industrie– und Dienstleistungs– hin zur Wissensgesellschaft ist gewiss kein schmerzfreier und wird viel Engagement erfordern. Daher meine Bitte an alle datenschmutz Leser: lassen Sie uns unsere Energie darauf verwenden, bestehende “Digital Divides” zu schließen, anstatt neue Gräben und Grenzen zu ziehen.<span id="more-22161"></span></p>
<p>PS: Ich habe mich sehr gefreut, meinen österreichischen Lieblingsblogger persönlich kennen zu lernen. Wer über aktuelle Entwicklungen rund um das österreichische und europäische Telekommunikationsrecht am Laufenden bleiben will, dem empfehle ich wärmstens, <a href="http://blog.lehofer.at/" class="liexternal">Hans Peter Lehofers Blog</a> zu abonnieren. Dr. Lehofer ist nicht nur ein Praxis-erfahrener Kenner der Materie, sondern besitzt die seltene Fähigkeit, komplexe juristische und politische Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln und mit unnachahmlich trockenem Humor äußerst treffenden zu kommentieren.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<item>
		<title>Wenn Medien das Medienspiel spielen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/wenn-medien-das-medienspiel-spielen/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 22:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bundespräsident Heinz Fischer hat eine klare Empfehlung ans profil Magazin anlässlichen dessen 40. Geburtstag: es möge weiter seine Rolle als kritisches Magazin spielen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/profil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Profil">Profil</a>, ein österreichisches Wochenblatt, feierte dieser Tage seinen 40. Geburtstag. In der aktuellen Ausgabe verraten auf Seite 121 einige Testimonials ihre Zuneigung zu Christian Rainers Magazin, darunter auch UHBP Heifi (Unser Herr Bundespräsident <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/heinz-fischer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Heinz Fischer">Heinz Fischer</a>). Sein Statement erheiterte mich noch weit mehr als Laura Rudas’ Sager von der <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/die-angst-vor-der-politik-von-laura-rudas/" class="liinternal">vorgestrigen Politik</a>, denn er zeigt scharfe Beobachtungsgabe sowie immensen Sinn für Realismus, den ich dem stets auf Konsens bedachten Heinz Fischer zugegebenermaßen so nicht zugetraut hätte. Mag die Medienschelte auch unfreiwillig geschehen sein, so trifft sie doch des nassen Pudels Kern mitten in die Leber. Sprach der Bundespräsident:</p>
<blockquote><p>profil soll seine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rolle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rolle">Rolle</a> weiterspielen — nämlich ein kritisches Magazin im Pluralismus der österreichischen Medienlandschaft zu sein.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/jedi.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21737]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/jedi-600x434.jpg" alt="jedi 600x434 Wenn Medien das Medienspiel spielen" title="Das Medien-Rollenspiel" width="600" height="434" style="border:1px solid orange;" /></a><span id="more-21737"></span></p>
<p>Beileibe nichts gegen das Profil, schließlich braucht jede Peer Group ihr Wired, und ich schätze Rainer Nikowitz’ Satiren über alle Maßen — Gratulation zur Geburtstagsrede! Und ich meine, dass das profil nicht unmaßgeblich so manchen Skandal-Stein der Republik ins Rollen gebracht hat und immer noch bringt. Kurz gesagt: das ist gar nicht alles gespielt, sondern manchmal ziemlich echt. So ganz generell besehen hab ich trotzdem häufig das ganz und gar nicht dumpfe Gefühl, dass wir hierzulande in einem unglaublich simulativen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mediensystem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mediensystem">Mediensystem</a> festhängen. So in etwa:</p>
<p>Profil spielt die Rolle des kritischen Magazins, der Standard die der wirtschaftsliberalen Zeitung, die Presse gibt in der Daily Soap den konservativen, aber wohlhabenden Onkel, der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a> tritt in der Rolle des unabhängigen Rundfunksenders auf (wenngleich weit weniger überzeugend als die übrigens Akteure), Hans Dichands Erben dagegen nimmt man den Boulevard-Clan durchaus ab. Wolfi Fellner sorgt alle paar Folgen mal wieder für Spannung, und auch die Kritiker des Mediensystems haben sich bestens mit ihren Rollen abgefunden: Armin Thurnher scheint der tragikomische Part des Rufers in der Wüste wie auf den Leib geschneidert, sein editorialer Stehsatz erhöht den Wiedererkennungswert der Serie für Stammseher beträchtlich. Zugegeben, einzelne Folgen wirken unglaubwürdig — wer glaubt schon, dass im echten Verlagsleben ein tendenziell linker Herausgeber das konsumfördernde Lifestyle-Magazin für einen Kreditkartentandler verfertigt?</p>
<p>Viele weitere Akteure dieser durchwegs absurd-komischen, aber äußerst populären Fernsehserie verdienten Erwähnung: eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ingrid-thurnher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ingrid Thurnher">Ingrid Thurnher</a> etwa, die die Rolle der kritischen Polit-Journalistin so überzeugend spielt, dass das Publikum schon seit mehreren Wahlen ihre vorhersehbaren Interview mit forscher Fragetechnik verwechselt, ein Harald Fiedler, der wie alle postmodernen, selbstreferentiellen Autoren nur ausgesuchte Fans findet — aber ich will nicht weiter spoilern, sondern bloß abschließend sagen: Bravo, Herr Bundespräsident, so offen wagte das hierzulande noch kein Politiker auszusprechen. Und jetzt muss ich ins Studio, denn ich hab mal wieder einen Gastauftritt. Sie würden’s nie erraten: ich spiel den Blogger!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 00:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die erste TEDx Konferenz Österreichs fand im Burgenland statt - ein überaus gelungener Auftakt für die TEDx Pannonia, die nächstes Jahr ihre Fortsetzung finden soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke an Hermann Gams, Manuel Gruber und Harald Katzenschläger — das Team der <a href="http://www.dreamacademia.at" class="liexternal">Dream Academia</a> hat’s möglich gemacht, dass ich heute meine allererste TEDx Konferenz besuchen konnte. TEDx Konferenzen sind Spin-Offs des mittlerweile immens populären <a href="http://www.ted.com/" class="liexternal">TED Formats</a>, das unter dem Motto “Ideas worth spreading” die Netzwelt regelmäßig mit fantastischen Vortragsvideos versorgen. Ähnlich wie beim Barcamp kann jeder, der ausreichend Motivation, Zeit und Organisationstalent mitbringt, die Idee fortführen: die unabhängigen Spin-Offs heißen <a href="http://www.ted.com/pages/view?id=343" class="liexternal">TEDx</a> und müssen einige <a href="http://www.ted.com/pages/view?id=351" class="liexternal">Vorgaben</a> der Erfinden erfüllen.</p>
<p><strong>Update, 26.10.2010:</strong> Alle Videos der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tedx-pannonia/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TEDx Pannonia">TEDx Pannonia</a>–Talks sind mittlerweile online: <a href="http://www.tedxpannonia.com/speakers/" class="liexternal">TEDx Talks</a></p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-6.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-6-600x370.jpg" alt="tedx 6 600x370 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Albert Frantz" width="600" height="370" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Albert Frantz auf der Suche nach versteckten Träumen</small></div>
<p>Inhaltlich könnte der Anspruch kaum höher gesteckt sein, das Format der Konferenz dagegen ist recht strikt geregelt:</p>
<blockquote><p>Spirit/purpose: Your TEDx event must maintain the spirit of TED itself: cross-disciplinary, focused on the power of ideas to change attitudes, lives and ultimately, the world.<br />
Format: A suite of short, carefully prepared talks, demonstrations and performances on a wide range of subjects to foster learning, inspiration and wonder — and to provoke conversations that matter. The typical presentation should be an 18-minute talk by a single presenter. No panels. No break-out sessions. Usually: No podium.</p></blockquote>
<p><span id="more-21606"></span></p>
<p>Die im Vorjahr für Wien angekündigte TEDx verschwand ja leider spurlos in den Untiefen des Netzes — umso mehr habe ich mich auf den Ausflug in die burgenländische Villa Vita gefreut. <a href="http://www.turnthescrew.com" class="liexternal">Dan</a> und ich kamen genau richtig zur Freestyle Show an, Respekt an die BMX Rider! Auf dieses überraschende Outdoor-Intro folgten 6 hochgradig inspirierende Stunden — behauptet zumindest meine Uhr, subjektiv kam’s mir eher so vor, als hätte der Architekt einen Flux-Kompensator ins — passend zum Thema “New Energy” energieautarke Gebäude — eingebaut. Dan, der unter anderem  für Mindmeister die digitale Marketing-Trommel rührt, war als “embedded Mindmapper” vor Ort, seine Zusammenfassung ist <a href="http://www.mindmeister.com/de/landing/tedxpannonia2010" class="liexternal">hier</a> zu bewundern. Die Konferenz bestand aus vier Tracks á drei Sessions — im diesem Beitrag habe ich meine persönlichen Highlights kurz (*räusper*) zusammen gefasst. Die Videos aller Talks werden in Kürze online verfügbar sein — schauen Sie sich das unbedingt an: soviel Optimismus, Energie und inspirierende Ideen sind das probateste Mittel gegen Zukunftspessimismus!</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-5.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-5-600x394.jpg" alt="tedx 5 600x394 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Mark Kramer" width="600" height="394"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Mark Kramer sprach über freien Informationszugang als Grundrecht.</small></div>
<h3 id="toc-wolfang-sator-ber-e-mobilitt">Wolfang Sator über E-Mobilität</h3>
<p>Nach dem genialen kombinierten Mini-Stretching / Handy-Abdreh Intro des Moderators betrat Wolfang Sator als erster die Sprecherbühne. Der österreichische Pionier des Elektroautos wusste erstaunliche Fakten und Mythen zum nicht gerade unbelasteten Thema “Mobilität” und “fossile Brennstoffe” zu berichten — selten haben ich einen derart unvoreingenommenen, humorvollen und unverkrampften Vortrag zu diesem Thema gehört. Das Elektro-Auto, so der erfahrene Praktiker, hat eine lange Geschichte: dass sich der fossile Brennstoffmotor durchsetzte, hatte von Beginn der Automobilgeschichte an nicht unwesentliche Image-Gründe: die “Kings of the Road” fuhren eben auf Verbrennungsmotoren ab, mit Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit hatte das offenbar von Beginn an recht wenig zu tun. Interessante Fußnote: die E-Autos der 70er Jahre verwendeten Eisen-basierte Batterien, im Gegensatz zu den heute üblichen Blei-Gel-Akkus. Der einzige Grund, so Wolfgang Sator: erstere lassen sich recht leicht fast beliebig oft “revitalisieren”, zweitere müssen nach wenigen Jahren ersetzt werden — die Hersteller haben hier natürlich ganz klar Präferenzen.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-8.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-8-600x419.jpg" alt="tedx 8 600x419 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Oleksandr bei der Arbeit" width="600" height="419"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Oleksandr  fotografiert ein Mitglied der Percussion-Gruppe “Chaos”, die für einen groovigen Abschluss der TEDx sorgte.</small></div>
<h3 id="toc-matthias-horx-wie-wollen-wir-zuknftig-wohnen"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/matthias-horx/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Matthias Horx">Matthias Horx</a>: Wie wollen wir zukünftig wohnen?</h3>
<p>Den zweiten Talk gab Zukunftsforschungs-Schwergewicht Matthias Horx: der populäre Autor und Vorausblicker gehört zu den gefragtesten Vortragenden des deutschen Sprachraums — und ist offenbar ein glühender Fan des TED-Konferenzformats. In seinem Vortrag warf er die Frage auf, was die Häuser der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> — und zwar abseits technologischer Vollausstattung und — vernetzung — eigentlich lebenswert macht. Videokonferenz-Setups zwischen Toilette und Wohnzimmer nennt Horx passenderweise “Ruinen der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a>”, denn die eigentlich Herausforderung liegt laut Horx in neuen Lösungen, die eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben architektonisch ermöglichen und unterstützen.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-1-600x380.jpg" alt="tedx 1 600x380 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Matthias Horx" width="600" height="380" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Matthias Horx sprach über die Zukunft des Wohnens.</small></div>
<p>Nein, das klingt definitiv nicht nach Webcams und Terminals in jedem Raum — vielmehr müssen architektonische Entwürfe die veränderte Lebenssituation respektive die Restrukturierung von Arbeits-, Privat– und Berufsräumen bedenken.</p>
<h3 id="toc-claus-schnetzer-das-palettenhaus">Claus Schnetzer: das Palettenhaus</h3>
<p>Derartige Überlegungen haben in hochgradig differenzierten und wohlhabenden Regionen natürlich ihre Berechtigung, müssen aber der “Zielgruppe” des “Project Palettehouse” wie absurde Luxusprobleme erscheinen: Claus Schnetzer hat im Rahmen eines Forschungsprojekts eine unglaublich simple und praktikable Möglichkeit gefunden, eine Art Lo-Tech Pendant zum Niedrigtemperaturhaus zu bauen. Sein primäres Baumaterial sind die allseits bekannten Holzpaletten, die mittels eines äußerst simplen, selbsttragenden Systems verbunden werden.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-9.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-9-600x459.jpg" alt="tedx 9 600x459 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Das Palettenhaus" width="600" height="459"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Das Grundprinzip des Palettenhauses — diese Konstruktion ist in wenigen Minuten aufgebaut!</small></div>
<p>Neben den Paletten sind dazu lediglich ein paar Holzpfosten sowie eine Abdichtfolie erforderlich. Das besondere daran: solche Paletten sind so gut wie überall verfügbar, nicht zuletzt in Krisengebieten, die mit Hilfslieferungen versorgt werden. Bisher waren diese Paletten bloß ökologisch unbedenklicher Abfall — Schnetzers Idee verwandelt sie in wertvolles Baumaterial, mit dem sich in kürzester Zeit Strukturen errichten lassen, die beispielsweise ohne weiteres als Not-Hospital dienen können. Klingt nicht nur genial und hat mich schon beim Vortrag schwer beeindruckt. Im Anschluss an die Konferenz durften wir dann ein solches Palettenhaus “in echt” bewundern — ein Wahnsinns-Beispiel für sprichwörtliches “Out-of-the-box Thinking”.</p>
<h3 id="toc-peter-purgathofer-the-radical-portfolio"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/peter-purgathofer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Peter Purgathofer">Peter Purgathofer</a>: The radical portfolio</h3>
<p>Peter Purgathofer ist ein Mann der Theorie und der Praxis. Er stellte sein “Radical Portfolio” vor: als Universitätsprofessor macht sich Purgathofer nämlich weit mehr Gedanken über Didaktik als die meisten seiner Kollegen, und aus seinen Beobachtungen zieht er durchaus radikale Schlüsse:</p>
<blockquote><p>You can either pass a test or your can learn something. Not both. We’re trying to reconcile those.</p></blockquote>
<p>In seiner Vorlesung, so Purgathofer, will er seinen Studenten 5 grundlegende Prinzipien vermitteln. Laut den Evaluationsergebnissen gelte er als sehr guter Vortragender (was jeder, der mal eine Purgathofer-Vorlesung besucht hat, aus eigener Erfahrung bestätigen kann), außerdem bemühe er sich um interessante Gestaltung. Da drängt sich natürlich die Frage auf: Lernen Studenten bei “guten” Vortragenden mehr? Laut Peter Purgathofer nicht; die wirkliche Stärke liegt im interaktiven Lernen, und nicht in der Optimierung des Frontalvertrags.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-3-600x552.jpg" alt="tedx 3 600x552 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Peter Purgathofer" width="600" height="552"  style="border:1px solid orange;" /></a></p>
<p><small>Peter Purgathofer setzt <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> in seiner Vorlesung ein — auf beindruckend komplexe Weise und mit überzeugenden Resultaten.</small></div>
<p>Purgathofer setzt verschiedene, an seine didaktische Methode und die Inhalte seiner Vorlesung angepasste Tools an, beispielsweise eine Art Twitterwall, über die Studenten schon während der Vorlesung miteinander diskutieren. Die Idee mag Anhänger klassischer Vorlesungsformate geradezu absurd erscheinen, denn schließlich soll der Student ja nicht vom Vortrag des Professors abgelenkt werden! Oder vielleicht doch? Entspricht womöglich diese “Spaltung” unserer Aufmerksamkeit, diese gänzlich neue Art, auf verschiedenen Wegen Information und Meta-Information aufzunehmen, diese Fragmentierung der Linearität einer grundlegend veränderten Kommunikationssituation?</p>
<p>Social Media bleibt bei Peter Purgathofer nicht auf den Live-Einsatz während der Vorlesung beschränkt: anstatt einer Abschlussprüfung müssen die Teilnehmer im Lauf des Semesters diverse Übungen absolvieren, die wiederum im Double-Blind-Verfahren von Kollegen bewertet werden. Bewertet wird anhand eines Punktesystems — und Punkte gibt’s nicht nur für die Übungen selbst, sondern auch für sinnvolle Beiträge zur Weiterentwicklung des eLearning Systems. Seit 2 Jahren setzt Purgathofer dieses Crowd-gestützte Lernen ein, und zwar mit durchschlagendem didaktischem Erfolg. Somit erhärtete er eine Vermutung, die ich schon lange hege: der Erfolg internetgestützter didaktischer System hängt nicht in erster Linie von der Elaboriertheit oder dem Feature-Reichtum der jeweiligen Plattform ab, sondern von einer sinnvollen Integration ins didaktische Gesamtkonzept.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-7.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-7-600x328.jpg" alt="tedx 7 600x328 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Abschlussrunde" width="600" height="328" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Zum Abschluss der Konferenz standen alle gemeinsam auf der Bühne.</small></div>
<p>Social Media bedeutet in erster Linie, das betone ich immer wieder in meinen eigenen Vorträgen und Workshops, das Dialoge, die bisher nur offline stattgefunden haben, sich mittlerweile auch im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netz">Netz</a> abspielen. Natürlich diskutierten Studenten immer schon vor, nach und manchmal auch während der Vorlesung die Ideen und Informationen, die ihnen ihr Professor lieferte, völlig unabhängig vom Internet. Selbstverständlich war “soziales Lernen”, also der Austausch mit den Mitstudenten, Gruppenarbeiten, gemeinsame Forschungsprojekte etc., seit jeher ein zentraler Bestandteil des didaktischen Prozesses. Wir betreten hier also keinesfalls völliges Neuland, aber die Technologien, die wir mittlerweile zur Verfügung haben, können diesen Austausch sehr effektiv unterstützen, intensivieren und dokumentieren.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-4.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-4-600x368.jpg" alt="tedx 4 600x368 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Mark Kramer" width="600" height="368"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Mark Kramer</small></div>
<h3 id="toc-tedx-pannonia-da-capo">TEDx Pannonia: Da Capo!</h3>
<p>Nochmals ein riesengroßes Kompliment an alle Organisatoren und Mitarbeiter — danke für einen großartigen, inspirierenden Tag! Ich freue mich, dass Manuel, Katzi und Hermann bereits fest mit der TEDx Pannonia 2011 rechnen — und eines kann ich euch jetzt schon androhen: bei der nächsten Auflage bewerbe ich mich für einen Vortrags-Slot <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog1.gif' alt="frog1 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" class='wp-smiley' title="TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" /> </p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-2.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-2-600x323.jpg" alt="tedx 2 600x323 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Blick von oben" width="600" height="323" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Blick von der Terasse auf den Villa Vita Park</small></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>World Blogging Forum 2010 Vienna: Die digitale Medienzukunft</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-07/world-blogging-forum-2010-vienna-die-digitale-medienzukunft/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 11:41:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 13. November 2010; 9:00 bis 23:00. ] Am 13. November laden datenschmutz und die A1 Telekom Austria zum World Blogging Forum nach Wien - internationale Top-Blogger diskutieren mit Österreichs Social Media Experten über die digitale Zukunft und die Medien-Etnwicklung der nächsten Jahre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">13. November 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">9:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">23:00</td></tr></table><div style="float:left;background-color:#ededed;padding-right:3px;margin-top:5px;margin-right:9px;width:230px;height:44px;border:2px solid #4a748a;"><a href="http://blog.datadirt.net/2010-07/world-blogging-forum-vienna-2010-the-next-10-years-in-digital-media/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/usa.jpg" alt="usa World Blogging Forum 2010 Vienna: Die digitale Medienzukunft" title="usa" width="64" height="42" style="float:left;margin-right:6px;background-color:#4a748a;padding-left:3px;padding-right:3px;padding-bottom:1px;padding-top:1px;" /></a><small>Dieser Beitrag ist auch <a href="http://blog.datadirt.net/2010-07/world-blogging-forum-vienna-2010-the-next-10-years-in-digital-media/" class="liexternal"><strong>auf Englisch</strong> verfügbar.</a></small></div>
<p>Am 13. November 2010 laden A1 Telekom Austria und datenschmutz zur ersten internationalen Weblog–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konferenz">Konferenz</a> in Wien. Beim <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/world-blogging-forum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with World Blogging Forum">World Blogging Forum</a> 2010 diskutieren Top-Blogger aus verschiedenen Ländern über die Medienwelt von morgen. Auf dem Programm der eintägigen Konferenz steht die Zukunft der digitalen Medienproduktion und –nutzung, ein detailliertes Session-Programm geht demnächst auf wbf2010.at online. Stattfinden wird das WBF2010 (Sie haben es bereits vermutet: #wbf2010 ist auch der offizielle Twitter Tag!) im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/a1-ta/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with A1 TA">A1 TA</a> Hauptquartier in der Lasallestraße 9: dort stehen uns ein großer Saal sowie zusätzlich diverse Konferenzräume für Breakout-Sessions zur Verfügung.</p>
<p>Österreichische Blogger und Pressevertreter sind selbstverständlich herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind allerdings begrenzt: im Lauf der nächsten Monaten werden wir alle verfügbaren Tickets auf verschieden Blogs vergeben. Die ersten 10 Teilnahmeplätze für Schnellentschlossene gibt’s mit dieser Ankündigung — sicher Sie sich gleich ein Ticket für das <strong>World Blogging Forum 2010</strong> in Wien!</p>
<h3 id="toc-10-pltze-frs-world-blogging-forum-2010-zu-vergeben">10 Plätze fürs World Blogging Forum 2010 zu vergeben</h3>
<p>Blogger-Events und Barcamps leben von der Beteiligung aller Teilnehmer: wir wünschen uns aktive Besucher, die sich an den Diskussionsrunden beteiligen und mit uns einen Blick in die Zukunft des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> werfen möchten. Für Catering und Party wird natürlich gesorgt! Wer am 13. November mit dabei sein möchte, beantwortet via Kommentar folgende Frage:</p>
<p><strong>Warum möchten Sie / warum möchtest du am World Blogging Forum 2010 teilnehemen?</strong></p>
<p>Die ersten 10 Spots werden bis zum 15. August vergeben. Achtung: alle Sessions und die folgenden Diskussionsrunden werden in Englisch abgehalten!</p>
<h3 id="toc-worum-gehts-beim-world-blogging-forum-vienna">Worum geht’s beim World Blogging Forum Vienna?</h3>
<p>Technologie-affine Blogger machen sich Gedanken über die Zukunft: noch vor wenigen Jahren bestand das Internet aus statischen Inhalten, in nicht einmal fünf Jahren hat Social Media einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Wie wird sich digitale Multimediawelt in den nächsten 10 Jahren entwickeln? Welche Rollen wird das Internet im täglichen Leben und in der Berufswelt spielen? Beim World Blogging Forum 2010 diskutieren Experten, die sich täglich im Cyberspace bewegen und mit ihren Weblogs zu den populärsten Medienexperten ihres Landes geworden sind, über ihre Ideen zur Zukunft des (mobilen) World Wide Web.</p>
<p>“Die Infrastruktur der Telekommunikationsanbieter ist das Rückgrat der Wissensgesellschaft. A1 Telekom Austria baut aber nicht nur die Netze dafür, wir wollen auch mit Experten auf allen Ebenen darüber sprechen, wie sich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a> und die Medienwelt entwickeln – also für welche Services und Inhalte wir die Datenautobahnen ausbauen,” so Werner Reiter, Pressesprecher des Veranstalters und Hauptsponsors A1 Telekom Austria.</p>
<p>datenschmutz-Stammleser wissen, was für eine einzigartige Erfahrung das World Blogging Forum 2009 in Bukarest für alle Beteiligten darstellte. Ich finde es einfach nur großartig, dass ich gemeinsam mit A1 TA dieses außergewöhnliche Konferenzformat in Wien hosten kann — und zähle auf rege Beteiligung der Locals. Wir werden während des Events einige freiwillige Helfer brauchen, Ideen und Vorschläge sind selbstverständlich hochgradig willkommen. Nähere Details zu Kooperations-Möglichkeiten und Mitarbeit folgen in Kürze auf wbf2010.at!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>ISPA Internet Summit Austria 2010</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-06/ispa-internet-summit-austria-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 07:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 21. September 2010; 14:00 bis 17:00. ] In diesem Jahr beschäftigt sich der Internet Summit Austria 2010 mit Gefahren und Chancen des Internet. Ich habe die Ehre und das Vergnügen, bei der Podiumsdiskussion die Social Media Szene zu repräsentieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">21. September 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">14:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">17:00</td></tr></table><p>Im September lädt der Verein der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> Provider Österreichs, kurz <a href="http://www.ispa.at" class="liexternal">ISPA</a>, zum <a href="http://www.ispa.at/index.php?id=1123" class="liexternal">Internet Summit 2010</a> in den Großen Festsaal der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/universitaet-wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Universität Wien">Universität Wien</a>. Die jährliche Konferenz steht diesmal unter dem Motto <strong>Internet: Chance und Gefahr für unsere Grundrechte</strong>. Dr. Martin Selmayr, als Kabinettchef von EU-Kommissarin Viviane Reding bestens mit der europäischen Informationspolitik vertraut, hält die Keynote. Ich freue mich außerordentlich, bei der anschließenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussion">Diskussion</a> gemeinsam mit Annette Kroeber-Riel von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a>, Dr. Waltraud Kotschy (Datenschutzkommission) und Dr. Hans Peter Lehofer gemeinsam am Podium zu sitzen.<span id="more-4306"></span></p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/isa2010.png" alt="isa2010 ISPA Internet Summit Austria 2010" title="Internet Summit Austria 2010" width="150" height="45" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />In meiner persönlichen Hitparade der Meta-Medienblogger steht <a href="http://blog.lehofer.at/" class="liexternal">Dr. Lehofer</a> seit Jahren unangefochten auf Platz eins: jedem, der sich für die Spezifika (und Absurditäten) des österreichischen Mediensystems interessiert, kann ich die fachkundigen, informativen und mit einer ganz besonderen Prise trockenen Humors versehen Beiträge des Juristen nur wärmstens empfehlen. Aus der offiziellen Ankündigung:</p>
<blockquote><p>Während im Vorjahr die Sozialen Netzwerke und das Urheberrecht im Speziellen diskutiert wurden, wollen wir beim diesjährigen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet-summit-austria/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet Summit Austria">Internet Summit Austria</a> der Bedeutung der Grundrechte – wie etwa das Recht auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/privatsphaere/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Privatsphäre">Privatsphäre</a>, Schutz persönlicher Daten und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/meinungsfreiheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Meinungsfreiheit">Meinungsfreiheit</a> – nachgehen.</p>
<p>Ziel dieser Veranstaltung ist die vertiefte Diskussion des Spannungsverhältnisses der Interessen von Privatpersonen, Wirtschaft und Politik bzw. Gesetzgeber in Bezug auf „Internet und Grundrechte“ sowie ein sachlicher öffentlicher Diskurs über mögliche Zukunftsszenarien.</p></blockquote>
<p>Ich freue mich, in diesem Jahr beim Internet Summit Austria mit dabei zu sein und freue mich auf ein ausgedehntes Schwätzchen beim anschließenden Buffet — und wer weiß, vielleicht lässt sich Hans Peter Lehofer zu einem Interview für den datenschmutz Podcast überreden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist übrigens völlig gratis, eine Anmeldung aber zwingend erforderlich.</p>
<p><strong><a href="http://www.ispa.at/anmeldungen/event/1/504" class="liexternal">Anmeldung zum ISA 2010</a></strong></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ars Electronica Ausstellung: Social Media und Hypertext um 1900</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 21:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 15. Juni 2010 bis 19. September 2010. ] Im Sommer entführt das Ars Electronica Center Besucher zugleich in die Zukunft und die Vergangenheit: visinäre Entwürfe von Medienpionieren des beginnenden 20. Jahrhunderts werden zeitgenössischen Zukunfts-Ideen gegenüber gestellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">15. Juni 2010</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">19. September 2010</td></tr></table><p>Wer weit in die Zukunft schauen will, braucht entweder eine Kristallkugel mit mindestens 10-Megapixel-Chip, oder aber eine scharfe Beobachtungsgabe, die Fähigkeit zur Extrapolation und eine lebhafte Phantasie.  Wie die aktuelle Sommerschau des Ars Electronica Center zeigt,  wurde so manches, was im Fin de siècle wie Science Fiction scheinen musste, technische Realität der Gegenwart. So schreibt Robert Sloss in seinem Essay “Das drahtlose Jahrhundert” 1910 über die Kommunikationsmittel der Gegenwart:</p>
<blockquote><p>Jedermann wird sein eigenes Taschentelefon haben, durch welches er sich, mit wem er will, wird verbinden können. Die Bürger der drahtlosen Zeit werden überall mit ihrem Empfänger herumgehen, der irgendwo, im Hut oder anderswo, angebracht sein wird…</p></blockquote>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/ars-100.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4300]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/ars-100-600x362.jpg" alt="ars 100 600x362 Ars Electronica Ausstellung: Social Media und Hypertext um 1900" title="100 Jahre in die Zukunft" width="600" height="362" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p>Gute Idee… die Sache mit dem Hut, eine geschickt platzierte Antenne müsste zumindest den WLAN-Empfang gravierend verbessern, und wer weiß: wo Pimps noch eine Feder im Hutband stecken hatten, trägt der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geek/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geek">Geek</a> von übermorgen womöglich einen nicht bloß fashionablen, sondern überaus nützlichen Drahtbügel. Aber zurück nach Linz: in der aktuellen Ausstellung <a href="http://www.aec.at/center_exhibitions_area_de.php?id=145" class="liexternal">Die Welt in 100 Jahren — eine Reise in die Geschichte der Zukunft</a> stellt das Ars Electronica Center Linz die Visionen von Vordenkern des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts den Zukunftsentwürfen zeitgenössischer Wissenschaftler und Künstler gegenüber. Klingt augesprochen besuchenswert, und wenn der 2010er-Sommer weiter so regnerisch weitergeht, wie er begonnen hat, kommen Indoor-Aktivitäten ganz besonders gelegen.<span id="more-4300"></span></p>
<p>Im Zentrum des historisch-futuristischen Parts der Ausstellung stehen der mir bislang unbekannte französische Schriftsteller, Zeichner und Karikaturist <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/albert-robida/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Albert Robida">Albert Robida</a> (1848–1926), der in seinem 1891 erschienen Buch über “Das elektrische Leben des 20. Jahrhunderts” nicht nur elektronische Nachrichtenübermittlung, Live-Berichterstattung und Flugobjekte, sondern auch digitale Überwachung, Spams und permanente Reizüberflutung prophezeite.</p>
<p>Der zweite Name dagegen ist mir vertraut — den “Mundaneum” Erfinder Paul Otlet (1868–1944) kenne ich aus <a href="http://www.medienphilosophie.net/publikationen.html" class="liexternal">Frank Hartmanns Büchern</a>. Der Belgier gilt als Vater der modernen Informationstheorie und beschränkte sich keineswegs auf die Theorie, mit dem Nobelpreisträger Henri La Fontaine gründet er 1895 das “Office International de Bibliographie”. Die Ambitionen des Duos reichten weit über eine gewöhnliche Bibliothek hinaus. Das gesamte Wissen der Menschheit sollte gebündelt werden, um es allen zugänglich zu machen und durch bessere “Vernetzung” zukünftige Kriege zu verhindern. Ein Zitat aus dem <a href="http://new.aec.at/press/files/2010/06/Die-Welt-in-100-Jahren_PKUnterlage_gs_final_DE-11.pdf" class="lipdf">Pressetext</a> zur Ausstellung zeigt, dass die beiden Visonäre in der Tat eine Menge <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> Ideen vorwegnahmen:</p>
<blockquote><p>Nach der Weltausstellung von 1910 bietet die belgische Regierung Paul Otlet ein großes Gebäude an – das “Palais du Monde” bzw. “Mundaneum” in Brüssel. Der Versuch ihr Projekt zu “globalisieren” und zwischen 1900 und 1914 in Paris, Washington und Rio de Janeiro weitere “Datenzentren” aufzubauen scheitert, nicht zuletzt an explodierenden Kosten. Das ursprüngliche “Mundaneum” hingegen verfügt 1934 über mehr als 15 Millionen Bücher, Zeitschriften, Fotos, auch schon erste Ton– und Filmdokumente – und die erste analoge Suchmaschine der Geschichte. Mittels der von Otlet entwickelten Universellen Dezimalklassifikation werden nicht nur die Titel der Bibliothek beschlagwortet und kategorisiert, sondern auch alle eingehenden Anfragen (bis zu 1.500 konnten pro Jahr bearbeitet werden). Dabei wurde festgehalten, für welche Informationen sich BenutzerInnen interessieren, um daraus Aussagen über die Relevanz der Dokumente zu erlangen und die Antworten auf die Suchanfragen zu optimieren. Aufgrund dieser ausgeklügelten Kategorisierung bzw. “Verlinkung” und der Idee, Daten in einem zentralen Netzwerk zu speichern, gilt Paul Otlet als der Urvater des Hypertexts und Vordenker des Internets. Zukunftsweisend nimmt er Entwicklungen wie Web 2.0, Social Media und User Recommender Systems  vorweg.</p></blockquote>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ted_Nelson" rel="nofollow" class="liwikipedia">Ted Nelson</a> hat zwar den Terminus “Hypertext” geprägt, aber Meister Otlet war eindeutig früher dran, scheiterte aber  teils an explodierenden Kosten, teils an fehlenden Technologien. Besonders bitter: 1940 wird das ehemalige Mundaneum für eine Ausstellung über Nazi-Kunst geräumt, dabei zerstören die Besetzer 67 Tonnen Dokumente. Frank Hartmann hat mir kürzlich dieses Handy-Foto geschickt, es zeigt einen von Paul Otlets Original-Karteikästen:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/otlet.jpg" alt="otlet Ars Electronica Ausstellung: Social Media und Hypertext um 1900" title="Paul Otlets Karteikasten" width="600" height="458" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Der futuristische Teil der Ausstellung läuft unter dem Titel “Next Ideas”, gezeigt werden diverse Projekte von “the next idea” Stipendiaten. Seit 2004 fördern voestalpine und Ars Electronica mit diesem Programm technologische und wissenschaftliche Innovation, denn visionäre Ideen haben es nun mal an sich, dass sie ihrer Zeit ausgesprochen weit voraus sind. So mag Cesar Haradas autarke, schwimmende Siedlung auf dem offenen Meer (hoffentlich ohne Kevin Costner) heute noch unmachbar scheinen, aber das hätten die meisten seiner Zeitgenossen damals wohl auch über Otlets Ideen gesagt.</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong> Ars Electronica Presse-Service / Frank Hartmann</small><br />
<hr />
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 14:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute vormittag kündigte die Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek eine Private-Public-Partnership im Wert von 30 Millionen Euro an: Google wird den gesamten rechtefreien Bestand der ÖNB in den nächsten 6 Jahren digitalisieren - das sind rund 400.000 Bücher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/400-000/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with 400.000">400.000</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buecher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bücher">Bücher</a> aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek sind frei von Urheberrechten. Sind seit dem Todestag des Autors mindestens 70 Jahre vergangen, dürfen die betreffenden Werke frei verbreitet werden, doch die Digitalisierung historischer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buecher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bücher">Bücher</a> verursacht immense Kosten. Diese übernimmt im Rahmen der bisher größten österreichischen Public-Private <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a>–Partnerschaft der Suchmaschinenriesen Google: der längst zur internationalen Medienmogulerie gewachsene Konzern bezahlt für die systematische Transformation von Zellstoff und Tinte in Nullen und Einsen gigantische 30 Millionen Euro. In sechs Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein, 2016 wird der gesamte “Open Source” Bestand der Bibliothek der Öffentlichkeit online zur Verfügung stehen, im Volltext und samt Suchfunktion.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-1-600x390.jpg" alt="oenb 1 600x390 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek" width="600" height="390" style="border:1px solid orange;" /></a>
<div style="font-size:0.8em;color#333333;text-align:center;">Pressekonferenz im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek.</div>
</div>
<p>Heute Vormittag präsentierten ÖNB-Direktorin Dr. Johanna Rachinger, Projektleiter Max Kaiser, Google-Österreich Geschäftsführer Charly Pall und Google-Buchsuche Chefin Annabella Weisl  den Digitalisierungs-Fahrplan einer ausgesprochen interessierten Journalistenrunde, und  trotz aller sonstigen  Bedenken gegen die Quasi-Monopolstellung der “Datenkrake” Google kann ich der Generaldirektorin zu dieser genialen Kooperation nur gratulieren.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-5.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-5-600x306.jpg" alt="oenb 5 600x306 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="ÖNB Pressekonferenz" width="600" height="306" style="border:1px solid orange;" /></a>
<div style="font-size:0.8em;color#333333;text-align:center;">Max Kaiser, Johanna Rachinger, Annabella Weisl und Karl Pall.</div>
</div>
<p><span id="more-4250"></span></p>
<p>In der Digitalisierung der rechtefreien Bestände sehe ich keinesfalls einen Paradigmenwechsel, denn Ziel und Aufgabe der ÖBN ist es ja nicht bloß, Schriften zu archivieren, sondern den Bestand der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So kann man sich beispielsweise schon in den letzten 100 Jahren jeden einzelnen Band, der im beeindruckenden Prunksaal der Bibliothek steht, nach vorheriger Anmeldung ausheben lassen. <strong>Doch das digitale Archiv lässt nicht nur die Notwendigkeit der Vor-Ort-Präsenz wegfallen, es erschließt den Textkorpus auf eine völlig neue Weise, die nicht nur Historiker und Literaturwissenschaftler begeistern wird!</strong></p>
<p>Dass die technischen Voraussetzungen für ein solches Projekt alles andere als trivial sind, dürfte jedem klar sein, der schon einmal mit einer OCR-Software zur Texterkennung gearbeitet hat. Ein großer Teil der Bücher aus dem 16. bis 19. Jahrhundert ist in Frakturschrift gedruckt, die Druck-Qualität erschwert die Aufgabe zusätzlich. Google hat allerdings in den letzten Jahren die entsprechenden Tools und Verfahren entwickelt. Im konkreten Fall werden die Werke mit Zustimmung des Denkmalamts nach <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bayern/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bayern">Bayern</a> gebracht und dort erfasst, einigen Jahren sollen alle <a href="http://www.zeilenreich.de" class="liexternal">Bücher online</a> sein.</p>
<div style="float:left;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-3-300x154.jpg" alt="oenb 3 300x154 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Historisches Buch" width="300" height="154" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<div style="float:right;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-6.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-6-300x160.jpg" alt="oenb 6 300x160 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Sammlung der ÖNB" width="300" height="160" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<div style="clear:both;margin-bottom:15px;"> </div>
<p>Ob die fertig digitalisierten Werke laufend oder in mehreren Tranchen veröffentlicht werden, steht noch nicht fest. 2016 sollen dann alle 400.000 Bände zur Verfügung stehen, und die eine oder andere Überraschung schloss Projektleiter Kaiser dabei nicht aus. Immerhin geht mit der Digitalisierung auch eine komplette Neu-Inventarisierung des historischen Bestands einher, und wer weiß, ob nicht frühere Archivare den einen oder Band in ihren Inventaren übersehen haben.</p>
<p>Eine Frage beschäftigte die Journalisten auf der Pressekonferenz ganz besonders: ob die ÖNB etwa plane, zukünftig auch Werke zu digitalisieren, die nicht frei von Urheberrechten seien? Johanna Rachinger verneinte allerdings diesbezügliche Pläne entschieden und verwies auf einen weiteren wichtigen Aspekt: im Falle einer physischen Beschädigung der wertvollen Originale bleibt zukünftig zumindest das digitale Archiv erhalten. Apropos physisch: Sowohl Google als auch die ÖNB hosten jeweils eigene Kopien der digitalisierten Werke.</p>
<div align="center" style="clear:both;margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-7.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-7-600x400.jpg" alt="oenb 7 600x400 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Österreichische Nationalbibliothek" width="600" height="400" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<h2 id="toc-warum-zahlt-google">Warum zahlt Google?</h2>
<p>Natürlich tauchte auch die Frage nach allfälligen Monetarisierungsmodellen auf. Annabella Weisl versicherte, dass keinerlei Werbe-Einbindung in historische Bücher geplant, sondern das Digitalisierungsprojekt vielmehr im Gesamtkontext von Googles Strategie zu verstehen sei. Ob tatsächlich früher oder später AdWords in den Schriften Prinz Eugen auftauchen, wird die Zukunft zeigen — das hängt letztendlich wohl nur von der Conversion-Rate ab, und die stelle ich mir in diesem Fall nicht sehr hoch vor.</p>
<p>Allerdings schafft ein umfassendes Angebot von Gratis-Büchern einen gewaltigen Mehrwert für diverse Verlags-artige Aktivitäten. Google hat ja nicht nur den <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/die-zukunft-der-fernsehwerbung/" class="liinternal">Longtail der Fernsehwerbung</a> erschlossen, sondern plant unter dem Namen “Google Editions” ein eigenes Buchprogramm, über das Annabella Weisel am 10. Juni mit dem <a href="http://www.boersenblatt.net/386053/" class="liexternal">Börsenblatt</a> gesprochen hat.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Öffentlich-rechtlicher Einrichtungen, die mit Steuergeldern finanziert werden, sollten ihren Financiers, sprich den Bürgern, einen möglichst hohen Mehrwert bieten. Gerade Bibliotheken und Datenbanken (“Open Data” wär da ein anderes Stichwort) bieten sich durch das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> fantastische Möglichkeiten; die im Kontext mit Google mittlerweile nahezu reflexartig vermutete Gefahr sehe ich bei diesem Projekt ganz und gar nicht, dafür aber einen gewaltigen gesellschaftlichen Mehrwert. Zwei Daumen noch! Ich freu mich schon auf ausgedehnte virtuelle Spaziergänge durchs literarische Spätmittelalter <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog1.gif' alt="frog1 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" class='wp-smiley' title="Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" /> </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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