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Archiv für die Kategorie „ökonomisch“

Gapminder.org: Neues Interface

Berühmtheit in der Netz-Community erlangte Hans Rosling durch seine TED-Vorträge über Weltgesundheit und Demographie. Zur Visualisierung seiner Thesen entwickelte der schwedische Professor für Internationale Gesundheit eine Software namens Gapminder, die auf elegante Weise elementare Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen, demographischen und gesundheitlichen Parametern veranschaulicht.

gapminder Gapminder.org: Neues Interface

Diese Woche präsentiert Hans Rosling eine überarbeitete Version der Online-Version Gapminder.org mit einem verbesserten Interface, zahlreichen neuen Funktionen und Ressourcen speziell für Lehrkräfte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Video-Podcast: Interview mit Matthias Lüfkens

Matthias Lüfkens hielt am eDay 2010 vergangene Woche die Keynote: der Social Media Experte des World Marketing Forum Davos rät Unternehmen, auf die eigenen Mitarbeiter als wertvollstes Web 2.0 Kapital zu setzen und sich nicht von (weitgehend unbegründeter) Angst vor negativen Konsequenzen und Kontrollverlust zu fürchten.

Im Video-Interview, das sich *kein* Social Media Berater (und die gibt's mittlerweile ja wie Sand an der Strandbar Hermann) entgehen lassen sollte, erzählt Matthias, den ich beim World Blogging Forum in Davos kennen gelernt habe, worauf Unternehmen bei ihren Social Media Marketing Aktivitäten achten sollten und woher der Trend-Wind 2010 weht:

http://www.vimeo.com/10050937
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Agentur.Biz: Digital Affairs legen heute los

Digital AffairsJudith Denkmayr, "in der Webszene als Linzerschnitte bekannt", wie das Wirtschaftsblatt schreibt (datenschmutz-Lesern als Ko-Autorin des Blogistan-Panoptikums im Gedächtnis) und Gerald Bäck gründeten gemeinsam die Social Media Agentur Digital Affairs - ab sofort Österreichs führende Full Service Agentur für erfolgreiches State-of-the-Art Social Media Marketing.

Neben den beiden Geschäftsführern sind PR-Guru Dietmar Ecker, Gründer und Chef von Ecker und Partner ebenfalls mit 30% und Markus Höfingers PXP mit 10% an der neuen Agentur beteiligt. Schwerpunkt der Firmenstrategie ist es, Firmen den kommerziellen Nutzen sozialer Netzwerke näher zu bringen und effiziente Marketing-Lösungen fürs Web 2.0 zu entwickeln. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kärnten, Land der Yachten und Privatjets

So einfach kann sich ein Föderalstaat von einzelnen Bundesländern nicht trennen: so hielt Restösterreich der Backhendl-Hochburg Steiermark auch während der Hühnergrippe-Hochblüte die Treue, wollte Vorarlberg partout nicht den Helvetiern als Danaergeschenk überlassen und nie war die Rede davon, im Zuge diverser niederösterreichischer Kellerbesichtigungen die Pröll'schen Ländereien zu einem selbständigen Lehensgut zu machen. Doch kaum überzieht ein ohnehin schon weit (rechts) außen stehendes, "armes" Bundesland sein Budget ums Neunfache, fordern Spötter den Verkauf Kärntens um einen symbolischen Euro an Slowenien.

Man erschlüge gleich mehrere Delinquenten mit einer großen Klappe, KF dürfte endlich wieder Zloz heißen, der Ortstafelstreit wäre schlagartig beendet und die Prölls müssten kein weiteres Schwinden politischen Kapitals befürchten. Allein Slowenien wird nicht wollen mögen: so ein 18-Milliarden-Defizit kann sich nur ein sehr reicher Staat leisten.

Für Nicht-Österreicher ein paar Fakten: die Hypo-Alpen-Adria-Bank hat unter anderem viele viele Yachten und Jets finanziert. Weder die Leasing-Papiere noch die Fahrzeuge sind auffindbar. Fest steht: irgendwie haben der Haider Jörgl und seine Kärntnerbuberl das Unmögliche vollbracht und ihre Hausbank mit der 9fachen Summe des Kärntner Landesbudgets verschuldet. Darob hub kürzlich ein großes Heulen und Zähneknirschen an, denn die "Zukunftsfond-Finanzpolitik" kostet, dank "unvermeidlicher" Bankenrettung, jeden steuerpflichtigen Österreicher mindestens €1.500,-.

Wir sind anscheinend ausreichend sozio-kommunistisch geprägt, um jedes noch so marode Unternehmen um jeden noch so absurden Preis retten zu müssen. Wäre es mir gelungen, mit derselben Kreativität, die Kärntner Finanzpolitik an den Tag legte, die datadirt media group in den letzten 10 Jahren um 20 Milliarden zu verschulden, müsste ich in diesem Land wohl nie mehr Angst vor Banken, Finanzamt und Co. haben: der Staat täte sich beeilen, mich zu retten, um meinen Arbeitsplatz zu sichern. Diesen Beitrag weiterlesen »

Urheberrecht: Erleichterung statt Restriktion

Im Vergleich zur turbulenten Ära von 98 bis 2003 ist die Debatte um die finale Zerstörung der menschlichen Kultur durchs Urheberrechtsverletzungen wieder vergleichsweise still geworden: war Napster noch der Byte-gewordene Gott-sei-bei-uns der Plattenindustrie, hat ein amerikanischer Apfelhändler via iTunes den Netzmusikverkauf profitfähig gemacht (wenn auch über den Hardware-Umweg), seit kurzem zeigt Buchhändler Amazon Verlagen, wie man untote Bäume auf ePaper ausliefert.

Der eine oder andere Murdoch sagt zwar njet, ab und zu wird eine Piratenbucht verklagt, doch der Hype um die Besserung der Welt qua Social Media lenkt temporär den Blick ab vom, wie Frank Hartmann in seiner hervorragenden Analyse Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit auf Telepolis schreibt, "mehr oder weniger offen ausgetragenen Kulturkampf". Diesen Beitrag weiterlesen »

Sonja Sackmann: Nicht gelebte Unternehmenswerte werden zur Farce

Das zweite Video aus der Serie von "In-the-field"-Podcasts, die ich im Rahmen der Identitat09 Konferenz aufgenommen habe, beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Markenwerten und Mitarbeitern. In Ihrer Keynote betonte Sonja Sackmann die Wichtigkeit des Dialogs mit den Mitarbeitern. Prof. Sonja Sackmann ist Vorstand des Instituts für Personal- und Organisationsforschung an der Universität der Bundeswehr München. Ihre Keynote trug den Titel Unternehmenskultur und ihre Rolle beim internen Branding - selbstverständlich habe ich die Gelegenheit benutzt und die Expertin nach der Rolle von Web 2.0 Tools (z.B. firmeninternen Wikis) bei diesen Prozessen befragt:


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LaFraise bei Zanox + 10-Euro-Gutschein für schnelle Tweeper

www.laFraise.comVon Beginn an integrierte der französische T-Shirt Contest LaFraise ein Affiliate-System. Für getätigte Bestellungen gab es bisher 10% Provision in Form von Einkaufsgutscheinen, bei LaFraise "brouzoufs" genannt. Doch seit dieser Woche gibt's für deutschsprachige Affiliates eine wesentlich bessere Gelegenheit, LaFraise Produkte zu vermarkten und zwar via Zanox - mit sehr ansprechenden Werbemitteln und saftigen 20% Provision.

www.laFraise.com

Ich bin seit über zwei Jahren äußerst zufriedener Kunde, mit Ausnahme einiger datenschmutz-Shirts besitze ich mittlerweile fast ausschließlich LaFraise Shirts. Das Konzept eines permanent laufenden Wettbewerbs sorgt für unglaublich abwechslungsreiches Programm, egal für Männlein oder Weiblein, egal ob mit hohem Geek-Faktor und/oder elegant. Wohl kein anderer Shirt-Designer hat eine so kurzfristige und rasch wechselnde Produktpalette wie LaFraise, denn alle Tees werden in streng limitierter Auflage von insgesamt 500 Stück bedruckt, und das in hervorragender Qualität auf American Apparel Rohware.

www.laFraise.comAktuelle Shirts kosten rund 19 Euro, häufig gibt's Restbestände wesentlich günstiger. Einkäufer sollten sich außerdem nach aktuellen Promo-Coupon Aktionen umschauen, die Twitter LaFraise seit neuestem auch auf Twitter. Mit dem aktuellen Gutscheincode (einzugeben bei der Bestellung) erspart man sich beispielsweise die Versandgebühr von EUR 3,-. Der aktuelle Code lautet: TW1TT3R04 kA, wie lange der gültig bleibt - heute jedenfalls definitiv, ich hab mir gerade ein Shirt bestellt, und zwar dieses wunderschöne Motiv:

halleluja

Zusätzlich verlost LaFraise derzeit unter allen registrierten Usern Brouzoufs - wer mitmachen will, folgt auf Twitter @lafraise und schickt ein Antwort-Tweet mit LaFraise-Usernamen und Link zum Lieblingsshirt. Die ersten 1000 Followers erhalten je 1.000 brouzoufs, das entspricht einem Einkaufsgutschein von EUR 10,-. Und: rasch folgen, 950 User sind dem Aufruf bereits gefolgt.

 LaFraise bei Zanox + 10 Euro Gutschein für schnelle TweeperLimitierte Designer T-Shirts für 19 EUR - laFraise.com

IDENTITAT09: Die Liveberichterstattung

identitat IDENTITAT09: Die LiveberichterstattungUm 10:00 Uhr begrüßten die Identitäter die Besucher der IDENTITAT09, organisiert von der Internal Branding Agentur Identitäter und den Eventexperten Happy&Ness. Agenturchefin Karin Krobath eröffnete den ersten Tag mit einer Anekdote: eine Journalistin hatte ihre Firma fälschlich als "International Brand Management Agency" bezeichnet. Doch der Stellenwert des Konzepts "Internal Branding" ändert sich nicht zuletzt durch Learnings aus mehr oder weniger erfolgreichen Social Media Aktivitäten derzeit rasend schnell. Den Kongressteilnehmern werden derzeitige Verwechslungen jedenfalls nicht mehr passieren! In den nächsten zwei Tagen berichten Dieter Rappold, Geschäftsführer von Knallgrau, und ich (in unserer Doppelfunktion als Social Media Experten und "sogenannte" Blogger) auf Einladung der Veranstalter live von der Konferenz berichten.

Ich hab mich sehr über die Einladung gefreut - die Location auf der Spitze des Kahlenbergs rockt, die Terrasse bietet großartigen Ausblick auf Wien und die Möblierung des Vortragsraums mit runden Tischen (as opposed to "Hörsaalbestuhlung") finde ich sehr angenehm. Im Lauf des Tages werde ich diesen Beitrag mit aktuellen Eindrücken von der Identitat09 ergänzen.

offizielle Homepage | Identitäter | Happy&Ness

Konferenzprogramm (pdf-Format)

#IDENTITAT09 im Social Web:

Twitter: @sierralog über #IDENTIAT09 | @datadirt über IDENTIAT09 | alle Tweets mit "identitat"
Facebook: Identitat09 Fotogallerie

internal branding1 IDENTITAT09: Die Liveberichterstattung

Update 11:10 Uhr
Die erste Keynote von Dr. Holger Schmidt ging gerade zu Ende - Fazit seines Vortrags: Mitarbeiter sollen sich markenform verhalten, die Markenkernwerte in einer "Bibel" niedergelegt werden. Um dieses markenkonforme Verhalten zu enablen, stehen mehrere "Hebel" zu Verfügung, wichtig ist hier in erster Linie längerfristige Konsistenz. Wie sich das ganze dann in der Praxis gestaltet, werden wir in den folgenden Praxisrunden wohl ausführlich erfahren. Substanziell Neues gab's nix, dafür ausreichend Buzzwords: Eröffnungsmission erfüllt!

Update 14:55 Uhr
Johannes Gutmann vom Waldviertler Bio-Hersteller Sonnentor gab seiner Keynote den launigen Titel "Vom Kräuterspinner zum Kräuterwinner". Wenn jemals der Begriff "Authentizität" im Business-Kontext seine Berechtigung hatte, dann um den sympathischen Geschäftsführer treffend zu beschreiben: so, wie Johannes anekdotisch die Gründung seiner Firma nacherzählt (die mittlerweile 80% ihres Umsatzes im Export erzielt), wird klar: erfolgreiches Internal Branding bedeutet, Mitarbeiter auf inhaltlicher und emotionaler Ebene zu involvieren und vor allem, an das eigene Produkt zu glauben - und diesen Glauben auch glaubwürdig an Geschäftspartner vermitteln zu können: sozusagen die Gegenthese zum exaltiert gelebten Zynismus.

Einer der Kernpunkte dabei: zum Firmenstart hatte der Gründer wesentlich zuwenig Kapital für eigene Lagerräume. Also instruierte er seine "externen Mitarbeiter" sorgfältig und ließ sie die Kräuter, an denen das Waldviertel sehr reich ist, selbst sammeln, trocknen und nach Sonnentor-Mixturen mischen. Mehr Bezug zum eigenen Produkt ist in der Tat kaum möglich - und wer schon länger Sonnentor-Tees trinkt, weiß aus eigener Erfahrung, wie gut dieses Qualitätsmanagement funktioniert. Aus der kleinen Firma ist längst ein veritables Unternehmen geworden und bietet neben den Krätuer-Produkten inzwischen auch touristische Erlebnisse ("Kräuterpfad") und weitere Bio-Produkte an. Johannes Gutmann im O-Ton: "Design trifft Tradition - wir schaffen spannenden Spagat zwischen traditionellen und modernen Elementen." Toller Vortrag - im Anschluss an die Diskussion geht's mit der zweiten Workshoprunde weiter!

IDENTITAT09 - Tag 2

Den zweiten Tag der Konferenz eröffnete Sonja Sackmann mit einem Vortrag über Unternehmenskultur und ihre Rolle beim internen Branding. Spannende gestaltete sich für mich die Diskussion im Anschluss, bei der schnell die Frage auftauchte: Wie soll man mit Mitarbeitern umgehen, die sich mit den Unternehmens-Kernwerten nicht anfreunden können/wollen? Die Vortragende scheint an das Gute im Menschen zu glauben, rät zur Identifikation von No-Gos und zum Suchen des Dialogs - falls die schwarzen Schafe schon da sind - ansonsten sollte man sie besser erst gar nicht einstellen. Internal Branding als Tool fürs Human Ressource Management? Auch ein interessanter Ansatz!

In der Workshoprunde hörte ich mir Frau Leebs Präsentation über den Familienbetrieb Hochschober an: das auf 1.800 Meter gelegene Hotel sieht sich als Ferieninstitution und verweigert standhaft den allgegenwärtigen Wellness-Trend - statt eines 08/15 Dampfbads gibt's allerdings ein stilchechtes türkisches Dampfbad - wohl der einzige Hamam auf dieser Seehöhe. Die Geschäftsführerin sieht Investition in Mitarbeiterausbildung als essentiell an und bietet Incentives, die das Hochschober trotz der vergleichsweise abgeschiedenen Lage zum äußerst attraktiven Arbeitgeber machen.

Am Nachmittag durfte dann dem Spieltrieb (fast) freier Lauf gelassen werden: in einer Kurzversion eines Seminars, bei dem Manager ihre haptischen Fähigkeiten aktivieren sollen, bauten wir 3dimensionale Psychogramme und gründeten diverse Waschmittelfirmen - eine äußerst kurzweilige Nachmittagsgestaltung.

Fazit: Die zwei Tage vergingen sehr rasch - für mich persönlich gab's einige neue Inputs, und die diversen Video-Interviews, die ich während der Identitat09 aufgenommen habe, harren noch des Scheideprogramms - da kommt noch einiges nach :-) Herzlich Dank an diese Stelle an die Identitäter für die Einladung - von mir aus 2010 gerne wieder! :mrgreen:

Amazon bietet DRM-freie mp3s an

ammp3 Amazon bietet DRM freie mp3s anSeit gestern gehört auch Deutschland zum Reigen jener Ländern, in denen Branchenprimus Amazon Musik nicht mehr nur auf Silberscheibe oder Vinyl verkauft: ein riesiger Portfolio hochwertiger 256kBit Files stehen direkt auf der Webseite bereit. Für den One-Click-Einkauf ist die Installation des Amazon-mp3-Downloaders (verfügbar für XP, Vista, Mac und Linux) zwingend erforderlich. Austria-Surfer bleiben aber einmal mehr außen vor, aber wird sind's ja gewohnt. Vordergründig übernimmt die Software den Download ganzer Alben sowie das Importieren in die iTunes Bibliothek - was die Software im Hintergrund tut, wissen bloß der Geier und die Musikindustrie.

Letztere ist in punkto Wasserzeichen und Konsumentenkriminalisierung in den letzten 10 Jahren ja nicht gerade durch Zimperlichkeit aufgefallen; da wundert man sich direkt, dass Amazon seinen Verkauf überhaupt ohne DRM starten durfte. Der Beschreibungstext weist gleich mal auf "lokale Besonderheiten" hin:

amazonmp3 Amazon bietet DRM freie mp3s an

Tatsächlich konnte ich keine Songs in den Einkaufswagen legen. Zwar tauchte keine Fehlermeldung auf, aber die Songs schienen einfach nicht auf. Erst nach Installation der Software und einem One-Click-Verkauf wurde Amazon ein wenig gesprächiger:

Bitte beachten Sie: Tut uns leid. Ihre Bestellung konnte nicht verarbeitet werden, da das gewünschte Produkt geografischen Einschränkungen unterliegt. Weitere Informationen zu den geografischen Einschränkungen finden Sie in den Nutzungsbedingungen zu diesem Produkt. Wir entschuldigen uns für Unannehmlichkeiten, die Ihnen möglicherweise hieraus entstanden sind.

Nur der Schelm glaubt, dass wir Alpenrepublikaner durch solche Actions Piratebay & Co. in die Arme getrieben werden. Bin gespannt, ob sich die Amazon-Rechtsabteilung wegen der paar Bewohner überhaupt die Verhandlungen mit AKM, AUME und Co. antut.

Affiliates freuen sich

Affiliate-Experten wissen, dass ein sogenannten "Medienbruch" die Conversion beträchtlich verschlechtert. Verkauft ein trusted merchant wie Amazon digitale Güter, so steigt automatisch die erzielbare Conversion Rate - Deeplinks auf einzelne Alben bzw. Tracks sind schon jetzt möglich, an einem mp3-Widget wird mit Hochdruck gearbeitet. Musik ist ein dankbarer Rohstoff - allen Unkenrufen zum Trotz geben ausreichend viele User durchaus Geld für Beschallungsinhalte aus, sofern die Convenience stimmt. Mit anderen Worten: hier tut sich meiner Meinung nach eine sehr lukrative neue Einnahmequelle für alle Internetseiten mit Popkultur-Bezug auf!

Startseite: Amazon mp3-Downloads

Mein vorletztes Posting hier: Ich habe datenschmutz verkauft!

Bei diesem Posting handelt es sich um meinen Aprilscherz 2009 - natürlich habe ich, wie die meisten auch sofort richtig erraten haben, mein Blog nicht verkauft. Und auch absolut keine Pläne in diese Richtung!

Ja, ich hab's getan. Ich habe meinWeblog gestern verkauft - nach knapp drei Wochen nicht übermäßig zäher Verhandlungen einigten sich der neue Käufer und ich auf einen für beide Seiten mehr als erfreulichen Betrag, den ich auf "regulärem Weg" mit diesem Blog jedenfalls in den nächsten drei Jahren unmöglich verdienen könnte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Robert Basic: ohne die Ermutigung durch Deinen erfolgreichen Verkauf hätt' ich mich nie getraut, die Sache bis zum Ende durchzuziehen. Aber die Taube ist Sack ist bekanntlich besser als der Spatz am Kirchturm und die Zahlen am Vertrag bloß ein Ergebnis der Verhandlungskunst. Heute hab ich ein kurzes Videostatement aufgenommen, um alle etwaigen Fragen zu klären - es wird nicht mein letzter Videopodcast sein, der Vimeo-Account bleibt mir schließlich:

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Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie

31. März 2009
14:00bis20:00

kreoek Symposium: Das Versprechen der kreativen ÖkonomieOn short notice: bereits morgen, am 31. März, findet im großen Sendesaal des RadioKulturHauses (Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien) das von Ina Zwerger und Armin Medosch organisierte Ö1 Symposium "Creative Cities" statt. Bei freiem Eintritt lädt die Ö1 Wissenschaftsredaktion zu einer hochkarätig besetzten Reflexion der immer wieder gern zitierten Utopie, Kunst und Wirtschaft täten sich vertragen wollen können.

Anlass ist nicht zuletzt das von der EU 2009 ausgerufene "Jahr der Kreativität und Innovation" (ich freu mich schon aufs "Jahr der Einfallslosigkeit und des Rückschritts") und die große Hoffnung, welche Regierungen weltweit in die "Creative Industries" setzen. Die Veranstalter fragen im Einladungstext nicht ganz unsuggestiv, ob möglicherweise eine neues intellektuelles Proletariat entstünde, eine Art "Tagelöhnertum im Web 2.0":

Arbeitsplätze – so wird suggeriert – schafft man sich selbst, im "Home Office", im virtuellen Netzwerk. Befristete "Projekte" ersetzen immer öfter den Job auf Lebenszeit. Lebenslanges Lernen soll die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Doch von der Wertschöpfung der "Ideenwirtschaft" profitieren nur ganz wenige, meist große Unternehmen der Kulturindustrie. Das durchschnittliche Einkommen der "Cultural Workers" ist sehr gering.

Das klingt mir zwar alles gar ein wenig negativ: ein "lebenslanger Job" wär meine persönliche Hölle, und wenn der Tagessatz stimmt, dann bin ich liebend gern vortragender oder coachender Tagelöhner. Und ja, meinen "Home Office" Arbeitsplatz hab ich mir tatsächlich selber geschaffen - vor 20 Jahren wär's schlicht undenkbar gewesen, mit einem digitalen Produktionsstudio um rund 10k Euro mit "professionellen" Corporations zu konkurrieren. Aber andererseits bin ich ja auch kein freischaffender Künstler, sondern freischaffender Marketing-Berater und "geringes Einkommen" liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, aber ich kann mich definitiv nicht beschweren :mrgreen: Doch weiter im Text:

Was macht diesen Lebensentwurf dennoch attraktiv? Ist es die Vorstellung, aus dem Hobby einen Beruf zu machen? Ist es die Hoffnung auf Ruhm? Oder einfach der Mangel an Alternativen? Muss nun "jeder ein Künstler" werden, frei nach Joseph Beuys? Oder müssen alle Künstler/innen ins Betriebswirtschaftsseminar? Und ist nicht der Zwang zur ökonomischen Verwertbarkeit für das kreative Schaffen letztlich kontraproduktiv? Lässt sich Innovation auf Knopfdruck herstellen? Vor welchen Herausforderungen stehen Kunstförderung und Aus- und Weiterbildungsinstitutionen?

Diese versuchen unter anderem Martin Netzer von der Sektion Erwachsenenbildung des BM für Unterricht und Kunst, Richard Barbrook von der Westminster University London, Diedrich Diederichsen, das kulturwissenschaftliche Aushängeschild Berlins, Geert Lovink vom Amsterdamer Institute of Network Cultures und Inke Arns vom Hartware MedienKunstVerein Dortmund in ihren Referaten zu klären. Der erste Teil des Programms hat für mich durchaus einen gewissen Zeitreise-Aspekt: soweit ich mich erinnere, diskutieren die üblichen Verdächtigen die gleichen Themen seit Mitte der Neunziger, damals noch vorwiegend auf der nettime-Mailingliste. Seither hat sich die Situation - je nach persönlicher Einschätzung - drastisch verbessert oder verschlechtert, eines ist jedenfalls klar: in Zeiten der Wirtschaftskrise erhöht sich das Interesse ans Kapital-/Liberalismuskritik beträchtlich. Wird jedenfalls sicherlich ein spannender Nachmittag, den ich aber leider ob Creative-Industry-Business-Stress nur teilweise werde verfolgen können. Genauere Details finden Kurzentschlossene Besucher Programm-PDF.

Last.fm beginnt zu kosten

lastfm Last.fm beginnt zu kostenEs war bloß eine Frage Zeit - gestern gabt Last.fm am offiziellen Blog bekannt, dass man ab sofort beginnen werde, von Hörern in den meisten Teilen der Welt monatliche Gebühren fürs Radiohören einzuheben. 3 Euros sind zwar im unteren Preis-Segment angesiedelt, trotzdem sehe ich die Umstellung mit Skepsis, da das Angebot an frei verfügbaren Streaming-Angeboten schlichtweg riesig ist.

Klar, Kundenbindung, Gewöhnung an die Seite und ähnliche "Convenience-Faktoren" werden Besitzer Yahoo helfen, einen gewissen Prozentsatz der Community in zahlende Kunden zu konvertieren. Allerdings vermute ich, dass diese Zahl vergleichsweise niedrig liegen wird, was zumindest eine konsequente Fortführung der neuen Yahoo-Firmenphilosophie von effizienter Selbst-Demontage voll und ganz entspräche. Die Nutzung der restlichen Features bleibt weiterhin gratis:

In all other countries, listening to Last.fm Radio will soon require a subscription of €3.00 per month. There will be a 30 track free trial, and we hope this will convince people to subscribe and keep listening to the radio. Everything else on Last.fm (scrobbling, recommendations, charts, biographies, events, videos etc.) will remain free in all countries, like it is now.

Interessanterweise dürfen Deutsche, US-Amerikaner und Engländer weiterhin gratis zuhören - in diesen Ländern verzichtet last.fm auf die Einhebung der Subscription Fees - über die Gründe gibt das offizielle Statement keine Auskunft.

Der immer wieder mal gern zitierte Vergleich mit Privatradios hinkt übriges: denn während es Energy, 88,6 und anderen akustischen Umweltverschmutzern recht gut gelingt, den Sendebetrieb mit Werbung zu finanzieren, sind die Last.fm Streams frei von Konsumenteninformationen. Ob die 7 Millionen Tracks für ausreichend viele User ein Grund sein werden, 36 Euros im Jahr abzudrücken, muss die Zukunft zeigen. Ich habe Last.fm bisher kaum genutzt und werde meine Streaming-Bedürfnisse auch in Zukunft mit Blip.fm und meinem grandios relaunchten Favoriten play.fm abdecken.

KK re-publiziert ein paradigmatisches Buch

nurules KK re publiziert ein paradigmatisches BuchKevin Kelly, Ober-Schwärmer und netz-paradigmatischer Guru veröffentlicht sein legendäres Büchlein New Rules for the New Economy - Radical Strategies for a Connected World aus Anlass des 10jährigen Publikationsjubiläums erneut. Inhaltlich bleiben die einzelnen Kapitel völlig unverändert, allerdings erscheint die Neufassung Stück für Stück in Form eines Blogs. Neben Paul Anderson, seines Zeichens Erfinder des Longtail-Modells, und Timothy O'Reilly gehört KK zu den wichtigsten pragmatisch-visionären Vordenkern des Web 2.0.

Das erste Kapitel "This new Economy" ist bereits vollständig online, der Rest folgt in den nächsten Tage und Wochen unter www.kk.org/newrules/blog/. Wer seinerzeit zu geizig für den US-Import oder zu ehrlich für den illegalen eBook-Download war, kann beruhigt den Feed abonnieren: mit seinen Visionen von unsichtbarer Technologie, grundlegend veränderten Märkten, den "Swarm" bzw. die "Cloud" lag Kelly in vielen Punkten richtig, für das allseits beliebte Auf Amazon ist die deutschsprachige gebundene Ausgabe KK re publiziert ein paradigmatisches Buch um wohlfeile EUR 2,99 zu haben - das nennt man dann wohl Informationsinflation. Die Verfasser neuer Social Media Bullshit Bingo Varianten freuen sich über viele neue Buzzwords. Wenn ich auch mit Kelly's blindem Vertrauen in den Grundsatz "das statistische Mittel wird's schon richten" nach wie vor nur immens eingeschränktes Vertrauen habe:

The internet model has many lessons for the new economy but perhaps the most important is its embrace of dumb swarm power.

Ok, zugegeben - das war jetzt böse aus dem Kontext gerissen. Aber schauen Sie ruhig mal rein... ein bisschen historische Forschung kann bei all den Echtzeit-Turbulenzen ja nie schaden. Mein Lieblings-Consultant Seth Godin stellt aus dem Anlass des Re-Publishings auf seinem Blog eine spannende Frage, deren Beantwortung durchaus ärgerlich bis schmerzhaft werden kann: What do you do when you read Kevin Kelly?

The Rorschach test question is this: When you read big ideas online, do you nod your head knowingly, do you argue in favor of the status quo or do you actually do something? Kevin wrote his book ten years ago. If you had known then what you know now, what would you have done differently? Of course, you did know it then. So, what do you do when you read stuff like this?

Yup, ich geb zu, ich hab das Buch auch gelesen vor 10 Jahren. Aber damals waren Pete und ich mit medienforschenden Vereinen anstatt mit Firmengründungen befasst (vielleicht erinnert sich ja noch jemand an medianexus.net), Theorie war heilig und das Web hatte für uns mit Geldverdienen nur indirekt zu tun. Aber man muss ja nicht unbedingt den gleichen Fehler zweimal machen. :mrgreen:

Telekom: Folgt Hannes Ametsreiter Boris Nemsic?

ametsreiterHannes Ametsreiter muss sich was von Chuck Norris abgeschaut haben, denn sein Tag hat definitiv mehr als 24 Stunden. Nach dem Mobbing-Ausrutscher seines Kollegen Schieszler, der auf einer Konferenz im Ausland in grottig schlechtem Englisch detailliert erklärte, wie die Telekom zu teure, ältere Mitarbeiter loszuwerden gedenkt, übernahm der CEO der Telekom Austria AG kurzerhand dessen Personalagenden mit. Aber zukünftig wird Microsoft eine eigenen Outlook-Version rausbringen müssen, denn getreu dem Motto: wer zwei Jobs gut erledigt, kann auch drei machen. Und Boris Nemsic braucht einen Nachfolger, soviel steht fest.

Für Mitarbeiter scheint Hannes Ametsreiter ein gutes Händchen zu haben, zumindest erzählten mir bei der mobilkom diverse Callcenter-Mitarbeit begeistert von der Freundlichkeit des obersten Chef bei der Morgenvisite. Ob Ametsreiter, der nebenbei auch noch Marketingvorstand der mobilkom austria AG ist, dafür zukünftig noch Zeit finden wird, steht auf einem anderen Blatt: denn nur einen Tag nach dem Bekanntwerden von Boris Nemsic' Wechsel zu russischen VimpelCom (die Originalbänder der Nemsic-Fernsehwerbespots werden von CEO-Devotionalien-Sammlern bereits in Tresoren verstaut) wird nun darüber diskutiert, ob HA nicht dessen Nachfolger werden solle. Über die Abfertigung von Boris Nemsic wird, wie das bei jeder U-Bahn Abfahrt aktualisierte Qualitätsblatt "Heute" berichtet, ebenfalls diskutiert.

"Angesichts dieser Zahlen (-438 Mio. in Q4/08) muss es sowohl für den Aufsichtsrat als auch für die Miteigentümerin ÖIAG wichtigere Agenden geben," kritisiert Staatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) gegenüber Heute. Er erwarte sich gerade in Zeiten der Krise ein verantwortungsvolles Management, "das nicht über eine Abfertigung für einen freiwillig scheidenden Vorstand diskutiert." [Heute vom 3.3.2009, S.6]

Der hat ja mal keine Ahnung, der Schieder. Aber was sollen Sozialisten auch von der freien Wirtschaft verstehen - man kann doch "in Zeiten der Krise" keinen Vorstand verhungern lassen! Und in Russland sind die Heizkosten bekanntlich hoch. Andererseits haben gelernte Österreicher die Pointe mit "freier" Marktwirtschaft längst bemerkt, denn warum spräche sonst ein Staatssekretär im Namen der ÖIAG? Die Politik sollte sich mal ein Beispiel nehmen: wäre Ametsreiter statt Michaelis auch Chef der ÖIAG und zuständiger Staatssekretär, gingen derartige Entscheidungsprozesse so rasch vonstatten wie derzeit Diskussionen zwischen Personalvorstand und CEO. Und Abfertigungen müsste man künftig auch keine mehr zahlen.

Da drängt sich doch in der Tat nicht bloß dem Schelm der Vergleich mit einer Berufsgruppe auf, die in den letzten Wochen keinen Hehl aus der ihr stets nachgesagten Arbeitsscheue machte: die österreichischen Lehrer wollen keinesfalls bei gleichbleibendem Gesamtkontingent zwei Stunden mehr in der Schule zugunsten zweier Stunden weniger zuhause arbeiten. Die sollen sich mal ein Beispiel an Hannes Ametsreiter nehmen! Der wäre nicht nur Lehrer, sondern Direktor an mindestens drei Gymnasien. Andere wiederum beschweren sich und stellen die Frage: Ist denn ganz Österreich ein einziges BZÖ? Haben wir wirklich so wenig fähiges Personal, dass niemand von unten nachrücken kann? Ich kenn da eine total nette junge Dame von meinem Postamt, die würde auch die Frauenquote in der Führungsetage heben! Also falls zufällig jemand hier mitliest, zum Beispiel der Personalvorstand... ups.

Bist du manchmal unzufrieden?

Ich poste normalerweise keine Powerpoint-Präsentationen, bei denen die Herkunft der Bilder nicht nachzuvollziehen ist, die also Urheber-Probleme verursachen könnten. In diesem Fall riskier ich's ausnahmsweise - schließlich steht in dem Dokument ja auch die deutliche Aufforderung zur Verbreitung. Achtung: nicht lustig. Aber inspirierend. Irgendwie fühl ich mich geradezu verpflichtet, diese PPT zu publishen - grad heute hab ich mit Harald beim Mittagessen über den Vicious Circle des "Power Raunzing" diskutiert. Also, hier eine Pille gegens Jammern:

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